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Die Zukunft gehört dem Islam

Originalauszug auf Macleans.Ca

Die islamische Welt hat junge Menschen, Bevölkerungszahlen und globale Ambitionen. Der Westen altert, wird kraftlos und es fehlt ihm an dem Willen, jene, die ihn ersetzen wollen, zurückzudrängen. Es ist das Ende der Welt, wie wir sie kennen.

Ein Auszug aus 'America Alone' von

MARK STEYN:

Der 11. September 2001 war nicht "der Tag, an dem sich alles änderte", sondern der Tag, an dem offenbar wurde, wieviel sich bereits geändert hatte. Wie viele Journalisten hatten wohl am 10. September den Council of American-Islamic Relations (CAIR) oder den kanadischen Islamic Congress or den Muslim Council Großbritanniens in ihren Adressbüchern? Wenn man behauptet hätte, dass die Frage, ob etwas beileidigend für Moslems ist oder nicht, zur zentralen und obersten politischen Dynamik in Dänemark, Schweden, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Großbritannien werden würde, hätten die meisten Leute einen für verrückt gehalten. Doch an diesem Dienstagmorgen tauchte die Spitze des Eisbergs auf und brachte die Zwillingstürme zum Einsturz.

Und das sind die sieben Achtel unter der Wasseroberfläche -die umfangreicheren Kräfte, die in der entwickelten Welt am Werk sind und die Europa so kraftlos werden ließen, dass es unfähig ist, seiner unerbittlichen Verwandlung zu Eurabia etwas entgegenzusetzen, Kräfte, welche die Zukunft großer Teile vom Rest der Welt in Frage stellen. Die Schlüsselfaktoren sind: der demographische Rückgang, die mangelnde Zukunftsfähigkeit des demokratischen Sozialstaats und zivilisatorisches Ausgebranntsein.

Fangen wir mit der Demographie an, weil damit alles anfängt:

Wenn in Ihrer Schule 200 Jungs sind und sie gegen eine Schule mit 2000 Jungs spielen, dann heißt das noch nicht, dass ihr Baseball-Team unbedingt verlieren muss, aber die anderen Spieler haben auf jeden Fall von Anfang an einen gewaltigen Vorteil. Vergleichbar hat für den Fall, dass sie eine Revolution planen, diese keine sehr großen Erfolgsaussichten, wenn Sie nur sieben Revolutionäre haben - die darüberhinaus alle über 80 sind. Aber wenn Sie 2.000.007 Revolutionäre haben, die alle unter 30 sind, dann sind Sie im Geschäft.

Zum Beispiel frage ich mich, wie viele von denen, die sich schulmeisterlich zum "Nahostprozess" auslassen, sich jemals mit diesen Zahlen beschäftigt haben.

Das Durchschnittsalter im Gazastreifen beträgt 15,8 Jahre.

Wenn man sich das erst einmal bewusst gemacht hat, besteht der Rest aus Details. Wenn Sie ein "moderater Palästinenserführer" wären, würden sie dann versuchen wollen, eine Nation - oder eine Pseudo-Nation - voller arbeitsloser, schlecht ausgebildeter Teenager, die in einem von der UNO betreuten und von den Europäern finanzierten Todeskult aufgewachsen sind, zu überzeugen, Vernunft anzunehmen? Jegliche Analyse des "Palästinenserproblems", die diesen wichtigsten grundlegenden Faktor nicht berücksichtigt, ist Zeitverschwendung.

Ebenso ist es das herausragendste Merkmal Europas, Kanadas, Japans und Russlands, dass diesen Ländern die Babies ausgehen. Was in der entwickelten Welt vor sich geht, ist eine der rasantesten demographischen Entwicklungen der Geschichte: die meisten von uns haben Millionen von herzerwärmenden Ethno-Komödien gesehen - Meine große griechische Hochzeit und die ganze Familie - in denen ein verklemmter Amerikaner angelsächsischer Herkunft (WASP=white Anglosaxon Protestant), anfängt, mit einem Mädchen aus einer großen, herzlichen und fruchtbaren mediterranen Familie auszugehen; einer Familie, die so überreich mit Schwestern, Cousins und Onkels gesegnet ist, dass diese kaum in einen Raum passen. In Wirklichkeit ist das die exakte Umkehrung der Wahrheit. Griechenland hat eine Fertilitätsrate, die bei 1,3 Geburten pro Paar herumdümpelt, was Demographen als den Punkt "allerniedrigster" Fruchtbarkeit bezeichnen, von der sich eine Gesellschaft jemals wieder erholt hat. Und die Geburtenrate Griechenlands ist noch die beste im mediterranen Europa: Italien hat eine Fruchtbarkeitsrate von 1,2 - die Spaniens liegt bei 1,1. Wenn heutzutage überhaupt noch irgendwelche Bürger in der entwickelten Welt "große" Familien haben, dann sind es die der angelsächsischen Demokratien. Amerikas Fruchtbarkeitsrate liegt bei 2,1, die Neuseelands knapp darunter. Hollywood sollte Komödien mit dem Titel "Meine riesengroße anglo-protestantische Hochzeit" produzieren, in denen ein trauriger griechischer Junge in eine große, herzliche, neuseeländische Familie einheiratet, wobei die Braut sogar einen Bruder oder eine Schwester hat.

Das ist - wie gesagt - keine Zukunftsprognose, es passiert hier und jetzt. Man muss nicht extrapolieren, und wenn man es tut, wird es ein bisschen irr, aber - just for fun - hier ist das Ergebnis: 2050 werden 60 Prozent der Italiener keine Brüder, keine Schwestern, keine Cousins, keine Kusinen, keine Tanten, keine Onkel haben. Die italienische Großfamilie, wo der Papa den Wein eingießt und la Mamma Pasta an einem endlos langen Tisch voller Großeltern, Nichten und Neffen, austeilt, wird verschwunden sein. Nicht mehr da, tot wie die Dinosaurier. Wie Noel Coward einmal in einem anderen Zusammenhang bemerkte. "Funiculi, funicula, funick dich selber" In der Mitte des Jahrhunderts werden die Italiener diesbezüglich keine andere Wahl mehr haben.

Experten sprechen über Grundursachen. Aber die Demographie ist die allergrundlegendste Ursache von allen. Ein Volk, das sich nicht fortpflanzen will, kann nicht weiterkommen. Diejenigen, die's tun, werden das Zeitalter, in dem wir leben, gestalten.

Der demographische Rückgang und die mangelnde Zukunftsfähigkeit des demokratischen Sozialstaats sind eng miteinander verbunden. In Amerika beschweren sich die Politiker, die sich über das staatliche Haushaltsdefizit aufregen, darüber, dass wir Schulden anhäufen, die unsere Kinder und Enkel abzahlen müssen. In Europa jedoch sind die unerschwinglichen Ansprüche noch in einem viel übleren Zustand: es gibt nicht einmal Kinder und Enkel, denen man sie aufhalsen könnte.

Man könnte es auch so formulieren:

Alter und Wohlfahrt = Unheil für dich

Jugend und Willen = Unheil für jeden, der dir in die Quere kommt.

Mit "Willen" meine ich im übertragenen Sinne das Rückgrat einer Kultur. Afrika - um ein anderes Beispiel zu nehmen - hat auch Massen junger Menschen, aber es ist von AIDS befallen und zum größten Teil empfinden sich Afrikaner selbst auch nicht als Afrikaner: Wir haben in Ruanda gesehen, dass sie ihre Identität in erster Linie aus der Stammeszugehörigkeit schöpfen und die meisten Stämme haben keine globalen Ambitionen. Der Islam hingegen hat ernsthafte globale Ambitionen und er bildet auch die oberste Kern-Identität der meisten seiner Anhänger - im Nahen Osten, Südasien und anderswo.

Der Islam hat die Jugend und den Willen, Europa hat das Alter und die Wohlfahrt.

Wir wind Zeitzeugen des Endes des immer weiter fortschreitenden demokratischen Sozialstaats aus dem späten 20. Jahrhundert. Sein fiskalischer Bankrott ist lediglich ein Symptom eines viel tiefer liegenden Bankrotts: Seine Unzulänglichkeit als beseelendes Prinzip einer Gesellschaft. Die Kinder und Enkel der Faschisten und Republikaner, die einen erbitterten Bürgerkrieg um die Zukunft Spaniens fochten, nehmen es heute schulterzuckend hin, wenn eine Handvoll Ausländer ihre Hauptstadt in die Luft sprengen. Selbst zu träge dazu, wenigstens Bedingungen zu stellen, kapitulieren sie umgehend. Auf der anderen Seite der Gleichung ist der moderne multikulturelle Staat ein zu verwässertes Konzept, um große Zahlen von Einwanderern an das Land zu binden, dessen Staatsbürgerschaft sie auf dem Papier haben. Also sehen sie sich anderweitig um und finden den Djihad. Das panislamische Identitätsgefühl im Westen lebender Moslems ist nur das erste Wichtige in einer Welt, in der globalisierte Geisteskrankheiten den Platz einnehmen, den der althergebrachte Nationalismus vorher innehatte.

Für Staaten mit demographischer Rückläufigkeit und immer verschwenderischeren Sozialprogrammen, stellt sich eine ganz einfache Frage: Können sie in der Wirklichkeit ankommen? Können Sie erwachsen werden, bevor sie alt werden? Wenn nicht, dann werden sie das Ende ihrer Tage in Gesellschaften erleben, die von Menschen mit einer höchst unterschiedlichen Weltanschauung dominiert werden.

Was uns zum dritten Faktor bringt: dem kraftlosen Zustand der westlichen Welt, dem Gefühl gelangweilten zivilisatorischen Überdrusses von Nationen, die sich viel zu sehr im Kulturrelativismus verfangen haben, um zu verstehen, was auf dem Spiel steht. Und wie es der Zufall will, ist dieser dritte Punkt eng mit den beiden ersten verbunden. Amerikanern fällt nicht immer auf, dass es eine Verbindung zwischen dem "Krieg gegen den Terror" und den sogenannten "Taschenbuchausgaben" der Innenpolitik gibt. Aber die Korrelation zwischen der strukturellen Schwäche des sozialdemokratischen Staates und dem globalen Aufstieg des Islam existiert. Der Staat hat Stück für Stück all die Verantwortlichkeiten des Erwachsenenlebens an sich gerissen - Gesundheitsfürsorge, Kinderbetreuung, Seniorenbetreuung - bis hin zu dem Punkt wo er im Endeffekt seine Bürger den menschlichen Grundinstinkten entfremdet hat - nicht zuletzt dem Überlebensinstinkt. Was Amerika angeht, ist nicht das Haushalts"defizit" das Problem; es sind die Regierungsprogramme, die dieses Defizit verursachen. Diese Programme wären sogar auch dann falsch, wenn Bill Gates jeden Monat einen Scheck ausstellen würde, um sie zu bezahlen. Sie zersetzen die Eigenverantwortung der Bürger bis hin zu einem Ausmaß, das sich als fatal erweisen könnte. Big Government ist eine Bedrohung der nationalen Sicherheit: sie erhöht die Verletzlichkeit gegenüber Bedrohungen wie dem Islamismus und macht es unwahrscheinlicher, dass man in der Lage ist, den Willen aufzubringen, sie abzuwehren. Wir sollten diese Lektion am 11. Septemer 2001 gelernt haben, als das Big Government viel Zeit verplemperte und die einzig guten Nachrichten des Tages die Ad hoc-Bürgerwehr der Passagiere von Flug 93 waren.

Zu Ende des 20. Jahrhunderts waren zwei Kräfte am Werk: Im Ostblock der Zusammenbruch des Kommunismus, im Westen der Zusammenbruch des Vertrauens. Eines der nahe liegendsten Gegenargumente zu Francis Fukuyamas These vom Ende der Geschichte (The End of History) - die er zum Sieg der liberalen pluralistischen Demokratie über den Sowjetkommunismus schrieb - ist, dass die Sieger ihn nicht als Sieg sahen. Amerikaner - oder zumindest die Amerikaner, die nicht die Demokraten wählen - sprechen möglicherweise schon darüber, dass der Kalte Krieg "gewonnen" wurde, aber die Franzosen und Belgier, die Deutschen und Kanadier tun das nicht. Nur sehr wenige Briten tun's. Formal sind das alles NATO-Bündnispartner - sie waren waren eigentlich auf der Siegerseite gegen eine entsetzliche Tyrannei, unter der nur sehr wenige selber leben wollten. In Europa gab es ganz zu Anfang ein Gefühl der Euphorie: Es war schwer, angesichts der Massen, die durch die Berliner Mauer drängten, ungerührt zu bleiben, insbesondere weil so viele davon gutaussehende Kommunistenmädels waren, die scharf darauf waren, ein Carlsberg oder Stella Artois auch noch mit dem hinterletzten langweiligsten hässlichsten Imperialisten zu trinken. Aber sowie der Augenblick verblasste, gab es auf dem Kontinent nicht das Gefühl, dass unsere Große Idee deren Große Idee geschlagen hatte. Es ist beim besten Willen kaum möglich, den Bürgern von Frankreich oder Italien zugute zu halten, dass sie in irgendeiner Weise ernsthaft was dazu beigetragen haben, den Kommunismus zu besiegen. Im Gegenteil, Millionen von ihnen haben ihn jahraus jahrein gewählt. Und mit dem Ende der existentiellen Bedrohung durch die Sowjetunion beschleunigte sich die Entkräftung des Westens nur noch.

In Thomas P. M. Barnetts Buch Blueprint For Action, wird Robert D. Kaplan, ein sehr scharfsinniger Beobachter globaler Vorgänge, damit zitiert, dass er die gesetzlosen Ränder der Welt als "Indianergebiete" bezeichnet. Das ist ein skurriler Witz, aber er führt in die Irre. Der Unterschied zwischen den alten Indianergebieten und den neuen ist der folgende: Niemand musste sich Sorgen machten, dass die Sioux die Fifth Avenue hoch reiten. Heute kann ein Kerl vom Arsch der Welt mit ein paar hundert Kröten in der Tasche und seiner Kreditkarte innerhalb von Stunden im Herzen der Metropole stehen.

Und es gibt noch einen weiteren Unterschied: in den alten Tagen siedelte der weiße Mann in den Indianergebieten. Heute siedeln die Anhänger radikaler Imame vom Arsch der Welt in den Metropolen.

Und noch ein Unterschied: die Technologie. In den alten Tagen hatten die Injuns Pfeil und Bogen und die Kavallerie hatte Gewehre. In den Indianergebieten von heute haben Länder, die nicht mal ihre eigene Bevölkerung ernähren können, Nuklearwaffen.

Aber davon abgesehen maßt sich schon alleine der Ausdruck "Indianergebiete" an, dass diese Gebiete vom Arsch der Welt innerhalb der Grenzen der geordneten Welt gelangen. Tatsächlich waren viele der heutigen "Indianergebiete" vor ein oder zwei Generationen noch relativ geordnet - Westafrika, Pakistan, Bosnien. Obwohl Osteuropa, Lateinamerika und Teile von Asien heute freier sind als in den 70er Jahren, haben sich andere Schneisen gebildet, die in den Sog einer Rückwärtsspirale gerieten. Was ist wahrscheinlicher? Dass die unter Druck stehenden Teile der Welt sich in ein postkommunistisches Polen oder ein postkommunistisches Jugoslawien verwandeln? In Europa begünstigt der demographische Druck das letztere.

Die Feinde, denen wir uns in Zukunft gegenübersehen werden, werden sehr viel Ähnlichkeit mit Al Kaida haben: transnational, globalisiert, mit lokalen Franchise-Niederlassungen und stark zergliedert - aber durch eine machtvolle gemeinsame länder- und kontintentübergreifende Identität miteinander verbunden. Es werden keine Nationalstaaten sein und sie werden auch kein Interesse daran haben, Nationalstaaten zu werden, obwohl sie Nationalstaaten eventuell wie in Afghanistan und später in Somalia als eine Art Hülle benutzen können. Der Djihad mag der erste sein, aber andere transnationale Missbildungen werden ähnliche Techniken anwenden. Es ist unwahrscheinlich, dass Institutionen vom 10. September wie die UNO und die EU effektive Antworten darauf finden werden.

Wir können nicht darüber sinnieren, was für Konsequenzen diese demoghraphischen Trends haben werden, aber unbekümmert zu behaupten, sie hätten überhaupt keine, ist lächerlich. Auf der Grundlage der Demographie lässt sich beispielsweise der entscheidende Unterschied darin erklären, was der "Krieg gegen den Terror" für Amerikaner und Europäer bedeutet: In den USA ist dieser Krieg etwas, was im heimtückischen Sand des Sunnitischen Dreiecks oder in den Höhlen des Hindukusch ausgefochten wird; man geht an ferne Orte und bringt dort fremde Menschen um. In Europa hingegen ist es ein Bürgerkrieg. Neville Chamberlain sprach, als der die Tschechoslowakei aufgab, von ihr als einem "weit entfernten Land, über das wir wenig wissen." Dieses Mal stellte sich für große Teile Westeuropas heraus, dass das "weit entfernte Land, von dem sie nichts wussten", ihr eigenes war.

Nach vier Jahren "Krieg gegen den Terror" fing die Regierung Bush an, eine neue Formulierung zu bevorzugen: "Der lange Krieg." Kein gutes Zeichen. In einem kurzen Krieg sollte man sein Geld in Panzer und Bomben investieren. In einem langen Krieg zahlen sich starker Wille und Manpower aus. Je länger der Krieg dauert, desto schwieriger wird es werden, denn es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, gegen fortschreitende demographische, ökonomische und geopolitische Einflüsse auf die Siegchancen. Mit "demographisch" meine ich die hohe Geburtenrate in der islamischen Welt, die dazu führen wird, dass der winzige Jemen bis zur Mitte des Jahrhunderts bevölkerungsreicher sein wird als das riesengroße leere Russland. Mit "ökonomisch" meine ich den Orkan, den die Europäer noch innerhalb dieses Jahrzehnts erleben werden, weil ihre aufwändigen Sozialstaaten mit ihren postchristlichen Geburtenraten nicht mehr aufrecht zu erhalten sind. Mit "geopolitisch" meine ich, dass man, wenn man denkt, die Vereinten Nationen und andere internationalen Organisationen heute schon abgeneigt gegen Amerika sind, einfach nur ein paar Jahre abwarten sollte, um zu sehen, was für eine Unterstützung von einem halb-islamisierten Europa kommt.

Fast jede geopolitische Herausforderung der Jahre, die vor uns liegen, hat ihre Wurzeln in der Demographie, aber nicht jede demographische Krise wird sich in der gleichen Weise auswirken. Das macht es sogar noch problematischer, irgendetwas dagegen zu unternehmen - eben weil die Reaktionen der verschiedenen Länder auf ihre eigenen internen Zustände sich wahrscheinlich destabilisierend auf die internationale Szene auswirken werden. In Japan spielt sich die demographische Krise quasi unter Laborbedingungen ab - es gibt keine Faktoren, die zusätzliche Komplikationen bringen, in Russland wird sie durch die Beziehungen des Landes zu einem übervölkerten Nachbarstaat - China - bestimmt werden; und in Europa sind die neuen Eigentümer schon eingezogen - wie ein Mieter mit Vorkaufsrecht.

Fangen wir mit dem am meisten überalterten Gebiet des Planeten an. In Japan ist die aufgehende Sonne bereits in die nächste Phase des lang andauernden Sonnenuntergangs eingetreten: Netto-Bevölkerungsverlust. 2005 war das erste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, in dem das Land mehr Todesfälle als Geburten zu verzeichnen hatte. Japan bietet die Möglichkeit, die demographische Todesspirale in seiner reinsten Form zu beobachten. Es ist ein Land ohne Einwanderung, ohne signifikante Minderheiten, das auch nicht Ziel von Begehrlichkeiten anderer ist: es gibt nur die Japaner, die älter werden und dahinschwinden.

Zunächst einmal hört sich das gar nicht so übel an: Im Vergleich zu den Vereinigten Staaten sind die meisten fortschrittlichen Gesellschaften überbevölkert. Wenn man in einem überfüllten Apartment in einer lauten, verkehrsreichen Stadt lebt, scheint die Aussicht darauf, ein paar hunderttausend Menschen zu verlieren, eine gute Sache zu sein. Die Schwierigkeit in einem modernen demokratischen Sozialstaat liegt darin, welche Menschen man verliert: Schon jetzt stellt gemäß der Japan Times, "die Entvölkerung die Regierung vor drückende Herausforderungen an der sozialen und wirtschaftlichen Front, einschließlich der Sicherstellung von Sozialabgaben und Arbeitskräften." Um ein Beispiel zu nennen, hat der Mangel an Kindern zu einem Mangel an Geburtshelfern geführt. Warum sollte ein talentierter und ehrgeiziger Medizinstudent den Wunsch verspüren, sich auf ein derart rückläufiges Fachgebiet zu spezialisieren? Im Ergebnis hat das dazu geführt, dass in manchen Gebieten Japans Gebären zu einer Frage des Timings wurde. Auf der Insel Oki sollte man versuchen, die Wehen auf Montag Morgen zu planen. Da ist die Wöchnerinnenstation geöffnet - erster Tag der Woche, 10 Uhr morgens, wenn eine Geburtshelferin mit dem Flugzeug anreist, um die Schwangeren zu betreuen, die zufällig da sind. Und um 17.30 fliegt sie wieder ab. Wenn man also so unvorsichtig ist, die Geburt zwischen Dienstag und Sonntag zu legen, ist man gezwungen, in einen Hubschrauber zu klettern und wegzuschwirren, um alleine in einem fremden Krankenhaus zu gebären, ohne von den nervigen Liebsten umgeben zu sein. Lehrt man in den Vorbereitungskursen für eine sanfte Geburt auf Oki inzwischen, die Atmung am Schwirren der Rotorblätter eines Hubschraubers auszurichten?

Die letze Geburtshelferin verließ die Insel 2006 und die Gesundsheitsbehörde erwartet keine neue mehr. Zweifellos können wir uns alle daran erinnern, über die Jahre hinweg ähnliche Geschichten aus abgelegenen Gebieten Amerikas, Kanadas und Australien gelesen haben. Aber warum sollte ein Dorf mit ein paar hundert Leuten schließlich auch ein großes medizinisches Versorgungssystem haben? Oki jedoch hat eine Bevölkerung von 17.000 und trotzdem sind keine Geburtshelfer da: Geburtshilfe ist ein aussterbender Geschäftszweig.

Was wird also geschehen? Es gibt einige Szenarien: Was immer die Japaner auch über Einwanderung denken wollen, ein Land mit einer großartigen Infrastruktur wird sich nicht lange leeren, keine Fabrik, die auf dem neuesten Stand der Technik ist und bankrott geht, wird lange leerstehen. Irgendwann kommt der Punkt, wo jemand anderes in die Fabrik namens Japan einziehen wird.

Und die Alternative? In The Children Of Men, P.D. James Schreckensvision einer unfruchtbaren Welt, gibt es spezielle Puppen für Frauen, deren Mutterinstinkt unerfüllt bleibt: Vorgetäuschte Mütter gehen mit ihren künstlichen Kindern auf den Straßen spazieren oder zu den Schaukeln in den Parks. In Japan ist das kein Stoff für eine Schreckensvision mehr. Zu Beginn des Jahrhunderts haben die Spielzeughersteller festgestellt, dass sie ein Problem haben: Spielzeuge sind für Kinder und Japan hat nicht viele davon. Was also blieb zu tun? 2005 begann Tomy mit der Produktion einer neuen Puppe namens Yumel - ein Junge im Babyalter mit einer Auswahl von 1.200 Sätzen, der als Gefährte für Senioren dient. Er sagt nicht nur die üblichen Dinge - "Ich hab' dich lieb" - sondern stellt auch Fragen, die einem die Enkelkinder stellen würden, wenn man denn welche hätte: "Warum haben Elefanten so lange Nasen?" Yumel gesellt sich zu einem Freund, dem kuscheligen Ifbot, ein Spielzeug auf dem Gesprächsniveau eines fünfjährigen Kindes, bei dessen Herstellung mit gewohnter japanischer Effizienz darauf geachtet wurde, dass es gerade ausreichend Geplapper produziert, damit die alten Knacker nicht senil werden. Das scheint mir die passende Schlussbemerkung zum Sozialstaat zu sein: in einer kindischen, infantilisierten, egozentrischen Gesellschaft, in denen Erwachsenen alle Verantwortung abgenommen wurde, muss man niemals aufhören, mit Spielzeugen zu spielen. Wir sind selber die Kinder, die wir nie hatten.

Und warum sollte man es damit schon bewenden lassen? Ist es wahrscheinlich, dass eine immer kleiner werdende Zahl junger Menschen ihre aktiven Jahre damit verbringen wollen, sich um eine immer größer werdende Zahl alter Menschen zu kümmern? Oder wird es einfacher sein, all die innovative japanische Technologie zu einem guten Zweck zu verwenden und den Schritt in die postmenschliche Zukunft hin zu Mr. Roboto zu machen? Was wird sich für die regierende Klasse wohl als einfacher darstellen? Eine verhätschelte Bevölkerung von der Mutterbrust des guten Lebens zu entwöhnen und ihnen die verlorenen biologischen Antriebskräfte wieder beizubringen oder Sony die Lizenz zu geben, zu Clony zu werden?

Wenn Sie sich selber rechtfertigen wollen, können sie auf Grafiken zurückgreifen und sagen, der demographische Rückgang ist universell. Es ist wie mit der Industrialisierung vor ein paar Jahrhunderten; jeder bekommt sie letzten Endes, aber die ersten, die sei einführen, werden riesige Vorteile haben: der relevante Vergleich ist nicht der mit der Bevölkerungsexplosion im England des frühen 19. Jahrhunderts sondern der mit der industriellen Revolution in England. Im Industriezeitalter waren Arbeitskräfte entscheidend. Im neuen Technologiezeitalter sind Arbeitskräfte nur eine Option - und wenn dann tatsächlich die meisten der verfügbaren Arbeitskräfte Moslems sind, wirkt sich das sogar nachteilig aus. Wie es aussieht wird wahrscheinlich die fortschrittlichste Gesellschaft mit der am weitesten fortgeschrittenen demographischen Krise - Japan - das erste Gebiet sein, in dem Roboter und Klone bereitwillig angenommen werden und die sich damit auf den schlüpfrigen Abhang in die Transhumanität begibt.

Der demographische Anfang muss nicht auch das letzte Wort sein. 1775 schrieb Benjamin Franklin einen Brief an Joseph Priestly, in dem er vorschlug, ein gemeinsamer englischer Freund möge doch seinen Verstand auf die Rätsel lenken, mit der sich die Krone konfrontiert sah:

Großbritannien hat 3 Millionen Pfund dafür ausgegeben, bei diesem Einsatz 150 Yankees zu töten, was 20.000 Pfund pro Kopf ausmacht.... In der gleichen Zeit sind in Amerika 60.000 Kinder geboren worden. Aus diesen Daten kann er mit seinem mathematischen Gehirn leicht errechnen, wieviel Zeit und Geld es kosten wird, uns alle zu töten.

Franklin hat ganz offensichtlich zu sehr vereinfacht. Nicht jeder amerikanische Kolonist sah sich selber als Rebell. Nach der Revolution gab es massive Bevölkerungsverschiebungen: Wie "die Königstreuen", die United Empire Loyalisten, ganz genau wissen, zogen große Zahlen von New Yorkern weg und ließen sich in dem Gebiet nieder, das heute Ontario umfasst. Manche amerikanischen Schwarzen waren so begierig darauf, Untertanen von König George III zu bleiben, dass sie bis nach Sierra Leone umzogen. Für andere verdrängte die neue Identität als Amerikaner die Untertanentreue gegenüber der Krone. Die Frage für das Europa von heute ist, ob die Identität ihrer am schnellsten wachsenden Bevölkerungsschicht islamisch oder belgisch sein wird, islamisch oder holländisch, islamisch oder französisch.

Und hier kommt das zivilisatorische Vertrauen ins Spiel: Wenn "holländisch sein" oder "französisch sein" schwächlich und kraftlos zu sein scheint, dann wird die stärkere Identität siegreich bleiben. Man kann noch mehr Analogien zwischen Amerika zur Zeit der Revolution und dem zeitgenössischen Europa ziehen: Die Königstreuen, die United Empire Loyalisten waren älter und wohlhabender, die Rebellen waren jünger und ärmer. Am Ende fehlte es den letzteren schlicht und einfach an der Willenskraft der letzteren.

Europa hat wie Japan katastrophale Geburtenraten und eine anschwellende, verhätschelte, ältliche Klasse, die fest entschlossen ist, in Missachtung jeglicher ökonomischer Realität zu leben. Aber der Unterschied ist, dass die Nachfolgebevölkerung bereits anwesend ist und dass die einzige Frage, die sich noch stellt, die ist, wie blutig sich die Landübergabe gestalten wird.

Wenn Amerikas "Verbündete" nicht in der Lage sind, die Bedeutung von 9/11 zu erfassen, liegt das daran, dass sich Europas hausgemachte Terrorismusprobleme - wie zum Beispiel die in Nordirland oder im Baskenland - alle innerhalb bekanntermaßen statischer Bevölkerungen abgespielt haben. Man konnte ziemlich zuverlässige Vorausberechnungen darüber anstellen, wie wahrscheinlich es war, Nordirland auf etwas zu halten, was die zynischen Strategen in der Regierung Ihrer Majestät, als "akzeptablen Gewalt-Level" zu bezeichnen pflegten. Aber in den gleichen drei Jahrzehnten, in denen es "Trouble" in Nordirland gab, wurden die bis dahin moderaten islamischen Bevölkerungen Südasiens von einer politisierten Form des Islam radikalisiert; vormals formal nicht-islamische Gesellschaften wie die von Nigeria wurden halb-islamistisch und riesige islamische Bevölkerungen ließen sich in Teilen Europas nieder, die bis dahin kaum oder keine Erfahrungen mit Masseneinwanderung hatten.

Auf dem Kontinent und auch sonst überall im Westen, altern und verblassen die einheimischen Bevölkerungen und werden unerbittlich von einer jungen islamischen Demographie verdrängt.

Jetzt wird's Zeit für die oblagatorischen "Natürlichs" : Natürlich sind nicht alle Moslems Terroristen - obwohl genug von ihnen scharf darauf sind, dass der Djihad ihnen ein eindrucksvolles Moscheen-Netzwerk von Wien bis Stockholm, von Toronto bis Seattle herbeischafft. Natürlich unterstützen nicht alle Moslems Terroristen - obwohl genug von ihnen deren grundlegende Ziele teilen ( den Wunsch, in Europa und Amerika unter islamischem Gesetz zu leben), wobei sie entweder wissentlich oder auch nicht als der gute Bulle in einem islamischen Guter-Bulle-Böser-Bulle-Spiel fungieren. Aber zuallermindest bietet diese rasante demographische Transformation eine riesige Komfortzone, in der der Djihad sich ausbreiten kann. Und wenn man es etwas tiefergehend betrachtet, rationalisiert er etwas, was man ansonsten einfach nur komplett verrückte Forderungen von Terroristen wären. Wenn ein IRA-Mann einen Pub in die Luft jagt, tut er das im Widerspruch zur demokratischen Realität - weil er weiß, dass an der Wahlurne die königstreuen Nordiren die Wahlen gewinnen und die irischen Republikaner verlieren werden. Wenn ein europäischer Djihadist etwas in die Luft jagt, dann ist das nicht im Widerspruch zur demokratischen Realität, sondern nur ein böses Omen für die kommende demokratische Realität. Er spielt mit der Waffe, aber die Dinge entwickeln sich in jeder Hinsicht zu seinen Gunsten.

Vielleicht erinnern Sie sich vage daran, dass Sie Ende 2005 in den Abendnachrichten brennende Autos gesehen haben. Irgendetwas geht anscheinend in Frankreich vor sich. Etwas das mit --- wie war noch mal das Wort? -- "Jugendlichen" zu tun hat. Als ich mich über den merkwürdigen Widerwillen der Medien ausließ, das M-Wort für die randalierenden "Jugendlichen" zu gebrauchen, erhielt ich tonnenweise Emails, in denen argumentiert wurde, es wäre keine islamistische Komponente dabei, das wären nicht die Leute aus den Madrassen, sie mögen zwar Moslems sein, aber sie wären säkular und verwestlicht, stünden auf Drogen und Rap und inhaltslosen Sex ohne Gefühl, und würden randalieren und plündern und abfackeln und zerstören gerade so wie das eben jeder gesunde, normale westliche Teenager tut. Diese Jungs hätten wirtschaftliche Anliegen, es wäre der Mangel an Jobs, die Zustände, die sie Frankreich entfremden, usw. Wie ein Schreiber meinte: "Du Rechtsradikaler mit deinem Hirn voller Scheiße denkst, alles wäre nur Djihad."

In Wirklichkeit denke ich nicht, dass alles nur Djihad ist. Aber ich denke sehr wohl, wie ich sagte, dass gut 90 Prozent von allem auf Demographie zurückzuführen sind. Nehmen sie nur die Art und Weise, wie die Medien diese französischen Randalierer bezeichnen: "Jugendliche". Was ist das herausragende Merkmal von Jugendlichen? Sie sind jung. Nur sehr wenige Menschen in den Achtzigern wollen jede Nacht Renaults anzünden. Es ist nicht leicht, einen Molotowcocktail in eine Polizeistation zu werfen und dann mit der Gehhilfe quer über die Straße weg zu humpeln, bevor die sengende Hitze der Explosion das künstliche Hüftgelenk zerschmilzt. Ziviler Ungehorsam ist ein Spiel für junge Männer.

Im Juni 2006 stieg ein 54 Jahre alter flämischer Lokführer namens Guido Demoor in den Bus Nummer 23 in Antwerpen, um zur Arbeit zu fahren. Sechs - wie war das Wort nochmal? - "Jugendliche" stiegen in den Bus und begannen, die anderen Fahrgäste einzuschüchtern. Es waren ungefähr 40 Fahrgäste im Bus. Aber die "Jugendlichen" waren jung und die anderen Fahrgäste waren das etwas weniger. Dennoch forderte Herr Demoor die Jungs auf, das zu unterlassen und so wandten sie sich ihm zu, schlugen und traten ihn. Von den anderen 40 Fahrgästen griff keiner ein und half dem attackierten Mann. Stattdessen nahmen an der nächsten Haltestelle 30 der 40 Reißaus und überließen Herrn Demoor seinem Schicksal. Er wurde tot geschlagen. Drei "Jugendliche" wurden verhaftet und erwiesen sich - welche Überraschung! - als marokkanischer Herkunft. Der Anführer entkam und trotz der Zusage vollkommener Vertraulichkeit seitens der Polizei, kamen von jenen 40 Fahrgästen nur vier zum Gespräch mit den Ermittlern. "Man hat ja gesehen, wohin es führt, wenn man eingreift" sagte ein Eisenbahnerkollege gegenüber der belgischen Zeitung De Morgen. "Wenn Guido seinen Mund nicht aufgemacht hätte, wäre er immer noch am Leben."

Nein, wäre er nicht. Er wäre genau so tot wie es jene 40 Fahrgäste sind, wie der belgische Staat ist, mit gesenktem Kopf, Augenkontakt vermeidend, auf dem Sitzplatz hinter einer Zeitung zusammengekauert und in der Hoffnung, in Ruhe gelassen zu werden. Welche Zukunft haben Herrn Demoors zwei Kinder in "ihrem" Land? Meine Mutter und Großeltern kamen aus Sint-Niklaas, einer Stadt, an die ich mich von Besuchen in der Kindheit gut erinnere. Wenn wir bei Großtanten und anderen Verwandten wohnten, gab es dort keine Badezimmer in den Obergeschossen der Reihenhäuser, nur Nachttöpfe. Meine Schwester und ich durften zusammen mit unserem kleinen Cousin stundenlang ganz alleine in den Kopfsteinpflasterstraßen herumstreunen, wo wir ziellos herumwanderten, an verrauchten Bars und Cafés vobeikamen und ab und zu Pommes frites mit Mayonnaise kauften. In der Woche bevor Herr Demoor in aller Öffentlichkeit ermordet wurde, blieben die Busfahrer von Sint-Niklaas der Arbeit fern, um gegen das Rowdytum der -- und hier kommt's schon wieder - "Jugendlichen" zu protestieren. In wenig mehr als einer Generation hat sich eine Stadt so gewandelt.

Von der ethnisch belgischen Bevölkerung sind ungefähr 17 Prozent unter 18. Von der türkischen und marokkanischen Bevölkerung des Landes sind 35 Prozent unter 18. Die "Jugendlichen" werden immer zahlreicher, die Nicht-Jugendlichen werden älter. Um die schonungslose Rechenaufgabe Benjamin Franklins zu vermeiden, ist es notwendig, dass diese Jugendlichen sich "belgischer" fühlen. Ist das wahrscheinlich? Oberst Gaddhafi denkt das nicht:

"Es gibt Anzeichen dafür, dass Allah dem Islam den Sieg über Europa schenken wird - ohne Schwerter, ohne Gewehre, ohne Eroberungszüge. Die 50 Millionen Moslems Europas werden innerhalb weniger Jahrzehnte Europa zu einem islamischen Kontinent machen. "

Am 11. September 2001 wurde das amerikanische Kernland zum ersten Mal seit dem Krieg von 1812 angegriffen. Die Angreifer waren Ausländer - Saudis und Ägypter. Seit 9/11 hat Europa die Anschläge auf die Londoner U-Bahn, die Aufstände in Frankreich und die Morde an holländischen nationalistischen Politikern erlebt. Die Angreifer sind ihre eigenen Staatsbürger - British subjects, citoyens de la République française. Im österreichischen Linz verlangen Moslems, dass alle Lehrerinnen - gläubige wie ungläubige - im Unterricht Kopftücher tragen sollen. Der Muslim Council of Britain möchte, dass der Holocaust-Gedenktag abgeschafft wird, weil er sich "nur" auf den Holocaust der Nazis an den Juden bezieht und nicht auf Israels fortwährenden "Holocaust" an den Palästinensern.

Und wie reagiert der Staat? In Sevilla ist König Ferdinand III nicht mehr Schutzheiliger der jährlichen Fiesta, weil sein herausragender Beitrag im Kampf um die spanische Unabhängigkeit von den Mauren als unsensibel gegenüber Moslems empfunden wurde. In London gab ein Richter dem Ersuchen des Anwalts eines Moslems nach, Juden und Hindus aus der Jury auszuschließen, weil der damit argumentiert hatte, ein faires Urteil wäre von diesen nicht zu erwarten. In der Church of England denkt man darüber nach, den Heiligen Georg als Schutzheiligen des Landes zu entfernen, weil er nach Dafürhalten verschiedener anglikanischer Geistlicher zu "militaristisch" und "beleidigend gegenüber Moslems" sei. Sie wollen ihn durch den Heiligen Alban ersetzen und das St. Georgs-Kreuz von dem umgestalteten Union Jack entfernen, der dann stattdessen das St. Albans-Kreuz als dünnen gelben Streifen zeigen würde.

In einigen Jahren, wenn Millionen islamischer Teenager ins wahlberechtigte Alter kommen, werden manche europäische Länder zwar formal nicht unter der Scharia leben, aber sie werden - genauso wie Teile Nigerias - eine Übereinkunft mit ihren radikalisierten islamischen Landsleuten erreicht, die wie viele intolerante Typen Experten darin sind, die "Toleranz" pluralistischer Gesellschaften auszunützen. In anderen Ländern des Kontinents werden sich die Dinge wahrscheinlich etwas traditioneller abspielen, allerdings mit keinem grundlegend anderen Endergebnis. Welche der vielen Frontlinien des Islam man auch bevorzugt betrachtet, Tatsache ist, dass der Djihad gegen sehr zähe Gegner sehr lange durchgehalten hat. Wenn man nicht davor zurückschreckt, es mit den Israelis und Russen aufzunehmen, warum sollte man sich keine Chancen gegen Belgier und Spanier ausrechnen?

"Wir sind die, die Euch ändern werden." sagte der norwegische Imam Mullah Krekar 2006 gegenüber der Osloer Zeitung Dagbladet. "Schauen Sie sich einfach nur die Entwicklungen in Europa an, wo sich die Zahl der Moslems wie die Moskitos vermehrt. Eine westliche Frau in der EU bringt im Durchschnitt 1,4 Kinder zur Welt. Eine Muslima in denselben Ländern bringt 3,5 Kinder zur Welt." Und er fasste es folgendermaßen zusammen: "Unsere Art zu denken wird sich als machtvoller als Eure erweisen."
 
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Fjordman hat dieser Einschätzung auf Brussels Journal widersprochen. Die Übersetzung ist fast fertig. Ich denke, dass ich sie heute Abend noch einstellen kann.

 

28.11.06 18:43
 


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