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Ist der Islam mit Demokratie kompatibel? Teil 4 von 5

von Fjordman

 

Original vom 9.März 2997: Is Islam Compatible with Democracy? part 4

Teil 3

Teil 2

Teil 1

Um zu beweisen, dass der Islam mit Demokratie kompatibel sei, sind viele Moslems gezwungen, bestehende islamische Konzepte so zu verdrehen, dass sie ihre ursprüngliche Bedeutung verlieren. Was dabei übrig bleibt, kann kaum nachvollzogen werden, wenn man den Koran oder die Hadithen unvoreingenommen liest.

Muhammad Al-Mukhtar Ash-Shinqiti, der Direktor des Islamic Centers in Texas, führt aus: “Ein weiterer wichtiger Wert sind Prüfverfahren und Abgleichungen bei der Machtverteilung und Gewaltenteilung, die gewährleisten, dass jede Macht unabhängig von der anderen ist und dass unter den Mächten die Möglichkeit besteht, sich gegenseitig zu überprüfen und zu korrigieren. In der Terminologie des Korans nennt man das al-mudafa`ah, was ein sehr wichtiges islamisches Konzept ist, das die Gesellschaft vor Korruption schützt. Allah, der Allmächtige, sagt: Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, dann wäre die Erde wahrhaftig von Unheil erfüllt. (Koran, 2:251, deutsche Übersetzung nach Rassoul)

Aber diese Idee, eine Gruppierung von Menschen gegen eine andere zu stellen, hat nur wenig mit dem westlichen Konzept formaler Überprüfungen und Ausgleichen zu tun, wie sie in der US-Verfassung festgeschrieben sind. Schutz vor „ Korruption“ bedeutet in diesem Zusammenhang nur, dass nicht-islamische Einflüsse ausgeschaltet werden aber es ist keine Prävention gegen Machtmissbrauch.

Ein weiteres derartiges Konzept ist shura, was üblicherweise mit “Beratung” übersetzt wird und in Koran 42:38 zu finden ist “… und (für jene,) die auf ihren Herrn hören und das Gebet verrichten und deren Handlungsweise (eine Sache) gegenseitiger Beratung ist… „ Nach Ja`far Sheikh Idris, Professor für Islamstudien in Washington, wird dies “weit verbreitet so verstanden, dass Demokratie nahezu identisch mit Shura ist.”

Shura wurde jedoch niemals formal festgelegt. Die autoritärsten und brutalsten unter den Herrschern wie Stalin oder Mao “berieten” sich vermutlich auch hin und wieder mal mit jemandem. Selbst Dschingis Khan „ beriet“ sich mit anderen während er halb Asien massakrierte. Somit ist „Beratung“ an sich bedeutungslos. Solange es keine formalen Beschränkungen gibt, die den Herrscher zwingen, das Wohlergehen der Menschen zu berücksichtigen, und so lange keine wirklichen Sanktionen greifbar sind, wenn er es nicht tut, ist „ Beratung“ nur leere Rhetorik.

Sunnitische Moslems sprechen von den vier rechtgeleiteten Kalifen Abu Bakr, Umar ibn al-Khattab, Uthman ibn Affan und Ali ibn Abi Talib, die alle Mohammed persönlich gekannt hatten. Ihre Herrschaft endete 661 mit dem Mord an Ali. Danach ging die nominelle Führung von Medina an die Dynastie der Umayyaden in Damaskus über. 750 übernahm die Dynastie der Abbasiden in Bagdad das Kalifat, wo es bis 1258, als die Mongolen Bagdad eroberten, blieb. Das Kalifat als Konzept überdauerte über Jahrhunderte hinweg weiter, obwohl die Kalifen üblicherweise in der Praxis keine Macht besaßen. Schließlich wurde 1924 auch das Konzept selbst durch den türkischen nationalistischen Führer Mustafa Kemal Atatürk abgeschafft.

In einem Essay in der Zeitung The Guardian, sprach sich Osama Saeed, der Sprecher der Muslim Association of Britain dafür aus, die Institution wieder einzuführen, wobei er behauptete, dass ein wieder hergestelltes Kalifat voll und ganz kompatibel mit demokratisch rechenschaftspflichtigen Institutionen sei:

“Die Vision eines wie auch immer gearteten neuen Kalifats, die von Moslems weltweit geteilt wird, ist ein sehr entfernter Traum. Zurzeit erscheint es schon radikal, nur darüber zu sprechen, Handelsbarrieren zwischen islamischen Ländern abzubauen und freien Personenverkehr zuzulassen. Aber es ist ein notwendige Vision und auch eine, die eigentlich von den USA und Großbritannien unterstützt werden sollte, wenn sie es mit der Entwicklung der islamischen Welt ehrlich meinen. Das Wiederaufleben einer starken islamischen Zivilisation würde der ganzen Welt zum Besten gereichen.“

Irfan Husain widersprach Saeeds Essay in der pakistanischen Zeitung Dawn. Er wies auf einige krasse Auslassungen hin:

„ Zuerst einmal, wer würde über einen passenden Kandidaten entscheiden? Was außer dem Glauben hat ein Indonesier mit einem Türken gemeinsam? In Wahrheit ist die Religion nur ein Aspekt der Gesamtheit eines Individuums. Andere wichtige Faktoren sind Sprache, ethnische Zugehörigkeit, sozioökonomischer Status, Bildung und noch eine ganze Reihe von Schubladen, aus denen sich die Identität zusammensetzt. Anzunehmen, dass jemand nur deshalb, weil er als Moslem geboren wurde, sich automatisch einer weit entfernten Figur, die sich selber Kalif nennt, unterordnet, bedeutet, zu ignorieren, wie spannungsgeladen die Herrschaftszeiten der meisten Kalifen der Vergangenheit waren.“

Der Christian Science Monitor interviewte eine Gruppe von Anhängern der Hizb ut-Tahrir – Befreiungspartei – in Jordanien. Sie sagen, dass ein einziger islamischer Staat von Indonesien bis Marokko Wohlstand bringen und es den Moslems ermöglichen würde, den Westen zu erobern. „ Der Islam verpflichtet Moslems, Macht zu erlangen, damit sie die Feinde des Islam einschüchtern – terrorisieren würde ich nicht sagen – können.“ sagte Abu Mohammed ein Aktivist der Hizb ut-Tahrir. „ Und wenn sie sich nach allen Diskussionen und Verhandlungen immer noch verweigern, dann wird als Ultima ratio der Djihad gebraucht werden, um den Geist und die Herrschaft des Islam zu verbreiten.“ sagte er lächelnd. „ Das geschieht im Interesse aller Menschen, damit sie aus dem Dunkel ins Licht gelangen.“

Ashraf Doureihi, einer der Sprecher bei einer Konferenz in Sydney, Australien im Januar 2007 hob hervor, wie wichtig es sei, einen islamischen Staat aufzubauen:

„ Es ist wichtig … in der islamischen Welt kollektiv dahin zu gelangen, diesen Wechsel von den einflussreichen Leuten in unseren Ländern zu verlangen, auch wenn es bedeutet, auf die Straße zu gehen, um eine Revolution auszulösen oder einen Militärputsch durchzuführen,“ sagte er. Nach dem Hizb ut-Tahrir-Sprecher Wasim Durie sollte auf der Konferenz über Wege zur Etablierung eines islamischen Superstaats beraten werden. „ Hier und heute, wo wir zusammen sind, steht nicht nur das Schicksal der islamischen Welt auf dem Spiel sondern das der gesamten Menschheit“, sagte er. Trotz offener Aufrufe zum Bürgerkrieg weigerte sich die australische Regierung, die Gruppierung zu verbieten.

Es ist einfach, diese Vorstellung als Randphänomen abzutun, aber Robert Spencer warnt, dass diese Gruppierungen auch dann gefährlich sind, wenn man der Errichtung eines weltweiten Kalifats keine Chancen einräumt:

„ Als ob die Tatsache, dass die Sowjetunion keine Chance hatte, die ganze Welt kommunistisch zu machen, bedeutet hätte, dass ihre Versuche, das zu erreichen, keine Bedrohung gewesen wären. Diese gelehrten Köpfe scheinen überhaupt keine Vorstellung davon zu haben, dass Al Kaida und andere djihadistische Gruppierungen bei ihren Versuchen, ein weltweites Kalifat zu etablieren, fähig sind, immense katastrophale Verwüstungen anzurichten. Die Tatsache, dass ihre Ziele unerreichbar sind, bedeutet nicht, dass sie überhaupt nichts tun können.“

Das Buch von Abid Ullah Jan The End of Democracy, (Das Ende der Demokratie) ist in islamischen Kreisen sehr bekannt geworden. Jan zitiert al-Mawardi, einen irakischen Juristen des 11. Jahrhunderts – dessen Werke über Regierungsformen als Klassiker auf diesem Gebiet betrachtet werden – zu den Pflichten des Kalifen (Seite 189):

„ Gemäß Al-Mawardi beinhalten die Pflichten des Khalifah, dass er die islamische Religion beschützen und die Ausbreitung der Häresie unterdrücken solle; dass er als Mudjahid das islamische Gesetz interpretieren und verkünden solle; dass er Armeen an den Grenzen aufstellen solle, um die islamischen Gebiete gegen feindlichen Aggressionen zu verteidigen; dass er die Sache des Islam vorantreiben solle, entweder indem er den Nicht-Moslems der angrenzenden Länder anbietet, den Islam anzunehmen oder indem er Krieg gegen sie führt, bis sie den Status beschützter Völker (Dhimmis) annehmen; dass er richten und die Gerechtigkeit bewahren solle; dass er ein gesundes Finanzsystem einführen solle; dass er ausschließlich kompetente Minister, Gouverneure, Steuereintreiber, Richter und andere Staatsbedienstete ernennen und ihre Gehälter aus dem Staatsschatz festlegen solle; und schließlich, dass er alle Bereiche des Staates überwachen solle.“

Abid Ullah Jan zitiert auch den höchst einflussreichen Theologen des 20. Jahrhunderts Abul A'la Mawdudi, der Gründer der Jamaat-e-Islami im heutigen Pakistan ist (Seite 132):

„ Der ‚islamische Staat strebt danach, jeden Aspekt des Lebens und menschlichen Handelns in Einklang mit seinen moralischen Normen und seinem Sozialreform-Programm zu bringen. In einem solchen Staat kann niemand auch nur ein Gebiet seiner Angelegenheiten als persönlich oder privat betrachten.’ Dennoch macht dieses Konzept den islamischen Staat nicht zu einem autoritären oder faschistischen Regime, weil er [der islamische Staat] trotz seines All-inclusive-Konzepts etwas grundlegend und völlig anderes ist als moderne totalitäre und autoritäre Staaten.’ Mawdudi führt weiter aus: ‘Weder wird in ihm individuelle Freiheit unterdrückt noch gibt es da auch nur eine Spur von Diktatur. Er stellt den Mittelweg dar und verkörpert das Beste, was die menschliche Gesellschaft je hervorgebracht hat.“

Nach Jan ist “der Grund, aus dem Moslems nicht die Chance gegeben wird, sich friedlich zusammen zu setzen, sich Zeit zu nehmen und einen islamischen Staat aufzubauen, darin zu finden, dass ein islamischer Staat das Potential hätte, wahrhaft das Modell einer gerechten sozialen Ordnung mit allen Charakteristika zu sein, welche die Befürworter der Demokratie für sich in Anspruch nehmen aber nie vorweisen können.“

Man könnte natürlich auch argumentieren, dass es mit der Tatsache zu tun hat, dass eine der auch von Jan ausdrücklich genannten Zielvorgaben dieses islamischen Superstaates darin besteht, alle Nicht-Moslems überall auf der Welt zu unterwerfen oder zu töten.

Darüber hinaus sagt Jan, dass es niemals auch nur eine festgelegte Methode für die Ernennung eines solchen Kalifen gab, was er dahingehend interpretiert, dass das Raum für Wahlen lässt (Seite 191):

„ Der Prophet Mohammed (pbuh) hat damit, dass er keinen Nachfolger ernannte oder auch nur irgendeinen speziellen Modus vorgeschlagen oder ein Rahmenwerk niedergelegt hätte, wie ein solcher Nachfolger ernannt oder ermittelt werden sollte, in Übereinstimmung mit dem Koran gehandelt, der zu diesem Thema schweigt.“

Allerdings entstanden gerade, weil Mohammed trotz seiner vielen Ehefrauen nie einen männlichen Erben gezeugt hat, nie einen Nachfolger ernannt hat und es auch versäumte, irgendeinen Mechanismus vorzuschlagen, wie einer gewählt werden solle, umgehend Spaltungen unter den frühen Moslems. Einige wollten die Führerschaft entlang der Blutlinie Mohammeds durch Ali bin Abi Talib, dem Ehemann seiner Tochter Fatima und dem Vater von Mohammeds männlichen Enkeln Hassan und Hussein. Er wurde später als der erste Imam der schiitischen Moslems bekannt.

Trotz all der schönen Worte moderner Apologeten ist es schwierig, das Kalifat als irgendetwas anderes als eine göttliche eingesetzte Diktatur zu sehen. Das Prinzip der Gewaltenteilung wie von Montesquieu beschrieben, ist ihm vollkommen unbekannt und würde wohl in der Tat als häretisch angesehen. Während diesbezüglich möglicherweise noch unterschiedliche Meinungen existieren mögen, ist es stets allgemeiner Konsens unter islamischen Rechtsgelehrten gewesen, dass – solange der Herrscher nicht die grundlegenden Säulen des Islam verwirft – diesem zu gehorchen sei, weil selbst ein tyrannischer Herrscher besser als Anarchie sei. So wird zwar von ihm erwartet, dass er sich bei den Staatsgeschäften mit anderen „ berät“, aber er ist auch frei, Ratschläge zu ignorieren. Die primitive Natur der islamischen Regierungsform ist erschreckend.

Es wird unter zukünftigen Historikern Debatten darüber geben, wie die EU-Eliten nur etwas derartig Dummes tun konnten, wie das eurabische Netzwerk zu erschaffen. Eine der Antworten darauf wird die sein müssen: Sie taten es, weil sie es tun konnten.

Ich habe von einigen Sozialisten das Argument gehört, dass das kommunistische System der Sowjetunion hätte funktionieren können, wenn es nicht zu einem Führer wie Stalin gekommen wäre. Diese Ansicht ist komplett fehlerhaft, denn es war das System selbst, das einen Stalin oder einen Mao einlud; es gab unter dem Kommunismus keine formalen Machtbeschränkungen für die Herrschenden. Das gleiche Prinzip trifft auf das Kalifat zu. Lord Acton sagte: “Macht tendiert dazu, zu korrumpieren, und absolute Macht korrumpiert absolut.“ Das islamische System garantiert Korruption und Machtmissbrauch.

2006 kündigte die`Europäische Kommission (die EU-Regierung) an, dass sie ihre EU-Gesetzesvorschläge den nationalen Parlamenten zur Kommentierung zukommen lassen werde – aber sie stellte auch klar, dass Brüssel die Wünsche der nationalen Parlamentarier nur „ zur Kenntnis nehmen“ werde. Das „ Beratungs-Konzept der Europäischen Union beinhaltet also, dass das Volk oder seine Vertreter ihre „ Ratschläge“ vorbringen sollen und dass dann die Führer frei sind, diese Ratschläge zu ignorieren. So ist die EU geeignet, nahtlos ins Kalifat überzugehen, angesichts der Tatsache, dass sie bereits unter den gleichen Prinzipien arbeitet.

Das Middle East Media Research Institute (MEMRI) zitiert Dr. Shaker Al-Nabulsi, einen jordanischen Intellektuellen, der Yusuf Al-Qaradawis Behauptung, „ Demokratie sei ein Wesenszug des Islam“ kritisiert:

Nach Nabulsi „ gehört er zu jenen, die darauf beharren, dass die Shura bedeute, den Herrscher zu beraten, aber nicht dazu, ihn zu verpflichten. [Al-Qaradhawi besteht darauf, dass] der Herrscher auch dann nicht abgesetzt werden darf, wenn er sündigt oder unterdrückt, und dass ‚dem Herrscher zu gehorchen ist, auch wenn er einen schlägt oder enteignet’. Das Kalifat ist von 632 bis 2004 unverändert geblieben – es hat seine primitive, einfache Stammesform behalten (die Treuepflicht der Eliten zum Souverän) – eine undemokratische Struktur, despotisch und blutig mit Ausnahme einer kurzen 12-jährigen Periode während der Herrschaft von Abu Baker und Omar Bin Al-Khattab [des ersten und zweiten Kalifen]. ( … ) Seit der Zeit des [Umayyaden-Kalifen] Mu'awiya Ibn Abi Sufyan bis zum letzten ottomanischen Sultan (das heißt von 661 bis 1924) war das islamische Kalifat von Blut getränkt und wurde mit der Faust und dem Schwert regiert – und selbst heute noch ist die Situation im größten Teil der arabischen Welt dieselbe.“

Nabulsi zitiert al-Qaradawi: “’Da gibt es jene, die darauf beharren, dass Demokratie die Herrschaft des Volkes ist, aber wir wollen die Herrschaft Allahs.’ Solche Ideen sind der Ruf nach der Herrschaft Allahs, wie sie Sayyid Qutb in seinem Buch ‚The Milestones’ bespricht. Qutb entlieh seine Ideen von dem pakistanischen Intellektuellen Abu Al-'Ala Al-Mawdudi, der die Theorie einführte, dass jegliche Autorität Allah zukommt und nicht dem Volk und dass der Souverän niemand anderer ist als Allahs Sekretär und Sein Repräsentant auf Erden.“

Hassan al-Banna gründete 1928 die Muslimbruderschaft mit dem vorgegebenen Ziel, das Kalifat wieder zu errichten. Es gibt Anzeichen dafür, dass sein Schüler Yusuf al-Qaradawi, heute der spirituelle Führer der Bruderschaft, dieses Ziel nicht aufgegeben hat. In einem Interview mit dem deutschen Wochenmagazin Der Spiegel sagte Qaradawi: „ Der Islam ist eine einzige Nation, es gibt nur ein islamisches Gesetz und wir alle beten zu einem einzigen Gott. Vielleicht wird eine solche Nation auch einmal politisch Realität. Aber ob das eine Föderation bereits existierender Staaten, eine Monarchie oder eine islamische Republik sein wird, bleibt abzuwarten.“

In einem weiteren Essay führt Al-Qaradawi aus: “Säkularismus mag in einer christlichen Gesellschaft akzeptiert werden können, aber er kann sich niemals allgemeiner Anerkennung in einer islamischen Gesellschaft erfreuen. Das Christentum enthält keine Scharia und kein umfassendes Lebenssystem, dem seine Anhänger verpflichtet sind.“

In der Tat ist gemäß dem Neuen Testament die Regel sogar im Gegenteil: „ So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! (Matthäus 22:21).

Aber “da der Islam ein allumfassendes System der Anbetung (Ibadah) und Gesetzgebung (Scharia) ist, bedeutet die Akzeptanz des Säkularismus die Aufgabe der Scharia” und “der Ruf nach Säkularismus unter Moslems bedeutet Atheismus und Verwerfung des Islam. Ihn als Herrschaftsgrundlage anstatt der Scharia anzunehmen, ist nichts anderes als Riddah (Apostasie).“

Die Einführung säkularer Gesetze und die Gleichstellung von Moslems mit Nichtmoslems läuft auf Apostasie hinaus. Harte Worte von einem Mann, der ausdrücklich die traditionelle Todesstrafe für Apostaten unterstützt.

Der iranische Intellektuelle Amir Taheri hat geschrieben, "In keiner der islamischen Sprachen gab es bis in die 1890er Jahre ein Wort für Demokratie. Und selbst dann kam das griechische Wort Demokratie mit einer kleinen Abwandlung in die islamischen Sprachen: democrasi im Persischen, dimokraytiyah im Arabischen, demokratio im Türkischen. Es ist kein Zufall, dass frühe Moslems zahlreiche griechische Texte übersetzten, aber niemals diejenigen, die in Zusammenhang mit Politik standen. Der große Avicenna selbst übersetzte die Poesie von Aristoteles. Aber bis 1963 gab es keine Übersetzung von Aristoteles’ „ Politik“ ins Persische.“

Nach Taheri ist einer der Hemmschuhe, denen da bei eine Schlüsselrolle zukommt, die Vorstellung von Gleichheit: „ Diese Vorstellung ist im Islam nicht akzeptabel, denn der Ungläubige kann dem Gläubigen nicht gleich sein.“

„ Demokratie heißt die Herrschaft des Demos, der normalen Leute, oder eben das, was als Volks- oder nationale Souveränität bekannt ist. Im Islam hingegen kommt die Herrschaft nur Gott zu: al-hukm l’illah. Den Menschen, der diese Herrschaft auf Erden ausübt, nennt man Khalifat al-Allah, den Regenten Gottes. Aber selbst der Khalifah oder Kalif kann nicht als Gesetzgeber agieren. Das Gesetz wurde bereits für immer von Gott ausgesprochen und festgelegt. ( … ). Es gibt Beratung im Islam. Aber bei den empfohlenen Beratungen geht es nur um Details, niemals um die umfassende Gesellschaftsgestaltung.“

Er fasst es mit der Folgerung zusammen, dass „ der Islam mit Demokratie inkompatibel ist.“ Dennoch wünscht Amir Taheri in einem anderen Essay, die Europäer sollten das Römische Imperium wieder aufleben lassen:

„ Nordafrika, das die schönsten Strände des Mittelmeers hat, könnte eine Art Florida für die betagten Rentner aus West- und Nordeuropa werden. Im Gegenzug könnten Millionen junger Menschen von Süden nach Norden ziehen, um die Arbeitskräfte zu stellen, die zum Fortbestehen der modernen europäischen Volkswirtschaften gebraucht werden. ( … ) Eine gut überlegte Mischung aus Wohlstand und Technologie des Nordens mit menschlicher Arbeitskraft des Südens könnte die euro-mediterrane Region in die größte und wohlhabendste Wirtschaft verwandeln, die die Welt je gesehen hat.“

Diese Idee heißt „ Eurabia“ und wird bereits umgesetzt, wie Bat Ye’Or bezeugen kann. Und es war keine sehr gute Idee. Wenn er nämlich richtig damit liegt, dass der Islam mit Demokratie inkompatibel ist, welchen Einfluss wird es dann auf Demokratien haben, wenn sie mit Menschen mit islamischer Mentalität überschwemmt werden? Amir Taheri ist oft brillant in seinen Schriften über den Islam, aber in diesem Fall halten seine Ideen der Logik nicht stand.

Gemäß der Website Islam Online, "ist der Islam keine Religion im üblichen, verzerrten Sinne des Wortes, deren Gültigkeitsbereich auf das Privatleben des Menschen beschränkt ist. Wenn wir sagen, dass er eine vollständige Lebensweise darstellt, meinen wir damit, dass er sich um alle Bereiche der menschlichen Existenz kümmert. In der Tat bietet der Islam Führung für alle Wege des Lebens – individuelle und gesellschaftliche, materielle und moralische, ökonomische und politische, rechtliche und kulturelle, nationale und internationale.“

Eine bekannte Redewendung ist, dass der Islam Din wa Dawlah sei, Religion und Staat. 2005 nach den Parlamentswahlen sagte Younus Qanooni, ein ranghohes Mitglied der afghanischen Nordallianz, die den USA dabei half, 2001 das Taliban-Regime zu stürzen, dass das Land niemals eine säkulare Demokratie werden könne. „ Die Afghanen werden niemals mit einem säkularen oder liberalen System einverstanden sein. Islam ist das moderne System und die Zukunft Afghanistan ist mit dem Islam verbunden.“. Dennoch wird erwartet, dass für die Einführung eines genau solchen Systems westliche Soldaten ihr Leben aufs Spiel setzen und westliche Steuerzahler dafür zahlen sollen.

Diese ziemlich naive Sichtweise von Demokratie ist leider eher die Regel als die Ausnahme. In einem Memorandum wies das US Außenministerium seine Botschaft in Kairo an, in einen Dialog mit religiösen Gruppierungen einzutreten, weil Zusammenstöße mit diesen nur noch mehr Angriffe auf US-Interessen auslösen würden. Darin wurde auch Washington geraten, Druck auf die ägyptische Regierung auszuüben, der Muslimbruderschaft eine größere Rolle in der politischen Landschaft Ägyptens zuzugestehen. Und das trotz der Tatsache, dass viele der übelsten terroristischen Vereinigungen von heute Ableger der Muslimbruderschaft sind.

Dr. Ahmad Al-Rab'i, der frühere kuwaitische Bildungsminister, warnte, dass “die Gründer der gewalttätigen Gruppierungen von der Muslimbruderschaft herangezogen worden sind, und dass jene, die mit bin Laden und Al Kaida zusammenarbeiteten, das unter dem schützenden Mantel der Muslimbruderschaft taten.“

Der Autor Tarek Heggy warnt ebenfalls, dass “die Bruderschaft der Vorstellung eines auf demokratischen Institutionen aufgebauten Staates entgegensteht und sich stattdessen für eine islamische Regierung auf der Grundlage des Shura-Systems (beratende Versammlung), einem zu verehrenden Führer und der Einsetzung eines Obersten Rates ausspricht. Damit sind sie sehr nahe bei dem Modell, das von Ayatollah Ruhollah Khomeini im Iran eingeführt wurde. (… ) Die Bruderschaft steht für eine Verfassung und ein Rechtssystem, das auf der Scharia basiert, einschließlich der grausamen Körperstrafen im Strafrecht (Steinigung, Auspeitschung, Handabhacken bei Dieben, etc.).“

Tatsächlich ist der einzige Ort, an dem es irgendeine Bewegung hin zu einem demokratischen Islam gab, Dänemark. Von allen westlichen Nationen hat die dänische Bevölkerung den heftigsten Widerstand gegen die Islamisierung auf die Beine gestellt. Der in Syrien geborene Abgeordnete Naser Khader hat ein Netzwerk mit dem Namen Demokratische Moslems gegründet. Von Neumitgliedern wird verlangt, dass sie eine Erklärung unterzeichnen, dass sie zum Gesetz der Scharia in Opposition stehen. „ Redefreiheit ist der Atem der Demokratie – und wenn man sie wegnimmt, dann stirbt die Demokratie“ sagt Khader.

Herr Khader scheint es mit diesen Bemühungen ehrlich zu meinen. Und ehrlich sind seine islamischen Gegner ganz offensichtlich auch, weswegen er auch schon zahlreiche Todesdrohungen erhalten hat. In einer französischen Dokumentation wird eine versteckte Kamera benutzt, um einen Imam dabei zu erwischen, wie er andeutete, Khader könne Selbstmordattentäter anziehen, wenn er Integrationsminister würde. Der betreffende Imam, Ahmed Akkari, sagte später, sein Kommentar sei als Witz gemeint gewesen.

Die Ideen, die hinter diesem Netzwerk stehen, sind positiv. Sie haben die Zehn Gebote der Demokratie herausgebracht, darunter:

Wir alle müssen Politik und Religion trennen und wir dürfen niemals die Religion über die Gesetze der Demokratie stellen.

Wir alle müssen respektieren, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben, unabhängig von Geschlecht, Ethnie, sexueller Orientierung oder religiösem Glauben.

Niemand darf zu Hass aufrufen und wir dürfen nie erlauben, dass Hass in unsere Herzen eindringt.

Niemand darf jemals Gewalt anwenden oder befürworten – egal wie frustriert oder schlecht behandelt wir uns fühlen und egal, wie gerecht unsere Sache ist.

Wir alle müssen der Freiheit der Meinungsäußerung Respekt entgegenbringen, auch für jene, mit denen wir am wenigsten übereinstimmen.

Das Problem ist, dass nur eine kleine Minderheit der Demokratischen Moslems wirklich Moslems sind. Die überwältigende Mehrheit besteht aus nicht-islamischen Unterstützern.

Darüber hinaus scheinen Moslems in Dänemark weit mehr daran interessiert zu sein, das demokratische System auszunützen als es zu unterstützen. Gemäß der Copenhagen Post wurde Wallait Khan zum Ratsmitglied der Liberalen Partei in Kopenhagen gewählt, nur um zu der Sozialistischen Volkspartei überzulaufen, was eine Linkskoalition möglich machte. Khan war aber auch auf Wahlkampftour in Pakistan. Kahn sagte, dass sechs Leute trotz ihres dänischen Wohnsitzes in Pakistan gewählt worden waren. „ Wir Pakistanis in Europa wetteifern untereinander“, sagte er. „ Wir in Dänemark wetteifern mit den Pakistanis in Norwegen und England darum, wer die meisten Bürgermeister-Posten hat.“

Der European Council for Fatwa and Research, dessen Vorsitzender Yusuf al-Qaradawi ist, arbeitet an einer islamischen Verfassung für Europa, die über der nationalen Gesetzgebung stehen soll. Nach Tina Magaard von der Universität Aarhus liegen hinter diesen Ambitionen „ Jahrzehnte von Arbeit.“ Islamische Gruppierungen haben jahrelang daran gearbeitet, die Kontrolle über die Gemeinschaften der moslemischen Einwanderer zu gewinnen und haben in manchen Fällen erreicht, von Regierungsstellen offizielle Anerkennung zu erhalten. Nach Magaard „ sehen die Imame und Islamisten die Kooperation mit staatlichen Institutionen als Machttransfer an. Jetzt sind sie es, die herrschen.“

Auch ohne Islam wäre eine reine Demokratie ohne jegliche Beschränkungen nicht immer eine gute Sache. Man könnte zum Beispiel die Unterstützung einer Mehrheit damit gewinnen, dass man ihnen den Zugriff auf das Geld anderer Leute verspricht. Einmal an der Macht könnte man damit anfangen, alle Beschränkungen aufzulösen, um sich permanente Wiederwahl zu sichern. Im Februar 2007 wurde dem venezuelanischen Präsidenten Hugo Chavez das Recht zugestanden, bei seinen Bemühungen, einen sozialistischen Staat aufzubauen, per Präsidenten-Dekret regieren zu dürfen – etwas, das nach der Meinung von Kritikern Venezuela in Richtung einer Diktatur treibt. Die Präsidentin der Nationalversammlung Cilia Flores applaudierte mit den Worten: „ Vaterland, Sozialismus oder Tod“, während hunderte von Chavez-Anhängern draußen Plakate mit der Aufschrift „ Sozialismus ist Demokratie“ schwenkten.

Bruce Bawer, der Autor des Buches While Europe Slept, hielt fest, dass der Titel des demokratischsten Landes der Welt durch The Economist Intelligence Unit im Jahr 2006 Schweden zugesprochen wurde. Nach Bawer ist das „ für viele Beobachter nicht nur falsch – sondern niederschmetternd, himmelschreiend fehlinformiert. Während zwei Drittel der Schweden es für fraglich halten, dass der Islam mit der westlichen Gesellschaft kompatibel ist, ist dieses Thema schlicht und einfach in der öffentlichen Diskussion nicht zugelassen.“ Um Jonathan Friedman zu zitieren „ ist keine Debatte über die Einwanderungspolitik möglich“, weil Schwedens „ politische Klasse“, welche die öffentliche Debatte kontrolliert, das Thema einfach vermeidet.

Nach Bawer „ führte die Stadt Stockholm eine Umfrage unter Jungen der neunten Klassen in dem überwiegend moslemischen Vorort Rinkeby durch. Die Umfrage ergab, dass im letzten Jahr 17% der Jungen jemanden zum Sex gezwungen hatten, 31 % jemand so schwerwiegend verletzt hatten, dass das Opfer medizinische Versorgung benötigte und dass 24% einen Raub verübt oder ein Auto aufgebrochen hatten. Sensationelle Statistiken – aber in ganz Schweden erschienen sie nur in einem Blättchen, das kostenlos in der U-Bahn verteilt wird. Schweden ist das einzige größere westeuropäische Land, in dessen Legislative es nicht einen einzigen Abgeordneten einer Partei gibt, die der Einwanderungspolitik kritisch gegenübersteht.“

Mitglieder der kleinen Partei der Schweden-Demokraten stehen der extrem offenen Einwanderungspolitik des Landes kritisch gegenüber. Sie können nur selten Sitzungen abhalten ohne schikaniert oder physisch angegriffen zu werden. Das geht mit der schweigenden Zustimmung der schwedischen Eliten schon seit Jahren so. Die schwedische Zeitung Expressen warnte vor dem „ niederschwelligen Terrorismus“ der extremen Linken und Neonazis.

Der Politikwissenschaftler Peter Esaiasson forscht über die Wahlen in Schweden seit 1866. Ihm zufolge gibt es für die organisierten Versuche während der Wahl 2006, Sitzungen zu stören, keine Parallelen in der modernen Geschichte.

Zusätzlich zu dieser Zensur auf der nationalen Ebene, werden wichtige Entscheidungen von den nicht gewählten EU-Bürokraten getroffen. Wenn Demokratie bedeutet, dass die Bürger über die Entscheidung für ihre Zukunft abstimmen, dann ist Schweden keine Demokratie; es ist eine multikulturelle Diktatur. Man kann für eine Vielzahl von Parteien stimmen, aber sie alle unterstützen den gleichen Multikulturalismus und die gleiche Masseneinwanderung. Normale Schweden haben wenig Einfluss auf ihre eigene Zukunft, und Redefreiheit existiert nicht. Aber das Land hat immer noch die formalen Merkmale einer Demokratie: regelmäßig finden Wahlen mit mehreren Parteien statt. Das sollte uns wieder einmal daran erinnern, dass Wahlen nicht automatisch zu einer freien Gesellschaft führen.

Der namhafte Historiker Bernard Lewis, der angeblich großen Einfluss auf die amerikanische Politik, dem Irak „ Demokratie“ zu bringen, hatte, äußerte 2007 gegenüber der Jerusalem Post, dass der Islam bald die vorherrschende Kraft in Europa sein könne. Ironischerweise warnte er davor, dass diese Islamisierung durch „ Einwanderung und Demokratie“ unterstützt werden könne.

In Wien, Österreich, wurde im Dezember 2006 der Nikolaus aus den Kindergärten entfernt: Städtische Beamte bestanden darauf, dass der Anblick einer fremden bärtigen Figur an der Tür bei Kindern Ängste auslösen würde, aber viele beschuldigten sie, dass es sich um einen Kotau vor der wachsenden islamischen Bevölkerung handele.

Die Schlacht um Wien von 1683, in der die ottomanischen Türken von einem von König Jan Sobieski III von Polen angeführtem Heer besiegt wurden, war das letzte Mal, dass es Moslems gelang, den Westen mit herkömmlicher Kriegsführung zu bedrohen. Nach und nach fielen sie aufgrund ihrer technologischen Untüchtigkeit immer weiter zurück, was wiederum in ihrer Feindseligkeit gegenüber dem freien Denken, das die Grundlage jeder Wissenschaft ist, begründet ist. Diese Unterdrückung der Wissbegier ist ihre Achillesferse. Vielleicht haben sie aber schließlich auch die unsere entdeckt. Dieses Mal sind sie bereits in Wien drin.

Schlussendlich waren die Moslems wesentlich erfolgreicher dabei, den demokratischen Westen friedlich zu infiltrieren als sie es jemals bei der Herausforderung des vordemokratischen Westens mittels offener Kriegsführung waren.

Ibn Warraq warnt, dass die Islamisten unsere offene Gesellschaft als ein Mittel zur Infiltration westlicher Gesellschaften sehen. Er fürchtet, dass wir am Ende mit einer Islamisierung der Demokratie da stehen könnten anstatt mit einer Demokratisierung des Islam.

Walid al-Kubaisi, ein Norweger irakischen Ursprungs und Kritiker von Scharia-Befürwortern, glaubt dass Yusuf al-Qaradawi gefährlicher ist als der Terroristenführer Osama bin Laden:

„ In Europa entdeckte die Muslimbruderschaft eine einzigartige Gelegenheit: Die Demokratie. Das demokratische System lässt Raum für Religionsfreiheit und Redefreiheit und finanziert religiöse Gemeinschaften und religiöse Organisationen. Das wurde von der Muslimbruderschaft dazu benutzt, die Gemeinschaften von Moslems zu infiltrieren, Mitglieder zu werben und islamistische Netzwerke, die erst kürzlich sichtbar wurden, aufzubauen.“ Wo bin Laden zu Bomben greift, nutzt al-Qaradawi die Demokratie als trojanisches Pferd. Die Aktivitäten der Bruderschaft werden von Deutschland, England etc. finanziert. Sie erlangen Anerkennung und infiltrieren das demokratische System.

Patrick Poole beschreibt die Diskussion um ein Dokument mit dem Titel “Das Projekt”, das bis dahin der Top-Secret-Welt westlicher Geheimdienste vorbehalten war. Alleine durch die Arbeit von Sylvain Besson, einem mutigen Schweizer Journalisten, gelangten Informationen über „ Das Projekt“ schließlich an die Öffentlichkeit. Es wurde bei einer Razzia in einer Villa in Campione in der Schweiz am 7. November 2001 gefunden.

Unter den beschlagnahmten Dokumenten befand sich ein vierzehnseitiger Plan mit dem Datum vom 1. Dezember 1982, in dem eine Zwölfpunktestrategie für eine langfristige Multiphasen-Annäherung an die „ kulturelle Invasion“ des Westens umrissen war. Unter den empfohlenen Strategien befanden sich die folgenden:

Die Einschleusung ideologisch gefestigter Moslems in westliche Institutionen auf allen Ebenen einschließlich Regierungen, NGOs, privaten Organisationen

Die Nutzung existenter westlicher Institutionen so lange bis sie in den Dienst des Islam gestellt werden können; und

Den Aufbau von Allianzen mit „ progressiven“ westlichen Organisationen, da diese ähnliche Ziele verfolgen.

Sylvain Besson und Scott Burgess liefern ausführliche Vergleiche zwischen Qaradawis Veröffentlichung zu den Prioritäten der islamischen Bewegung in der Phase nach 1990 und Dem Projekt. Sie stellen frappierende Übereinstimmungen zwischen den zwei Dokumenten fest.

Zwischenzeitlich wurde Yusuf al-Qaradawi durch Leute wie Londons Bürgermeister Ken Livingstone als „ Moderater“ gepriesen. Und das ungeachtet der Tatsache, dass Qaradawi Selbstmordattentäter unterstützte und damit prahlt, wie der Islam Europa erobern wird. und die wichtigste Figur bei der Aufstachelung zum Hass während des dänischen Karikaturen-Djiahds 2006 war. Das derzeitige offizielle Oberhaupt der internationalen Muslimbruderschaft Mohammed Mahdi Akef hat erklärt, dass er „ den festen Glauben daran hat, dass der Islam nach Europa und Amerika eindringen wird“.

Gemäß Dr. Rachel Ehrenfeld and Alyssa A. Lappen verwenden die Bruderschaft und ihre Tochterorganisationen die Flexibilitätsstrategie:

„ Diese Strategie ruft Moslems, die sich in der Minderheit befinden, dazu auf, alle ‚legalen’ Mittel anzuwenden, um die von der Mehrheit dominierten nicht-islamischen säkularen und religiösen Institutionen zu infiltrieren, beginnend bei den Universitäten. Als Ergebnis kommen ‚islamisierte’ Moslems und Nicht-Moslems mit akademischem Abschluss auf den Arbeitsmarkt der Nation, einschließlich des Regierungs- und Verwaltungssektors, wo sie Polizei und Justiz, Geheimdienste, Militär, Außen- und Finanzverwaltung unterwandern.“

Lorenzo Vidino schreibt über die Eroberung Europas durch die Muslimbruderschaft: „ Seit den frühen 1960er Jahren sind Mitglieder und Sympathisanten der Muslimbruderschaft nach Europa gezogen und haben langsam aber unermüdlich ein umfangreiches und gut organisiertes Netzwerk aus Moscheen, Wohlfahrtsverbänden und islamischen Organisationen eingerichtet.“ Vidino führt weiter aus: „ Die ultimative Ironie ist, dass Hassan al-Banna, der Gründer der Muslimbruderschaft davon träumte, den Islamismus in Ägypten und der islamischen Welt auszubreiten. Er hätte wohl nicht im Traum daran gedacht, dass seine Vision auch in Europa Realität werden könnte.“

Douglas Farah hat die weitgehend erfolgreichen Bemühungen islamischer Gruppen dokumentiert, im Westen im großen Umfang Immobilien zu kaufen. „ Wir haben keinen Plan. Sie hingegen schon. Die Geschichte zeigt, dass diejenigen, die planen, voraussehend vorgehen und einen zusammenhängende Strategie haben, normalerweise gewinnen. Wir gewinnen nicht.“

Teil 5

19.5.07 08:48
 


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