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Islam

Noble Americans - Edle Amerikaner!

Und noch ein langer Brief


Ich find's ja fast ein bisschen peinlich. Gestern hatte ich das Bedürfnis, meine Vorstellungen von einem Dialog mit der islamischen Welt in einem Brief an Moslems darzulegen. Und gestern Abend schaute ich dann noch in Jihad Watch rein - und fand einen Brief in der umgekehrten Richtung vor. Dieses Mal sogar von jemandem, der wirklich was zu melden hat, leider sehr viel zu melden hat und der nach Präsident Bush und Bundeskanzlerin Merkel nun seine weisen Worte an die edlen Amerikaner ganz allgemein richtet: Achmedinedschad.

Beim Übersetzen habe ich zeitweilig gedacht: "Nein, das veröffentlichst du lieber nicht, schlimm genug, wenn die vielen Israel- und Bush-Hasser unter deinen Landsleuten das auf englisch lesen - man muss es ihnen nicht auch noch auf dem Silbertablett auf deutsch präsentieren." Der Judenhass, der Vernichtungswille gegenüber Israel ist mit Händen zu greifen und macht einem übel. Dummerweise ist er aber kein bisschen anders als das, was ich von Internet-Djihadisten und - leider! - auch ihrem deutschen Fanclub, genau so kenne. Nur dass Achmedinedschad- ganz Staatsmann - sich weniger primitiv ausdrückt und versucht, seinen Hass notdürftig hinter blumigen Worten zu verbergen.

Ich fürchtete, der Text würde zu vielen aus der Seele sprechen, zumindest in den ersten rund drei Vierteln. Das wird wohl stimmen. Vermutlich dachte das Frau Merkel auch, als sie ihren persönlichen Brief aus Teheran vor uns verborgen hielt (obwohl er dann doch irgendwie auf englisch erschien, was aber hier kaum bekannt wurde und etwas mit Unsicherheit behaftet ist). Ich glaube nicht mal, dass sie Achmedinedschad schonen wollte, nein, ich glaube eher, sie hatte Angst vor uns - dem Volk - vor dem latenten, stets sprungbereiten Antisemitismus, der nur darauf lauert, rauszuplatzen. Sie hatte wohl Bedenken, dass allzu viele sagen oder auch nur denken würden:"Endlich spricht's mal einer aus. Wir dürfen's ja nicht." Diese Bedenken sind absolut berechtigt. Es macht mich aber traurig, dass man sich in Berlin offenbar für das Kindermädchen der Bevölkerung hält und überlegt, was man den unberechenbaren Untertanen zumuten kann oder nicht. Man muss annehmen, dass sie auch bei anderen Dingen so vorgehen.

Präsident Bush hingegen hat seinen Brief aus Teheran sehr rasch öffentlich gemacht. Er hält sein Volk (und den Rest der Welt) offenbar nicht für unmündige Kinder, denen man nicht das Falsche zum Lesen geben darf, damit sie nicht "verdorben" werden. Ich halte es da lieber mit Bush als mit Merkel. Wenn jemand den Brief berechtigt findet, soll er's eben tun. Solche Leute sind sowieso nicht mehr zu retten (und eigentlich glaube ich auch, sie lesen meine Seite nicht in großer Stückzahl).

Neben all der wüsten anti-israelischen Hetze und dem typischen islamischen Opfergeheule und Pathos, dem Versuch, die Amerikaner von ihrer Regierung zu trennen und die neuen Wahlsieger explizit anzusprechen, die eigentlich keiner Kommentierung bedürften, weil sie für sich selbst sprechen, richtet Robert Spencer von Jihad Watch sein Augenmerk vor allem auf das Ende des Briefes. Ihm zufolge werden dort die Amerikaner aufgerufen, den Islam anzunehmen.

Auch Marisol von Jihad Watch geht auf dieses Thema in einem zweiten Artikel noch einmal ein:

"Darin [da wo er Monotheismus erwähnt] ist der Aufruf zum Islam enthalten, wie Mohammed ihn vorgeschriegen hat - denn der Islam ist aus islamischer Sicht der einzige ware monotheistische Glaube."

Die Tatsache, dass er bei seinem Koranzitat "einen Vers wählt, in dem "Partner" von Allah ausgeschlossen werden, zeigt auf, dass er einen Seitenhieb auf das Christentum beabsichtigte, denn aus islamischer Sicht werden mit "Partnern" Allahs Christen assiziiert. Da das Christentum die vorherrschende Religion in den USA ist, scheint es wahrscheinlich, dass er das als Teil seines Aufrufs zum Islam meinte."

Nun müsste es sogar Achmedinedschad klar sein, dass das nicht funktionieren wird. Er ist mit großer Sicherheit tatsächlich in seinem Wahn ein ehrlich religiöser Mensch. Es ist daher zu vermuten, dass dieser Aufruf vor allem seiner Pflicht gegenüber seiner Gottheit und seinem Propheten entspringt. Es ist Moslems nicht erlaubt, Ungläubige zu bekriegen, bevor sie nicht aufgefordert werden, sich dem Islam zu unterwerfen. Das ist wohl die vielbesungene Friedensliebe des Islam. Er kommt dieser Pflicht des Rechtgläubigen nach. Allerdings muss das dreimal geschehen. Ob der Brief an Bush - eventuell sogar der an Merkel ?- mitzählt, ob es zählt, dass er sich wiederholt oder ob noch zwei weitere Briefe an die edlen Amerikaner folgen werden ... weiß natürlich kein Mensch. Auf jeden Fall kann ich verstehen, dass die Amerikaner das als etwas bedrohlich empfinden.

Diejenigen der "Noble Americans", die bei Jihad Watch kommentieren, haben sich für mich als dieser Bezeichnung "Noble" als würdig erwiesen. Sie haben mit dem gestreckten Mittelfinger reagiert!

So abstoßend der Brief auch ist, ich finde es wichtig, ihn aufmerksam zu lesen. Er gibt interessante Einblicke in die islamische Denkweise. Und der Irre aus Teheran ist nun mal leider kein Niemand, über den man lachen könnte. ( Hier ist das Original auf Jihad Watch ). Lassen wir ihn zu Wort kommen:


Edle Amerikaner,

Unser Nation hat stets allen anderen Nationen gegenüber die Hand der Freundschaft ausgestreckt.

Hunderttausende meiner iranischen Landsleute leben in Frieden und Freundschaft unter Ihnen und tragen Positives zu Ihrer Gesellschaft bei. Unser Volk war über lange Jahre hinweg mit Ihnen in Kontakt und hat diese Kontakte trotz der unnötigen Restriktionen der US-Behörden aufrechterhalten.

Wie bereits erwähnt haben wir gemeinsame Interessen, sehen uns ähnlichen Herausforderungen gegenüber und sehen voller Schmerzen die Leiden und Kümmernisse der Welt.

Wie Sie sind wir über die stets schlimmer werdenden Schmerzen und Nöte des palästinensischen Volkes betrübt. Anhaltende Aggressionen der Zionisten erschweren das Leben der rechtmäßigen Eigentümer des Landes Palästina mehr und mehr. Am helllichten Tag, vor Kameras und vor den Augen der Welt, bombardieren sie unschuldige und wehrlose Zivilisten, reißen mit ihren Bulldozern Häuser nieder, schießen in den Straßen und Gassen mit Maschinengewehren auf Schüler und setzen deren Familien unendlichem Leid aus.

Kein Tag vergeht ohne ein neues Verbrechen.

Palästinensische Mütter lieben ihre Kinder genauso wie iranische und amerikanische Mütter und bleiben voller Schmerzen zurück, wenn ihre Kinder gefangen genommen, verwundet oder ermordet werden. Welcher Mutter erginge es anders?

In 60 Jahren hat das zionistische Regime Millionen der Einwohner Palästinas aus ihren Häusern vertrieben. Viele dieser Flüchtlinge sind in der Diaspora und in Flüchtlingslagern gestorben. Ihre Kinder haben ihre Jugend in diesen Lagern verbracht und werden selber alt, während sie immer noch hoffen, in ihr Heimatland zurückzukehren.

Sie wissen sehr gut, dass die US-Regierung beharrlich das zionistische Regime blind und umfassend unterstützt hat, dass sie es ermutigte, mit seinen Verbrechen fortzufahren und den UN-Sicherheitsrat daran hinderte, es zu verurteilen.

Wer kann diese gebrochenen Versprechen und schwere Ungerechtigkeiten gegenüber der Menschheit seitens der US-Regierung leugnen?

Regierungen sind dazu da, ihrem eigenen Volk zu dienen. Kein Volk möchte sich an die Seite von Unterdrückern stellen oder diese unterstützen. Doch bedauerlicherweise missachtet die US-Regierung sogar die öffentliche Meinung im eigenen Land und steht weiterhin in der vordersten Front, wenn es darum geht, die Rechte des palästinensischen Volkes mit Füßen zu treten.

Lassen Sie uns in den Irak blicken. Seit Anbeginn der amerikanischen Militärpräsenz im Irak wurden Hunderttausende von Irakern getötet, verstümmelt oder vertrieben. Der Terrorismus im Irak ist exponentiell angestiegen. Die amerikanische Militärpräsenz im Irak hat nichts dazu beigetragen, die Ruinen aufzubauen, die Infrastruktur wiederherzustellen oder die Armut zu lindern. Die US-Regierung nahm zum Vorwand, es gäbe Massenvernichtungswaffen im Irak, aber später wurde klar, dass das nur Lüge und Betrug war.

Obwohl Saddam gestürzt wurde und das Volk froh ist, dass er weg ist, blieben die Schmerzen und Leiden des irakischen Volkes und wurden sogar noch schlimmer.

Im Irak operieren einhundertfünfzigtausend amerikanische Soldaten - von ihren Familien und Lieben getrennt - unter dem Kommando der derzeitigen US-Regierung. Eine beträchtliche Zahl von ihnen wurde getötet oder verwundet und ihre Anwesenheit im Irak hat das Bild des amerikanischen Volkes und seiner Regierung getrübt.

Ihre Mütter und Verwandten haben bei zahllosen Gelegenheiten ihren Unmut darüber ausgedrückt, dass ihre Söhne und Töchter in einem Land tausende von Meilen von der amerikanischen Küste entfernt sind. Amerikanische Soldaten fragen sich oft selber, warum sie in den Irak geschickt wurden.

Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass es Ihre Zustimmung, die Zustimmung des amerikanischen Volkes , findet, dass Ausgaben in Milliardenhöhe jährlich aus Ihrer Staatskasse für dieses unglückselige militärische Abenteuer verwendet werden.

Edle Amerikaner,

Sie haben davon gehört, dass die US-Regierung ihre mutmaßlichen Gegner überall auf dem Erdball kidnappt und und sie willkürlich und ohne Gerichtsverhandlung oder irgendeine internationale Überwachung in entsetzlichen Gefängnissen in verschiedenen Teilen der Welt gefangen hält. Nur Gott weiß, wo diese Häftlinge wirklich sind und welch schreckliches Schicksal sie erwartet.

Sie haben gewiss die traurigen Geschichten aus den Gefängnissen von Guantanamo und Abu Ghraib gehört. Die US-Regierung versucht, diese durch den ausgerufenen "Krieg gegen den Terror" zu rechtfertigen. Aber jedermann weiß, dass ein solches Verhalten in Wirklichkeit die weltweite öffentliche Meinung beleidigt, den Groll verstärkt und damit dem Terrorismus Vorschub leistet und das Bild und die Glaubwürdigkeit der USA unter den Nationen trübt.

Das gesetzwidrige und unmoralische Verhalten der US-Regierung ist sogar nicht einmal nur auf die Welt außerhalb der Landesgrenzen beschränkt. Sie werden jeden Tag Zeuge, dass unter dem Vorwand "Krieg gegen den Terror" die bürgerlichen Freiheiten der Vereinigten Staaten zunehmend beschnitten werden. Selbst die individuelle Privatsphäre verliert zunehmend an Bedeutung. Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte werden mit Füßen getreten. Private Telefongespräche werden abgehört, Verdächtige werden willkürlich festgehalten, manchmal in den Straßen zusammengeschlagen oder sogar erschossen.

Ich habe keinen Zweifel daran, dass das amerikanische Volk ein solches Verhalten nicht billigt sondern es sogar bedauert.

Die US-Regierung anerkennt keinerlei Rechenschaftspflicht gegenüber irgendeiner Organisation, Institution oder Gremium. Die US-Regierung hat die Glaubwürdigkeit internationaler Organisationen untergraben, insbesondere die der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrates. Ich habe jedoch nicht vor, all die Kampfansagen und Missstände in dieser Botschaft aufzuzählen.

Legitimität, Macht und Einfluss einer Regierung entspringen nicht aus ihren Arsenalen an Panzern, Kampfflugzeugen, Raketen und Nuklearwaffen. Legitimität und Einfluss liegen in einer gesunder Logik, dem Streben nach Gerechtigkeit und Mitgefühl und Einfühlungsvermögen für die ganze Menschheit. Die globale Stellung der Vereinigten Staaten wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit geschwächt, weil die Regierung ihren Weg darin sucht, Gewalt anzuwenden, die Wahrheit zu verschleiern und das amerikanische Volk über ihre Politik und Praktiken irrezuführen.

Zweifellos ist das amerikanische Volk nicht mit diesem Verhalten zufrieden und es zeigte sein Missfallen in den kürzlich stattgefundenen Wahlen. Ich hoffe, dass die Regierung von Präsident Bush diesen Weckruf der Mid-term-Elections gehört hat und die Botschaft des amerikanischen Volkes beherzigen wird.

Ich habe folgende Fragen:

Gibt es keine bessere Herangehensweise an die Regierungstätigkeit?

Ist es nicht möglich, Reichtum und Macht in den Dienst von Frieden, Stabilität, Wohlstand und das Glück aller Völker zu stellen, indem man sich der Gerechtigkeit und dem Respekt für die Rechte aller Nationen verpflichtet anstatt der Aggression und dem Krieg?

Wir alle verurteilen Terrorismus, weil seine Opfer die Unschuldigen sind.

Aber kann der Terrorismus durch Krieg, Zerstörung und das Töten Hunderttausender von Unschuldigen eingedämmt und ausgemerzt werden?

Wenn das möglich wäre, warum ist dann das Problem noch nicht gelöst?

Das traurige Beispiel der Irakinvasion steht uns allen vor Augen.

Was hat die blinde Unterstützung des zionistischen Regimes durch die US-Regierung dem amerikanischen Volk gebracht? Es ist bedauerlich, dass für die US-Regierung die Interessen dieser Besatzer die Interessen des amerikanischen Volkes und die der anderen Nationen der Welt verdrängen.

Was haben die Zionisten für das amerikanische Volk getan, dass die US-Regierung sich verpflichtet fühlt, diese niederträchtigen Aggressoren blind zu unterstützen? Ist es nicht deshalb, weil sie sich in einen maßgeblichen Teil des Banken-, Finanzmarkt-, Kultur- und Mediensektors gedrängt haben?

Ich schlage vor, dass in einer Bekundung des Respekts für das amerikanische Volk und die Menschheit das Recht der Palästinenser, in ihrem eigenen Heimatland zu leben, anerkannt werden sollte und dass die Zukunft ganz Palästinas und seine Regierungsform in einer Volksabstimmung festgelegt werden sollte. Das wird für jedermann von Vorteil sein.

Nun da der Irak eine Verfassung, ein unabhängiges Parlament und eine unabhängige Regierung hat, wäre es da nicht segensreicher, die US-Offiziere und -Soldaten nach Hause zu holen und die astronomisch hohen US-Militärausgaben im Irak für die Fürsorge und den Wohlstand des amerikanischen Volkes zu verwenden? Wie Sie sehr wohl wissen, leiden viele Opfer von Katrina auch heute noch und zahllose Amerikaner leben immer noch in Armut und Obdachlosigkeit.

Ich möchte auch noch ein Wort an die Gewinner der kürzlich stattgefundenen Wahlen in den USA richten:

Die Vereinigten Staaten haben schon viele Regierungen gehabt; manche, die ein positives Vermächtnis hinterließen und andere, die weder vom amerikanischen Volk noch von anderen Nationen in guter Erinnerung behalten wurden.

Sie können nun auf einen wichtigen Teil der US-Regierung Einfluss nehmen, auch Sie werden gegenüber dem Volk und der Geschichte Rechenschaft ablegen müssen.

Wenn die US-Regierung den derzeitigen innen- und außenpolitischen Herausforderungen mit einer Herangehensweise begegnet, die auf Wahrheit und Gerechtigkeit gegründet ist, kann sie einige der Kümmernisse der Vergangenheit heilen und einen Teil der weltweiten Ressentiments und des weltweiten Hasses gegen Amerika entschärfen. Aber wenn die Herangehensweise bleibt, wie sie ist, dann käme es nicht unerwartet, wenn das amerikanische Volk die neuen Wahlsieger in ähnlicher Weise zurückweist, wenn auch die kürzlich stattgefundenen Wahlen eher weniger einen Sieg widerspiegeln sondern in Wirklichkeit nur auf das Versagen der derzeitigen Regierungspolitik hindeuten. Mit diesen Themen habe ich mich ausgiebig in dem Brief befasst, denn ich früher in diesem Jahr an Präsident Bush gerichtet haben.

Zusammengefasst:

Es ist möglich, grundlegend anders als durch Zwangsmaßnahmen, Gewalt und Ungerechtigkeit an die Regierungsarbeit heranzugehen.

Es ist möglich, unseren gemeinsamen menschlichen Werten, der Redlichkeit und dem Mitgefühl aufrichtig zu Diensten zu sein und sie voranzutreiben

Es ist möglich, Fürsorge und Wohlstand ohne Spannungen, Drohungen, Zwang und Krieg zu schaffen.

Es ist möglich, die Welt hin zu der angestrebten Vollkommenheit zu führen, indem man sich an Einigkeit, Monotheismus, Moral und Spiritualität hält und von den Lehren der Göttlichen Propheten zehrt.

Dann wird das amerikanische Volk, dass gottesfürchtig ist und den Göttlichen Religionen folgt, alle Schwierigkeiten überwinden.

Was ich darlegte, spiegelt einige meiner Ängste und Sorgen wider.

Ich bin zuversichtlich, dass Sie, das amerikanische Volk, eine hilfreiche Rolle dabei spielen werden, Gerechtigkeit und Spiritualität überall in der Welt zu errichten. Die Versprechen des Allmächtigen und Seiner Propheten werden sich mit Gewissheit erfüllen, Gerechtigkeit und Wahrheit werden obsiegen und alle Nationen werden ein rechtes Leben in einem Klima erfüllt von Liebe, Mitgefühl und Brüderlichkeit führen.

Das regierende US-Establishment, die Obrigkeiten und die Mächtigen sollten keine Wege wählen, von denen es keine Umkehr gibt. Wie uns alle Propheten gelehrt haben, bringen Ungerechtigkeit und Sündhaftigkeit letztendlich Niedergang und Verfall mit sich. Heute ist der Weg zurück zum Glauben und zur Spiritualität noch offen und unversperrt.

Wir sollten alle das Göttliche Wort des Heiligen Koran beherzigen:

Der aber, der bereut und glaubt und das Rechte wirkt - (es ist) wohl, daß er unter den Erfolgreichen sein wird. Und dein Herr erschafft, was Er will, und erwählt, was Ihm gefällt. Nicht ihnen steht die Wahl zu. Gepriesen sei Allah und Hoch Erhaben über das, was sie anbeten! (28:67-68, deutsche Übersetzung nach M.A. Rassoul)

Ich bete zum Allmächtigen, er möge die iranische und amerikanische Nation und wahrhaftig alle Nationen der Welt mit Würde und Erfolg segnen.



30.11.06 14:29


Der Dialog

Ein nicht ganz wörtlich zu nehmender - aber dennoch durchaus ernst gemeinter - Vorschlag

Mir wurde oft vorgeworfen, dass ich einen Dialog mit der islamischen Welt rundheraus ablehnen würde. Das ist absolut nicht der Fall. Ich halte Dialog für höchst wichtig und bin auch bereit, mit Erzfeinden zu reden. Ich bin nur nicht bereit, mit Leuten zu reden, die nichts zu melden haben oder beim Dialog zu lügen bzw. hinzunehmen, dass ich belogen werde.

Deshalb hier ein Wunschtraum, wie ich mir den Ansatz zu einem echten Dialog mit der islamischen Welt vorstelle:



Liebe Moslems,

Ihr und wir - wir sind Feinde. Wir finden es an der Zeit, dass wir das offen aussprechen. Viele ehrliche Menschen auf Eurer Seite haben das bereits getan, es wird Zeit, dass wir es Euch gleichtun.

Wir sind dem Rat, den Ihr uns so oft gegeben habt, uns doch bitte mit dem Islam zu befassen, inzwischen gefolgt. Wir haben Obsession gesehen, wir haben Bat Ye'Or und Robert Spencer gelesen, wir haben die Videobotschaften Osama Bin Ladens sowie die Aussagen der Islam-Gelehrten aus aller Welt - insbesondere derer von der Al Azar Universität in Kairo - und Herrn Achmedinedschads zur Kenntnis genommen. Wir haben insbesondere während der so genannten Karikaturen-Affäre auch auf die sehr eindrucksvolle Stimme des einfachen islamischen Volkes gehört. Wir haben uns auch mit unserer gemeinsamen Geschichte befasst und unsere gottgegebene Vernunft benutzt, Parallelen zur Gegenwart zu ziehen.

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns für unser Verhalten, das wir an den Tag legten, als wir das alles noch nicht wussten, entschuldigen müssen. Es war unser Fehler, nicht Eurer, dass wir so lange interesselos und unwissend gegenüber Euch blieben. Wir entschuldigen uns auch dafür, dass wir Euch über lange Zeit hinweg mit einem "Dialog" belästigt haben, in dem Ihr über die Unwissenheit Eurer Dialogpartner gewiss zu Recht verärgert ward und in dem wir darauf beharrten, Euch zu etwas Christen-Ähnlichem "erziehen" zu wollen. Insbesondere entschuldigen wir uns für diejenigen unter uns, die den fürchterlich beleidigenden Begriff "Islamismus" geprägt haben, um die besonders Rechtgläubigen und Korantreuen unter Euch zu verunglimpfen. Der Versuch, Euch schulmeisterlich Eure eigenen Religion erklären zu wollen ("Islam heißt Frieden") war ein unglaublicher Fauxpas, und wir verstehen daher, dass Ihr Euch häufig an unserer Arroganz gestört habt. Es ist in der Tat arrogant, sich die Religion anderer Menschen einfach so hinzubiegen, wie man sie gerne hätte. Dass Ihr Euch die Formulierung "Islam heißt Frieden" ebenfalls zu eigen gemacht habt, tragen wir Euch nicht nach - wissen wir doch, dass Euch Euer Prophet Mohammed höchstpersönlich empfohlen hat, zum Kunstgriff der Lüge ( Taqiyya) zu greifen, wenn Ungläubige zu stark sind, um militärisch unterworfen zu werden. Wer sind wir, Euch zu raten, Euch gegen Euren Propheten zu stellen!

Wir anerkennen vorbehaltlos, dass Ihr während der vergangenen Jahrzehnte uns und unsere Kultur ausgiebiger studiert und besser verstanden habt als wir die Eure. Wir anerkennen auch, dass Euer Vorgehen - aus der Rückschau, wo wir Euer Ziel und Eure von Mohammed empfohlenen Methoden zur Erreichung dieses Ziels kennen - fast immer geradlinig war, während das unsere häufig einem wirren Trampelpfad glich.

Nun, wir wissen inzwischen, was Ihr wollt. Ihr wollt das Dar al-Islam auf Kosten des Dar al-Harb ausbreiten und langfristig die Herrschaft des Islam über die ganze Welt installieren. Wir wissen auch, dass die Methode dazu Djihad heißt und wir sind nicht so dumm, zu glauben, Djihad bedeute ausschließlich Gewalt. Nein, so primitiv seid Ihr keineswegs. Der Djihad umfasst auch demographische Bemühungen, Migration, Da'Wa (Missionierung), Taqiyya (geschickte Lüge), den Djihad der Feder (Propaganda) und den Einsatz ökonomischer Mächt (Petrodollars). Wir glauben Euch sogar, dass es darüberhinaus auch noch einen inneren Djihad gibt, die individuellen Bemühungen, ein Allah-gefälliges Leben zu führen. Das ist Eure Privatsache, sie hat in unserem Dialog nichts verloren. Wir behelligen Euch auch nicht mit dem Inhalt unserer Gebete. Wir glauben aber natürlich nicht, dass das die einzige Bedeutung von Djihad ist. Wir sind nicht blind und dankenswerterweise stehen uns Eure heiligen Schriften zur Lektüre offen.

Wir erkennen auch, dass es innerhalb Eurer Gemeinschaft unterschiedliche Ansichten darüber gibt, ob terroristische Gewalt derzeit ein probates oder eher kontraproduktives Mittel zur Erreichung Eurer Ziele ist. Wir möchten uns diesbezüglich nicht einmischen, strategische und taktische Fragen müsst Ihr untereinander ausmachen. Vielleicht beruhigt es Euch, dass wir unsererseits auch dazu übergehen, die Djihad-Abwehr unter rein strategisch-taktischen Gesichtspunkten untereinander zu erörtern und sie nicht mehr darauf ausrichten, welche Methode für Euch angenehmer ist, sondern nur darauf, welche für uns angenehmer und erfolgversprechender ist.

Wir hoffen übrigens sehr, dass Ihr mit Hilfe des Verstandes, den Gott Euch gegeben hat, erkennt, dass uns Euer Ziel der weltweiten Islamisierung oder auch nur der Islamisierung Israels und Europas nicht zusagt. Wir müssen Euch leider mitteilen, dass wir dieses Ziel mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern wollen und werden. Wohlgemerkt: Wir wollen Euch nicht von diesem Ziel abbringen - es steht uns nicht zu, Euch religiös umzupolen und wir wissen auch, dass wir das auch dann nicht könnten, wenn wir es wollten. Wir wissen, dass Ihr stark im Glauben und gehorsame Diener Allahs seid.
Wir werden Euch nicht weiter in Eure Zielsetzung reinreden, wir werden nur verhindern, dass Ihr das Ziel erreicht.

Ihr wisst, das Ungläubige sich gegen Euch wehren. Islamische Kriegsherren der Vergangenheit wussten sehr wohl, dass die Ungläubigen nicht den Wunsch hegen, unter islamische Herrschaft zu geraten. Hätten sie das nicht gewusst, hätte sie ja keine bewaffneten Soldaten geschickt, sondern freundliche Missionare. Ihr wisst es auch heute noch. Wenn Ihr davon ausgingt, dass die Juden Israels eine Islamisierung Ihres Landes im Sinne eines islamisch beherrschten "Palästina" mit eventuell geduldeter reduzierter jüdischer Dhimmi-Bevölkerung wünschten, dann müsset Ihr sie nicht in die Luft sprengen oder mit Raketenangriffen und nuklearen Drohungen aus Teheran zermürben. Dann müsstet Ihr Ihnen einfach nur den Vorschlag machen und darauf warten, dass sie begeistert zustimmen.

Aufgrund unseres unverzeihlichen Unwissens über Eure religiösen Pflichten, haben wir in Europa in der Vergangenheit nicht zur Kenntnis genommen, dass Ihr auch unsere Länder islamisieren wollt. Deshalb war Euch das Fortschreiten bei diesem Ziel bisher - vergleichbar zu Euren Anstrengungen bezüglich Israel - fast ohne terroristische Gewalt möglich. Wer sich freiwillig auf die Matratze legt, wird nicht vergewaltigt. Wer sich freiwillig erobern lässt, zwingt die Eroberer nicht, Waffengewalt anzuwenden. Wir müssen Euch leider mitteilen, dass wir uns nicht weiter freiwillig erobern lassen.

Unglücklicherweise befinden sich bereits eine große Anzahl Eurer Kolonisten in unseren Ländern. Wir sind uns bewusst, dass viele davon nicht wissen, dass sie als Kolonisten fungieren und - sicher zum Ärger der Rechtgläubigen unter Euch - auch einfach nur ein bequemes Leben haben wollen und kein Interesse am Djihad haben. Das ist aber Euer Problem. Wir sehen keinen Grund, einen Dialog mit unwissenden Privatpersonen zu führen, die nicht merken, dass sie Schachfiguren bei unserer Eroberung sind. Leider ist es uns - aufgrund Eurer Pflicht zur Taqiyya - nicht möglich, die wirklich Friedfertigen von den frommen Lügnern zu unterscheiden, da wir nicht über die erforderlichen Gedankenlesefähigkeiten verfügen. Außerdem seht Ihr sicher auch ein, dass ein Dialog zwischen zwei großen Gruppierungen wie der Umma und dem Westen nicht geführt werden kann, in dem man Millionen von Einzelgesprächen mit verstreuten Individuen führt. Wir müssen diesen Dialog auf der Grundlage Eurer und unserer ideologischen Ausrichtung führen - mit denjenigen, die sie ernst nehmen und nicht mit laxen nicht organisierten Einzelpersonen.

Was also sollen wir tun?

Wir entnehmen aus den Äußerungen islamischer Organisationen und auch islamischer Einzelpersonen (und deren feindseligem Verhalten) in unserern Ländern, dass Moslems im Westen sich nicht wohlfühlen und uns nicht mögen. Das ist in Ordnung. Wir mögen sie auch nicht. Wir werden weiterhin das tun, was diese Personen als "Diskriminierung, Rassismus und Islamophobie" an uns kritisieren, z.B. werden wir unsere Marotten beibehalten, Arbeitsplätze nach Qualifikation und nicht nach Religionsquote zu vergeben und darauf zu bestehen, dass unsere Gesetze eingehalten werden. Wir wissen, dass unsere Gesetze in Euren Augen falsch sind, da sie der Scharia widersprechen - aber wir möchten sie dennoch behalten.

Wir würden das sehr gerne friedlich lösen, aber notfalls können wir auch gemein werden. Wir sind nicht so nett, wie Euch unsere so genannten "Gutmenschen" leider lange vorgelogen haben. Wir gehören der gleichen Spezies wie Ihr an und wir können auch sehr hässliche Seiten an den Tag legen. Wir hoffen, dass Ihr diese Ehrlichkeit, die Ihr von uns leider bisher nicht gewohnt ward, zu schätzen wisst.

Ebenfalls finden wir es nicht so gut, dass unsere Wirtschaften einerseits teuer für das Öl aus islamischen Ländern bezahlen und andererseits mit zunehmend drückenderen Steuern islamische Migranten, die wir für gar nichts brauchen, mittels Sozialleistungen durchfüttern. Unser Angebot: Wir zahlen weiterhin für das Öl, werfen aber die islamischen Sozialfälle sowie die kriminellen Moslems raus und stellen unsere Hilfszahlungen komplett ein. Wir sehen ein, dass die Anwesenheit vieler Moslems in Europa Eurem Ziel (Ausbreitung des Islam) dienlich ist - aber sicher seht Ihr auch ein, dass es unserem Ziel (Verhinderung der Ausbreitung des Islam) nicht dienlich ist, sondern sich mehr und mehr als höchst kontraproduktiv dafür erweist.

Wir würden vorschlagen, dass Ihr unsere Ausweisungen akzeptiert und dass wir uns im Gegenzug verpflichten, nicht zu versuchen, unsere lästigen Unterschichten - insbesondere unsere Neonazis - in die reichen Ölländer zu exportieren. Wir verpflichten uns ebenfalls, das Christentum nicht "mit dem Schwert" bzw. moderner Hochtechnologie-Kriegsführung in Euren Ländern zu verbreiten. Wir könnten das prinzipiell - wir haben es in Lateinamerika getan (und es war sehr hässlich). Wir möchten es aber heutzutage nicht mehr tun. Dass wir - wann immer wir den Eindruck gewinnen, Eure militärische Entwicklung könnte uns (einschließlich Israel) gefährlich werden - militärisch eingreifen, behalten wir uns davon unabhängig ausdrücklich vor.

Des weiteren möchten wir keineswegs anfangen, einen "Schwanzvergleich" Eurer und unserer militärischen Möglichkeiten anzustellen. Wir empfinden es als unfein, derartiges auszusprechen oder gar mit Überlegenheit zu prahlen, das ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur. Dennoch werdet Ihr verstehen, dass wir diesbezüglich - selbstverständlich diskret - eine Bestandsaufnahme vornehmen und wir bitten Euch, das Eurerseits auch zu tun.

Wir würden das alles sehr gerne ohne Krieg und Gewalt lösen und schlagen daher vor, dass Ihr Euch Eure Chancen, Euer Ziel, das dem unseren diametral entgegengesetzt ist und über das wir nicht weiter diskutieren werden, militärisch/terroristisch oder durch Migration zu erreichen, genau ausrechnet. Wir erwarten eine klare Antwort, wie Ihr Euch entschieden habt. Dann könnten wir das leidige Thema Islamisierung Europas um einige Jahrhunderte in die Zukunft verschieben, uns weitgehend aus dem Weg gehen ( da wir uns ja gegenseitig nicht mögen ) und uns um das Nötigste kümmern: Unseren Wunsch nach Öl und Euren Wunsch nach unseren medizinischen und anderen reizvollen Errungenschaften zivilier Natur.

Wir würden uns über eine ehrliche Antwort sehr freuen.

Solltet Ihr es wider Erwarten bevorzugen, die Sache mit Gewalt gegen Personen zu lösen - das beinhaltet auch Israel, das Teil des Westens ist - sehen wir uns leider gezwungen, ebenfalls gewalttätig zu werden. Diesbezügliche jammernde Beschwerden Eurerseits, Ihr wärd unsere Opfer, werden wir zur Kenntnis nehmen, aber weder glauben noch berücksichtigen. Wir sind auch bereit, Gewalt gegen bestimmte Sachen (Flaggen unserer Länder, Puppen unserer Regierungschefs und religiösen Autoritäten) hinzunehmen, da wir Euch gerne ein Ventil für therapeutischen Aggressionsabbau lassen möchten. Wir sind keine Unmenschen. Beschädigte Botschaften und jegliche Gewalt gegen Menschen fassen wir in Zukunft als Kriegserklärung auf.


herzlichst
Euer Feind, der "Westen"

29.11.06 16:05


Sind wir schön?





Etwas vom peinlichsten und auch vom traurigsten, was die menschliche Spezies hervorbringen kann, ist jemand (die Sorte gibt's beiderlei Geschlechts) , der glaubt, er wäre attraktiv für andere, es aber nicht ist. Und es nicht merkt, wenn's ihm mal mehr mal weniger versteckt gesagt wird!

Wie peinlich und tragisch ist jemand, der subtile Gehässigkeiten über sein Aussehen und Auftreten, abweisende Kommentare über sein Verhalten nicht zum Anlass nimmt, zu erkennen, dass der andere ihn nun mal schlicht und einfach hässlich findet und nicht mag und der sich stattdessen in Psychologisierereien darüber ergeht, warum der andere seine doch sicher vorhanden Sympathie manchmal so als unfreundlich "verschleiert" ausdrückt. "Vielleicht hat er früher schlechte Erfahrungen gemacht und daher eine Mauer um sich gebaut? Vielleicht möchte er vorsichtig sein, weil er sich noch nicht sicher ist, ob er auch wirklich geliebt wird? Vielleicht fühlt er sich irgendwie minderwertig gegenüber einem selber und reagiert daher einfach nur ein bisschen trotzig? Vielleicht hat man ihn auch - im sicheren Wissen der eigenen Überlegenheit - gelegentlich gedankenlos herablassend behandelt und kann darauf hoffen, dass alles gut wird, wenn man nur noch ein bisschen an sich arbeitet."

Egal was! Der Gedanke, dass der andere einen einfach nicht mag, kommt solchen traurigen Gestalten in ihrer tragischen Arroganz einfach nicht in den Sinn. Schließlich kann das ja nicht sein, denn sonst würde er sich ja nicht in der eigenen Wohnung breit machen und jeden Vorschlag, doch bitte wieder auszuziehen, empört mit der Bemerkung "Aber nein, ich fühle mich hier wohl, es ist doch auch meine - nein, es ist unser gemeinsame - Wohnung" zurückweisen. Vielleicht weist er darauf hin, was er alles an Arbeit und Geld in die Wohnung gesteckt hat und selber ist man dann zu höflich, den Hinweis anzubringen, dass er sich eigentlich ins gemachte Nest gesetzt hat und dass man den Müll, den er einstmals runtergetragen hat und den er ständig erwähnt, notfalls mit etwas Mühe auch alleine hätte runterbringen können. Man erwähnt auch nicht, was er alles für viel teures Geld kaputt gemacht hat und was sein Lebensunterhalt kostet - schließlich hat er es doch nicht vorsätzlich (oder doch???) getan und man konnte es ja auch wieder in Ordnung bringen, man hat ja das Geld.

Wollen wir als Individuum so blind, blöd, eingebildet und auf tragische Weise lächerlich sein?

Nein, nein und nochmal nein. Natürlich nicht. Es ist ein Horror.

Und jetzt der ganze Text - leicht verändert - nochmal:

Etwas vom peinlichsten und auch vom traurigsten, was die Weltgemeinschaft hervorbringen kann, ist eine Gesellschaft, deren Mitglieder glauben, sie wäre attraktiv für andere, es aber nicht ist. Und es nicht merken, wenn's ihnen mal mehr mal weniger versteckt gesagt wird!

Wie peinlich und tragisch ist eine Gesellschaft, die subtile Gehässigkeiten über ihren üblichen Lebenstil und abweisende Kommentare über das Verhalten ihrer Mitglieder nicht zum Anlass nimmt, zu erkennen, dass andere sie nun mal schlicht und einfach hässlich finden und nicht mögen und die sich stattdesssen in Psychologisierereien darüber ergeht, warum andere ihre doch sicher vorhandene Sympathie manchmal so als unfreundlich "verschleiert" ausdrücken. "Vielleicht haben sie früher schlechte Erfahrungen gemacht und daher eine Mauer um sich gebaut? Vielleicht möchten sie vorsichtig sein, weil sie sich noch nicht sicher sind, ob sie auch wirklich geliebt werden? Vielleicht fühlen sie sich irgendwie minderwertig gegenüber einem selber und reagieren daher einfach nur ein bisschen trotzig? Vielleicht hat man sie auch - im sicheren Wissen der eigenen Überlegenheit - gelegentlich schlecht behandelt und kann darauf hoffen, dass alles gut wird, wenn man nur noch ein bisschen an sich arbeitet."

Egal was! Der Gedanke, dass sie einen einfach nicht mögen, kommt solchen traurigen Gesellschaften in ihrer tragischen Arroganz einfach nicht in den Sinn. Schließlich kann das ja nicht sein, denn sonst würden sich andere ja nicht in eben dieser Gesellschaft breit machen und jeden Vorschlag, doch bitte wieder auszuwandern, empört mit der Bemerkung "Aber nein, wir fühlen uns hier wohl, es ist doch auch mein - nein, es ist unser gemeinsames - Land" zurückweisen. Vielleicht weisen diese anderen darauf hin, was sie alles an Arbeit und Geld in das Land gesteckt haben und selber ist man dann zu höflich, den Hinweis anzubringen, dass sie sich eigentlich ins gemachte Nest gesetzt haben und dass man die Arbeit, die sie einstmals als Müllfahrer erledigt haben und ständig erwähnen, notfalls mit etwas Mühe auch alleine hätte erledigen können. Man erwähnt auch nicht, dass sie durch ihre überdurchschnittliche Kriminalität viel teures Geld kaputt gemacht haben und was ihr Lebensunterhalt kostet - schließlich haben sie es doch nicht vorsätzlich (oder doch???) getan und man konnte es ja auch wieder in Ordnung bringen, man hat ja das Geld.

Wollen wir als Gesellschaft so blind, blöd, eingebildet und auf tragische Weise lächerlich sein?

Ja. Genau das wollen wir. Und es IST ein Horror.

Es ist falsch.

Wie es auch Yashiko Sagamori in ihrem Beispiel von den Löwen und Antilopen ausdrückt, gehen wir im Westen einfach davon aus, dass unsere Lebensweise so reizvoll ist, dass Moslems - wenn man ihnen nur die Chance dazu bietet - sie mit wehenden Fahnen annehmen. Schließlich ist es doch schön.

Ja und nochmal ja, auch ich finde, dass wir schön sind. Trotz aller Fehler ist diese freie westliche Gesellschaft wohl das Beste, was die Menschheit je hervorgebracht hat. Im räumlichen und zeitlichen Vergleich haben Menschen ( und zwar die Gesamtheit aller innerhalb einer Gesellschaft, nicht nur einzelne Eliten) niemals in größerem Genuss von Freiheit, Wohlstand, Vergnügen und Bildungschancen gleichzeitig gelebt.

Dass ich das schön finde, sagt aber nichts aus. Ich bin schließlich Teil dieser Gesellschaft - und der tragische Mensch in meinem obigen Beispiel findet sich selber ja auch schön und liebenswert. Das ist in Ordnung, man kann - und sollte! - das sehr wohl. Allzu viele Westler tun nicht mal das. Es geht mir aber hier um die anderen - diejenigen, die überzeugt von unseren Werten sind. So überzeugt, dass sie in dem Irrglauben gefangen sind, Menschen aus einer ganz anderen Kultur müssten das zwangsläufig ebenfalls als schön und erstrebenswert empfinden. Sie übersehen einerseits, dass wirklich alles aus einem anderen Blickwinkel anders aussieht. Das gilt sogar für Dinge, die man selber ehrlich als absolut betrachtet, wie zum Beispiel wir die Errungenschaft der allgemeinen Menschenrechte. Selbst da, wo etwas absolut und objektiv richtig sein mag, kann es andere Blinkwinkel geben - auch wenn diese in diesem Fall eben falsch sind, sie sind dennoch existent und für denjenigen, der einen solchen Blickwinkel einnimmt, subjektiv wahr.

Es ist falsch, wenn wir glauben, die mangelnde Bereitschaft von Moslems, sich in den Ländern Europas zu integrieren, läge daran, dass wir ihnen die Möglichkeit dazu verbauen ( oder zumindest erschweren), läge daran, dass wir zuwenig Toleranz zeigen, dass es uns nicht gelingt, ihnen unsere Schönheit nahe zu bringen. Der Gedanke, dass unser Lebensstil wunderschön und liebenswert ist und dass Moslems das auch selbstverständlich erkennen würden, wenn es uns nur gelänge, unser Verhalten ihnen gegenüber weiter zu perfektionieren und ihren Wünschen anzupassen, ist grundfalsch. Er hat in seiner amerikanischen Variante zu dem höchst ehrenwerten, aber zum Misserfolg verdammten Versuch geführt, in Afghanistan und im Irak (und auch beim Hätschelkind Palästina) das Licht der Demokratie zu entzünden, dem dann andere Moslems nacheifern (sollen wollen) und das einen Dominoeffekt der Demokratisierung in der islamischen Welt auslösen wird.

Es hat in seiner eher europäischen Variante dazu geführt, dass mit der hochfahrenden Idee des vorauseilenden und großzügigen multikulturellen Verständnisses erreicht werden sollte, dass Moslems sich freudig zu produktiven und angepassten Mitgliedern europäischer Gesellschaften entwickeln werden. Die Logik "Sie sind hier, also müssen sie unsere Gesellschaft doch auch irgendwie attraktiv finden" ist genauso falsch wie die Logik des tragischen Individuums aus meinem Beispiel "Er/sie lebt bei mir, also muss er/sie mich doch auch attraktiv finden".


Wo liegt der logische Fehler: Nun, dem Individuum gefällt die Wohnung und die finanzielle Versorgung - denjenigen, der beides bereitstellt, kann er/sie aber ganz uanbhängig davon jedoch nicht mögen und sogar verachten. Und analog gefallen den Moslems sehr wohl unsere Länder und die finanzielle Versorgung durch den Sozialstaat - diejenigen, die das alles bereitsstellen, können sie aber ganz unabhängig davon nicht mögen und sogar verachten.

Wir müssen aus unserem Blickwinkel raus und uns mühen, zu verstehen, wie Moslems uns sehen und warum das, was sie sehen, bei weitem nicht so erstrebenswert für sie ist, wie wir so selbstherrlich glauben. Vielleicht ist es sinnvoll, bei dieser Betrachtung männliche und weibliche Anhänger des Islam getrennt zu betrachten.

Bei den männlichen scheint es einfacher. Der Islam bietet Männern einen gegenüber Frauen überlegenen Status. Der Westen bietet Männern nominell einen Status, der Frauen gleichwertig ist, aber im gesellschaftlichen Konsens teilweise sogar einen minderwertigeren. Manche Feministinnen haben es durch jahrzehntelange Propaganda geschafft, alles typisch Männliche als aggresssiv/destruktiv zu verteufeln und dem eine Überhöhung alles Weiblichen als per se gut gegenüberzustellen. Die Ersetzung des IQ durch den EQ, die postulierte Überlegenheit der als weiblich empfundenen emotionalen Denkweise, die Klassifizierung der Ratio als kalt, vielerlei Dinge vom teilweise männerdiskriminierenden Scheidungs- und Kindschaftsrecht bis hin zur Propagierung des Sitzpinkelns, dürften auf einen islamischen Mann nicht gerade attraktiv wirken. Mir persönlich hat eine Lehrerin einer 5. Klasse geäußert, ihre Arbeit wäre viel angenehmer und leichter, wenn nur alle Jungs ( es handelte sich um 10 bis 11-jährige Kinder!) wie Mädchen wären. So etwas ist nicht nur aus männlich-islamischer Sicht hässlich, das ist es auch aus weiblicher-nichtislamischer wie meiner - das ist es ganz objektiv. Aber es sind kleinere Schönheitsfehler, die wir beheben können. Ein ganz großer Vorteil unseres Lebensstils ist nämlich die Fähigkeit zur schonungslosen Selbstkritik.

Damit sind wir bei einem Punkt, der sowohl männlichen als auch weiblichen Moslems garantiert höchst unattraktiv erscheint: Selbstkritik. Das ist im Islam nicht vorgesehen - bzw. ausschließlich für unislamisches Verhalten vorgesehen. Zum Beispiel wurden nach der Tsunami-Katastrophe vom Dezember 2004, die überwiegend islamische Gebiete getroffen hat, Stimmen laut, die predigten, dies sei eine Strafe Allahs für mangelnde Korantreue allzu vieler Moslems ( natürlich neben den üblichen Theorien, die israelisch-indische Atomtests dafür verantwortlich machten). Auf die Idee, es könne eine göttliche Strafe für Terror und Grausamkeit gegenüber Ungläubigen sein, kam natürlich keiner. Das ist ausgeschlossen, etwas Derartiges hat keinen Platz in der islamischen Denkweise. Wie sehr müssen sie uns verachten und teilweise sogar mitleidig belächeln, dass wir ständig Fehler bei uns selber suchen und uns selbst kritisieren. Sie sehen das nicht als Stärke, sie sehen das nicht als Anregung, ebenfalls in sich zu gehen und darüber nachzudenken, wie abstoßend ihre Lebensweise und ihr Verhalten auf Nicht-Moslems wirken muss - nein, sie sehen unsere Selbstkritik als Bestätigung dafür, dass wir wirklich so schlecht und kritikwürdig sind, dass es uns sogar selber auffällt.

Wenn wir uns schon selber kritisieren, um wieviel schlimmer müssen wir dann wirklich sein? Etwas, das ich übrigens auch im ganz privaten harmlosen alltäglichen Umgang mit Moslems erfahren habe: Die bei uns übliche Deeskalationsstrategie, mittels der man sich selber ein bisschen "niedermacht", worauf das Gegenüber dann ebenfalls Fehler einräumt und damit ein Konflikt beigelegt werden kann, funktioniert nicht. Gibt man Fehler zu ( echte oder zu Deeskalationszwecken erfundene!) kommt ein triumphierendes "Ja, so ist es!" und nichts weiter. Konflikte mit Moslems legt man daher leichter bei, indem man dreist und selbstherrlich auftritt und signalisiert, dass man nicht bereit ist, ihnen auch nur einen Schritt entgegenzukommen. Spaß macht das einem Westler ist, aber mit der anderen Methode ist man verloren.

Nun aber zu den weiblichen Moslems, zu den armen unterdrückten Muslimas. Ihnen wenigstens muss doch unsere Lebensweise als extrem begehrenswert vorkommen, oder nicht? Es ist nicht so, wie man ganz offensichtlich sieht, und die Erklärung, dass die Muslimas es zwar mehrheitlich wünschen würden, aber sich aufgrund männlicher Unterdrückung nicht trauen, scheint mir nicht standzuhalten. Zum Verständnis, warum tatsächlich die meisten Muslimas den islamischen Lebensstil dem westlichen genauso vorziehen wie es ihre Männer tun, hat mir eine türkische Atheistin verholfen, die den Kopftuchfrauen nicht sehr freundlich gegenübersteht.

Freiheit und Emanzipation bringt nicht nur Rechte mit sich, sondern auch Unbequemlichkeiten und Pflichten, zum Beispiel die Pflicht, Job und Familie unter einen Hut zu bringen, gleichzeitig erfolgreich im Beruf, sinnliche Geliebte und fürsorgliche Mutter zu sein. Der westliche Lebensstil setzt Frauen dem Druck aus, mit steigendem Lebensalter attraktiv bleiben zu wollen. Das ist nicht immer einfach und im Grunde ist es auch unmöglich, was Depressionen auslösen kann. Die Kopftuchfrau im langen grauen Mandel macht sich keine Gedanken um Magerquark-Diäten, ihr Wert basiert darauf, dass sie eine fromme Muslima und ihrem Mann gehorsam ist, nicht darin, dass sie mit 40 aussieht wie eine 20-jährige oder einen Job so erfolgreich wie ein Mann erledigt. Diese Frauen - so meine türkische Bekannte - bedauern uns und lächeln über unsere anstrengenden Versuche, unseren Wert durch Äußerlichkeiten wie körperliche Attraktiviät oder erfolgreiche Berufstätigkeit zu definieren. Ihr Wert wird durch Kinder kriegen, Klappe halten und die Herrschaft über den Haushalt erzielt. Es ist einfacher - viel einfacher.

Natürlich mag man einwenden: "Aber es ist schrecklich, es fehlt die Freiheit". Dazu muss man aber erkennen, dass der Islam an sich ein System darstellt, das Freiheit negiert. Das Maximum an Freiheit, das eine Frau im Islam erreichen könnte, wäre die, die Männer im Islam haben. Das ist nicht viel - das unterscheidet sich nur durch einige Äußerlichkeiten, das ist keine echte Freiheit, die im Inneren entstehen muss und die beide Geschlcheter im Islam nicht genießen können, wenn sie nach ihrem Tod der Hölle entgehen wollen. Zudem würden diese Freiheiten automatische Pflichten mit sich bringen, die im Islam Frauen erspart sind - z.B. die Pflicht, Geld zu verdienen, um den Lebensunterhalt der Kinder (wenigstens mit) zu bestreiten oder auch im Extremfall die Pflicht zur Teilnahme am Djihad, was nicht angenehm ist.

Und was die Kinder angeht? Nun, selber haben sie nicht viel zu sagen. Aber erscheint es autoritären Eltern erstrebenswert, sich nächtelang um die 17-jährige Tochter zu sorgen, die im Minirock mit den unmöglichsten Leuten unterwegs ist? Ohne die Macht zu haben, sie vor dem zu schützen, was durchaus auch liberalen westlichen Eltern als Horrorvorstellung durch den Kopf geht? Ist die Vorstellung angenehm, dass sie sich aus kindisch-trotziger unüberlegter Verliebtheit an einen Mann wegwirft, der sie nach kurzer Zeit mit Kindern alleine stehen lässt? Und ist es schön, sich vorzustellen, dass der geliebte Sohn an eine verwöhnte Zicke gerät, die ihn finanziell ausnimmt und irgendwann per Scheidung abzockt, wodurch er den Rest seines Lebens als Wochenendvater verbringt, der zahlen muss, aber keinen Einfluss auf die Erziehung der Kinder hat?


Moslems sehen - wenn sie uns anblicken - Drogen, Alkohol, ungezügelte und teilweise wirklich abstoßende Sexualität, sie sehen eine Konzentration auf Äußerlichkeiten und schnellen billigen Konsum, sie sehen Selbstmörder, kinderschändende Priester, Heuchelei, sie sehen alles, was wir in unserer Neigung, jedes Tabu zu brechen und unserem Bedürfnis, alles lautstark und schrill in die Öffentlichkeit zu tragen, was in der islamischen Welt schamhaft verborgen wird.

Vielleicht habe ich mich jetzt wie einer der zahlreichen Islamversteher angehört. Mag sein. Es mag sogar tatsächlich sein, dass in manchen Teilen die Islamversteher und die "Wir müssen die Kultur der Moslems respektieren"-Forderer in der sachlichen Analyse näher an der Wahrheit sind als diejenigen, die Integration ohne Wenn und Aber erwarten. Aber Analyse und Wertung sind zweierlei. Ich stimme solchen Menschen darin zu, dass der Islam ein etabliertes (und gut funktionierendes!) komplettes religiöses, politisches, rechtliches und soziales System darstellt, das sich nicht so einfach dazu bringen lässt, zu verblassen und in unserem System aufzugehen. Ich bin darüberhinaus der Ansicht, dass diesem System der Drang immanent ist, es überall da, wo Moslems leben, als einziges System zu etablieren. Moslems sind überzeugt, dass dieses System das beste ist, das die Menschheit hervorgebracht hat - genaugenommen hat es nicht die Menschheit hervorgebracht, nicht einmal der Prophet Mohammed hat das getan, es wurde ihm lediglich offenbart. Es ist für sie das System des einzigen und wahren Gottes - Allahs.

Ich finde, wir müssen das verstehen - und ich meine mit "verstehen" hier nicht "Verständnis haben" sondern "intellektuell erfassen, dass es ist, wie es ist". Neben der spirituellen Bestätigung dieses Systems durch den Koran gibt es durchaus auch noch die rein rationale Absicherung durch Beobachtung dessen, was in der Welt vor sich geht. Zwar sind die Unbläubigen technologisch, ökonomisch und militärisch derzeit führend, aber das kann leicht mit mangelnder Frömmigkeit der Moslems erklärt werden ( viel zu wenige engagieren sich im Djihad), aber während die islamischen Ländern immer reiner islamisch werden - viele sind bereits komplett "judenrein"und in allen anderen nimmt der prozentuale Anteil von Juden, Christen, Hindus, Buddhisten etc. laufend ab - geht die ZAhl der Ungläubigen weltweit prozentual zurück. Diese prozentuale Verschiebung zeigt sich darüberhinaus auch innerhalb vieler nicht-islamischen Länder - vor allem in Europa aber auch in den USA, Kanada, Australien, Israel, Indien und Afrika.

Unsere geringe Kinderzahl muss von einer von Machismo geprägten patriarchalen Gesellschaft als Schwäche und Erbärmlichkeit unserer Männer gesehen werden. Was für Männer sind die Europäer, wenn sie nicht mal imstande sind, ihren Frauen Kinder zu machen? Wenn sie darüberhinaus nicht mal imstande sind, ihre Töchter vor Vergewaltigung zu schützen oder wenigstens - wenn das nicht möglich ist - den Vergewaltiger an einen Baukran zu hängen, sondern ihn stattdessen mit Resozialisierungsprogrammen hätscheln? Das sind sicher keine erstrebenswerten Vorbilder für die Männer, keine reizvollen oder zu respektierenden Personen für Frauen, die gewohnt sind, sich als schutzlos und schwach zu empfinden und daher den Schutz eines Patriarchen wünschen, selbst wenn dieser weniger einfühlsam und liebevoll ist als ein europäischer Mann. Und ja, nicht einmal ein ebenbürtiger Feind, sondern schwächlich, müde und bereit, erorbert zu werden wirkt eine Gesellschaft, die solche "Impotenten" hervorbringt.

Egal ob man die geringe Geburtenzahl im Westen als begrüßenswertes Zeichen von Reife und Vernunft sieht ( wie ich es überwiegend sehe) oder als Manko, das behoben werden muss - es ist nun mal eine Tatsache, die wir eventuell ändern können und müssen oder auch nicht. Keinesfalls wird das aber von heute auf morgen gehen und es ist kein praktikabler Lösungsvorschlag durch karnickelhaftes Vermehren jetzt auf die Schnelle gegenüber der islamischen Welt die Muskeln spielen zu lassen. Wir können nicht in eine Gebär-Olympiade mit den Moslems eintreten. Es ist auch keine Lösung, die anderen Charakteristika unserer Gesellschaft, die von Moslems als reizlos und wenig erstrebenswert empfunden werden (und teilweise auch wirklich verbesserungswürdig sind), zu ändern oder abzubauen. Das wäre, als ob der ungeliebte Mensch aus meinem Beispiel sich einer Schönheitsoperation unterzieht, um zu gefallen. Das würde nichts nützen. Das würde auch in unserem Fall nichts nützen.

Wir müssen erkennen, dass die Moslems zwar unsere Länder und unsere Sozialstaaten mögen, dass sie mehr und mehr zu der Ansicht kommen, dass unsere Länder ihnen gehören oder in naher Zukunft gehören werden. (Wer kennt nicht den jungen prahlenden Moslem, der uns triumphierend verkündet, dass wir sogar zum Kinderkriegen zu blöd sind und deswegen rein von der Zahl her bald verlieren werden?) Wir müssen erkennen, dass eine Großzahl von Moslems nicht das geringste Interesse hat, sich einer als minderwertig und schwach empfundenen Gesellschaft anzugleichen oder gar zu assimilisieren. Im Gegensatz zu den Selbstdestruktiven unter den Westlern sage ich:

Ja, verdammt noch mal, wir sind schön.

Wir sind nciht perfekt, aber wir sind trotz unserer Macken wunderbar und wertvoll und liebenswert und wir sind allemal hundertmal schöner als die schönste aller islamischen Gesellschaften. Wir haben nicht den geringsten Grund, irgendetwas zu ändern, nur um das Wohlwollen der Moslems zu erlangen oder um für sie attraktiv zu erscheinen. Wir bekommen das sowieso nicht hin, sie mögen uns nicht. Sie brauchen uns, sie ertragen uns, wenn wir uns klaglos allem anpassen, was sie für richtig halten, aber sie wollen nicht sein wie wir.

Auf dieser Grundlage müssen wir mit der Realität umgehen. Das ist nicht erfreulich, aber es ist realistischer als die Vorstellung, wir könnten jemals erreichen, dass Moslems sich integrieren, d.h. sich uns anpassen. Wer diesem Glauben anhängt, möge ein einziges Beispiel aus 14 Jahrhunderten islamischer Geschichte bringen, in dem das eingetreten ist.

11.11.06 23:32


Der unvermeidliche Genozid

von Yashiko Sagamori

Original vom 1. November 2006: The Inevitability of Genocide

Ein israelischer Freund von mir, ein kluger und freundlicher Mann, erzählte mir einmal, nachdem er ein paar Tage im Krankenhaus verbracht hatte, dass sein Lieblingsarzt dort ein Araber gewesen sei. Mein Freund konnte sich ganz einfach nicht vorstellen, dass so ein kompetenter und angenehmer Arzt, jemand der sich so fürsorglich um einen jüdischen Patienten kümmerte, möglicherweise ein Feind Israels sein könnte.

"Bis Du sicher, dass er nicht sein halbes Gehalt an die Hamas spendet" fragte ich, zynisch wie ich nun mal bin.

"Ich weiß es nicht, kann sein." sagte mein Freund "Aber er schien so kompetent und nett und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er davon träumt, Israel zu zerstören und die Juden auszulöschen."

Ein hoffnungsvoller junger Mann, Erstsemester an einer großen Universität im Mittleren Westen, der einige meiner Artikel gelesen hatte, lieferte mir den unwiderlegbaren Beweis, dass alles, was ich jemals über den Islam und Moslems geschrieben habe, falsch sei. Er teile sich ein Zimmer im Studentenwohnheim mit einem Moslem, erzählte er mir trotzig.

"Und?" fragte ich

"Und er ist nett!" sagte der Junge.

"Und?" Ich wusste immer noch nicht, worauf er hinaus wollte.

"Ich meine, wirklich nett."

"Möchten Sie mir erzählen, dass wir uns nicht mit netten Leuten im Krieg befinden können?" fragte ich.

"Können wir das denn?" gab er kichernd zurück.

Was für eine Frage. Was für eine vollkommen verständliche Frage. Wie viel leichter muss alles gewesen sein, als wir noch Kriege gegen Vampire und Kakerlaken führten.

Wir alle haben so viel über die deutschen Gräueltaten während des Zweiten Weltkriegs gelesen, dass er uns als angemessene Racheaktion für diese Gräuel vorkommt. Wir haben das Gefühl, dass das Töten eines deutschen Soldaten im Wesentlichen die Hinrichtung eines verurteilten Kriminellen war, der aufgrund der extremen Verderbtheit seiner Handlungen in aller Fairness das Recht auf Leben verwirkt hatte.

In Wirklichkeit war der deutsche Soldat in der Mehrzahl der Fälle ein Junge mit guter Schulbildung, anständig, ehrlich und repektvoll gegenüber seinen Eltern, der hoffte, den Krieg zu überleben, nach Hause zurückzukehren, das Mädchen seiner Träume zu treffen, Ehemann und Vater zu werden und den Rest seines Lebens als Wissenschaftler, Bauer oder Geschäftsmann zu verbringen. In der Mehrzahl der Fälle hatte er, bevor er getötet wurde, ungewöhnlichen Mut und hervorragende Kampftechniken gegenüber einem Respekt einflößenden Feind gezeigt. In der Mehrzahl der Fälle hatte er absolut nichts getan, wofür er den Tod verdient hätte. Ganz unabhängig von seinen persönlichen Charakterzügen war sein Tod keine Strafe. Ihn zu töten war ein so unpersönlicher Akt wie ein Parkticket ziehen. Er wurde einzig und alleine deswegen getötet, weil wir uns im Krieg mit Deutschland befanden und weil er eine deutsche Uniform trug. À la guerre comme à la guerre.

Im Gegensatz zu dem, was die meisten Leute denken, sind wir nicht in den Krieg in Europa eingetreten, um Deutschland für seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bestrafen. Die Gräueltaten, die in Kambodscha unter Pol Pot stattfanden oder in Nordkorea unter beiden Kims, in der Sowjetunion unter Stalin oder in China während der Kulturrevolution waren auch nicht besser als die Gräueltaten der Nazis und dennoch erklärten wir keinem einzigen dieser Länder den Krieg.
Davon abgesehen wussen die meisten Menschen bei uns nicht nur wenig über die deutschen Verbrechen, sie kümmerten sich sogar noch weniger darum. Es ist eine Tatsache, dass immer dann, wenn es absolut unmöglich war, die Nachrichten über die deutschen Gräueltaten nicht zu drucken, die Zeitungen ihr Bestes gaben, sie irgendwo zwischen einer Dürre in Togo und einem Schönheitswettbewerb in Rio de Janeiro zu verstecken.

Erinnern wir uns daran, dass unser eigener heiß geliebter Franklin Delano Roosevelt für den Tod von einigen hundert deutschen Juden persönlich verantwortlich war. Diese deutschen Juden hatten es geschafft, aus Deutschland zu entkommen und landeten an der Küste der USA, nachdem sie vergeblich versucht hatten, in mehreren Ländern auf dem amerikanischen Kontinent Asyl zu bekommen. Niemand wollte sie. Amerika war ihre letzte Hoffnung. Als Präsident Roosevelt sich weigerte, sie ins Land zu lassen, waren sie gezwungen, nach Deutschland zurückzukehren, wo sie prompt in ein Vernichtungslager gebracht wurden. Ein estnischer oder ukrainischer Immigrant, der für ein Zehntel der Tode verantwortlich wäre wie FDR, würde auch heute noch wegen Kriegsverbrechen vor Gericht gestellt und bei einer vergleichbaren Beweislage höchst wahrscheinlich verurteilt werden. Und das mit Recht.

Das ist der Punkt. Wir mussten nicht gegen den Nationalsozialismus kämpfen und siegen, weil die Nazi-Ärzte alles Schlächter mit grauenhaften Manieren am Krankenbett waren oder weil Nazi-Studenten unangenehme Zimmergenossen waren. Wir bekämpften den Nationalsozialismus auch nicht wegen der Verbrechen der Nazis, obwohl diese Verbrechen trotz meiner Lobeshmyne auf den toten deutschen Soldaten vollkommen real waren. Wir mussten den Nationalsozialismus bekämpfen, weil seine Existenz sich als inkompatibel mit der Existenz unserer Lebensweise erwies. Wenn wir wollten, dass Freiheit und Demokratie in den USA überleben sollten, hatten wir keine andere Wahl, als den Nationalsozialismus in Europa zu bekämpfen und ihn zu zerstören.

Wenn wir heute wollen, dass Freiheit und Demokratie in diesem Land [USA] überleben, müssen wir den Islam bekämpfen und ihn überall da zerstören, wo er Wurzeln gefasst hat und das bedeutet überall. Punkt. Der Grund dafür ist nicht, dass wir gute Menschen sind und die Moslems schlechte Menschen. Natürlich tun sie eine Menge Dinge, die wir abstoßend und unmenschlich finden. Aber ob Sie's glauben oder nicht, wir tun auch eine Menge Dinge, die sie abstoßend und unmenschlich finden. Das ist kein Grund, in den Krieg zu ziehen. Zumindest nicht für uns.

Manchmal sollte man, wenn man verstehen will, was in der Welt vor sich geht, nicht nach moralischen Kriterien vorgehen, weil moralische Kriterien nie abslut sind. Sie werden bedeutungslos und unglültig sobald man die Grenzen der Kultur überschreitet, die sie aufgestellt hat. Man muss den Konflikt stattdesssen beobachten, als ob man ein Außerirdischer wäre, der persönlich an der Sache unbeteiligt ist. Oder - wenn Sie Science fiction Metaphern nicht so überzeugen, versuchen Sie, sich die Sache anzusehen, wie Sie sich einen Film über das Leben der Wildtiere in der afrikanischen Savanne ansehen. Die Löwen versuchen, die Antilopen zu fressen und die Antilopen tun ihr Möglichstes, nicht gefressen zu werden. Sie beobachten das Ganze zum distanzierten Zeitvertreib, es interessiert Sie nicht wirklich, ob irgendein Tier, das zufällig auf dem Bildschirm auftaucht, überlebt und irgendwann wechseln Sie den Kanal, um sich etwas weniger Langweiligers anzusehen. Wenn die Dokumentation gut ist und Sie den Kanal nicht allzu schnell wechseln, dann mag die zynische Art, in der Sie das ganze beobachten, Ihnen helfen, mehr über die Dynamik des täglichen Lebens in der Savanne zu lernen.

Übringes, wenn ich eine Antilope wäre, würde ich mich wundern, warum die Löwen anstatt uns unablässig zu jagen, nicht einfach friedlich zusammen mit unserer ganzen Herde grasen. Wir haben niemals irgendwelche Exklusivrechte auf das Gras geltend gemacht, wir heißen jeden willkommen, der sich uns anschließen will. Mich inspiriert die Vision von Löwen, die friedvoll Seite an Seite mit den Antilopen ihr Gras kauen, die Vorzüge der vegetarischen Lebensweise genießen, und ihren Jungen beibringen, nicht zu töten sondern gegenüber jedem Lebewesen im Universum extrem liebenswürdig zu sein.

Die Schönheit der Lebensweise der Antilopen muss für jeden mit einem Funken Gehirn ganz klar offenkundig sein: Man muss sich nicht körperlich verausgaben, um seine Beute zu jagen, man steht nicht vor der Wahl, entweder vor Hunger zu sterben oder zu morden und man muss nicht mit der schrecklichen Schuld leben, die aufkommt, wenn man sich an all die unschuldigen Leben erinnert, die man genommen hat. Alles, was man tun muss, ist, sich den Antilopen anzusschließen und alles Gras der Welt liegt einem zu Füßen.

Ich muss hinzufügen, dass ich, wenn ich ein Antilope wäre, mit größter Wahrscheinlichkeit eine tote Antilope wäre, weil ich unbeirrt versuchen würde, die Löwen aufzuklären, indem ich ihnen meine perfekt logischen Argumente darlege. Da Antilopen wie alle Pflanzenfresser nicht gerade bekannt für ihren hohen Intellekt sind, würde man meiner höchstwahrscheinlich eher als Heldin denn als Närrin gedenken, und mein Beispiel würde die anderen wohlmeinenden Indioten inspirieren, meiner Hufspur zu folgen.

Wenn Sean Hannity eine Antilope wäre, wäre er der festen Überzeugung, dass die absolute Mehrheit der Löwen in Afrika davon träumt, Vegetarier zu werden. Er wäre nicht in der Lage, zu erklären, was sie davon abhält, einfach welche zu werden.

Wenn George Bush eine Antilope wäre, würde er ein paar stolze Löwen einfangen und den Rest seines Daseins als Antilope damit verschwenden, zu versuchen, die gefangen genommenen Löwen dazu zu bewegen, ein fröhliches Gesicht zu machen, während er ihnen Gras in den Rachen stopft. Nachdem er bemerkt hätte, dass das nicht funktioniert, würde er versuchen, die Situation zu retten, indem er sie zuerst mit israelischem Gras und dann mit israelischen Menschen füttert. Wie man inzwischen wissen müsste, würde das auch nicht klappen, und die gefangenen Löwen - ihrer normalen Beute beraubt - würden versuchen, sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegenseitig in Stücke zu reißen.

Hinter der Auffassung einer Antilope steht eine ganz einfache Tatsache: Selbst der netteste, sanfteste Löwe der Welt ist genauso wenig in der Lage, ein Leben als Pflanzenfresser zu führen wie auch die grausamste, aggressivste Antilope in ganz Afrika nicht in der Lage ist, ein anderes Tier zur Strecke zu bringen, ihm die Luftröhre abzuschnüren und es zu verschlingen, während es noch um sein Leben kämpft.

Leider sind wir alle eher die Antilopen als die Löwen in der Analogie. Wir wollen niemanden töten. Alles was wir wollen, ist, dass man uns in Ruhe lässt. Wir heißen jeden aus ganzem Herzen willkommen, der auf unseren Weiden grasen will, und wenn Löwen in überwältigender Zahl kommen und sich unter die Herde mischen, dann unterdrücken wir unsere natürlichen Instinkte mit den politisch korrekten aber absolut unfundierten Versicherungen, dass die meisten dieser Löwen nicht gekommen sind, um uns die Luftröhre abzuschnüren und uns zu verschlingen, während unsere Herzen noch schlagen, sondern dass sie gekommen sind, weil sie nach dem grüneren Gras suchen, für das unsere Weiden mit Recht überall in der Welt so berühmt sind.

Trotz der offenbaren Schönheit meiner Analogie muss sogar ich selber zugeben, dass sie nicht ganz perfekt ist. Pflanzenfresser und Raubtiere sind dazu verdammt, ihren jeweiligen biologischen Programmen zu folgen. Auf der anderen Seite sind wir - Moslems und Ungläubige - gleichermaßen menschlich. Wir gehören der gleichen wundersamen Spezies an, wir träumen die gleichen Träume...

Hören wir mit den Spezies auf; Träume sind - außer den feuchten - kein Produkt der Biologie. Sie werden ausschließlich von gesellschaftlichen Stimuli geformt. Sie sind kulturabhängig. Sie sind das Nebenprodukt von Zivilisationen, und verschiedene Zivilisationen rufen drastisch unterschiedliche Träume hervor. Während Antilopen von Gras tärumen, träumen Löwen von Antilopen.

Die Antilopen in unserer Mitte werden nicht müde, zu blöken, dass der Islam nichts weiter als eben irgendeine andere Religion sei. Das ist nicht wahr. Der Islam begnügt sich nicht damit, jenen gegenüber, die ihm freiwillig fogen, ein religiöses Dogma vorzugeben. Im Gegensatz zu anderen Religionen zwingt der Islam die ihm eigene Lebensweise jeder Person in seinem Machtbereich auf, egal ob diese Person Moslem ist oder nicht.

Ich bin Jüdin, aber meine Lebensweise unterscheidet sich nicht wirklich von der meiner christlichen Verwandten, Freunde, Nachbarn und Kollegen. Sie gehen an Ostern und Weihnachten in die Kirche, ich gehe an Pessach und Yom Kippur in die Synagoge. Das ist der ganze Unterschied, obwohl - sollte eine Zeit kommen, wo es für die Juden wieder heißt, in die Gaskammern zu gehen - könnten zu jedermanns Überraschung auch noch andere Aspekte des Unterschieds offenbar werden. Als wir vor der Wahl standen, entweder unsere religiösen Überzeugungen anderen aufzuzwingen oder in produktiver Koexistenz miteinander zu leben, entschieden wir uns weise für die Koexistenz und machten unseren Glauben zu einer intimen persönlichen Sache. Im Ergebnis wurde Toleranz zu unserem Lebensstil. Gottseidank! Wie kann jemand nur das Gras nicht lieben?

Wenn ich nun anstatt einer Antilope ein Löwe wäre, dann wäre meine Sichtweise des Konflikts eine vollkommen andere.

Mein Glaube ist der Islam, mein Lebensstil ist der Jihad. Über 14 Jahrhunderte hinweg, ohne auch nur eine Minute davon abzulassen, hat der Islam von mir gefordert, dass ich den Jihad weiterführe, bis der letzte Ungläubige seinen letzten Atemzug getan hat. Wie kommt Ihr darauf, mich ändern zu wollen? Indem Ihr mich umerzieht? Indem Ihr versucht, mir beizubringen, von Gras zu leben? Das wird nicht von Erfolg gekrönt sein, nicht einmal dann, wenn es Euch gelingt, die nächsten 14 Jahrhunderte dran zu arbeiten, aber - wenn man die Dauerhaftigkeit Eurer Macht betrachtet (oder eher den Mangel daran ), haben Eure Bemühungen nicht die Chance, auch nur 14 Monate anzudauern.

Ich erwarte nicht, dass die Ungläubigen mir zustimmen; schließlich ist mein Schwert an deren Kehle. Aber sie müssen zumindest zwei Dinge einsehen. Erstens, der Islam hat stets seine Tore für Neuankömmlinge offen gehalten. Neben Euch zu grasen, reizt mich nicht im geringsten, aber wenn Ihr Euch entscheidet, die Schahada aufzusagen, dann seid Ihr in den Reihen der Stolzen willkommen.

Zweitens hat mein Lebensstil gegenüber Eurem ein enorm höheres "Dienstalter". Mein Lebensstil überdauerte schon mindestens 12 Jahrhunderte, bevor die halbgaren Vorstellungen von Demokratie und Toleranz begannen, erste praktische Auswirkungen auf die gottlosen Gesellschaften zu haben, die sie hervorbrachten.

Während meine Welt, das Dar el-Islam, sich im Lauf vieler Jahrhunderte bequemer Stabilität erfreute, wechselte der Westen fortwährend sich selber, seine Ideologien, Philosophien, Lebensstile. Und immer wenn sie mit etwas Neuem ankamen, waren sie so stolz auf sich selber, so sicher, dass die Narretei, nach der sie gerade lebten, ewig andauern würde. Das ist eine besondere Form der Blindheit, die Allah den Ungläubigen auferlegt. Wie können sie erwarten, dass ich meinen Lebenstil zugunsten des ihren aufgebe?

"Aber Moment mal" wird sicher eine Antilope fragen "Kannst Du nicht Deinen Lebenstil genießen ohne den meinen zu zerstören?"

Nicht mehr als ein Löwe von Gras leben kann. In Seiner unendlichen Weisheit hat Allah die Antilopen als Lebensunterhalt für die Löwen erschaffen. In Seiner unendlichen Gnade gab Er jeder Antilope die Chance, ein Löwe zu werden. Man kann den Löwen keinen Vorwurf machen, wenn die Antilopen unfähig sind, die richtige Wahl zu treffen.

Eure Friedensapostel mögen wohlklingende Lieder über die Güte des Islam singen, aber die Wahrheit ist: Islam und Jihad sind so untrennbar wie die zwei Pole eines Magneten. Ein geschickter Demagoge mag sie als zwei Gegensätze beschreiben, aber Ihr wisst so gut wie ich, dass der eine nicht ohne den anderen existieren kann. Jihad ist der einzige Zustand in dem der Islam je existiert hat seit dem Tag, an dem die ungläubigen Narren den Propheten aus Mekka vertrieben. Jihad ist der einzige Zustand, in dem der Islam existieren kann.

Der alte, überlieferte Drang nach Jihad eines Moslems ist so groß, so unausschlöschlich, so kompromisslos, dass er - wo immer er an seinem heiligen Recht, Ungläubige zu ermorden, gehindert wird - unvermeidlich dazu übergehen wird, seine eigenen Brüder zu töten, wobei ihm obskure Stammes- oder Sektenunterschiede als Kriegsgrund dienen. Man muss sich einfach nur ansehen, was heute im Irak vor sich geht, wo Moslems erfolgreich gegen die ungläubige Besatzung Widerstand leisten, indem sie sich gegenseitig umbringen.

Die Geschichte des Islam ist die Geschichte des Jihad. Der Zweck des Jihad ist die Expansion. Wir senden keine Missionare aus. Wir senden Krieger. Wir geben Euch die faire Wahl, Allah und Seinen Botschafter anzunehmen oder zu sterben. Das ist das grenzenlose Ausmaß an Gnade, das Allah den Ungläubigen gewährt. Das ist das Ausmaß der Güte, die Eure Außenministerin [die amerikanische] so überschwenglich preist.

Und wenn Ihr den Islam nicht mindestens genauso nachhaltig zerstört wie Ihr den Nationalsozialismus zerstört habt, wird der Islam Euch so nachhaltig zerstören, wie er in 14 Jahrhunderten nie endendem Jihads alles und jeden auf seinem Weg zerstört hat.


[Hier endet die Übersetzung, der Rest ist mein Kommentar]

Vielleicht mag manchen das Beispiel Antilopen-Löwen zu hart erscheinen, zu gehässig gegen Moslems und zu schönfärberisch opferrollenmäßig für uns. Es ist richtig, wir sind auch keine sanftäugigen "Pflanzenfresser", wir haben auch unsere Raubtier-Anteile und das in der Vergangenheit oft bewiesen. Dennoch finde ich die Analogie hervorragend. Denn selbst jemand, der wie ich vegetarisch lebt, findet Löwen nicht "böse". Sie tun, was sie tun. Insofern sehe ich in der Analogie ein besseres echtes Verständnis radikaler Moslems als es alle gutmenschlichen Terrorversteher jemals zustandebringen. Auch islamische Terroristen sind nämlich Menschen. Und sie denken nicht von morgens bis abends: "Harharhar, ich bin der große Bösewicht und missbrauche jetzt ganz furchtbar den schönen Islam für meine fiesen Zwecke und keiner merkt es, harharhar." Nein, diese Leute denken auch von sich selber, dass sie gut sind und das Richtige tun. Deshalb finde ich die Gedankengänge am Ende ( in die Mokassins des "Feindes" ) so hochinteressant.

Ich finde es wichtig, zu erkennen, dass eine alte mächtige etablierte Ideologie wie der Islam sich mit Sicherheit nicht von ein paar neuen Ideen wie Menschenrechte, Demokratie und Toleranz korrumpieren lässt. Einzelne mag es korrumpieren, aber niemals die Lehre an sich und jede Lehre bringt, so lange sie nicht tot ist, Anhänger hervor, die sie ernstnehmen. Und ein paar wenige reichen.


9.11.06 12:46


Kassandras Fluch

In Gedenken an Roland Weißelberg

Ein Stück buntes Glas

auf das Sonne scheint
auf das Regen weint
kantig und glatt
strahlend und matt
missachtet, begehrt
und nicht viel wert
kein Diamant
doch in einer Hand
die es liebt
ungetrübt
und beinahe schön
so sollt ihr mich seh'n
heute zerbrechlich und schutzlos
morgen zerbrochen und nutzlos

ein Stück buntes Glas

Es gibt zwei Gründe, warum ich erst heute diese Gedanken zur Selbstverbrennung von Pfarrer Roland Weißelberg veröffentliche. Der "edlere" ist der, dass ich eine gewisse Zeit gebraucht habe, mir darüber klar zu werden, was ich davon halten soll. Der etwas weniger philosophische und ganz platte ist der, dass ich Probleme mit einer Providerumstellung hatte und deshalb ein paar Tage offline war. Unwahr ist der erste dennoch nicht. Mich hat die Nachricht tief berührt und ich habe mir in der Tat viele sehr widersprüchliche Gedanken dazu gemacht.

Das Erschreckende ist, dass ich glaube, ganz genau zu wissen, was den alten Mann bewegt hat, dass ich ihn voll und ganz verstehe und dass ich die Gefühlslage, die ihn zu seiner Tat getrieben hat, schmerzlich kenne.

Nein, ich hatte ganz bestimmt noch nie vor, mich selber zu verbrennen und plane das auch nicht für die Zukunft. Ich habe gelesen, dass der Tod in den Flammen einer der schmerzhaftesten ist, die es gibt und mich schaudert schon bei der Erinnerung an eine Begegnung zwischen meinem Unterarm und dem Bügeleisen.

Was muss er gelitten haben!

Er ist ein vollkommen Fremder für mich und dennoch tut es weh, nur daran zu denken. Wie höllisch muss der Schmerz  gewesen sein, als die Flammen, nachdem sie das Benzin über ihm in unerträglich flirrende Hitze verwandelt hatten, anfingen, sich in seine Haut, in sein Fleisch  zu fressen? Hat er in dem Moment gedacht: "Oh Gott, hätte ich es nur nicht getan!“? Man weiß es aber eigentlich vorher. Jeder weiß, wie Feuer brennt, die Angst vor dem Feuer ist eine der Urängste des Menschen und sie ist sogar so archaisch, dass ihn nicht nur unsere Cousins, die höheren Tiere, mit uns teilen, sondern geradezu alles Lebendige bis hin zu unseren entfernten Verwandten, den niederen Tieren und wahrscheinlich sogar den Einzellern und Pflanzen. Wie groß muss der seelische Schmerz werden, dass man die Angst vor dem Feuer und vor dem körperlichen Schmerz, den es in seinen züngelnden Flammen mit sich  trägt, als den im Vergleich geringeren erachtet?

Wenn ich Selbstmord begehen wolle, dann würde ich nach einer möglichst sanften Methode Ausschau halten. Allerdings  könnte man das Ziel, das Roland Weißelberg erreichen wollte, nicht dadurch erreichen, dass man sich ins Bett legt, zwanzig weiße Kerzen und ein Räucherstäbchen anzündet und "Suzanne" von Leonard Cohen im Kreis laufen lässt, während man kultiviert aus einem funkelnden Bleikristallglas in Wodka-Orange aufgelöste Morphinpflaster trinkt. Auch das will ich nebenbei bemerkt  nicht tun. Aber es wäre - wenn man es aus Protest und nicht weil man einfach nur die Schnauze voll vom Leben hat und die Lust, um etwas harmlose Glücklichkeit strampelnd auf das Unvermeidliche zu warten, einen verlassen hat - auch zwecklos.

Ich fürchte aber, auch der Protest von Pfarrer Weißelberg verhallt bei jenen, an die er gerichtet war, ohne den Widerhall, den er bezweckte und so dringend  haben müsste  - vielleicht sogar bei allen. Ich möchte aus dem "allen" ein "fast allen" machen. Ich will die Erinnerung an seine Tat und das, was er ausdrücken wollte, bewahren.

Mein Verstehen seiner Tat geht weniger dahin, dass ich die grausige Missachtung des eigenen zerbrechlichen und trotz allen Misslichkeiten so schönen  Lebens, die Missachtung des Kummers und möglicherweise der Schuldgefühle derer, die ihn liebten und die Überwindung der Angst vor den Flammen nachvollziehen kann. Das kann ich nicht. Nicht eins davon, geschweige denn alle.  Ich kann aber die Fassungslosigkeit verstehen, die entsteht, wenn man jahrelang das Gefühl hat, an eine Wand zu reden. Den Schmerz der Kassandra. Oder besser ihren Fluch.

Ich habe nicht mit Kirchen-"Bossen" gesprochen oder mit irgendwelchen anderen Menschen, die eventuell die Chance hätten, etwas zu bewegen. Nur mit ganz normalen Leuten. Und auch da kam gelegentlich die Verzweiflung auf, die fassungslose Erkenntnis: Verdammt, sie verstehen einfach nicht. Das Gefühl, Kassandra zu sein - die zugleich mit dem zweifelhaften Segen der Klarsichtigkeit geschlagen war und mit dem Fluch, dazu verdammt zu sein, dass keiner ihr glaubt.

Wir - Europa -  werden islamisiert.

Ich verstehe nicht, warum darüber Zweifel bestehen. Es ist ganz offensichtlich. Ich verstehe nicht, warum in diesem Zusammenhang immer nur über Blabla-Unsinn wie "Integration" und Deutschkenntnisse von Schulkindern diskutiert wird, warum selbst bei islamkritischen Menschen so ein großer Wert darauf gelegt wird, rauszufinden, wie viele Moslems moderat und wie viele rabiat sind und warum so viele hilflose Versuche angestellt werden, die moderaten zu stärken. Denn auch wenn sie wirklich moderat und nicht nur "moderat" sind, ist das vollkommen belanglos. Auch Gesellschaften voller moderater Moslems sind islamisiert.

Oder glaubt ernsthaft jemand, wir wären so toll, dass nur bei uns die Moslems den Knall hören, dass das Leben als "moderater" ( aka nichts-unangenehmes-tuender ) Mensch angenehmer ist als das eines politischen Aktivisten und jene in z.B. Tunesien wären alle rabiate Monster? Oder nur jene Irans oder Saudi-Arabiens? Sind sie nicht. Sie sind auch Menschen, sie sind genauso moderat oder nicht-moderat wie die Moslems hier. Auch sie sind in erster Linie mit ihrem eigenen kleinen Leben befasst und mit den Möglichkeiten, es so angenehm wie möglich zu gestalten. Das waren übrigens die Deutschen - und unter ihnen sogar die NSdAP-Mitglieder - zwischen 1933 und 1945 mehrheitlich auch. Das sind die Menschen in Nordkorea, das waren die Menschen während der Zeit der Hexenverbrennungen und Judenpogrome in Europa auch. Wollen wir mit der Begründung, dass die meisten Anhänger dieser Ideologien des Nationalsozialismus, des Stalinismus, des verirrten Christentums der Inquisition eigentlich nichts Schlimmes tun und in erster Linie an ihr privates Glück dachten/denken, diese Ideologien hier gesellschaftsfähig machen und als harmlos erachten? Nein. Zum Glück wollen wir wenigstens das nicht. 

Wir wollen's nur beim Islam. Die Binsenweisheit, dass die Mehrheit der Anhänger einer Ideologie grundsätzlich immer (!)  "moderate" Anhänger sind, die nicht persönlich aktiv werden, gilt ganz offenbar nur bei der Betrachtung des Islam als Begründung dafür, ihn zu verharmlosen. Bei allen anderen beschissenen bösartigen Ideologien kapiert man sehr wohl, dass das eine Selbstverständlichkeit ist, dass das noch nie jemals bei irgendeinem Totalitarismus anders war oder ihn irgendwie besser gemacht hat und daher komplett irrelevant ist. Nur beim Islam nicht.

Warum?

Ich weiß es nicht, aber es beschäftigt mich. Es ist ein anderes Thema und ich habe mich schon genug verzettelt.  Eine Gesellschaft, in der es einen gewissen Prozentsatz (wie hoch er ist, weiß ich nicht, aber er ist weit unter 50%) an Moslems hat, ist eine islamisch dominierte Gesellschaft. Punkt. Es gibt keine Gegenbeispiele. Der Islam herrscht und wird nicht beherrscht. Und wo er herrscht, da sieht es aus wie... nun, wie es eben in der islamischen Welt aussieht und wie es mehr und mehr in unseren Innenstädten aussieht. Nein, nicht unbedingt, so, dass alle Frauen mit Burka rumlaufen und alle Männer mit langen Bärten, und es gibt auch nicht unbedingt Steinigungen, Handabhackereien und Auspeitschungen. Aber sie ist hässlich, schmutzig, ärmer als sie sein müsste, trostlos, ökonomisch statisch zwischen Fatalismus und Aggression gefangen, ohne Kreativität, nicht in sich selber zufrieden, sondern andauernd vor der Wahl, entweder müder Trostlosigkeit zu verkommen oder durch Expansion und Unterwerfung vitalerer Gesellschaften einen vorübergehenden Schub zu erhalten und nachdem dieser durch die Islamisierung der eroberten Menschen verblasst, wieder vor der Wahl zu stehen...

Das ist das, was all jene - nicht glauben sondern - ganz offensichtlich wissen, die wie Kassandra verflucht sind  Was ich weiß, was vermutlich Roland Weißelberg auch wusste, obwohl bei ihm als Mann Gottes  sicher auch noch eine spirituellere Betrachtung der Lage dabei war. Man kann es sagen, so oft man will. So wenige hören. Ja, man wünscht in der Tat, es würde irgendwas passieren, das den Menschen klar macht, dass es wahr ist. Nun, es ist passiert. Am 11. September 2001, unzählige Male davor - vor allem in Israel - und XXXX mal danach. Es hat nicht gereicht. Man fängt an zu denken.  "Würdest Du mir glauben, wenn sie mir den Kopf abschneiden? Würde wenigstens das dich aus deiner gelangweilten Hochnäsigkeit reißen?"  Würde das eine ausreichende Menge Menschen aus dem Tiefschlaf reißen?

Nein.

Die traurige Wahrheit ist: Nicht mal diejenigen unter den Blinden, die uns lieben, würde das aufrütteln - sie würden nicht denken sondern nur weinen. Geschweige denn diejenigen, die uns nicht lieben und uns schon vorher als Dummköpfe, Irre oder Böswillige betrachtet haben.

Das Problem ist, dass tatsächlich auch echte Irre so funktionieren. Die weißgekleidete Frau, die Lafontaine das Messer in den Hals stieß, war überzeugt, dass unsere politische Elite unterirdische Labors unterhält, in denen groß angelegte Experimente mit Menschen angestellt werden. Auch sie kam vermutlich irgendwann aufgrund der Tatsache, dass niemand sie für voll nahm, zu dem Schluss, dass eine spektakuläre Aktion her müsse, um Aufmerksamkeit für diese Ungeheuerlichkeit zu erregen. Es hat nichts gebracht. Niemand glaubte danach, dass Lafontaine in ein Projekt von unterirdischen Experimenten mit Menschen eingeweiht war. Man glaubte nur, dass er das Pech hatte, von einer Irren angegriffen worden zu sein. Und so war's ja auch. Sie war wirklich irr. Es gibt keine geheimen unterirdischen Menschenexperimente,  das Experiment wird oberirdisch und kein bisschen geheim durchgeführt und es heißt Multikulti-mit-dem-Islam und die Laborratten sind  wir ... und die eingewanderten  Moslems.

Was unterscheidet Roland Weißelberg von der weißgekleideten Frau? Was unterscheidet ihn und sie von den Selbstexplodierern in israelischen Schulbussen? Nun... es ist ganz einfach. Er hat sich selber getötet, nicht andere. Und dieser Unterschied ist maßgeblich. Er offenbart, was hinter einer spektakulären Aktion steht. Ja, es mag sein und ich glaube sogar, dass die Selbstmordattentäter tatsächlich auch glauben, sie müssten das, was sie tun, tun, um Aufmerksamkeit für ihre so genannte "Sache" zu erregen. Sie wählen einen Weg, der neben eigenem Leid ( wobei es zweifelhaft ist, dass sie es überhaupt als Leid empfinden, weil eine Bombenexplosion höchstwahrscheinlich zu schnell tödlich ist, um  weh zu tun und danach ja die himmlischen Freuden mit den Jungfrauen warten)  auch anderen Leid ( damit auch die etwas entfernteren Opfer ausreichend leiden, werden den Bomben Nägel beigefügt) und Tod bringt. Dass es vollkommen arglose Familien in höllenschwarze Trauer wirft, während die eigene Familie eventuell auch trauert, aber doch auch schmutzigen Stolz und eine pervertierte Form von Glück empfindet. 

Und das ist kein Zufall, das hat mit der "Sache" selbst zu tun. Für eine dreckige Sache verwendet man dreckige Methoden. Für den Irrsinn der weißgekleideten Frau den beabsichtigten Tod eines Politikers, der sich in ihrer wahnsinnigen Welt der Mitwisserschaft ungeheuerlicher Verbrechen schuldig gemacht hat. Für den Irrsinn des Islam und aller "Befreiungs"bewegungen, derer sich irgendwelche Anhänger des bösartigen Propheten verpflichtet fühlen, den Tod und die Qual x-beliebiger Menschen. Eine Sache, für die man zu solchen Methoden greift, ist Dreck. Dazu muss man sich nicht einmal tiefer damit befassen, damit müsste man nicht einmal ansatzweise wissen, worum es geht. Eine Sache, die von Menschen vorangetrieben wird, die zu solcher Scheußlichkeit greifen, ist scheußlich. Der Islam und alles, was er weltweit will, ist scheußlich. Man nennt es "den Fluch der bösen Tat". Wer etwas Derartiges tut, ist verkommen und befürwortet daher auch verkommene Ideen. Man muss sie nicht näher betrachten, man muss - nein man soll - nicht versuchen, sich in Menschen einzufühlen, die zu derartigen Methoden greifen. Wer zu lange in den Abgrund schaut, in den schaut der Abgrund zurück. So einfach ist das. 

Anders Roland Weißelberg. Er hätte, um ein Fanal zu setzen,  ja auch eine Moschee in die Luft sprengen können. Das hätte sicher - selbst dann wenn nur ein paar Scheiben zu Bruch gegangen wären und niemand verletzt worden wäre - mehr Aufmerksamkeit erregt als sein qualvoller Tod. Alleine der Gedanke, dass Moslems geschädigt werden könnten, ist alarmierender als die Tatsache, dass ein Christ tot ist. Ich habe oben geschrieben "Wir werden islamisiert". Das ist falsch. Richtiger ist wohl:

Wir sind islamisiert.

Wir haben die Vorstellung von der Gleichheit der Menschen bereits aufgegeben, schätzen das Wohlbefinden, ja selbst die Freiheit von Beleidigtwerden von Moslems als ein wertvolleres Gut ein als das Leben eines Christen und reagieren bei der Verletzung des ersteren alarmierter als bei der Verletzung des letzteren. Wir leben in der Dhimmitude. Oder glaubt jemand, dass die "echten" Dhimmis in islamischen Gesellschaften den ganzen Tag daran denken "Oh nein. Man hält mich hier für  Dreck und weniger wert als  Moslems und ich muss mich verdammtnochmal ständig daran erinnern, dass ich das nicht vergesse und mich dran halte, die Regeln zu beachten". Quatsch. Das denken/dachten die nicht. Die denken/dachten an ihr Tagewerk, an das Mädchen oder den jungen Mann ihrer Träume, an das Fortkommen ihrer Kinder, an ihre kranken alten Eltern, an ihre Geschäfte, die durchaus mit Moslems in höflichem Einvernehmen stattfanden. Die Klassifizierung der Menschen gemäß der Dhimmitude  liegt einfach verinnerlicht dahinter, darunter... da wo Dinge liegen, die man eben einfach weiß und nicht weiß, warum man sie weiß. Dinge, die einfach so sind, wie sie sind.

Woher wissen Sie, dass die Erde eine Kugel, Berlin die Hauptstadt von Deutschland und am 24. Dezember Heiligabend  ist, woher wissen Sie, dass Morgenstund Gold im Mund hat, dass Alter vor Torheit nicht schützt und dass 333 bei Issus irgendeine Keilerei stattfand? Wer hat Ihnen das wann wo erzählt? An der Stelle, wo so etwas liegt, lagen übrigens auch lange die "Tatsachen", dass die Erde eine Scheibe ist, Spinat besonders viel Eisen enthält und dass man von Selbstbefriedigung Rückenmarksschwund bekommt, verinnerlicht begraben. Diese Stelle in unserem Gehirn, unserer Seele, speichert Dinge unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt, aber sie speichert sie sehr effektiv. Da ist auch die Dhimmitude der echten Dhimmis gespeichert - und unsere.

Zurück zu Roland Weißelberg. Hätten wir - wenn er sich in einer Gruppe Moslems in die Luft gesprengt hätte - darüber nachgedacht, dass er leider so "verzweifelt" ist, dass er "nicht anders konnte"? So wie viele über den palästinensischen Abschaum denken, der sich in einer Gruppe ahnungsloser Israelis in die Luft sprengt? Nein, ich denke wir hätte das nicht getan. Wir hätten uns abgestoßen geäußert, die Tat verurteilt und damit richtig reagiert. Oder umgekehrt: Wie hätten wir reagiert, wenn ein Moslem sich selbst verbrannt hätte, um gegen die Behandlung von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zu protestieren?

Wenn man drüber nachdenkt, weiß man, dass wir wirklich nicht mehr alle Menschen gleich wertvoll erachten. Die Welt ist schlecht. Wer mit aggressiven Methoden auf sein Anliegen aufmerksam macht, wird angehört, wer es mit selbstdestruktiven tut, wird vergessen. Christliches Märtyrertum ist eine Form von Selbstdestruktion. So mancher Märtyrer hätte sein Martyrium auf dem Scheiterhaufen vermeiden können, wenn er nur das eine oder andere widerrufen hätte. Er wollte es nicht. Islamisches Märtyrertum ist Destruktion anderer. Das islamische Märtyrertum regt "uns" dazu an, nachzudenken, was den Märtyrer dazu bewegt haben könnte, und wie man der islamischen Welt besser verständnisvoll entgegenkommen könnte, um Märtyreraktionen in Zukunft zu vermeiden. Christliches Märtyrertum regt im besten Fall dazu an, "so ein durchgeknallte Blödmann" zu denken und im schlimmsten Fall - im Fall der Menschen, die Roland Weißelberg zur Verzweiflung im Wortsinn getrieben haben - dazu, sich darüber Gedanken zu machen, ob die spektakulär zur Schau gestellte Angst vor dem Islam möglicherweise verletzend für Anhänger des Islam sein könnte und in Folge davon: Wie man dem Islam besser entgegenkommen könnte.

Beides wirkt gleich.

Ich finde es verständlich, wenn man permanent an eine Wand redet, sich zu wünschen, dass ein Knalleffekt eintreten möge, der den Vernagelten das Brett vom Kopf reißt. Ich finde es verständlich, dass man irgendwann kapiert, dass so ein Knalleffekt nicht von selber eintritt, und verständlich, dass man sich Gedanken macht, wie man selber einen herbeiführen kann. Aber nicht, dass man sich anzündet.

Nun hat Roland Weißelberg es aber nun mal getan. Es liegt nicht in unserer Macht, das per Zeitreise zu verhindern. Wir müssen damit leben und sehen, was wir draus machen. Diejenigen, die er ansprechen wollte, haben sich verhalten, wie's von ihnen zu erwarten war. Sie haben genau das Verhalten gezeigt, das Anlass zu der Tat war. Das war abzusehen. Aber was tun wir?

Was tue ich?

Ich habe ein Ikon in meine Blogroll gemacht, das an Roland Weißelberg erinnert. Ich verstehe, was er uns sagen wollte. Ich werde mich nicht verbrennen, um darauf aufmerksam zu machen. Nur schreiben. Aber wenn mich jemand anderer verbrennt, enthauptet, zerfetzt.... dann werde ich wissen, dass auch mein Tod kein lauterer Weckruf ist als der Tod der vielen anderen namenlosen Menschen, die dem Islam zum Opfer gefallen sind und die vielleicht - könnten sie noch wünschen - wünschen würden, man möge verstehen, was ihnen geschehen ist und warum es ihnen geschehen ist. Weil sie zufällig zur falsche Zeit am falschen Ort waren....weil sie Hindernisse auf dem Weg des absolut Bösen waren.

Leben Sie wohl, Roland Weißelberg. Ich muss gestehen, jenen Oskar, den sie in ihrem letzten Schrei erwähnten, kannte ich leider nicht ( auch sein Fanal blieb ungehört , aber es gibt genug Fehler, die man machen kann, so dass man nicht zweimal den gleichen machen muss: Ich weiß von Ihnen und ich denke an Sie und ich achte Sie. Ich wünsche Ihnen, dass der Gott, an den Sie glauben, für Sie existiert und Sie in seine tröstenden Arme nimmt.

Wir kämpfen weiter.

 

 

 

7.11.06 17:32


Ich habe einen Albtraum

Wie kürzlich von europenews und auf Cablog berichtet wurde, gibt es nun auch islamische Drohungen gegen deutschsprachige Internetblogger. Folgende Blogs sind explizit betroffen:

http://derprophet.blogspot.com

http://www.islamisierung.info

http://www.islam-deutschland.info/forum

http://www.buergerbewegungen.de

http://www.koran.terror.ms

http://www.geocities.com/koraninfo

http://mekkaecke.blogspot.com

http://www.hoeglinger.com

http://zeitwort.at

http://www.gastbuch24.de

Ich möchte nicht übertreiben, es besteht kein Grund zu übertreiben, wenn die Realität besorgniserregend genug ist: es handelt sich nicht um Todes- oder Gewaltdrohungen, sondern lediglich darum, dass diese Blogs angeblich "offensive to Islam" sind und daher geschlossen werden sollten. Das Problem ist aber trotzdem: Man fühlt sich einfach nicht mehr wohl und sicher, wenn man auf der Liste der Läuse steht, die den Moslems über die Leber laufen.

Man kann natürlich jetzt behaupten, das läge an einem selber, läge daran, dass man mit "Kritik nicht umgehen kann", unsensibel gegenüber religiösen Gefühlen anderer Kulturen ist oder schlicht und ergreifend ein islamophober Paranoiker, der nicht rafft, dass eigentlich keinerlei Grund zur Besorgnis steht, weil Islam ja Frieden heißt.

Nur: Das dachten die dänischen Karikaturisten wohl auch. Zumindest diejenigen, die Mohammed-Zeichnungen angefertigt haben. Diejenigen, die abgewinkt haben, dachten's natürlich nicht. Genaugenommen sind das die wahren Islamophoben, nicht die Zeichner. Oder?

Diejenigen, die überhaupt erst dazu beigetragen haben, dass diese Karikaturenserie bei Jyllands-Posten gestartet wurde, auch. Es waren nämlich genau die Zeichner, die es abgelehnt hatten, ein Buch über Mohammed zu illustrieren, die die Idee aufbrachten, auszutesten, wie sehr unsere Gesellschaft schon von islamischen "Sensibilitäten" und der Angst davor, was passiert, wenn man sie nicht angemessen respektiert, verseucht ist.

Das Testergebnis ist bekannt.

Apropos: Wer sich die Karikaturen-Affäre noch mal auf etwas ungewöhnliche aber genial zutreffende und meiner Ansicht nach extrem lustige Art in Erinnerung rufen will, sollte sich die rund 5 Minuten Spaß mit YAAFM gönnen. Es lädt ein bisschen langsam, aber das ist es wirklich wert! (Wer Reginalds etwas verfremdetes Englisch nicht ganz versteht, kann den Text bei Uriasposten nachlesen).

Wirklich lustig finden die dänischen Karikaturisten die Sache aber wohl eher nicht. Es ist eine Sache, sich über OUTRAGED MUSLIMS und ihr dämliches Benehmen in bequemer Anonymität königlich zu amüsieren, aber es ist eine andere Sache, wenn man sich verstecken muss, weil sie einen umbringen wollen. Das weiß auch Robert Redeker aus bitterer eigener Erfahrung. Theo van Gogh könnte uns sicher auch was drüber erzählen, wenn wir denn daran glauben würden, dass man Tonbandstimmen aus dem Jenseits hören kann.

Nein, es ist nicht lustig.

Dieser Blog hier ist mit Sicherheit ebenfalls "offensive to Islam". Ich habe trotzdem nicht wirklich Angst. Das Risiko, dass "sie" sich in einen verbeißen, ist sehr gering. Sie haben einen Aufruhr entfacht, der so hirnrissig war, dass ein Science Fiction-Autor sich nicht getraut hätte, den vor rund 10 oder gar 20 Jahren zu beschreiben. Und weshalb? Wegen ein paar harmloser Karikaturen!

Es gibt Schlimmeres. Auch für Moslems. Wie ich kürzlich durch Politically Incorrect erfahren habe, werden inzwischen bei den Reconquista-Feiern in Spanien die traditionellen Verbrennungen von Mohammed-Puppen abgeschafft. Nicht das mich DAS wundern würde! Was mich viel mehr wundert, ist, dass so etwas erst jetzt so langsam abgeschafft wird. Ich hätte einfach nicht gedacht, dass in einer Zeit, wo dänische Botschaften wegen ein paar Karikaturen brennen, in Spanien locker-flockig durchaus immer noch Puppen des tollen Propheten abgefackelt und gesprengt werden, ohne dass die islamische Welt so Kopf steht, dass man es auf jedem Nachrichtensender sieht.

Ebenso wurde die Ideomeneo-Aufführung mit der Propheten-Köpfung auch abgesetzt, ohne dass vorher das Opernhaus brannte. Die Moslems haben's einfach nicht gewusst, weil sie lieber wahlweise in die Moschee oder ins Pornokino gehen als in die Oper, könnte man argumentieren. Ok. Aber jetzt wissen sie's. Sie haben kein Theater veranstaltet. Der Punkt ist: man kann nie so recht wissen, weswegen sie austicken. Manches (wie die Reconquista-Feiern in Spanien) lassen sie gelassen durchgehen, während sie wegen anderer Dinge ( Karikaturen) zum Feuerzeug greifen und in großen Massen hyperventilieren.

Sie sind ein bisschen unberechenbar, oder?

Ich könnte viel mehr sinnvolle Dinge tun ( z.B. den Keller aufräumen oder in Gutmenschen-Foren das islamophobe Enfant terrible geben), wenn ich nicht so verspielt wäre. Ich liebe PC-Spiele. Zum Beispiel Tropico 2. Das ist ein ganz fürchterlich politisch inkorrektes Spiel, bei dem man eine Pirateninsel managen muss, wobei es wichtig ist, stets ausreichend für Furcht unter den arbeitenden Gefangenen zu sorgen. Wenn alle Stricke reißen und man zu geizig mit dem Bau furchterregender Gegenstände war, kann man ein Edikt namens "Wahllose Exekutionen" erlassen. Das erhöht die Furcht ungemein.

So macht's der Islam mit uns. Wahllos. Und es wirkt.

Terror ist von seiner Natur her wahllos. Aber die "Empörung über Beleidigung des Islam" ist es auch. Manches Heftige geht durch - und immer wieder sehen sich vergleichsweise harmlose Kritiker oder Spötter plötzlich auf "der Liste". Wenn auch nicht immer unbedingt durch Todesdrohung, so doch durch juristische Drohung, die für uns sensible westliche Menschen schon erschreckend genug ist.

Und jetzt zurück zum Thema "Ich habe einen Albtraum". Ich schreibe und veröffentliche hier keine harten Sachen. Aber seien wir ehrlich: Die Mohammed-Karikaturen waren auch keine "harten Sachen". Wenn ich zeichnen könnte - ich hätte sie bedenkenlos gezeichnet, wenn mir jemand dafür Geld gezahlt hätte.

Der Albtraum ist aber weniger, dass man ins Kreuzfeuer von Moslems und ihren Stiefelleckern geraten könnte, der Albtraum ist mehr, dass man dann alleine steht.

Man sollte annehmen, dass - wenn's einen per "wahlloser Exekution" erwischt - zur Symbolfigur der westlichen Meinungsfreiheit wird, dass man allseits Unterstützung bekommt. Ist das so?

Nein.

Man ist allein. Wer sich als Laus auf der islamsichen Leber blamiert, ist peinlich. Man ist nicht sehr interessiert daran, sich an die Seite derer zu stellen, die den Moslems Anlass zur "Empörung" geben. Man mag's nicht so direkt sagen, deshalb flüchtet man sich in "künstlerischen Anspruch" (niveauvolle Karikaturen würde ich ja verteidigen, aber Primitives muss nicht sein), in religiöse Toleranz ("es ist ja nun wirklich nicht zuviel verlangt, ein paar läppische Sensibilitäten zu berücksichtigen" ) und Hochnäsigkeit ("Wir sollten uns nicht auf das Stürmer-Niveau islamischer Karikaturen herablassen" ).

Wer sich zu weit hervorgewagt hat, wer Opfer der Methode der "wahllosen Exekutionen" wurde, ist allein und darf sich zusätzlich zu der Angst und Sorge ( inklusive der Kosten, die es mit sich bringt, sich zu schüzten) auch noch damit beschäftigen, dass die eigenen Landsleute einen "kritisch" unter die Lupe nehmen - sei es vom künstelerischen Geschmack her oder moralisch!

Und das ist eine Sauerei!

Ich frage jetzt: Selbst wenn man einen Islamkritiker nach dem persönlichen Geschmack zu heftig, zu vulgär oder zu direkt findet, selbst wenn man denkt, z.B. die Karikaturen entsprechen nicht ganz dem eigenen erlesenen und äußerst feinsinnigen künstlerischen Geschmack: ist es dann richtig, Menschen, die sich Drohungen gegenübersehen, das genau in dem Moment mitzuteilen?

Wäre in dem Moment nicht bedingungslose Solidarität angebracht?

Und zwar nicht so, wie Schröder es im September 2001 gemeint hat, sondern so wie ich geglaubt und gehofft habe, dass er es gemeint hat...

Versuchen wir, uns dran zu gewöhnen, dass wir zusammenhalten müssen. Ich suche nach Wegen, wie wir das bewerkstelligen können.

Update vom 26.10.2006 13:20:

PI hat heute von einem weiteren Opfer der Bloggerszene berichtet, es geht um den Spanier Alejandro de Llano, der sich einer Strafanzeige von seinem eigenen Bürgermeister gegenüber sieht, weil er in seinem Blog Israel unterstützt.


25.10.06 22:38


Moderate Muslims


Do

they

exist

?

Ich weiß selber, dass die Frage provokativ ist. Natürlich existieren sie und - oh Wunder - ich weiß das sogar.

Häufig sieht man sich aber als Islamkritiker mit dem Vorwurf konfrontiert, man würde glauben, es gäbe sie nicht. Häufig sieht man sich mit der Frage konfrontiert: "Glaubst du tatsächlich, jeder Moslem wäre ein Terrorist?" Diese Frage ist genauso provokativ wie meine in der Überschrift... nur ist sie beim besten Willen nicht lustig. Sie dient - genau wie meine - nicht der Informationsgewinnung. (Ich hab's aber gleich im ersten Satz zugegeben, mir hat sie nur als provokanter Aufhänger gedient) Die andere dient aber dazu, jemanden, dem man keine echten Argumente entgegenbringen kann oder will, zu unterstellen, er würde was Idiotisches, leicht Widerlegbares denken. Und dann kann man sich eifrig daran machen, das, was der andere gar nicht behauptet hat, zu widerlegen. Und man muss sich praktischerweise nicht damit befassen, was er wirklich behauptet hat und was nicht so leicht zu widerlegen ist: Nämlich dass der Islam selber nicht moderat ist.

Ich stelle nicht die Frage, ob es moderate Moslems gibt, ich stelle die Frage, ob die Tatsache, dass es sie gibt, Einfluss darauf hat, was der Islam für uns bedeutet.

Fjordman hat sich ausführlich Gedanken darüber gemacht, inwiefern wir uns auf moderate Moslems verlassen können. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass wir es leider nicht können. Auf den Schluss komme ich auch. Anders als er, der ein unglaublich guter Rechercheur ist und sich daher vor allem mit Moslems befasst, die öffentlich irgendwas angeblich "Moderates" sagen und dieses schonungslos als nicht ganz sooooo moderat entlarvt, will ich mich hier mit denen befassen, die nicht im Rampenlicht stehen.

Können wir uns - wenn wir uns schon auf die prominenten "Moderaten" nicht verlassen können - wenigstens auf die verlassen, die keiner kennt? Auf die schweigende Mehrheit? Und was bedeutet eigentlich in dem Zusammenhang "verlassen"?

Ich habe manchmal den Eindruck, unter den Verfechtern der Idee, es könne einen Euro-Islam geben, herrscht die Meinung vor, moderate Moslems wären eine Art Ritter auf weißen Pferden, die sich - dann wenn's hart auf hart kommt - den Arsch aufreißen, um uns vor ihren gewaltbereiteren Glaubensbürdern zu schützen, wenn wir ihnen nur genug Entgegenkommen zeigen.

Hallo?

Wir sprechen hier von Privatpersonen. Von Leuten, die zu Hause sitzen, möglicherweise ein bisschen über die strengen Regeln des Islam grummeln und sie mehr oder weniger heimlich brechen und ansonsten ihre Ruhe haben wollen. Von Leuten, die entweder den Koran nicht richtig kennen, oder ihn zwar kennen, aber fünfe grade sein lassen und die Stellen, die in Konflikt mit ihrem guten Herzen kommen, ignorieren. Es gibt solche Menschen. Nur: Die sollen uns vor Gewaltbereiten schützen, die den Koran kennen und fanatisch ernst nehmen?

Nie im Leben!

Das ist, als ob Juden 1938 gesagt hätten: Naja, die meisten Deutschen waren in der Reichspogromnacht ja eigentlich nicht randalierend unterwegs, sondern saßen gemütlich zu Hause. Diese Deutschen werden uns schon vor den radikalen Nationalsozialisten schützen. Wir müssen uns mühen, sie zu unterstützen und wir dürfen auf keinen Fall ein böses Wort über den Nationalsozialismus verlieren sonst sind diese moderaten Deutschen beleidigt und treten aus lauter Frust darüber in die SS ein.

Irr?

Ja und wie!

Aber genau so irr sind wir gegenüber dem Islam.

Wie kann man so tief sinken? So wenig selbstbewusst sein, dass man der Bedrohung durch den ernstgenommenen und richtig verstandenen Islam damit begegnen will, dass man darauf hofft, die tumbe, gelangweilte Mehrheit der Anhänger einer Ideologie ( die in JEDER Gesellschaft die Mehrheit bilden) würde sich tapfer für die Interessen und das Wohlbefinden anderer in die Schlacht stürzen?

Das ist so hilflos. Das ist das Verhalten von Menschen, die sich selber nicht erlauben, sich zu wehren und verzweifelt hoffen, dass andere sie retten. Warum sind wir so?

Warum fallen wir vor Begeisterung, einen Moderaten gefunden zu haben, fast um, wenn ein Moslem sich gnädig herablässt, zu sagen, dass er den Terror nicht gut findet? Fragen wir nach, WARUM er Terror nicht gut findet? Ich habe bei Terrorverurteilungen von islamischer Seite auf das "Warum" geachtet. Fast immer ist die Begründung: "Die Terroristen schaden dem Islam" dabei. Eigentlich bin ich der Ansicht, dass sie in erster Linie den Opfern schaden, und zwar so sehr schaden, dass man sich darüber, dass sie vielleicht auch dem Islam schaden, gar keine Gedanken machen muss. Es bleibt die bohrende Frage: "Wenn diese Terror-Verurteiler glauben würden, der Terror würde dem Islam nützen, was wäre dann ihre Ansicht?" Denn die Ansicht, dass er dem Islam nützt, ist nicht von der Hand zu weisen. Terroristen vertreten sie ganz offensichtlich, sonst würden sie nicht tun, was sie tun. Ich übrigens auch. Aber das ist ein anderes Thema.

Wer erinnert sich noch an die große Anti-Terror-Demonstration "moderater Muslime" inclusive anbiedernder Politprominenz von grün über rot bis schwarz? Ich erinnere mich an heiseres "Islam heißt Frieden"-Geschrei und an Plakate mit der Aufschrift "Gegen JEDEN Terror" - und irgendwie hatte ich ganz stark den Eindruck mit dem "JEDEM Terror" war die Terrorabwehr Israels und der USA gemeint. Irgendwie kam diese Demonstration, die von unseren Gutmenschen schon lange vorher erfolglos eingefordert wurde, dann auch just in dem Moment, als in Holland nach dem van Gogh-Mord ein paar Moscheen brannten.


Es war keine Demonstration gegen den Terror, es war eine Demonstration gegen Leute, die sich die Frechheit erlauben, zu denken, der Terror hätte was mit dem Islam zu tun!

Ich halte die Moslems, die an dieser Demonstration teilgenommen haben, nicht für moderat.

Viele haben natürlich auch nicht daran teilgenommen und unter denen sind sicher auch echte Moderate. Sie sind für mich wie die Deutschen, die in der Reichspogromnacht zu Hause blieben. Sie belegen die ganze Bandbreite von "Ich find Terror gut, aber ich bin zu faul und feige dazu, es selber zu tun" über "interessiert mich nicht" bis zu "eigentlich find ich's nicht ok, aber was kann ich schon tun? Hauptsache, mir passiert nichts".

Man müsse ganz dringend die Moderaten stärken, wird uns gesagt. Doch was wird unter "stärken" verstanden? Aufpassen, nichts "Falsches" sagen, weil sonst die Moderaten auch radikal werden? Sind Leute, bei denen man fürchten muss, dass sie radikal werden, wenn ihnen eine Laus über die Leber läuft, moderat? Sind Leute, die nur dann moderat bleiben, wenn man nichts aber auch gar nichts sagt oder tut, was sie ärgert, moderat? Ist dann eigentlich nicht auch jeder Tyrann moderat? Verhalten wir uns gegnüber moderaten Moslems nicht in Wirklichkeit wie Untertanen gegenüber einem Tyrannen? Tyrannen tun denjenigen Untertanen, die sie nicht ärgern, schließlich auch nichts.

Oder bedeutet das "stärken", dass wir sagen: "Die Moderaten sind uns angenehm, die mögen wir lieber als die bösen Jihadisten" ? Tolle Idee. Sicher werden die Radikalen dadurch ganz furchtbar neidisch auf dieses Kompliment und gierig danach, auch von uns Ungläubigen geliebt und als " ganz wunderbar friedfertige Anhänger einer Religion des Friedens" bezeichnet zu werden und werden dann ebenfalls moderat.

Herr wirf Hirn vom Himmel!

Die moderaten Moslem gibt es. Wieviele es sind, weiß ich nicht. Wie man sie ohne Gedankenleser von Radikalen unterscheiden kann, ebenfalls nicht. Wie schnell sie den Rappel bekommen und wegen einer "Kränkung" von moderat auf radikal umschalten, erst recht nicht. Und was wir auf gar keinen Fall wissen, ist, wie die Kinder und Enkel der Moderaten sein werden.

Und selbst die echten Moderaten sind ganz bestimmt nicht unsere Ritter auf dem weißen Pferd....bis auf ein paar sehr Vereinzelte , die eher Apostaten als Moslmes sind, auch wenn sie die Apostasie nicht offen vollzogen haben, und die wir schützen müssen (nicht umgekehrt!) :

Wohl einfach nur die teilnahmslose, gedankenlose Masse, für die sich irgendwann - wenn es hoffentlich keinen Islam mehr gibt - irgendwelche Nachkommen peinlichst berührt schämen.

18.10.06 11:47


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