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5.6.07 12:07


Ist der Islam mit Demokratie kompatibel Teil 5 von 5

Von Fjordman

 

Original vom 8. Mai 2007 : Is Islam Compatible With Democracy? Part 5

Teil 4

Teil 3

Teil 2

Teil 1

Anfang 2006 druckte die kleine norwegische christliche Zeitung Magazinet die dänischen Mohammed-Karikaturen nach. Nach dem der geistliche Führer der Muslimbruderschaft Yusuf al-Qaradawi im Februar desselben Jahres indirekt Angriffe auf die Botschaften Norwegens und Dänemarks in Syrien auslöste, indem er im arabischen Fernsehen zum Zorn aufgestachelt hatte, berief Bjarne Håkon Hanssen, Norwegens Arbeits- und Sozialminister in einem Regierungsgebäude in Oslo eine Pressekonferenz ein. Bei der Gelegenheit gab Velbjørn Selbekk, der Herausgeber von Magazinet, eine unterwürfige Entschuldigung für den Nachdruck der Karikaturen ab. Neben ihm saß Muhammad Hamdan, der damalige Vorsitzende von Norwegens Islamrat, der diesen Akt der Reue akzeptierte und dazu aufrief, nun alle Drohungen zurückzuziehen. Wie der Autor Bruce Bawer schrieb, war das exakt wie eine Szene aus einem Scharia-Gerichtshof.

Trond Giske, der Minister für kulturelle und kirchliche Angelegenheiten traf sich einige Monate später mit Herrn Muhammad Hamdan und verkündete, dass die Regierungszuwendungen an den Islamrat von bisher 60.000 Kronen [ca. 7.300 Euro] pro Jahr auf eine halbe Million [ca. 61.000 Euro] erhöht werden. Das ist eine mehr als 700-prozentige Erhöhung in nur einem einzigen Jahr und sie wurde zweifellos von Moslems als Jizya angesehen. Somit war es in Wahrheit eine formelle Anerkennung durch die norwegischen Behörden, dass das Land ab da unter islamischer Herrschaft stand.

Später im Jahr 2006 sprach sich Minister Bjarne Håkon Hanssen von der Arbeiterpartei für eine verstärkte Einwanderung von Pakistanis nach Norwegen aus, weil dies "gut für die Wirtschaft" sei. Die Mehrheit der norwegischen Moslems wählte 2005 die Arbeiterpartei und 83% von ihnen linke Parteien ganz allgemein. Samira Munir, ein Mitglied des Stadtrats der Hauptstadt Oslo wies warnend darauf hin, dass es während der Wahlen jenes Jahres eine weit reichende Zusammenarbeit zwischen sozialistischen Parteien und islamischen Gemeinschaften gab. "Familienoberhäupter und Moscheen entscheiden, wie ganze Einwanderergruppen wählen. Sie schlossen Deals der Sorte 'Wie viel Geld bekommen wir, wenn wir unsere Leute dazu bringen, Sie zu wählen?' und die Deals wurden immer mit sozialistischen Parteien gemacht."

Norwegen ist eine ungewöhnlich naive Nation. Wenn Norwegen vielleicht daher auch nicht gerade die beste Messlatte ist, an der man islamische Infiltration messen kann, können doch die Herausforderungen, denen sich Norwegen gegenüber sieht, in vielen demokratischen Ländern gefunden werden, und zwar nicht nur in westlichen.

Die vielleicht genialste Idee der linken Interessengruppen nach dem Kalten Krieg war wohl, sich selber als multikulturelle Parteien neu zu erfinden und damit zu beginnen, sich Wähler aus dem Ausland zu importieren. Es ist nichts Neues, sich "Kunden" zu kaufen, indem man ihnen den Zugriff auf das Geld anderer Leute verspricht. Aber dieser Defekt wird gefährlicher, wenn er mit Masseneinwanderung kombiniert wird. In Europa könnte die Einwanderung von Moslems die Demokratie zu einem selbstzerstörerischen System werden lassen, das eventuell zusammenbrechen wird, weil einheimische Europäer nicht mehr der Ansicht sind, dass es ihren Interessen dient.

Die türkische Regierung versuchte die landesweiten holländischen Wahlen im Jahr 2006 zu beeinflussen, indem sie E-Mails an tausende von ethnischen Türken in den Niederlanden versandte. Wie Paul Belien von The Brussels Journal schreibt, wurde "dadurch wurde eine Situation geschaffen, in der die Einwanderer in westliche Demokratien als trojanische Pferde für ausländischen Nationalismus und religiösen Fanatismus fungieren."

Der indische Premierminister Manmohan Singh, ein Sikh, äußerte im Jahr 2007, dass Minderheiten, speziell Moslems, den vordringlichsten Anspruch auf Ressourcen haben müssen, damit die aus Indiens wirtschaftlicher Entwicklung entstandenen Vorteile ihnen gleichermaßen zu Gute kommen. Er versäumte es, zu sagen, dass es sich dabei wahrscheinlich auch um Stimmen-Vorteile für seine eigene Kongresspartei handelte, die Moslems in Indien seit der Zeit von Mahatma Gandhi und Nehru hofiert. Moslems hinken bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung Nicht-Moslems überall hinterher, von Westeuropa bis Malaysia, was stark darauf hinweist, dass ihre Rückständigkeit etwas mit der islamischen Kultur zu tun hat.

Die Moslems in Indien können teilweise mit offizieller Anerkennung Scharia-Recht praktizieren. Das All India Muslim Personal Law Board zog vor den Obersten Gerichtshof, um das gesetzlich vorgeschriebene Mindestheiratsalter herabzusetzen und besteht darauf, dass die Moslems Indiens im Familienrecht ausschließlich der Scharia unterworfen sein sollten. Im Januar 2007 informierte die Regierung den Obersten Gerichtshof, dass Moslems bezüglich des Personenstandsrechts ein Recht haben, Scharia-Gerichtshöfe zu stellen, um Streitigkeiten zwischen zwei Personen beizulegen und dass Fatwas, die von diesen Gerichtshören herausgegeben werden, nicht in Konflikt mit dem indischen Rechtssystem stehen.

Der Gelehrte K.S. Lal analysierte die Demographie Indiens zwischen den Jahren 1000 und 1525. Lal schätze die Zahl der Hindus, die als Folge der Feldzüge in dieser Zeit verschwanden, auf ungefähr 80 Millionen.

Nach dem Historiker N.S. Rajaram "waren die Wunden, die in Jahrhunderten islamischer Herrschaft einem Großteil der indischen Intelligentsia und politischen Klasse geschlagen wurden, so kräftezehrend, dass Indien immer noch in einem Zustand ständiger Furcht lebt (...). Die politische Freiheit in Indien hat keine geistige Freiheit gebracht; Politiker und die Intelligentsia agieren immer noch wie kolonisierte Untertanen, wenn sie sich damit konfrontiert werden, der Wahrheit über die islamische Vergangenheit ihres Landes ins Gesicht zu sehen."

Im Magazin Foreign Affairs schreibt F. Gregory Gause III, ein Associate Professor für Politikwissenschaften an der Universität von Vermont, dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass Demokratie Terror reduziert und bezieht sich auf die Zahl terroristischer Ereignisse in Indien:

"Man darf mit Recht annehmen, dass Gruppierungen, die ihre Basis in Pakistan haben, eine gewisse Zahl dieser Angriffe ausführten, speziell die in Kaschmir, aber eindeutig nicht alle Täter waren Ausländer. Eine signifikante Zahl terroristischer Ereignisse in Indien fand weit entfernt von Kaschmir statt und spiegelte anderen lokalen Groll gegenüber der Zentralregierung wider."

Ungeachtet der Tatsache, dass Moslems zig Millionen Nicht-Moslems in Indien in über tausend Jahren massakriert haben, haben Moslems in der Republik Indien nicht nur gleiche Rechte wie Nicht-Moslems, sonder genießen Sonderrechte und können in einem angeblich säkularen Land in Familienangelegenheiten dem Gesetz der Scharia folgen. Indien war auch eines der ersten Länder, die Salman Rushdies Buch Die Satanischen Verse verbot, nachdem Ayatollah Khomeini 1989 sein Todesurteil aussprach, und schränkte so die Redefreiheit aus Angst vor islamischer Gewalt für fast eine Milliarde Nicht-Moslems ein.

Über den früherer Ministerpräsidenten Thailands Thaksin Shinawatra kann man aus vielerlei Gründen geteilter Ansicht sein, aber es besteht kein Zweifel daran, dass sein Konflikt mit dem islamischen Djihad im Süden Thailands zu einem großen Teil dazu beitrug, dass er 2006 mittels eines Militärputsches abgesetzt wurde. Die meisten Einwohner Thailands sind Buddhisten, aber die Südprovinzen an der Grenze zu Malaysia haben islamische Mehrheiten, dort führte ein Aufstand von Moslems dazu, dass viele Buddhisten aus ihren Häusern flohen. Mönche wurden enthauptet und Lehrer erschlagen. Fast eintausend öffentliche Schulen wurden im Süden aufgrund einer Welle von Angriffen gegen Schulen und Morden an Dutzenden von Lehrern geschlossen.

Auf einem Flugblatt, das in der Region verteilt wurde, stand: "Dieses Land muss befreit und vom Gesetz des Islam regiert werden. Dieses Land gehört nicht Thailand, dies ist ein Land des Krieges nicht anders als Palästina und Afghanistan.... Moslems und Ungläubige müssen getrennt leben."

Chulanont Surayud, der thailändische Militäroffizier, der Interimspräsident und Chef der Militärjunta war, die die gewählte Regierung im Herbst 2006 stürzte, entschuldigte sich öffentlich für die Hardliner-Politik der vorherigen Regierung und sagte, dass er eine begrenzte Anwendung islamischen Rechts, speziell in Familienangelegenheiten, im Süden vorantreiben werde.

Wenn man nach den Erfahrungen Indiens urteilt, gibt es wenig Anlass, zu glauben, dass das Zugeständnis an Moslems, begrenzt das Recht der Scharia anwenden zu dürfen, die Gewalt gegen Nicht-Moslems eindämmt. Sehr wahrscheinlich werden die Buddhisten aus dem Süden Thailands genau wie die Hindus Kaschmirs als Flüchtlinge in ihrem eigenen Land enden, während ihre Regierung gegenüber den Moslems Appeasement mittels Scharia betreibt.

Verschiedene Beobachter behaupten fälschlicherweise, dass "wir die Scharia durch Wahlen bekommen, wenn Moslems erst einmal die Mehrheit stellen." Im Gegenteil! Die Scharia wird viel früher kommen. Man sollte sein Augenmerk darauf richten, wie es relativ kleinen Prozentzahlen von Moslems gelingt, Demokratien Zugeständnisse abzupressen. Die Scharia ist bereits jetzt teilweise in Indien, Thailand, den Philippinen und Großbritannien eingeführt. Die dem Islam innewohnende Aggressivität ruft bei Nicht-Moslems Appeasement hervor, um zu vermeiden, dass das demokratische System durch einen Bürgerkrieg zerstört wird.

In Policy Review rezensiert Lee Harris das ausgezeichnete Buch The Legacy of Jihad von Andrew G. Bostom. Harris warnt vor jenen, die mit der Begründung, dass wir der islamischen Welt technologisch überlegen sind, die Vorstellung verwerfen, dass der Djihad eine ernsthafte Bedrohung für den Westen darstellt:

"Die Djihadisten sind nicht daran interessiert, in unserem Sinne des Wortes zu siegen. Sie können schon ganz einfach dadurch erfolgreich sein, indem sie die derzeitige Weltordnung unfähig machen, indem sie Bedingungen schaffen, in der die herkömmliche Politik keine Option mehr ist, und damit dem Westen die Wahl aufzwingen, entweder ihren Forderungen nachzugeben oder in Anarchie und Chaos abzustürzen. Es ist verführerisch, diese Vorgehensweise als 'crash of civilization' zu bezeichnen."[Anm.d.Ü.: Zusammenbruch der Zivilisation - ein Wortspiel mit Samuel Huntingtons 'clash of civilizations' (Zusammenprall der Zivilisationen), das sich leider nicht übersetzen lässt]

Dementsprechend, so Harris, "muss der Feind einer bestimmten etablierten Ordnung im 'crash-of-civilization'-Paradigma - im Gegensatz zur Clausewitzschen Kriegsführung - diese nicht notwendigerweise mit organisierter Stärke und Effektivität seinen Vorstellungen anpassen. Es reicht vollkommen aus, bei der etablierten Ordnung den Widerwillen zu wecken, ihre überlegene Stärke anzuwenden, und zwar aus der Befürchtung heraus, dass das Abrutschen in einen Bürgerkrieg ihre eigene Existenz aufs Spiel setzen würde. Diese Furcht vor der Anarchie - die ultimative Furcht derer, die sich der Vernunftpolitik verpflichtet fühlen - kann genutzt werden, um den politischen Prozess bis zu einem Punkt hin zu lähmen, an dem die etablierte Ordnung hilflos wird, die Ereignisse auf dem normalen politischen Weg zu kontrollieren und an dem die Macht sich nicht mehr in den Händen des Establishments befindet sondern in lebensgefährlicher Weise an die Straße übergeht."

Im September 2006, veröffentlichte der französische Gymnasiallehrer für Philosophie einen Zeitungskommentar, indem er schrieb, dass im Gegensatz zu Christentum und Judentum "der Islam eine Religion ist, die sowohl laut ihrer eigenen heiligen Texte als auch in ihren alltäglichen Bräuchen Gewalt und Hass verherrlicht." Für das Verbrechen, behauptet zu haben, dass der Islam gewalttätig ist, erhielt Redeker zahlreiche Todesdrohungen und musste sich zusammen mit seiner Familie versteckt halten sowie seinen Lehrerberuf aufgeben.

Gemäß dem Autor Christian Delacampagne haben " große Bereiche des französischen intellektuellen und politischen Establishments eine Ausnahme bei der hart erkämpften Tradition der offenen Diskussion herausgearbeitet: Wenn es (im Gegensatz zu Christentum oder Judentum) um den Islam geht, muss die Redefreiheit gewisse festgelegte Grenzen respektieren."

Seyran Ates, die eine ganze Generation lang Drohungen türkischer Männer in Deutschland ertragen musste, einschließlich dass sie angeschossen und schwer verwundet wurde, weil sie Ehefrauen, die diese Männer der Misshandlung beschuldigten anwaltlich vertrat, musste ihre Berliner Anwaltspraxis aufgeben, weil es zu gefährlich für sie wurde. Die konservative italienische Abgeordnete Daniela Santanche hat wegen ihrer ablehnende Haltung gegenüber dem islamischen Schleier Todesdrohungen erhalten. In Spanien musste der Autor Gustavo de Arístegui, der außenpolitische Sprecher von Spaniens konservativer Partido Popular unter Polizeischutz gestellt werden, nachdem er als Feind des Islam gebrandmarkt wurde.

Mit islamischer Einwanderung verbreitet sich in nicht-islamischen Ländern Schritt für Schritt eine Kultur der Drohungen, gesetzlicher und sozialer Schikanen sowie der physischen Einschüchterung. Was Moslems noch nicht mit dem Schwert erreichen können, versuchen sie mit Rechtsanwälten, hinter denen arabische Petrodollars stehen, zu erreichen. Die Furcht vor einem teuren Rechtsstreit ist eine effektive Waffe, die dazu benutzt werden kann, Islamkritiker mundtot zu machen.

In Kanada wurde Mark Harding zu 340 Stunden gemeinnütziger Arbeit - d.h. Indoktrination - unter der Leitung von Mohammad Ashraf, dem Generalsekretär der Islamic Society of North America in Mississauga, Ontario verurteilt. Richter Sidney B. Lindens Urteil von 1998 gründete sich auf Kanadas Hate-Crime-Gesetz. Der Richter befand Harding für schuldig, "falsche Beschuldigungen gegenüber den Anhängern des Islam verbreitet zu haben, um vorsätzlich Furcht vor ihnen und Hass gegen sie bei allen nicht-islamischen Menschen hervorzurufen."

Hardings Verbrechen bestand darin, dass er vor einer öffentlichen High School Flugblätter verteilt hatte. Diese enthielten eine Auflistung von Gräueltaten, die Moslem im Ausland verübt hatten. Auf dem Flugblatt stand: "Die Moslems, welche diese Gräueltaten begangen haben sind nicht anders als die islamischen Gläubigen, die hier leben" und "Toronto steht auf ihrer Liste ganz oben."

2006 verhaftete die kanadische Polizei eine Gruppe von moslemischen Männern, die unter dem Verdacht standen, Terroranschläge gegen mehrere Ziele einschließlich der U-Bahn Torontos geplant zu haben. In einer Studie des Geheimdienstes wird davor gewarnt, dass "ein hoher Prozentsatz" der kanadischen Moslems, die in extremistische Aktivitäten verstrickt sind, in Kanada geboren ist.

Der Fall Harding zeigt, dass es heutzutage in mehreren westlichen Nationen eine Straftat ist, die Wahrheit über die Gefahren der islamischen Einwanderung zu sagen. Hate-Speech-Gesetze laufen auf eine "Scharia light" hinaus: Sie werden dazu benutzt, Ungläubige wie Harding, die den Islam kritisieren, zum Schweigen zu bringen, was wiederum der Funktionsweise der Scharia entspricht. Die "Scharia light" der political Correctness ebnet so den Weg zur schrittweisen Einführung der Vollversion der Scharia im Westen.

Hate-Crime-Gesetzgebung ist auch legalisierte political Correctness und stellt eine radikale Abkehr vom Ideal der Gleichheit vor dem Gesetz dar. Man wird für die Beleidigung eines schwarzen Moslems anders bestraft als für die eines weißen Christen, einer hinduistischen Frau oder eines jüdischen Mannes, usw. Manche mögen vorbringen, dass das im täglichen Leben bereits Realität ist. Der Punkt ist hier jedoch, dass diese de facto Ungleichheit nun zu einer de jure Ungleichheit geworden ist. Diese formale Änderung stellt eine schwerwiegende Perversion der Gerechtigkeit dar. In ihr spiegelt sich das islamische Recht wider, das je nach religiösem Hintergrund oder Geschlecht sowohl des Täters als auch des Opfers verschiedene Strafen für gleiche Verbrechen vorsieht.

Im Islam wurde das Leben von Individuen immer unterschiedlich gewertet. Aber heute haben wir im Westen eine schleichende Tendenz hin zu exakt dieser Sichtweise. Im Fall von tätlichen Angriffen oder Mord wird die Strafe zusätzlich erhöht, wenn die Tat als "hate crime" angesehen wird.

Mord ist Mord und alles menschliche Leben muss gleich gewertet werden. Die Lehre des Multikulturalismus fordert jedoch von uns, alle Kulturen und Religionen als gleichwertig zu behandeln, was sie ganz offensichtlich nicht sind. Diese Perversion der Realität ist ein Anzeichen dafür, dass das westliche Rechtssystem auf dem Rückzug ist. Und weil es das ist, wird die Justiz verletzlich gegenüber Ausnutzung und Infiltration durch das islamische Recht.

Zachariah Anani, ein ehemaliger Djihadist und Konvertit zum Christentum hielt in Windsor, Ontario eine Vorlesung über "die Gefahren des radikalen Extremismus." Islamische Interessengruppen einschließlich CAIR (Council on American-Islamic Relations) Kanada, beschuldigten ihn, er würde "Hass in der Gemeinschaft" verbreiten. Der Ex-Moslem Walid Shoebat ist der Ansicht, dass Anani mundtot zu machen, einen gefährlichen Trend mit weit reichenden Auswirkungen auf die Zukunft kanadischer und vielleicht sogar US-amerikanischer Freiheiten darstellt.

Gemäß dem amerikanischen Autor und Gelehrten Daniel Pipes, sprach Omar Ahmad, der langjährige Vorsitzende von CAIR zu einer Menschenmenge kalifornischer Moslems im Juli 1998: "Der Islam ist nicht in Amerika, um gleich wie jeder beliebige andere Glaube zu sein, sondern um dominant zu werden. Der Koran ... sollte die höchste Autorität in Amerika sein und der Islam die einzig akzeptierte Religion auf Erden."

Pipes stellt fest, dass CAIR das Opferdarstellungs-Spiel meisterlich gespielt hat und "auf der Suche nach irgendeinem anti-islamischen Vorfall ist, gleichgültig ob real oder eingebildet, spontan oder provoziert, schwerwiegend oder eine Lappalie." Das Ziel der Organisation, so Pipes, ist es "die USA so zu formen wie viele andere Länder - zu einem Ort, an dem über Moslems, Islam und Islamismus nicht frei diskutiert werden kann."

CAIR erhält bedeutende finanzielle Unterstützung für seine Bemühungen. 2006 spendeten wohlhabende Saudis wie zum Beispiel Prinz Alwaleed ibn Talal mindestens 50 Millionen Dollar an CAIR. Ein Großteil des Geldes wurde für eine die nächsten fünf Jahre anhaltende Medienkampagne in den USA ausgegeben. CAIR und andere islamische Organisationen sind sehr erfolgreich dabei, Akzeptanz für das Konzept der "Islamophobie" zu gewinnen. Sie haben sich mit Repräsentanten von Bundesbehörden, einschließlich des FBI, getroffen, um dieses Thema anzusprechen.

Was genau ist Demokratie? Karl Popper hat gesagt: "Ich persönlich nenne den Typ Regierung, die man ohne Gewalt, entfernen kann, 'Demokratie' und die anderen 'Tyrannei'." Ludwig von Mises hatte eine ähnliche Sichtweise, er sagte "das Wesen der Demokratie ist nicht, dass jedermann Gesetze macht und anwendet, sondern dass Gesetzgeber und Regierende vom Willen des Volkes in einer Weise abhängig sein sollten, dass sie mit friedlichen Mitteln ausgewechselt werden können, wenn Konflikte entstehen."

Historisch gesehen waren direkte Demokratien fast immer relativ kleine Gemeinschaften wie zum Beispiel die griechischen Stadtstaaten, wo das Wort "Demokratie" selbst im 5. Jahrhundert vor Christus geprägt wurde. Die bekannteste war die alte Athenische Demokratie, in der das Wahlrecht schrittweise auf alle Bürger ausgeweitet wurde, was immer noch eine Minderheit der Stadtbevölkerung bedeutete.

Der Gelehrte John Dunn vollzieht diese Entwicklung in seinem Buch Setting the People Free nach: The Story of Democracy, ein Titel, den er wählte, um ein bisschen Ironie einzubringen. Nach Dunn " wurde von den Bürgern Athens unter der Demokratie ganz vernünftig und korrekt erwartet, dass sie sich selbst regieren. Aber die weit weniger exklusiven Bürgerschaften moderner Demokratien tun ganz offensichtlich nichts dergleichen. Stattdessen wählen sie aus einem Menu, am dessen Zusammensetzung sie individuell kaum etwas ändern können, das aus, was ihnen als das kleinste Übel erscheint."

Während Plato der Demokratie ablehnend gegenüberstand, war Aristoteles ihr gegenüber kritisch aber nüchterner. Er betrachtete sie als Regierung durch die vielen, was dennoch ein gutes System war:

Seite 47: "Aristoteles selbst entschied sich dafür, es nicht Demokratie sondern Politeia (politische oder verständlicher, konstitutionelle Regierung) zu nennen. Politeia setze sich von Demokratie nicht nur durch einen Unterschied in der Zielsetzung und Disposition (die Verpflichtung eher gegenüber dem kollektiven Wohl als gegenüber Gruppeninteressen) ab, sondern auch durch eine unterschiedliche und sorgfältige ausgearbeitete Struktur."

James Madison, der Chefarchitekt der Bill of Rights, leistete einen großen Beitrag zur Verfassung der USA und dem Aufbau ihrer Regierung, und zwar in der Diskussion unter anderem mit seinem Freund Thomas Jefferson. Sie standen beide der Lehre der reinen Demokratie kritisch gegenüber. Thomas Jefferson warnte vor "Despotismus durch Wahlen". Sie wünschten etwas, was Alexander Hamilton eine repräsentative oder indirekte Demokratie genannt hatte. Dunn ist nicht überzeugt, ob der Begriff Demokratie in dem Sinn, dass Bürger direkt in den Entscheidungsfindungsprozess eingebunden sind wie es im antiken Griechenland war, wirklich dafür geeignet ist.

Seite 79: "Wie auch immer der neue amerikanische Staat bezeichnet oder nicht bezeichnet werden mag, er kann nicht wirklich als Demokratie bezeichnet werden. Eine repräsentative Regierung unterscheidet sich deutlich von einer Demokratie, zwar nicht in der grundlegenden Machtstruktur, auf der sie basiert, aber in den institutionellen Mechanismen, die ihren Kurs bestimmen und dazu beitragen, dass sie über längere Zeit hinweg Bestand haben kann."

John Dunn ist der Ansicht, dass die Vorstellung von Präsident Bush, die Verbreitung der Demokratie im Irak und im Mittleren Osten würde den Terrorismus eindämmen, "ein eklatanter Fall ideologischer Überschätzung" war.

Vielleicht ist das Wort "Demokratie zwischenzeitlich so wässrig geworden, dass es fast bedeutungslos geworden ist. Da das Wort selbst vage und doch gleichzeitig zu etabliert ist, als dass man es ignorieren könnte, können wir vielleicht zwischen reiner Demokratie, die selbst ohne Islam nicht immer eine gutes System ist, und beschränkter Demokratie mit einem Ausgleich zwischen kurzfristigem Populismus und langfristigen Interessen ist, unterscheiden.

In The Case for Sovereignty, beschreibt Jeremy A. Rabkin wie Jürgen Habermas, Deutschlands am meisten gefeierter Philosoph, über die Einsetzung einer Struktur internationalen Rechts spricht, die alle Regierungen kontrolliert und anweist.

Ganz zeitgemäß fragt Rabkin: "Wer könnte eine Weltregierung mit derartig immenser Machtfülle herausfordern oder einschränken? Selbst wenn sie von einer formalen Verfassung eingeschränkt wäre, wer könnte sicherstellen, dass die Weltregierung in den ihr gesetzten Grenzen bleibt? Wie könnte sie auch nur annähernd etwas wie eine Demokratie sein? Könnten hundert kleine Nationen das halbe Dutzend der größten Nationen überstimmen? Oder wäre es einer Milliarde Chinesen, einer Milliarde Inder und einer halben Milliarde Südostasiaten möglich, eine dauerhafte Mehrheit zu bilden, die dem Rest der Welt Gesetze und das Rechtssystem diktiert?"

Ende des 18. Jahrhunderts gab es keine UNO und kein Völkerrecht. Rabkin glaubt, die amerikanischen Gründungsväter "wären entsetzt bei der Vorstellung, dass die amerikanische Regierung im Wechsel irgendeiner supranationalen oder internationalen Instanz unterworfen wäre, die somit Priorität über die amerikanische Verfassung und amerikanische Gesetze beanspruchen könnte."

Die Kombination aus den Massenmedien, transnationaler Gesetzgebung und bürokratischem Feudalismus des 21. Jahrhunderts hat dazu beigetragen, Europa in Eurabia umzuwandeln. Tausende von Seiten mit Gesetzen werden fortwährend ohne das Wissen oder die Zustimmung der europäischen Bürger verabschiedet. Durch Masseneinwanderung wandelt sich das demographische Profil des Kontinents derzeit rapide, häufig ohne die Zustimmung der Öffentlichkeit.

Die Djihad-Aufstände in Frankreich im Jahr 2005 brachten zu Tage, dass hunderte von Ghettos bereits de facto unter islamischer Kontrolle waren. Die Kontrolle des französischen Staates hatte in diesen Gebieten aufgehört zu funktionieren; so wurde das Gewaltmonopol des Staates gebrochen. Die Herrschaft des Gesetzes weicht zur Zeit in weiten Teilen Europas auf. Die Menschen sehen, dass die nationalen Steuern, die sie bezahlen, an Regierungen gehen, die aufgehört haben, ihre eigenen Grenzen zu kontrollieren, ihre eigenen Gesetze aufrecht zu erhalten oder selbst die grundlegendste Sicherheit ihrer Bürger zu garantieren.

Entweder werden die notwendigen Bedingungen für ein demokratisches System wieder hergestellt oder das System wird kollabieren. Eine wachsende Anzahl von Beobachtern fürchtet, dass wir den Punkt bereits überschritten haben, an dem die Spannungen noch innerhalb der Struktur eines demokratischen Systems in den Griff zu bekommen sind und dass sie stattdessen in Bürgerkriege ausufern werden.

Die Racial and Religious Hatred Bill in Großbritannien aus dem Jahr 2005 ist eine als Textbuch verfasste Illustration potentieller Webfehler einer Demokratie, die auf den Islam trifft. Minderheiten können einen unproportional hohen Einfluss auf ein demokratisches System erlangen, wenn es ihnen gelingt, die Waagschale zu Gunsten der Interessen spezieller Parteien oder Allianzen kippen zu lassen. In dem speziellen Fall nutzte die Labour Party die Redefreiheit ihrer Bürger als Feilscherware um islamische Wähler zu umwerben.

Die Befugnisse des House of Lords, dem nicht gewählten Oberhaus des britischen Parlaments, sind seit dem 19. Jahrhundert stetig zurückgegangen. Es kann jedoch Gesetzentwürfe des Unterhauses immer noch hinauszögern. Aufgrund der Opposition der Lords wurde schließlich eine verwässerte Form der Racial and Religious Hatred Bill verabschiedet. Beachten Sie hierbei bitten, dass es das "anachronistische" House of Lords - das am wenigsten demokratische Element des britischen Parlaments - war, das sich in diesem Fall am vernünftigsten erwies.

Die Gründungsväter der USA fürchteten die "Herrschaft des Pöbels" und versuchten die gewählten Kongressmänner von etwas zu isolieren, was sie als Wankelmut der Bevölkerung wahrnahmen. Ich verstehe diese Sichtweise. Wir sollten bei der Betrachtung, was Demokratie ist und was sie nicht ist, ein bisschen weniger religiös vorgehen. Demokratie sollte niemals selber das angestrebte Ziel sein, und die Gesetzgebung sollte auch nicht nach der Laune der Mehrheit zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgen. Das Ideal ist ein wohlausgewogenes und gut funktionierendes System.

Es ist jedoch nicht immer so, dass Normalbürger dumm und ihre Führer weise sind. Es waren schließlich die politischen Eliten in Europa, die Eurabia schufen und nicht die Normalbevölkerung. Die Gründungväter der USA im 18. Jahrhundert sahen nicht vollständig vorher, dass die gewählten Repräsentanten sich vorsätzlich dafür entscheiden könnten, die Landesgrenzen nicht mehr aufrecht zu erhalten, wie es in den Vereinigten Staaten des 21. Jahrhunderts gegenüber Mexiko geschieht.

Vor ein oder zwei Jahrhunderten stimmten die Interessen der nationalen politischen Eliten weitgehend mit jenen des Nationalstaates als Ganzem an sich überein. Das ist in unserer globalisierten Gesellschaft nicht mehr automatisch der Fall. Viele Politiker und höhere Beamte haben nur sehr wenig emotionale Bindung zu ihren eigenen Nationen. Häufig sind sie viel mehr daran interessiert, transnationale Organisationen und multinationale Zusammenschlüsse zu hofieren, weil diese Körperschaften ihnen die Chancen auf die lukrativsten Jobs bieten.

Diese Situation ist ein wichtiger Faktor hinter der zunehmenden Aushöhlung des Vertrauens zwischen den Regierenden und den Regierten in vielen westlichen Nationen. Ein verbreitetes - und oft höchst zutreffendes - Thema unter normalen Bürgern ist das Gefühl, von den "politischen Eliten" aufgegeben worden zu sein. Im 21. Jahrhundert wird eine der größten Herausforderungen für das demokratische System nicht nur die sein, die Wankelmütigkeit des "einfachen Volkes" auf Linie zu bringen. Sogar noch wichtiger wird die Notwendigkeit werden, die manchmal widerwillig gewählten Repräsentanten dazu zu zwingen, die Landesgrenzen aufrecht zu erhalten und die Wünsche des Wahlvolkes nach nationaler Souveränität zu berücksichtigen. Diese Balance wird nicht einfach zu erreichen sein.

Der chinesische Blogger Ohmyrus (der auch sehr kluge Artikel über den Islam schreibt) bezeichnet in seinem Blog "Reforming Democracy" Politiker als "votepreneurs" (Stimmennehmer) und führt aus, dass die Demokratie mehrere Webfehler hat: "Ganz platt gesagt gibt es mehr arme als reiche Leute. Das bedeutet, dass Politiker an der Wahlurne Erfolg haben, wenn sie Umverteilungspolitik vertreten. Das Ergebnis davon sind hohe Steuern."

Nach Thomas Jefferson "wird die Demokratie aufhören zu existieren, wann man von denen, die arbeitswillig sind, nimmt und denen, die es nicht sind, gibt." Zitate wie diese zeigen nach Ohmyrus, dass die Gründungsväter der USA sich mehr um Freiheit als um Demokratie gesorgt haben.

Ohmyrus glaubt auch, dass Demokratien kurzfristiges Denken befördern und "unfähig sind, langfristigen Gewinn über kurzfristiges Leiden zu stellen. Sie tendieren dazu, das Gegenteil davon zu tun, das heißt sie stellen kurzfristige Vorteile über langfristige Nachteile (...) Ich glaube, die europäischen Monarchien des 19. Jahrhunderts waren bessere makroökonomische Manager als die demokratisch gewählten Politiker des 20. Jahrhunderts. Statistiken zeigen, dass Zinssätze, Steuern und Inflationsraten insgesamt geringer waren. Und das trifft auch auf die Staatsverschuldung als Teil des Bruttoinlandprodukts zu."

Er glaubt, dass das so war, weil Monarchen und Adlige dazu tendieren, eher langfristig zu denken. Gleichzeitig hatten sie aber keine absolute Macht und mussten somit durchaus auch den Willen der berücksichtigen. Unser derzeitiges Problem liegt nicht so sehr an den votepreneurs ("Stimmennehmern" aka Politikern), sondern an dem System, unter dem sie agieren.

Er schlägt einige Gegenmittel für diese Lage vor. Unter anderem dass die Amtszeit des US-Präsidenten auf acht Jahren verlängert, aber auf eine einzige Wahlperiode verkürzt werden sollte, während man die Amtszeit anderer gewählter Vertreter auch verlängern und auf eine einzige Amtszeit beschränken sollte

Gemäß Singapurs langfristigem Regierungschef Lee Kuan Yew ist es die Demographie, nicht die Demokratie, die zum kritischen Bestimmungsfaktor für Wachstum und Sicherheit im 21. Jahrhundert werden wird. Obwohl ich nicht immer mit ihm übereinstimme, ist es doch wahr, dass jedes beliebige politische System, egal ob demokratisch oder nicht, den Verlust seiner territorialen Integrität nicht lange überleben kann ohne auch die Kontrolle über seine eigene demographische Zukunft zu verlieren. In der Tat ist das sogar exakt die Realität in vielen demokratischen Nationen.

So wie der Planet sich inmitten einer beispiellosen Bevölkerungsexplosion befindet, und technologischer Fortschritt in Verbindung damit die größten und schnellsten Migrationswellen in der Geschichte der Menschheit geschaffen hat, sind viele demokratischen Nationen so im Morast idealistischer Menschenrechtsgesetzgebung und naiver Ideologien der offenen Grenzen versunken, dass sie jetzt die Kontrolle über ihre eigenen Grenzen verloren haben. Und um es noch einmal festzustellen, das kann nicht lange ohne ernstliche Konsequenzen weitergehen.

Im Januar 2007 brachte eine Umfrage in Großbritannien zu Tage, dass 82% der Bevölkerung die Behauptung, die Regierung hätte die Einwanderung unter Kontrolle verneinten und fast genau so viele der Ansicht waren, dass die Behörden zum Thema Einwanderung nicht ehrlich sind. Sir Andrew Green, der Vorsitzende des Thinktanks Migrationwatch, sagte, dies reflektiere "einen tieflniegenden Groll der Bevölkerung darüber, dass sie keinerlei Möglichkeit hatte, ihren Ansichten Ausdruck zu verleihen - und noch weniger Möglichkeiten, gefragt zu werden - und das zu einer Angelegenheit höchster Wichtigkeit für die Zukunft unseres Landes".

Das stellt eine gefährliche Legitimationskrise dar. Sie ist besonders ernst zu nehmen, wenn sie zu einem Zeitpunkt stattfindet, an dem die Behörden dazu übergehen, die Einschränkungen der Redefreiheit zu verschärfen. Diese Kombination könnte durchaus in einer explosiven Situation auf der Straße münden. Der US-Präsident John F. Kennedy sagte einmal: "Diejenigen, die eine friedliche Revolution unmöglich machen, machen eine gewaltsame Revolution unausweichlich."

Der Blogger Ohmyrus befürchtet das auch: "Während es viel Zeit brauchte, bis Europäer lernten, ihre Streitigkeiten friedlich an der Wahlurne auszutragen, wird diese wichtige Lektion so langsam wieder verlernt. Die Lektion aus der dänischen Karikaturenaffäre ist die, dass Gewalt sich auszahlt. Die meisten westlichen Regierungen gaben klein bei, indem sie sich entschuldigten oder die Karikaturen verurteilten anstatt die Redefreiheit zu verteidigen. Bald werden Gruppierungen, die sich der Einwanderung entgegenstellen, auch zum Mittel der Gewalt greifen. Wenn die europäischen Demokratien ihre ethnischen Spannungen nicht in den Griff bekommen können, wird die Demokratie zusammenbrechen und in diktatorische Herrschaft abgleiten."

Um meine Resultate zusammenzufassen, ich bin nicht vollkommen unkritisch gegenüber dem demokratischen System und ich glaube auch nicht, dass es sich automatisch in individuelle Freiheit umsetzen lässt. Demokratische Nationen werden sich signifikanten Änderungen unterziehen müssen, wenn das System der Demokratie dieses Jahrhundert überleben soll. Die Ziele sollten die folgenden sein:

- ein ausgewogenes und gut funktionierendes System, für das die Redfreiheit absolut notwendig ist.

- echte Machtbeschränkungen der Regierenden und

- Gleichheit vor dem Gesetz.

Keines davon ist kompatibel mit der islamischen Scharia.

Moslems haben nicht unbedingt Angst vor Wahlen. Denken Sie daran, dass die Terrororganisation Hamas durch Wahlen in Palästina an die Macht kam. Nach dem Historiker Niall Ferguson, ergab eine Gallup Umfrage aus dem Jahr 2007, bei der 10.000 Moslems in 10 verschiedenen Ländern befragt wurden, dass radikale Moslems die Demokratie mehr unterstützen als moderate: "Je reicher diese Leute werden, desto mehr favorisieren sie radikalen Islamismus. Und sie sehen die Demokratie als Weg, die Radikalen an die Macht zu bringen."

Wovor Moslems Angst haben, ist Redefreiheit. Sie möchten Islamkritiker durch Einschüchterung mundtot machen, während sie mit der demographischen Eroberung durch Einwanderung und hohe Geburtenraten fortfahren. Sie haben mit dieser Strategie bisher beträchtlichen Erfolg erzielt. Unser derzeitiges demokratisches System belohnt diejenigen mit hohen Geburtenraten und das bedeutet gegenwärtig Moslems.

Demokratie kann in einem wirklich islamischen Land nicht eingeführt werden, zumindest dann nicht, wenn "Demokratie" mehr bedeutet als den bloßen Akt des Wählens ohne jegliche Einschränkung der Staatsmacht und Schutzmaßnahmen für Minderheiten. Das ist lediglich eine fortgeschrittene Form von einer Herrschaft des Pöbels. Wenn die Bedeutung von "Demokratie" auf eine konstitutionelle Regierung, säkulare Gerichtsbarkeit, Herrschaft des Gesetzes, Gleichheit vor dem Gesetz und vor allem Redefreiheit ausgedehnt wird, dann nicht - konstitutionelle Demokratie kann mit dem Islam nicht unter einen Hut gebracht werden. Es ist Zeitverschwendung und Geldverschwendung, es zu versuchen.

Nicht-Moslems konzentrieren sich zur Zeit auf die falsche Sache. Der Versuch, Demokratie in islamische Länder wie zum Beispiel den Irak zu exportieren, ist zwecklos. Der amerikanische Blogger Lawrence Auster hat ausgeführt, dass wir besser unsere eigenen Demokratien zu Hause gegen den Islam schützen sollten. Die Autorin Diana West hat dazu aufgerufen, im Umgang mit Moslems statt einer pro-demokratischen Offensive eine Anti-Scharia- Defensive zu bevorzugen, was in der Tat sinnvoll ist. Der Islam ist gänzlich inkompatibel mit menschlicher Freiheit in jedem aussagekräftigen Sinn des Wortes. Der Islam kann jedoch sehr geeignet dazu sein, die Webfehler eines demokratischen Systems auszunützen und es von innen heraus zu zerstören.

Ich habe mich für eine globale Strategie der Abschottung von Ungläubigen von der islamischen Welt so weit das möglich ist, ausgesprochen, was auch beinhaltet islamische Immigration zu verbieten. Diese würde die Moslems eventuell dazu zwingen, dem Versagen, das im System ihrer Kultur wurzelt, ins Gesicht zu sehen. Fordere Deinen Gegner da heraus, wo er schwach ist. Der Islam kann Redefreiheit nicht tolerieren, was seine größte Schwäche ist. Die USA sind in einer guten Position, diese Herausforderung durchzuführen. Sie haben immer noch einen relativ geringen Moslemanteil und verfügen auch über einen starken Schutz der Redefreiheit. Die wirkungsvollste Waffe, die Moslems am amerikanischen Arsenal fürchten, ist das First Amendment. Diese Regelung, die in so weiser Voraussicht in die Bill of Rights von den Gründungsvätern aufgenommen wurde, schützt die individuelle Redefreiheit vor der Tyrannei der Mehrheit.

Wenn die Vereinigten Staaten das aufrechterhalten möchten, was sie als ihre moralische Leitkultur betrachten, kann der Anfang damit gemacht werden, die islamische Zensur und Einschüchterung herauszufordern. China kümmert das nicht und Russland auch nicht, während die Inder eine sehr große islamische fünfte Kolonne hat, um die sie sich Sorgen machen müssen. Europa wird von einer eurabischen Elite kontrolliert, die sowohl unwillig als auch unfähig ist, die Redefreiheit vor islamischer Einschüchterung zu schützen, während viele Europäer zu Redefreiheits-Flüchtlingen auf amerikanischen Webseiten wie Robert Spencers Jihad Watch und Charles Johnsons Little Green Footballs wurden.

Während der formale Schutz der Redefreiheit wichtig ist, sind soziale und informelle Zensur ebenfalls eine Herausforderung. Am Ende des Tages werden wir auch die Zwangsjacke aus Multikulturalismus und political Correctness abstreifen müssen, wenn unser demokratisches System die sowohl die islamischen Herausforderungen als auch andere Angriffe auf unsere Freiheiten überleben soll.

19.5.07 08:49


Ist der Islam mit Demokratie kompatibel? Teil 4 von 5

von Fjordman

 

Original vom 9.März 2997: Is Islam Compatible with Democracy? part 4

Teil 3

Teil 2

Teil 1

Um zu beweisen, dass der Islam mit Demokratie kompatibel sei, sind viele Moslems gezwungen, bestehende islamische Konzepte so zu verdrehen, dass sie ihre ursprüngliche Bedeutung verlieren. Was dabei übrig bleibt, kann kaum nachvollzogen werden, wenn man den Koran oder die Hadithen unvoreingenommen liest.

Muhammad Al-Mukhtar Ash-Shinqiti, der Direktor des Islamic Centers in Texas, führt aus: “Ein weiterer wichtiger Wert sind Prüfverfahren und Abgleichungen bei der Machtverteilung und Gewaltenteilung, die gewährleisten, dass jede Macht unabhängig von der anderen ist und dass unter den Mächten die Möglichkeit besteht, sich gegenseitig zu überprüfen und zu korrigieren. In der Terminologie des Korans nennt man das al-mudafa`ah, was ein sehr wichtiges islamisches Konzept ist, das die Gesellschaft vor Korruption schützt. Allah, der Allmächtige, sagt: Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, dann wäre die Erde wahrhaftig von Unheil erfüllt. (Koran, 2:251, deutsche Übersetzung nach Rassoul)

Aber diese Idee, eine Gruppierung von Menschen gegen eine andere zu stellen, hat nur wenig mit dem westlichen Konzept formaler Überprüfungen und Ausgleichen zu tun, wie sie in der US-Verfassung festgeschrieben sind. Schutz vor „ Korruption“ bedeutet in diesem Zusammenhang nur, dass nicht-islamische Einflüsse ausgeschaltet werden aber es ist keine Prävention gegen Machtmissbrauch.

Ein weiteres derartiges Konzept ist shura, was üblicherweise mit “Beratung” übersetzt wird und in Koran 42:38 zu finden ist “… und (für jene,) die auf ihren Herrn hören und das Gebet verrichten und deren Handlungsweise (eine Sache) gegenseitiger Beratung ist… „ Nach Ja`far Sheikh Idris, Professor für Islamstudien in Washington, wird dies “weit verbreitet so verstanden, dass Demokratie nahezu identisch mit Shura ist.”

Shura wurde jedoch niemals formal festgelegt. Die autoritärsten und brutalsten unter den Herrschern wie Stalin oder Mao “berieten” sich vermutlich auch hin und wieder mal mit jemandem. Selbst Dschingis Khan „ beriet“ sich mit anderen während er halb Asien massakrierte. Somit ist „Beratung“ an sich bedeutungslos. Solange es keine formalen Beschränkungen gibt, die den Herrscher zwingen, das Wohlergehen der Menschen zu berücksichtigen, und so lange keine wirklichen Sanktionen greifbar sind, wenn er es nicht tut, ist „ Beratung“ nur leere Rhetorik.

Sunnitische Moslems sprechen von den vier rechtgeleiteten Kalifen Abu Bakr, Umar ibn al-Khattab, Uthman ibn Affan und Ali ibn Abi Talib, die alle Mohammed persönlich gekannt hatten. Ihre Herrschaft endete 661 mit dem Mord an Ali. Danach ging die nominelle Führung von Medina an die Dynastie der Umayyaden in Damaskus über. 750 übernahm die Dynastie der Abbasiden in Bagdad das Kalifat, wo es bis 1258, als die Mongolen Bagdad eroberten, blieb. Das Kalifat als Konzept überdauerte über Jahrhunderte hinweg weiter, obwohl die Kalifen üblicherweise in der Praxis keine Macht besaßen. Schließlich wurde 1924 auch das Konzept selbst durch den türkischen nationalistischen Führer Mustafa Kemal Atatürk abgeschafft.

In einem Essay in der Zeitung The Guardian, sprach sich Osama Saeed, der Sprecher der Muslim Association of Britain dafür aus, die Institution wieder einzuführen, wobei er behauptete, dass ein wieder hergestelltes Kalifat voll und ganz kompatibel mit demokratisch rechenschaftspflichtigen Institutionen sei:

“Die Vision eines wie auch immer gearteten neuen Kalifats, die von Moslems weltweit geteilt wird, ist ein sehr entfernter Traum. Zurzeit erscheint es schon radikal, nur darüber zu sprechen, Handelsbarrieren zwischen islamischen Ländern abzubauen und freien Personenverkehr zuzulassen. Aber es ist ein notwendige Vision und auch eine, die eigentlich von den USA und Großbritannien unterstützt werden sollte, wenn sie es mit der Entwicklung der islamischen Welt ehrlich meinen. Das Wiederaufleben einer starken islamischen Zivilisation würde der ganzen Welt zum Besten gereichen.“

Irfan Husain widersprach Saeeds Essay in der pakistanischen Zeitung Dawn. Er wies auf einige krasse Auslassungen hin:

„ Zuerst einmal, wer würde über einen passenden Kandidaten entscheiden? Was außer dem Glauben hat ein Indonesier mit einem Türken gemeinsam? In Wahrheit ist die Religion nur ein Aspekt der Gesamtheit eines Individuums. Andere wichtige Faktoren sind Sprache, ethnische Zugehörigkeit, sozioökonomischer Status, Bildung und noch eine ganze Reihe von Schubladen, aus denen sich die Identität zusammensetzt. Anzunehmen, dass jemand nur deshalb, weil er als Moslem geboren wurde, sich automatisch einer weit entfernten Figur, die sich selber Kalif nennt, unterordnet, bedeutet, zu ignorieren, wie spannungsgeladen die Herrschaftszeiten der meisten Kalifen der Vergangenheit waren.“

Der Christian Science Monitor interviewte eine Gruppe von Anhängern der Hizb ut-Tahrir – Befreiungspartei – in Jordanien. Sie sagen, dass ein einziger islamischer Staat von Indonesien bis Marokko Wohlstand bringen und es den Moslems ermöglichen würde, den Westen zu erobern. „ Der Islam verpflichtet Moslems, Macht zu erlangen, damit sie die Feinde des Islam einschüchtern – terrorisieren würde ich nicht sagen – können.“ sagte Abu Mohammed ein Aktivist der Hizb ut-Tahrir. „ Und wenn sie sich nach allen Diskussionen und Verhandlungen immer noch verweigern, dann wird als Ultima ratio der Djihad gebraucht werden, um den Geist und die Herrschaft des Islam zu verbreiten.“ sagte er lächelnd. „ Das geschieht im Interesse aller Menschen, damit sie aus dem Dunkel ins Licht gelangen.“

Ashraf Doureihi, einer der Sprecher bei einer Konferenz in Sydney, Australien im Januar 2007 hob hervor, wie wichtig es sei, einen islamischen Staat aufzubauen:

„ Es ist wichtig … in der islamischen Welt kollektiv dahin zu gelangen, diesen Wechsel von den einflussreichen Leuten in unseren Ländern zu verlangen, auch wenn es bedeutet, auf die Straße zu gehen, um eine Revolution auszulösen oder einen Militärputsch durchzuführen,“ sagte er. Nach dem Hizb ut-Tahrir-Sprecher Wasim Durie sollte auf der Konferenz über Wege zur Etablierung eines islamischen Superstaats beraten werden. „ Hier und heute, wo wir zusammen sind, steht nicht nur das Schicksal der islamischen Welt auf dem Spiel sondern das der gesamten Menschheit“, sagte er. Trotz offener Aufrufe zum Bürgerkrieg weigerte sich die australische Regierung, die Gruppierung zu verbieten.

Es ist einfach, diese Vorstellung als Randphänomen abzutun, aber Robert Spencer warnt, dass diese Gruppierungen auch dann gefährlich sind, wenn man der Errichtung eines weltweiten Kalifats keine Chancen einräumt:

„ Als ob die Tatsache, dass die Sowjetunion keine Chance hatte, die ganze Welt kommunistisch zu machen, bedeutet hätte, dass ihre Versuche, das zu erreichen, keine Bedrohung gewesen wären. Diese gelehrten Köpfe scheinen überhaupt keine Vorstellung davon zu haben, dass Al Kaida und andere djihadistische Gruppierungen bei ihren Versuchen, ein weltweites Kalifat zu etablieren, fähig sind, immense katastrophale Verwüstungen anzurichten. Die Tatsache, dass ihre Ziele unerreichbar sind, bedeutet nicht, dass sie überhaupt nichts tun können.“

Das Buch von Abid Ullah Jan The End of Democracy, (Das Ende der Demokratie) ist in islamischen Kreisen sehr bekannt geworden. Jan zitiert al-Mawardi, einen irakischen Juristen des 11. Jahrhunderts – dessen Werke über Regierungsformen als Klassiker auf diesem Gebiet betrachtet werden – zu den Pflichten des Kalifen (Seite 189):

„ Gemäß Al-Mawardi beinhalten die Pflichten des Khalifah, dass er die islamische Religion beschützen und die Ausbreitung der Häresie unterdrücken solle; dass er als Mudjahid das islamische Gesetz interpretieren und verkünden solle; dass er Armeen an den Grenzen aufstellen solle, um die islamischen Gebiete gegen feindlichen Aggressionen zu verteidigen; dass er die Sache des Islam vorantreiben solle, entweder indem er den Nicht-Moslems der angrenzenden Länder anbietet, den Islam anzunehmen oder indem er Krieg gegen sie führt, bis sie den Status beschützter Völker (Dhimmis) annehmen; dass er richten und die Gerechtigkeit bewahren solle; dass er ein gesundes Finanzsystem einführen solle; dass er ausschließlich kompetente Minister, Gouverneure, Steuereintreiber, Richter und andere Staatsbedienstete ernennen und ihre Gehälter aus dem Staatsschatz festlegen solle; und schließlich, dass er alle Bereiche des Staates überwachen solle.“

Abid Ullah Jan zitiert auch den höchst einflussreichen Theologen des 20. Jahrhunderts Abul A'la Mawdudi, der Gründer der Jamaat-e-Islami im heutigen Pakistan ist (Seite 132):

„ Der ‚islamische Staat strebt danach, jeden Aspekt des Lebens und menschlichen Handelns in Einklang mit seinen moralischen Normen und seinem Sozialreform-Programm zu bringen. In einem solchen Staat kann niemand auch nur ein Gebiet seiner Angelegenheiten als persönlich oder privat betrachten.’ Dennoch macht dieses Konzept den islamischen Staat nicht zu einem autoritären oder faschistischen Regime, weil er [der islamische Staat] trotz seines All-inclusive-Konzepts etwas grundlegend und völlig anderes ist als moderne totalitäre und autoritäre Staaten.’ Mawdudi führt weiter aus: ‘Weder wird in ihm individuelle Freiheit unterdrückt noch gibt es da auch nur eine Spur von Diktatur. Er stellt den Mittelweg dar und verkörpert das Beste, was die menschliche Gesellschaft je hervorgebracht hat.“

Nach Jan ist “der Grund, aus dem Moslems nicht die Chance gegeben wird, sich friedlich zusammen zu setzen, sich Zeit zu nehmen und einen islamischen Staat aufzubauen, darin zu finden, dass ein islamischer Staat das Potential hätte, wahrhaft das Modell einer gerechten sozialen Ordnung mit allen Charakteristika zu sein, welche die Befürworter der Demokratie für sich in Anspruch nehmen aber nie vorweisen können.“

Man könnte natürlich auch argumentieren, dass es mit der Tatsache zu tun hat, dass eine der auch von Jan ausdrücklich genannten Zielvorgaben dieses islamischen Superstaates darin besteht, alle Nicht-Moslems überall auf der Welt zu unterwerfen oder zu töten.

Darüber hinaus sagt Jan, dass es niemals auch nur eine festgelegte Methode für die Ernennung eines solchen Kalifen gab, was er dahingehend interpretiert, dass das Raum für Wahlen lässt (Seite 191):

„ Der Prophet Mohammed (pbuh) hat damit, dass er keinen Nachfolger ernannte oder auch nur irgendeinen speziellen Modus vorgeschlagen oder ein Rahmenwerk niedergelegt hätte, wie ein solcher Nachfolger ernannt oder ermittelt werden sollte, in Übereinstimmung mit dem Koran gehandelt, der zu diesem Thema schweigt.“

Allerdings entstanden gerade, weil Mohammed trotz seiner vielen Ehefrauen nie einen männlichen Erben gezeugt hat, nie einen Nachfolger ernannt hat und es auch versäumte, irgendeinen Mechanismus vorzuschlagen, wie einer gewählt werden solle, umgehend Spaltungen unter den frühen Moslems. Einige wollten die Führerschaft entlang der Blutlinie Mohammeds durch Ali bin Abi Talib, dem Ehemann seiner Tochter Fatima und dem Vater von Mohammeds männlichen Enkeln Hassan und Hussein. Er wurde später als der erste Imam der schiitischen Moslems bekannt.

Trotz all der schönen Worte moderner Apologeten ist es schwierig, das Kalifat als irgendetwas anderes als eine göttliche eingesetzte Diktatur zu sehen. Das Prinzip der Gewaltenteilung wie von Montesquieu beschrieben, ist ihm vollkommen unbekannt und würde wohl in der Tat als häretisch angesehen. Während diesbezüglich möglicherweise noch unterschiedliche Meinungen existieren mögen, ist es stets allgemeiner Konsens unter islamischen Rechtsgelehrten gewesen, dass – solange der Herrscher nicht die grundlegenden Säulen des Islam verwirft – diesem zu gehorchen sei, weil selbst ein tyrannischer Herrscher besser als Anarchie sei. So wird zwar von ihm erwartet, dass er sich bei den Staatsgeschäften mit anderen „ berät“, aber er ist auch frei, Ratschläge zu ignorieren. Die primitive Natur der islamischen Regierungsform ist erschreckend.

Es wird unter zukünftigen Historikern Debatten darüber geben, wie die EU-Eliten nur etwas derartig Dummes tun konnten, wie das eurabische Netzwerk zu erschaffen. Eine der Antworten darauf wird die sein müssen: Sie taten es, weil sie es tun konnten.

Ich habe von einigen Sozialisten das Argument gehört, dass das kommunistische System der Sowjetunion hätte funktionieren können, wenn es nicht zu einem Führer wie Stalin gekommen wäre. Diese Ansicht ist komplett fehlerhaft, denn es war das System selbst, das einen Stalin oder einen Mao einlud; es gab unter dem Kommunismus keine formalen Machtbeschränkungen für die Herrschenden. Das gleiche Prinzip trifft auf das Kalifat zu. Lord Acton sagte: “Macht tendiert dazu, zu korrumpieren, und absolute Macht korrumpiert absolut.“ Das islamische System garantiert Korruption und Machtmissbrauch.

2006 kündigte die`Europäische Kommission (die EU-Regierung) an, dass sie ihre EU-Gesetzesvorschläge den nationalen Parlamenten zur Kommentierung zukommen lassen werde – aber sie stellte auch klar, dass Brüssel die Wünsche der nationalen Parlamentarier nur „ zur Kenntnis nehmen“ werde. Das „ Beratungs-Konzept der Europäischen Union beinhaltet also, dass das Volk oder seine Vertreter ihre „ Ratschläge“ vorbringen sollen und dass dann die Führer frei sind, diese Ratschläge zu ignorieren. So ist die EU geeignet, nahtlos ins Kalifat überzugehen, angesichts der Tatsache, dass sie bereits unter den gleichen Prinzipien arbeitet.

Das Middle East Media Research Institute (MEMRI) zitiert Dr. Shaker Al-Nabulsi, einen jordanischen Intellektuellen, der Yusuf Al-Qaradawis Behauptung, „ Demokratie sei ein Wesenszug des Islam“ kritisiert:

Nach Nabulsi „ gehört er zu jenen, die darauf beharren, dass die Shura bedeute, den Herrscher zu beraten, aber nicht dazu, ihn zu verpflichten. [Al-Qaradhawi besteht darauf, dass] der Herrscher auch dann nicht abgesetzt werden darf, wenn er sündigt oder unterdrückt, und dass ‚dem Herrscher zu gehorchen ist, auch wenn er einen schlägt oder enteignet’. Das Kalifat ist von 632 bis 2004 unverändert geblieben – es hat seine primitive, einfache Stammesform behalten (die Treuepflicht der Eliten zum Souverän) – eine undemokratische Struktur, despotisch und blutig mit Ausnahme einer kurzen 12-jährigen Periode während der Herrschaft von Abu Baker und Omar Bin Al-Khattab [des ersten und zweiten Kalifen]. ( … ) Seit der Zeit des [Umayyaden-Kalifen] Mu'awiya Ibn Abi Sufyan bis zum letzten ottomanischen Sultan (das heißt von 661 bis 1924) war das islamische Kalifat von Blut getränkt und wurde mit der Faust und dem Schwert regiert – und selbst heute noch ist die Situation im größten Teil der arabischen Welt dieselbe.“

Nabulsi zitiert al-Qaradawi: “’Da gibt es jene, die darauf beharren, dass Demokratie die Herrschaft des Volkes ist, aber wir wollen die Herrschaft Allahs.’ Solche Ideen sind der Ruf nach der Herrschaft Allahs, wie sie Sayyid Qutb in seinem Buch ‚The Milestones’ bespricht. Qutb entlieh seine Ideen von dem pakistanischen Intellektuellen Abu Al-'Ala Al-Mawdudi, der die Theorie einführte, dass jegliche Autorität Allah zukommt und nicht dem Volk und dass der Souverän niemand anderer ist als Allahs Sekretär und Sein Repräsentant auf Erden.“

Hassan al-Banna gründete 1928 die Muslimbruderschaft mit dem vorgegebenen Ziel, das Kalifat wieder zu errichten. Es gibt Anzeichen dafür, dass sein Schüler Yusuf al-Qaradawi, heute der spirituelle Führer der Bruderschaft, dieses Ziel nicht aufgegeben hat. In einem Interview mit dem deutschen Wochenmagazin Der Spiegel sagte Qaradawi: „ Der Islam ist eine einzige Nation, es gibt nur ein islamisches Gesetz und wir alle beten zu einem einzigen Gott. Vielleicht wird eine solche Nation auch einmal politisch Realität. Aber ob das eine Föderation bereits existierender Staaten, eine Monarchie oder eine islamische Republik sein wird, bleibt abzuwarten.“

In einem weiteren Essay führt Al-Qaradawi aus: “Säkularismus mag in einer christlichen Gesellschaft akzeptiert werden können, aber er kann sich niemals allgemeiner Anerkennung in einer islamischen Gesellschaft erfreuen. Das Christentum enthält keine Scharia und kein umfassendes Lebenssystem, dem seine Anhänger verpflichtet sind.“

In der Tat ist gemäß dem Neuen Testament die Regel sogar im Gegenteil: „ So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! (Matthäus 22:21).

Aber “da der Islam ein allumfassendes System der Anbetung (Ibadah) und Gesetzgebung (Scharia) ist, bedeutet die Akzeptanz des Säkularismus die Aufgabe der Scharia” und “der Ruf nach Säkularismus unter Moslems bedeutet Atheismus und Verwerfung des Islam. Ihn als Herrschaftsgrundlage anstatt der Scharia anzunehmen, ist nichts anderes als Riddah (Apostasie).“

Die Einführung säkularer Gesetze und die Gleichstellung von Moslems mit Nichtmoslems läuft auf Apostasie hinaus. Harte Worte von einem Mann, der ausdrücklich die traditionelle Todesstrafe für Apostaten unterstützt.

Der iranische Intellektuelle Amir Taheri hat geschrieben, "In keiner der islamischen Sprachen gab es bis in die 1890er Jahre ein Wort für Demokratie. Und selbst dann kam das griechische Wort Demokratie mit einer kleinen Abwandlung in die islamischen Sprachen: democrasi im Persischen, dimokraytiyah im Arabischen, demokratio im Türkischen. Es ist kein Zufall, dass frühe Moslems zahlreiche griechische Texte übersetzten, aber niemals diejenigen, die in Zusammenhang mit Politik standen. Der große Avicenna selbst übersetzte die Poesie von Aristoteles. Aber bis 1963 gab es keine Übersetzung von Aristoteles’ „ Politik“ ins Persische.“

Nach Taheri ist einer der Hemmschuhe, denen da bei eine Schlüsselrolle zukommt, die Vorstellung von Gleichheit: „ Diese Vorstellung ist im Islam nicht akzeptabel, denn der Ungläubige kann dem Gläubigen nicht gleich sein.“

„ Demokratie heißt die Herrschaft des Demos, der normalen Leute, oder eben das, was als Volks- oder nationale Souveränität bekannt ist. Im Islam hingegen kommt die Herrschaft nur Gott zu: al-hukm l’illah. Den Menschen, der diese Herrschaft auf Erden ausübt, nennt man Khalifat al-Allah, den Regenten Gottes. Aber selbst der Khalifah oder Kalif kann nicht als Gesetzgeber agieren. Das Gesetz wurde bereits für immer von Gott ausgesprochen und festgelegt. ( … ). Es gibt Beratung im Islam. Aber bei den empfohlenen Beratungen geht es nur um Details, niemals um die umfassende Gesellschaftsgestaltung.“

Er fasst es mit der Folgerung zusammen, dass „ der Islam mit Demokratie inkompatibel ist.“ Dennoch wünscht Amir Taheri in einem anderen Essay, die Europäer sollten das Römische Imperium wieder aufleben lassen:

„ Nordafrika, das die schönsten Strände des Mittelmeers hat, könnte eine Art Florida für die betagten Rentner aus West- und Nordeuropa werden. Im Gegenzug könnten Millionen junger Menschen von Süden nach Norden ziehen, um die Arbeitskräfte zu stellen, die zum Fortbestehen der modernen europäischen Volkswirtschaften gebraucht werden. ( … ) Eine gut überlegte Mischung aus Wohlstand und Technologie des Nordens mit menschlicher Arbeitskraft des Südens könnte die euro-mediterrane Region in die größte und wohlhabendste Wirtschaft verwandeln, die die Welt je gesehen hat.“

Diese Idee heißt „ Eurabia“ und wird bereits umgesetzt, wie Bat Ye’Or bezeugen kann. Und es war keine sehr gute Idee. Wenn er nämlich richtig damit liegt, dass der Islam mit Demokratie inkompatibel ist, welchen Einfluss wird es dann auf Demokratien haben, wenn sie mit Menschen mit islamischer Mentalität überschwemmt werden? Amir Taheri ist oft brillant in seinen Schriften über den Islam, aber in diesem Fall halten seine Ideen der Logik nicht stand.

Gemäß der Website Islam Online, "ist der Islam keine Religion im üblichen, verzerrten Sinne des Wortes, deren Gültigkeitsbereich auf das Privatleben des Menschen beschränkt ist. Wenn wir sagen, dass er eine vollständige Lebensweise darstellt, meinen wir damit, dass er sich um alle Bereiche der menschlichen Existenz kümmert. In der Tat bietet der Islam Führung für alle Wege des Lebens – individuelle und gesellschaftliche, materielle und moralische, ökonomische und politische, rechtliche und kulturelle, nationale und internationale.“

Eine bekannte Redewendung ist, dass der Islam Din wa Dawlah sei, Religion und Staat. 2005 nach den Parlamentswahlen sagte Younus Qanooni, ein ranghohes Mitglied der afghanischen Nordallianz, die den USA dabei half, 2001 das Taliban-Regime zu stürzen, dass das Land niemals eine säkulare Demokratie werden könne. „ Die Afghanen werden niemals mit einem säkularen oder liberalen System einverstanden sein. Islam ist das moderne System und die Zukunft Afghanistan ist mit dem Islam verbunden.“. Dennoch wird erwartet, dass für die Einführung eines genau solchen Systems westliche Soldaten ihr Leben aufs Spiel setzen und westliche Steuerzahler dafür zahlen sollen.

Diese ziemlich naive Sichtweise von Demokratie ist leider eher die Regel als die Ausnahme. In einem Memorandum wies das US Außenministerium seine Botschaft in Kairo an, in einen Dialog mit religiösen Gruppierungen einzutreten, weil Zusammenstöße mit diesen nur noch mehr Angriffe auf US-Interessen auslösen würden. Darin wurde auch Washington geraten, Druck auf die ägyptische Regierung auszuüben, der Muslimbruderschaft eine größere Rolle in der politischen Landschaft Ägyptens zuzugestehen. Und das trotz der Tatsache, dass viele der übelsten terroristischen Vereinigungen von heute Ableger der Muslimbruderschaft sind.

Dr. Ahmad Al-Rab'i, der frühere kuwaitische Bildungsminister, warnte, dass “die Gründer der gewalttätigen Gruppierungen von der Muslimbruderschaft herangezogen worden sind, und dass jene, die mit bin Laden und Al Kaida zusammenarbeiteten, das unter dem schützenden Mantel der Muslimbruderschaft taten.“

Der Autor Tarek Heggy warnt ebenfalls, dass “die Bruderschaft der Vorstellung eines auf demokratischen Institutionen aufgebauten Staates entgegensteht und sich stattdessen für eine islamische Regierung auf der Grundlage des Shura-Systems (beratende Versammlung), einem zu verehrenden Führer und der Einsetzung eines Obersten Rates ausspricht. Damit sind sie sehr nahe bei dem Modell, das von Ayatollah Ruhollah Khomeini im Iran eingeführt wurde. (… ) Die Bruderschaft steht für eine Verfassung und ein Rechtssystem, das auf der Scharia basiert, einschließlich der grausamen Körperstrafen im Strafrecht (Steinigung, Auspeitschung, Handabhacken bei Dieben, etc.).“

Tatsächlich ist der einzige Ort, an dem es irgendeine Bewegung hin zu einem demokratischen Islam gab, Dänemark. Von allen westlichen Nationen hat die dänische Bevölkerung den heftigsten Widerstand gegen die Islamisierung auf die Beine gestellt. Der in Syrien geborene Abgeordnete Naser Khader hat ein Netzwerk mit dem Namen Demokratische Moslems gegründet. Von Neumitgliedern wird verlangt, dass sie eine Erklärung unterzeichnen, dass sie zum Gesetz der Scharia in Opposition stehen. „ Redefreiheit ist der Atem der Demokratie – und wenn man sie wegnimmt, dann stirbt die Demokratie“ sagt Khader.

Herr Khader scheint es mit diesen Bemühungen ehrlich zu meinen. Und ehrlich sind seine islamischen Gegner ganz offensichtlich auch, weswegen er auch schon zahlreiche Todesdrohungen erhalten hat. In einer französischen Dokumentation wird eine versteckte Kamera benutzt, um einen Imam dabei zu erwischen, wie er andeutete, Khader könne Selbstmordattentäter anziehen, wenn er Integrationsminister würde. Der betreffende Imam, Ahmed Akkari, sagte später, sein Kommentar sei als Witz gemeint gewesen.

Die Ideen, die hinter diesem Netzwerk stehen, sind positiv. Sie haben die Zehn Gebote der Demokratie herausgebracht, darunter:

Wir alle müssen Politik und Religion trennen und wir dürfen niemals die Religion über die Gesetze der Demokratie stellen.

Wir alle müssen respektieren, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben, unabhängig von Geschlecht, Ethnie, sexueller Orientierung oder religiösem Glauben.

Niemand darf zu Hass aufrufen und wir dürfen nie erlauben, dass Hass in unsere Herzen eindringt.

Niemand darf jemals Gewalt anwenden oder befürworten – egal wie frustriert oder schlecht behandelt wir uns fühlen und egal, wie gerecht unsere Sache ist.

Wir alle müssen der Freiheit der Meinungsäußerung Respekt entgegenbringen, auch für jene, mit denen wir am wenigsten übereinstimmen.

Das Problem ist, dass nur eine kleine Minderheit der Demokratischen Moslems wirklich Moslems sind. Die überwältigende Mehrheit besteht aus nicht-islamischen Unterstützern.

Darüber hinaus scheinen Moslems in Dänemark weit mehr daran interessiert zu sein, das demokratische System auszunützen als es zu unterstützen. Gemäß der Copenhagen Post wurde Wallait Khan zum Ratsmitglied der Liberalen Partei in Kopenhagen gewählt, nur um zu der Sozialistischen Volkspartei überzulaufen, was eine Linkskoalition möglich machte. Khan war aber auch auf Wahlkampftour in Pakistan. Kahn sagte, dass sechs Leute trotz ihres dänischen Wohnsitzes in Pakistan gewählt worden waren. „ Wir Pakistanis in Europa wetteifern untereinander“, sagte er. „ Wir in Dänemark wetteifern mit den Pakistanis in Norwegen und England darum, wer die meisten Bürgermeister-Posten hat.“

Der European Council for Fatwa and Research, dessen Vorsitzender Yusuf al-Qaradawi ist, arbeitet an einer islamischen Verfassung für Europa, die über der nationalen Gesetzgebung stehen soll. Nach Tina Magaard von der Universität Aarhus liegen hinter diesen Ambitionen „ Jahrzehnte von Arbeit.“ Islamische Gruppierungen haben jahrelang daran gearbeitet, die Kontrolle über die Gemeinschaften der moslemischen Einwanderer zu gewinnen und haben in manchen Fällen erreicht, von Regierungsstellen offizielle Anerkennung zu erhalten. Nach Magaard „ sehen die Imame und Islamisten die Kooperation mit staatlichen Institutionen als Machttransfer an. Jetzt sind sie es, die herrschen.“

Auch ohne Islam wäre eine reine Demokratie ohne jegliche Beschränkungen nicht immer eine gute Sache. Man könnte zum Beispiel die Unterstützung einer Mehrheit damit gewinnen, dass man ihnen den Zugriff auf das Geld anderer Leute verspricht. Einmal an der Macht könnte man damit anfangen, alle Beschränkungen aufzulösen, um sich permanente Wiederwahl zu sichern. Im Februar 2007 wurde dem venezuelanischen Präsidenten Hugo Chavez das Recht zugestanden, bei seinen Bemühungen, einen sozialistischen Staat aufzubauen, per Präsidenten-Dekret regieren zu dürfen – etwas, das nach der Meinung von Kritikern Venezuela in Richtung einer Diktatur treibt. Die Präsidentin der Nationalversammlung Cilia Flores applaudierte mit den Worten: „ Vaterland, Sozialismus oder Tod“, während hunderte von Chavez-Anhängern draußen Plakate mit der Aufschrift „ Sozialismus ist Demokratie“ schwenkten.

Bruce Bawer, der Autor des Buches While Europe Slept, hielt fest, dass der Titel des demokratischsten Landes der Welt durch The Economist Intelligence Unit im Jahr 2006 Schweden zugesprochen wurde. Nach Bawer ist das „ für viele Beobachter nicht nur falsch – sondern niederschmetternd, himmelschreiend fehlinformiert. Während zwei Drittel der Schweden es für fraglich halten, dass der Islam mit der westlichen Gesellschaft kompatibel ist, ist dieses Thema schlicht und einfach in der öffentlichen Diskussion nicht zugelassen.“ Um Jonathan Friedman zu zitieren „ ist keine Debatte über die Einwanderungspolitik möglich“, weil Schwedens „ politische Klasse“, welche die öffentliche Debatte kontrolliert, das Thema einfach vermeidet.

Nach Bawer „ führte die Stadt Stockholm eine Umfrage unter Jungen der neunten Klassen in dem überwiegend moslemischen Vorort Rinkeby durch. Die Umfrage ergab, dass im letzten Jahr 17% der Jungen jemanden zum Sex gezwungen hatten, 31 % jemand so schwerwiegend verletzt hatten, dass das Opfer medizinische Versorgung benötigte und dass 24% einen Raub verübt oder ein Auto aufgebrochen hatten. Sensationelle Statistiken – aber in ganz Schweden erschienen sie nur in einem Blättchen, das kostenlos in der U-Bahn verteilt wird. Schweden ist das einzige größere westeuropäische Land, in dessen Legislative es nicht einen einzigen Abgeordneten einer Partei gibt, die der Einwanderungspolitik kritisch gegenübersteht.“

Mitglieder der kleinen Partei der Schweden-Demokraten stehen der extrem offenen Einwanderungspolitik des Landes kritisch gegenüber. Sie können nur selten Sitzungen abhalten ohne schikaniert oder physisch angegriffen zu werden. Das geht mit der schweigenden Zustimmung der schwedischen Eliten schon seit Jahren so. Die schwedische Zeitung Expressen warnte vor dem „ niederschwelligen Terrorismus“ der extremen Linken und Neonazis.

Der Politikwissenschaftler Peter Esaiasson forscht über die Wahlen in Schweden seit 1866. Ihm zufolge gibt es für die organisierten Versuche während der Wahl 2006, Sitzungen zu stören, keine Parallelen in der modernen Geschichte.

Zusätzlich zu dieser Zensur auf der nationalen Ebene, werden wichtige Entscheidungen von den nicht gewählten EU-Bürokraten getroffen. Wenn Demokratie bedeutet, dass die Bürger über die Entscheidung für ihre Zukunft abstimmen, dann ist Schweden keine Demokratie; es ist eine multikulturelle Diktatur. Man kann für eine Vielzahl von Parteien stimmen, aber sie alle unterstützen den gleichen Multikulturalismus und die gleiche Masseneinwanderung. Normale Schweden haben wenig Einfluss auf ihre eigene Zukunft, und Redefreiheit existiert nicht. Aber das Land hat immer noch die formalen Merkmale einer Demokratie: regelmäßig finden Wahlen mit mehreren Parteien statt. Das sollte uns wieder einmal daran erinnern, dass Wahlen nicht automatisch zu einer freien Gesellschaft führen.

Der namhafte Historiker Bernard Lewis, der angeblich großen Einfluss auf die amerikanische Politik, dem Irak „ Demokratie“ zu bringen, hatte, äußerte 2007 gegenüber der Jerusalem Post, dass der Islam bald die vorherrschende Kraft in Europa sein könne. Ironischerweise warnte er davor, dass diese Islamisierung durch „ Einwanderung und Demokratie“ unterstützt werden könne.

In Wien, Österreich, wurde im Dezember 2006 der Nikolaus aus den Kindergärten entfernt: Städtische Beamte bestanden darauf, dass der Anblick einer fremden bärtigen Figur an der Tür bei Kindern Ängste auslösen würde, aber viele beschuldigten sie, dass es sich um einen Kotau vor der wachsenden islamischen Bevölkerung handele.

Die Schlacht um Wien von 1683, in der die ottomanischen Türken von einem von König Jan Sobieski III von Polen angeführtem Heer besiegt wurden, war das letzte Mal, dass es Moslems gelang, den Westen mit herkömmlicher Kriegsführung zu bedrohen. Nach und nach fielen sie aufgrund ihrer technologischen Untüchtigkeit immer weiter zurück, was wiederum in ihrer Feindseligkeit gegenüber dem freien Denken, das die Grundlage jeder Wissenschaft ist, begründet ist. Diese Unterdrückung der Wissbegier ist ihre Achillesferse. Vielleicht haben sie aber schließlich auch die unsere entdeckt. Dieses Mal sind sie bereits in Wien drin.

Schlussendlich waren die Moslems wesentlich erfolgreicher dabei, den demokratischen Westen friedlich zu infiltrieren als sie es jemals bei der Herausforderung des vordemokratischen Westens mittels offener Kriegsführung waren.

Ibn Warraq warnt, dass die Islamisten unsere offene Gesellschaft als ein Mittel zur Infiltration westlicher Gesellschaften sehen. Er fürchtet, dass wir am Ende mit einer Islamisierung der Demokratie da stehen könnten anstatt mit einer Demokratisierung des Islam.

Walid al-Kubaisi, ein Norweger irakischen Ursprungs und Kritiker von Scharia-Befürwortern, glaubt dass Yusuf al-Qaradawi gefährlicher ist als der Terroristenführer Osama bin Laden:

„ In Europa entdeckte die Muslimbruderschaft eine einzigartige Gelegenheit: Die Demokratie. Das demokratische System lässt Raum für Religionsfreiheit und Redefreiheit und finanziert religiöse Gemeinschaften und religiöse Organisationen. Das wurde von der Muslimbruderschaft dazu benutzt, die Gemeinschaften von Moslems zu infiltrieren, Mitglieder zu werben und islamistische Netzwerke, die erst kürzlich sichtbar wurden, aufzubauen.“ Wo bin Laden zu Bomben greift, nutzt al-Qaradawi die Demokratie als trojanisches Pferd. Die Aktivitäten der Bruderschaft werden von Deutschland, England etc. finanziert. Sie erlangen Anerkennung und infiltrieren das demokratische System.

Patrick Poole beschreibt die Diskussion um ein Dokument mit dem Titel “Das Projekt”, das bis dahin der Top-Secret-Welt westlicher Geheimdienste vorbehalten war. Alleine durch die Arbeit von Sylvain Besson, einem mutigen Schweizer Journalisten, gelangten Informationen über „ Das Projekt“ schließlich an die Öffentlichkeit. Es wurde bei einer Razzia in einer Villa in Campione in der Schweiz am 7. November 2001 gefunden.

Unter den beschlagnahmten Dokumenten befand sich ein vierzehnseitiger Plan mit dem Datum vom 1. Dezember 1982, in dem eine Zwölfpunktestrategie für eine langfristige Multiphasen-Annäherung an die „ kulturelle Invasion“ des Westens umrissen war. Unter den empfohlenen Strategien befanden sich die folgenden:

Die Einschleusung ideologisch gefestigter Moslems in westliche Institutionen auf allen Ebenen einschließlich Regierungen, NGOs, privaten Organisationen

Die Nutzung existenter westlicher Institutionen so lange bis sie in den Dienst des Islam gestellt werden können; und

Den Aufbau von Allianzen mit „ progressiven“ westlichen Organisationen, da diese ähnliche Ziele verfolgen.

Sylvain Besson und Scott Burgess liefern ausführliche Vergleiche zwischen Qaradawis Veröffentlichung zu den Prioritäten der islamischen Bewegung in der Phase nach 1990 und Dem Projekt. Sie stellen frappierende Übereinstimmungen zwischen den zwei Dokumenten fest.

Zwischenzeitlich wurde Yusuf al-Qaradawi durch Leute wie Londons Bürgermeister Ken Livingstone als „ Moderater“ gepriesen. Und das ungeachtet der Tatsache, dass Qaradawi Selbstmordattentäter unterstützte und damit prahlt, wie der Islam Europa erobern wird. und die wichtigste Figur bei der Aufstachelung zum Hass während des dänischen Karikaturen-Djiahds 2006 war. Das derzeitige offizielle Oberhaupt der internationalen Muslimbruderschaft Mohammed Mahdi Akef hat erklärt, dass er „ den festen Glauben daran hat, dass der Islam nach Europa und Amerika eindringen wird“.

Gemäß Dr. Rachel Ehrenfeld and Alyssa A. Lappen verwenden die Bruderschaft und ihre Tochterorganisationen die Flexibilitätsstrategie:

„ Diese Strategie ruft Moslems, die sich in der Minderheit befinden, dazu auf, alle ‚legalen’ Mittel anzuwenden, um die von der Mehrheit dominierten nicht-islamischen säkularen und religiösen Institutionen zu infiltrieren, beginnend bei den Universitäten. Als Ergebnis kommen ‚islamisierte’ Moslems und Nicht-Moslems mit akademischem Abschluss auf den Arbeitsmarkt der Nation, einschließlich des Regierungs- und Verwaltungssektors, wo sie Polizei und Justiz, Geheimdienste, Militär, Außen- und Finanzverwaltung unterwandern.“

Lorenzo Vidino schreibt über die Eroberung Europas durch die Muslimbruderschaft: „ Seit den frühen 1960er Jahren sind Mitglieder und Sympathisanten der Muslimbruderschaft nach Europa gezogen und haben langsam aber unermüdlich ein umfangreiches und gut organisiertes Netzwerk aus Moscheen, Wohlfahrtsverbänden und islamischen Organisationen eingerichtet.“ Vidino führt weiter aus: „ Die ultimative Ironie ist, dass Hassan al-Banna, der Gründer der Muslimbruderschaft davon träumte, den Islamismus in Ägypten und der islamischen Welt auszubreiten. Er hätte wohl nicht im Traum daran gedacht, dass seine Vision auch in Europa Realität werden könnte.“

Douglas Farah hat die weitgehend erfolgreichen Bemühungen islamischer Gruppen dokumentiert, im Westen im großen Umfang Immobilien zu kaufen. „ Wir haben keinen Plan. Sie hingegen schon. Die Geschichte zeigt, dass diejenigen, die planen, voraussehend vorgehen und einen zusammenhängende Strategie haben, normalerweise gewinnen. Wir gewinnen nicht.“

Teil 5

19.5.07 08:48


Mein Blog lebt wieder. In der vergangenen Zeit habe ich mich zu sehr darauf konzentriert, zu diskutieren und zu wenig darauf, zu schreiben und zu übersetzen. Ich denke, das war verkehrt und ich möchte es ändern.

Die neue Fjordman-Übersetzung möchte ich den netten Menschen von Politically Incorrect und allen anderen widmen, die in Deutschland das leisten, worum es in diesem Artikel geht. Danke dafür. Vielen Dank Euch allen.

Konservative Blogger kämpfen für die Redefreiheit

von Fjordman

Original vom 04.05.2007: Conservative Bloggers Fight for Free Speech

Schon unzählige Male wurde dokumentiert, dass Journalisten in Dänemark (und vielen anderen Ländern) zu einem sehr hohen Anteil Parteien links von der Mitte wählen. Ein vollkommen anderes Bild zeigt sich jedoch, wenn man sich ihre nicht professionellen Kollegen im Cyberspace ansieht. Die Wochenzeitung Mandag Morgen hat in einem Überblick dargestellt, dass 19 der am meisten besuchten 20 dänischen Blogger konservativ sind oder zur politischen Rechten tendieren. Für Kim Møller, der Urisaposten.net, den bekanntesten Blog aus diesem Überblick, betreibt, ist das keine Überraschung sondern eine natürliche Konsequenz aus der massiven Schieflage der traditionellen Medien: "Wenn man einen konservativen Blick auf die Entwicklungen der Gesellschaft wünscht, findet man ihn dort nicht" sagte er gegenüber der neuen konservativen Online-Zeitung 180Grader.dk.

Urisasposten war meines Wissens nach der erste Blog, der die inzwischen berühmten Mohammed-Karikaturen unverzüglich nachdem sie in der Zeitung Jyllands-Posten erschienen, veröffentlicht hat. Die Geschichte wurde dann von mir auf englisch vorgestellt und sie wurde, was keine Überraschung war, über Monate hinweg in der Blogosphäre auf Webseiten wie Jihad Watch und The Brussels Journal diskutiert, bevor die internationalen Medien Notiz davon nahmen. Møller's Blog ist neben Snaphanen, Document.no, Honest Thinking und einigen anderen unter den führenden skandinavischen Blogs.

Naser Khader, ein Mitglied des dänischen Parlaments und der Gründer der Gruppierung Demokratische Moslems, schreib in seinem Buch Khader.dk über Westler, die das Christentum leidenschaftlich hassen, aber bereit sind, Entschuldigungen für absolut alles und jedes vorzubringen, was Moslems tun. Versuche, die Masseneinwanderung in Frage zu stellen, werden mit Behauptungen erwidert, dass wir "eine Pflicht haben, bedürftigen Menschen zu helfen" oder mit "Rassismus"-Anschuldigungen. Er nennt diese Leute, die vor allem von der politischen Linken kommen, "Halal-Hippies". Diese Individuen politisieren alles. Nach der Logik, dass der Zweck die Mittel heilige, schikanieren sie Andersdenkende gnadenlos und sabotieren die öffentliche Debatte mit voller Absicht: "Unbequeme Erkenntnisse werden unterdrückt und Rechercheure, die entweder eine politische Ausrichtung rechts der Mitte haben oder einfach nur nicht zum 'richtigen' Netzwerk gehören, werden konsequent von der Propaganda der Halal-Hippies zum Schweigen gebracht."

Halal-Hippies scheinen überall im Westen machtvolle Positionen in den Medien und der akademischen Welt erlangt zu haben, teilweise als Folge der westlichen Kulturrevolution der 1960er und 70er Jahre. Die New York Times oder die Newsweek sind nur unwesentlich besser als die europäischen Medien und selbst Zeitungen in Australien, einer der letzten politisch inkorrekten Nationen der westlichen Welt, sind gewillt, für die Fürsprecher des globalen Djihads gegen Nicht-Moslems Entschuldigungen zu finden.

Daniel Pipes stellt fest: "Ein signifikanter Teil in mehreren westlichen Ländern - speziell in den USA, Großbritannien und Israel - glaubt, ihre eigenen Regierungen seinen Horte des Bösen und sieht den Terrorismus einfach nur als Strafe für vergangene Sünden. Diese 'wir haben den Feind gefunden und er ist wir selbst'-Haltung ersetzt eine effektive Antwort mit Appeasement einschließlich der Bereitschaft, Traditionen und Errungenschaften aufzugeben. Osama bin Laden lobt namentlich Linke wie zum Beispiel Robert Fisk and William Blum. Selbsthassende Westler haben aufgrund ihrer herausragenden Rolle als Meinungsbildner in Universitäten, Medien, religiösen Institutionen und Kunst eine überdimensionierte Bedeutung. Sie dienen den Islamisten als 'Hilfs-Mujaheddin'".

Während der islamischen Unruhen in Frankreich 2005 haben mehrere Journalisten offen ausgesprochen, dass sie die durch Einwanderer verursachten Probleme heruntergespielt hatten, um "rechtsgerichteten Parteien" keinen Auftrieb zu verschaffen, und in Großbritannien haben Leute aus der Führungsebene der BBC freimütig zugegeben, dass sie in ihrer Berichterstattung aktiv für Multikulturalismus werben. Sogar der britische Premierminister Tony Blair, selbst ein Mitglied der Labour-Partei, beklagte sich in der Januar 2007-Ausgabe von Foreign Affairs, in der es um die Beziehung zu Moslems ging, dass "die Extremisten mit unseren Medien mit einer Gerissenheit spielen, auf die viele politischen Parteien nur neidvoll blicken können." Und dabei trafen sie wohl bei ihren Bemühungen auch nicht auf allzu viel Widerstand.

Der schändlichste und peinlichste Aspekt in der Geschichte Eurabias ist vielleicht die Art und Weise, in der die angeblich kritische und unabhängige europäische Presse sich von den Eurabiern korrumpieren und täuschen ließ. In vielen der Dokumente zum euro-arabischen Dialog wird ausdrücklich die Zusammenarbeit mit den Medien betont und die Eurabier haben die europäischen Medien wie eine Stradivari gespielt. Mit Hilfe eines bereits existenten Antiamerikanismus und Antisemitismus, haben die europäischen Medien willig die USA und Israel dämonisiert, während sie über die Verschmelzung ihres Kontinents mit der islamischen Welt weitgehend geschwiegen haben.

Professionelle Schikanen, Boykott und Diffamierung strafen diejenigen, die es wagen, sich offen gegen den politisch korrekten Diskurs zu stellen. Nach Bat Ye'Or hat das zur Entwicklung einer Art von "Widerstandspresse" geführt, als ob Europa unter "Besatzung" durch seine eigene Regierungen stünde. Und in dem Maß wie Europa unter der EU mehr und mehr totalitär wird, könnte das zunehmend Wirklichkeit werden. Diese freie Presse im Internet hat einigen Wechsel gebracht einschließlich der Zurückweisung der EU-Verfassung im Jahr 2005. Trotz überwältigender Unterstützung durch die Regierungen in Frankreich und den Niederlanden und einer massiven Medienkampagne in beiden Ländern wiesen die Wähler sie zurück. Blogs spielten dabei eine wichtige Rolle. Nur wenige Monate später reihten sich die EU-Behörden zusammen mit autoritären Regimes wie denen von Iran, Saudi-Arabien, Kuba und der chinesischen kommunistischen Partei in die Riege derer ein, die für "mehr internationale Kontrolle" (sprich: Zensur) des Internets eintraten. Das sagt ganz grundlegend alles aus, was man jemals über die EU wissen muss.

Ich habe von vielen gehört, dass sie ihren Respekt für das Höhlengleichnis des antiken griechischen Philosophen Plato neu enteckt haben. Darin sind Menschen ihr ganzes Leben lang in einer Höhle angekettet und die einzige Wirklichkeit, die sie kennen, sind Schattenbilder an der Höhlenwand. Wenn sie die Höhle verlassen, sind sie zunächst vom Sonnenlicht geblendet und nur Schritt für Schritt in der Lage, zu begreifen, was sie sehen. Viele sind verängstigt und weigern sich, wenn andere sie dazu drängen, die Höhle zu verlassen und in die wirkliche Welt einzutreten.

Die Unterschiede zwischen der Information, die in Blogs gebracht wird und der Information aus den etablierten Medien sind ganz besonders da, wo es den Djihad angeht, so groß, dass viele normale Bürger schockiert sind, wenn ihnen langsam dämmert, mit wieviel Zensur und Propaganda sie Tag für Tag gefüttert werden. Diese Erfahrung hat den Mythos von den freien, kritischen und unabhängigen westlichen Medien zerschlagen. Hier beschreibt ein britischer Blogleser diesen Prozess:

"Dass die BBC keinen Link zu LGF [dem Anti-Djihad-Blog Little Green Footballs] erlaubt, ist für jene unter uns, die mit den Sendungen und dem redaktionellen Ton der BBC vertraut sind, wenig überraschend. Was für mich als relativen Neuling in der Blogospäre überraschend kam, ist das Ausmaß, in dem die Nachrichten, die BBC für uns auswählt, gefiltert und zensiert sind. Ganze Storys, die in der Blogospäre eine Sensation hervorrufen und von unzweifelhaftem öffentlichem Interesse sind, werden von BBC entweder nebenbei oder überhaupt nicht erwähnt."

So wie Nikolaus Kopernikus im 16. Jahrhundert zeigte, dass die Sonne sich nicht um die Erde dreht, so erkennen die traditionellen Medienbetriebe so langsam, dass sich die Informationsgesellschschaft nicht mehr um ihre Redaktionspolitik dreht. Es ist interessant, dass die Jerusalem Post kürzlich ein Essay des englischen Schreibers Paul Weston zitiert hat, das dieser im Blog Gates of Vienna veröffentlicht hatte und indem er vor der ansteigende Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkriegs in Europa aufgrund der islamischen Einwanderung warnt. Die topaktuellen Debatten haben sich auf unabhängige Webseiten verlagert. Die Website Faith Freedom Inernational des iranischen Ex-Moslems Ali Sina ist eine der wenigen, auf der offen ausgesprochen wird, dass der Islam nicht reformiert werden kann, was wahrscheinlich auch zutrifft.

Die Jerusalem Post ist eine der besseren westlichen Zeitungen, wahrscheinlich weil sie in Israel, und damit in einem Frontlinienstaat im islamischen Djihad, erscheint. Ihre Kolumnistin Caroline Glick lobt die Blogosphäre und stellt fest: " Die Verantwortung dafür, unsere Nationen und Gesellschaften vor dem inneren Zerfall zu schützen, ist in die Hand von Individuen übergegangen, die häufig alleine arbeiten und die sich dem Abbau ihrer Gesellschaften widersetzen und mit den neuartigen Werkzeugen der Freiheit für den Schutz unserer Art zu leben kämpfen."

Bruce Bawer, der Autor des Buches While Europe Slept, hat ebenfalls folgendes festgehalten:

"Ich danke Gott für das Internent. Mich schaudert bei dem Gedanken an all die Dinge, die während der vergangenen Jahre geschehen sind und von denen ich ohne Internet niemals erfahren hätte. Die Blogger haben in manchen Fällen über Dinge berichtet, die von den Mainstream-Medien ausgelassen wurden, und in anderen Fällen haben sie auf Auslassungen und Verdrehungen in der Medienberichterstattung hingewiesen.Häufig haben sich aufgrund der Blogger Massenmedien gezwungen gesehen, ihre Aufmerksamkeit auf Storys zu richten, die sie anderenfalls ignoriert hätten. Die Blogosphäre ist eine fantastische Möglichkeit, Nachrichten zu verbreiten. Wenn ein wichtiges Ereignis nur in einem einzigen, unwichtigen Lokalblatt erscheint, schreibt irgendein Blogger von irgendwo darüber, andere Blogger verlinken zu ihm usw., sodass die Nachricht an Blogleser überall auf der Welt weitergereicht wird. Wenn Europa noch zu retten ist, dann wegen des Internets."

Aus der Sicht des Bloggers Richard Landes spielen die Medien beim Erfolg des weltweiten Djihad eine entscheidende Rolle. Die wichtigsten Medienbetriebe "sind die Augen und Ohren moderner Zivilgesellschaften. Ohne sie können wir nicht wissen, was außerhalb unseres persönlichen Umfelds vor sich geht, mit ihnen können wir in Wahlen unsere demokratische Entscheidung treffen, die Außenpolitik beurteilen und humanitär in das Leid auf der Welt eingreifen. Aber wie jeder Paläontologe Ihnen erklären wird, wird kein Lebewesen, dessen Augen und Ohren es fehlinformieren, lange überleben."

Man kann es damit vergleichen, dass man von einem wütenden, hungrigen Eisbären angegriffen wird, während Augen und Ohren - die Medien - einem vermitteln, es wäre ein niedlicher Koalabär, der nur geknuddelt werden will. Zwischenzeitlich ist das Gehirn indoktriniert, glückselige Gedanken über Vielfalt zu hegen und alle Lebewesen anzulächeln, unabhängig von ihrer Natur und ihren Absichten. Das ist so ziemlich genau die Situation des heutigen Westens. Die heftige antiwestliche Schieflage unserer Medien und unseres Bildungssystems stellt eine sehr ernsthafte Bedrohung für unser Überleben dar.

Pessimisten behaupten, es wäre lediglich die "Wildwest"-Periode des Internets, das letztendlich zensiert, kontrolliert und damit genau so langweilig wie alle anderen Medien werden wird. Das ist durchaus möglich, aber selbst wenn es wahr wird, war auch dann das Internet während seiner ersten Generation als Massenmedium dennoch von großer Bedeutung bei der Schaffung des Widerstands gegen die Islamisierung. Erst Historiker der Zukunft werden in der Lage sein, seine Bedeutung vollständig fest zu stellen, aber es ist vorstellbar, dass das Netzwerk unabhängiger Webseiten dazu beiträgt, dass sich die Waagschale zu Gunsten unseres kulturellen Überlebens neigt. Helen Szamuely vom britischen Blog EU Referendum ist der Ansicht, dass das Internet "mehr Menschen schneller als alles andere seit der Erfindung des Buchdrucks" zu mehr Entscheidungsfähigkeit verholfen hat. Gutenbergs Druckerpresse war hilfreich dabei, die Renaissance im Europa des 15. Jahrhunderts voranzubringen. Mit ein bisschen Glück könnte sich das Internet als Katalysator für eine neue westliche Renaissance erweisen.

12.5.07 17:26


Ist der Islam mit Demokratie kompatibel? Teil 3 von 5

Von Fjordman

 

Original von 10.Januar 2007: Is Islam Compatible with Democracy? part 3

Teil 1 auf deutsch

Teil 2 auf deutsch

"In die Herzen der Ungläubigen werde ich Schrecken werfen. Trefft sie oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger hab" (Koran, 8.12 deutsche Übersetzung nach Rassoul) "Allahs Apostel sagte: 'Ich wurde durch Schrecken ( der in die Herzen des Feindes geworfen wurde) siegreich gemacht.'" Hadith von Bukhari, Band 4. Buch 52, Nummer 220.

Derjenige der Schrecken auf andere wirft, befindet sich selbst in ständiger Furcht. Claudian (römischer Dichter)

In seiner Islamischen Deklaration von 1970, in der er einen komplett fundamentalistischen Moslemstaat forderte, schrieb der spätere bosnische Präsident Alija Izetbegovic: "Ein Moslem existiert ganz allgemein nicht als Individuum. Wenn er als Moslem leben und überleben will, muss er sich eine Umgebung, eine Gemeinschaft, eine Ordnung erschaffen. Er muss die Welt verändern oder er wird selbst verändert. Die Geschichte kennt keine wahrhaft islamische Bewegung, die nicht gleichzeitig auch eine politische Bewegung war."

Der amerikanische Islamgelehrte Franz Rosenthal sagte, dass von einem individuellen Moslem "erwartet wird, dass er die Unterordnung seiner eigenen Freiheit unter den Glauben, die Moral und die Gebräuche der Gruppe als einzig richtiges Verhalten ansieht. ( ... ) Vom Individuum wird nicht erwartet, dass es irgendeine freie Wahl trifft, wie zum Beispiel die, von wem es regiert werden will. Im allgemeinen erlaubte die Regierung keinerlei Mitwirkung des Individuums als solchem, das daher auch keinerlei Freiheit gegenüber der Regierung genoss."

Der iranische Ex-Moslem Ali Sina führt aus, dass "Entindividualisierung durch verminderte Selbsterkenntnis und Individualität gekennzeichnet ist. Im Islam wird Individualität geleugnet und das Leben des Individuums ist mit dem der Umma verschmolzen. Entindividualisierung vermindert die Selbstbeherrschung und normative Verhaltensregulierung eines Individuums. Sie fördert das kollektive Verhalten von gewaltbereiten Menschenmengen, hirnlosen Hooligans und Lynchmobs." Ihm zufolge "ist es ironischerweise die Brutalität und repressive Natur des Islam, die dieser Doktrin im Zusammenspiel mit ihrer absoluten Irrationalität zum Erfolg verholfen und sie so lange am Leben erhalten hat."

Der hochgeschätzte Autor F.A. Hayek schrieb hingegen in seinem Klassiker The Road to Serfdom (deutsch: Der Weg zur Knechtschaft):

"Was unsere Generation zu vergessen Gefahr läuft, ist nicht nur, dass Moral ein notwendiges Phänomen der individuellen Lebensführung ist, sondern auch, dass diese nur in einer Umgebung existieren kann, in der das Individuum frei für sich selber entscheiden kann und aufgefordert ist, freiwillig persönliche Freiheiten zugunsten einer moralischen Regel zu opfern. Außerhalb einer Umgebung der individuellen Verantwortlichkeit gibt es weder Gut noch Böse, weder die Gelegenheit zu moralischen Verdiensten noch die Chance, seine Überzeugung zu zeigen, indem man seine Wünsche einer Sache opfert, die man für richtig hält. Nur da, wo wir selber für unsere eigenen Interessen verantwortlich sind und frei, sie zu opfern, haben unsere Entscheidungen einen moralischen Wert. Weder gute Absichten noch eine effiziente Organisation können den Anstand in einem System bewahren, in dem die persönliche Freiheit und die individuelle Verantwortlichkeit zerstört sind."

Ein britischer Polizeibericht brachte zu Tage, dass Beanstandungen bezüglich Fehlverhalten und Korruption gegen moslemische Polizeibeamte zehn mal häufiger vorgebracht werden als gegen ihre nicht-moslemischen Kollegen. Der Report argumentierte, weil britische Pakistanis in einer Bargeld-Kultur leben, in der es "als Pflicht gilt, die gesamte Großfamilie zu unterstützen" und einer Umgebung, in der unter Verwandten und Freunden beträchtliche Geldbeträge verliehen werden, bräuchten Polizeibeamte pakistanischer Herkunft ein spezielles Antikorruptions-Training.

Nur ein kleiner Prozentsatz der pakistanischen Bürger und auch von denen anderer islamischer Staaten, zahlt tatsächlich Steuern. Es existiert eine Philosophie, die dem Individuum keinerlei Wert beimisst; der Clan ist alles; der Staat ist der Feind. Diese Mentalität liegt dem Verhalten von Migranten aus diesen Ländern zugrunde; sie bringen, wenn sie einwandern, die Korruption und Stammesgewalt, die mit dieser Weltanschauung verbunden ist, in die nicht-islamischen Länder mit.

Ali Sina drückt es folgendermaßen aus:

"Abu Hamid Al-Ghazali, (1058 - 1111 n.Chr. ) ist wohl der größte Islamgelehrte aller Zeiten. In seinem Buch "Die Inkohärenz der Philosophen" verurteilte er Aristoteles, Plato, Sokrates und andere griechische Denker hart als Ungläubige und kennzeichnete all jene, die ihre Methoden und Ideen anwandten, als Verderber des islamischen Glaubens. Er griff Avicenna [Ibn Sina, ein höchst einflussreicher persischer Arzt und Philosoph des 11. Jahrhunderts] als Rationalisten an, der sich intellektuell auf die alten Griechen bezog. Indem er die Unvereinbarkeit von Glauben und Vernunft betonte, verschaffte Al-Ghazali einem unlogisch aufgebauten Glauben Gültigkeit und glorifizierte somit die Dummheit.

Islamische Rationalisten wie Mutazilis stellten die Vernunft über die Offenbarung. Aber ihre Schule sah sich der heftigen Gegnerschaft eifrigerer Islamisten ausgesetzt und wurde ausgelöscht. Sie wurden von einer Gruppe attackiert, die sich Ashariyya nannte und der Al-Ghazali und der gefeierte Dichter Rumi [Jalal ad-Din or Mawlana] angehörten. Rumi verspottete die Rationalisten und in einem eingängigen Vers, der einen bleibenden Eindruck in der Psyche der leichtgläubigen Massen hinterließ, schreibt er, die Rationalisten stünden auf 'hölzernen Füßen'."

Sina glaubt, dass "die Redefreiheit, die Glaubensfreiheit, der Respekt für Minderheitenrechte und die Trennung von Regierung und Religion die Grundpfeiler der Demokratie sind." Der Westen sollte sowohl im Inland als auch im Ausland auf Religions- und Redefreiheit bestehen. "Den Menschen muss es möglich sein, die Mehrheitsmeinung zu kritisieren, ohne um ihr Leben fürchten zu müssen. Ohne freie Meinungsäußerung und ohne Opposition kann es keine Demokratie geben. Bevor wir die Demokratie in islamische Länder bringen, lasst uns unsere eigene Demokratie zu Hause retten."

Gemäß einem anderen Ex-Moslem, Ibn Warraq, "ist der Islam eine totalitäre Ideologie, die darauf abzielt, das religiöse, gesellschaftliche und politische Leben der Menschheit in jeder Hinsicht zu kontrollieren -- das Leben seiner Anhänger ohne jegliche Einschränkung und das Leben der Anhänger sogenannter tolerierter Religionen in einem Ausmaß, das es ihnen unmöglich macht, mit ihren Aktivitäten dem Islam in irgendeiner Weise in die Quere zu kommen. Und ich meine Islam. Ich akzeptiere auf keinen Fall irgendwelche irreführenden Unterscheidungen zwischen Islam und 'islamischem Fundamentalismus' oder 'islamischem Terrorismus'. Angesichts der totalitären Natur des islamischen Gesetzes zeigt der Islam keinerlei Wertschätzung für das Individuum, das dem Wohl der islamischen Gemeinschaft geopfert wird. Kollektivismus ist unter dem Islam ganz besonders heilig."

Der Grund, aus dem viele ehemalige Moslems wie zum Beispiel Ali Sina und Ibn Warraq unter Pseudonymen schreiben, ist der, dass es in einer Religion, die der Individualität und auch der Redefreiheit gleichermaßen feindselig gegenübersteht, kein verwerflicheres Verbrechen für einen Moslem gibt, als den Islam sowohl zu kritisieren als auch zu verlassen. Auf Apostasie steht die Todesstrafe. In seinem Buch Leaving Islam - Apostates Speak Out, einer einzigartigen Sammlung von Aussagen ehemaliger Moslems, schreibt Ibn Warraq auf Seite 31:

"Apostasie jedoch ist eine Sache von Heimtücke und ideologischem Verrat, die in Feindseligkeit und Heuchelei ihren Ursprung hat. Das Schicksal einer Person, die ein angeborenes Handicap hat, unterscheidet sich von dem einer Person, deren Hand aufgrund des Fortschreitens einer gefährlichen und ansteckenden Krankheit amputiert werden sollte. Die Apostasie eines individuellen Moslems, dessen Eltern auch schon Moslems waren, ist eine sehr ansteckende, gefährliche und unheilbare Krankheit, die im Körper einer Umma ( eines Volkes) auftritt und das Leben des Volkes bedroht und deshalb sollte dieses verfaulte Glied abgetrennt werden."

Die Todesstrafe für Apostasie vom Islam ist fest in islamischen Texten verwurzelt - ganz sicher in den Hadithen, aber wohl auch im Koran. Der Koran sagt in 4:89:

"Sie wünschen, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so dass ihr alle gleich werdet. Nehmt euch daher keine Beschützer von ihnen, solange sie nicht auf Allahs Weg wandern. Und wenn sie sich abwenden, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet; und nehmt euch keinen von ihnen zum Beschützer oder zum Helfer."[deutsche übersetzung nach Rassoul].

Ibn Kathir's (gestorben 1373) hoch geehrter Tafsir (Koran-Kommentierung) zu diesem Vers stimmt mit der Ansicht überein, dass 4:89 die Tötung von Apostaten erlaubt, indem er behauptet, dass Ungläubige, wenn sie ihren Unglauben bekundet haben, mit dem Tode bestraft werden sollten. In den Hadithen ist die Todesstrafe praktisch unbestritten. Zum Beispiel ist in der am meisten respektierten Hadithensammlung von Bukhari festgehalten, dass Mohammed gesagt hat: "Tötet den, der seine Religion wechselt."

Nach Dr. Andrew G. Bostom besteht sowohl zwischen allen vier sunnitisch-islamischen Rechtsschulen ( Maliki, Hanbali, Hanafi und Shafi'i ) als auch schiitischen Rechtsgelehrten Übereinkunft, dass Apostaten vom Islam getötet werden müssen. Averroes oder Ibn Rushd (gestorben 1198), der namhafte aristotelische Philosoph und Naturwissenschaftler, der auch ein bedeutsamer Rechtsgelehrter nach Maliki im mittelalterlichen Spanien war, lieferte die folgende typisch islamische Rechtsmeinung betreffend die Bestrafung von Apostasie (Band 2, Seite 552):

"Ein Apostat ... sollte, wenn es sich um einen Mann haltet, nach Übereinkunft hingerichtet werden, und zwar aufgrund der Worte des Propheten 'Erschlagt die, welche ihren Din [Religion] wechseln' ...Den Apostaten aufzufordern, zu bereuen, war eine festgeschriebene Bedingung .. vor seiner Hinrichtung."

Das ist nicht nur eine Sache mittelalterlicher Rechtssprechung. Der 1991 erschienene Leitfaden zum islamischen Recht 'Umdat al-Salik', der von der Islamischen Forschungsakadamie an der Al-Azhar Universität, der höchsten Instanz sunnitischer Gelehrsamkeit, gestützt wird, führt aus:

"Den Islam zu verlassen, ist die hässlichste Form von Unglauben (Kufr) und auch die schlimmste .... Wenn eine geistig gesunde Person, die die Pubertät bereits erreicht hat, den Islam verlässt, verdient sie den Tod. In einem solchen Fall ist es obligatorisch, den Betreffenden zu befragen, ob er bereuen und zum Islam zurückkehren will. Wenn er das tut, wird es akzeptiert, wenn er sich weigert, wird er umgehend getötet."

Im Jahr 2003 rief die ägyptische Autorin Dr. Nawal Al-Sa'dawi, die für glühenden arabischen Nationalismus und Feminismus bekannt ist, dazu auf, die ägyptische Verfassung zu novellieren und den Artikel, in dem der Islam zur offiziellen Staatsreligion erklärt wird, zu streichen, "weil wir Kopten [ägyptische Christen] unter uns haben und weil Religion eine Sache zwischen einem Menschen und Gott ist und niemand das Recht hat, seinen Glauben, seinen Gott und seine Rituale anderen aufzuzwingen." Sie sagte aber auch, dass sie an einen politischen und militärischen Kampf gegen die USA und Israel glaubt.

Die Reaktionen auf Sa'dawis Äußerungen waren geteilt, aber Dr. Abd Al-Mun'im Al-Berri, der frühere Vorsitzende der Front der Al-Azhar-Kleriker, erklärte "wir sollten sie auffordern, innerhalb von drei Tagen zu widerrufen, wenn sie aber auf diesen Ideen beharrt, sollte sie danach, was die Scharia [das religiöse Gesetz] für jene, die den Islam verlassen, vorsieht, bestraft werden. Der Herrscher, das heißt der Staats- oder Regierungschef, sollte die Bestrafung ausführen." Scheich Mustafa Al-Azhari erklärte, dass "die Strafe für jeden, der Allah und seinen Propheten bekämpft, die Hinrichtung ist, die Kreuzigung, die Amputation entgegengesetzter Glieder und die Verbannung von der Erde."

Daveed Gartenstein-Ross führt aus: "Obwohl offizielles Vorgehen gegen die, die den Islam verlassen, relativ selten ist - teilweise kommt es zweifellos vor, aber die meisten halten ihre Konversion streng geheim - steht auf Apostasie in Afghanistan, auf den Komoren, im Iran, in Mauretanien, Pakistan, Saudiarabien, im Sudan und im Jemen die Todesstrafe. Illegal ist sie auch in Jordanien, Kuwait, Malaysia, auf den Malediven, in Oman und Katar. ( ... ) Die größte Bedrohung für Apostaten kommt jedoch in der islamischen Welt nicht von den Staaten, sondern von Privatpersonen, die die Bestrafung in die eigene Hand nehmen. In Bangladesh zum Beispiel wurde ein geborener Moslem, der zum evangelikalen Christentum konvertierte, erstochen, als er von einer filmischen Version des Lukasevangeliums nach Hause ging. Ein weiterer Apostat aus Bangladesh äußerte gegenüber dem US-Magazin Newswire: 'Wenn ein Moslem zum Christentum konvertiert, kann er heutzutage nicht mehr in diesem Land leben. Es ist nicht sicher. Der Fundamentalismus wächst immer mehr an.'"

2004 betätigte sich Prinz Charles in Großbritannien als Vermittler bezüglich der islamsichen Todesstrafe für Konvertiten zu anderen Glaubensgemeinschaften, indem er ein privates Gipfeltreffen zwischen islamischen und christlichen Führern arrangierte. Die islamische Gruppe warnte den Prinzen und andere nicht-islamische Gruppen davor, in der Öffentlichkeit über die Sache zu sprechen. Ein Mitglied der christlichen Gruppe sagte, dass es über das Ergebnis "sehr sehr unglücklich" sei. Patrick Sookhdeo, der internationale Direktor der Organisation Barnabas Fund, die sich für verfolgte Christen im Ausland einsetzt, drängte den Prinzen und islamische Führer in Großbritannien dazu, das traditionelle islamische Gesetz zur Apostasie offen zu kritisieren und zu seiner weltweiten Abschaffung aufzurufen. Nach Sookhedeo "ist die moralische Gewichtung von Freiheit, von persönlicher Wahlfreiheit, einer der Grundgedanken einer säkularen Gesellschaft. Im Islam jedoch ist es nicht möglich, Wahlfreiheit zu erlauben: es kann keine freie Wahl geben, die grundlegenden Aspekte der Religion entweder anzunehmen oder zu verwerfen, weil sie alle göttliche Weihen haben. Gott hat das Gesetz festgelegt und der Mensch muss gehorchen."

In der London Times schrieb Anthony Browne über einen Herrn Hussein, einen 39 Jahre alten Krankenpfleger aus Bradford, England, einen aus einer wachsenden Zahl ehemaliger Moslems im Westen, die nicht nur der Meidung durch Familie und Gemeinschaft ausgesetzt sind, sondern auch angegriffen, entführt und in manchen Fällen sogar getötet werden. Schätzungen gehen davon aus, dass ungefähr 15 Prozent der Moslems in westlichen Gesellschaften ihren Glauben verloren haben. Herr Hussein sagte "Es schreit zum Himmel. Dies hier ist England - wo ich geboren und aufgewachsen bin. Sie haben keine Vorstellung davon, wie Christen hier leiden." Die Polizei verhaftete niemanden, riet ihm aber, die Gegend zu verlassen.

Anwar Sheikh, ein früherer Moscheeprediger aus Pakistan wurde zum Atheisten, nachdem er nach Großbritannien kam und lebte mit einem speziellen Alarmsystem in seinem Haus, nachdem er den Islam in einer Reihe harter Bücher kritisiert hatte. "Es gibt 18 gegen mich gerichtete Fatwas. Sie machen es per Telefon - sie sind nicht so töricht, es schriftlich zu tun. Vor einigen Wochen bekam ich einen Anruf. Sie meinten, ich solle bereuen oder hängen" sagte er. "Ich glaube an das, was ich geschrieben habe und werde es nicht zurücknehmen. Ich werde die Konsequenzen tragen. Wenn das der Preis ist, dann werde ich ihn bezahlen." Anwar Sheikh starb im November friedlich in seinem Haus in Wales.

Aluma Dankowitz, der Direktor des Middle East Media Research Institute (MEMRI) Reformprojekts schreibt darüber, wie die Anklage des "Unglaubens" ( eine Anklage, die als "takfir" bekannt ist) gegen Moslems - insbesondere gegen Intellektuelle, Künstler und Schriftsteller - in der islamischen Welt wiederholt vorkommt. Die traditionelle Strafe für einen Apostaten ( murtadd) ist die Todesstrafe, die in der Zeit nach dem Tode Mohammeds in großem Umfang eingeführt wurde, als Mohammeds Nachfolger Abu Bakr die Riddah-Kriege gegen die Stämme führte, die den Islam ablegten.

Scheich Yousef Al-Qaradhawi, einer der bekanntesten zeitgenössischen sunnitisch-islamischen Geistlichen, zieht eine Trennlinie zwischen zwei Formen der Apostasie (Riddah): "Begrenzte Riddah ist die Riddah des Individuums, das die Religion wechselt und an anderen nicht interessiert ist. Gemäß dem Islam ist die Strafe für dieses Indivduum [die Hölle] in der Nachwelt. Aber [die andere] Riddah, die sich [vom Individuum in die Gruppe] ausbreitet, ist eine Riddah, bei der das Individuums, das sich vom Islam löst, [andere] dazu aufruft, es ihm gleich zu tun und wobei [so] eine Gruppe [geschaffen wird], deren Weg nicht der Weg der Gesellschaft ist und deren Ziel nicht das Ziel der [islamischen] Nation ist und deren Loyalität nicht der islamischen Nation gehört. Solche [Individuen] gefährden den gesellschaftlichen Unterbau und sie gleichen den Murtaddun [Apostaten], die von [dem ersten Kalifen] Abu Bakr und den anderen Gefährten des Propheten bekämpft wurden."

In anderen Worten, diejenigen, die den Islam öffentlich verlassen, stellen eine Bedrohung für die Moral der islamischen Gemeinschaft dar, sie sind wie Soldaten, die aus einer Armee desertieren, und müssen daher bestraft werden, bevor eine Massen-Desertation einsetzt. Al-Qaradhawi ist einverstanden mit der traditionellen Behandlung von Moslems, die ihre Religion verlassen: "Die islamische Gesellschaft muss, um ihre Existenz zu bewahren, gegen Riddah aus jeder Quelle und in allen Formen kämpfen, und sie darf nicht zulassen, dass sie sich wie ein Flächenbrand in einem Dornenfeld ausbreitet. So kamen die islamischen Weisen überein, dass die Strafe für den Murdadd [derjenige, der Riddah begeht] die Hinrichtung ist."

In islamischen Ländern existiert ein enormer sozialer Druck, der sich gegen jegliche Form von Zweifeln an der islamischen Religion richtet. Razi Azmi, einer der sensibleren Kolumnisten bei der Zeitung Pakistan's Times Online, hat das Thema in einem Gastkommentar behandelt:

"Stellen wir uns für einen Augenblick das umgekehrte Szenario vor, dass ein Moslem in einem islamischen Land sagen wir zum Christentum oder - Gott bewahre - zum Hinduismus oder Buddhismus konvertiert. Es herrscht Einmütigkeit unter den Geistlichen der verschiedenen islamischen Schulen, dass die Strafe für einen Apostaten (Murtadd) der Tod ist, der einzige Dissens besteht darin, ob die Hinrichtung sofort erfolgen sollte oder erst nachdem der Murtadd die Gelegenheit bekommen hat, zu bereuen und in den Schoß des Islam zurückzukehren. Die Bestrafung ist so gewiss und der begleitende soziale und familiäre Druck so stark, dass es für Moslems undenkbar ist, auch nur einen Aspekt ihrer Religion jemals in Frage zu stellen, ganz zu schweigen davon, zu einer anderen Religion zu konvertieren oder Agnostiker oder Atheist zu werden."

Die Feindseligkeit des Islam gegenüber der Redefreiheit gilt nicht nur für Moslems sondern für jeden, der auch nur irgendetwas entfernt Kritisches über den Islam sagt, einschließlich Nicht-Moslems. Moslems sind bereits jetzt eifrig mit dem Versuch befasst, die Redefreiheit in westlichen Nationen durch gesetzliche Schikanen und zunehmend auch physische Einschüchterung auszuschalten.

Mohammed Bouyeri, in Amsterdam als Sohn marokkanischer Berber geboren, ermordete den holländischen Filmemacher Theo van Gogh, der kurz zuvor zusammen mit der holländisch-somalischen ehemaligen Muslima Ayaan Hirsi Ali einen islamkritischen Film gemacht hatte, am Morgen des 2. November 2002. Als Herr van Gogh mit mit dem Rad in Amsterdam zur Arbeit fuhr, schoss der bärtige junge Mann in seinem langen nahöstlichen Gewand mit einer Handfeuerwaffe auf ihn, verfolgte ihn, schoss noch einmal auf ihn, schlitzte seine Kehle von einem Ohr zum anderen auf und stach zwei Messer tief in seinen Körper, mit einem davon spießte er einen fünfseitigen Brief auf. "Ich tat das, was ich tat, allein aufgrund meines Glaubens" sagte Bouyeri seinen Richtern, während er einen Koran fest umklammert hielt, denn er glaubte, van Gogh habe den Islam beleidigt.

Der Orientalist Hans Jansen von der Universität Leiden in den Niederlanden hat den Brief, den Mohammed B. bei der Leiche van Goghs zurückließ analysiert. Er führte aus: "Die Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali ist (wie jeder andere Abgeordnete) nicht erpicht darauf, für ihre Paralmentsmitgliedschaft zu sterben. Moslems wie Mohammed B. hingegen sind erpicht darauf, ihr Leben für das, was sie als die gute Sache ansehen, hinzugeben, was möglicherweise dem Islam einen taktisch-strategischen Vorteil in Konflikten mit anderen verschafft. Dass diejenigen, die nicht an eine himmlische Entlohnung für den Märtyrertod glauben, eher weniger zu Märtyrern werden, ist eine Tatsache, und sie ist im Kampf des Islam gegen Nicht-Moslems auch sicher bedeutsam."

Eine Studie aus dem Jahr 2006 ergab, dass vierzig Prozent der marokkanischen Jugendlichen in den Niederlanden westliche Werte und Demokratie ablehnen. Sechs bis sieben Prozent sind bereit, zur Verteidigung des Islam Gewalt anzuwenden. Die Mehrheit sprach sich gegen Redefreiheit bei beleidigenden Äußerungen aus, insbesondere bei Kritik am Islam. Vergleichbare Zahlen lassen sich zweifellos unter Moslems in anderen westlichen Ländern finden.

Diese Art der Einschüchterung hat bereits Früchte getragen. Im November 2006 beschloss der Verlag Scholastic Australia das Aus für das Buch Army of the Pure, nachdem Buchhändler geäußert hatten, sie würden den Abenteuer-Thriller für junge Leute nicht in ihr Sortiment aufnehmen, weil der "Bösewicht" darin ein islamischer Terrorist sei. Weil zwei der Charaktere arabischsprachig sind und der Plot eine extremistische Mujaheddin-Gruppe enthält, gründete sich die Entscheidung von Scholastic "zu 100 Prozent auf das islamische Thema".

Dieser Entscheidung steht die Veröffentlichung von Richard Flanagans Bestseller The Unknown Terrorist und von Andrew McGahans Underground gegenüber, in denen Terroristen als Opfer porträtiert werden, die durch westliches Fehlverhalten zu ihren extremen Taten getrieben wurden. The Unknown Terrorist beschreibt Jesus Christus als "den ersten Selbstmordattentäter ... der Geschichte". In McGahans Underground werden Moslems in einem Australien, das sich auf eine nicht wieder zu erkennende Art und Weise dem Krieg gegen den Terror verschrieben hat, hingerichtet oder in Ghettos zusammengepfercht.

Der in Syrien geborene Poet Ali Ahmad Sa'id, besser bekannt unter seinem Pseudonym Adonis, sagte: "Wenn die Araber so unfähig sind, dass sie nicht aus sich selbst heraus demokratisch sein können, dann können sie es auch niemals durch die Intervention anderer werden. Wenn wir demokratisch sein wollen, dann müssen wir es aus eigenem Antrieb heraus sein."

Nach Adonis liegt der Struktur arabischer Gesellschaft eine Struktur der Sklaverei und nicht der Freiheit zugrunde: "Einige Menschen haben Angst vor der Freiheit. Wenn man frei ist, muss man der Realität und ganz allgemein der Welt ins Auge sehen. Man muss sich mit den Problemen der Welt befassen, mit allem und jedem. Auf der anderen Seite können wir, wenn wir Sklaven sind, zufrieden sein und müssen uns mit gar nichts befassen. So wie Allah alle unsere Probleme löst, so löst auch der Diktator alle unsere Probleme."

Das entspricht zweifelsohne der Wahrheit und diese Angst vor Freiheit ist nicht ausschließlich bei Moslems zu finden. Der Philosoph Eric Hoffer schreibt in The True Believer:

"Freiheit verschärft Frustration mindestens genau so sehr wie sie sie mildert. Wahlfreiheit legt die ganze Schuld für Versagen auf die Schultern des Individuums. Und weil Freiheit eine Vielzahl von Bemühungen ermutigt, vervielfacht sie unvermeidlich Versagen und Frustration. ( ... ) Wir schließen uns einer Massenbewegung an, um der persönlichen Verantwortung zu entfliehen oder - in den Worten eines begeisterten jungen Nazis - 'um frei von Freiheit zu sein'. Es war keine bloße Heuchelei, als hochrangige Nazis sich selber der Ungeheuerlichkeiten, die sie begangen hatten, für nicht schuldig erklärten. Sie sahen sich selber als Betrogene und Verleumdete, als man die Verantwortung für das Befolgen von Befehlen auf ihre Schultern legte. Hatten sie sich nicht genau deswegen der Nazi-Bewegung angeschlossen, um frei von Verantwortung zu sein?"

Nach Adonis sind "die Moslems von heute - Verzeihung, dass ich das sagen muss - mit ihrer Akzeptanz [der religiösen Texte], in der vordersten Front derer, die den Islam zerstören, während diejenigen, die Moslems kritisieren - die Ungläubigen, wie sie genannt werden - diejenigen sind, die im Islam die Vitalität erkennen, die ihn an das Leben anpassen könnte. Diese Ungläubigen dienen dem Islam mehr als die Gläubigen."

Ich bin nicht sicher, ob ich da zustimme. Wenn auch die Angst vor der Freiheit ein universeller menschlicher Charakterzug sein mag, scheint mir diese in islamischen Gesellschaften doch vorherrschender zu sein als in anderen. Kommt diese "Sklavenmentalität", über die sich Herr Adonis beklagt, nicht zum Teil aus dem Islam selbst?"

Ibn Arabi (gestorben 1240), der "größte Sufi-Meister" bezeichnete Hurriya, die Freiheit als "perfekte Sklaverei" unter Allah. Die islamische Mainstream-Website Q & A definiert die Bedeutung von Versklavung im Islam folgendermaßen:

"Wenn ich mit 'Sklave' al-'aabid meine - einen, der Allah anbetet und Seinen Geboten gehorcht - dann bezieht sich diese Bedeutung speziell auf die Gläubigen und schließt die Kafirun [Ungläubigen] aus, weil die Gläubigen die wahren Sklaven Allahs sind, die Herrschaft und Göttlichkeit allein Ihm zurechnen und Ihn mit Seinen Namen und Eigenschaften anerkennen und ihm nichts beigesellen. Sklaverei unter Allah ist eine Ehre und keine Sache der Demütigung. Wir bitten Allah, uns zu Seinen rechtschaffenen Sklaven zu machen."

Wenn Moslems "Sklaven von Allah" sind, dann liegt die Versuchung nahe, Ex-Moslems als entlaufene Sklaven zu betrachten, die zur Strecke gebracht und für ihren Wunsch nach Freiheit bestraft werden müssen, wie es wirklichen Sklaven in alten Zeiten auch widerfuhr.

Dr. Younus Shaikh, ein pakistanischer Rationalist und der Gründungspräsident der Rationalistischen Organisation Pakistans wurde einmal wegen Blasphemie verurteilt, ein Verbrechen, das in Pakistan zwingend die Todesstrafe vorschreibt, weil er behauptet hatte, dass Mohammed nicht vor seinem 40. Lebensjahr Moslem gewesen war und seine erste Offenbarung im Jahr 610 empfing und dass seine Eltern Nicht-Moslems waren, weil sie starben, bevor der Islam existierte. Er wurde später auf internationalen Druck hin freigesprochen und lebt heute im Exil in der Schweiz.

Nach Dr. Shaikh, ist "der Islam ein organisiertes Verbrechen gegen die Menschlichkeit!" Das mögen harsche Worte sein, aber es sollte sein Recht sein, sie auszusprechen. Herr Adonis führt aus: "Es kann keine lebendige Kultur in einer Welt geben, in der man deren Grundlagen nicht kritisieren darf - die Religion." Das bedeutet, dass Moslems zuerst Kritik an ihrer Religion akzeptieren müssen, bevor sie darauf hoffen können, freie Gesellschaften aufzubauen.

Redefreiheit ist eine der grundlegendsten aller Freiheiten; sie ist für eine funtkionierende demokratische Gesellschaft unerlässlich. Die islamische Welt wird niemals wahre Freiheit kennenlernen, solange individuelle Moslems ihre Religion nicht offen kritisieren oder sie sogar verlassen können, ohne um ihr Leben fürchten zu müssen. Freiheit muss nicht nur in der Schweiz und den USA etabliert werden, sondern auch in Pakistan, dem Iran und Saudi-Arabien. Diese Vision von Freiheit bleibt aber bislang eine ferne Illusion.

Teil 4

Teil 5

7.2.07 18:21


Frankreich und die iranische Revolution

von Fjordman

 

Original vom 27.01.2007 : France and the Iranian Revolution

Jetzt wo die Islamische Republik Iran ständig mit ihrem vermuteten Atomwaffenprogramm in den Nachrichten ist, wäre es vielleicht gut, eine kleine Pause einzulegen und einen Augenblick lang darüber nachzudenken, wer dazu beitrug, dass die Islamische Republik in den späten 1970er Jahren etabliert werden konnte, was wahrscheinlich das Ereignis war, das in seiner Bedeutung für das weltweite Wiederaufleben des Djihad dem Strom der saudischen Petrodollars - und möglicherweise der Errichtung des eurabischen Netzwerks, was auch in den 1970ern stattfand - am nächsten kommt. Die Tatenlosigkeit und ganz allgemeine Inkompetenz, die der frühere US-Präsident Jimmy Carter, der heute ein Fürsprecher des islamischen Djihad gegen Israel ist, an den Tag legte, trug gewiss auch dazu bei, aber wir dürfen den früheren französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing auf keinen Fall vergessen.

Die Ironie bei der Sache ist, dass die Franzosen, nachdem Ayatollah Khomeini von Pariser Vorstädten aus einen islamischen Staat aufbauen konnte, 30 Jahre später hunderte islamischer Mini-Staaten auf französischem Boden haben. Khomeini und seine Kumpane nutzten diese einmalige Gelegenheit in einem kritischen Stadium der Aufstände gegen den Schah, um ihre Macht zu konsolidieren und ihren Führungsanspruch auf die Richtung, in die sich die Revolution entwickeln sollte, zu festigen.

Botschafter Freddy Eytan sagte:

"Präsident Valéry Giscard d’Estaing hatte den Schah von Persien als ersten ausländischen Staatsgast in seiner Amtszeit eingeladen, wobei er die französischen Interessen am iranischen Öl im Blick hatte. 1978 sahen Giscard und sein Innenminister Michel Poniatowski den Zusammenbruch der Schah-Regierung voraus, eine Entwicklung, die Frankreichs Wirtschaftsinteressen schaden würde."

Damals kam der Vorschlag auf, Ayatollah Khomeini nach Algerien zu bringen. Zuvor war er ein Gejagter gewesen, der von einem Ort zum anderen zog. Der französische Geheimdienst DST stellte sich seiner Einreise entgegen, aber Giscard setzte sich über ihn hinweg und gewährte Khomeini politisches Asyl in Frankreich. Er lebte in Neauphle-le-Chateau bei Paris. Von dort aus verbreitete er Kassetten, auf denen er gegen Demokratie, den Frieden im Nahen Osten, Juden und Israel aufstachelte. Er rief auch zum Djihad auf, dem gewaltsamen heiligen Krieg. Die PLO verteilte Khomeinis Kassetten im Iran. Als im November 1979 die amerikanische Botschaft in Teheran angegriffen wurde, waren PLO-Mitglieder unter den Tätern. Yassir Arafat war der erste Staatsgast in Teheran. Es wurde ihm als bedeutendem Helden und Unterstützer der islamischen Revolution ein großer Empfang bereitet.

Heute wissen wir, dass Khomeinis Konzepte für die islamische Republik zu einer massiven Ausbreitung des militanten Islam geführt haben. Sowohl Hisbollah als auch Al Kaida haben ihre Ursprünge in den revolutionären Ideen, die in Khomeinis Iran entwickelt wurden. Die Hetzreden in iranischen Moscheen und der internationale islamistische Terrorismus hätten sich ohne Khomeinis Aufenthalt in Frankreich und seiner daraus entstandenen Popularität nicht entwickelt. Ohne Giscards Gastfreundschaft wäre es Khomeini nicht möglich gewesen, die Macht im Iran zu übernehmen und eine Infrastruktur für internationale Propaganda und Terror aufzubauen.

David Frum schreibt in seiner kürzlich erschienenen Rezension von David Pryce-Jones' Buch: Betrayal: Frankreich, die Araber und die Juden:

"Pryce-Jones zeigt auf, dass die französische Außenpolitik wiederholt zu Ergebnissen im Nahen Osten geführt hat, die alle gleichermaßen pervers waren. Als Saddam Hussein Ayatollah Khomeini 1978 aus dem Irak auswies, hieß Frankreich den fanatischen Turbanträger willkommen. In Frankreich fand der Ayatollah unbegrenzte Freiheit zur Agitation vor: Er sagte später selber: "Wir konnten unsere Ansichten in großem Ausmaß propagieren, viel mehr als wir erwartet hatten." Pryce-Joes zitiert aus einer Studie von Amir Taheri, dass der Ayatollah während der vier Monate seines Aufenthalts in Frankreich 132 Radio-, Fernseh- und Zeitungsinterviews gab. Er empfing fast 100.000 Besucher, die seiner Sache über 20 Millionen britische Pfund spendeten. Im Februar 1979 kehrte der Ayatollah in einer gecharterten Air-France-Maschine in den Iran zurück; ein Air-France-Pilot stütze ihn am Ellbogen, als er die Gangway auf die Rollbahn hinunterstieg."

Nit Boms schrieb:

"1978 als Proteste gegen Schah Pahlewi überall im Iran aufkamen, lebte Ayatollah Khomeini in einem trauten Heim im Pariser Vorort Neauphle-le-Chateau, wo er eine islamische Revolution ausarbeitete, die bald darauf die Welt erschüttern sollte. Unter dem wachsamen Auge der französischen Regierung traf sich Khomeini regelmäßig mit Journalisten und setzte sich aktiv für den Sturz des Schah ein. Als dann Pahlewi schließlich 1979 tatsächlich aus seinem Land floh, wurde Khomeini ein Charterflug der Air France nach Teheran zur Verfügung gestellt, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1989 einem der unterdrückerischsten Regimes der Welt vorstand."

Der frühere französische Präsident Valéry Giscard d'Estaing ist immer noch da. Er wurde nie zur Rechenschaft gezogen. Heute ist er der Chefarchitekt der fürchterlichen EU-Verfassung.


6.2.07 20:41


Zivilcourage ist, wenn einer aufsteht und laut sagt....?

Ich möchte vier Geschichten erzählen.

Die erste Geschichte ist von mir ( so wie sich's gehört: der Esel geht immer voran ) und sie trug sich vor vielen Jahren zu, als ich meine erste richtige Arbeitsstelle antrat.

Neben einigen netten Männern gab es in der Abteilung außer mir noch zwei Frauen, die sehr eng miteinander befreundet waren. Sie nahmen mich in ihre Zweiergruppe auf, man ging stets schön brav in Geschlechtertrennung zum Mittagesssen und wir trafen uns auch privat. Eine davon mochte ich sehr, die andere war - um's offen auszudrücken - eine rotzfreche dumme Nuss, die sich stets in den Vordergrund drängte, unlustige Witze riss, über die man pflichtschuldigst lachen musste, kaum ein interessantes Gesprächsthema kannte und darüber hinaus auch noch eine Ultra-Emanze war, die mir einfach nur auf die Nerven ging. Ich verstand nicht, wie die nette Kollegin mit so jemandem befreundet sein konnte. Andererseits hatte ich selber aber auch eher mehr Kontakt zu der Nervtöterin als zu der Netten - einfach deshalb, weil sie aufdringlich war und mich ständig zu Hause anrief. Ich zog mich - obwohl das mein einziger Kontakt in der neuen Stadt war - so gut es ging von Aktionen zu dritt zurück und blieb oft alleine zu Hause.

Irgendwann ergab es sich dann mal, dass ich mit der netten Kollegin alleine einen Weiberabend bei ihr zu Hause verbrachte. Und es ergab sich auch, dass wir dabei den italienischen Rotwein in Strömen fließen ließen und zu fortgeschrittener Stunde schließlich leicht einen im Tee hatten.

Irgendwann sagte eine von uns - und wir wussten auch sofort danach nicht mehr, welche von uns es eigentlich war - "Eigentlich kann ich A. (die Nervtöterin) gar nicht so übermäßig leiden." Dann war das Eis gebrochen und wir waren uns nach kurzer Zeit einig, dass "gar nicht so übermäßig leiden" stark untertrieben war und dass wir sie beide nicht ausstehen konnten. Meine nette Kollegin erklärte ihre "Freundschaft"mit ihr damit, dass sie nur zwei Frauen unter lauter Männern in der Abteilung waren und dass es ihr einfach peinlich gewesen sei, ihr gegenüber (die von den Männern offensichtlich sehr geschätzt wurde, was ich aber im Nachhinein auch stark anzweifle, die haben sich wahrscheinlich auch nur nicht getraut, weil jeder dachte, er sei der einzige, den sie nervt) etwas, das man als Zickenstreit bezeichnen könnte, anzufangen und Angst davor hatte, als stutenbissig angesehen zu werden. Mir ging's genauso. Ich wäre viel lieber mit einigen der Männer zum Mittagessen gegangen - aber wie hätte das von "der Neuen" ausgesehen? Als ob ich mich an die ranschmeißen wollte!

Die zweite Geschichte ist von Hans Christian Andersen, sie ist 170 Jahre alt und heißt Des Kaisers neue Kleider.

Die dritte Geschichte ist von Politically Incorrect, ein paar Stunden alt und sie heißt Migranten-Berichterstattung: Die Kehrtwende des Tagesspiegels. Es geht darum, dass sich die Berichterstattung des Tagesspiegels geändert hat und vor allem geht es mir hier darum, wie sie sich geändert hat. EIN - nur 1 - Redakteur hat persönlich schlechte Erfahrungen mit Migranten gemacht und daraufhin einen ehrlichen Artikel geschrieben. Hat sich wohl daraufhin der Chefredakteur Gedanken gemacht und die Maxime herausgegeben: "Wir schreiben jetzt alle nur noch kritische Artikel zu dem Thema?" Vielleicht. Ich glaube aber nicht, dass das so autoritär ablief, ich vermute eher, dass da offene Türen eingerannt wurden.

Political Correctness ist keine Erfindung unserer Zeit. Offenbar gab es sie schon in der Zeit von Hans-Christian Andersen, denn sonst wäre ihm nie die Idee zu diesem Märchen gekommen. Es gab sie zu der Zeit, als ich meine erste Arbeitsstelle antrat und es gibt sie in unzähligen Variationen. Vom kleinen Privaten bis zum riesengroßen politischen. Darauf reinzufallen ist kein Phänomen unserer Gesellschaft, es ist ein Phänomen der Menschheit. Es entspringt der Tatsache, dass wir soziale Wesen sind und aus dem Wunsch, von unseren Artgenossen anerkannt und nicht ausgegrenzt zu werden.

Das Kind aus "Des Kaisers neue Kleider" war ... nun eben ein Kind. Meine Kollegin und ich hatten Vadder Alkohol gebraucht und ein Redakteur des Tagesspiegels bekam seinen Tritt in den politisch korrekten Hintern durch die ganz persönliche Angsterfahrung, die Fress epoliert zu kriegen.

Es braucht Auslöser. Interessant ist daher auch die Frage, wie jeder von uns "Islamophoben" sein ganz privates Aha-Erlebnis bekommen hat, das ihn dazu brachte, die Meinung zu wechseln. Ich vermute, es sind sehr unterschiedliche. Ich bin aber auch sicher, dass sie existieren. Denn im Gegensatz zur Ansicht hartgesottener Gutmenschen sind die meisten "Islamophoben" auf der zeitlichen Erkenntnisleiter nicht unterhalb der politisch Korrekten sondern bereits weiter. Man merkt an der Argumentation politisch korrekter Leute, dass sie denken, man wäre "noch nicht so weit", ihre moralisch überlegene Ideologie zu kapieren. In Wahrheit haben aber die allermeisten von uns diese Ideologie ebenfalls einst gepflegt und sie bewusst abgelegt, weil sie sie als falsch erkannten.

Die vierte Geschichte fehlt noch:

Sie ist wieder von mir und sie ereignete sich vor einigen Monaten, als ich gegenüber einem mir nahestehenden jungen Mann eine wütende Tirade über "Islam heißt Frieden"-Schwätzer losließ. Von Gutmenschen ganz allgemein über die üblichen Verdächtigen bei den Grünen, Wolfgang Schäuble und Horst Köhler bis hin zu Tony Blair und George W. Bush müssen an dem Abend vielen Leuten die Ohren böse geklingelt haben. Ich fragte fassungslos, wie es sein könnte, dass man so blind und blöd sein kann. Der junge Mann sagte mir: "Ich glaube, Du irrst Dich. Die finden den Islam genauso zum Kotzen wie wir. JEDER findet den Islam zum Kotzen. Sogar Claudia Roth. Sie sagen es nur nicht, weil sie denken, man darf es nicht sagen". Nach der Lektüre des PI-Artikels über den Tagesspiegel glaube ich, er hat vielleicht nicht so ganz Unrecht.

Ich muss den Halbsatz aus der Überschrift noch beenden:

Zivilcourage ist, wenn einer aufsteht und laut sagt, was er im Gegensatz zu allen anderen denkt?

Jein. Nicht immer ist es so schwer. 

Zivilcourage ist ganz oft auch nur, wenn einer aufsteht und laut sagt...

...was alle denken.

2.2.07 14:38


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