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Zivilcourage ist, wenn einer aufsteht und laut sagt....?

Ich möchte vier Geschichten erzählen.

Die erste Geschichte ist von mir ( so wie sich's gehört: der Esel geht immer voran ) und sie trug sich vor vielen Jahren zu, als ich meine erste richtige Arbeitsstelle antrat.

Neben einigen netten Männern gab es in der Abteilung außer mir noch zwei Frauen, die sehr eng miteinander befreundet waren. Sie nahmen mich in ihre Zweiergruppe auf, man ging stets schön brav in Geschlechtertrennung zum Mittagesssen und wir trafen uns auch privat. Eine davon mochte ich sehr, die andere war - um's offen auszudrücken - eine rotzfreche dumme Nuss, die sich stets in den Vordergrund drängte, unlustige Witze riss, über die man pflichtschuldigst lachen musste, kaum ein interessantes Gesprächsthema kannte und darüber hinaus auch noch eine Ultra-Emanze war, die mir einfach nur auf die Nerven ging. Ich verstand nicht, wie die nette Kollegin mit so jemandem befreundet sein konnte. Andererseits hatte ich selber aber auch eher mehr Kontakt zu der Nervtöterin als zu der Netten - einfach deshalb, weil sie aufdringlich war und mich ständig zu Hause anrief. Ich zog mich - obwohl das mein einziger Kontakt in der neuen Stadt war - so gut es ging von Aktionen zu dritt zurück und blieb oft alleine zu Hause.

Irgendwann ergab es sich dann mal, dass ich mit der netten Kollegin alleine einen Weiberabend bei ihr zu Hause verbrachte. Und es ergab sich auch, dass wir dabei den italienischen Rotwein in Strömen fließen ließen und zu fortgeschrittener Stunde schließlich leicht einen im Tee hatten.

Irgendwann sagte eine von uns - und wir wussten auch sofort danach nicht mehr, welche von uns es eigentlich war - "Eigentlich kann ich A. (die Nervtöterin) gar nicht so übermäßig leiden." Dann war das Eis gebrochen und wir waren uns nach kurzer Zeit einig, dass "gar nicht so übermäßig leiden" stark untertrieben war und dass wir sie beide nicht ausstehen konnten. Meine nette Kollegin erklärte ihre "Freundschaft"mit ihr damit, dass sie nur zwei Frauen unter lauter Männern in der Abteilung waren und dass es ihr einfach peinlich gewesen sei, ihr gegenüber (die von den Männern offensichtlich sehr geschätzt wurde, was ich aber im Nachhinein auch stark anzweifle, die haben sich wahrscheinlich auch nur nicht getraut, weil jeder dachte, er sei der einzige, den sie nervt) etwas, das man als Zickenstreit bezeichnen könnte, anzufangen und Angst davor hatte, als stutenbissig angesehen zu werden. Mir ging's genauso. Ich wäre viel lieber mit einigen der Männer zum Mittagessen gegangen - aber wie hätte das von "der Neuen" ausgesehen? Als ob ich mich an die ranschmeißen wollte!

Die zweite Geschichte ist von Hans Christian Andersen, sie ist 170 Jahre alt und heißt Des Kaisers neue Kleider.

Die dritte Geschichte ist von Politically Incorrect, ein paar Stunden alt und sie heißt Migranten-Berichterstattung: Die Kehrtwende des Tagesspiegels. Es geht darum, dass sich die Berichterstattung des Tagesspiegels geändert hat und vor allem geht es mir hier darum, wie sie sich geändert hat. EIN - nur 1 - Redakteur hat persönlich schlechte Erfahrungen mit Migranten gemacht und daraufhin einen ehrlichen Artikel geschrieben. Hat sich wohl daraufhin der Chefredakteur Gedanken gemacht und die Maxime herausgegeben: "Wir schreiben jetzt alle nur noch kritische Artikel zu dem Thema?" Vielleicht. Ich glaube aber nicht, dass das so autoritär ablief, ich vermute eher, dass da offene Türen eingerannt wurden.

Political Correctness ist keine Erfindung unserer Zeit. Offenbar gab es sie schon in der Zeit von Hans-Christian Andersen, denn sonst wäre ihm nie die Idee zu diesem Märchen gekommen. Es gab sie zu der Zeit, als ich meine erste Arbeitsstelle antrat und es gibt sie in unzähligen Variationen. Vom kleinen Privaten bis zum riesengroßen politischen. Darauf reinzufallen ist kein Phänomen unserer Gesellschaft, es ist ein Phänomen der Menschheit. Es entspringt der Tatsache, dass wir soziale Wesen sind und aus dem Wunsch, von unseren Artgenossen anerkannt und nicht ausgegrenzt zu werden.

Das Kind aus "Des Kaisers neue Kleider" war ... nun eben ein Kind. Meine Kollegin und ich hatten Vadder Alkohol gebraucht und ein Redakteur des Tagesspiegels bekam seinen Tritt in den politisch korrekten Hintern durch die ganz persönliche Angsterfahrung, die Fress epoliert zu kriegen.

Es braucht Auslöser. Interessant ist daher auch die Frage, wie jeder von uns "Islamophoben" sein ganz privates Aha-Erlebnis bekommen hat, das ihn dazu brachte, die Meinung zu wechseln. Ich vermute, es sind sehr unterschiedliche. Ich bin aber auch sicher, dass sie existieren. Denn im Gegensatz zur Ansicht hartgesottener Gutmenschen sind die meisten "Islamophoben" auf der zeitlichen Erkenntnisleiter nicht unterhalb der politisch Korrekten sondern bereits weiter. Man merkt an der Argumentation politisch korrekter Leute, dass sie denken, man wäre "noch nicht so weit", ihre moralisch überlegene Ideologie zu kapieren. In Wahrheit haben aber die allermeisten von uns diese Ideologie ebenfalls einst gepflegt und sie bewusst abgelegt, weil sie sie als falsch erkannten.

Die vierte Geschichte fehlt noch:

Sie ist wieder von mir und sie ereignete sich vor einigen Monaten, als ich gegenüber einem mir nahestehenden jungen Mann eine wütende Tirade über "Islam heißt Frieden"-Schwätzer losließ. Von Gutmenschen ganz allgemein über die üblichen Verdächtigen bei den Grünen, Wolfgang Schäuble und Horst Köhler bis hin zu Tony Blair und George W. Bush müssen an dem Abend vielen Leuten die Ohren böse geklingelt haben. Ich fragte fassungslos, wie es sein könnte, dass man so blind und blöd sein kann. Der junge Mann sagte mir: "Ich glaube, Du irrst Dich. Die finden den Islam genauso zum Kotzen wie wir. JEDER findet den Islam zum Kotzen. Sogar Claudia Roth. Sie sagen es nur nicht, weil sie denken, man darf es nicht sagen". Nach der Lektüre des PI-Artikels über den Tagesspiegel glaube ich, er hat vielleicht nicht so ganz Unrecht.

Ich muss den Halbsatz aus der Überschrift noch beenden:

Zivilcourage ist, wenn einer aufsteht und laut sagt, was er im Gegensatz zu allen anderen denkt?

Jein. Nicht immer ist es so schwer. 

Zivilcourage ist ganz oft auch nur, wenn einer aufsteht und laut sagt...

...was alle denken.

2.2.07 14:38
 


bisher 12 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Uwe (2.2.07 16:26)
Wunderbare Geschichten.

Mehr davon!!

MfG

Uwe Bresztowszky


Mir (2.2.07 21:04)
Anstand, Mitgefühl, anderen Menschen nicht alles (unerfreuliche) ins Gesicht zu werfen sind nicht per se gleichzusetzen mit PC. Ansonsten natürlich wieder mal ein guter und gut geschriebener Beitrag, Eisvogel. Danke auch für deine Mühe mit der Übersetzung des Fjordman-Artikels.


Alex N. (2.2.07 22:13)
Guter Artikel, Eisvogel. Lese Deine Kommentare auf PI immer sehr gerne, Du triffst den Nagel meist auf den Kopf. Deinen Blog habe ich aber erst jetzt entdeckt und gleich mal gebookmarkt. :-)


Joachim (2.2.07 23:57)
.. ach eisvogel, du setzt mich immer wieder in Verwunderung und Erstaunen ... ich muss diesen Artikel erstmal verdauen, bis mir dazu was einfällt, aber ich danke Dir jetzt schon .. hoffentlich lesen das viele!!!

liebe Grüße von Joachim


karim (3.2.07 16:55)
Auch ich bedanke mich für Ihre Arbeit! Lese immer wieder und gern Ihre Artikel resp. die Übersetzungen Fjordman's Beiträge.
Dankeschön nochmals!


AmaPhil / Website (3.2.07 18:18)
Ihr findet den Islam zum Kotzen? Was ist der Islam? Das, was im Koran steht? Wer zwingt euch, den Koran zu lesen? Oder die Moscheen? Wer zwingt euch, in Moscheen zu gehen? Oder das Kopftuch? Wer zwingt euch, Kopftuch zu tragen? Oder vielleicht findet ihr Moslems zum Kotzen? So wie die Antisemiten Juden zum Kotzen finden?

Fragen über Fragen...


Acht der Schwerter / Website (4.2.07 01:32)
Ihr findet den Islam zum Kotzen?

Also ich schon.

Dass "alle" das tun, war eine flapsige Bemerkung eines jungen Mannes, die ich damals so nicht glaubte. Wenn mit "alle" 100,00% gemeint sind, dann glaube ich sie natürlich immer noch nicht. Aus dem Sinnzusammenhang ergab sich aber, dass er nicht 100,00% meinte, sondern eher viele von denen, die so tun, als ob sie den Islam gut oder wengstens neutral fänden. Und ich glaube inzwischen: Ja, da könnte was dran sein.

Übrigens habe ich auch den Eindruck, dass viele Moslems selber den Islam zum Kotzen finden, sie gestehen es sich nur nicht ein und projizieren die miese Laune, die daraus entsteht, dass sie ihm angehören, auf andere.

Was ist der Islam? Das, was im Koran steht?

Ja. Das und das, was in den Hadithen steht, das was islamische Gelehrte sagen, das, was in unseren "Problemvierteln" abgeht und das, was derzeit bei 7375 in nebenstehendem Zähler steht.

Oder was sonst?

Wer zwingt euch, den Koran zu lesen?

Keiner. Wir gehören zu den Menschen, die auch Dinge tun, zu denen sie keiner zwingt

Oder die Moscheen?

Yep. Die auch.

Wer zwingt euch, in Moscheen zu gehen?

Ebenfalls keiner. Ich würde auch eher mit Sommerkleid in die Antarktis gehen als in eine Moschee.

Oder das Kopftuch?

Das interessiert mich weniger.


Acht der Schwerter / Website (4.2.07 01:32)
Oder vielleicht findet ihr Moslems zum Kotzen?

Das unberechenbare Hin-und Herpendeln zwischen Aggressivität und Opfer-Gejammer sowie eine frappant humorlose Mimosenhaftigkeit und Unzugänglichkeit für logische Argumentation fällt im Gespräch mit Moslems leider extrem auf. Und ja, das finde ich in der Tat zum Kotzen.


Ich kenne die übergrpße Mehrheit der 1,x Milliarden Moslems nicht, finde viele, die ich kenne, unsympathisch und manche neutral. Ein gläubiger Moslem, der mir sympathisch ist, ist mir leider noch nicht begegnet.

Aber kann ja noch kommen.

So wie die Antisemiten Juden zum Kotzen finden?

Der Hass von Antisemiten auf Juden speist sich vor allem aus einem Unterlegenheitsgefühl, das trotzig mit einer Pseudo-Überlegenheit kompensiert wird und aus Neid.

Ich fühle mich Moslems nicht unterlegen. Und ich beneide sie ganz bestimmt nicht.


Acht der Schwerter / Website (4.2.07 01:32)
Danke für die netten Kommentare


lebowski (16.2.07 08:53)
Eine schöne Geschichte gibt es noch. Es ist das Drama "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch.

Beim Bürger Biedermann, wobei der Name schon alles über seinen Charakter sagt, nisten sich Obdachlose ein, wobei ihm und dem Leser schnell klar wird, dass es sich um Brandstifter handelt. Die Obdachlosen schaffen Benzinfässer auf den Dachboden, besorgen den Zündmechanismus und das alles vor Biedermanns Augen. Sie geben sich nicht die geringste Mühe zu vertuschen, dass sie Brandstifter sind.
Aber Biedermann schmeißt die Leute nicht aus seiner Wohnung, er zeigt sie auch nicht bei der Polizei an. Stattdessen versucht er sich mit ihnen zu verbrüdern und hofft verzweifelt, dass sie wenigstens sein Haus nicht anzünden.
Biedermann besitzt genau die Geisteshaltung, die dem Totalitären zum Erfolg verhilft.


Jutta (13.5.07 10:01)
DANKE und bezüglich "des Aufstehens": I will do my very best!


silke (21.1.10 21:26)
Hallo,
ich fühle mich hier einsam, isoliert. Es gibt hier kaum Menschen meinesgleichen. Meine Kinder lies ich die Schule wechseln, da kaum einer sie verstanden hat. Wir sprechen deutsch und sind Christen. Ich fragte bei Gutefrage.net an, wo wir hinziehen können. Es sollte ein Ort, möglichst an der Ostsee sein, mit keinen oder wenig Moslems. Leider wurde die Frage sofort gelöscht. Wir müssen zwar (noch) keine Moscheen besuchen, aber ein Kopftuch wäre für mich mittlerweile wohl angenehmer in der Öffentlichkeit. Im Sommer gibt es dann wieder unwahrscheinlich viel multikulturelle Musik aus den BMWs. Unsere Krankenhausflure, Arztpraxen und Läden haben den wohligen Hauch von fremdländischen Basaren. Ich weiss auch nicht warum ich all das (und das was ich nicht schreibe) aufgeben will für ein harmonisches, friedliches Leben an der See.

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