Startseite
    Warum Acht der Schwerter?
    Deutschland/Europa
    Fjordman Report auf deutsch
    Israel
    Islam
    Handbuch für Israelkritiker
    Inhaltsverzeichnis
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Freunde
    bundeskanzlerin
    - mehr Freunde




  Links
   Gates of Vienna ( engl.)
   Gegenstimme
   German Media Watch
   Gudrun Eussner
   Henryk Broder
   Heplev
   Honestly Concerned
   Honestreporting
   Islam-Deutschland.info
   Islamisierung-Info
   Israpundit (engl.)
   Jihad Watch (engl.)
   Jihad Watch Deutschland
   Koraninfo
   Koran-Terror
   Little Green Footballs ( engl.)
   Lizas Welt
   Magnus Becker
   Mekkaecke
   Michelle Malkin (engl.)
   Middle-East-Info (engl.)
   Mimus Vitae
   Nebeldeutsch
   Outcut TV (Videoblog)
   Politically Incorrect
   PAX Europa
   Rebellog
   Spirit of Entebbe
   Thomas Tartsch
   Yashiko Sagamori (engl.)
   Zeitwort.at



http://myblog.de/acht-der-schwerter

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ist der Islam mit Demokratie kompatibel? Teil 3 von 5

Von Fjordman

 

Original von 10.Januar 2007: Is Islam Compatible with Democracy? part 3

Teil 1 auf deutsch

Teil 2 auf deutsch

"In die Herzen der Ungläubigen werde ich Schrecken werfen. Trefft sie oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger hab" (Koran, 8.12 deutsche Übersetzung nach Rassoul) "Allahs Apostel sagte: 'Ich wurde durch Schrecken ( der in die Herzen des Feindes geworfen wurde) siegreich gemacht.'" Hadith von Bukhari, Band 4. Buch 52, Nummer 220.

Derjenige der Schrecken auf andere wirft, befindet sich selbst in ständiger Furcht. Claudian (römischer Dichter)

In seiner Islamischen Deklaration von 1970, in der er einen komplett fundamentalistischen Moslemstaat forderte, schrieb der spätere bosnische Präsident Alija Izetbegovic: "Ein Moslem existiert ganz allgemein nicht als Individuum. Wenn er als Moslem leben und überleben will, muss er sich eine Umgebung, eine Gemeinschaft, eine Ordnung erschaffen. Er muss die Welt verändern oder er wird selbst verändert. Die Geschichte kennt keine wahrhaft islamische Bewegung, die nicht gleichzeitig auch eine politische Bewegung war."

Der amerikanische Islamgelehrte Franz Rosenthal sagte, dass von einem individuellen Moslem "erwartet wird, dass er die Unterordnung seiner eigenen Freiheit unter den Glauben, die Moral und die Gebräuche der Gruppe als einzig richtiges Verhalten ansieht. ( ... ) Vom Individuum wird nicht erwartet, dass es irgendeine freie Wahl trifft, wie zum Beispiel die, von wem es regiert werden will. Im allgemeinen erlaubte die Regierung keinerlei Mitwirkung des Individuums als solchem, das daher auch keinerlei Freiheit gegenüber der Regierung genoss."

Der iranische Ex-Moslem Ali Sina führt aus, dass "Entindividualisierung durch verminderte Selbsterkenntnis und Individualität gekennzeichnet ist. Im Islam wird Individualität geleugnet und das Leben des Individuums ist mit dem der Umma verschmolzen. Entindividualisierung vermindert die Selbstbeherrschung und normative Verhaltensregulierung eines Individuums. Sie fördert das kollektive Verhalten von gewaltbereiten Menschenmengen, hirnlosen Hooligans und Lynchmobs." Ihm zufolge "ist es ironischerweise die Brutalität und repressive Natur des Islam, die dieser Doktrin im Zusammenspiel mit ihrer absoluten Irrationalität zum Erfolg verholfen und sie so lange am Leben erhalten hat."

Der hochgeschätzte Autor F.A. Hayek schrieb hingegen in seinem Klassiker The Road to Serfdom (deutsch: Der Weg zur Knechtschaft):

"Was unsere Generation zu vergessen Gefahr läuft, ist nicht nur, dass Moral ein notwendiges Phänomen der individuellen Lebensführung ist, sondern auch, dass diese nur in einer Umgebung existieren kann, in der das Individuum frei für sich selber entscheiden kann und aufgefordert ist, freiwillig persönliche Freiheiten zugunsten einer moralischen Regel zu opfern. Außerhalb einer Umgebung der individuellen Verantwortlichkeit gibt es weder Gut noch Böse, weder die Gelegenheit zu moralischen Verdiensten noch die Chance, seine Überzeugung zu zeigen, indem man seine Wünsche einer Sache opfert, die man für richtig hält. Nur da, wo wir selber für unsere eigenen Interessen verantwortlich sind und frei, sie zu opfern, haben unsere Entscheidungen einen moralischen Wert. Weder gute Absichten noch eine effiziente Organisation können den Anstand in einem System bewahren, in dem die persönliche Freiheit und die individuelle Verantwortlichkeit zerstört sind."

Ein britischer Polizeibericht brachte zu Tage, dass Beanstandungen bezüglich Fehlverhalten und Korruption gegen moslemische Polizeibeamte zehn mal häufiger vorgebracht werden als gegen ihre nicht-moslemischen Kollegen. Der Report argumentierte, weil britische Pakistanis in einer Bargeld-Kultur leben, in der es "als Pflicht gilt, die gesamte Großfamilie zu unterstützen" und einer Umgebung, in der unter Verwandten und Freunden beträchtliche Geldbeträge verliehen werden, bräuchten Polizeibeamte pakistanischer Herkunft ein spezielles Antikorruptions-Training.

Nur ein kleiner Prozentsatz der pakistanischen Bürger und auch von denen anderer islamischer Staaten, zahlt tatsächlich Steuern. Es existiert eine Philosophie, die dem Individuum keinerlei Wert beimisst; der Clan ist alles; der Staat ist der Feind. Diese Mentalität liegt dem Verhalten von Migranten aus diesen Ländern zugrunde; sie bringen, wenn sie einwandern, die Korruption und Stammesgewalt, die mit dieser Weltanschauung verbunden ist, in die nicht-islamischen Länder mit.

Ali Sina drückt es folgendermaßen aus:

"Abu Hamid Al-Ghazali, (1058 - 1111 n.Chr. ) ist wohl der größte Islamgelehrte aller Zeiten. In seinem Buch "Die Inkohärenz der Philosophen" verurteilte er Aristoteles, Plato, Sokrates und andere griechische Denker hart als Ungläubige und kennzeichnete all jene, die ihre Methoden und Ideen anwandten, als Verderber des islamischen Glaubens. Er griff Avicenna [Ibn Sina, ein höchst einflussreicher persischer Arzt und Philosoph des 11. Jahrhunderts] als Rationalisten an, der sich intellektuell auf die alten Griechen bezog. Indem er die Unvereinbarkeit von Glauben und Vernunft betonte, verschaffte Al-Ghazali einem unlogisch aufgebauten Glauben Gültigkeit und glorifizierte somit die Dummheit.

Islamische Rationalisten wie Mutazilis stellten die Vernunft über die Offenbarung. Aber ihre Schule sah sich der heftigen Gegnerschaft eifrigerer Islamisten ausgesetzt und wurde ausgelöscht. Sie wurden von einer Gruppe attackiert, die sich Ashariyya nannte und der Al-Ghazali und der gefeierte Dichter Rumi [Jalal ad-Din or Mawlana] angehörten. Rumi verspottete die Rationalisten und in einem eingängigen Vers, der einen bleibenden Eindruck in der Psyche der leichtgläubigen Massen hinterließ, schreibt er, die Rationalisten stünden auf 'hölzernen Füßen'."

Sina glaubt, dass "die Redefreiheit, die Glaubensfreiheit, der Respekt für Minderheitenrechte und die Trennung von Regierung und Religion die Grundpfeiler der Demokratie sind." Der Westen sollte sowohl im Inland als auch im Ausland auf Religions- und Redefreiheit bestehen. "Den Menschen muss es möglich sein, die Mehrheitsmeinung zu kritisieren, ohne um ihr Leben fürchten zu müssen. Ohne freie Meinungsäußerung und ohne Opposition kann es keine Demokratie geben. Bevor wir die Demokratie in islamische Länder bringen, lasst uns unsere eigene Demokratie zu Hause retten."

Gemäß einem anderen Ex-Moslem, Ibn Warraq, "ist der Islam eine totalitäre Ideologie, die darauf abzielt, das religiöse, gesellschaftliche und politische Leben der Menschheit in jeder Hinsicht zu kontrollieren -- das Leben seiner Anhänger ohne jegliche Einschränkung und das Leben der Anhänger sogenannter tolerierter Religionen in einem Ausmaß, das es ihnen unmöglich macht, mit ihren Aktivitäten dem Islam in irgendeiner Weise in die Quere zu kommen. Und ich meine Islam. Ich akzeptiere auf keinen Fall irgendwelche irreführenden Unterscheidungen zwischen Islam und 'islamischem Fundamentalismus' oder 'islamischem Terrorismus'. Angesichts der totalitären Natur des islamischen Gesetzes zeigt der Islam keinerlei Wertschätzung für das Individuum, das dem Wohl der islamischen Gemeinschaft geopfert wird. Kollektivismus ist unter dem Islam ganz besonders heilig."

Der Grund, aus dem viele ehemalige Moslems wie zum Beispiel Ali Sina und Ibn Warraq unter Pseudonymen schreiben, ist der, dass es in einer Religion, die der Individualität und auch der Redefreiheit gleichermaßen feindselig gegenübersteht, kein verwerflicheres Verbrechen für einen Moslem gibt, als den Islam sowohl zu kritisieren als auch zu verlassen. Auf Apostasie steht die Todesstrafe. In seinem Buch Leaving Islam - Apostates Speak Out, einer einzigartigen Sammlung von Aussagen ehemaliger Moslems, schreibt Ibn Warraq auf Seite 31:

"Apostasie jedoch ist eine Sache von Heimtücke und ideologischem Verrat, die in Feindseligkeit und Heuchelei ihren Ursprung hat. Das Schicksal einer Person, die ein angeborenes Handicap hat, unterscheidet sich von dem einer Person, deren Hand aufgrund des Fortschreitens einer gefährlichen und ansteckenden Krankheit amputiert werden sollte. Die Apostasie eines individuellen Moslems, dessen Eltern auch schon Moslems waren, ist eine sehr ansteckende, gefährliche und unheilbare Krankheit, die im Körper einer Umma ( eines Volkes) auftritt und das Leben des Volkes bedroht und deshalb sollte dieses verfaulte Glied abgetrennt werden."

Die Todesstrafe für Apostasie vom Islam ist fest in islamischen Texten verwurzelt - ganz sicher in den Hadithen, aber wohl auch im Koran. Der Koran sagt in 4:89:

"Sie wünschen, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so dass ihr alle gleich werdet. Nehmt euch daher keine Beschützer von ihnen, solange sie nicht auf Allahs Weg wandern. Und wenn sie sich abwenden, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet; und nehmt euch keinen von ihnen zum Beschützer oder zum Helfer."[deutsche übersetzung nach Rassoul].

Ibn Kathir's (gestorben 1373) hoch geehrter Tafsir (Koran-Kommentierung) zu diesem Vers stimmt mit der Ansicht überein, dass 4:89 die Tötung von Apostaten erlaubt, indem er behauptet, dass Ungläubige, wenn sie ihren Unglauben bekundet haben, mit dem Tode bestraft werden sollten. In den Hadithen ist die Todesstrafe praktisch unbestritten. Zum Beispiel ist in der am meisten respektierten Hadithensammlung von Bukhari festgehalten, dass Mohammed gesagt hat: "Tötet den, der seine Religion wechselt."

Nach Dr. Andrew G. Bostom besteht sowohl zwischen allen vier sunnitisch-islamischen Rechtsschulen ( Maliki, Hanbali, Hanafi und Shafi'i ) als auch schiitischen Rechtsgelehrten Übereinkunft, dass Apostaten vom Islam getötet werden müssen. Averroes oder Ibn Rushd (gestorben 1198), der namhafte aristotelische Philosoph und Naturwissenschaftler, der auch ein bedeutsamer Rechtsgelehrter nach Maliki im mittelalterlichen Spanien war, lieferte die folgende typisch islamische Rechtsmeinung betreffend die Bestrafung von Apostasie (Band 2, Seite 552):

"Ein Apostat ... sollte, wenn es sich um einen Mann haltet, nach Übereinkunft hingerichtet werden, und zwar aufgrund der Worte des Propheten 'Erschlagt die, welche ihren Din [Religion] wechseln' ...Den Apostaten aufzufordern, zu bereuen, war eine festgeschriebene Bedingung .. vor seiner Hinrichtung."

Das ist nicht nur eine Sache mittelalterlicher Rechtssprechung. Der 1991 erschienene Leitfaden zum islamischen Recht 'Umdat al-Salik', der von der Islamischen Forschungsakadamie an der Al-Azhar Universität, der höchsten Instanz sunnitischer Gelehrsamkeit, gestützt wird, führt aus:

"Den Islam zu verlassen, ist die hässlichste Form von Unglauben (Kufr) und auch die schlimmste .... Wenn eine geistig gesunde Person, die die Pubertät bereits erreicht hat, den Islam verlässt, verdient sie den Tod. In einem solchen Fall ist es obligatorisch, den Betreffenden zu befragen, ob er bereuen und zum Islam zurückkehren will. Wenn er das tut, wird es akzeptiert, wenn er sich weigert, wird er umgehend getötet."

Im Jahr 2003 rief die ägyptische Autorin Dr. Nawal Al-Sa'dawi, die für glühenden arabischen Nationalismus und Feminismus bekannt ist, dazu auf, die ägyptische Verfassung zu novellieren und den Artikel, in dem der Islam zur offiziellen Staatsreligion erklärt wird, zu streichen, "weil wir Kopten [ägyptische Christen] unter uns haben und weil Religion eine Sache zwischen einem Menschen und Gott ist und niemand das Recht hat, seinen Glauben, seinen Gott und seine Rituale anderen aufzuzwingen." Sie sagte aber auch, dass sie an einen politischen und militärischen Kampf gegen die USA und Israel glaubt.

Die Reaktionen auf Sa'dawis Äußerungen waren geteilt, aber Dr. Abd Al-Mun'im Al-Berri, der frühere Vorsitzende der Front der Al-Azhar-Kleriker, erklärte "wir sollten sie auffordern, innerhalb von drei Tagen zu widerrufen, wenn sie aber auf diesen Ideen beharrt, sollte sie danach, was die Scharia [das religiöse Gesetz] für jene, die den Islam verlassen, vorsieht, bestraft werden. Der Herrscher, das heißt der Staats- oder Regierungschef, sollte die Bestrafung ausführen." Scheich Mustafa Al-Azhari erklärte, dass "die Strafe für jeden, der Allah und seinen Propheten bekämpft, die Hinrichtung ist, die Kreuzigung, die Amputation entgegengesetzter Glieder und die Verbannung von der Erde."

Daveed Gartenstein-Ross führt aus: "Obwohl offizielles Vorgehen gegen die, die den Islam verlassen, relativ selten ist - teilweise kommt es zweifellos vor, aber die meisten halten ihre Konversion streng geheim - steht auf Apostasie in Afghanistan, auf den Komoren, im Iran, in Mauretanien, Pakistan, Saudiarabien, im Sudan und im Jemen die Todesstrafe. Illegal ist sie auch in Jordanien, Kuwait, Malaysia, auf den Malediven, in Oman und Katar. ( ... ) Die größte Bedrohung für Apostaten kommt jedoch in der islamischen Welt nicht von den Staaten, sondern von Privatpersonen, die die Bestrafung in die eigene Hand nehmen. In Bangladesh zum Beispiel wurde ein geborener Moslem, der zum evangelikalen Christentum konvertierte, erstochen, als er von einer filmischen Version des Lukasevangeliums nach Hause ging. Ein weiterer Apostat aus Bangladesh äußerte gegenüber dem US-Magazin Newswire: 'Wenn ein Moslem zum Christentum konvertiert, kann er heutzutage nicht mehr in diesem Land leben. Es ist nicht sicher. Der Fundamentalismus wächst immer mehr an.'"

2004 betätigte sich Prinz Charles in Großbritannien als Vermittler bezüglich der islamsichen Todesstrafe für Konvertiten zu anderen Glaubensgemeinschaften, indem er ein privates Gipfeltreffen zwischen islamischen und christlichen Führern arrangierte. Die islamische Gruppe warnte den Prinzen und andere nicht-islamische Gruppen davor, in der Öffentlichkeit über die Sache zu sprechen. Ein Mitglied der christlichen Gruppe sagte, dass es über das Ergebnis "sehr sehr unglücklich" sei. Patrick Sookhdeo, der internationale Direktor der Organisation Barnabas Fund, die sich für verfolgte Christen im Ausland einsetzt, drängte den Prinzen und islamische Führer in Großbritannien dazu, das traditionelle islamische Gesetz zur Apostasie offen zu kritisieren und zu seiner weltweiten Abschaffung aufzurufen. Nach Sookhedeo "ist die moralische Gewichtung von Freiheit, von persönlicher Wahlfreiheit, einer der Grundgedanken einer säkularen Gesellschaft. Im Islam jedoch ist es nicht möglich, Wahlfreiheit zu erlauben: es kann keine freie Wahl geben, die grundlegenden Aspekte der Religion entweder anzunehmen oder zu verwerfen, weil sie alle göttliche Weihen haben. Gott hat das Gesetz festgelegt und der Mensch muss gehorchen."

In der London Times schrieb Anthony Browne über einen Herrn Hussein, einen 39 Jahre alten Krankenpfleger aus Bradford, England, einen aus einer wachsenden Zahl ehemaliger Moslems im Westen, die nicht nur der Meidung durch Familie und Gemeinschaft ausgesetzt sind, sondern auch angegriffen, entführt und in manchen Fällen sogar getötet werden. Schätzungen gehen davon aus, dass ungefähr 15 Prozent der Moslems in westlichen Gesellschaften ihren Glauben verloren haben. Herr Hussein sagte "Es schreit zum Himmel. Dies hier ist England - wo ich geboren und aufgewachsen bin. Sie haben keine Vorstellung davon, wie Christen hier leiden." Die Polizei verhaftete niemanden, riet ihm aber, die Gegend zu verlassen.

Anwar Sheikh, ein früherer Moscheeprediger aus Pakistan wurde zum Atheisten, nachdem er nach Großbritannien kam und lebte mit einem speziellen Alarmsystem in seinem Haus, nachdem er den Islam in einer Reihe harter Bücher kritisiert hatte. "Es gibt 18 gegen mich gerichtete Fatwas. Sie machen es per Telefon - sie sind nicht so töricht, es schriftlich zu tun. Vor einigen Wochen bekam ich einen Anruf. Sie meinten, ich solle bereuen oder hängen" sagte er. "Ich glaube an das, was ich geschrieben habe und werde es nicht zurücknehmen. Ich werde die Konsequenzen tragen. Wenn das der Preis ist, dann werde ich ihn bezahlen." Anwar Sheikh starb im November friedlich in seinem Haus in Wales.

Aluma Dankowitz, der Direktor des Middle East Media Research Institute (MEMRI) Reformprojekts schreibt darüber, wie die Anklage des "Unglaubens" ( eine Anklage, die als "takfir" bekannt ist) gegen Moslems - insbesondere gegen Intellektuelle, Künstler und Schriftsteller - in der islamischen Welt wiederholt vorkommt. Die traditionelle Strafe für einen Apostaten ( murtadd) ist die Todesstrafe, die in der Zeit nach dem Tode Mohammeds in großem Umfang eingeführt wurde, als Mohammeds Nachfolger Abu Bakr die Riddah-Kriege gegen die Stämme führte, die den Islam ablegten.

Scheich Yousef Al-Qaradhawi, einer der bekanntesten zeitgenössischen sunnitisch-islamischen Geistlichen, zieht eine Trennlinie zwischen zwei Formen der Apostasie (Riddah): "Begrenzte Riddah ist die Riddah des Individuums, das die Religion wechselt und an anderen nicht interessiert ist. Gemäß dem Islam ist die Strafe für dieses Indivduum [die Hölle] in der Nachwelt. Aber [die andere] Riddah, die sich [vom Individuum in die Gruppe] ausbreitet, ist eine Riddah, bei der das Individuums, das sich vom Islam löst, [andere] dazu aufruft, es ihm gleich zu tun und wobei [so] eine Gruppe [geschaffen wird], deren Weg nicht der Weg der Gesellschaft ist und deren Ziel nicht das Ziel der [islamischen] Nation ist und deren Loyalität nicht der islamischen Nation gehört. Solche [Individuen] gefährden den gesellschaftlichen Unterbau und sie gleichen den Murtaddun [Apostaten], die von [dem ersten Kalifen] Abu Bakr und den anderen Gefährten des Propheten bekämpft wurden."

In anderen Worten, diejenigen, die den Islam öffentlich verlassen, stellen eine Bedrohung für die Moral der islamischen Gemeinschaft dar, sie sind wie Soldaten, die aus einer Armee desertieren, und müssen daher bestraft werden, bevor eine Massen-Desertation einsetzt. Al-Qaradhawi ist einverstanden mit der traditionellen Behandlung von Moslems, die ihre Religion verlassen: "Die islamische Gesellschaft muss, um ihre Existenz zu bewahren, gegen Riddah aus jeder Quelle und in allen Formen kämpfen, und sie darf nicht zulassen, dass sie sich wie ein Flächenbrand in einem Dornenfeld ausbreitet. So kamen die islamischen Weisen überein, dass die Strafe für den Murdadd [derjenige, der Riddah begeht] die Hinrichtung ist."

In islamischen Ländern existiert ein enormer sozialer Druck, der sich gegen jegliche Form von Zweifeln an der islamischen Religion richtet. Razi Azmi, einer der sensibleren Kolumnisten bei der Zeitung Pakistan's Times Online, hat das Thema in einem Gastkommentar behandelt:

"Stellen wir uns für einen Augenblick das umgekehrte Szenario vor, dass ein Moslem in einem islamischen Land sagen wir zum Christentum oder - Gott bewahre - zum Hinduismus oder Buddhismus konvertiert. Es herrscht Einmütigkeit unter den Geistlichen der verschiedenen islamischen Schulen, dass die Strafe für einen Apostaten (Murtadd) der Tod ist, der einzige Dissens besteht darin, ob die Hinrichtung sofort erfolgen sollte oder erst nachdem der Murtadd die Gelegenheit bekommen hat, zu bereuen und in den Schoß des Islam zurückzukehren. Die Bestrafung ist so gewiss und der begleitende soziale und familiäre Druck so stark, dass es für Moslems undenkbar ist, auch nur einen Aspekt ihrer Religion jemals in Frage zu stellen, ganz zu schweigen davon, zu einer anderen Religion zu konvertieren oder Agnostiker oder Atheist zu werden."

Die Feindseligkeit des Islam gegenüber der Redefreiheit gilt nicht nur für Moslems sondern für jeden, der auch nur irgendetwas entfernt Kritisches über den Islam sagt, einschließlich Nicht-Moslems. Moslems sind bereits jetzt eifrig mit dem Versuch befasst, die Redefreiheit in westlichen Nationen durch gesetzliche Schikanen und zunehmend auch physische Einschüchterung auszuschalten.

Mohammed Bouyeri, in Amsterdam als Sohn marokkanischer Berber geboren, ermordete den holländischen Filmemacher Theo van Gogh, der kurz zuvor zusammen mit der holländisch-somalischen ehemaligen Muslima Ayaan Hirsi Ali einen islamkritischen Film gemacht hatte, am Morgen des 2. November 2002. Als Herr van Gogh mit mit dem Rad in Amsterdam zur Arbeit fuhr, schoss der bärtige junge Mann in seinem langen nahöstlichen Gewand mit einer Handfeuerwaffe auf ihn, verfolgte ihn, schoss noch einmal auf ihn, schlitzte seine Kehle von einem Ohr zum anderen auf und stach zwei Messer tief in seinen Körper, mit einem davon spießte er einen fünfseitigen Brief auf. "Ich tat das, was ich tat, allein aufgrund meines Glaubens" sagte Bouyeri seinen Richtern, während er einen Koran fest umklammert hielt, denn er glaubte, van Gogh habe den Islam beleidigt.

Der Orientalist Hans Jansen von der Universität Leiden in den Niederlanden hat den Brief, den Mohammed B. bei der Leiche van Goghs zurückließ analysiert. Er führte aus: "Die Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali ist (wie jeder andere Abgeordnete) nicht erpicht darauf, für ihre Paralmentsmitgliedschaft zu sterben. Moslems wie Mohammed B. hingegen sind erpicht darauf, ihr Leben für das, was sie als die gute Sache ansehen, hinzugeben, was möglicherweise dem Islam einen taktisch-strategischen Vorteil in Konflikten mit anderen verschafft. Dass diejenigen, die nicht an eine himmlische Entlohnung für den Märtyrertod glauben, eher weniger zu Märtyrern werden, ist eine Tatsache, und sie ist im Kampf des Islam gegen Nicht-Moslems auch sicher bedeutsam."

Eine Studie aus dem Jahr 2006 ergab, dass vierzig Prozent der marokkanischen Jugendlichen in den Niederlanden westliche Werte und Demokratie ablehnen. Sechs bis sieben Prozent sind bereit, zur Verteidigung des Islam Gewalt anzuwenden. Die Mehrheit sprach sich gegen Redefreiheit bei beleidigenden Äußerungen aus, insbesondere bei Kritik am Islam. Vergleichbare Zahlen lassen sich zweifellos unter Moslems in anderen westlichen Ländern finden.

Diese Art der Einschüchterung hat bereits Früchte getragen. Im November 2006 beschloss der Verlag Scholastic Australia das Aus für das Buch Army of the Pure, nachdem Buchhändler geäußert hatten, sie würden den Abenteuer-Thriller für junge Leute nicht in ihr Sortiment aufnehmen, weil der "Bösewicht" darin ein islamischer Terrorist sei. Weil zwei der Charaktere arabischsprachig sind und der Plot eine extremistische Mujaheddin-Gruppe enthält, gründete sich die Entscheidung von Scholastic "zu 100 Prozent auf das islamische Thema".

Dieser Entscheidung steht die Veröffentlichung von Richard Flanagans Bestseller The Unknown Terrorist und von Andrew McGahans Underground gegenüber, in denen Terroristen als Opfer porträtiert werden, die durch westliches Fehlverhalten zu ihren extremen Taten getrieben wurden. The Unknown Terrorist beschreibt Jesus Christus als "den ersten Selbstmordattentäter ... der Geschichte". In McGahans Underground werden Moslems in einem Australien, das sich auf eine nicht wieder zu erkennende Art und Weise dem Krieg gegen den Terror verschrieben hat, hingerichtet oder in Ghettos zusammengepfercht.

Der in Syrien geborene Poet Ali Ahmad Sa'id, besser bekannt unter seinem Pseudonym Adonis, sagte: "Wenn die Araber so unfähig sind, dass sie nicht aus sich selbst heraus demokratisch sein können, dann können sie es auch niemals durch die Intervention anderer werden. Wenn wir demokratisch sein wollen, dann müssen wir es aus eigenem Antrieb heraus sein."

Nach Adonis liegt der Struktur arabischer Gesellschaft eine Struktur der Sklaverei und nicht der Freiheit zugrunde: "Einige Menschen haben Angst vor der Freiheit. Wenn man frei ist, muss man der Realität und ganz allgemein der Welt ins Auge sehen. Man muss sich mit den Problemen der Welt befassen, mit allem und jedem. Auf der anderen Seite können wir, wenn wir Sklaven sind, zufrieden sein und müssen uns mit gar nichts befassen. So wie Allah alle unsere Probleme löst, so löst auch der Diktator alle unsere Probleme."

Das entspricht zweifelsohne der Wahrheit und diese Angst vor Freiheit ist nicht ausschließlich bei Moslems zu finden. Der Philosoph Eric Hoffer schreibt in The True Believer:

"Freiheit verschärft Frustration mindestens genau so sehr wie sie sie mildert. Wahlfreiheit legt die ganze Schuld für Versagen auf die Schultern des Individuums. Und weil Freiheit eine Vielzahl von Bemühungen ermutigt, vervielfacht sie unvermeidlich Versagen und Frustration. ( ... ) Wir schließen uns einer Massenbewegung an, um der persönlichen Verantwortung zu entfliehen oder - in den Worten eines begeisterten jungen Nazis - 'um frei von Freiheit zu sein'. Es war keine bloße Heuchelei, als hochrangige Nazis sich selber der Ungeheuerlichkeiten, die sie begangen hatten, für nicht schuldig erklärten. Sie sahen sich selber als Betrogene und Verleumdete, als man die Verantwortung für das Befolgen von Befehlen auf ihre Schultern legte. Hatten sie sich nicht genau deswegen der Nazi-Bewegung angeschlossen, um frei von Verantwortung zu sein?"

Nach Adonis sind "die Moslems von heute - Verzeihung, dass ich das sagen muss - mit ihrer Akzeptanz [der religiösen Texte], in der vordersten Front derer, die den Islam zerstören, während diejenigen, die Moslems kritisieren - die Ungläubigen, wie sie genannt werden - diejenigen sind, die im Islam die Vitalität erkennen, die ihn an das Leben anpassen könnte. Diese Ungläubigen dienen dem Islam mehr als die Gläubigen."

Ich bin nicht sicher, ob ich da zustimme. Wenn auch die Angst vor der Freiheit ein universeller menschlicher Charakterzug sein mag, scheint mir diese in islamischen Gesellschaften doch vorherrschender zu sein als in anderen. Kommt diese "Sklavenmentalität", über die sich Herr Adonis beklagt, nicht zum Teil aus dem Islam selbst?"

Ibn Arabi (gestorben 1240), der "größte Sufi-Meister" bezeichnete Hurriya, die Freiheit als "perfekte Sklaverei" unter Allah. Die islamische Mainstream-Website Q & A definiert die Bedeutung von Versklavung im Islam folgendermaßen:

"Wenn ich mit 'Sklave' al-'aabid meine - einen, der Allah anbetet und Seinen Geboten gehorcht - dann bezieht sich diese Bedeutung speziell auf die Gläubigen und schließt die Kafirun [Ungläubigen] aus, weil die Gläubigen die wahren Sklaven Allahs sind, die Herrschaft und Göttlichkeit allein Ihm zurechnen und Ihn mit Seinen Namen und Eigenschaften anerkennen und ihm nichts beigesellen. Sklaverei unter Allah ist eine Ehre und keine Sache der Demütigung. Wir bitten Allah, uns zu Seinen rechtschaffenen Sklaven zu machen."

Wenn Moslems "Sklaven von Allah" sind, dann liegt die Versuchung nahe, Ex-Moslems als entlaufene Sklaven zu betrachten, die zur Strecke gebracht und für ihren Wunsch nach Freiheit bestraft werden müssen, wie es wirklichen Sklaven in alten Zeiten auch widerfuhr.

Dr. Younus Shaikh, ein pakistanischer Rationalist und der Gründungspräsident der Rationalistischen Organisation Pakistans wurde einmal wegen Blasphemie verurteilt, ein Verbrechen, das in Pakistan zwingend die Todesstrafe vorschreibt, weil er behauptet hatte, dass Mohammed nicht vor seinem 40. Lebensjahr Moslem gewesen war und seine erste Offenbarung im Jahr 610 empfing und dass seine Eltern Nicht-Moslems waren, weil sie starben, bevor der Islam existierte. Er wurde später auf internationalen Druck hin freigesprochen und lebt heute im Exil in der Schweiz.

Nach Dr. Shaikh, ist "der Islam ein organisiertes Verbrechen gegen die Menschlichkeit!" Das mögen harsche Worte sein, aber es sollte sein Recht sein, sie auszusprechen. Herr Adonis führt aus: "Es kann keine lebendige Kultur in einer Welt geben, in der man deren Grundlagen nicht kritisieren darf - die Religion." Das bedeutet, dass Moslems zuerst Kritik an ihrer Religion akzeptieren müssen, bevor sie darauf hoffen können, freie Gesellschaften aufzubauen.

Redefreiheit ist eine der grundlegendsten aller Freiheiten; sie ist für eine funtkionierende demokratische Gesellschaft unerlässlich. Die islamische Welt wird niemals wahre Freiheit kennenlernen, solange individuelle Moslems ihre Religion nicht offen kritisieren oder sie sogar verlassen können, ohne um ihr Leben fürchten zu müssen. Freiheit muss nicht nur in der Schweiz und den USA etabliert werden, sondern auch in Pakistan, dem Iran und Saudi-Arabien. Diese Vision von Freiheit bleibt aber bislang eine ferne Illusion.

Teil 4

Teil 5

7.2.07 18:21
 


bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Joachim (7.2.07 22:33)
wie kann man den Feinden der Freiheit aber entgegentreten? Das Dilemma gibt es schon seit der Terrorherschaft von Robespierre ....
Was kann man der islamischen Gewalt entgegensetzen? Gewalt gegen Gewalt? Ich hab da für mich noch keine Antwort gefunden.


Mir (7.2.07 23:53)
Danke, Eisvogel, gute Arbeit.


wolaufensie (8.2.07 23:29)
...man sollte nicht zu unbescheiden sein im Auftreten.
Wir wissen einigermassen genau, aus welchem
kulturellen Kanon wir leben. Wir könnten sofort
aus dem Stehgreif einen Haufen kultureller Errungenschaften schütteln, die uns immer noch
Genuss verschaffen und auch noch Werkzeug, um
besser leben zu können. Sowas kennen die
Moslems z.B. gar nicht. Da ist nichts ausser Sand
und Wüste, auch in ihren Köpfen. Und deshalb
könnten die nichtmoslemischen Kulturen mit
bestem Gewissen und mit Recht von sich
behaupten , dass sie die Guten sind, und die zurückgebleibenen Moslems, eben die nicht so
guten. Sie geben durch ihr Leben hier diesen iheren Status der Unmündigkeit
zu. Denn sie beziehen fast alle Sozialhilfe.
Und wer Stütze bezieht ist unmündig.
Aus diesem kulturellen Gefälle sollten wir unser
Urteil und Verhalten ihnen gegenüber herleiten.
Das Bessere ist immer der Feind des Guten ,
aber noch viel mehr der Feind des Schlechten.
Und das heisst in diesem Fall:
"Wir sind die Guten, und die die Schlechten. "
Ausserdem sollte man den Kopf auch in der
Religion oben tragen, und ich denke, dass
ein Körperteil, welches bei der
religiösen Ausübung den Kopf als höchsten Punkt
verdrängt, ebenfalls ein ganz charakteristisches
Bild der Religion widergibt.


malefiz (12.2.07 21:36)
"Da ist nichts ausser Sand
und Wüste, auch in ihren Köpfen."


"Ausserdem sollte man den Kopf auch in der
Religion oben tragen, und ich denke, dass
ein Körperteil, welches bei der
religiösen Ausübung den Kopf als höchsten Punkt
verdrängt, ebenfalls ein ganz charakteristisches
Bild der Religion widergibt."


herrlich boshafte Spitzen


Wired (20.3.07 14:03)
Kommt irgendwann nochmal was, Eisvogel?


Ramjet (27.3.07 18:05)
Diesen freiwilligen Sklavenreflex kennen wir doch alle von unserer Kindheit.
Allah ist Papi und Moslems die Familie. Sie befinden sich einfach noch in einem Zustand kindlicher Infantilität, der sehr wahrscheinlich von politischen Herrschern schon immer gefördert wurde.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung