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Ist der Islam mit Demokratie kompatibel - Teil 2 von 5

von Fjordman

 

Original vom 11. Dezember 2006 : Is Islam Compatible with Democracy? part 2

Teil 1 auf deutsch

Hallo von Fjordman. Hier kommt der zweite Teil des Essays, das aus mindestens fünf Teilen bestehen wird und in dem genau erklärt wird, warum der Islam inkompatibel mit Demokratie ist. Es wird in Zusammenarbeit mit dem Blog Gates of Vienna veröffentlicht. Der erste Teil ist hier.“

Gemäß Salim Mansur, Associate Professor für Politikwissenschaften an der Universität von Western Ontario in Kanada, ist „Demokratie im kulturellen Sinn ein Ausdruck der freiheitlichen modernen Welt, die das Individuum ins moralische Zentrum von Politik und Gesellschaft rückt. ( … ) Es ist die Vorstellung der unveräußerlichen Rechte, die im Individuum ihren Platz haben, es sind diese Rechte, die geschützt und gefördert werden müssen, Rechte, denen man den vollen ungehinderten Ausdruck zugestehen muss, was die Demokratie im moralischen Sinn so sehr von anderen kulturellen Systemen unterscheidet. Aus dieser freiheitlichen Perspektive betrachtet ist es ein allgemein üblicher Fehler, Demokratie einfach als ein System zu betrachten, bei dem die Mehrheit die Regierung stellt. In einer Demokratie, die auf individuellen Rechten basiert, ist es der Schutz der Rechte von Minderheiten und Dissidenten, die in einem weiter gefassten Kontext der demokratischen Kultur ihre von anderen unterschiedliche Natur widerspiegelt."

Diese Definition steht im Widerspruch zu der einer illiberalen Demokratie, die „dem ähnelt, was Samuel E. Finer, ein Professor für Politikwissenschaft über eine durch Verhältniswahlrecht entstandene Regierung schrieb, was er als ‚Fassaden-Demokratie’ bezeichnete; eine Verbeugung vor der Idee der Demokratie seitens der kleinen Machtelite als Mittel zur Untermauerung ihrer Legitimität und zur Aufrechterhaltung ihrer Autorität.“

Ein in diesem kulturellen Sinn auftretendes großes Hindernis beim Aufbau der Demokratie in islamischen Ländern ist, dass Moslems von Geburt an gelehrt werden, dass Nicht-Moslems nicht erwarten können, die gleichen Rechte wie Moslems zu genießen.

Das Wall Street Journal brachte eine Abhandlung mit dem Titel: „Wiederbelebung der nahöstlichen Demokratie: Wir Araber brauchen die Hilfe des Westens, um in ein neues liberales Zeitalter einzutreten.“ Sie wurde von Saad Eddin Ibrahim verfasst, dem Vorsitzenden des Ibn Khaldun Zentrums für Entwicklungsstudien in Kairo, der mehrmals für sein prodemokratisches Wirken in Ägypten im Gefängnis war. Herr Ibrahim ist der Ansicht, dass die Aussichten auf Demokratie im Nahen Osten überraschend gut seien:

„In vergangenen Jahrzehnten gaben maßgebliche Stimmen zu bedenken, dass Deutschland, Japan, slawische Länder und sogar katholische Gesellschaften niemals demokratisch sein würden, nicht einmal demokratisch sein könnten. Ich spreche hier nicht von weit verbreiteten Vorurteilen sondern von hochgradigen Gelehrten- und Expertenmeinungen. Heerscharen von gelehrten Schwarzsehern glaubten, dass etwas an der deutschen, japanischen oder slawischen Kultur oder am Katholizismus sei, das der Demokratie und demokratischen Werten grundlegend und unveränderbar feindselig gegenüberstehe….“

Aber in den Worten von Ibn Khaldum, des gefeierten Geschichtsschreibers aus dem 14. Jahrhundert selbst, heißt es: „In der Gemeinschaft der Moslems ist der Heilige Krieg religiöse Pflicht, und zwar aufgrund des universellen Anspruchs der islamischen Mission, die beinhaltet, jeden entweder durch Überzeugung oder mit Gewalt zum Islam zu konvertieren.“ Im Islam, so Ibn Khaldun, wird die Person, die in religiösen Angelegenheiten federführend ist, mit „Machtpolitik“ befasst, weil der Islam „die Verpflichtung beinhaltet, Macht über Nationen zu erlangen.“ (Muqaddimah trans. Rosenthal, p. 183).

Robert Spencer kommentierte das folgendermaßen: “Das sind nicht die Worte von Offenheit, Toleranz und Demokratie. Und in der islamischen Welt wird immer noch weit verbreitet daran festgehalten.“

Über Christen schrieb Ibn Khaldun: “Wir glauben nicht, dass wir die Seiten dieses Buches [Muqaddimah] mit der Diskussion über ihren [der Christen] Unglauben besudeln sollten. Das ist im heiligen Koran klar festgeschrieben. Es ist nicht an uns, über diese Dinge zu diskutieren oder zu streiten. Es ist an ihnen, die Wahl zu treffen zwischen der Konversion zum Islam, Zahlung der Kopfsteuer oder Tod.“

Aus Dr. Andrew Bostoms Buch The Legacy of Jihad ( S. 29) : “In 'The Laws of Islamic Governance al-Mawardi' (d. 1058), werden auch die Regelungen untersucht, die den Landbesitz der vom Djihad unterworfenen ungläubigen (d.h. nicht-islamischen) Bevölkerungen betreffen. Das ist der Ursprung des Systems der Dhimmitude. Die einheimische ungläubige Bevölkerung musste das islamische Eigentumsrecht an ihrem Land anerkennen, sich islamischem Gesetz unterwerfen und die Zahlung der Kopfsteuer (Jizya) akzeptieren. Al-Mawardi hebt den bezeichnendsten Aspekt dieser einvernehmlichen Betrachtung der Jizya in der klassischen islamischen Rechtssprechung hervor: den entscheidenden Zusammenhang zwischen Djihad und Jizya. Er führt aus, dass „der Feind im Gegenzug für Frieden und Versöhnung eine Zahlung leistet.“ Al-Mawardi unterscheidet im folgenden zwei Fälle: (1) Die Zahlung erfolgt sofort und wird wie Beute behandelt, “sie schützt aber nicht davor, dass in der Zukunft Jihad gegen die geführt wird, die sie erbringen” (2) Die Zahlung erfolgt jährlich und „stellt einen fortlaufenden Tribut dar, durch den die Sicherheit der Zahlenden gewährleistet wird.“ Versöhnung und Sicherheit dauern so lange an, wie die Zahlung erbracht wird. Wenn die Zahlungen eingestellt werden, wird der Jihad wieder aufgenommen.“

Es gibt auch noch andere Einschränkungen, denen Dhimmis unterliegen. 2005 wurde angekündigt, dass die erste christliche Kirche in Katar seit dem 7. Jahrhundert auf Land gebaut werden sollte, das von dem reformorientierten Emir gestiftet worden war. Die Kirche wird keinen Kirchturm und kein frei stehendes Kreuz haben, was in Übereinstimmung mit der traditionellen Dhimmi-Gesetzgebung ist, in der es Christen verboten ist, Kreuze offen darzustellen. Clive Handford, der in Nikosia residierende Anglikanische Bischof für Zypern und die Golfregion, sagte: „Wir sind als Gäste in einem islamischen Land und wir möchten uns feinfühlig gegenüber unseren Gastgebern verhalten … aber wenn man erst einmal das Kirchentor durchschritten hat, wird es für jeden sichtbar sein, dass man sich in einem christlichen Zentrum befindet.“ Das Christentum wurde in den meisten arabischen Golfstaaten innerhalb weniger Jahrhunderte nach Aufkommen des Islam ausgerottet.

Sogar in Malaysia, einem Land mit islamischer Bevölkerungsmehrheit, das regelmäßig als “moderat und tolerant” gepriesen wird, haben Hunderte von betenden Hindus voller Entsetzen mit angesehen, wie Arbeiter, zum größten Teil Moslems, das Dach ihres Tempels abrissen und die Gottheiten zerschlugen, die eingewanderte indische Arbeiter mit sich gebracht hatten. „Wir sind arm und unser einziger Trost sind unsere Tempel und nun verlieren wir die auch noch,“ sagte Kanagamah in tamilisch, der Sprache, die von ethnischen Indern gesprochen wird, die überwiegend Hindus sind und acht Prozent von Malaysias 26 Millionen Einwohnern ausmachen.

Nach dem Menschenrechtsanwalt P. Uthayakumar finden „die Zerstörungen willkürlich und unrechtmäßig statt und verstoßen gegen alle verfassungsmäßig garantierten Rechte der Religionsfreiheit“. Er sagte, die Tempel würden als illegale Bauwerke von den Behörden abgerissen, aber dieselben Behörden machen es den Gläubigen unmöglich, eine Baugenehmigung zu erhalten. Er verwies auf den Fall einer nahe gelegenen katholischen Kirche, die nach 30 Jahren Bemühungen schließlich eine Baugenehmigung erhielt. „Was sagt das über Religionsfreiheit aus?“ fragte er. Nun, es sagt aus, dass islamische Behörden immer noch gemäß der klassischen Klauseln der Dhimmi-Gesetzgebung vorgehen, nach denen Nicht-Moslems keine neuen Gebetshäuser bauen und keine alten reparieren dürfen.

Nach Sita Ram Goel hat Imam Hanifa “vorgeschlagen, dass Hindus, obwohl sie Götzenanbeter sind, wie Juden, Christen und Zoroastrier als ‚Schriftbesitzer’ akzeptiert werden und den Dhimmistatus erhalten können. Die islamischen Schwertkämpfer und Theologen in Indien folgten dieser islamischen Rechtsschule. Das ermöglichte es ihnen, die ‚krähengesichtigen Ungläubigen’ dieses Landes in den Status von ‚Zimmis’ zu erhöhen. Hindus konnten ihr Leben und Teile ihres Eigentums retten - wenn auch nicht ihre Ehre und ihre Anbetungs- und Pilgerstätten - indem sie die Jizya zahlten und sich einverstanden erklärten, unter hochgradig diskriminierenden Einschränkungen zu leben. Die einzige Wahl, die die anderen großen Imame des Islam - Malik, Shafii and Hanbal [zusammen mit Hanifa die Gründer der vier islamisch-sunnitischen Rechtsschulen] den Hindus ließen, war die zwischen Islam und Tod."

Von westlichen Apologeten hören wir oft, dass der „regionale Zwist“ auf dem indischen Subkontinent „auf Gegenseitigkeit beruhe“. Wenn das der Fall ist, wie kann man sich dann erklären, dass in Pakistan fast alle Nicht-Moslems ausgelöscht sind und die paar wenigen verbliebenen Christen und Hindus sich ständigen Schikanen und Misshandlungen ausgesetzt sehen? Die Bevölkerung von Bangladesh bestand noch vor wenigen Jahrzehnten aus dreißig Prozent Nicht-Moslems. Heute liegt ihre Zahl bei zehn Prozent. Im Gegensatz dazu hat sich in der gleichen Zeitspanne aufgrund höherer Geburtenraten die Zahl der Moslems in der Republik Indien erhöht. Weisen diese Statistiken auf „gegenseitige Feindseligkeit“ hin oder einfach nur auf eine Verfolgung Ungläubiger?

In der pakistanischen Provinz Sindh gibt es eine alarmierende Entwicklung: Moslems kidnappen pakistanische hinduistische Mädchen und zwingen sie, zum Islam zu konvertieren. Die besorgte ansässige Hindu-Gemeinde hat dazu Zuflucht genommenen, ihre Töchter zu verheiraten, so bald sie alt genug dafür sind. Alternativ wandern sie nach Indien, Kanada oder in andere Länder aus. In jüngster Zeit sind alleine in Karatschi mindestens 19 solcher Entführungen vorgekommen.

“Hat man je davon gehört, dass ein indisches muslimisches Mädchen dazu gezwungen wurde, den Hinduismus anzunehmen? Es sind Moslems, die mittels Einschüchterung gewinnen. Es sind Moslems, die eine Kultur überwältigen, indem sie sie bedrohen, die junge Mädchen entführen, so dass eine ganze Gemeinde auswandert oder sich den islamischen Mördern ergibt,“ sagt die Menschenrechtsaktivistin Hina Jillani. Auf Hindus und Christen in Pakistan wird herabgesehen. „Deshalb müssen sie minderwertige Jobs annehmen; ihre Aufstiegschancen auf jedem Gebiet sind gering.“

Das islamische Überwertigkeits-Syndrom reicht tief. In Milestones schreibt der Ägypter Sayyid Qutb über „einen triumphierenden Geisteszustand, der im Herzen des Gläubigen tief verankert sein sollte“ und zwar gegenüber allem. „Es bedeutet, sich sowohl dann überlegen zu fühlen, wenn die anderen schwach, wenige und arm sind als auch dann, wenn sie stark, viele und reich sind.“

„Wenn der Gläubige alles - egal ob althergebracht oder modern - was der Mensch je kannte, ansieht und es mit seinem eigenen Gesetz und System vergleicht, wird er feststellen, dass all das im Vergleich zu dem perfekten System und dem vollständigen Gesetz des Islam nichts weiter als Kinderspielzeug oder die Suche von Blinden ist. Und wenn er von seiner hohen Warte aus mit Mitgefühl und Sympathie auf die irrende Menschheit und ihre Hilflosigkeit und Verirrung herabsieht, dann findet er in seinem Herzen nichts als ein Gefühl des Triumphs über Irrtum und Unsinn. ( … ) Bedingungen ändern sich, der Moslem verliert seine physische Stärke und wird erobert, aber das Bewusstsein, dass er der am höchsten Stehende ist, verlässt ihn nicht. Wenn er ein Gläubiger bleibt, sieht er auf seinen Eroberer von einer höheren Warte aus herab. Er behält die Gewissheit, dass dies nur ein vorübergehender Zustand ist, der vorbei gehen wird, und dass der Glaube den Gezeitenwandel bringen wird, aus dem es kein Entkommen gibt.“

Unter dieser islamischen Mentalität der Vormachtstellung liegt noch die Vorstellung von arabischer Vormachtstellung. Um wieder Qutb zu zitieren: „Was sind die Araber ohne Islam? Welche Ideologie gaben sie der Menschheit oder können sie ihr noch geben, wenn sie den Islam aufgeben? Die einzige Ideologie, mit der die Araber die Menschheit voranbrachten, war der islamische Glaube, der sie in die Position der Führerschaft über die Menschen erhob. Wenn sie diesen Glauben aufgeben, werden sie in der Geschichte der Menschheit keine Funktion mehr haben und keine Rolle mehr spielen.“

Natürlich gibt es jene, die Sayyid Qutb als „Extremisten“ abqualifizieren, da seine Werke wie Milestone und ganz besonders In the Shade of the Qur’an seit seiner Hinrichtung durch Gamal Abdel Nassers Regime im Jahr 1966 zahllose Djihadisten inspiriert haben. Aber Qutb’s Vorstellungen von islamischer Vormachtsstellung basieren auf einer stabilen islamischen Grundlage.

Nach Hugh Fitzgerald gibt es “innerhalb des Islam, einer angeblich universalen Religion, in der alle Moslems in der Umma gleich sind, eine besondere Stellung für Araber.“ Der Koran ist in arabisch geschrieben und „wurde den Arabern, dem besten unter den Völkern, vermittelt, gegeben, offenbart. Der beste der Menschen, Mohammed, war ein Araber und seine Gefährten waren es auch. Der Koran selbst sollte idealerweise nicht in irgendeiner anderen Sprache als arabisch gelesen werden (und zwar in dem Arabisch, in dem er geschrieben wurde, nicht in irgendeiner vereinfachten oder modernisierten Version). Koranisches Rezitieren erfolgt auf arabisch. Die Studenten aus Pakistan oder Indonesien oder von anderswo, die ihre jungen Leben damit verbringen, den Koran auswendig zu lernen, lernen im Endeffekt arabisch auswendig, eine Sprache, die sie entweder gar nicht kennen oder höchst unvollständig verstehen. Und doch ist es das Arabisch des 7. Jahrhunderts, real oder eingebildet, das als Leitfaden für das Leben dienen muss. ( … ) In Saudi-Arabien gibt es Apartheid: die Schilder „Moslems“ und „Nicht-Moslem“ stehen überall. Aber „Moslems“ werden weiter unterteilt in Araber ( erster Klasse) und Nicht-Araber ( zweiter Klasse). Das ist der Aufmerksamkeit vielen moslemischer Nicht-Araber, die in Saudi-Arabien leben, nicht entgangen - oder zumindest nicht der Aufmerksamkeit aller.“

Dieser arabische Vormachtsanspruch wird von Ungläubigen als Waffe gegen den Islam unterschätzt: „Es kann einen Teil zur Schwächung des Islam beitragen, vielen Moslems aufzuzeigen, dass der Islam einfach nur eine arabische Erfindung und ein arabischer Exportartikel ist, ein vergifteter Kelch, der höhere und überlegene Zivilisation erniedrigt hat. Das findet wahrscheinlich vor allem im Iran unter jenen, die die Nase voll von der Islamischen Republik haben, Resonanz - das heißt bei jedem denkenden Menschen mit einem moralischen Bewusstsein im Iran.“

In Marokko gibt es Aktivisten, die sich darüber beklagen, dass der Einfluss der Berber auf Politik und Ökonomie begrenzt ist. „Wir sind keine Araber, bringt die wahre Geschichte ans Tageslicht,“ skandierten Hunderte marokkanische Berber bei Demonstrationen am Tag der Arbeit mit Slogans in ihrer Sprache Tamascheq und mit Plakaten in der Berberschrift Tifanagh. Berber sind die Ureinwohner Nordafrikas vor der arabischen Invasion im siebten Jahrhundert. Die marokkanische Verfassung sagt aus, das Land sei arabisch und der Islam seine Religion. Der prozentuale Anteil der Berber ist nicht offiziell bekannt, aber unabhängige Quellen geben an, sie würden die Bevölkerungsmehrheit ausmachen. Die weltweite Gesamtbevölkerung der Berber wird auf 25 Millionen geschätzt, die hauptsächlich in Algerien, Libyen, Mali, Mauretanien, Niger und Tunesien konzentriert sind.

Islamische Vorstellungen von Ungleichheit werden bereits in den Westen exportiert. Im Jahr 2005 wurden zwei Männer bei einem Aufruhr getötet, in den eine Gruppe von Einwanderern der zweiten Generation in Kopenhagen, Dänemark, involviert war. Gemäß Imam Abu Laban ( der später dafür verantwortlich war, zum Hass gegen das Land, in dem er lebt, wegen der berühmten Mohammedkarikaturen in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten aufgestachelt zu haben) könnte der Rachedurst gestillt werden, wenn 200.000 Kronen von der Familie des Mannes, der die Schüsse abgab, bezahlt würden. 200.000 dänische Kronen ( 28.200 Euro ) entsprechen ungefähr dem Wert von 100 Kamelen, eine Zahl die auf einem Beispiel von Mohammed selbst beruht. Die Vorstellung von Blutgeld entspringt dem Koran, 2.178: O ihr, die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch bei Totschlag die Wiedervergeltung: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven, das Weib für das Weib. Wenn einem von seinem Bruder etwas nachgelassen wird, dann soll die Beitreibung auf rechtliche Weise und die Leistung an ihn auf gute Weise erfolgen. [Deutsche Übersetzung nach Koury].

Politiken, eine linkslastige, intellektuelle Zeitung, die den Multikulturalismus in Dänemark verherrlicht, argumentierte, dass das Prinzip des Blutgeldes eine Erwägung wert sei. Glücklicherweise hallte ihr ein Aufschrei wütender Bürger entgegen. Es gibt mindestens zwei große Probleme mit dieser islamischen Art von „Gerechtigkeit“. Das erste ist, dass sie zwischen Familien, Stämmen oder Clans ausgeübt wird und nicht in einem Justizsystem von Behörden, wobei es doch eine Sache ist, die nur die betroffenen Individuen angeht und nicht den gesamten Clan. Wir im Westen hatten ähnliche Stammesfehden in der Vergangenheit, aber wir gaben diese Praxis vor langer Zeit auf, wie es Moslems besser auch getan hätten. Das größte Problem wird aber entstehen, wenn dieses Stammessystem das westliche Justizsystem in einem Ausmaß untergräbt, dass auch Westler wieder auf solche Stammesgesetze zurückgreifen, um sich selber zu schützen.

Viele Kommentatoren in Dänemark waren nicht in der Lage oder bereit, den schlimmsten Teil des Blutgeld-Konzepts zu verstehen. Es ist nicht nur vormodern und anti-individualistisch, die Ausgleichszahlung ist auch grundlegend von Ungleichheit geprägt. Moslemische Männer sind die einzigen Vollmitglieder der islamischen Gemeinschaft. Alle anderen haben aufgrund ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ihres Sklavenstatus mindere Rechte.

Die Höhen des Blutgelds spiegeln dieses Apartheidsystem wider. Ein saudisches Gericht hat geurteilt, dass das Leben einer Frau dem Bein eines Mannes gleichwertig ist. Das Gericht verurteilte einen Saudi, an einen syrischen Einwanderer Blutgeld zu zahlen, nachdem dieser sechs Monate zuvor bei einem Autounfall die Frau des Syrers getötet und dessen beide Beine schwer verletzt hatte. Das Gericht setze eine Ausgleichszahlung von 13.000 Dollar für die Ehefrau und den gleichen Betrag für jedes der Beine des Mannes fest. Das Leben eines Ex-Moslems ist nach islamischem Gesetz überhaupt nichts wert. Er ist ein Verräter, ein Apostat und kann straflos getötet werden.

In der Ausgabe vom 9. April 2002 veröffentlichte das Wall Street Journal das Blutgeld-Konzept Saudi-Arabiens. Wenn eine Person getötet wurde oder ihr Tod von einer anderen Person verursacht wurde, hat der letztere Blutgeld oder Entschädigung wie folgt zu zahlen:

  • 100,000 Riyal, wenn das Opfer ein moslemischer Mann war
  • 50,000 Riyal für eine moslemische Frau
  • 50,000 Riyal für einen christlichen Mann
  • 25,000 Riyal für eine christliche Frau
  • 6,666 Riyal für einen Hindu-Mann
  • 3,333 Riyal für eine Hindu-Frau

[Anm. d. Ü.: In Euro ungefähr ein Fünftel der Beträge, also zwischen 20.200 und 670 Euro]

In einem saudischen Schulbuch steht, nachdem die intoleranten Passagen angeblich entfernt worden waren, in einem Text über Rechtssprechung für die 10. Klasse: „Blutgeld für einen freien Ungläubigen: [Die Höhe] beträgt die Hälfte von dem, was für einen männlichen Moslem bezahlt wird, unabhängig davon ob er ‚Schriftbesitzer’ oder kein ‚Schriftbesitzer’ ( wie zum Beispiel ein Heide, Zoroastrier etc.) ist.

Blutgeld für eine Frau: Die Hälfte des Blutgelds für einen Mann gemäß dessen Religion. Das Blutgeld für eine moslemische Frau beträgt die Hälfte des Blutgeldes für einen männlichen Moslem und das Blutgeld für eine ungläubige Frau beträgt die Hälfte des Blutgeldes für einen männlichen Ungläubigen.”

Ali Sina führt aus: “Nach dieser Hierarchie ist das Leben eines moslemischen Mannes 30 mal so viel wert wie das Leben einer Hindu-Frau. Diese Hierarchie gründet auf der islamischen Definition von Menschenrechten und wurzelt im Islam und der Scharia (dem islamischen Gesetz). Wie können wir von Demokratie reden, wenn das Gleichheitskonzept im Islam nicht existent ist?“

Er ist der Ansicht, dass das islamische Regierungssystem dem Faschismus verwandt ist:

  • Es ist durch Machtzentralisierung auf einen obersten Herrscher gekennzeichnet, der mit göttlichen Weihen ausgestattet ist.
  • Es übt strenge sozioökonomische Kontrolle über alle Aspekte aller Untertanen unabhängig von deren Glauben aus. Es unterdrückt jede Opposition durch Terror und Zensur.
  • Es nimmt eine kriegerische Haltung gegenüber Ungläubigen ein.
  • Es praktiziert religiöse Apartheid.
  • Es verachtet die Vernunft.
  • Es ist imperialistisch.
  • Es ist unterdrückerisch.
  • Es ist diktatorisch und
  • Es ist kontrollierend.

Nach Sina ist „Islam politisch und politischer Islam ist Faschismus.“

An der Ryerson Universität in Toronto, Kanada, stellen Moslems ihr Überlegenheits-Syndrom offen zur Schau:

Die größte Studentenvereinigung auf dem Campus, die Muslim Students' Association (MSA), hat das Monopol auf die Benutzung des Multireligions-Raumes. Eric Da Silva, der Präsident der katholischen Studentenvereinigung, sagte, seine Gruppe habe versucht, den Raum für die Abhaltung einer Messe zu erhalten, sei aber von den Universitätsangestellten informiert worden, dass der Raum von moslemischen Studenten “dauerhaft ausgebucht” sei. „Niemand möchte den Moslems den Platz wegnehmen, wir möchten ihnen nicht auf die Zehen treten,“ sagte Da Silva. Er gab sich Mühe, für die Gruppe eine andere Räumlichkeit zur Abhaltung der Messe zu finden und der Konflikt wurde schnell beigelegt. Der Raum, der aufgeteilt worden war, um die Trennung zwischen Männern und Frauen zu ermöglichen, auf dessen Fußboden Streifen für das Gebet aufgeklebt waren und dessen Wände islamische Dekorationen zierten, war sowieso nur für Moslems einladend. Eine kanadische Studentenorganisation, die sich der Aufdeckung von religiöser und kultureller Diskriminierung verschrieben hat, wurde von der MSA an den Campus gerufen, aber sie kümmerte sich ausschließlich um das Problem der Islamophobie.

Raymond Ibrahim, ein Forscher und Bibliothekar an der US Library des Kongresses warnt davor, vor islamischen Überlegenheitsvorstellungen einzuknicken:

„In den Tagen, bevor Benedikt XVI die Hagia Sophia in Istanbul besuchte, drückten Moslems und Türken Angst, Befürchtungen und Wut aus. Gemäß der unabhängigen türkischen Zeitung Vatan ‚besteht das Risiko, dass Benedikt die türkischen Moslems und große Teile der islamischen Welt in Wutausbrüche stürzen wird, wenn auch nur die leiseste Wahrnehmung entsteht, der Papst versuche ein Zentrum der Christenheit, das einst an die Moslems fiel, wieder zu beanspruchen.’ Offenbar würde das sich Bekreuzigen oder sonst irgendeine Geste christlicher Anbetung in der Hagia Sophia ein solches Sakrileg darstellen. Im 6. Jahrhundert erbaut, war die Hagia Sophia - griechisch für Heilige Weisheit - die größte und berühmteste Kirche der Christenheit. Nachdem Konstantinopel - heute Istanbul - über Jahrhunderte andauernde Attacken der Araber abwehrte, wurde die Stadt 1453 schließlich doch von den Türken eingenommen und die Kreuze der Hagia Sophia wurden entweiht und ihre Ikonen geschändet.“

Die Türken hätten sich keine Sorgen machen müssen. Der Papst verhielt sich bei seinem Besuch auf dem früheren griechischen, christlichen Gebiet, das heute als Türkei bekannt ist, als perfekter Dhimmi. Ibrahim glaubt, dass „der Westen den Gelegenheiten, solche Überzeugungen auszudrücken, ständig aus dem Weg geht. Durch Selbstkritik, Entschuldigungen und das Angebot von Zugeständnissen - alles Dinge, die eigentlich von der islamischen Welt kommen müssten - bestätigt der Westen die Auffassung, dass der Islam eine privilegierte Stellung in der Welt hat.“

Diese Blindheit gegenüber der Bedrohung, die von dem tief eingravierten islamischen Überlegenheits-Syndrom ausgeht hat enorme Konsequenzen, wenn man versucht, „Demokratie“ in islamische Länder wie den Irak zu exportieren.

Im September 2005 drückte der chaldäische Patriarch von Bagdad gegenüber irakischen Offiziellen die Furcht katholischer Bischöfe aus, dass die Verfassung der Diskriminierung von Nicht-Moslems „Tür und Tor öffnen“ werde. Artikel 2.1 (a) besagt: „Es kann kein Gesetz verabschiedet werden, das den unstrittigen Regeln des Islam widerspricht. Die Darlegung der Bischöfe kam zu folgendem Schluss:“ Dies öffnet der Verabschiedung von Gesetzen, die gegenüber Nicht-Moslems ungerecht sind, Tür und Tor.“ Glyn Ford, ein britisches Parlamentsmitglied, schloss sich Mark Seddon, dem früheren Herausgeber der Tribune und Andy Darmoo, dem Vorsitzenden von Save the Assyrians, an und schlug im Namen der assyrischen Christen Alarm: „Sie werden davon abgehalten, zu wählen und in den vergangenen Monaten mussten viele erleben, dass ihr Land besetzt und gestohlen wurde, dass Brandsätze in ihre Kirchen geworfen und ihre Familien attackiert wurden. Wäre es nicht an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft beginnt, sich für die Rechte der Assyrer und anderer Minderheiten einzusetzen, bevor es zu spät ist?“

Eine Gruppe moslemischer Männer ergriff einen sieben Jahre alten mandäischen Jungen von einer alten gnostischen Sekte im Irak, übergossen ihn mit Benzin und zündeten ihn an. Als das Kind zu Tode verbrannte, rannten die Moslems herum und schrien „Verbrennt die dreckigen Ungläubigen“. „Viele Ärztinnen sind getötet worden, Polizeibeamtinnen, Reporterinnen und Journalistinnen.“ sagte Rajaa al-Khuzai vom irakischen Nationalen Frauenrat. Heute „sind Frauen leichte Zielscheiben“, insbesondere Frauen in höheren Positionen wie auch sie selber, fügte sie hinzu. Diese Unterdrückung von Frauen und Nicht-Moslems befindet sich in voller Übereinstimmung mit der islamischen Scharia und war depremierenderweise auch vorhersehbar.

Obwohl Christen weniger als vier Prozent der Bevölkerung ausmachten, bildeten sie die größte Gruppe von Flüchtlingen, die im ersten Quartal 2006 in der jordanischen Hauptstadt Amman eintrafen. In Syrien waren 44 Prozent der registrierten irakischen Asylsuchenden seit dem Dezember 2003 als Christen registriert. Sie flohen vor Mord, Kidnapping und Todesdrohungen. „In den Schulen sagen die Kinder jetzt, Christen wären Kaffir (Ungläubige)“. Der katholische Bischof von Bagdad Andreos Abouna wird zitiert, er habe gesagt, die Hälfte aller irakischen Christen sei seit der US-geführten Invasion im Jahr 2003 aus dem Land geflohen. Manche warnten davor, dass in zwanzig Jahren alle Christen aus dem Irak verschwunden sein werden. „Es wäre für die Amerikaner und Briten ein leichtes gewesen, uns zu unterstützen, als die Kirchen gebombt wurden - es war eine historische Chance - aber sie haben nichts getan. Wenn sie uns finanziell unterstützt hätten, hätten wir zum Beispiel alle christlichen Familien in Mosul schützen können.“

US-Präsident George W. Bush sagte, er würde es akzeptieren, wenn die Iraker in demokratischen Wahlen dafür stimmen sollten, eine islamisch-fundamentalistische Regierung zu bilden. „Ich werde zwar enttäuscht sein, aber Demokratie ist Demokratie.“

Ist das wirklich das gleiche, Mr. Bush?

Das bringt uns zurück zu Platon, der die Demokratie als nichts weiter als eine erweiterte Form der Herrschaft des Pöbels kritisiert. Und wenn keine Beschränkungen, Kontrollen und Ausgleichsinstrumentarien vorhanden sind, dann ist diese Definition auch korrekt. Benjamin Franklin sagte “Demokratie bedeutet, dass zwei Wölfe und ein Lamm abstimmen, was es zum Mittagessen gibt. Die Freiheit ist ein gut bewaffnetes Lamm, das an dieser Wahl teilnimmt!“ Das ist der Grund, aus dem er und die anderen Gründungsväter wollten, dass die USA eine konstitutionelle Republik wurde und keine reine Demokratie.

Es ist merkwürdig, dass die Vereinigten Staaten in den Irak ein naives Demokratie-Konzept exportieren wollten, eines, das zu wenig Rechte und Garantien für Individuen und Minderheiten beinhaltet, eines, das ihre eigenen Gründungsväter genau aus diesem Grund explizit verworfen haben. Und dabei ist noch nicht einmal der Islam berücksichtigt, in dem Schikanen und Verfolgungen von Minderheiten und die Unterdrückung der persönlichen Freiheit eine Sache des Prinzips sind.

Nicht-Moslems und Frauen im Irak zahlen jetzt mit ihrem Leben für diesen naiven Fehler.


Teil 3


Teil 4

Teil 5

6.1.07 19:59
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Wired (7.1.07 16:28)
Super, Eisvogel schriebt wieder!


frank (8.1.07 11:41)
Vielen Dank, Eisvogel.
Ich wünsche Dir Gesundheit und Kraft zum weitermachen !


Mir (10.1.07 17:11)
>> Nicht-Moslems und Frauen im Irak zahlen jetzt mit ihrem Leben für diesen naiven Fehler.

Und vorher zahlten sie für den Fehler, daß Saddam jemals an die Macht kommen konnte. Übrigens zahlen sie jetzt weniger für den "Fehler", daß man ein freies und demokratisches System installieren wollte, sondern vor allem für:

1. Den Irrtum, der Islam sei eine Religion wie alle anderen auch, und mit Demokratie und Freiheit problemlos vereinbar.

2. Den Fehler, daß man bis heute scheinbar fast nicht dagegen tut, daß andere Länder die terroristischen Mörderbanden unterstützen.

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