Startseite
    Warum Acht der Schwerter?
    Deutschland/Europa
    Fjordman Report auf deutsch
    Israel
    Islam
    Handbuch für Israelkritiker
    Inhaltsverzeichnis
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Freunde
    bundeskanzlerin
    - mehr Freunde




  Links
   Gates of Vienna ( engl.)
   Gegenstimme
   German Media Watch
   Gudrun Eussner
   Henryk Broder
   Heplev
   Honestly Concerned
   Honestreporting
   Islam-Deutschland.info
   Islamisierung-Info
   Israpundit (engl.)
   Jihad Watch (engl.)
   Jihad Watch Deutschland
   Koraninfo
   Koran-Terror
   Little Green Footballs ( engl.)
   Lizas Welt
   Magnus Becker
   Mekkaecke
   Michelle Malkin (engl.)
   Middle-East-Info (engl.)
   Mimus Vitae
   Nebeldeutsch
   Outcut TV (Videoblog)
   Politically Incorrect
   PAX Europa
   Rebellog
   Spirit of Entebbe
   Thomas Tartsch
   Yashiko Sagamori (engl.)
   Zeitwort.at



http://myblog.de/acht-der-schwerter

Gratis bloggen bei
myblog.de





Der Eurabia Code - Teil 1

von Fjordman



Original vom 30. September 2006 :The Eurabia Code - Part I

 

 

[Vorwort von Dhimmi-Watch: Dies ist der erste Teil einer mehrteiligen Serie des großen europäischen Essayisten Fjordman, in dem er versucht,Beweise für die These zu finden, die Bat Ye'Or in ihrem Buch "Eurabia" darlegt ]

Ich beschloss, dieses Essay zu schreiben, nachdem ich gehört hatte, dass ein Journalist - für die Verhältnisse meines Landes kein Linker - Eurabia als reine Verschwörungstheorie abqualifizierte, vergleichbar mit den Protokollen der Weisen von Zion. Ich bestreite weder, dass es Verschwörungstheorien gibt noch dass sie gefährlich sein können. Schließlich halfen die Protokolle und die Dolchstoßlegende - die Ansicht, dass Deutschland den ersten Weltkrieg gar nicht verloren hatte sondern von Sozialisten, Intellektuellen und Juden verraten worden war - vor dem zweiten Weltkrieg Adolf Hitler und den Nazis den Weg zu ebnen.

Was mich jedoch verblüfft, ist, dass es eine weit verbreitete Meinung vieler (nicht nur in der islamischen Welt sondern auch in Europa und sogar den Vereinigten Staaten) ist, das die Terroranschläge auf die Twin Towers am 11.September 2001 in Wirklichkeit eine kontrollierte Aktion der amerikanischen Regierung gewesen seien, die dann Moslems angehängt worden wäre. Ich habe oft erlebt, dass diese These in westlichen Medien besprochen wurde. Obwohl sie oft (aber nicht immer) zurückgewiesen und lächerlich gemacht wird, wird sie immerhin erwähnt.

Im Gegensatz dazu wird die Eurabia-These - die besagt, dass die Islamisierung Europas kein zufälliges Geschehen ist sondern unter aktiver Mithilfe führender europäischer Politiker stattfindet - kaum jemals erwähnt, obwohl sie einfacher zu belegen ist. Schneidet die Erwähnung von Eurabia zu sehr ins eigene Fleisch? Passt sie vielleicht nicht zu der antiamerikanischen Haltung vieler Journalisten? Eigenartigerweise schreiben auch jene linksgerichteten Journalisten, die der Europäischen Union ansonsten wegen ihrer markwirtschaftlichen Elemente kritisch gegenüber stehen, niemals über Eurabia.

Deshalb werde ich versuchen, herauszufinden, ob die Eurabia-These korrekt oder zumindest plausibel ist. Ich habe dieses Projekt in Anlehnung an Dan Browns Bestseller "Der Da Vinci Code" den Eurabia Code genannt. Browns fiktiver Bericht "dokumentiert" eine Verschwörung der Kirche, um die Wahrheit über Jesus zu verbergen. Ich bin nicht sicher, ob mein Werk gleichermaßen berühmt werden wird, aber ich bin ziemlich sicher, dass es näher an der Realität ist.

Das nächste Mal, wenn Mr. Brown über gewaltige Verschwörungen in Europa schreiben will, wäre er gut beraten, sein Augenmerk eher auf Brüssel als auf Rom zu richten. Es wäre wesentlich interessanter. Das Folgende ist ein kurzer Abriss der These, die Bat Ye'Or in ihrem Buch "Eurabia - The Euro-Arab Axis." dargelegt hat (das vollständig gelesen werden sollte). Zusätzlich verwende ich noch Auszüge aus ihren Artikeln und aus Interviews mit ihr. Ich veröffentliche die Informationen mit ihrem Segen, aber diese Zusammenfassung ist voll und ganz von mir.

In einem Interview mit der israelischen Zeitung Haaretz führte Bat Ye'Or aus, wie der französische Präsident Charles De Gaulle - enttäuscht sowohl über den Verlust der französischen Kolonien in Afrika und im Nahen Osten als auch über den schwindenden Einfluss Frankreichs auf der Weltbühne - in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beschloss, eine strategische Allianz mit der arabischen und islamischen Welt zu bilden, um mit der Vorherrschaft der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion zu konkurrieren.

"Es geht dabei um eine vollständige Transformation Europas, die Ergebnis vorsätzlicher Politik ist" sagte Bat Ye'Or. "Wir steuern heute auf einen totalen Wandel Europas zu, das mehr und mehr islamisiert und zu einem Satelliten der arabischen und islamischen Welt werden wird. Die europäischen Spitzenpolitiker haben einer Allianz mit der arabischen Welt zugestimmt, in der sie sich verpflichtet haben, die islamische Sichtweise auf die USA und Israel zu übernehmen. Das betrifft nicht nur die Außenpolitik sondern durch Einwanderung, die Integration der Einwanderer und die Vorstellung, dass der Islam ein Teil Europas sei, auch die europäische Gesellschaft von innen."

"Europa ist unter einer ständigen Bedrohung durch Terror. Terror ist das Mittel, Druck auf die europäischen Länder auszuüben, sich fortdauernd den Forderungen der arabischen Repräsentanten zu beugen. Sie fordern zum Beispiel, dass sich Europa immer zugunsten der Palästinenser und gegen Israel ausspricht."

Auf diese Weise wurde das Eurabia-Projekt zu einer erweiterten Vision der antiamerikanischen gaullistischen Politik, abhängig von der Bildung einer dem amerikanischen Einfluss feindselig gegenüberstehenden euro-arabischen Einheit. Es erleichterte europäische Ambitionen, wichtige Einflusssphären in den ehemaligen europäischen Kolonien aufrecht zu erhalten, währenddessen es auch riesige Absatzmärkte für europäische Güter in der arabischen Welt eröffnete, insbesondere in Erdöl produzierenden Ländern, um die Mineralöl- und Erdgasversorgung Europas sicher zu stellen. Darüber hinaus würde dieses Projekt durch die Begünstigung islamischer Immigration und die Förderung des Multikulturalismus' mit einer starken islamischen Präsenz in Europa das Mittelmeer sozusagen zu einem euro-arabischen Binnenmeer machen.

Der Begriff "Eurabia" wurde erstmals Mitte der 70er Jahre gebraucht, und zwar als Titel eines Journals, das vom Präsidenten der Assoziation für franko-arabische Solidarität, Lucien Bitterlein, herausgegeben wurde und in Zusammenarbeit mit der Groupe d'Etudes sur le Moyen-Orient (Genf), France-Pays Arabes (Paris), und Middle East International (London) veröffentlicht wurde.

In den Artikeln darin wurde zu gemeinsamen euro-arabischen Positionen auf jeder Ebene aufgerufen. Diese Vorschläge waren keineswegs Träumereien isolierter Theoretiker sondern ganz konkrete politische Entscheidungen, die zusammen mit europäischen Staatschefs und europäischen Parlamentariern vorangetrieben und realistisiert wurden.

Während einer Pressekonferenz am 27. November 1967 erklärte Charles de Gaulle offen, dass die französische Kooperation mit der arabischen Welt "zur fundamentalen Grundlage unserer Außenpolitik geworden ist" Im Januar 1969, wurde in Kairo die Zweite Internationale Konferenz zur Unterstützung der arabischen Völker abgehalten und dabei in Resolution 15 festgehalten, "...da wo noch keine existieren spezielle parlamentarische Gruppen zu bilden, die das Parlament als Plattform für die Unterstützung des arabischen Volkes und des palästinensischen Widerstandes nutzen." Fünf Jahre später, im Juli 1974, wurde unter der Rubrik des euro-arabischen Dialogs in Paris die Parlamentarische Gruppe für euro-arabische Zusammenarbeit gegründet.

Bat Ye'Or hat diese gemeinsame euro-arabische politische Agenda aufgezeigt. Der erste Schritt war die Schaffung einer gemeinsamen Außenpolitik. Frankreich war die treibende Kraft bei dieser Einigung, die schon davor von dem engeren Kreis um de Gaulle und von arabischen Politikern anvisiert worden war. Die arabischen Staaten forderten von Europa den Zugang zu westlicher Wissenschaft und Technologie, die Unabhängigkeit Europas von Amerika, europäischen Druck auf die USA, sich der arabischen Politik anzunähern und die Dämonisierung Israels als Bedrohung des Weltfriedens, aber auch Maßnahmen zur Förderung arabischer Einwanderung und Verbreitung der islamischen Kultur in Europa. Diese Kooperation sollte auch die Anerkennung der Palästinenser als eigenes Volk und der PLO mit ihrem Führer Arafat als Repräsentanten dieses Volkes beinhalten. Bis 1973 waren diese Leute nur als arabische Flüchtlinge bekannt, sogar bei anderen Arabern. Das Konzept einer palästinensischen "Nation" existiert schlicht und einfach nicht.


Während der Ölkrise 1973 verkündeten die arabischen Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), dass die OPEC aufgrund des laufenden Yom Kippur Krieges zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn Ägypten und Syrien kein Mineralöl mehr an westliche Länder liefern würde, die Israel unterstützten. Der plötzliche Anstieg des Ölpreises hatte dauerhafte Wirkungen. Er verschaffte nicht nur Ländern wie Saudiarabien einen gewaltigen Einfluss, der es den Saudis ermöglichte, einen weltweiten Aufstieg des Islam zu finanzieren, er hatte auch Einwirkungen auf den Westen, ganz besonders in Europa.

Allerdings mussten die arabischen Führer auch Öl verkaufen. Ihre Völker waren stark abhängig von der wirtschaftlichen und technologischen Hilfe Europas. Die Amerikaner wiesen während des Ölembargos 1973 darauf hin. Nach Bat Ye'Or war der Ölfaktor , obwohl er sicher dazu beitrug, den euro-arabischen Dialog zu verfestigen, in erster Linie ein Vorwand um eine Politik zu verschleiern, die sich in Frankreich schon vor dieser Krise abgezeichnet hatte. Diese Politik, die in den 60er Jahren konzipiert worden war, geht bis auf das 19. Jahrhundert zurück, als Frankreich den Traum, ein arabisches Imperium zu beherrschen, träumte.

Diese politische Agenda wurde durch die vorsätzliche kulturelle Transformation Europas verfestigt. Symposien zum Euro-Arabischen Dialog in Venedig (1977) und Hamburg (1983) beinhalteten Empfehlungen, die erfolgreich umgesetzt wurden. Diese Empfehlungen wurden durch den vorsätzlich geplanten und privilegierten Einfluss zahlloser arabischer und anderer islamischer Immigranten in Europa unterstützend begleitet.

Die Empfehlungen beinhalteten:

1. Die Koordination der Bemühungen der arabischen Länder die arabische Sprache und Kultur in Europa zu verbreiten.

2. Die Schaffung gemeinsamer euro-arabischer Kulturzentren in europäischen Hauptstädten

3. Die Notwendigkeit arabische Lehrer, die auf Arabisch-Unterricht für Europäer spezialisiert sind, an europäische Institutionen und Universitäten zu bringen.

4. Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen europäischen und arabischen Fachleuten, um der gebildeten Öffentlichkeit in Europa ein positives Bild der arabisch-islamischen Zivilisation und der zeitgenössischen arabischen Anliegen zu vermitteln.

Diese Übereinkommen konnten aufgrund ihrer politisch sensiblen und fundamental undemokratischen Natur nicht in geschriebenen Dokumenten und Verträgen niedergelegt werden. So beschlossen die europäischen Führungspolitiker, diese Ideen vorsichtig als "Dialog" zu bezeichnen. Alle Treffen, Komitees und Arbeitsgruppen setzten sich aus Repräsentanten von EU-Mitgliedsstaaten und des Europarates sowie arabischer Länder und der Arabischen Liga zusammen. Das Verfahren und die Entscheidungen fanden hinter verschlossenen Türen statt. Es wurden keinerlei offizielle Notizen gemacht.

Der Euro-Arabische Dialog (EAD) ist eine politische, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtung mit dem Ziel ein vollkommenes Zusammenstehen zwischen Europäern und Arabern sicher zu stellen. Seine Struktur wurde in Konferenzen in Kopenhagen (15. Dezember 1973) und Paris (31. Juli 1974) ausgearbeitet. Andere wesentliche Organe des Dialogs sind das MEDEA Institut und das
European Institute of Research on Mediterranean and Euro-Arab Cooperation, das 1995 mit dem Rückhalt der Europäischen Kommission gegründet wurde.

In einem Interview mit Jamie Glazov vom Frontpage Magazine führte Bat Ye'Or aus, wie "der EAD innenpolitisch eine enge Kooperation zwischen Arabern und Europäern auf Gebieten wie Fernsehen, Radio, Journalismus, Verlagshäusern, akademischen Einrichtungen, Kulturzentren, Schulbüchern, Studenten- und Jugendvereinigungen und Tourismus errichtete. Kirchliche interreligiöse Dialoge waren ein wichtiger Bestandteil dieser Politik. Eurabia ist daher ein ausgeprägtes euro-arabisches Netzwerk von Vereinigungen - eine umfassende Symbiose der Kooperation und Partnerschaft in Politik, Wirtschaft, Demographie und Kultur."

Europas treibende Kraft, die parlamentarische Vereinigung für Euro-Arabische Kooperation, wurde 1974 in Paris geschaffen. Sie hat heute über 600 Mitglieder - aus allen wichtigen europäischen politischen Parteien - die sowohl in ihren eigenen nationalen Parlamenten als auch im Europäischen Parlament tätig sind. Frankreich ist immer noch der Hauptprotagonist dieser Vereinigung.

Eine weit reichende Politik wurde in groben Zügen umrissen. Sie zog eine Symbiose zwischen Europa und den islamisch-arabischen Ländern nach sich, die Europa - und ganz speziell Frankreich, die treibende Kraft des Projektes - ein prestigeträchtiges Gegengewicht zu den USA bescheren sollte. Diese Politik wurde weitgehend diskret und außerhalb offizieller Verträge unter dem unschuldig klingenden Namen des Euro-Arabischen Dialogs vorangetrieben. Die Organisation arbeitete unter der Schirmherrschaft von Ministern europäischer Regierungen in enger Zusammenarbeit mit ihren arabischen Amtskollegen und den Repräsentanten der Europäischen Kommission und der Arabischen Liga. Das Ziel war die Schaffung einer pan-mediterranen Einheit mit freiem Personen- und Güterverkehr.

An der kulturellen Front machte man sich an eine komplette Neuschreibung der Geschichte, die zuerst in den 70er Jahren an europäischen Universitäten in Angriff genommen wurde. Dieser Prozess wurde von der parlamentarischen Vereinigung des Europarats im September 1991 bei einer Zusammenkunft die "dem Beitrag der islamischen Zivilisation zur europäischen Kultur" gewidmet war, bestätigt. Er wurde von Frankreichs Präsident Jacques Chirac in seiner Ansprache am 8. April 1996 in Kairo noch einmal bekräftigt und von Romano Prodi, dem Präsidenten der mächtigen Europäischen Kommission - der EU-"Regierung" - und späteren italienischen Ministerpräsidenten durch die Schaffung der Stiftung zum Dialog der Kulturen und Zivilisationen untermauert. Die Aufgabe dieser Stiftung lag darin, alles, was in Europa über den Islam geschrieben und gelehrt wird, zu kontrollieren.

Während der vergangenen drei Jahrzehnte haben die EEC und die politischen und kulturellen Organisationen der EU eine islamische Fantasiezivilisation und Fantasiegeschichte erfunden. Die historischen Belege für die Verletzung der grundlegenden Menschenrechte aller Nichtmoslems und Frauen unter der Scharia (dem islamischen Gesetz) werden entweder ignoriert oder zurückgewiesen. In dieser Weltsicht kommen die einzigen Gefahren von den Vereinigten Staaten und Israel. Die Erschaffer von Eurabia haben in den europäischen Medien eine erfolgreiche Propagandakampagne gegen diese beiden Staaten durchgeführt. Diese Erfindung wurde durch bereits existierende antisemitische und antiamerikanische Strömungen in Europa erleichtert, wobei allerdings beide Gesinnungen durch die Eurabier und ihre Kollaborateure enorm ausgeweitet wurden.

Am 31. Januar 2001 als der palästinensische Terrorjihad wiederaufflammte, erklärte der EU-Kommissar für Außenbeziehungen Chris Patten vor dem Europäischen Parlament, dass Europas Außenpolitik ihr besonderes Augenmerk auf ihre südliche Flanke (das ist der EU-Jargon für die arabischen Länder) richten sollte und fügte hinzu, dass er erfreut über die allgemeine Zustimmung sei, die mediterrane Partnerschaft verstärkt ins Blickfeld zu rücken.

Bat Ye'Or ist der Ansicht, dass "unsere Politiker durch ihre Botschaften, Geheimagenten und Spezialisten vollkommen über die islamische Geschichte und zeitgenössische Politik informiert sind. Es gibt keine Unschuld, aber eine ungeheuerliche Unflexibilität verursacht durch Korruption, Zynismus und die Perversion von Werten."

Im Vorwort ihres Buches führt sie aus "Dieses Buch beschreibt die Entwicklung Europas von einer jüdisch-christlichen Zivilisation mit wichtigen post-aufklärerischen säkularen Elementen hin zu einer post-jüdisch-christlichen Zivilisation, die sich der Ideologie des Jihad und den islamischen Kräften unterwirft."

Die neue europäische Zivilisation, die im Entstehen ist, kann korrekterweise als eine "Zivilisation der Dhimmitude" beschrieben werden. Das Wort Dhimmitude kommt von der im islamischen Recht festgelegten Bezeichnung "Dhimmi". Man bezeichnet damit unterworfene nichtislamische Individuen, die die restriktive und demütigende Unterordnung unter den Islam akzeptiert haben, um der Sklaverei oder dem Tod zu entgehen. Die gesamte islamische Welt wie wir sie heute kennen ist ein Produkt dieser seit 1300 Jahren andauernden Dynamik des Jihad, wobei einst blühende nichtislamische Mehrheitszivilisationen in ein Stadium der Dysfunktion und Dhimmitude abgesunken sind. Dhimmis sind minderwertige Wesen, die Demütigung und Aggression still ertragen. Dieses Arrangement erlaubt Moslems, sich einer Straffreiheit zu erfreuen, die sowohl ihren Hass als auch ihr Überlegenheitsgefühl verstärkt, und zwar unter dem Schutz des Gesetzes.

Eurabia ist eine neuartige und neue Einheit. Sie verfügt über politische, wirtschaftliche, religiöse, kulturelle und mediale Komponenten, die Europa von machtvollen Regierungslobbies übergestülpt wurden. Während die Europäer mit den von Eurabia auferlegten Einschränkungen leben, sind - wenn man von einer irgendwie verworrenen Ahnung mal absieht - sich nur wenige in ihrem Alltag dessen überhaupt bewusst.

Diese eurabische Politik, die sich in unklaren Formulierungen ausdrückt, wird von höchster politischer Ebene aus betrieben und innerhalb der ganzen EU koordiniert. Eine antiamerikanische und antisemitische euro-arabische Subkultur breitet sich in allen Bereichen der Gesellschaft, Medien und Kultur aus. Dissidenten werden totgeschwiegen oder boykottiert. Manchmal verlieren sie ihren Arbeitsplatz, werden Opfer einer "Korrektheit" die vor allem von akademischen, medialen und politischen Kreisen verhängt wird.

Nach Bat Ye'Or können Frankreich und das restliche Westeuropa ihre Politik nicht mehr ändern: "Es ist ein Projekt, das beständig durch Einwanderungspolitik, Propaganda, kirchliche Unterstützung, Wirtschaftsvereinigungen und Wirtschaftshilfe, kulturelle, mediale und akademische Zusammenarbeit konzipiert, geplant und vorangetrieben wurde. Generationen wuchsen innerhalb dieser politischen Rahmenbedingungen auf; sie wurden dazu erzogen und konditioniert, sie zu unterstützen und ihnen zu folgen."

Sind Bat Ye'Ors Behauptungen korrekt oder auch nur möglich?

Bernard Lewis hat ausgeführt, dass es einen allgemeinen Konsens unter Historikern darüber gibt, dass "die moderne Geschichte des Nahen Ostens im Jahr 1798 begann, als die Französische Revolution Ägypten erreichte, und zwar in Gestalt einer kleinen Expeditions-Streitmacht, die von einem jungen General namens Napoleon Bonaparte angeführt wurde und die Ägypten eroberte und es in der Folge eine Zeitlang mit erschreckender Gedankenlosigkeit beherrschte."

In einer erfolglosen Anstrengung, die Unterstützung der ägyptischen Bevölkerung zu gewinnen, gab Napoleon Proklamationen ab, in denen er den Islam pries. "Volk von Ägypten" proklamierte er 1798 bei seinem Einmarsch in Alexandria, "Man wird Euch sagen, ich sei gekommen, eure Religion zu zerstören. Schenkt dem keinen Glauben. Antwortet darauf, dass ich gekommen bin, Eure Rechte wiederherzustellen und die Usurpatoren und zwar nicht nur die Mamelucken zu bestrafen, ich respektiere Gott, seinen Propheten und den Koran."

Nach einem Augenzeugen, beendete Napoleon seine Ansprache mit dem Satz: "Gott ist groß und Mohammed ist sein Prophet." In moslemischen Ohren klang das wie die Schahada - das Bekenntnis des Glaubens an den einzigen Gott und daran, dass Mohammed sein letzter Abgesandter war. Das Aussprechen der Schahada, die erste der fünf Säulen des Islam, gilt als Zeichen der Konversion zum Islam. Moslems konnte also den Schluss ziehen, dass Napoleon zum Islam konvertiert sei. In der Tat hat das einer seiner Generäle, Jacques Ménou, auch getan.


Die Franzosen wurden später vom englischen Admiral Lord Nelson besiegt und waren gezwungen, sich aus Ägypten zurückzuziehen. Obwohl die französische Expedition nur drei Jahre andauerte, zeigte sie doch eindrucksvoll, dass der Westen der islamischen Welt inzwischen so überlegen war, dass Westler nach Belieben in das arabische Herzland, das damals immer noch Teil des Ottomanischen Reichs war, vordringen konnten. Nur eine andere westliche Macht konnte sie vertreiben. Der Schock über diese Erkenntnis zog im 19. Jahrhundert die ersten Versuche, den Islam zu reformieren, nach sich.

Ein positiver Effekt der westlichen Eroberung war der Einfluss französischer Wissenschaftler auf Ägypten und die Gründung der modernen Ägyptologie. Das führte zu der höchst bedeutsamen Entdeckung des Steins von Rosetta, mit dessen Hilfe es später dem französischen Philologen Jean-François Champollion gelang, die altägyptischen Hieroglyphen zu entziffern. Allerdings hatte die Begegnung auch eine dauerhafte Auswirkung auf Europa, vor allem auf Frankreich.

Die französische Invasion Algeriens 1830 ist ein weiterer Meilenstein dieser Geschichte. Später beherrschten die Franzosen Tunesien und Marokko. Schließlich gewannen die Franzosen nach dem 1. Weltkrieg Mandate über frühere türkisch-osmanische Territorien hinzu, die das heutige Gebiet Syriens und des Libanons umfassten. Nach dem 2. Weltkrieg verließen die französischen Truppen nach und nach die arabischen Länder, was in dem algerischen Unabhängigkeitskrieg 1962 gipfelte. Allerdings führten die langandauernden Beziehungen zu Arabern dazu, dass man in Frankreich glaubte, eine besondere Beziehung zu und ein Verständnis für Araber und Moslems zu haben. Mit der französischen Vorherrschaft in Kontinentaleuropa lieferte das nun eine Grundlage für eine neue Außenpolitik. Präsident de Gaulle drängte auf ein von den zwei Supermächten unabhängiges Europa. In einer Rede stellte er fest: "Ja, es ist Europa vom Atlantik bis zum Ural, es ist Europa, es ist ganz Europa, das das Schicksal der Welt entscheiden wird." 1966 zog er Frankreich aus der gemeinsamen militärischen Kommandozentrale der NATO zurück, verblieb aber in der Organisation selber.

Nach dem Sechstagekrieg 1967 kennzeichnete de Gaulles Verurteilung Israels wegen der Besetzung der Westbank und des Gazastreifens einen signifikanten Wandel in der französischen Außenpolitik. Davor war Frankreich - wie der Rest Westeuropas - entschlossen pro-israelisch gewesen und 1956 sogar an der Seite Israels in den Krieg gegen Nassers Ägypten gezogen. Von 1967 an verfolgte Frankreich jedoch einen entschieden pro-arabischen Kurs.

Man sagt, die englische Außenpolitik sei seit dem 16. Jahrhundert stets die gleiche geblieben. Ihr Ziel war, jedes beliebige Land, sei es Spanien, Frankreich oder später Deutschland davon abzuhalten, Kontinentaleuropa in einem Ausmaß zu beherrschen, das eine Bedrohung für England darstellen könnte. Andererseits könnte man argumentieren dass auch die französische Außenpolitik über mehrere Jahrhunderte hinweg dieselbe geblieben ist; mit dem Ziel, eine französische Führung über Europa und die Mittelmeerregion zu etablieren, um die angelsächsische (und später angloamerikanische) Vorherrschaft einzudämmen. Dieses Bild wurde durch die deutsche Einigung im späten 19. Jahrhundert komplizierter, aber in den Grundzügen ist es bis heute so geblieben.

Napoleon ist der große Held des französischen Ministerpräsidenten de Villepin. Mehrere prominente französische Führungspolitiker konstatierten 2005 ganz offen, dass die vorgeschlagene EU-Verfassung im Grunde ein ausgeweitetes Frankreich bedeuten würde. Justizminister Dominique Perben sagte: "Wir haben endlich dieses 'Europa à la française' erlangt, auf das wir so lange gewartet haben. Diese Verfassung bedeutet ein erweitertes Frankreich. Sie ist Europa, geschrieben auf französisch." Von Beginn an ist die europäische Einigung ein von Frankreich geführtes Unternehmen gewesen. Die Tatsache, dass Frankreichs politische Elite ihren Anspruch auf Vorherrschaft über Europa niemals aufgegeben hatten, wurde während des Irakkriegs deutlich offenbar.

Wie allgemein bekannt ist, sagte Präsident Chirac 2003 nachdem Polen, Ungarn und die Tschechische Republik sich der US-Position anschlossen "Sie haben eine gute Gelegenheit verpasst, den Mund zu halten" und er fügte hinzu "Diese Länder haben sich nicht gerade gut benommen und sind ziemlich sorglos der Gefahr gegenüber, die eine zu schnelle Übernahme der amerikanischen Position mit sich bringt."

Der französische Wirtschaftswissenschaftler Jean Monnet, der nie in ein öffentliches Amt gewählt wurde, wird von vielen als Architekt der Europäischen Einigung angesehen. Monnet war ein Pragmatiker mit guten Verbindungen, der hinter den Kulissen an der schrittweisen Schaffung der europäischen Einheit arbeitete.


Richard North, der Betreiber des Blogs EU Referendum und zusammen mit Christopher Booker Co-Autor des Buches The Great Deception: Can the European Union Survive? (Der große Betrug: Kann die Europäische Union überleben?), beschreibt, wie Jean Monnet jahrelang, schon seit den zwanziger Jahren, davon geträumt hat, die "Vereinigten Staaten von Europa" zu erschaffen. Obwohl das, was Monnet wirklich im Sinn hatte, die Schaffung eines Europas mit allen Eigenschaften eines Staates war, wurde "vorsätzlich eine verwässerte Rhetorik gewählt, um es schwierig zu machen, das Projekt dadurch zu schwächen, indem man es einfach in eine weitere zwischenstaatliche Körperschaft umwandelt. Es wurde auch auf diese Art abgefasst, um zu vermeiden, dass nationale Regierungen vor etwas zurückschrecken könnten, dessen ausdrücklicher Zweck die Überwindung ihrer Souveränität ist."

In ihrer Analyse der Geschichte der EU behaupten die Autoren, dass die EU nicht aus dem Zweiten Weltkrieg heraus geboren wurde, wie die meisten Menschen denken. Sie war mindestens eine Generation davor geplant gewesen.

Die Schuman-Erklärung vom 9. Mai 1950, die weithin als der Beginn der Bemühungen hin zu einer Europäischen Union dargestellt und derer am "Europatag" gedacht wird, enthält Passagen, die klarmachen, dass sie "ein erster Schritt zur Föderation Europa" ist und dass "dieser Vorschlag zur Verwirklichung der ersten konkreten Gründung einer Föderation Europa führen wird". Wie EU-Kritiker festgestellt haben, werden diese politischen Zielsetzungen üblicherweise ausgelassen, wenn man sich auf die Erklärung beruft, und die meisten Menschen wissen nicht einmal, dass sie existieren.

Eine Föderation ist selbstverständlich ein Staat und "dennoch haben die Vorkämpfer der EG/EU-Einigung stets blind geschworen, dass sie keine Kenntnis von solchen Plänen hätten. Die EWG/EG/EU hat im Lauf der Zeit immer mehr Charakteristika einer übernationalen Föderation angenommen: Flagge, Hymne, Parlament, Oberster Gerichtshof, Währung, Gesetze."

Die EU-Gründer "waren stets nur darauf bedacht, ihren Bürgern nur die guten Seiten ihres Projekts zu zeigen. Es war darauf ausgelegt, als fortlaufender Prozess schrittweise durchgesetzt zu werden, sodass keine einzelne Phase des Projekts eine ausreichende Opposition hervorrufen würde, die es stoppen oder aus der Bahn werfen könnte." Booker und North nennen die Europäische Union "einen Staatstreich in Zeitlupe: der spektakulärste der Staatsstreich der Geschichte", darauf ausgelegt, stufenweise und vorsichtig neben dem demokratischen Prozess einher zu laufen und die alten Nationalstaaten Europas zu unterwerfen ohne es in der Öffentlichkeit so zu sagen.

Die Ironie ist, dass Frankreich sich nun in Geiselhaft von genau den Kräften befindet, die es selber in Bewegung gesetzt hat. Die Jihad-Aufstände von islamischen Immigranten zeigten 2005, dass Eurabia inzwischen keine außenpolitische Angelegenheit Frankreichs mehr ist sondern auch eine innenpolitische. Frankreich wird brennen, es sei denn es betreibt weiterhin Appeasement gegenüber den Arabern und willigt in deren Agenda ein.

Die islamische Bevölkerung wächst explosionsartig. Nach Ansicht mancher ist eins von drei Neugeborenen in Frankreich Moslem. Hunderte islamische Ghettos folgen bereits de facto der Scharia und nicht dem französischen Gesetz. Manche glauben, dass Frankreich still und leise zu einem islamischen Land werden wird, während andere für die nahe Zukunft einen Bürgerkrieg voraussagen.

Vielleicht liegt eine Art poetischer Gerechtigkeit darin, dass das Land, das die Bildung Eurabias in Gang gesetzt hat, nun von seinem eigenen Frankensteinmonster zerstört werden wird. Es ist allerdings nicht hilfreich, Frankreichs Dilemma mit Häme zu betrachten. Der drohende Fall Frankreichs bedeutet schlechte Neuigkeiten für den Rest des Westens. Was wird mit Frankreichs finanziellen Ressourcen geschehen? Und vor allem, wer wird Hunderte von nuklearen Sprengköpfen erben? Werden auch diese Waffen in die Hände islamischer Jihadisten fallen?


1.10.06 23:24
 


bisher 11 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Acht-der-schwerter / Website (2.10.06 11:22)
Im letzten Teil des Essays hat Fjordman ein bisschen von sich selber abgeschrieben und zwar aus dem Essay Warum die EU zerstört werden muss - und zwar bald. Das ist natürlich sein gutes Recht, dennoch ist viel Neues drin.

Was bei mir durch dieses neue Essay ein Licht aufgehen ließ , war die Verwendung des Wortes "Dialog" - und die Spekulation, dass es von Anfang an möglicherweise (!)bewusst als Verschleierung für das Wort "Kapitulation" benutzt wurde. Das Wort hat inzwischen einen hohen Nervfaktor bekommen (und wird gern als "Dialüg" persifliert)... man fühlt sich gereizt, wenn man's hört, aber es ist mehr ein irrationales Genervtsein. Dass es schon lange in dem Begriff EAD vorkommt und da etwas ganz anderes bedeutet, ist den wenigsten aktiv bewusst.

Das zweite, was ich interessant fand, ist, dass Bat Ye'Or der Ansicht ist, dass es unseren Eliten keineswegs an Kenntnis über die Natur des Islam fehlt. Diese Ansicht vertrete ich auch.

Die Meinung " Politiker sind alle doof und naiv, man muss ihnen nur nahebringen, was der Islam bedeutet, dann werden sie schon reagieren" halte ich für realitätsfern und ein bisschen kindlich. Dummköpfe werden nicht Spitzenpolitiker, was wir rausfinden können, können die auch rausfinden - ich fürchte, die traurige Wahrheit ist, dass die sehr wohl genau so viel wissen wie wir, aber entweder nicht reagieren wollen oder gar - noch schlimmer - keine Möglichkeit sehen, zu reagieren. Zumindest keine gewaltfreie....


hg (2.10.06 13:34)
"Die Meinung " Politiker sind alle doof und naiv, man muss ihnen nur nahebringen, was der Islam bedeutet, dann werden sie schon reagieren" halte ich für realitätsfern und ein bisschen kindlich. "

Das denke ich inzwischen auch. Meiner Meinung nach erwarten Teile unserer Eliten, dass sie auch in einem islamischen Gottesstaat ihre Stellung behalten. Sie hätten dann sogar deutlich mehr Privilegien. Die Machthungrigen unter ihnen könnten ihre Machtgelüste besser auszuleben. Die psychisch kranken unter ihnen könnten in einem solchen System ungestraft ihren perversen Neigungen nachgehen (z.B. Pädophilie oder auch das Zuschauen bei der Ausführung von Körperstrafen).

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, ergeben gewisse Dinge einen Sinn, die einem früher seltsam vorkamen, wie z.B. der unermüdliche Einsatz von Volker Beck für den Islamofaschismus.


Acht der Schwerter / Website (2.10.06 15:22)
Stimmt, hg, das sind erschreckende Erkenntnisse und ich bin überzeugt, dass gerade diejenigen, die ständig neue Verordnungen zu "unserem eigenen Besten" daherbringen, gar keine so großen Berührungsängste mit dem Islam haben. Schließlich sind die islamischen Gesetze ja auch "zum Besten der Menschen" - manche wie z.B. das Alkoholverbot und das "Beschützen" weiblicher Teenies vor ihrer eigenen Blödheit - sogar TATSÄCHLICH.

Nur bekommt man Freiheit eben nicht kostenlos. Der Preis ist ein erhöhtes Gefahren- und "Beleidigungs"risiko. Sowohl EU-Bürokraten als auch Moslems wollen es auf Null runterfahren. Da bestehen durchaus Berührungspunkte.

Was mich aber noch mehr beunruhigt, ist die Möglichkeit, dass Politiker gar nicht "böse" sind, sondern Analysen vorliegen haben, was passiert, wenn sie sich offen und effektiv gegen den Islam stellen....

.... es könnte sein, dass sie WISSEN, dass das Blut in den Straßen nach sich ziehen würde. Und den Politiker möchte ich sehen, der das verursacht - in einem Land, indem man durchaus noch weitgehend frei und vom Islam unbehelligt leben kann.


hg (2.10.06 17:12)
".... es könnte sein, dass sie WISSEN, dass das Blut in den Straßen nach sich ziehen würde. Und den Politiker möchte ich sehen, der das verursacht - in einem Land, indem man durchaus noch weitgehend frei und vom Islam unbehelligt leben kann."

Noch ist das Problem bei uns nicht akut und könnte wahrscheinlich auf friedliche Weise gelöst werden, wenn Politik und Medien nur gemeinsam gezielt dagegen vorgehen würden.

Noch ist die Zukunft Europas völlig offen, aber die Weichen werden jetzt gerade gestellt: Es sind immer öfter und auch immer deutlichere islamkritische Stimmen zu hören. Leider wird bei jeder Gelegenheit v.a. aus der linken/grünen Ecke versucht, solche kritische Stimmen mundtot zu machen.

In den nächsten Jahren wird es dann sichtbar wohin die Reise geht. Wird die Islamisierung ungebremst weitergeführt, so dass man irgendwann eben nicht mehr frei und vom Islam unbehelligt leben kann, dann lässt sich ein Bürgerkrieg nicht lange vermeiden.


Mir (2.10.06 17:22)
"Noch ist die Zukunft Europas völlig offen..."

So ist es. Heute sind es noch relativ wenige, die erkennen, wie sich Europa verändern wird, wenn sich nichts ändern wird. Und oft genug versucht man, diese zu ignorieren oder zu diskreditieren. Aber wenn die Europäer oder wenigstens einzelne Länder in absehbarer Zeit handeln würden, dann wäre es - entgegen des Pessimismus einiger Leute - eben noch nicht zu spät. Ich bin aber auch pessimistisch, was die Aussichten auf den dafür notwendigen Erkenntnisgewinn bei unseren (linken) "Eliten" in Politik und Medien angeht.


Thatcher (4.10.06 21:23)
Acht-der-Schwerter, was Du behauptest, läuft auf die These hinaus, dass die europäischen Eliten - und zwar sämtlicher politischer Couleur - umfassend über die Absichten der islamischen "Dialog"-Partner Bescheid wussten. Es fällt auf, dass die Bedingungen, zu denen dieser "Dialog" stattfindet, sehr zum Nachteil der europäischen Staaten ausfallen; von ihnen wird verlangt, einen Primat der arabischen Sichtweise auf den Nahostkonflikt zu akzeptieren und zuzulassen, dass sich Millionenheere nicht integrationswilliger Migranten ansiedeln, die unvermeidlich eine kulturelle Verfremdung Europas bewirken. Das sind in der Tat Bedingungen, wie sie nach einem verlorenen Krieg vorgelegt werden. Wo war dieser Krieg, wie vermochten die arabischen Staaten einen Druck auf Europa auszuüben, wie ihn zuletzt die Alliierten auf Deutschland ausübten?
Öl?
Erstens habe ich noch in der Schule gelernt, dass Europa sein Öl hauptsächlich aus der Nordsee fördert oder von Russland bezieht, die europäische Wirtschaft also gar nicht in dem Maße von politisch brisantem arabischen Öl abhängt wie etwa die amerikanische. Zweitens herrschte damals eine Phase, in der die Atomkraft noch Zukunftspotential hatte, als deren Risiken noch vertretbar erschienen, was erst durch Harrisburg und Tschernobyl untergraben wurde. Das Öl allein kann es nicht gewesen sein.
Neuer Block?
Auch die Aussichten, ein "dritter Block" neben den Supermächten USA und UdSSR zu werden, muss doch klar denkenden Menschen viel zu vage, viel zu riskant, da gegen die Interessen beider Blöcke gerichtet, und viel zu unrealistisch erschienen sein. Die damaligen Staaten der Europäischen Gemeinschaft waren zudem sämtlich Mitglieder der NATO, was sie zur Bündnistreue mit den nordamerikanischen Staaten (USA und Kanada) verpflichtet hätte.
Ich frage mich also, was das Motiv der europäischen Staaten und ihrer Führer war, sich in einen derartigen Kapitulationsvertrag zu fügen.


Acht-der-Schwerter / Website (4.10.06 23:56)
Ich weiß es auch nicht, Thatcher.

Es ist nicht meine Theorie, sondern die von Bat Ye'Or, ich halte aber die Indizien, die dafür sprechen, für ziemlich stark. Den EAD gibt es nunmal wirklich. Ich blicke nicht wirklich durch, wie massiv unsere Abhängigkeit vom arabischen Öl war/ist.

Bat Ye'Or weist ja auch selber darauf hin, dass sie dies nicht als einzigen Grund und sogar nicht mal als wichtigsten sieht.

Das (Groß-)Machstreben ("3. Block") würde ich allerdings nicht unterschätzen - das ist eine starke Kraft bei politischem Handeln - obwohl es uns Nicht-Politikern etwas kindisch und läppisch vorkommt. Wahrscheinlich sind wir aber genau aus dem Grund Nicht-Politiker ...???

Was ist mit antisemitischen/antiamerikanischen Ressentiments, die bequem zum Ausleben einladen?

Fjordman wollte ja mit diesem Essay nach Beweisen suchen... man muss ehrlich gestehen, er hat zwar die Indizien hervorragend herausgearbeitet, aber Beweise sind's nicht. Ok... da steht ja auch "Teil 1", warten wir mal ab.

Dass eine große Zahl heutiger Politiker "eingeweiht" sind - also an eine echte große Verschwörung - glaube ich nicht. Sowas klappt nicht. Aber der Schlendrian, die Gewohnheit reicht vielleicht auch, dass man die Dinge einfach weiterlaufen lässt.


Thatcher (5.10.06 01:15)
Danke für die Antwort. Auf Wikipedia steht, dass die Resolutionen (Klartext: die Kapitulation Europas) im Juni 1975 von 200 EG-Parlamentariern aus allen Fraktionen einstimmig verabschiedet wurden. Jeder weiß, dass eine Verschwörung um so schneller auffliegt, je mehr Eingeweihte es gibt. Einstimmigkeit ist ein starkes Stück, dass alle Fraktionen beteiligt waren, ebenfalls. Da war irgendwas, und es hätte wegen der großen Zahl längst bekannt werden müssen. Einige der Beteiligten sind inzwischen im hohen Alter; hat keiner eine Art "Lebensbeichte" abgelegt?
In der Sprache des Kriminalisten: Wir haben eine Tat, eine große Zahl Verdächtiger und eine Menge Indizien. Kein Geständnis. Was fehlt, ist das Motiv, also die Möglichkeit, diese Tat endlich zu verstehen.
Nein, die heutige Politikergeneration ist nicht in dem Maße schuldig wie die der 70er Jahre. Dafür hat H.-P- Raddatz behauptet, die heutigen Politiker hielten sich "Islamexperten", die sämtlich unter islamistischer Kontrolle stehen. Das würde ihnen ermöglichen, die negativen Aspekte der islamischen Kolonisation so hartnäckig zu leugnen.
Zum Öl: 2002 haben die Erdölimporte nach Deutschland aus der arabischen Region 23% allen importierten Öls betragen. Russland lieferte 34%, genauso viel wie die europäischen Staaten N, GB, DK und NL. Der Rest kam aus afrikanischen Ländern bzw. aus Venezuela.
Quelle: http://tinyurl.com/oeocl
Tabelle S. 22, Situation der USA S. 18


Mir (5.10.06 01:27)
@ Thatcher

Danke für den Fund dieser interessanten und aufschlußreichen Zusammenstellung.


Paulchen (5.10.06 15:27)
Thatcher:
„Einstimmigkeit ist ein starkes Stück, dass alle Fraktionen beteiligt waren, ebenfalls. Da war irgendwas, und es hätte wegen der großen Zahl längst bekannt werden müssen. Einige der Beteiligten sind inzwischen im hohen Alter; hat keiner eine Art "Lebensbeichte" abgelegt?“


@ Thatcher

Die französische Revolution (s. Zitat von B. Lewis) hat auch manche „Alte Pflichten“ hoffähig gemacht.

http://www.nikodemus.net/776?print=1&PHPSESSID=

"Über das Leben in den Logen erfährt man relativ wenig, da es nach den "Alten Pflichten" von 1723, den Logenbrüdern ausdrücklich verboten ist, davon zu berichten. In diesem historischen Dokument heißt es wörtlich:

"Ihr sollt in Reden und Betragen vorsichtig sein, dass auch der scharf sinnigste Fremde nicht zu entdecken vermöge, was nicht geeignet ist, ihm eröffnet zu werden. Zuweilen müsst Ihr auch ein Gespräch ablenken und es klüglich zur Ehre der Ehrwürdigen Bruderschaft leiten.""

Paulchen


philipp / Website (28.1.07 17:43)
@hg schrieb: > z.B. der unermüdliche Einsatz von Volker Beck für den Islamofaschismus. <

Zur Erinnerung: Der bekennende Schwule Volker Beck versuchte, das Schutzalter für kleine Mädchen (und Jungs) von 14 auf (zunächst) 12 Jahre herabzusetzen. Erst der scharfe Widerspruch des Grünen nicht-pädophilen Klientels, und NRW-Wahlverluste brachte die Pädofraktion bei den Grünen zum "Umdenken". >> Er hielt jedoch die damals auch in Sexualwissenschaft und Kriminologie vertretene Unterscheidung zwischen Pädophilie und sexuellem Missbrauch von Kindern für denkbar. ... << (Wiki)

Volker "kämpft": „Allein eine Mobilisierung der Schwulenbewegung für die rechtlich – im Gegensatz zur Pädosexualität – völlig unproblematische Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität … wird das Zementieren eines sexual-repressiven Klimas verhindern können – eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können.“ ...

Quelle: http://www.kreuz.net/article.3296.html

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung