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Fjordman Report auf deutsch

Ist der Islam mit Demokratie kompatibel? Teil 1 von 5

von Fjordman

 

Original vom 30. November 2006: Is Islam Compatible with Democracy? Part 1


“Hallo von Fjordman. Ich werde in den kommenden Wochen ein mehrteiliges Essay vorstellen, in dem ich untersuche, ob der Islam mit Demokratie kompatibel ist. Es wird in Zusammenarbeit mit dem Blog Gates of Vienna veröffentlicht werden. Die einzelnen Teile werden zuerst auf Jihad Watch veröffentlicht und dann wird das Essay als Ganzes bei Gates of Vienna erscheinen, ähnlich wie beim Eurabia Code. Hier ist der 1. Teil:"


Gelegentlich ärgere ich mich darüber, dass ich mich verpflichtet fühle, einen beträchtlichen Anteil meiner Zeit damit zu verbringen, gegen den Islam zu kämpfen, gegen eine Ideologie, die bis ins Mark voller Fehler ist und im 21. Jahrhundert eigentlich komplett irrelevant sein sollte. Aber dann versuche ich auch wieder, es von der positiven Seite aus zu sehen: Das Gute an unserer Konfrontation mit dem Islam ist, dass wir durch sie gezwungen sind, uns mit den Fehlern in unserer eigenen Zivilisation zu befassen. Sie hat bereits ein massives Versagen in unserem Bildungssystem und unseren Medien aufgezeigt, die beide randvoll mit antiwestlichen Ressentiments und ideologischem Unsinn sind. Dieses Vermächtnis der westlichen Kulturrevolution der 60er und 70er Jahre hat uns unfähig gemacht, die islamische Bedrohung als das zu erkennen, was sie ist. So müssen wir uns jetzt, wenn wir mit der Frage konfrontiert sind, ob der Islam mit Demokratie kompatibel ist oder nicht, auch fragen, unter welchen Bedingungen ein demokratisches System überhaupt funktionieren kann.


Was sind die Stärken und Schwächen eines demokratischen Systems? Was ist Freiheit und Unabhängigkeit, und ist das allgemeine Wahlrecht überhaupt das Gleiche wie Freiheit? Demokratie kann kurz und knapp als die Fähigkeit des Volkes eines Staates oder einer politischen Einheit definiert werden, die Politik seiner Regierung mit gewaltlosen Mitteln wirklich zu beeinflussen. Das ist jedoch abstrakt, wir brauchen eine detailliertere Definition, um die Wirklichkeit festzunageln.

Im Athenischen Stadtstaat des antiken Griechenlandes stand das Wahlrecht allen Bürgern zu, was ungefähr ein Zehntel der Stadtbevölkerung ausmachte. Platons Beschreibung der Demokratie in „Die Republik“ reicht nahe an Anarchie heran. Er weist korrekt auf einige dem demokratischen Modell innewohnende Schwächen hin und war dabei zweifellos vom Schicksal seines Lehrers Sokrates beeinflusst. Sokrates machte sich viele Feinde, indem er jene Athener kritisierte, die mittels billiger Rhetorik die Demokratie benutzten, um Macht zu erlangen. Sein Mut, das auszusprechen, führte zu dem Prozess gegen ihn, in dem seine Ankläger ihm vorwarfen, er würde die Jugend verderben. Schuldig befunden wurde Sokrates dazu verurteilt, Gift zu trinken. Diese Erfahrung brachte Platon zu dem Schluss, dass die Athenische Demokratie ein ungerechtes Regierungssystem war.


Platon hatte die Vision von einer gerechten Regierung als einer, die von gebildeten Philosophen oder einem Philosophen-König geführt wird. In seinen berühmten Höhlengleichnis sind Menschen in einer Höhle angekettet, wobei hinter ihnen ein Feuer brennt. Wenn andere Menschen vor dem Feuer hin- und hergehen, können sie deren Schatten an der gegenüberliegenden Hohlenwand sehen und glauben irrtümlicherweise, diese Schatten wären die Realität. Gemäß Platon sollte die Zielsetzung eines Regenten sein, die Massen aufzuklären und ihnen die Wahrheit hinter diesen Schattenbildern zu zeigen.


In Politik äußert sich auch Aristoteles kritisch zum demokratischen System. Er beschrieb die verschiedenen Regierungsmodelle folgendermaßen:

„Unter den Regierungsformen nennen wir das System, bei dem einer regiert und bei dem das Allgemeinwohl beachtet wird, Monarchie; das in dem mehr als einer aber nicht viele regieren, Aristokratie (und so wird es genannt, weil die Regierenden entweder die besten Männer sind oder weil sie die besten Interessen für den Staat und seine Bürger in ihrem Herzen tragen). Aber wenn die Bürger zu einem großen Teil selber den Staat zum Allgemeinwohl verwalten, nennt man die Regierungsform Politie. Und es gibt einen Grund für diesen Sprachgebrauch.


Von den oben erwähnten Formen gibt es die folgenden Perversionen: von der Monarchie die Tyrannei; von der Aristokratie die Oligarchie; von der Politie die Demokratie. Denn die Tyrannei ist eine Regierungsform, die nur das Wohl des Monarchen alleine im Sinn hat; die Oligarchie hat nur das Wohl der Reichen im Sinn; die Demokratie das der Bedürftigen: Keine davon hat das Allgemeinwohl aller im Sinn. Tyrannei ist, wie ich sagte, eine Monarchie unter der Regierung eines Herrn und Meisters über die Gesellschaft; Oligarchie herrscht, wenn die Männer mit großem Eigentum die Regierung in Händen halten; Demokratie im Gegensatz dazu herrscht, wenn die Mittellosen und nicht die Männer mit Eigentum die Regierenden sind.“

Obwohl das Potential für Machtmissbrauch und Tyrannei im demokratischen Modell tatsächlich vorhanden ist, existiert dieses Potential in anderen Regierungsformen auch. Was Platon nicht erkannt hat, war, dass es möglich sein kann, Einschränkungen in die Demokratie einzubauen, die einige ihrer Kehrseiten eindämmen – wenn auch nicht vollständig eliminieren – können. Die amerikanischen Gründungsväter waren auch skeptisch gegenüber der „Demokratie“ im Sinne grenzenloser direkter Demokratie, die sie - wie Platon - als etwas wahrnahmen, das schnell in eine Herrschaft des Pöbels ausarten könnte. Sie entwarfen eine konstitutionelle Republik mit einer indirekten, repräsentativen Demokratie, die in einer Verfassung festgelegt wurde. Die Bürger sollten durch die Herrschaft des Gesetzes regiert werden, um so die Minderheit vor Missbrauch und der möglichen Tyrannei der Mehrheit zu schützen. John Adams definierte das als „eine Herrschaft durch Gesetze und nicht durch Menschen.“

Die Verfassung der Vereinigten Staaten wurde von dem französischen Denker der Aufklärung Montesquieu inspiriert, der für seine Theorie der Gewaltenteilung berühmt ist: Die Exekutive, die Legislative und die Judikative, mit Abstimmungen und Ausgewogenheit untereinander. Die USA hat eine starke Gewaltenteilung, während viele europäischen Länder typischerweise parlamentarische Demokratien mit schwächerer Gewaltenteilung haben, da die Exekutive - die Regierung – von der Legislative abhängig ist. Die durch solche Einschränkungen und individuelle Rechte gestärkte Demokratie hat einigermaßen gut funktioniert, aber wie alle menschlichen Erfindungen ist sie nicht perfekt. Das System weist immer noch Kritikpunkte auf. In How the West Was Lost führt der Autor Alexander Boot aus, woran seiner Ansicht nach der moderne Westen krankt. Es ist ein provokantes Buch. Ich stimme mit einigen seiner Kritikpunkten an der post-aufklärerischen Zivilisation ganz allgemein nicht überein, aber Boot ist sehr deutlich und originell; manche der Punkte, die er über die Natur des modernen Staates anbringt, sind nachdenkenswert.

Zum Beispiel sagt er: „Das Wort ‚Demokratie’ implizierte sowohl im antiken Griechenland als auch in Rom nicht, dass ein Mann eine Stimme bedeutete, und Platon nutze es in der Bedeutung von ‚Herrschaft des Pöbels’. Die amerikanischen Gründungsväter benutzten es überhaupt nicht und ebenso wenig tat das Lincoln. ( ... ) Das Leben eines frei wählenden französischen oder britischen Bürgers von heute wird in all seinen Aspekten von einer Zentralregierung, auf deren Handlungen er wenig Einfluss hat, kontrolliert oder zumindest überwacht. Kleinlaut händigt er sein halbes Einkommen aus, wobei er weiß, dass das einzige Ergebnis dieses Transfers ein Anstieg der staatlichen Macht sein wird, ihm noch mehr abzupressen ( ... ) Er schlägt seine Zeitung auf, nur um festzustellen, dass der ‚demokratische’ Staat ihm einmal wieder einen Schlag ins Gesicht versetzt hat, sei es die Zerstörung der Bildungsmöglichkeiten seiner Kinder, eine Steuererhöhung, die Ruinierung der Armee, die ihn beschützt, die Schließung seines örtlichen Krankenhauses oder die Freilassung von Mördern. Kurz gesagt, wenn man Freiheit als die Bedingung definiert, die es dem Individuum am besten ermöglicht, die Freiheit der Wahl zu haben, dann steht die Demokratie des allgemeinen Stimmrechts nach dieser Bewertung ziemlich schäbig da.“

Boot warnt auch vor dem Überhandnehmen politisch korrekter Zensur durch Hate-Speech-Gesetze: „Gesetze gegen Rassismus sind daher nicht einmal dazu gedacht, kriminelle Taten zu bestrafen. Sie stehen in den Gesetzbüchern, um sicher zu stellen, dass der Staat die Macht hat, nicht nur die Handlungen seiner Bürger zu kontrollieren sondern – was wichtiger ist – auch ihre Gedanken und die Worte, die sie verwenden, um diese auszudrücken. ( ... ) Ein Staat, der fähig ist, eine einzige Person aufgrund ihrer Gedanken zu verfolgen, ist genauso fähig, Tausende zu verfolgen und wird das aller Voraussicht nach auch tun, wenn er seine Macht so weit gefestigt hat, dass er mit jeder Schandtat durchkommt. ( ... ) Man kann relativ sicher voraussagen, dass in den nächsten zehn Jahren mehr und mehr Menschen in Westeuropa und Nordamerika ins Gefängnis kommen werden, und zwar nicht wegen etwas, was sie getan haben sondern wegen etwas, was sie gesagt haben.“

Lee Harris, der Autor von The Suicide of Reason, fragt sich, was die notwendigen Bedingungen dafür waren, dass die moderne Vernunft aufkommen und wachsen konnte. Das war die Frage, die auch Johann Herder aufwarf:
„Was für eine Kultur war notwendig, um einen kritischen Denker wie Immanuel Kant selbst hervorzubringen? Als Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft, methodisch alle traditionellen Gottesbeweise zerschlug, warum wurde er dann nicht in den Straßen von Königsberg von aufgebrachten Gläubigen in Stücke gerissen?“

Zyniker mögen argumentieren, dass sie schlicht und einfach seine 800 Seiten schwere These nicht verstanden, die wirklich nicht einfach zu lesen ist, wie all jene, die versucht haben, sein Werk zu verdauen, bestätigen können. Obwohl Kant im Europa das 18. Jahrhunderts die Freiheit hatte, das zu tun, wäre er wahrscheinlich getötet worden, wenn er das gleiche in der islamischen Welt versucht hätte, was einer der Gründe dafür ist, warum die wissenschaftliche und industrielle Revolution im Westen stattfand und nicht unter dem Islam.

Wie behandeln wir aber Freidenker, die im Westen des 21. Jahrhunderts heikle Fragen stellen? In meinem eigenen Land wurde aus der Ombudsstelle für Geschlechtergleichstellung kürzlich die Ombundsstelle für Gleichstellung und Antidiskriminierung. Ihre Aufgaben umfassen den Kampf gegen „diskriminierende Sprache“ und negative Äußerungen gegenüber anderen Kulturen und Religionen. Wenn man einer solchen Diskriminierung beschuldigt wird, muss man den Beweis der Unschuld erbringen. In Wirklichkeit ist diese Institution eine säkulare oder multikulturelle Inquisition: Die Verleugnung der Wahrheit zugunsten einer ideologischen Lüge. Galileo Galilei sah sich vor 400 Jahren während der Inquisition vor die gleiche Wahl gestellt. Die multikulturelle Inquisition droht zwar nicht, jemanden zu töten, aber sie droht damit, die Karriere eines Menschen zu töten und das führt weitgehend zum gleichen Ergebnis, egal ob jemand das Verbrechen begeht, zu behaupten, die Erde drehe sich um die Sonne oder das Verbrechen, zu behaupten, nicht alle Kulturen wären gleich.

Ist die Freiheit während der letzten 200 Jahre zurückgegangen? Wie war es möglich, dass Immanuel Kant, der in einem deutschen Staat ohne liberale Demokratie lebte, im 18. Jahrhundert grundlegende Aspekte der Religion kritisieren konnte, während es im Westen des 21. Jahrhunderts gesellschaftliche und rechtliche Konsequenzen nach sich zieht, wenn jemand fremde Religionen und Kulturen kritisiert? Es ist ein Fehler, anzunehmen, dass Freiheit (im Sinn von Rede- und Meinungsfreiheit) sich notwendigerweise aus einer Demokratie mit allgemeinem Stimmrecht ableitet. Brauchen wir ein neues Aufklärungszeitalter, um das Vakuum zu füllen, das aus dem Niedergang der Political Correctness entstehen wird?
Ich habe eine Liste gemacht, in der ich Bedingungen für ein funktionierendes demokratisches Systems vorschlage:

  • Es muss einen Demos geben. Das heißt, es muss eine Gruppe von Menschen mit gemeinsamer Loyalität geben, die vor der politischen steht. Dieses Verständnis der Gemeinsamkeit würde gegenseitige Identifikation und Vertrauen zwischen politischen Führern und der allgemeinen Öffentlichkeit beinhalten. Es muss Sanktionsmöglichkeiten geben, die dem Demos die Möglichkeit eröffnen, inkompetente oder korrupte Politiker zur Rechenschaft zu ziehen. Das Anwachsen supranationaler Institutionen hat die Verbundenheit zwischen den Eliten und den Nationalstaaten, denen sie eigentlich dienen sollten, geschwächt. Der Demos wurde sowohl durch Multikulturalismus als auch durch Masseneinwanderung verdünnt.
  • Im Demos muss es wahre Redefreiheit geben. Es muss echte Debatten über kritische Themen geben. Aus einer Kombination von Gründen wird dieser Prozess in vielen westlichen Ländern ernstlich beschnitten. Linke Aktivisten verlangen formale und informelle Zensur heikler Themen. Zwischenzeitlich fungieren die Medien nicht mehr als Gegengewicht zu den politischen Eliten, weil sie häufig mit diesen im Gleichschritt marschieren.
  • Im Demos sollte sich keine wesentliche Anzahl von Moslems befinden. Der Islam ist aus verschiedenen Gründen, die ich später untersuchen werde, Gift für eine demokratische Gesellschaft. Einer davon ist die Gefahr physischer Angriffe auf jedermann, der islamische Vorstellungen kritisiert. Die dadurch erzeugte Furcht zerstört jede Möglichkeit einer freien, öffentlichen Bürgerdebatte. Ein weiterer ist der Unmut, der durch Forderungen von Moslems nach extra Gesetzen und „besonderer Behandlung“ ausgelöst wird, Forderungen, die mit einer verinnerlichten Gewissheit des Anrechts darauf vorangetrieben werden. Schließlich ist da noch die Drangsalierung von Nicht-Moslems, auch derer, die den Islam nicht kritisieren. Dieses aggressive Verhalten ist immer Bestandteil des Djihad.
  • Die territoriale Einheit, in der der Demos lebt, muss die Kontrolle über seine eigenen Grenzen haben. Eine Nation, die es versäumt, zwischen Staatsbürgern und Nicht-Staatsbürgern, zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern des Demos zu unterscheiden, wird aufhören, zu funktionieren.

Was das Beunruhigende an dieser Liste ist, ist, dass im Westen – besonders in Westeuropa – nur wenige dieser Bedingungen verblieben sind. Wir sind keine Bürger mehr, wir sind Untertanen, bloße Zuschauer am Schicksal, das andere für uns gewählt haben. Wir sind nur dann Bürger, wenn wir echten Einfluss darauf haben, wie unsere Steuergelder ausgegeben werden. Wir sind Untertanen, wenn wir die Steuern einfach nur bezahlen, während andere entscheiden, was mit diesem Geld gemacht wird.

Die Kontrolle über die Grenzen und die Souveränität von Nationalstaaten sind mit der obigen Liste verknüpft. Demokratische Entscheidungen sind bedeutungslos, wenn sie von einer externen Obrigkeit ausgehebelt werden können. Diese Vorstellung von Souveränität ist überall in der westlichen Welt in Frage gestellt und zwar sowohl durch die Vereinten Nationen als auch durch die Dominanz internationalen Rechts. Souveränität ist ganz klar in großen Teilen Europas nicht gegeben, wo siebzig Prozent oder gar mehr aller verabschiedeten Gesetze EU-Gesetze sind. Demokratisch gewählte nationale Parlamente wurden zur Bedeutungslosigkeit reduziert. Es ist daher möglich, zu behaupten, dass westeuropäische Länder keine eindeutigen Demokratien mehr sind und auch kein Teil der „Freien Welt“ im eigentlichen Sinne mehr. Wir Europäer haben zwar das allgemeine Wahlrecht, aber wir haben keine echte Demokratie und wir haben ganz gewiss keine echte Freiheit.
Warum ist die Europäische Union nicht demokratisch? Ein Element ist ihre schiere Größe; ein weiteres die massive Bürokratie, die um sie herum gewuchert ist. F.A. Hayek schreibt in The Road to Serfdom:

„Am allerwenigsten bewahren wir die Demokratie oder fördern ihr Wachstum, wenn die ganze Macht und die meisten Entscheidungsbefugnisse bei einer Organisation liegen, die viel zu groß ist, als dass sie der einfache Mensch überblicken oder verstehen kann. Nirgendwo hat die Demokratie ohne ein großes Maß an lokaler Eigenverwaltung je gut funktioniert, die als politische Schule sowohl für das breite Volk als auch für seine zukünftigen politischen Führungskräfte fungiert. Nur da kann Verantwortung erlernt und in Angelegenheiten praktiziert werden, mit denen die meisten Menschen vertraut sind. Nur da, wo Handlungen eher von dem Bewusstsein für den eigenen Nachbarn geleitet werden als von theoretischem Wissen über die Bedürfnisse anderer Menschen, kann der einfache Mensch sich wirklich an öffentlichen Angelegenheiten beteiligen, weil sie die Welt betreffen, die er kennt. Wo der Rahmen politischer Maßnahmen so ausgeweitet wird, dass das dafür notwendige Wissen fast ausschließlich bei der Bürokratie liegt, erlahmen zwangsläufig die kreativen Impulse von Privatpersonen.

Es kann aber nicht nur an der Größe liegen, da das System in den Vereinigten Staaten durchaus etwas besser funktioniert hat. Der wichtigste Grund für dieses demokratische Defizit in Europa ist das Fehlen jeglicher Machtbeschränkungen für die führenden Organe der EU. 2006 weigerte sich der Europäische Rechnungshof, die offizielle Finanzaufsichtsbehörde der EU, zum zwölften Mal in Folge, den EU-Haushalt abzusegnen, weil er voll von Betrug und Fehlern war. Die Hälfte der von der Europäischen Kommission genehmigten Projekte wird unzureichend überwacht.

Diese Nachricht über Betrügereien und Vertrauensmissbrauch wurde von Europas Medien weitgehend ignoriert. Die mächtige Europäische Kommission, die „Regierung“ der EU und damit die Regierung von fast einer halben Milliarde Menschen von Ungarn bis Großbritannien, von Finnland bis Spanien kann tatsächlich über ein Jahrzehnt hinweg massiv fehlerhafte Haushalte vorlegen. Ein solcher Mangel an Überblick wäre in den USA undenkbar. Die EU Kommission kommt damit durch, weil sie weitgehend niemandem Rechenschaft schuldig ist und von Anfang an auch vorsätzlich so strukturiert wurde. Wie das Politbüro in der ehemaligen Sowjetunion ist die EU Kommission keinerlei echten Überprüfungen und ausgleichenden Kräften unterworfen.

Es ist ganz offensichtlich leichter, Demokratie in einem kleinen und übersichtlichen Nationalstaat aufzubauen als in einem größeren. Dennoch ist Schweden – das westliche Land, in dem das Volk die höchsten Steuerraten der Welt bezahlt – wohl auch die am meisten politisch unterdrückte Nation [ich vermute, er meint des Westens] und genießt am wenigsten wirkliche Redefreiheit. Schwedens Problem ist nicht seine geographische Größe sondern der aufgeblähte Staatsapparat. Vielleicht sind Beschränkungen der Bürokratie, von Regierungseinfluss und –einmischung ebenfalls grundlegend wichtig für eine funktionierende Demokratie. In einem traditionellen vormodernen Staat, mag der Regent nicht immer mit dem Einverständnis des Einzelnen regiert haben, aber er ließ einen weitgehend in Ruhe, wenn man seine Steuern zahlte. Nicht so in unseren modernen demokratischen Nationen. Unser Schulen sind zunehmend angefüllt mit Kursen, in denen das uns eigene kulturelle Erbe herabgewürdigt und die islamische „Toleranz“ gepriesen wird. Wir werden davon abgehalten, unseren Kindern beim Aufwachsen unsere eigenen Werte nahe zu bringen. Ist das Freiheit?“


Øystein Djupedal, Norwegens Bildungs- und Forschungsminister von der Sozialistischen Linkspartei, äußerte in der Öffentlichkeit: „Ich glaube, dass es einfach eine irrige Annahme in Hinblick auf die Kindererziehung ist, dass die Eltern am besten dafür geeignet sind. Kinder brauchen ein Dorf, sagt Hillary Clinton. Aber das haben wir nicht. Das Dorf unserer Zeit ist der Kindergarten.” In Folge von öffentlichen Reaktionen darauf zog er später seine Äußerung zurück. Kritiker könnten behaupten, dass die Regierung das ganze Land als Kindergarten sieht. Der Bildungs- und Forschungsminister trägt die Verantwortung für Kleinkinderbetreuung, Grundschul- und Unterstufenunterricht, Tagesbetreuungseinrichtungen für Schulkinder, Oberstufenunterricht und höhere Bildungseinrichtungen wie Universitäten. In anderen Worten: Eine einzige Behörde kontrolliert alles, was Norweger vom Kindergarten bis zum Doktortitel lernen.

Es gibt einen entscheidenden Grund, warum die Europäische Union nicht demokratisch ist: Es gibt keinen europäischen Demos. Die meisten Menschen in Europa identifizieren sich als Italiener, Spanier, Holländer oder Polen. Das Gefühl, Europäer zu sein, ist bestenfalls sehr zweitrangig vorhanden. Im Gegensatz dazu sehen US-Bürger sich als Amerikaner, obwohl der Multikulturalismus doppelte Identitäten ermutigt, bei denen Individuen Afroamerikaner, Asiatische Amerikaner usw. sind. Dieser Trend zu einer Stammesgesellschaft stellt langfristig eine kritische Herausforderung für die fortdauernde Qualität der amerikanischen Demokratie dar. Es ist vorstellbar, dass ein Backlash eintritt, der das Land auseinander bricht, wenn die weiße Mehrheit ebenfalls beschließt, sich selber als die Stammesgruppe der Euro-Amerikaner zu betrachten.

Carl I. Hagen von der rechtsgerichteten Progress Partei kritisierte die Wahl eines ausländischen Staatsbürgers zum Chef der norwegischen Einwanderungsbehörde. Eva Joly, eine in Norwegen geborene höhere Beamtin, die in Frankreich für ihren Kreuzzug gegen die Korruption bekannt ist, widersprach Hagen: „Anzunehmen, dass die Nationalität oder Staatsbürgerschaft irgendetwas damit zu tun hat, ob jemand [für eine Stelle] geeignet ist, ist eine sehr altmodische Denkweise. Wir denken nicht mehr in nationalen Begriffen sondern in europäischen oder globalen. Es ist unsere Pflicht, Menschen aus anderen Ländern einzustellen.“ sagte Joly. Sie hat sowohl die norwegische als auch die französische Staatsbürgerschaft erhalten, sieht sich jedoch selber als Europäerin.

Wenn wir Menschen in wichtige Positionen wählen, dann wünschen wir, dass sie sich um unsere Interessen und nicht um irgendwelche flüchtigen „globalen Interessen“ kümmern. Wie können wir uns auf Menschen, denen man anvertraut, für uns zu arbeiten, verlassen, wenn diese öffentlich äußern, dass sie keinerlei Loyalität zu unserem Land empfinden? Nach dem britischen Philosophen Roger Scruton mögen die Mitglieder unserer liberalen Eliten immun gegen Xenophobie – Fremdenfeindlichkeit – sein, aber es gibt einen gleichermaßen schweren Fehler, den sie im Überfluss aufweisen und zwar Oikophobie, die Ablehnung und Angst vor dem Zuhause.

In seinem Buch The West and the Rest: Globalization and the Terrorist Threat, gibt Scruton seiner Ansicht Ausdruck, dass es die Idee eines persönlichen Staates ist, die den Westen charakterisiert.
„Der persönliche Staat wird durch eine Verfassung, Rechtsstaatlichkeit und eine Rotation bei Amtsinhabern charakterisiert. Seine Entscheidungsfindung wird in einem Prozess erreicht, der möglicherweise nicht vollkommen demokratisch sein mag, der aber trotzdem jeden Bürger einschließt und die Mittel bereitstellt, durch die jeder Bürger das Ergebnis der Entscheidungsfindung als das seine annehmen kann. Persönliche Staaten wohnt eine Neigung inne, Verhandlung gegenüber Zwang zu bevorzugen und Frieden gegenüber Krieg. [Der persönliche Staat] ist seinen Bürgern gegenüber verantwortlich und seine Entscheidungen können ihnen nicht zuletzt deshalb, weil sie als Bürger am politischen Prozess teilhaben, zugerechnet werden.“

Damit dieser demokratische Prozess funktioniert, muss ein Loyalitäts- und Identitätsgefühl vorhanden sein, das politischen Zugehörigkeitsgefühlen vorausgeht. Wir müssen eine Gemeinschaft haben, die in erster Linie gemeinsame Interessen hat. Dazu gibt es kein wirkliches Gegenstück in islamischen Ländern, in denen das Ideal die globale Umma und das Kalifat ist. Konzepte wie Nationalstaat oder territoriale Integrität haben im islamischen Rechtssystem kein Äquivalent. Das hilft, zu verstehen, warum es in islamischen Ländern so schwierig ist, Demokratie aufzubauen.

Scruton hält jedoch fest, dass der westliche persönliche Staat heute unter Druck aus zwei Richtungen steht. Supranationale Institutionen zerstören das Zusammengehörigkeitsgefühl von oben, während massive Einwanderung ohne Assimilation es von unten zerstört. Neben anderen Einflüssen zerstört die Europäische Union „die territorialen Rechtssysteme und nationale Loyalitäten, die seit der Zeit der Aufklärung die Grundlage europäischer Legitimität gebildet haben, während sie keinen Ersatz eines neuen Zugehörigkeitsgefühls liefert.“ Und obwohl es für Individuen durchaus Sinn macht, aus Drittweltländern einzureisen und sich im Westen niederzulassen, tragen sie damit möglicherweise unwissentlich dazu bei, das zu zerstören, das die Vergünstigungen bringt, die zu genießen sie ursprünglich gekommen sind:

“Die politischen und ökonomischen Vorzüge, die Menschen dazu bringen, im Westen Asyl zu suchen, sind das Ergebnis territorialer Rechtssysteme. Doch territoriale Rechtssysteme können nur überleben, wenn die Kontrolle über die Grenzen vorhanden ist. Transnationale Gesetzgebung in Zusammenarbeit mit einer Kultur der Verleugnung untergräbt daher rapide die Voraussetzungen dafür, dass die westlichen Freiheiten dauerhaft bestehen werden.“

Scruton führt an, dass zum ersten Mal seit Jahrhunderten der Islam als “eine einzige religiöse Bewegung, die um ein gemeinsames Ziel herum aufgebaut ist” auftritt und dass “ein Hauptfaktor für diese ungewohnte Einigkeit die westliche Zivilisation ist sowie auch der Globalisierungsprozess, den sie in Bewegung gesetzt hat.“ Ihm zufolge ist das eine Folge von „westlichem Wohlstand, westlicher Rechtssysteme, des westlichen Bankensystems und westlicher Kommunikationsmittel, dass menschliche Initiativen heute so leicht über Grenzen hinweg reichen und das Leben und die Erwartungshaltung von Menschen rund um den Globus beeinflussen können.“

So stehen wir also vor der ironischen Situation, dass „die westliche Zivilisation auf einer Idee von Bürgertum basiert, die ganz und gar nicht global ist sondern in territorialen Rechtssystemen und nationaler Loyalität wurzelt.“ Im Gegensatz dazu gründet sich der Islam, der bis vor kurzem noch von der westlichen Welt abgeschieden war, auf einem Ideal, das „in seiner Bedeutung voll und ganz global ist“. Die Globalisierung bietet daher „dem militanten Islam die Chancen, die ihm seit dem ottomanischem Rückzug aus Mitteleuropa gefehlt haben.“ Sie hat einer „wahren islamischen Umma“ zur Existenz verholfen, die sich selbst über Grenzen hinweg im Sinn einer Art globaler Legitimität identifiziert und die sich wie ein Parasit an globale Institutionen und Technologien festkrallt, die Nebenprodukte der westlichen Demokratie sind.“

Scruton wirft einige schwierige Fragen auf: Erleichtert es die Globalisierung Moslems, die Idee einer globalen islamischen Gemeinschaft zu verwirklichen, die zwar immer ein Ideal aber auch weit entfernt von der Umsetzung in die Praxis war? Übt sie auch Druck auf die territoriale Integrität zusammenhängender Nationalstaaten aus? Falls ja, stärkt die Globalisierung dann den Islam, während sie die westliche Demokratie schwächt? Es ist schwer, über diese Fragen nachzudenken, aber um des Überlebens willen müssen wir sie stellen und eine ehrliche Antwort darauf finden.
Globalisierung bedeutet nicht notwendigerweise, dass der Islam gewinnen wird. Langfristig gesehen ist es sehr gut möglich, dass Massenkommunikationsmittel und das Ausgesetztsein gegenüber Kritik den Islam zerstören werden, aber ironischerweise könnte es ihn kurzfristig gesehen gefährlicher machen.

Ist der Islam mit Demokratie kompatibel? Justizminister Piet Hein Donner [Anm. d. Ü.: Politically Incorrect hat auf deutsch darüber berichtet] widerspricht heftig dem Ansinnen, Parteien zu verbieten, die das Ziel haben, islamisches Recht in den Niederlanden einzuführen. „Für mich ist es klar: Wenn zwei Drittel der holländischen Bevölkerung morgen die Einführung der Scharia wünschen würden, dann sollte es die Möglichkeit dazu geben.“

Dieses Dilemma kann gelöst werden, in dem man folgendes ausspricht: Unser Ziel ist nicht die Demokratie an sich, die Wahlen und das Prinzip “Ein Mann eine Stimme” beinhaltet, sondern Meinungs- und Redefreiheit, Respekt vor Eigentumsrechten und Minderheiten, das Recht, Waffen zu tragen und das Recht auf Selbstverteidigung, Gleichheit vor dem Gesetz und die Herrschaft des Rechts – und damit meine ich säkulares Recht – sowie darüber hinaus Prinzipien wie formale Beschränkungen der Machtbefugnisse der Regierenden und deren Konsens mit dem Volk. Freie Wahlen mögen ein Mittel zu diesem Ziel sein, aber sie sind nicht das Ziel selbst. Wir sollten nicht die Mittel mit dem ursprünglichen Zweck verwechseln.

Zwei zentrale Konzepte in der Scharia sind die Vorstellungen von “Blasphemie” und “Apostasie”, die beide die Todesstrafe nach sich ziehen. Diese Gesetze sind mit den althergebrachten westlichen Ideen von Meinungs- und Redefreiheit inkompatibel. Daher ist die Scharia ein Fluch für die Ziele der Demokratie. Die Scharia steht auch der Gleichheit vor dem Gesetz feindselig gegenüber, weil das islamische Recht auf der grundlegenden Ungleichheit zwischen Moslems und Nicht-Moslems, Männern und Frauen, Freien und Sklaven basiert. Darüber hinaus bietet es keinerlei Minderheitenschutz, da es vorgesehen ist, dass Nicht-Moslems keine Waffen tragen dürfen und dass ihr Leben und Eigentum in jedem beliebigen Augenblick den Launen von Moslems ausgeliefert ist. Obwohl der Islam die vage koranische Vorstellung von Shura – Beratungen – beinhaltet, ist das niemals formalisiert oder konkretisiert worden, was bedeutet, dass ein Regierender unter der Scharia keinerlei formalen Beschränkungen unterliegt. Das einzige, was ein islamischer Herrscher wohl nicht tun darf, ist offen den Islam abzulehnen.

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

7.12.06 16:14


Warum die Zukunft möglicherweise doch nicht dem Islam gehört.

 

von Fjordman

Original vom 11.11.2006. Why the Future May Not Belong to Islam

Der kanadische Autor Mark Steyn [dessen Mutter Flämin ist] denkt, "die Zukunft gehört dem Islam." Der Hauptgrund dafür ist ihm zufolge die Demographie mit massivem Bevölkerungswachstum in islamischen und geringen Geburtenraten in ungläubigen Ländern. Er bringt einige Behauptungen vor, denen ich zustimme, wie zum Beispiel die, dass Big Government ein nationales Sicherheitsrisiko ist, weil "sie die Verletzlichkeit gegenüber Bedrohungen wie dem Islamismus erhöht und es unwahrscheinlicher macht, dass man in der Lage ist, den Willen aufzubringen, sie abzuwehren."

Steyn führt aus: "Nach vier Jahren "Krieg gegen den Terror" fing die Regierung Bush an, eine neue Formulierung zu bevorzugen: "Der lange Krieg." Kein gutes Zeichen. In einem kurzen Krieg sollte man sein Geld in Panzer und Bomben investieren. In einem langen Krieg zahlen sich starker Wille und Manpower aus."

Kritiker könnten behaupten, dass Herr Steyn nicht gerade dazu beiträgt, die westliche Willenskraft aufrecht zu erhalten, wenn er suggeriert, wir hätten bereits verloren. Ich sollte allerdings nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen. Der kanadische Council on American-Islamic Relations brandmarkte seinen Artikel als "islamophob, aufhetzend und beleidigend." Wenn CAIR einen nicht mag, dann weiß man, dass man etwas Richtiges getan haben muss.

Aber er stellt andere Behauptungen auf, denen ich heftigst widerspreche, wie zum Beispiel anzudeuten, dass die Vereinigten Staaten im Irak bleiben sollten, um dort die Demokratie zu verbreiten. "Was für eine Bedeutung hat es, wenn die größte Supermacht der Welt, die für 40% der Militärausgaben des Planeten verantwortlich ist, feststellt, dass sie einem Guerilla-Krieg mit historisch gesehen wenigen Todesfällen gegen verwahrloste einheimische Aufständische und importierte Terroristen nicht gewachsen ist?"

Hier irrt sich Mark Steyn, was darauf hindeutet, dass er den Islam nicht vollkommen versteht. Das ganze Projekt der "Ausbreitung von Demokratie" war von Anfang an ein Fehler, weil Demokratie nicht in ein islamisches Land wie den Irak exportiert werden kann. Es ist eine Dummheit, Hunderte von Milliarden von Dollars in Moslems zu investieren, während die Islamisierung des Westens immer schneller voranschreitet.

Steyn versteht auch die Sache mit der Demographie nicht vollständig. Islamische Länder sind parasitär. Das massive Bevölkerungswachstum ist nur so lange von Vorteil, wie man zulässt, dass Moslems Menschen in die ungläubigen Länder exportieren. Wenn man ihnen diese Möglichkeit und westliche Hilfe entzieht, würde die islamische Welt schnell in einem Morast von Überbevölkerung versinken. Das ist eine Langzeitlösung, um Moslems das Scheitern des Islam vor Augen zu führen.

Nach Srdja Trifkovic, dem Autor von Defeating Jihad, "betragen die konkreten Kosten der Anwesenheit eines islamischen Mannes, einer Frau und eines Kindes für den amerikanischen Steuerzahler 100.000 Dollar pro Jahr. Die Kosten der ganz allgemeinen Unannehmlichkeiten zusammen mit der terroristischen Bedrohung und der Einfluss auf unsere Lebensqualität ist natürlich nicht kalkulierbar. (...) Es existiert eine direkte, empirisch nachweisbare Korrelation zwischen dem Prozentsatz von Moslems in einem Land und der Zunahme der terroristischen Gewalt in diesem Land (um den allgemeinen Rückgang der Lebensqualität und den zivilisatorischen Aspekt erst gar nicht zu erwähnen) "

Früher oder später müssen wir uns mit den Auswirkungen dieser Tatsache befassen. Der beste Weg, mit der islamischen Welt umzugehen, ist, so wenig wie möglich mit ihr zu tun zu haben. Wir sollten islamische Einwanderung vollkommen verhindern. Das könnte man auf kreative und indirekte Art durchführen, zum Beispiel indem man Einwanderung aus Ländern untersagt, deren Bürger dafür bekannt sind, in terroristische Aktivitäten involviert zu sein. Wir sollten alle Moslems, die sich derzeit im Westen aufhalten und keine Staatsbürger unserer Länder sind, zurückschicken. Wir sollten auch unsere Gesetze ändern, um sicher zu stellen, dass islamischen Staatsbürgern, die sich für die Scharia einsetzen, den Djihad und die Ungleichheit von "Ungläubigen" und Frauen predigen, die Staatsbürgerschaft aberkannt wird und dass sie zurück in ihre Ursprungsländer geschickt werden.

Wir müssen eine Umgebung schaffen, in der es schwierig ist, den Islam zu praktizieren. Moslemische Staatsbürger sollten gezwungen werden, entweder unsere säkulare Lebensweise anzunehmen oder - wenn sie die Scharia wünschen - zu gehen. Sehr viel davon kann ohne Diskriminierung stattfinden, indem man ganz einfach speziell islamisch motivierte Klagen zurückweist. Der öffentliche Gebetsruf sollte nicht erlaubt sein, weil er für Menschen anderer Glaubensrichtungen beleidigend ist. Alle Kinder, Jungen und Mädchen, sollten an allen sportlichen und sozialen Aktivitäten in der Schule und den Gemeinschaften teilnehmen. Der Schleier sollte in öffentlichen Institutionen verboten sein, so könnte man auch dazu beitragen, die traditionelle Unterdrückung der Frau aufzubrechen. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sollten nicht gezwungen werden, Gebetsräume für Moslems einzurichten. Man sollte Gesetze schaffen, die den Missbrauch von Familienzusammenführungs-Gesetzen verhindern. Man sollte keine größeren Investitionen von Moslems in westliche Medien oder Universitäten dulden.

Es ist vorstellbar, dass manche westlichen Länder sich an den Benes-Dekreten orientieren werden, die die Tschechoslowakei 1946 verabschiedete, als die meisten der so genannten Sudetendeutschen sich als gefährliche 5. Kolonne erwiesen hatten. Die tschechische Regierung vertrieb sie aus dem Land. Wie Hugh Fitzgerald von Jihad Watch ausgeführt hat, gibt es bezüglich Teilen der islamischen Bevölkerung im Westen sehr viel bessere Gründe für Benes-Dekrete als es sie bezüglich der Sudetendeutschen jemals gab.

Das ist Rassismus und Faschismus, meinen Sie? Moslems selbst zeigen in einer Umfrage nach der anderen, dass ihre Loyalität der islamischen Umma gehört und nicht dem Land, in dem sie leben. "Ich bin ein Moslem der in Großbritannien lebt, ich bin kein Brite." so drückt sich das Lebensgefühl aus. Nun, wenn Moslems selbst äußern, dass ihre Staatsbürgerschaft nicht das Papier wert ist, auf dem sie gedruckt ist, warum sollten wir sie nicht beim Wort nehmen?

David Selbourne, der Autor von The Losing Battle with Islam ist der Ansicht, dass "das schnelle Vorankommen des Islam leicht zu erklären ist. Der Westen - aber nicht China oder Indien - ist politisch und ideologisch so schwach wie die islamische Welt stark ist. Der Westen ist mit vielen Handicaps belastet: seinen überguten Liberalismus, den verlorenen moralischen Stellenwert des christlichen Glaubens, die Unschlüssigkeit seiner Gerichtsbarkeit und die Zusammenhangslosigkeit ihrer Urteile, politische und militärische Zögerlichkeiten bezüglich Strategien und Taktiken, mangelnde Intelligenz (im eigentlichen und im geheimdienstlichen Sinn) und die Komplizenschaft der 'Linken'."

Kann der Westen die islamische Bedrohung besiegen? Selbourne führt 10 Gründe dafür an, warum er es nicht kann, einschließlich der ausgeprägten politischen Kluft innerhalb der nicht-islamischen Welt bei der Einschätzung dessen, was vor sich geht, der Konfusion der linken "Progressiven" über den islamischen Fortschritt, Anti-Amerikanismus und der Befriedigung, die viele Nicht-Moslems bei amerikanischen Rückschlägen empfinden, aber auch die Abhängigkeit des Westens vom Öl und anderer Rohstoffe aus arabischen und islamischen Ländern.

Ihm zufolge wird der Islam nicht besiegt werden, weil "die Kräfte der Weltgemeinschaft der Moslems unterschätzt werden," Ein anderer Hinweis darauf, dass das Vorankommen des Islam weitergehen wird, zeigt sich in "der geschickten Nutzung der Medien und des Internets für den 'elektronischen Djihad'".

Ich stimme mit ihm überein, dass die kulturelle Schwäche des Westens ein sehr großer Nachteil ist und ein wichtiger Grund für das Wiederaufleben des Djihad in jüngerer Zeit war, Es war niemals unvermeidlich, dass wir Millionen von Moslems erlaubten, sich in unseren Ländern niederzulassen. Das war das Resultut von Multikulturalismus und der Schwächung unserer kulturellen Identität, wobei in Europa noch die vorsätzliche Unterstützung durch die Eurabier hinzu kam.

Der Einfluss der Globalisierung und moderner Massenmedien ist komplizierter und führt zu widersprüchlichen Ergebnissen. Ein Experte auf Ali Sinas Website brachte es auf den Punkt: "Rituale sind wichtige Werkzeuge zur Gehirnwäsche, um Menschen Disziplin und Loyalität einzutrichtern. Die Ausrichtung des Islam auf Rituale erinnert mich an militärische Rituale (...) Aber was in einer mittelalterlichen Militärmaschinerie gut funktionierte, ist für Moslems in der modernen Welt verhängnisvoll. Die arabische MIlitärmaschinerie lebte von blindem Gehorsam, Brüderlichkeit, Mut, Hass und hohen Geburtenraten aufgrund des Islam (...) Aber die gleichen Qualitäten sind für Moslems im Zeitalter des Mikrochips Handicaps. Heute führen sie zu Armut, kriegsähnlichen Zuständen, Krieg und Niederlage."

Der Islam eignete sich perfekt für die mittelalterliche Kriegführung, aber fiel schrittweise hinter den Westen zurück, insbesondere nach der wissenschaftlichen und industriellen Revolution, die in islamischen Ländern niemals hätte stattfinden können, weil es ihnen in ihrem Autoritätskult an der nötigen Freiheit dazu fehlt. Ironischerweise schließt sich die Geschichte hier zum Kreis. Moslems sind immer noch nutzlos, wenn es darum geht, etwas Neues zu entwickeln, aber als Ergebnis der Migration, moderner Kommunikationssysteme, der Anwesenheit von Moslems in den ungläubigen Ländern und der arabischen Petrodollars können sie viel bequemer Technologien von anderen kaufen oder stehlen. Die iranische Revolution wurde durch Audiokassetten mit Ansprachen von Ayatollah Khomeini unterstützt.

In seinem Buch The West and the Rest: Globalization and the Terrorist Threat, führt Roger Scruton aus, dass die Globalisierung "dem militanten Islam die Gelegenheit bietet, die ihm seit dem ottomanischen Rückzug aus Mitteleuropa gefehlt haben." Sie hat eine "wahre islamische Umma geschaffen, die sich grenzüberschreitend in Form einer globalen Legitimierung selber definiert und die sich wie ein Parasit an globale Institutionen und Techniken klammert, die Nebenprodukte der westlichen Demokratien sind. "

Die "Techniken und die Infrastruktur, auf die Al Kaida angewiesen ist, sind ein Geschenk neuer globaler Institutionen. Es sind die Wallstreet und Zürich, die das internationale Finanznetzwerk bereitstellten, das es Osama bin Laden ermöglichte, seinen Reichtum zu verschleiern und ihn überall in der Welt einzusetzen. Es sind westliche Unternehmen mit ihren multinationalen Verästelungen, die die Technik produzieren, die Osama bin Laden so effektiv gegen uns eingesetzt hat. Und es ist die westliche Wissenschaft, die die Massenvernichtungswaffen entwickelt hat, die er so gerne haben möchte. Auch sein Reichtum wäre unvorstellbar ohne die riesigen Öleinnahmen, die Saudiarabien vom Westen erhält und die den Bauboom mit sich brachten, von dem sein Vater profitierte."

Während Scruton die Vorstellung stützt, dass das Internet und moderne Kommunikationstechnologie den Islam gestärkt haben, gibt es aber auch eine entgegengesetzte Sichtweise, die durchaus wert ist, gehört zu werden.

Theodore Dalrymple ist der Ansicht, dass "der Islam der modernen Welt nichts zu sagen hat" und sagt "Persönlich glaube ich, dass alle Formen des Islam in der modernen Welt gegenüber rationaler Kritik sehr verletzlich sind. Deshalb sind die Islamisten auch so wild darauf versessen, jegliche derartige Kritik zu unterbinden. Sie haben instinktiv verstanden, dass der Islam zwar stark ist, aber zunehmend brüchig wird, wie es auch der Kommunismus einst wurde. Sie verstehen, dass es in der heutigen Phase der Menschheitsgeschichte um alles oder nichts geht. (...) Der Islamismus liegt in seinen letzten Atemzügen, aber wie jedermann, der einmal einen sterbenden Menschen gesehen hat, weiß, können diese letzten Atemzüge eine erstaunlich lange Zeit dauern."

Wenn auch einige der Spannungen, die wir zur Zeit erleben, durch die kulturelle Schwäche des Westens hervorgerufen werden, hängen sie zum Teil auch mit den unpersönlichen Kräften der technologischen Globalisierung zusammen. Früher konnten Moslems und Nicht-Moslems einander weitgehend im Alltag ignorieren. Das ist nicht mehr möglich, weil Moslems die westliche Welt jeden Tag im Fernsehen sehen. Und wenn jemand in - sagen wir mal - Dänemark etwas "Beleidigendes" über Mohammed sagt - was im 19. Jahrhundert in Pakistan oder Ägypten niemals bekannt geworden wäre - wissen dank Email, Handys und Satellitenfernsehen Millionen Moslems innerhalb von Stunden davon. Das kann sich möglicherweise aber auch als positiv für Nicht-Moslems herausstellen.

Im Gegensatz zu dem, was Selbourne behauptet, hat sich das Internet nämlich zu einem wichtigen, vielleicht sogar entscheidenden Faktor des westlichen Widerstands entwickelt, wie der Autor Bruce Bawer festhielt: "Ich danke Gott für das Internet. Mich schaudert bei dem Gedanken an all die Dinge, die in den letzten Jahren vor sich gegangen sind und die ich ohne das Internet nie erfahren hätte. Die Blogger haben in manchen Fällen über Dinge berichtet, die die Mainstream-Medien unter den Tisch fallen ließen und bei anderen Gelegenheiten haben sie Auslassungen und Tatsachenverdrehungen in der Medienberichterstattung aufgedeckt. Häufig fühlten sich die Massenmedien durch Blogger gezwungen, ihre Aufmerksamkeit auf Stories zu richten, die sie ansonsten ignoriert hätten. Die Bloggerszene ist eine fantastische Möglichkeit, Nachrichten zu verbreiten. Wenn über ein wichtiges Ereignis in nur einer kleinen, unbedeutenden Lokalzeitung berichtet wird, schreibt irgendein Blogger von irgendwo darüber, andere Blogger verlinken auf ihn und so weiter... so dass die Nachricht von Blog zu Blog zu Lesern auf der ganzen Welt gelangt. Wenn Europa noch gerettet wird, dann wegen des Internets."

Die Kolumnistin Caroline Glick von der Jerusalem Post lobt die Bloggerszene und stellt fest, dass die Verantwortlichkeit, unsere Nationen und Gesellschaften vor dem inneren Zerfall zu schützen, in die Hände von Individuen übergegangen ist, die oft alleine arbeiten und die sich weigern, den Niedergang ihrer Gesellschaften hinzunehmen und so mit den innovativen Mitteln der Freiheit für unsere Art zu leben, kämpfen"

J.R.R. Tolkien’s epische Erzählung Der Herr der Ringe ist eine Geschichte über ein kleines Volk, die Hobbits, die am Ende den Tag retten. Der mächtigste Feind im Inneren in Tolkiens Geschichte ist der Zauberer Saruman. Heute im Westen entsprechen Saruman eine ganze Klasse von Leuten in Politik, Medien und der akademischen Welt. Die Sarumans des Westens stoßen auf den Widerstand von Tausenden von kleinen Hobbits im Cyberspace und es gefällt ihnen nicht. Pessimisten behaupten, dass diese Ära nur die Wildwest-Periode des Internets ist, die schrittweise gezähmt und zensiert werden wird. Das ist möglich, aber selbst wenn sich die Dinge in diese Richtung entwickeln werden, wird das Internet immer noch einen wichtigen Beitrag zum westlichen Widerstand in unserer Zeit geleistet haben.

Selborne glaubt, dass viele Menschen die Stärke des Islam unterschätzen. Vielleicht. Aber manche Beobachter, einschließlich Mark Steyn und Herr Selbourne selber, überschätzen sie vielleicht auch. Sie übersehen die Tatsache, dass der Islam auch viele Schwächen hat. Man soll niemals seinen Feind unterschätzen. Man muss Moslems zugute halten, dass sie auf clevere Weise Nutzen aus unserer Schwäche ziehen, aber dieses "Wir sind alle verdammt und haben bereits verloren"-Thema ist am Verblühen.

Wir sollten eine Politik der Abschottung der islamischen Welt einführen. Ich sage nicht, dass Abschottung alles sein wird, was wir jemals tun müssen, aber es ist das absolute Minimum, das akzeptabel ist. Vielleicht löst die Verbreitung von Nuklearwaffen, die dunkelste Seite der Globalisierung, irgendwann einen ausgedehnten Krieg mit der islamischen Welt aus. Der einzige Weg, das zu vermeiden, ist Schritte zu unternehmen - auch militärischer Art - Moslems davon abzuhalten, diese Technologie zu erlangen.

Wir sollten ihre Möglichkeiten, uns physisch zu verletzen, eindämmen. Wir können es nicht vollständig vermeiden, aber wir sollten es so gut wie möglich einschränken. Moslems versuchen, uns durch Terrorismus zu zermürben. Sie sollten mit Spott und Kritik zermürbt werden. Es sollte ihnen auch klar gemacht werden, dass wir diese Anstrengungen, die Moslems mehr fürchten als unsere Waffen, mit jeder islamischen Terrorattacke verstärken werden. Das ist die neue Balance des Terrors.

Dr Koenraad Elst, einer der besten Orientalisten Flanderns, glaubt, dass der "Islam im Niedergang begriffen ist - trotz seines eindrucksvollen demographischen und militärischen Aufstiegs, der nach Dr. Elst nur ein "Letztes Aufbäumen" ist." Er anerkennt jedoch, dass dieser Niedergang seine Zeit brauchen kann (zumindest wenn man es auf die Lebensspanne eines Individuums bezogen betrachtet) und dass es möglich ist, dass der Islam dabei erfolgreich sein wird, die vorherrschende Religion Europas zu werden, bevor er kollabiert.

Dalrymple hat wahrscheinlich Recht, wenn er sagt, dass der Islam eine "Alles-oder-nichts"-Religion ist, die nicht säkularisiert werden kann. Die Zukunft gehört möglicherweise nicht dem Islam, wie Mark Steyn suggeriert. Es ist vorstellbar, dass der Islam in einigen Generationen aufhören wird, eine globale Kraft von Bedeutung zu sein, aber bis dahin wird er eine ständige Quelle der Gefahr für seine Nachbarn sein, von Europa über Indien bis nach Südostasien. Die gute Nachricht ist, dass der Islam möglicherweise nicht in der Lage sein wird, die gewünschte Weltherrschaft zu erlangen. Die schlechte Nachricht ist, dass er einen Weltkrieg erlangen könnte. Wir können ihn nur so gut wie möglich eindämmen und versuchen, das zu verhindern.

28.11.06 22:09


Das Versagen westlicher Universitäten

von Fjordman

 

Orignial vom 29. August 2006: The Failure of Western Universities

Kari Vogt, Historikerin für Religionsgeschichte an der Universität Oslo, hat behauptet, Ibn Warraqs Buch "Warum ich kein Moslem bin" sei für das Studium des Islam gleichermaßen uninteressant wie die Protokolle der Weisen von Zion für das Studium des Judentums. Sie wird weitgehend als eine der führenden Islamexperten des Landes betrachtet und wird häufig in landesweiten Medien zu Angelegenheiten, die den Islam und die Einwanderung von Moslems betreffen, zitiert. Menschen, die ihre Informationen überwiegend aus den Mainstream-Medien beziehen, was für die Mehrheit der Bevölkerung zutrifft, werden so von unseren Universitäten systematisch mit gefärbter Information und Halbwahrheiten über den Islam gefüttert und die Universitäten versagen weitgehend dabei, das Ideal freier Forschung hoch zu halten. Leider ist diese Situation überall im Westen an Universitäten und Hochschulen sehr ähnlich.

Die Londoner School of Oriental and African Studies (SOAS), Schauplatz einer steigenden Zahl antisemitischer Vorfälle auf einem zunehmend pro-islamisch werdenden Campus, drohte einem ihrer jüdischen Studenten Konsequenzen an für den Fall, dass er seine Proteste gegen Antisemitismus an der Universität nicht einstelle. Gavin Gross, ein Amerikaner, führte eine Kampagne gegen die Verschlechterung der Studienbedinungen für jüdische Studenten an der SOAS, die zu der Universität London gehört. SOAS hatte eine Eskalation antijüdischer Aktivitäten erlebt, und zwar sowohl was die Schwere als auch was die Häufigkeit anging. Anfang des Jahres untersuchte die Islamic Society ein Video, in dem das Judentum mit Satanismus verglichen wurde.

Zwischenzeitlich spendete Saudiarabien "zur Förderung eines besseren Verständnisses zwischen dem Islam und dem Westen" ca. 13 Millionen Saudi-Riyal [ca 2,7 Mio Euro] an ein führendes britisches Museum. Offizielle verlautbarten, dass das Geld von Prinz Sultan für eine neue saudische und islamische Galerie verwendet werden würde, die dazu beitragen werde, die islamische Kultur und Zivilisation in der richtigen Perspektive darzustellen. Es würde ebenfalls für Stipendien an saudische Studenten an der Oxford Universität verwendet werden.

Die Saudis und andere arabische Ölmagnaten kaufen sich eifrig Einfluss darauf, was Westler über den Islam hören. Prinz Al-Waleed bin Talal bin Abdul Aziz Al-Saud, ein Mitglied der saudischen Königsfamilie, ist ein internationaler Investor, der zur Zeit unter den 10 reichsten Personen der Welt gelistet wird. Er wurde dafür bekannt, dass er dem New Yorker Bürgermeister Rudolph W. Giuliani im Oktober 2001 einen 10 Millionen Dollar Scheck für den Twin Tower Fond anbot. Bürgermeister Giuliani lehnte das Geschenk ab, als er erfuhr, dass der Prinz die USA dazu aufgerufen hatte, "ihre Nahost-Politik einer Überprüfung zu unterziehen und eine ausgewogenere Haltung gegenüber der palästinensischen Sache einzunehmen."

Prinz Talal baut auch einen Fernsehkanal auf - Al-Resalah - um amerikanische Moslems anzusprechen. Er sendet bereits in Saudiarabien. 2005 erwarb Bin Talal 5.46% der stimmberechtigten Aktien von News Corp, der Muttergesellschaft von Fox News. Im Dezember 2005 prahlte er gegenüber Middle East Online, er hätte die Möglichkeit, Einfluss darauf zu nehmen, was die Zuschauer von Fox News zu sehen bekommen. In der Berichterstattung über die Unruhen in Frankreich im vorangegangen Herbst lief bei Fox News ein Newsticker mit der Aufschrift "Moslemunruhen". Bin Talal war davon nicht begeistert. "Ich nahm den Telefonhörer in die Hand und rief Murdoch an.... (und sagte ihm) das sind keine Moslemunruhen sondern Armutsunruhen" sagte er "Innerhalb von 30 Minuten wurde der Titel von Moslemunruhen in Bürgerunruhen geändert."

Eine von der Cornell Universität durchgeführte Umfrage ergab, dass rund die Hälfte der Amerikaner eine negative Sichtweise des Islam haben. Auf einer Pressekonferenz im Hauptsitz der World Assembly of Muslim Youth (WAMY), sagte Paul Findley, ein ehemaliges US-Kongressmitglied, dass das Krebsgeschwür antimoslemischer und antiislamischer Ressentiments sich in der amerikanischen Gesellschaft ausbreite und dass korrigierende Maßnahmen nötig seien, um diese auszumerzen. Es wurde angekündigt, dass der Council on American-Islamic Relations (CAIR) via Fernsehen, Radio und Zeitungen eine massive 50 Millionen Dollar schwere Medienkampagne starten werde. "Wir planen, Prinz Alwaleed ibn Talal um seine finanzielle Unterstützung für unser Projekt zu bitten. In der Vergangenheit hat er sich sehr großzügig gezeigt."

Die World Assembly of Muslim Youth, die von einem Neffen Osama Bin Ladens in den USA gegründet wurde, teilt sich die Büroräume mit der Islamic Society of North America und dem Islamic Centre of Canada. WAMY Canada unterhält eine Reihe von islamischen Jugendlagern und veranstaltet Pilgerreisen für Jugendliche. Der amerikanische Special Agent Kane zitierte aus einer von WAMY ausgearbeiteten Publikation: "Heil! Heil! Oh ihr aufopferungswilligen Soldaten! Zu uns! Zu uns! Auf dass wir die Flagge an diesem Tag des Djihad verteidigen mögen, wollt ihr mit Eurem Blut geizen?! Ist das Leben Euch lieber geworden? Das Zurückbleiben süßer?" Ihm zufolge sind 14- bis 18-Jährige die Zielgruppe für diese Schriften.

Die Harvard Universität und die Georgetown Universität erhielten Spenden in Höhe von 20 Mio Dollar von Prinz bin Talal, um islamische Studien zu finanzieren. "Für eine Universität mit globalem Anspruch wie Harvard ist es von Bedeutung, ein starkes Programm zum Islam zu haben, das weltweite und interdisziplinäre Kompetenz hat." sagte Steven E. Hyman, der Dekan von Harvard. Georgetown sagte, sie wollen das Geschenk - das zweitgrößte, das sie jemals erhalten hatten - dazu nutzen, ihr Zentrum für islamisch-christliche Verständigung weiter auszubauen. Martin Kramer, der Autor von “Ivory Towers on Sand: The Failure of Middle Eastern Studies in America,” sagte :"Prinz Alwaleed weiß, dass, wenn man etwas bewirken will, es Stellen wie Harvard oder Georgetown, die zum "inneren Kreis" gehören, sind, die eine Veränderung bringen können."

Professor John Esposito von der Universität Georgetown, Gründungsdirektor des Zentrums für islamisch-christliche Verständigung, hat vermutlich mehr als jeder andere Akademiker dazu beigetragen, die Bedrohung des Westens durch den Djihad herunter zu spielen. Kramer stellt fest, dass Esposito seine These während seiner frühen Jahre in den 70ern unter seinem islamischen Mentor Ismail R. Faruqi, einem palästinensischen Pan-Islamisten und Theoretikers der "Islamisierung des Wissens", ausgearbeitet hat. Während des ersten Teils seiner Karriere hat John L. Esposito nie an einem der größeren Nahost-Zentren studiert oder gelehrt. In den 80ern veröffentlichte er Bücher wie Islam: The Straight Path (Islam: der gerade Weg), das erste einer Serie von schmeichelhaften Büchern über den Islam. 1993 kam Esposito an die Georgetown University und erhielt später den Status, eine "Autorität" auf diesem Gebiet zu sein.

Im Jahr 2003 anerkannte die Islamic Society of North America (ISNA) Esposito als den zeitgenössischen "Abu Taleb des Islam" und der Gemeinschaft der Moslems nicht nur in Nordamerika sondern weltweit. In Anerkennung seiner "zahllosen Bemühungen, Mythen über islamische Gesellschaften und Kulturen zu zerstreuen" verglich Dr. Sayyid Syeed, Generalsekretär der ISNA, die Rolle Espositos mit der von Abu Taleb, Mohammeds nicht-islamischem Onkel, der die Gemeinschaft der Moslems in Mekka in einer Zeit, als diese noch schwach und verletzlich war, vorbehaltlos unterstützte.

Der Aufstieg Espositos zur Bedeutung symbolisiert das Scheitern kritischer Studien zum Islam - manche mögen sagen: kritische Studien zu überhaupt allem Nicht-Westlichen - in westlichen Universitäten in den 80ern und 90ern. Der Franzose Olivier Roy veröffentlichte bereits 1994 ein Buch mit dem Titel The Failure of Political Islam (Das Scheitern des politischen Islam) und er schrieb, "der Nahe Osten ist nun in eine Phase des Post-Islamismus eingetreten". Wie es Martin Kramer auf den Punkt bringt, "waren die Akademiker so intensiv mit 'islamischen Martin Luthers' beschäftigt, dass es ihnen nicht gelang, auch nur eine einzige seriöse Analyse über Bin Laden und seine Anschuldigungen gegenüber Amerika zu erstellen. Bin Ladens Aktionen, Äußerungen und Videos stellten ein Hindernis für die Akademiker dar, die den Amerikanern versichert hatten, dass der "politische Islam" sich auf dem Rückzug von der Konfrontation befinde."

Wenigstens wird Bin Laden heute von amerikanischen Universitäten zur Kenntnis genommen. Bruce Lawrence, Duke Professor für Religion, hat ein Buch über Osama bin Ladens Reden und Schriften veröffentlicht. "Wenn man ihn in seinen eigenen Worten liest, klingt er wie jemand, der als sehr hochgeschätzte und willkommene Stimme in der Weltpolitik begrüßt werden würde," sagte Lawrence. Lawrence behauptete auch, dass Djihad bedeute, ein "besserer Student, ein besserer Kollege, ein besserer Geschäftspartner zu sein. Vor allem aber, seine Wut zu kontrollieren."

Andere glauben, dass wir zuviel Aufhebens um diese ganze Djihad-Geschichte machen. John Mueller, Professor für Politikwissenschaften an der Ohio State Universität, der in der September-Ausgabe 2006 von Foreign Affairs zur Terrorbedrohung der USA befragt wurde, antwortete: "Eine vollkommen glaubwürdige Erklärung der Tatsache, dass die USA nach 9/11 keine weiteren Terroranschläge zu erleiden hatte, ist die, dass die Drohung durch einheimische oder importierte Terroristen - wie die Drohung, die während des 2. Weltkriegs angeblich von japanisch-stämmigen Amerikanern und danach von amerikanischen Kommunisten ausging - massiv übertrieben wurde ... Der umfangreiche und teure Apparat der Homeland Security, der nach 9/11 aufgebaut wurde, mag einen verfolgen, viele bespitzeln, die meisten belästigen und alle besteuern, um die Vereinigten Staaten vor einem Feind zu schützen, der wohl nicht exisitert."

Lee Kaplan, der an einer Konferenz der Middle East Studies Association (MESA) in San Francisco teilnahm, berichtet: "Kostenlose Exemplare eines Hochglanz-Nachrichtenmagazins mit dem Namen The Washington Report on Middle East Affairs wurden an die teilnehmenden Akademiker verteilt. Die meisten Menschen würden angesichts der Aufmachung denken, sie hätten etwas wie Newsweek oder Time vor sich. ... Was die meisten Leute nicht wissen, ist, dass das Washington Report on Middle East Affairs Magazine und die gleichnamige Website - und in der Tat die ganze dahinterstehende Organisation - von Saudiarabien finanziert werden, einem despotischen Regime, das sich in aller Ruhe den Weg in jeden Campus in Amerika gekauft hat, insbesondere in die Zentren für Nahoststudien in den USA.

Ich traf dort Nabil Al-Tikriti, einen Professor von der Universität Chicago ... 'Ich würde jene Nahost-Gelehrten einladen, die wirklich Amerikas Kriegsbemühungen in Übersee und die Sicherheitspolitik die wir hier zu Hause brauchen unterstützen. Menschen wie Daniel Pipes oder Martin Kramer.' sagte ich und fuhr fort 'Warum sind sie nicht hier bei der MESA-Konferenz?' 'Sie würden niedergebrüllt werden' antwortete Al-Tikriti."

Hugh Fitzgerald, der Vizepräsident von Jihad Watch, teilt Lee Kaplans Besorgnis über MESA: "Als Organisation ist MESA während der vergangenen zwei Jahrzehnte langsam aber sicher von Islamapologeten übernommen worden. ... Die Apologetik besteht darin, dass so gut wie nie über Djihad oder Dhimmitude gesprochen wird oder dass die Studenten auch nur in den Koran, die Hadithen und die Sira eingeführt werden. ... Bücher auf dem Niveau von [Karen] Armstrong und Esposito werden ausgegeben sowie Wohlfühlunsinn wie Maria Rosa Menocal’s The Ornament of the World.”

Kein MESA-MItglied hat so viel dazu beigetragen, einer breiten Öffentlichkeit wichtige neue Arbeiten über Mohammed, die Ursprünge des Koran und die Geschichte des frühen Islam nahe zu bringen wie der einsame Wolf Ibn Warraq. Niemand hat vergleichbare Arbeit über die Institution der Dhimmitude geleistet wie die einsame Wölfin Bat Ye'Or. Es ist eine bizarre Situation, dass der Großteil der wichtigsten Arbeit nicht in Universitäten gemacht wird, weil viele Universitätszentren von einer Art Islam-Intern International beschlagnahmt worden sind."

Hugh Fitzgerald hat Recht. The Legacy of Jihad, eines der wichtigsten Werke zum Djihad, das in den vergangenen Jahren erschienen ist, wurde von Andrew Bostom geschrieben, einem Doktor der Medizin, der frustriert war angesichts des meisten Materials, das nach den Terroranschlägen von 2001 zum Thema erhältlich war. Bat Ye’or, vielleicht die führende Expertin zur islamischen Institution der Dhimmitude, ist Autodidaktin. Und Ibn Warraq hat mehrere hervorragende Bücher über die Ursprünge des Koran und die Frühgeschichte des Islam geschrieben und blieb dabei außerhalb des etablierten universitären Systems. Das alles ist ein großes Plus für diese Menschen persönlich, aber es ist kein Plus, was den Zustand westlicher Universitäten angeht.

Es ist schwer zu verstehen, warum amerikanische oder westliche Autoritäten immer noch zulassen, dass die Saudis das, was der zukünftigen westlichen Führungselite über den Islam gelehrt wird, finanzieren - Jahre nachdem mehrere saudische Staatsbürger den schlimmsten Terroranschlag in der westlichen Geschichte ausführten. Die Vereinigten Staaten ließen nicht zu, dass sich Nazideutschland Einfluss auf US-Universitäten erkaufte. Und obwohl die sowjetischen Kommunisten ihre Apologeten im Westen in Gestalt von bezahlten Agenten hatten, ließen die USA niemals zu, dass die Sowjetunion offen führende amerikanische Hochschulen sponserte. Warum also lassen sie zu, dass Saudiarabien und andere islamische Nationen es tun? Die Saudis sind Feinde und sie sollten daran gehindert werden, direkten Einfluss auf unsere Universitäten und unsere großen Medienunternehmen zu nehmen. Das ist eine Angelegenheit nationaler Sicherheit.

Obwohl Schmiergelder und saudische Petrodollars ein ernst zu nehmendes Hindernis für kritische westliche Studien zum Islam darstellen, sind diese allerdings keinesfalls für alle Probleme verantwortlich. Einige Akademiker sind durchaus so von antiwestlicher Ideologie durchdrungen, dass sie sich auch umsonst glücklich schätzen, den Westen schlecht zu machen und dem Islam zu applaudieren.

Nur wenige Werke haben mehr dazu beigetragen, die kritische Debatte über den Islam während der letzten Generation in westlichen höheren Bildungseinrichtungen zu korrumpieren als das 1979 erschienene Buch Orientalism von Edward Said. Es brachte eine wahre Armee von Saidisten hervor oder auch Intellektuellen Drittewelt-Terrorismus, wie Ibn Warraq es bezeichnet. Nach Ibn Warraq "lehrte das letztere Werk [Orientalism] eine ganze Generation von Arabern die Kunst des Selbstmitleids - 'wenn nur die verdammten Imperialisten, Rassisten und Zionisten nicht wären, dann fänden wir wieder zu alter Größe zurück' - ermutigte die islamisch-fundamentalistische Generation der 80er Jahre und brachte jegliche Kritik am Islam zum Schweigen."

"Der aggressive Ton in Orientalism ist das, was ich "intellektuellen Terrorismus" nenne, da er nicht versucht, mit Argumenten oder historischen Analysen zu überzeugen, sondern dadurch, dass er Anklagen des Rassismus, Imperialismus, Eurozentrismus gegenüber jedem versprüht", der widersprechen könnte. "Einer seiner bevorzugten Taktiken ist es, den Orient als Daueropfer von westlichem Imperialismus, westlicher Vorherrschaft und Aggression darzustellen. Der Orient wird niemals als Agierender gesehen, niemals als Handelnder mit freiem Willen, eigenen Plänen oder Ideen."

Ibn Warraq kritisiert Said auch dafür, dass er die Tradition kritischen Denkens im Westen nicht anerkennt. Wäre er ein bisschen tiefer in die griechische Zivilisation und Geschichte eingetaucht, hätte er sich die Mühe gemacht, Herodots große Geschichtsschreibung zu lesen, dann hätte Said "zwei Eigenheiten erkannt, die auch zutiefst charakteristisch für die westliche Zivilisation sind und deren Erkenntnis Said Schmerzen bereitet und die er sich nicht zu erkennen erlaubt: Das Streben nach Wissen um seiner selbst Willen. ... Das griechische Wort historia, aus dem sich unser Begriff "historisch" ableitet, bedeutet "Forschung" oder "Recherche" und Herodot glaubte, dass sein Werk das Ergebnis von Forschung war: Was er gesehen, gehört und gelesen hatte, aber auch was durch Recherche ergänzt und verifiziert wurde."

"Intellektuelle Neugier ist eines der Markenzeichen westlicher Zivilisation. J.M. Roberts brachte es auf den Punkt: "Die massive Gleichgültigkeit mancher Zivilisationen und ihr Mangel an Neugier auf andere Welten ist ein weites Feld. Warum haben bis vor kurzem islamische Gelehrte keinerlei Wunsch gezeigt, lateinische oder andere westeuropäische Texte ins Arabische zu übersetzen? Warum konnte der englische Dichter Dryden ein Stück schreiben, das sich mit der Nachfolge nach dem Tod des Mogulenkaisers Aurungzebe in Delhi befasst und warum kann man dagegen darauf wetten, dass kein indischer Autor jemals daran dachte, ein Stück über die gleichermaßen dramatischen politischen Ereignisse am englischen Hof im 17. Jahrhundert zu schreiben? Es wird klar, dass die Erklärung für die europäische Wissbegierde und Abenteuerlust tiefer gehen muss als sich nur auf ökonomische Gründe zu beschränken, so bedeutsam diese auch sein mögen."

Martin Kramer weist auf die Ironie hin, die dahinterliegt, dass Salman Rushdie Saids Mut lobte: "Professor Said erhält regelmäßig Drohungen von der Jewish Defense League in Amerika,” sagte Rushdie 1986, "und ich denke, dass wir anerkennen sollten, dass es nicht das leichteste Schicksal ist, ein Palästinenser in New York zu sein - oder in vielerlei Hinsicht überhaupt ein Palästinenser zu sein." Es begab sich aber, dass Saids Schicksal dem von Rushdie unendlich vorzuziehen wurde, nachdem Khomeini 1989 zur Tötung Rushdies aufgerufen hatte. Die Ironie liegt darin, dass Rushdie, ein postkolonialer literarischer Löwe mit untadeligen Referenzen seitens der Linken, von einigen Moslems zur personifizierten orientalischen Feindseligkeit gegenüber dem Islam gemacht wurde."

In seinem Essay The Intellectuals and Socialism, führte F.A. Hayek bereits Jahrzehnte zuvor aus, dass "der Sozialismus niemals und nirgendwo von Anfang an eine Arbeiterbewegung war. Er ist ein Konstrukt von Theoretikern und Intellektuellen, den Secondhand-Händlern von Ideen. ...Der typische Intellektuelle muss über kein Wissen in irgendeinem speziellen Fachgebiet verfügen und er muss auch nicht besonders intelligent sein, um seiner Rolle als Mittelsmann bei der Verbreitung von Ideen gerecht zu werden. Diese Klasse besteht nicht nur aus Journalisten, Lehrern, Ministern, Dozenten, Publizisten, Radiokommentatoren, Romanautoren, Karikaturisten und Künstlern. Sie umfasst auch wirklich professionelle Menschen und Techniker wie z.B. Wissenschaftler und Ärzte."

"Diese Intellektuellen sind die Organe, die die moderne Gesellschaft entwickelt hat, um Wissen und Ideen zu verbreiten, und es sind die Überzeugungen und Meinungen dieser Personen, die als Sieb fungieren, durch das alle neuen Konzepte hindurch müssen, bevor sie die Massen erreichen können."

Die brillantesten und erfolgreichsten Lehrer sind heute mit größerer Wahrscheinlichkeit Sozialisten als dass sie es nicht sind." Nach Hayek liegt das nicht daran, dass Sozialisten intelligenter sind, sondern daran, dass "unter den klügsten Geistern ein viel höherer Prozentsatz an Sozialisten sich jenen intellektuellen Vorhaben widmet, durch die sie einen entscheidenden Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen können. ... Sozialistisches Gedankengut verdankt den Reiz, den es auf junge Menschen hat, vor allem seinem visionären Charakter. ... Der Intellektuelle ist von seiner ganzen Natur her an technischen Details und mühseliger praktischer Arbeit desinteressiert. Was ihn reizt, sind große Visionen."

Er warnt: "Es kann sein, dass wir als freie Gesellschaft, wie wir sie kennen, die Kräfte zu unserer eigenen Zerstörung bereits in uns tragen. Es kann sein, dass die Freiheit, wenn sie erst einmal errungen wurde, als selbstverständlich hingenommen und nicht mehr geschätzt wird, und dass die freie Entfaltungsmöglichkeit für Ideen, die für eine freiheitliche Gesellschaft essentiell ist, schließlich die Grundlagen, von denen sie abhängt, zerstören wird. ... Bedeutet das, dass Freiheit nur dann geschätzt wird, wenn sie verloren geht, dass die Welt überall durch eine dunkle Zeit sozialistischen Totalitarismus hindurch muss, bevor die Mächte der Freiheit neue Kraft sammeln können? ... Wenn wir so eine Entwicklung vermeiden wollen, müssen wir es schaffen, ein neues liberales Programm anzubieten, das die Fantasie anspricht. Wir müssen aus der Schaffung einer freien Gesellschaft einmal wieder ein intellektuelles Abenteuer, eine Heldentat machen."

In seinem Buch Modern Culture erklärt Roger Scruton die andauernde Attraktivität linker Ideologie folgendermaßen:

"Die marxistische Theorie ist eine Art ökonomischer Determinismus, der sich durch den Glauben auszeichnet, dass fundamentale Änderungen in den ökonomischen Beziehungen ausnahmslos revolutionär sind und einen gewaltsamen Umsturz der alten Ordnung beinhalten sowie auch einen Kollaps der politischen "Suprastruktur", auf der die alte Ordnung basiert. Die Theorie ist fast sicher falsch: dennoch hat das marxistische Weltbild etwas an sich, das in aufgeklärten Menschen den Wunsch hervorruft, daran zu glauben. Dadurch, dass er Kultur als ein Nebenprodukt materieller Kräfte erklärt, bestätigt Marx die Sicht der Aufklärung, dass materielle Kräfte die einzigen Kräfte sind, die es gibt. Die alte Kultur mit ihren Göttern und Traditionen und Autoritäten ist etwas, das als Netz von Illusionen erschaffen wurde - das Opium des Volkes - um das Volk in seiner Bedrängnis still zu halten."

So brachte also nach Scruton das Erwachen der Aufklärung "nicht nur die Reaktionen mit sich, die von Burke und Herder verkörpert und von den Romantikern ausgeschmückt wurden, sondern auch eine zynische Gegenströmung gegen die Vorstellung von Kultur an sich. Es wurde üblich, Kultur von einem erhabenen Standpunkt aus zu betrachten, und zwar nicht als ein Gedankenmodell, das unser moralisches Vermächtnis darstellt, sondern als ein Elaborat künstlicher Mächte, die sich als natürliche Rechte verkleiden. Dank Marx wurden kulturentlarvende Theorien zu einem Teil der Kultur. Und diese Theorien haben die Strukturen, bei denen Marx Pionierarbeit geleistet hat: Sie kennzeichnen Macht als die Realität und Kultur als die Maske; sie beinhalten auch die Weissagung einer zukünftige 'Befreiung' von den Lügen, die von unseren Unterdrückern gesponnen wurden."

Frappierenderweise ist das exakt das Thema von Dan Browns internationalem Bestseller Der Da Vinci Code aus dem Jahr 2003, der sich unter den Top Ten der meistverkauften Bücher aller Zeiten befinden soll. Davon abgesehen, dass er eindeutig ein Thriller ist, wird in dem Roman die ganze moderne Religionsgeschichte als eine Verschwörung der Kirche dargestellt, um die Wahrheit über Jesus und seine Ehe mit Maria Magdalena zu verbergen.

Der australische Autor Keith Windschuttle, ein ehemaliger Marxist, hat die antiwestliche Schieflage satt, die die akademische Welt durchdringt: "Während der vergangenen drei Jahrzehnte oder noch länger haben viele der Meinungsführer in unseren Universitäten, Medien und der Kunst die westliche Kultur als etwas betrachtet, für das man sich bestenfalls schämen muss, und dem man schlimmstenfalls feindselig gegenüber stehen muss. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die der Westen hervorgebracht hat, gelten einfach nur als einer von vielen "Wegen zum Wissen".

"Kulturrelativismus behauptet, dass es keine absoluten Standards gibt, anhand derer man menschliche Kulturen beurteilen kann. Also sollten alle Kulturen trotz ihrer Verschiedenartigkeit als gleich angesehen werden. ... Der Appell nach Akzeptanz und Offenheit geht aber nicht so weit, dass er auch für die westliche Kultur selbst gelten würde, deren Geschichte als kaum mehr als ein Verbrechen gegen den Rest der Menschheit betrachtet wird. Der Westen kann andere Kulturen nicht verurteilen, aber seine eigene muss er verdammen."

Er mahnt uns, uns in Erinnerung zu rufen, wie einzigartig manche Elemente unserer Kultur sind: "Das Konzept von Freiheit der Forschung und Redefreiheit und das Recht, alteingesessene Glaubensüberzeugungen zu kritisieren, sind Dinge, die wir als so selbstverständlich hinnehmen wie die Luft, die wir atmen. Wir müssen diese Dinge aber als ein speziell westliches Phänomen begreifen. Sie wurden niemals in der konfuzianischen oder hinduistischen Kultur entwickelt. ... Aber ohne dieses Konzept wäre die Welt nicht, wie sie heute ist. Es hätte keinen Kopernikus, Galileo, Newton oder Darwin gegeben."

Die Neuschreibung der westlichen Geschichte wurde so schlimm, dass sogar behauptet wurde, William Shakespeare sei insgeheim Moslem gewesen. "Shakespeare wäre vom Sufismus entzückt gewesen," sagte der islamische Gelehrte Martin Lings, der selber Sufi-Moslem ist. Laut Guardian räsonierte Lings bei der International Shakespeare Globe Fellowship Lesung in Shakespeares eigenem Globe Theater in London darüber, dass Shakespeares "Werk den Lehren der islamischen Sufi-Sekte gleicht". Lings sprach während der Woche des Bewusstseins für den Islam.

"Shakespeare hätte unmöglich ein Moslem sein können," sagt David N. Beauregard, ein Shakespearekenner und der Mitherausgeber von Shakespeare and the Culture of Christianity in Early Modern England. (Shakespeare und die christliche Kultur im England der frühen Neuzeit) . Shakespeare "vertrat in wichtigen Grundsätzen römisch-katholische Glaubensinhalte" Beauregard hält fest: "das heißt nicht, dass Shakespeare sich mit dem Schreiben religiöser Theaterstücke befasste, sondern nur, dass eine spezifische religiöse Tradition sein Werk beeinflusst."

Nach Robert Spencer ist "Shakespeare nur die neueste große Gestalt der westlich-christlichen Kultur, die auf islamfreundliche Weise umgestaltet wird." Vor einiger Zeit beteuerte das [US] State Department ohne die Spur eines Nachweises dafür, dass Christoph Columbus ( der in Wirklichkeit Ferdinand und Isabella dafür über den grünen Klee lobte, dass sie 1492 - dem Jahr, in dem er zum ersten Mal amerikanischen Boden betrat - die Moslems aus Spanien vertrieben hatten) auf seinen Reisen die Hilfe eines islamischen Navigators gehabt habe. "Das amerikanische Bildungswesen befindet sich in einem so trostlosen Zustand, dass selbst Lehrer nicht das Rüstzeug haben, solchen historischen Fantasien entgegen zu wirken."

Der Blog Gates of Vienna hat einen Bericht von The American Council of Trustees and Alumni (ACTA) über US-Universitäten zitiert. Ihre Erhebung offenbarte "eine auffallende Uniformität in der politischen Haltung und pädagogischen Vorgehensweise. Quer durch die Geistes- und Sozialwissenschaften tauchen stets immer wieder die gleichen Themen auf, ungeachtet der Fachrichtung. In Kursen zu Literatur, Philosophie und Geschichte, Soziologie, Anthropologie und religiösen Studien, Frauenstudien, Amerikastudien [...] stehen immer Themen aus einer feststehenden Liste auf dem Programm: Rasse, Klasse, Geschlecht, Sexualität und die "soziale Identitätsbildung"; Globalisierung, Kapitalismus und die US-"Hegemonie", die allgegenwärtige Unterdrückung und die Umweltzerstörung. "

"Jahrgang um Jahrgang wird die gleiche grundlegende Botschaft vermittelt, und zwar in einer Weise, die einem außenstehenden Akademiker oft unverständlich scheint. ... Kurz gesagt ist die Botschaft, dass der Status quo, der patriarchalisch, rassistisch, hegemonial und kapitalistisch ist, "hinterfragt" und "kritisiert" werden müsse, um so die gesellschaftliche Veränderung theoretisch zu formulieren und zu erleichtern. Die Notwendigkeit dazu und der Wert wird dabei als gegeben vorausgesetzt ... Die Unterschiede zwischen den Fachbereichen beginnen zu verschwimmen. Kurse in so offensichtlich unterschiedlichen Fachgebieten wie zum Beispiel Literatur, Soziologie und Frauenstudien sind jeweils zu gegenseitigen Spiegelbildern geworden."

Die Autorin Charlotte Allen beschrieb, wie Lawrence Summers, der Präsident der Harvard Universität einen Sturm der Entrüstung auslöste, weil er in einer Rede darüber spekulierte, dass angeborene Verschiedenheiten zwischen den Geschlechtern etwas damit zu tun haben könnten, dass verhältnismäßig weniger Frauen als Männer Top-Postionen in der Wissenschaft einnehmen. Im Sommer 2006 gab Summers seine Absicht bekannt, am Ende des Schuljahres zurückzutreten, teilweise aufgrund des Druckes, der durch seine Rede ausgelöst worden war. "Auch wenn man nicht mit der wissenschaftlichen Forschung dazu vertraut ist - ein Papier, aus dem Summers zitierte, hatte ergeben, dass Frauen zwar ganz allgemein gleich intelligent wie Männer sind, jedoch signifikant weniger Frauen als Männer im Bereich der allerhöchsten Intelligenzquotienten zu finden sind, die wissenschaftliche Genies ausmachen - sagt einem auch schon der gesunde Menschenverstand, dass Mr. Summers Recht haben musste. Kürzlich erging durch die Harvard Fakultät für Kunst und Wissenschaft ein Misstrauensvotum gegen Herrn Summers. Wäre es nicht vorzuziehen, offen über Stärken und Schwächen von Männern und Frauen zu sprechen?"

Ja, Frau Allen, das wäre es. Kann sein, dass Summers falsch lag, aber es ist gefährlich, wenn wir uns auf einen Weg begeben, wo wichtige Themen überhaupt nicht erst diskutiert werden. Eines der Markenzeichen der westlichen Zivilisation war unser Dürsten danach, überhaupt alles zu hinterfragen. Political Correctness ist daher antiwestlich und zwar sowohl formal als auch inhaltlich. Man sollte in diesem Zusammenhang auch festhalten, dass Feministinnen die Vorhut der Political Correctness waren, der Ideologie, die unsere Universitäten gegenüber der islamischen Bedrohung blind gemacht hat.

Sogar noch schlimmer wird es, wenn wir uns vor Augen halten, dass andere Feministinnen im universitären Bereich feststellen, der Schleier oder sogar die Burka würden "einen alternativen Feminismus" repräsentieren. "Dr. Wairimu Njabi ist Assistant Professorin für "Frauenstudien" an der Florida Atlantic Universität. Ein Großteil ihrer Lehrtätigkeit befasst sich damit, die Ansicht voranzutreiben, die grausame Praxis der weiblichen Genitalbeschneidung (FGM) sei in Wirklichkeit ein Triumph für den Feminismus und dass andere Ansichten dazu einfach nur von Hass geprägt wären. Nach Njambi "ist die Gegnerschaft gegen weibliche Genitalbeschneidung Ausdruck einer kolonialistischen Geisteshaltung, weil sie spezifisch westliche Vorstellungen von einem 'normalen' Körper und 'normaler' Sexualität universalisiert."

Es gibt aber noch Inseln des Widerstands. Professor Sigurd Skirbekk von der Universität Oslo stellt viele der Annahmen in Frage, die der westlichen Einwanderungspolitik zugrunde liegen. Eine davon ist die Annahme, dass reiche Länder die Pflicht hätten, alle Menschen aus anderen Nationen aufnehmen zu müssen, wenn diese leiden - sei es aufgrund von Naturkatastrophen, politischen Repressalien oder Überbevölkerung. Seiner Ansicht nach ist es als unmoralisch einzustufen, wenn die kulturellen, politischen und religiösen Eliten dieser Länder ihren Bevölkerungen erlauben, sich schrankenlos zu vermehren und dann ihren Bevölkerungsüberschuss anderen Ländern aufdrängen.

Skirbekk führt aus, dass die Länder Europas die Deutschen zurückgewiesen haben, als diese das Argument "Lebensraum" als Motivation für ihre Außenpolitik benutzten. Wir sollten dasselbe heute tun, wenn andere Länder das Argument anbringen, sie hätten keinen Platz für ihre Bevölkerung. Ihm gemäß ist jede Menge Literatur über die ökologischen Herausforderungen verfügbar, mit denen sich die Welt in diesem Jahrhundert konfrontiert sehen wird. Eine zu liberale Einwanderungspolitik im Zusammenhang mit der Weigerung, sich solchen moralisch unangenehmen Themen zu stellen, ist keine Alternative, die sich auf lange Sicht wird aufrecht erhalten lassen. Wir werden dadurch zukünftigen Generationen nur schwierige Dilemmata auferlegen.

In Dänemark ist die Linguistin Tina Magaard zu dem Schluss gekommen, dass islamische Texte Terror und Kampf zu einem weit höheren Ausmaß begünstigen als die Originaltexte anderer Religionen. Sie hat einen Doktortitel in Textanalyse und Interkultureller Kommunikation von der Sorbonne in Paris und war drei Jahre lang mit einem Projekt zu vergleichender Forschung von zehn Religionen befasst. "Die Texte des Islam unterscheiden sich dadurch von den Texten anderer Religionen, dass sie Gewalt und Aggression gegenüber Andersgläubigen zu einem größeren Ausmaß ermutigen. Es gibt auch rundheraus Aufrufe zum Terror. Das ist lange ein Tabu bei der Islamforschung gewesen, aber es ist ein Fakt, mit dem wir uns befassen müssen."

Darüber hinaus gibt es im Koran Hunderte von Aufrufen, Andersgläubige zu bekämpfen. "Wenn es stimmt, dass viele Moslems den Koran als das buchstabengetreue Wort Gottes ansehen, das nicht interpretiert oder umformuliert werden darf, dann haben wir ein Problem. Es ist unbestreitbar, dass die Texte zu Terror und Gewalt ermutigen. In der Konsequenz muss man vernünftigerweise Moslems selber fragen, wie sie sich zu dem Text stellen, wenn sie ihn so lesen, wie er nun einmal ist." sagt Magaard.

Skirbekk, Magaard und andere stellen in der Tat Beispiele dar, die Mut machen, aber sie sind nicht zahlreich genug, um die allgemein übliche Sichtweise westlicher Akademiker zu verändern, die weitgehend durch Political Correctness und antiwestliche Ressentiments gelähmt sind.

Der Autor Mark Steyn beschreibt wie "draußen in der wirklichen Welt in den 90ern die wahre Erfolgsgeschichte der Globalisierung die ist, dass eine Ideologie aus einer relativ unbedeutenden Weltgegend ins Herz jeder westlichen Stadt exportiert wurde. ... Robert D. Kaplan vom Atlantic Monthly's bezeichnete - als er über den Kollaps von Nationen wie zum Beispiel Somalia schrieb, die "Bürger" solcher "Staaten" als "re-primitivisierte Menschen."

"Wenn Menschen, die ihr ganzes Leben in Toronto verbracht haben, scharf darauf sind, andere zu enthaupten, wenn Menschen aus Yorkshire, die in einer Welt aus Fish 'n' Chips und Kricket und lausiger englischer Popmusik gezeugt und geboren wurden, sich in der Londoner U-Bahn in die Luft sprengen, dann sieht es so aus, als ob das Phänomen des "re-primitivisierten Menschen" erfolgreich rund um den ganzen Planeten exportiert wurde. Es ist umgekehrte Globalisierung: Die Pathologien der rückständigsten hinterwäldlerischen Gegenden haben heute Filialen in jeder westlichen Stadt."

Es ist möglich, hier einen Zusammenhang zu erkennen. Während der Multikulturalismus ideologischen Tribalismus in unseren Universitäten mit sich bringt, bringt er physischen Tribalismus in unser Großstädte. Da alle Kulturen gleich sind, besteht ja keine Notwendigkeit, die westliche Zivilisation zu bewahren oder unsere Gesetze aufrecht zu erhalten.

Es stimmt wohl, dass wir möglicherweise niemals in der Lage sein werden, das Ideal objektiver Wahrheit zu erreichen, weil wir alle mehr oder weniger in unserer Erkenntnisfähigkeit durch unsere persönlichen Erfahrungen und unsere Vorurteile eingeschränkt sind. Das heißt aber nicht, dass wir dieses Ideal aufgeben sollten. Genau das ist aber während der vergangenen Jahrzehnte geschehen. Unsere Hochschulen versuchen noch nicht einmal, die Wahrheit zu finden: sie haben beschlossen, dass es etwas wie "Wahrheit" gar nicht gibt, sondern lediglich verschiedene Meinungen und Werte, die alle gleichermaßen Gültigkeit besitzen. Mit der Ausnahme der westlichen Kultur, die ererbtermaßen böse ist und niedergerissen oder "dekonstruiert" werden muss. Westliche Universitäten haben sich vom Zeitalter der Vernunft in das Zeitalter der Dekonstruktion bewegt.

Während chinesische, indische, koreanische und andere asiatische Universitäten jedes Jahr Millionen motivierter Ingenieure und Wissenschaftler hervorbringen, entwickelten sich westliche Universitäten zu kleinen Hippiefabriken zurück, in denen die Schlechtigkeit des Westens und die Segnungen der Barbarei gelehrt werden. Das stellt auf lange Sicht eine ernsthafte Herausforderung für die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit westlicher Nationen dar. Das ist schlimm, aber es ist die kleinste unserer Sorgen. Viel schlimmer als ein Versagen im Wettbewerb mit nicht-moslemischen Asiaten ist das Versagen dabei, die Bedrohung zu erkennen, die von islamischen Nationen ausgeht, die uns unterwerfen und unsere gesamte Zivilisation auslöschen wollen. Das ist ein Versagen, mit dem wir schlicht und einfach nicht leben können. Und wir werden es vermutlich auch nicht, wenn es uns nicht gelingt, uns damit zu befassen.

15.11.06 22:56


Was ist die Natur des Multikulturalismus?

von Fjordman

 

 

Original vom 13. September 2006: What is the Nature of Multiculturalism?

Auf mein Essay über Multikulturalismus und Political Correctness hin erreichte mich Kritik dafür, dass ich die letztere als "Kulturmarxismus" bezeichnet hatte. Weil diese Kritik teilweise von Menschen kam, die ich respektiere, wie zum Beispiel von dem dänischen Autor Lars Hedegaard, möchte ich einige meiner Annahmen einer zweiten Betrachtung unterziehen.

Hedegaard sagte, dass er glaubt, Europäer würden an einer Todessehnsucht leiden, die in Folge der Weltkriege und des Rückzugs aus den Kolonien aufgetreten ist und dass Europäer es zulassen, durch Einwanderung ersetzt zu werden, weil sie als Kultur aussterben wollen. Es ist wahr, dass es einen kulturellem Vertrauensverlust in Europa gibt, aber es gibt einen Haken bei dieser These: Viele Europäer haben niemals den Wunsch geäußert, ausgelöscht zu werden.

Professor Sigurd Skirbekk von der Universität Oslo stellt fest, dass "1994 die deutsche Zeitschrift Focus über Meinungsumfragen aus Deutschland, Frankreich und England berichtete, bei denen jeweils 55, 52 und 50 Prozent der Ansicht waren, ihre Länder würden zu viele Einwanderer aufnehmen. ... Für Norwegen haben wir eine repräsentative Studie aus dem Jahr 1987, die ergab, dass 51% der Menschen wünschten, das Land würde weniger Einwanderer aufnehmen; 25% gaben an, die Politiker sollen die damalig gängige Praxis beibehalten, während nur 8% sich für mehr Einwanderung aussprachen. Eine vergleichbare Studie, die ein paar Jahre später in Schweden durchgeführt wurde, ergab, dass 54% der Schweden der Ansicht waren, es würden zu viele Menschen nach Schweden einwandern. ... In späteren Studien haben sich die Zahlen etwas verändert; aber es war immer so, dass mehr Menschen sich für eine restriktivere Politik aussprachen als für eine liberalere."

So kann nach Skirbekk, “das derzeitige Ausmaß der Einwanderung nicht auf der Basis der öffentlichen Meinung erklärt werden."

Ich stimme zu, dass die Tatsache, dass so massive Veränderungen ohne das Einverständnis der Bevölkerung und manchmal sogar in direkter Opposition zur öffentlichen Meinung stattfinden können, verwirrend ist. Möglicherwesie offenbart das etwas Beunruhigendes darüber, wie gewisse Eliten einer widerwilligen Öffentlichkeit ihren Willen aufzwingen können. Oder möglicherweise offenbart es auch, wie demokratische Nationalstaaten durch übernationale Organisationen wie z.B. die EU aber auch durch Menschenrechtsgesetzgebung geschwächt werden, bis hin zu dem Punkt, an dem sie die Kontrolle über ihre eigenen Grenzen verlieren und von Migranten überschwemmt werden. In beiden Fällen haben wir es mit potentiell tödlichen Webfehlern in unserem demokratischen System zu tun.

Der amerikanische Politikwissenschaftler Tony Corn behauptet "Die kürzlich durchgeführten Volksbefragungen zur EU-Verfassung [im Jahr 2005] haben, wenn überhaupt irgendetwas, dann das bewiesen, wie abgehoben die EU-Eliten geworden sind, und zwar nicht nur von der Realität sondern auch von ihrer eigenen Wählerschaft. Es sollte jetzt eigentlich jedem klar sein, dass die innereuropäische Kluft zwischen Eliten und öffentlicher Meinung immer noch größer (und in der Tat auch älter) ist als die transatlantische Kluft zwischen den USA und der EU. Für Washington gab es niemals einen besseren Zeitpunkt als jetzt, "Europa heimzuholen" und den Punkt zu machen, dass die Existenz einer "sino-islamischen Verbindung" eine engere transatlantische Zusammenarbeit und eine Wiederbehauptung des Westens erfordern."

Bat Ye'Or ist der Ansicht, dass die Ursachen dafür in dem verborgenen Plan der EU-Eliten liegen, aus Europa und der arabischen Welt eine größere Einheit zu erschaffen. Die Forcierung der islamischen Kultur unter dem Deckmäntelchen von Multikulti ist ein grundlegender Bestandteil dieses Plans. Sie spricht von einem Konflikt zwischen Europäern und Eurabiern, wobei die letzteren zur Zeit das Messerheft in der Hand halten, weil sie die Medien und das politische Establishment kontrollieren. Es gibt jedoch auch ähnliche Konflikte in Kanada, Australien und den Vereinigten Staaten. Ich frage mich manchmal, ob der Westen nicht vielleicht zu Beginn des 21. Jahrhunderts in einen ideologischen Bürgerkrieg zwischen Westlern und Post-Westlern verstrickt ist. Obwohl Linke dazu neigen, aggressiver zu sein, sind Post-Westler auch schon tief in die politische Rechte vorgedrungen. Das stimmt.

Ich habe ausgeführt, dass in unseren antirassistischen Organisationen üblicherweise eine hohe Konzentration von Marxisten zu finden ist. Professor Skirbekk allerdings fragt sich, ob es nicht vielleicht auch eine halb-religiöse Unterströmung in der Antirassismus-Bewegung gibt und dass diese im ganz wörtlichen Sinn das Äquivalent zu den Hexenjagden vergangener Zeiten darstellt:

“Einige Forscher sind zu der Ansicht gekommen, dass gewisse Themen in der Einwanderungsdebatte einen religiösen Beigeschmack haben. Die norwegische Sozialanthropologin Inger Lise Lien hat zum Beispiel geschrieben, dass 'Rassismus' in der öffentlichen Einwanderungsdebatte zu einem Wort geworden ist, mit dem wir die Dämonen unter uns bezeichnen, das Unreine, von dem sich alle anständigen Menschen fernhalten sollten... Wir haben allen Grund zu der Annahme, dass der Gebrauch des Begriffs 'Rassist' in unseren Tagen viele funktionale Ähnlichkeiten zu dem Gebrauch des Begriffs 'Häretiker' vor 300 Jahren hat. ...

Es ist vermutlich absolut möglich, sich der Antirassismus-Bewegung einzig und allein aus dem Grund anzuschließen, weil sie als etwas aufgefasst wird, das politisch korrekt zu sein scheint oder um Teil eines Kollektivs zu sein, das es einem ermöglicht, gegen Splittergruppen, um deren Verteidigung sich kein Mensch schert, zu demonstrieren und diese zu drangsalieren." Aber "hinter dem Slogan 'Nieder mit den Rassisten', könnte durchaus ein bisschen mehr stecken als nur der primitive Wunsch, Gewalt auszuüben. Der Kampf beinhaltet auch das Element, ein Kampf zwischen Reinheit und Unreinheit zu sein. Und weil Rassismus etwas Düsteres ist, werden Antirassismus und die bunte Gemeinschaft, die er angeblich repräsentiert, zum Ausdruck dessen, was rein ist."

Was sind die Ursprünge von Multikulturalismus? Nun, das hängt vom Blickwinkel ab. Einige Elemente der Faszination für "primitivere" Kulturen kann bis ins 18. Jahrhundert zu Jean-Jacques Rousseau zurückverfolgt werden, der die "edlen Wilden" pries, die niemals durch Gesellschaft und Zivilisation korrumpiert worden waren.

Der holländische Autor und Kommentator Leon de Winter ist der Ansicht, dass es eine der unvorhergesehenen Auswirkungen der "Hippie"-Kulturrevolution im Westen der 60er Jahre war. "Gewisse Werte wurden hoch geschätzt: Antifaschismus, Feminismus, Säkularismus, Pazifismus, Antikolonialismus, Antikapitalismus usw. Hier tauchte auch die Ideen vom Multikulturalismus erstmals auf. Es fing mit den so genannten 'Subkulturen' von Pseudo-Bohème-Künstlern und akademischen Marxisten an, die allesamt behaupteten, dass die existenten Werte der westlichen Zivilisation überfällig seien."

Die amerikanische Autorin Claire Berlinski behauptet, dass Multikulturalismus "komplett inkompatibel mit der marxistischen Doktrin" sei. "Viele Linke sind zwar nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion tatsächlich zu Multikulturalisten geworden, aber Multikulturalismus fungiert dabei nur als ein Ersatz für Antikapitalismus (und damit als Ersatz für etwas anderes) und nicht in seiner natürlichen Ausprägung."

Lars Hedegaard glaubt, dass der Multikulturalismus in den Vereinigten Staaten entstanden ist und zwar als Folge der Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre und dass er von dort aus nach Europa exportiert wurde. In den 80er und 90er Jahren, als der Begriff in Europa weit verbreitet wurde, wandelte er sich zu "einer ideologischen Plattform, auf der die Linke ihren Machtanspruch gründen" konnte, als der Sozialismus diskreditiert wurde. So ist Multikulturalismus also, obwohl er "kein Pflänzchen aus dem Garten des Sozialismus" ist, heute die Kernideologie der Linken. Hedegaard zweifelt daran, dass in dieser neuen Ideologie "Utopianismus" enthalten ist, aber:

"Heute fungiert die multikulturelle Ideologie als Schirm, unter dem eine Vielzahl politischer und wirtschaftlicher Interessengruppen - links, rechts und Mitte - bequem ihre jeweiligen Spezialinteressen verfolgen können. In Dänemark war es klar, dass - nachdem die Linke sich von ihrer antikapitalistischen Rhetorik getrennt hatte und nicht mehr die Verstaatlichung der Produktionsmittel forderte - die Kapitalisten jegliches Interesse an ideologischen Themen verloren. Was sich daraus ergeben hat, kann man als einen stillschweigenden gesellschaftlichen Pakt bezeichnen: Die Kapitalisten und große Teile der traditionellen politischen Mitte und Rechten überlassen die ideologische Oberherrschaft bereitwillig der Linken, solange diese ihre speziellen Interessen nicht bedroht. In der Tat ist das, so lange es funktioniert, ein perfektes System, bei dem niemand daran interessiert ist, das Boot zum kentern zu bringen. Die Linke kann weiterhin ihre soziale Kundschaft - und Wählerschaft - importieren und die Rechte fühlt sich sicher, weil die islamischen Neuankömmlinge sich nicht in ihrer Nachbarschaft niederlassen und außer Identitätspolitik keine weiteren politischen Interessen verfolgen."

Er ist der Ansicht, dass diese Allianz während der Karikaturenkrise sichtbar wurde, "als die gesamte Linke sich mit den kulturellen, akademischen und Medieneliten, fast allen Teilen der christlichen Kirchen, prominenten Kapitalisten und bürgerlichen Politikern verbündete, um die Karikaturen zu verurteilen und Premierminister Anders Fogh Rasmussen dafür, dass er sich weigerte, das Recht auf Meinungsfreiheit einzuschränken."

Ich weiß viele dieser Punkte zu schätzen und ich stimme überein, dass Multikulturalismus nicht ausschließlich der Zufluchtsort der Linken ist, was darauf hindeuten könnte, dass seine Wurzeln komplex sind und nicht vollständig im Marxismus liegen. Dennoch stimme ich mit jenen nicht überein, die behaupten, die sehr ähnliche Form der Gedankenkontrolle, die man Political Correctness nennt, habe keinerlei Verbindungen zum traditionellen Marxismus.

Koenraad Elst beschreibt, wie Ruby Schembry, einer 35-jährigen Bürgerin Maltas, die 2004 nach Großbritannien zog, 750 Pfund zugesprochen wurden, weil sie ihren Arbeitgeber, die HSBC Bank, wegen Rassendiskriminierung vor Gericht zerrte. Sie hatte ein privates Gespräch zwischen Kollegen mitgehört. Das Arbeitsgericht Watford befand sowohl Debbie Jones, eine Filialleiterin, als auch die HSBC Bank der Rassendiskriminierung für schuldig, nachdem Frau Schembry behauptet hatte, sie habe gehört, wie Frau Jones 2005 in einem Gespräch unter Kollegen gesagt habe "Ich hasse Ausländer" und "Ich bin gegen Einwanderung".

Das war einer der ersten Fälle, bei dem eine Äußerung, die nicht direkt gegenüber einer anderen Person getätigt worden war, die in dem speziellen Fall auch noch derselben Rasse wie die Angeklagte angehörte, als Rassismus ausgelegt wurde. Darüber hinaus befand das Gericht, dass die Verwendung des Ausdrucks "Ausländer" (foreigners) rassistisch sei. Der Urteilsspruch bedeutet auch, dass der bloße Fakt, dass jemand Ausländer "nicht mag", als Verbrechen angesehen wird, auch wenn die Abneigung ausschließlich privater Natur ist und nicht direkt im Verhalten gegenüber einem Ausländer ausgedrückt wird. Elst führt aus, dass dank der multikulturellen Gesellschaft und ihrer Leitideologie PC Menschen, die in der Vergangenheit als Inquisitoren oder Stasi-Informanten in der ehemaligen DDR Karriere gemacht hätten, heute Kollegen und Nachbarn bespitzeln können.

In einer anderen Geschichte aus Großbritannien erwägt die Labour-Regierung, Firmen , die nicht genug schwarze und asiatische Mitarbeiter haben, von der Vergabe millionenschwerer Verträge auszuschließen. Von Privatunternehmen könnte dann verlangt werden, anzugeben, wie viele schwarze und asiatische Mitarbeiter sie auf ihrer Gehaltsliste haben. Das würde dann mit dem Prozentsatz in der umgebenden Region verglichen werden. Gemäß dem Autor Neil Davenport sind die "Vorschläge zu dieser ‘affirmative action’ weniger dazu gedacht, Rassendiskriminierung anzugehen, sondern viel mehr ein Mechanismus, den privaten Sektor unter Regierungskontrolle zu bringen."

Wie diese zwei Beispiele aus Großbritannien - und man könnte noch viele hinzufügen - zeigen, gibt es in der Tat durchaus ein paar Gemeinsamkeiten zwischen Multikulturalismus/Political Correctness und traditionellem Marxismus. In marxistischen Gesellschaften wird die Öffentlichkeit ständig mit ideologischer Indoktrination durch die Medien bombardiert. Diese beständige Gehirnwäsche über die Gutartigkeit der herrschenden Ideologie ist ein sehr guter Indikator dafür, dass das exakte Gegenteil zutrifft. Für die Fälle, in denen das nicht ausreicht, gibt es auch ein Bespitzelungssystem für jene, die sich den Direktiven nicht fügen sowie auch Bestrafung, öffentliche Schikanen und "Umerziehung" für jene Individuen, die sich der offiziellen Staatsideologie nicht unterwerfen.

Diese Ideologie beinhaltet, dass der Staat die Kontrolle über alle Bereiche der Gesellschaft in der Hand halten muss oder zumindest regulierend und eingreifend tätig werden muss, was sehr wenig Raum für individuelle Freiheit und damit wahre Demokratie lässt. Wenn wir auf all die neuen Gesetze achten, die das Recht auf Meinungsäußerung und das Verhalten in der multikulturellen Gesellschaft einschränken - von der massiven Umschreibung unserer Geschichte und dem totalen Wandel, was die Natur unserer Institutionen an sich angeht, mal ganz abgesehen - dann verstehen wir, dass sich unsere Länder seit der Sekunde, an der Multikulturalismus als Staatsethos angenommen wurde, rasant in eine totalitäre Richtung bewegen.

Ich habe wenig Zweifel daran, dass diese post-demokratische Ideologie von gewissen Gruppen erwünscht war und gefördert wurde. Wenn wir uns die Leute ansehen, die die totalitärsten und freiheitsfeindlichsten Aspekte der Political Correctness unterstützen, wird offenbar, dass es häufig dieselben Organisationen und manchmal sogar dieselben Individuen sind, die eine Generation zuvor den traditionellen, ökonomischen Marxismus unterstützten. Sie verbergen ihre Ziele jetzt unter Slogans von "Vielfalt" und "Antirassismus", aber die Essenz ihrer Ideen ist immer noch dieselbe.

Berlinski, Hedegaard und andere scheinen dahingehend zu argumentieren, dass unsere Probleme weniger durch irgendein vorsätzliches ideologisches Projekt gewisser politischer Gruppierungen verursacht sind, sondern viel mehr durch einen allgemeinen kulturellen Vertrauensverlust im Westen. Das ist jedoch eine falsche Dichotomie. Es trifft nämlich beides zu.

Ich stimme mit Bat Ye'Or darin überein, dass der Aufstieg von Eurabia eng mit der Europäischen Union verbunden ist. Ich habe auch wenig Zweifel daran, dass viele linke Intellektuelle in unseren Medien und Universitäten die Grundpfeiler der westlichen Zivilisation ausradieren und durch etwas anderes ersetzen wollen.

Es ist richtig, dass diese Gruppen damit niemals so erfolgreich hätten sein können, wenn es stärkeren Widerstand vom Volk dagegen gegeben hätte. Es gibt tatsächlich einen kulturellen Vertrauensverlust, der manchmal an aktiven Selbsthass grenzt und der tief in die Bevölkerung eingedrungen ist und nicht nur in ein paar Eliten. Europas Glaube an sich selber erlitt in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs ernsthafte und in Auschwitz vielleicht tödliche Wunden.

Dennoch gab es, wie die von Skirbekk zitierten Zahlen zeigen, niemals einhellige Begeisterung für das multikulturelle Projekt. Seine Verfechter waren bestenfalls ein Teil der Bevölkerung, Post-Westler bildeten aber einen unverhältnismäßig hohen Anteil in den Medien, der akademischen Elite und dem politischen Establishment, um diejenigen in den der Überwachung entzogenen supranationalen Organisationen - wie zum Beispiel der EU - erst gar nicht zu erwähnen. Vielleicht versuchen die Verfechter des Multikulturalismus' auch zu verschleiern, dass nationale Autoritäten die Kontrolle über ihre Grenzen verloren oder vorsätzlich aufgegeben haben.

Das Überhandnehmen von Gesetzen gegen "hate speech" und die schiere Kraft der multikulturellen Propaganda sind machtvolle Hinweise darauf, dass es in Teilen der Öffentlichkeit sehr wohl Widerstand dagegen gibt. Nichts davon wäre notwendig geworden, wenn alle von dem Projekt hellauf begeistert wären oder freudig ihre eigene Auslöschung begrüßen würden, wie es Hedegaards These impliziert. Der drakonische Discrimination Act in Norwegen wurde - aus exakt diesem Grund - verschleiert und fast ohne jegliche öffentliche Debatte durchgedrückt. Multikulturalismus muss mehr und mehr einer widerstrebenden Bevölkerung mittels Wählerimport oder Täuschung aufgedrückt werden.

Ich stimme Herrn Hedegaard zu, dass es manchmal aussieht, als ob es eine bequeme Allianz zwischen Linken und Rechten gäbe. Die Europäische Union zum Beispiel kann nicht ausschließlich als sozialistisches Vorhaben erklärt werden. Manche Marxisten waren ziemlich kritisch gegenüber der EU, aber sie sind üblicherwesie aus den "falschen" Gründen kritisch, weil sie denken, der Gemeinsame Markt wäre eine neoliberale Verschwörung zur Förderung von mehr Kapitalismus. Ihrem Urteilsvermögen kann man daher auch bei anderen Themen nicht vertrauen.

Französische Sozialisten waren beispielsweise besorgt, dass aufgrund der EU polnische Klempner billiger arbeiten könnten als heimische Klempner. Sie widersetzen sich der EU nicht aus dem Grund, weil diese Multikulturalismus, Antiamerikanismus, die Dämonisierung Israels und proislamische Politik fördert, da ja alle diese Themen auch in ihrer eigenen politischen Agenda enthalten sind. In der Tat könnte man die exakt gleichen Argumente - Mangel an demokratischer Rechenschaftspflicht und massive Bürokratie - auch gegen die Vereinten Nationen anwenden, die UN jedoch kann sich des Beifalls der Linken immer gewiss sein. Und das bedeutet, dass die Linken nicht in erster Linie EU-kritisch sind, weil sie ihnen "zu undemokratisch" ist, sondern weil sie ihnen "zu kapitalistisch" ist.

Alles in allem gebe ich zu, dass ich ein bisschen simplifiziert habe, indem ich Political Correctness als Kulturmarxismus bezeichnet habe, aber ich bin nicht damit einverstanden, es gäbe keinerlei Verbindung zwischen Multikulturalismus und Marxismus.

12.11.06 19:46


Political Correctness - die Rache des Marxismus

 

von Fjordman

 

Original vom 14.Juni 2006: Political Correctness - The Revenge of Marxism

FrontPage Magazine: Sie haben die scharfsinnige Beobachtung gemacht, dass Political Correctness Schlechtigkeit hervorruft und zwar durch "die Gewalt, die sie den Seelen der Menschen antut, indem sie sie zwingt, etwas zu sagen oder stillschweigend zu akzeptieren, was sie nicht wirklich glauben, anstatt es in Frage zu stellen." Können Sie das ein bisschen näher erläutern?

Theodore Dalrymple: "Political Correctness ist kommunistische Propaganda im Kleinen. Während meiner Studien kommunistischer Gesellschaften bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es nicht der Zweck kommunistischer Propaganda war, zu überzeugen oder zu überreden oder gar zu informieren, sondern zu demütigen; und deshalb war sie umso besser, je weiter sie von der Realität entfernt war. Wenn Menschen gezwungen sind, zu schweigen, wenn ihnen die offensichtlichsten Lügen erzählt werden, oder - schlimmer noch - wenn sie gezwungen sind, diese Lügen auch noch selber zu wiederholen, dann verlieren sie ein für alle Mal ihren Sinn für Redlichkeit. Sich mit offensichtlichen Lügen einverstanden zu zeigen, bedeutet, dass man mit der Schlechtigkeit kooperiert und ein gewisse Art auch selber schlecht wird. Die Kraft, sich irgendetwas zu widersetzen, bröckelt dadurch oder wird sogar ganz zerstört. Eine Gesellschaft von kastrierten Lügnern ist leicht zu kontrollieren. Ich denke, wenn man die Political Correctness untersucht, wird man feststellen, dass sie den gleichen Effekt hat, und das ist auch beabsichtigt."

Ich habe Menschen, die in ehemaligen kommunistischen Ländern aufgewachsen sind, sagen hören, dass wir im Westen durch den Multikulturalismus mindestens genau so gehirngewaschen sind wie sie es durch den Kommunismus waren, möglicherweise sogar noch mehr. Sogar in der Blütezeit des Ostblocks waren in all diesen Ländern Gruppen von Dissidenten aktiv. Das Beängstigende ist, dass ich manchmal glaube, diese Leute haben Recht.

Aber wie kann das möglich sein? Wir haben doch Meinungsfreiheit hier? Und wir haben doch keine Gulags?

Es ist schlicht und einfach so, dass wir den Kalten Krieg niemals so entschieden gewonnen haben, wie wir es hätten tun sollen. Ja, die Berliner Mauer fiel und die Sowjetunion brach zusammen. Dadurch fiel die militärische Bedrohung für den Westen weg, und der ökonomische Hardcore-Kommunismus erlitt als glaubwürdige Alternative einen Rückschlag. Jedoch war einer der wirklich großen Fehler, die wir nach dem Kalten Krieg machten, zu verkünden, der Sozialismus sei nun tot und daher nichts mehr, über das man sich Sorgen machen muss. Und hier stehen wir nun, fast eine Generation danach, und müssen erkennen, dass marxistische Rhetorik und marxistisches Denken jede Schicht unserer Gesellschaft von den Universitäten bis hin zu den Medien durchdringt. Islamischer Terrorismus wird durch "Armut, Unterdrückung und Ausgrenzung" erklärt, was eine klassische marxistische Interpretation ist.

Was geschehen ist, ist, dass - während der "harte" Marxismus der Sowjetunion zumindest vorerst zusammengebrochen sein mag - der "weiche" Marxismus der westlichen Linken sogar noch stärker geworden ist, teilweise sicher auch dadurch bedingt, dass er als weniger bedrohlich wahrgenommen wurde. Die "harten" Marxisten hatten interkontinentale Atomraketen und sagten offen, dass sie uns "beerdigen" wollten. Die weichen Marxisten reden von Toleranz und mögen durchaus weniger bedrohlich wirken, aber ihr Ziel, den bösen kapitalistischen Westen zu stürzen, bleibt dasselbe. Tatsächlich sind sie sogar noch gefährlicher, weil sie ihre wahren Ziele unter verschiedenen Bezeichnungen verbergen. Vielleicht sollten wir diese Form eher "Stealth- Sozialismus" anstatt weichen Sozialismus nennen.

Einer der Leser von Fjordmans Blog brachte es einmal damit auf den Punkt, dass wir niemals eine der Entnazifizierung vergleichbare sorgfältige Entmarxifizierung nach dem Kalten Krieg hatten. Er hatte dabei die ehemalige Sowjetunion und die Länder Osteuropas im Sinn, aber er hätte vermutlich auch deren marxistischen Mitläufer, die Sympathisanten und Apologeten im Westen, mit einschließen sollen. Wir haben uns niemals voll der Konfrontation mit der marxistischen Ideologie gestellt und klar aufgezeigt, dass das Leid, das sie über Hunderte von Millionen Menschen gebracht hat, ein direktes Ergebnis marxistischen Gedankenguts war. Wir haben einfach nur angenommen, der Marxismus sei jetzt tot und sind zur Tagesordnung übergegangen. Dadurch haben wir es ermöglicht, dass viele ihrer Ideale zu neuen Formen mutieren konnten und dass viele ihrer Helden ihre Arbeit ohne Unterbrechung fortsetzen konnten, manchmal voller Rachegefühle und mit neuem Eifer auf dem Weg zum nächsten Angriff auf den kapitalistischen Westen.

Jetzt zahlen wir den Preis dafür. Der Marxismus hat nicht nur überlebt, er floriert und ist in gewisser Hinsicht sogar stärker geworden. Linke Ideen zum Multikulturalismus und de-facto-offenen Grenzen haben in der öffentlichen Debatte die virtuelle Vorherrschaft übernommen, während ihre Kritiker verunglimpft und dämonisiert werden. Dadurch, dass sie ihre Ziele unter Etiketten wie "Antirassismus" und "Toleranz" verbergen, haben Linke ein Ausmaß von Zensur der öffentlichen Debatte erreicht, vor dem sie niemals zu träumen gewagt hätten, wenn sie offen verkündet hätten, dass ihre Intention die Umwandlung der westlichen Zivilisation und die Zerstörung ihrer Grundpfeiler ist.

Die Linken sind nach dem Kalten Krieg ideologische Waisenkinder geworden oder vielleicht sollten wir sie doch besser als ideologische Söldner bezeichnen. Obwohl die real existierende Alternative zum Kapitalismus nicht funktioniert hatte, ebbte ihr Hass auf unser System niemals ab, er wandelte sich nur in andere Formen um. Multikulturalismus ist nichts weiter als ein anderes Wort für "teile und herrsche". Man spielt verschiedene ethnische und kulturelle Gruppen gegeneinander aus und zerstört so den Zusammenhalt der westlichen Gesellschaft von innen heraus.

Die Menschen, die in den ehemaligen kommunistischen Ländern leben, wussten und anerkannten zumindest, dass sie Teil eines gigantischen Sozialexperiments waren und dass die Medien und Autoritäten ihnen Propaganda vorsetzten, um Unterstützung für dieses Projekt zu gewinnen. Wir im angeblich freien Westen hingegen sind ebenfalls Teil eines exakt genauso radikalen, utopischen und potentiell gefährlichen gigantischen Sozialexperiments in Form von Multikulti und islamischer Einwanderung, das darauf aus ist, unsere ganze Gesellschaft von Grund auf umzuwandeln, aber wir weigern uns immer noch, es überhaupt nur wahrzunehmen.

In Norwegen, einem kleinen skandinavischen Land, in dem bis vor kurzem noch 99% der Bevölkerung weiß und lutheranische Christen waren, werden einheimische Norweger bald eine Minderheit in ihrer eigenen Hauptstadt und später in ihrem ganzen Land bilden. Und immer noch beharren norwegische Politiker, Journalisten und Universitätsprofessoren darauf, dass das nichts sei, worüber man sich Sorgen machen müsse. Multikulturalismus ist nicht neu und Immigration ist es auch nicht. In der Tat wurde vor hundert Jahren unser König in Dänemark geboren und daher ist es ja auch ganz normal - nichts weiter als Business as usual - wenn wir eine Hauptstadt haben, die von Pakistanis, Kurden, Arabern und Somalis dominiert wird. Die massivste Umwandlung des Landes in tausend Jahren und wahrscheinlich der ganzen bekannten Geschichte wird behandelt, als ob das die natürlichste Sache der Welt wäre. Nur alleine die Andeutung, dass daran vielleicht etwas nicht in Ordnung sein könnte, wird umgehend als "Rassismus" niedergeschrieen.

Eric Hoffer hat ausgeführt, dass "es offensichtlich ist, dass eine missionierende Massenbewegung alle existierenden Gruppenbindungen zerbricht, wenn ihre Gefolgschaft eine gewisse Größe annimmt. Der ideale potentielle 'Konvertit' ist ein Individuum, das alleine steht und kein kollektives Umfeld hat, zu dem es sich zugehörig fühlt und in dem es sich verlieren kann, um dadurch die Kleinheit, Bedeutungslosigkeit und Schäbigkeit seiner individuellen Existenz zu maskieren. Wo eine Massenbewegung auf eine sich in Auflösung und Verfall befindliche Familien-, Stammes- und Landesstruktur trifft, muss sie nur hingehen und die Ernte einfahren. Wo sie auf intakte Strukturen trifft, muss sie angreifen und zerstören." Das stimmt exakt mit dem Benehmen großer Teile der westlichen Linken unserer Zeit überein.

Der deutschen Autor Hans-Peter Raddatz hat in seinem Buch “Allahs Frauen” die destruktive Multikulti- Haltung, die so viele Beamte, Journalisten, Politiker und Anwälte in Deutschland und der EU einnehmen, exakt analysiert. Insbesondere dokumentiert er, wie die deutschen Grünen den Abbau und die Auflösung der christlichen "Leitkultur", die bis dahin den Grundpfeiler Deutschlands und des Westens gebildet hatte, in ihr Programm aufgenommen haben. Raddatz ist der Ansicht, dass die Jahrzehnte der islamischen Einwanderung als Instrument benutzt werden, mittels dessen man die Institutionen, Normen und Ideen zum Zusammenbruch bringt, den die Linken früher mit wirtschaftlichen Mitteln erreichen wollten. Von mächtigen Position in Medien, öffentlichen Einrichtungen und Bildungswesen aus arbeiten diese Multikulturalisten an dem großen Projekt, die westliche Gesellschaft zu erneuern, die ihrer Ansicht nach gescheitert ist.

Die norwegische Zeitung Dagens Næringsliv enthüllte, dass die größte "antirassistische" Organisation des Landes - SOS Rasisme - massiv von Kommunisten und extremen Linken unterwandert ist. Sie unterwanderten die Organisation in den späten 80er und frühen 90er Jahren, in anderen Worten während des Zusammenbruchs des Kommunismus in Osteuropa. Sie gingen direkt vom Kommunismus zum Multikulturalismus weiter, was eigentlich ein Hinweis darauf sein sollte, dass zumindest einige von ihnen Multikulti als Fortsetzung des Kommunismus mit anderen Mitteln sehen. Es spricht Bände über die enge Verbindung zwischen ökonomischem Marxismus und Kulturmarxismus. Sie unterscheiden sich nur in den Mitteln, mit denen sie dasselbe Ziel erreichen wollen.

Große Teile der politischen Linken sind einfach nur damit beschäftigt, ihre Opponenten als böse zu entlarven anstatt rational gegen deren Ansichten zu argumentieren. Jedem, der die massive Einwanderung und Multikulti kritisiert, das Etikett "Rassist" oder gar "Faschist" anzukleben, ist so selbstverständlich geworden, dass norwegische Anti-Islamisten ein neues Wort dafür kreiert haben: "Hitling", das man mit "zum Hitler machen" grob ins Deutsche übersetzen könnte. Die Logik, die hinter "Hitling" steht, ist ungefähr die folgende: "Du hast einen Bart. Adolf Hitler hatte auch einen, also musst Du wie Hitler sein. Adolf Hitler liebte Hunde. Du hast auch Haustiere, Du musst wie Hitler sein. Adolf Hitler war Vegetarier. Du magst Karotten, Du bist genau wie Hitler."

Jeder "Rechte" kann mit solchen Anschuldigungen geschwächt werden. Erstaunlicherweise funktioniert es umgekehrt fast nie. Obwohl der Marxismus während des 20. Jahrhunderts vermutlich 100 Millionen Menschen getötet hat und in jeder einzelnen Gesellschaft, in der er ausprobiert wurde, gescheitert ist, wird es scheinbar kaum als Stigma empfunden, ein Linker zu sein. Dass Linke damit davonkommen können und auch noch die moralische Deutungshoheit für sich reklamieren können, zeigt mehr als klar, dass wir den Kalten Krieg nicht gewonnen haben. Wir haben einfach unser Wachpersonal abgezogen, als die Berliner Mauer fiel und niemals richtig die Ideologie, die hinter ihr stand, verurteilt. Das fällt jetzt auf uns zurück.

Ein Mitglied einer Anti-Immigrations-Partei in Großbritannien hat festgestellt, dass im Großbritannien des 21. Jahrhunderts die Beschuldigung, ein Rassist zu sein, "das gleiche ist, was die Beschuldigung, eine Hexe zu sein, im Mittelalter war." Er hat wahrscheinlich Recht, was dann aber auch bedeutet, dass Antirassismus ganz wörtlich zu einer modernen Hexenjagd geworden ist.

Naomi Klein, eine kanadische Aktivistin und Autorin des Buches "No Logo", ist eine Ikone der westlichen Linken. Sie behauptet, dass der wahre Grund für islamischen Terrorismus westlicher Rassismus sei, der bis zu den persönlichen Erlebnissen von Sayyid Qutb in den 40er Jahren in den USA zurückgeht. Sayyid Qutb war ein Vordenker des modernen islamischen Jihads. "Das wahre Problem" schließt sie "ist nicht zu viel Multikulti sondern zu wenig." Mehr Multikulti", so behauptet sie "würde den Terroristen das aus der Hand nehmen, was stets ihr größtes Rekrutierungsmittel war: Unseren Rassismus."

Robert Spencer dagegen ist von Kleins Logik und ihrem historischen Wissen nicht sehr beeindruckt: "Der weltverändernde Zorn Qutbs?" Ist das wirklich der Zorn Qutbs? Kann der neuzeitliche islamische Terrorismus wirklich auf ihn zurückgeführt werden, auf seine Rassismus-Erfahrungen in Colorado? Man sollte annehmen, dass wenn das der Fall wäre, es dann keine Hinweise auf politischen oder gewalttätigen Islam in der Zeit vor 1948 geben dürfte. Aber in der Tat wurde die Muslimbruderschaft, der Qutb angehörte, nicht 1948 sondern 1928 gegründet, und auch nicht von Qutb sondern von Hasan Al-Banna. Es war Al-Banna, nicht Qutb, der schrieb: "nach [islamischer] Tradition gibt es eindeutige Hinweise auf die Verpflichtung, die Buchbesitzer [d.h. Juden und Christen] zu bekämpfen, und auch darauf, dass Gott jene, die sie bekämpfen, doppelt belohnt. Der Jihad richtet sich nicht nur gegen Polytheisten sondern gegen alle, die den Islam nicht annehmen."

Auch Paul Berman stimmt mit Kleins Interpretation nicht überein. Ihm zufolge zeigt Qutbs Buch aus den 40er Jahren "Social Justice and Islam" (Soziale Gerechtigkeit und Islam), dass er schon vor seine Reise in die USA "sehr gefestigt in seinem islamischen Fundamentalismus war", obwohl es möglicherweise nach seinem Zusammentreffen mit westlicher "Unmoral" schlimmer geworden ist. Nach Berman war nach Qutbs Einschätzung das wahrhaft gefährliche Element des amerikanischen Lebens "weder der Kapitalismus noch die Außenpolitik noch der unglückselige Kult um Unabhängigkeit von Frauen. Das wahrhaft gefährliche Element in Amerika liegt in der Trennung von Kirche und Staat - das moderne politische Erbe der alten christlichen Trennung zwischen dem Heiligen und dem Profanen." Die wahren Helden des Islam sollten sich zu etwas sammeln, was Qutb in seinem Buch Milestones(Meilensteine) eine Vorhut nannte. "Diese Vorhut wahrer Moslems soll das Kalifat wieder auferstehen lassen und den Islam in alle Welt tragen, wie Mohammed es getan hatte". Sowohl Milestones als auch Teile von Qutbs vielleicht bedeutsamsten Werk In the Shade of the Qur’an (Im Schatten des Koran) sind online auf Englisch verfügbar. In Milestones schreibt er, dass der Jihad so lange weitergehen wird, bis alle Welt dem Islam zustimmt, dass "der Islam in diese Welt gekommen ist, um Gottes Regeln auf Gottes Erde zu errichten. (...) Der Islam hat das Recht dazu, alle Hindernisse, die sich ihm in den Weg stellen, zu beseitigen," er hat das Recht, überall auf der Welt "alle Hindernisse - seien es Institutionen oder Traditionen - die dem entgegenstehen, zu zerstören. (...) Gottes Herrschaft auf Erden kann nur durch das islamische System errichtet werden." Was hat das mit westlichem Rassismus zu tun? Warum begann der Jihad schon tausend Jahre bevor der westliche Kolonialismus jemals islamische Länder berührte? Was ist mit den zig Millionen Menschen, die in Indien im Rahmen des islamischen Jihad massakriert wurden? Geschah das auch aufgrund von westlichem Rassismus? Dazu sagt Naomi Klein nichts, sie beschuldigt einfach nur den Westen. Und sie ist weit davon entfernt, die einzige zu sein, die dieser Selbsttäuschung verfallen ist.

In seinen Kommentaren zu den Jihad-Unruhen in Frankreich im Herbst 2005, äußerte der Philosoph Alain Finkielkraut: "In Frankreich würde man diese Aufstände sehr gerne auf eine soziale Dimension reduzieren, man würde sie sehr gerne als eine Revolte von Vorstadt-Jugendlichen sehen, die sich gegen ihre Situation, gegen erlittene Diskriminierung und gegen Arbeitslosigkeit richtet. Das Problem dabei ist, dass die meisten dieser Jugendlichen schwarze oder arabische Moslems sind. Sehen Sie, es gibt in Frankreich auch andere Einwanderer, deren Situation nicht einfach ist - Chinesen, Vietnamesen, Portugiesen - aber die nehmen nicht an diesen Aufständen teil. Daher wird klar, dass es sich um eine Revolte von ethno-religiösem Charakter handelt. Diese Leute werden wie Rebellen, wie Revolutionäre behandelt (...) sie sind 'interessant'. Sie sind die 'Elenden der Erde'. Stellen Sie sich einen Augenblick lang vor, es wären Weiße wie in Rostock, Deutschland. Ganz zu Recht hätte jedermann gesagt: 'Faschismus wird nicht toleriert'. Wenn ein Araber eine Schule anzündet, ist es Rebellion. Wenn ein weißer Junge das tut, ist es Faschismus. Böse ist aber böse, egal welche Farbe es hat."

In einem Interview mit der dänischen Wochenzeitung Weekendavisen sagte Finkielkraut: “Rassismus ist das einzige, was bei Intellektuellen, Journalisten und Menschen aus dem Unterhaltungssektor - in anderen Worten bei den Eliten - noch Verärgerung auslösen kann. Kultur und Religion sind zusammengebrochen, nur noch Antirassismus ist geblieben. Und er funktioniert wie ein intoleranter und unmenschlicher Götzendienst. (...) Ein Vorsitzender einer dieser Organisationen gegen Rassismus hatte den Nerv, im Zusammenhang mit den Aktionen der Polizei in den Pariser Vororten von 'ethnischer Säuberung' zu sprechen. Wenn die Situation in Frankreich mit solcherart Ausdrücken beschrieben wird, dann zeigt das eine vorsätzliche Manipulation der Sprache auf. Leider haben diese kranken Lügen die Öffentlichkeit davon überzeugt, dass die Zerstörungswut in den Vorstädten als Ausdruck von Protest gegen Ausgrenzung und Rassismus gesehen werden sollte. (...) Ich glaube, dass das Hirngespinst vom 'Krieg gegen Rassismus' sich Schritt für Schritt zu einer auf abscheuliche Weise falschen Ideologie entwickelt: Zu einer Quelle der Gewalt."

Vielleicht sind die Franzosen Jean-Paul Sartres Nihilismus anheim gefallen? Roger Scruton schrieb in The Spectator über dessen immer noch andauernden Einfluss: "Die Franzosen haben sich noch nicht von Sartre erholt und werden es vielleicht nie. Sie waren gezwungen, mit einem intellektuellen Establishment zu leben, das fortwährend die zwei Dinge, die das Land zusammenhalten, verleugnete: Das Christentum und die Idee von Frankreich. Die antibürgerliche Haltung der linksgerichteten Intellektuellen hat in die Politik Eingang gefunden und eine Elite hochkommen lassen, für die nichts sicher ist, ausgenommen die Verleugnung der nationalen Idee. Diesem Prozess ist es zu verdanken, dass das geisteskranke Projekt der Europäischen Union unauslöschlich in die französische Politik eingraviert wurde, obwohl es die Menschen Frankreichs ablehnen. Dieser Elite ist es zu verdanken, dass die Masseneinwanderung nicht-assimilierbarer islamischer Gemeinschaften sowohl begünstigt als auch subventioniert wurde. Dieser Elite ist es zu verdanken, dass der Sozialismus so tief in den französischen Staat eingebettet wurde, dass kein Mensch das heute reformieren kann. (...) Der Mensch lebt nicht von Verhandlungen allein."

Karl Marx selber hat erklärt: "Frieden bedeutet die Abwesenheit von Opposition gegen den Sozialismus" eine Beschreibung, die fast exakt mit der islamischen Idee übereinstimmt, dass "Frieden" die Abwesenheit von Opposition gegen die islamische Herrschaft bedeutet. Kulturmarxismus - aka Political Correctness - und Islam haben dieselbe totalitäre Perspektive gemeinsam und finden in ihrer Ablehnung der freien Diskussion instinktiv zusammen, aber auch in dem Gedankengut, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung da, wo es für bestimmte Gruppierungen "beleidigend" ist, eingeschränkt werden muss. Der Ex-Moslem Ali Sina stellt fest, dass "es zwischen der Linken und dem Islam sehr wenige Unterschiede gibt. Was diesen beiden Glaubensrichtungen fehlt, ist das Bekenttnis zur Goldenen Regel. So wie für Moslems alles Islamische a priori richtig und gut ist, während alles Unislamische a priori falsch und schlecht ist, ist für die Linke alles Linke a priori unterdrückt und gut und alles Rechte a priori unterdrückend und böse. Fakten sind ohne Belang. Gerechtigkeit wird daran festgemacht, wer man ist und nicht daran, was man tut. (...) Political Correctness ist eine intellektuelle Geisteskrankheit. Sie bedeutet, dass man da, wo die Wahrheit nicht zweckdienlich ist, zweckdienlich lügt. Diese Praxis ist so weit verbreitet und so üblich, dass sie als normal angesehen wird." Ali Sina zitiert auch den Historiker Christopher Dawson: "Es ist für das Individuum ganz leicht, eine negative Haltung des kritischen Skeptizismus einzunehmen. Aber wenn eine Gesellschaft als ganzes jeglichen positiven Glauben aufgibt, ist sie machtlos, den zersetzenden Einflüssen von Selbstsucht und privaten Interessen zu widerstehen. Jede Gesellschaft ruht in letzter Instanz auf der Anerkennung gemeinsamer Prinzipien und Ideale und wenn sie keine moralische oder spirituelle Anziehungskraft auf die Loyalität ihrer Mitglieder ausübt, dann muss sie unvermeidlich in Stücke fallen." Das wird das Endergebnis des Multikulturalismus sein und man kann durchaus argwöhnen, dass es auch an seinem Anfang stand.

Ein weiterer Ex-Moslem, der Autor Ibn Warraq, besuchte Dänemark, um sein Buch "Why I am not a Muslim" (Warum ich kein Moslem bin) vorzustellen. In einem Interview sprach Ibn Warraq darüber, dass insbesondere unter Linken ein postkolonialer Schuldkomplex vorherrscht, der für jegliche Kritik am Islam oder Dritte-Welt-Kulturen ein fast unüberwindliches Hindernis darstellt. Die Linke hat damit ihre eigenen universellen Werte zugunsten eines gefährlichen Relativismus beiseite geschoben. Ibn Warraq führte aus, dass mehr als 50 Jahre nachdem der Westen seine Kolonien in der Dritten Welt aufgab, die Linke immer noch alle Übel Afrikas und des Nahen Ostens den früheren Kolonialmächten anlastet, während die gleiche Linke nur zehn Jahre nach dem Fall des Kommunismus die Probleme Russlands dem ungezügelten Kapitalismus anlasten. "Die Linke weigert sich, irgendwo anders Antworten zu suchen. Gleichzeitig sind sie, streng nach Marx, daran gewöhnt, für alles nach ökonomischen Erklärungen zu suchen. Konsequent suchen sie also die Erklärung für islamischen Terrorismus in der wirtschaftlichen Lage. Aber es wird mir immer ein großes Mysterium bleiben, inwiefern 200 tote Menschen in Madrid den Armen in der islamischen Welt nützen sollen."

Der Präsident der Tschechischen Republik, Vaclav Klaus, der persönliche Erfahrungen mit dem Leben unter dem Sozialismus hat, warnt davor, dass er möglicherweise nicht ganz so tot ist, wie man annehmen möchte: "Wir können wahrscheinlich sehr zuversichtlich sagen, dass seine "harte Version" - der Kommunismus - vorbei ist." Jedoch "fürchte ich fünfzehn Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus mehr als sofort danach, dass seine weichere (oder schwächere) Version, die Sozialdemokratie - unter verschiedenen Namen wie z.B. Sozialstaat - zum vorherrschenden Modell des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems der aktuellen westlichen Zivilisation geworden ist. Es basiert auf einer umfangreichen und bevormundenden Regierung, auf ausgedehnter Regulierung des menschlichen Verhaltens und auf groß angelegter Einkommens-Umverteilung. (...) Der explizite Sozialismus hat seine Anziehungskraft verloren und wir sollten ihn heute nicht mehr als den Hauptrivalen unserer Vorstellungen ansehen." Klaus warnt davor, dass illiberales Gedankengut in verschiedener Gestalt ein Comeback feiert: "Dieses Gedankengut ähnelt ihm [dem Sozialismus] in vielerlei Hinsicht. Es gibt immer eine Begrenzung (oder Einschränkung) menschlicher Freiheiten, es gibt immer ein ehrgeiziges Social Engeneering (Sozialkonstruktion), es gibt immer eine unbescheidene "Durchsetzung des Guten" durch diejenigen, die zum König über andere gegen deren Willen gesalbt wurden (Thomas Sowell). (...) Die derzeitigen Bedrohungen der Freiheit mögen einen anderen 'Hut aufhaben', sie mögen ihre wahre Natur besser verbergen, sie mögen ausgeklügelter als früher sein, aber sie sind - im Prinzip - das, was sie immer waren."

"Ich denke dabei an Umweltaktivismus (mit ihrem Prinzip "Die Erde zuerst" anstatt "Freiheit zuerst" ) , radikalen Menschenrechtsaktivismus (der - wie Jasay präszise feststellt - darauf basiert, dass er nicht zwischen Rechten und Rechtsaktivismus unterscheidet) , die Ideologie der Bürgergesellschaft (oder Kommunitarismus), die nichts weiter ist als eine Version des post-marxistischen Kollektivismus, der nach Privilegien für organisierte Gruppen strebt und als Folge davon nach einer Refeudalisierung der Gesellschaft. Ich denke dabei auch an Multikulturalismus, Feminismus, apolitischen Technokratismus (der auf einem Ressentiment gegen Politik und Politiker basiert), Internationalismus (und speziell die europäische Variante davon, den Europäismus) und ein rapide wachsendes Phänomen, das ich NGOismus nennen möchte. [Anm. d. Ü.: NGO = Non Government Organization, nichtstaatliche Organisation]

Vladimir Bukovsky ist ein ehemaliger Sowjetdissident, Autor und Menschenrechtsaktivist. Er war einer der ersten, der die sowjetische Praxis, politische Gefangene in psychiatrischen Anstalten zu inhaftieren, enthüllte und verbrachte selber insgesamt zwölf Jahre in sowjetischen Gefängnissen. Heute in England lebend warnt er vor einigen derselben antidemokratischen Impulse im Westen, speziell in der EU, in der er ein Vermächtnis der Sowjetunion sieht. Im Jahr 2002 schloss er sich Protesten gegen die Zwangs-TV-Gebühren der BBC an, die er als "eine dermaßen mittelalterliche Regelung" ansieht, dass " ich einfach dagegen protestieren muss (...) Die Briten werden gezwungen, Geld an ein Unternehmen zu bezahlen, das die freie Rede unterdrückt - indem es Ansichten veröffentlicht, mit denen sie nicht unbedingt einig sind." Er ist mit der BBC wegen ihrer "Voreingenommenheit und Propaganda" hart ins Gericht gegangen, insbesondere was Berichte über die EU und den Nahen Osten angeht. "Ich wünschte, die BBC würde die Nachfolge des KGB antreten und mich dafür ins Gefängnis stecken, dass ich das Recht auf freie Meinungsäußerung einfordere. Nichts würde sie besser als das entlarven, was sie ist."

Er ist nicht der einzige, der das, was er für die linke Voreingenommenheit der BBC hält, satt hat. Auch Michael Gove, ein konservativer Parlamentarier und der politische Kommentator Mark Dooley beklagen die einseitige Berichterstattung zu gewissen Themen: "Nehmen Sie zum Beispiel die Berichterstattung der BBC über den späten Jassir Arafat. In einem Porträt, das 2002 ausgestrahlt wurde, wurde er als "Symbolfigur" und "Held" gepriesen, seine Terrortruppen, seine Korruption und seine brutale Unterdrückung palästinensischer Dissidenten fanden keine Erwähnung. Als Israel den spirituellen Führer der Hamas, Scheich Ahmed Yassin 2004 tötete, geschah ähnliches. Ein BBC-Reporter beschrieb ihn als "höflichen, charmanten, klugen und tief religiösen Mann. Und das ungeachtet der Tatsache, dass die Hamas unter der Führung Yassins Hunderte von Menschen ermordet hatte. (...) Eine weiche linke Weltsicht beeinflusst viel zu stark die Berichterstattung des Unternehmens. Wir haben ein Recht, von einem Fernsehsender, für den wir bezahlen müssen, mehr Aufrichtigkeit zu erwarten."

Vladimir Bukovsky ist der Ansicht, dass der Westen den Kalten Krieg verloren hat. "Es gab keine Nürnberger Prozesse in Moskau. Warum nicht? Weil wir zwar den Kalten Krieg militärisch gewonnen aber ideologisch verloren haben. Der Westen stoppte einen Tag zu früh gerade wie bei der Aktion Desert Storm [im Irak 1991]. Stellen Sie sich einfach mal vor, die Alliierten hätten sich 1945 mit einer Art Perestroika in Nazideutschland zufrieden gegeben - anstatt bedingungsloser Kapitulation. Wie hätte sich dann die Lage in Europa entwickelt - ganz zu schweigen von der Lage in Deutschland? Alle ehemaligen Nazi-Kollaborateure wären an der Macht geblieben, wenn auch in einer neuen Verkleidung. Genau das ist 1991 in der Sowjetunion geschehen. (...) Der Kommunismus ist möglicherweise tot, aber die Kommunisten blieben in den meisten der ehemaligen Staaten des Warschauer Paktes an der Macht, während ihre westlichen Kollaborateure überall in der Welt (und ganz speziell in Europa) an die Macht kamen. Das ist nicht weniger als ein Wunder: Die Niederlage der Nazis 1945 zog vollkommen logischerweise einen Auftrieb für die Linke in der Weltpolitik nach sich, während die Niederlage des Kommunismus 1991 ebenfalls einen Auftrieb für die Linke mit sich zog - dieses Mal aber vollkommen unlogischerweise. (...) Es ist daher keine Überraschung, dass trotz der Niederlage des Kommunismus, die radikale Linke im Westen immer noch die moralische Deutungshoheit für sich beansprucht."

"Als die Nazis den 2. Weltkrieg verloren, wurde dadurch der Rassenhass diskreditiert. Als die Sowjets den Kalten Krieg verloren, blieb die Lehre vom Klassenhass so verbreitet wie zuvor." Bukovsky argumentiert, dass trotz der Tatsache, dass der Westen einen militärischen Sieg davon getragen haben mag, der Sozialismus als verbreitetes Gedankengut weltweit ideologisch triumphieren konnte. Er schreibt: "Weil wir es versäumt haben, dem kommunistischen System endgültig den Garaus zu machen, sehen wir uns nun der Gefahr gegenüber, dass wir die Überbleibsel des Monsters in unsere Welt integrieren. Man kann es möglicherweise nicht mehr Kommunismus nennen, aber es behielt viele von dessen gefährlichen Charakteristika ... Solange bis nicht in etwas Vergleichbarem wie den Nürnberger Prozessen der Richterspruch über alle vom Kommunismus begangenen Verbrechen gesprochen ist, ist er nicht tot und der Krieg nicht vorbei."

Die Wurzeln des Kulturmarxismus reichen bis in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück, als sozialistische Vordenker sich dafür aussprachen, die kulturellen Grundlagen der westlichen Zivilisation zu attackieren, um den Weg für den Übergang zum Sozialismus zu ebnen. Kulturmarxismus ist somit nichts "Neues". Er hat über Generationen hinweg neben dem ökonomischen Marxismus existiert, aber er feierte seinen großen Aufschwung im Westen erst ab den 60er und 70er Jahren. Als die Sowjetunion zerfiel und China sich dem Kapitalismus zuwandte, sprangen die ökonomischen Marxisten mit auf den Zug des Kulturmarxismus auf, weil der nun der einzige Hahn auf dem Misthaufen war. Sie können keine brauchbare Alternative vorweisen, aber das stört sie nicht. Sie glauben wirklich, dass wir, der Westen, so böse und ausbeuterisch sind, dass buchstäblich alles besser wäre, sogar das islamische Kalifat.

Die Free Congress Foundation stellt eine interessante Broschüre mit dem Namen "Political Correctness: A Short History of an Ideology" online zur Verfügung, die von William S. Lind herausgegeben wird. Lind zufolge, ist die Political Correctness "bestrebt, unser Verhalten, unser Denken und sogar die Wörter, die wir gebrauchen, zu verändern. Und in maßgeblichem Ausmaß ist ihr das auch bereits gelungen. (...) Wer oder was auch immer die Sprache kontrolliert, kontrolliert die Gedanken. (...) Political Correctness ist nichts anderes als Kulturmarxismus. Die Bemühungen, den Marxismus vom Ökomischen ins Kulturelle zu übertragen, begann nicht erst mit den Studentenunruhen in den 60ern. Sie gehen mindestens bis in die 20er Jahre und auf die Schriften des italienischen Kommunisten Antonio Gramsci zurück. 1923 gründete eine Gruppe von Marxisten in Deutschland eine Institution, die sich mit dieser Übertragung befassen sollte, das Institut für Sozialforschung (später besser bekannt unter dem Namen 'Frankfurter Schule'). Einer der Gründer, Georg Lukács, erklärte Sinn und Zweck des Instituts damit, dass es die Antwort auf die Frage sei: "Wer rettet uns vor der westlichen Zivilisation." Lind denkt, dass es große Parallelen zwischen klassischem und Kulturmarxismus gibt: "Beide sind totalitäre Ideologien. Die totalitäre Natur der Political Correctness kann man an Universitäten beobachten, wo 'PC' das Kollegium übernommen hat: Freie Rede, Pressefreiheit und sogar freies Denken wurden eliminiert. (...) Heute, wo der ökonomische Marxismus tot ist, hat der Kulturmarxismus sich seine Schuhe angezogen. Das Medium hat sich verändert, aber die Botschaften sind dieselben geblieben: Eine Gesellschaft des radikalen Egalitarismus, der mittels der Staatsmacht durchgesetzt wird."

"Wie im klassischen ökonomischen Marxismus sind bestimmte Gruppierungen, z.B. Arbeiter und Bauern, a priori gut, während andere Gruppierungen wie z.B. die Bourgeoisie und Kapitaleigner schlecht sind. Im Kulturmarxismus der Political Correctness sind ebenfalls bestimmte Gruppierungen gut" zum Beispiel Feministinnen. Ähnlich wird "automatisch festgeschrieben, dass weiße Männer schlecht sind, wodurch sie das Äquivalent zur Bourgeoisie im ökonomischen Marxismus werden." Sowohl der ökonomische als auch der Kulturmarxismus "verfügen über eine Methode, die automatisch die gewünschte Antwort liefert. Für den klassischen Marxisten ist es die Wirtschaftstheorie von Marx. Für den Kulturmarxisten ist es Dekonstruktion. Dekonstruktion nimmt sich jeden Text vor, entfernt den ursprünglichen Inhalt daraus und baut den gewünschten Inhalt in ihn ein."

Raymond V. Raehn stimmt mit Lind überein, dass "Political Correctness Marxismus ist, und zwar mit allem, was das impliziert: Verlust der freien Meinungsäußerung, Gedankenkontrolle, Umkehrung der traditionellen Gesellschaftsordnung, und schließlich ein totalitärer Staat." Im zufolge "hatte Gramsci die Vision eines langen Marsches durch die Institutionen der Gesellschaft, einschließlich Regierung, Justiz, Militär, Schulen und Medien. (...) Er kam auch zu dem Schluss, dass, so lange die Arbeiter eine christliche Seele haben, sie dem Ruf der Revolution nicht folgen werden." Ein anderer Vertreter der frühen Kulturmarxisten, Georg Lukász, führte aus: "Ein weltweiter Werteumsturz kann nicht stattfinden, ohne dass die alten Werte vernichtet und von den Revolutionären neue erschaffen werden." Bei einem Treffen in Deutschland im Jahr 1923 "schlug Lukásc vor, das Konzept des "Kulturellen Pessimismus" einzuführen, um die Völker des Westens in einen Zustand von Hoffnungslosigkeit und Entfremdung zu versetzen, um so die notwendigen Vorbedingungen für die Revolution zu schaffen."

William S. Lind führt aus, dass dieser Kulturmarxismus seine Ursprünge darin hat, dass die marxistischen Kulturrevolution in Russland erfolglos dabei blieb, in anderen Ländern Fuß zu fassen. Marxisten versuchten, die Gründe dafür zu analysieren und machten sie in der westlichen Zivilisation und Kultur selber aus. "Gramsci sagte, dass die Arbeiter nie ihre wahren Klasseninteressen, wie sie durch den Marxismus definiert sind, sehen können, solange sie nicht von der westlichen Kultur und speziell von der christlichen Religion befreit werden - sie werden durch Kultur und Religion blind für ihre wahren Klasseninteressen. Lukász, der den Ruf hat, der brillanteste marxistische Theoretiker seit Marx selber zu sein, sagte 1919: 'Wer rettet uns vor der westlichen Zivilisation?'"

John Fonte beschreibt in seinem kraftvollen Werk “Why There Is A Culture War: Gramsci and Tocqueville in America.” (Warum wir uns in einem Kulturkrieg befinden: Gramsci und Tocqueville in Amerika), wie dieser Kulturkrieg nun in den USA ausgetragen wird. Ihm gemäß "tobt unter der Oberfläche der amerikanischen Politik ein ideologischer Kampf zwischen zwei konkurrierenden Weltbildern. Ich möchte diese Weltbilder nach den zwei Intellektuellen, die die Vordenker der zwei sich bekriegenden Ideen waren "gramscianisch" und "tocquevillianisch" nennen - nach dem italienischen Denker Antonio Gramsci des 20. Jahrhunderts und dem französischen Intellektuellen Alexis de Tocqueville des 19. Jahrhunderts. Der Einsatz bei dem Kampf zwischen den intellektuellen Vermächtnissen dieser beiden Männer ist nichts Geringeres als die Frage, was für eine Art Land die USA in den kommenden Jahrzehnten sein wird."

Antonio Gramsci (1891-1937), marxistischer Intellektueller und Politiker, "glaubte, dass es notwendig sei, zunächst die vorherrschenden Glaubenssysteme der herrschenden Gruppierungen zu delegitimieren und eine "Gegen-Hegemonie" (z.B. ein neues Wertesystem für die Unterschicht) zu erschaffen, bevor es möglich wird, die Ausgegrenzten an die Macht zu bringen. Darüber hinaus argumentierte er, dass es aufgrund der Tatsache, dass die vorherrschenden Werte alle Bereiche der bürgerlichen Gesellschaft durchdringen - Schulen, Kirchen, Medien, ehrenamtliche Vereinigungen - es die bürgerliche Gesellschaft selbst sein müsse, die im "Krieg um die Position" das Schlachtfeld ist. Aus dieser Überlegung resultierte der Satz, für den man Gramsci kennen sollte (und der in einem feministischen Slogan nachgeplappert wird) - dass das ganze Leben "politisch" ist. So wurden Privatleben, Arbeitsplatz, Religion, Philosophie, Kunst und Literatur und das bürgerliche Leben ganz allgemein zu umkämpften Schlachtfeldern im Kampf um die gesellschaftliche Veränderung." Das ist nach Fonte "der eigentliche Kern des Gramscianisch-Hegelianischen Weltbildes - auf Gruppen basierende Moral oder eben die Idee, dass Moral das ist, was den Interessen von "unterdrückten" oder "ausgegrenzten" ethnischen, rassischen und geschlechtlichen Gruppen dient. (...) Das Konzept der 'verinnerlichten Unterdrückung' ist das gleiche wie die hegelianisch-marxistische Vorstellung des 'falschen Bewusstseins', nach dem Menschen aus untergeordneten Gruppierungen die Werte und die Denkungsart ihrer Unterdrücker aus den dominierenden Gruppierungen 'verinnerlichen' (und damit akzeptieren). (...) Das ist klassisches hegelianisch-marxistisches Denken - Aktionen (einschließlich Redefreiheit), die 'objektiv' Menschen einer untergeordneten Klasse verletzen, sind Unrecht (und müssen daher gesetzlich verboten werden)."

Er vollzieht nach, wie die Ideen von Gramsci und des Kulturmarxismus sich in der akademischen Welt des Westens ausgebreitet haben. Die Juraprofessorin Catharine MacKinnon schreibt in "Toward a Feminist Theory of the State" (Hin zu einer feministischen Staatstheorie) von 1989: “Die Herrschaft des Gesetzes und die Herrschaft der Männer sind untrennbar eins" denn "die Staatsmacht, die in das Gesetz eingebettet ist, existiert in der gesamten Gesellschaft als männliche Macht" Darüber hinaus sei "männliche Macht systemimmanent. Zwingend legitimiert und erkenntnistheoretisch bilde sie das Regime." MacKinnon hat argumentiert, dass sexuelle Belästigung ein grundlegendes Machtmittel sei, das von der vorherrschenden gegenüber der untergeordneten Gruppierung gebraucht wird. "Bei einer akademischen Konferenz, die von der Universität von Nebraska gesponsert wurde, "gaben die Teilnehmer der Ansicht Ausdruck, dass 'weiße Studenten dringend formelles "Training" in rassischem und kulturellem Bewusstsein benötigen. Das moralische Ziel eines derartigen Trainings sollte sein, dass weiße Vorstellungen von Privatsphäre und Individualismus überwunden werden.'"

Das kann manchmal in echte Gehirnwäsche ausarten, die als kritisches Denken verkleidet ist. Fonte erwähnt, dass an der Columbia Universität "neue Studenten ermuntert werden, sich 'ihrer eigenen sozialen und persönlichen Überzeugungen, die ein Nährboden von Ungleichheit sind' zu entledigen. Um das zu verwirklichen, besteht die Assistentin der Beauftragten für Erstsemester, Katherine Balmer, darauf, dass ein 'Training' notwendig ist. Am Ende der Einführung für Erstsemester in Brun Mawr sollte in den frühen 90ern gemäß dem Schulprogramm das Ergebnis stehen, dass die Studenten aus dem 'Kreislauf der Unterdrückung ausbrechen' und 'Agenten für den Wandel' werden. Das multikulturelle Programm der Universität Syracuse sieht vor, die Studenten zu lehren, dass sie 'in einer Welt leben, die von verschiedenen Formen der Unterdrückung einschließlich Rassismus zusammengehalten wird.'"

John Fonte denkt, "dass der vorrangige Widerstand gegen das Fortschreiten des Kulturmarxismus in den USA von einer Gegenströmung kommt, die er "zeitgenössischen Toecquevillianismus" nennt. “Seine Vertreter nehmen die grundlegende empirische Beschreibung des amerikanischen Exzeptialismus von Alexis de Tocqueville auf und preisen die Grundzüge dieses Exzeptialismus als Normwerte, die angenommen werden sollten." Wie Tocqueville in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts schrieb, sind heutige Amerikaner "genauso wie zu Tocquevilles Zeit, viel individualistischer, religiöser und patriotischer als die Menschen irgendeiner anderen vergleichbar fortschrittlichen Nation. (...) Was Tocqueville (sowie zeitgenössischen Tocquevillianern) als Ausnahmeerscheinung - Exzeptialismus - auffiel, war der einzigartige amerikanische Weg in die Moderne. Anders als andere Modernisten verbanden Amerikaner starke religiöse und patriotische Überzeugungen mit dynamischer, rastloser unternehmerischer Energie, die Wert auf individuelle Chancengleichheit legte, während sie dabei dabei hierarchische und festgeschriebene Gruppenzugehörigkeiten vermieden."

Diese Schlacht wird nun in den meisten öffentlichen Institutionen Amerikas ausgefochten. "Tocquevillianer and Gramscianer prallen in fast allen Themen von Bedeutung aufeinander. Tocquevillianer glauben, dass es objektive moralische Wahrheiten gibt, die auf alle Menschen aller Zeiten Anwendung finden. Gramscianer glauben, dass moralische "Wahrheiten" subjektiv sind und von historischen Umständen abhängen. Tocquevillianer glauben an persönliche Verantwortung. Gramscianer glauben, dass 'das Persönliche politisch ist'. Abschließend analysierend kann man sagen, das Tocquevillianer die Transmission der amerikanischen Regierung bevorzugen, während die Gramscianer ihre Transformation bevorzugen.

„Während der ökonomische Marxismus tot zu sein scheint, hat die Hegelianische Version, die von Gramsci und anderen geprägt wurde, den Fall der Berliner Mauer nicht nur überlebt sondern ist sogar weiter gegangen bis dahin, die amerikanische Republik auf der Ebene ihrer am meisten geschätzten Ideen herauszufordern. Über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg ist Amerika eine Ausnahmenation gewesen, eine Nation, deren ruhelose, unternehmerische Dynamik durch Patriotismus und eine starke religiöse Grundlage gedämpft wurde. Der ultimative Triumph des Gramscianismus würde das Ende dieses besonderen 'Exzeptionalismus’ bedeuten. Amerika würde schlussendlich europäisiert werden: statisch, durch und durch säkular, post-patriotisch und mit Gruppenhierarchien und Gruppenrechten befasst, in denen die Idee der Gleichheit vor dem Gesetz, wie sie traditionell von Amerikanern verstanden wird, schließlich aufgegeben werden würde. Unter der Oberfläche unseres scheinbar gelassenen Zeitalters befinden sich enorme ideologische, politische und historische Brandherde.

Der Brite Anthony Browne beschreibt in "The Retreat of Reason” (der Rückzug der Vernunft) inwiefern die politisch Korrekten gegenüber Abweichlern intoleranter sind als traditionelle Liberale und Konservative, da die Liberalen früherer Zeiten "das Unorthodoxe als normal akzeptieren. Tatsächlich war das Recht auf Andersartigkeit der Maßstab, an dem der klassische Liberalismus gemessen wurde. Die politisch Korrekten billigen diesem Recht keine hohe Priorität zu. Es peinigt ihre programmierten Gehirne. Diejenigen, die sich nicht anpassen, sollten entweder ignoriert, zum Verstummen gebracht oder verteufelt werden. Die Political Correctness hat etwas von sanftem Totalitarismus an sich. (… ) Weil die politisch Korrekten glauben, dass sie nicht nur auf der Seite des Rechts sondern auch auf der Seite des Guten stehen, folgern sie, dass diejenigen, die sich ihnen entgegenstellen, nicht nur falsch liegen sondern bösartig sind. Nach Ansicht der politisch Korrekten berechtigt ihr Streben nach dem Guten sie, die bösartigen Meinungen derer, die ihnen widersprechen, zu beschneiden. (… ) Wer gegen die politisch korrekten Glaubensgrundsätze verstößt, wird nicht nur als jemand angesehen, der falsch liegt und mit dem man debattieren kann sondern als jemand, der böse ist und den man verdammen, zum Schweigen bringen und mit Füßen treten muss. (… ) Der Aufstieg der Political Correctness stellt sowohl einen Angriff auf die Vernunft als auch auf die freiheitliche Demokratie dar.“ Browne definiert Political Correctness als "eine Ideologie, die gewisse Personengruppen als Opfer definiert, die vor Kritik geschützt werden müssen und als eine Ideologie, die ihren Gläubigen das Gefühl gibt, dass Abweichung nicht toleriert wird.“ Er warnt auch, dass "der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert ist. Der Welt fehlt es nicht an guten Vorsätzen, es fehlt ihr aber allzu oft an gutem logischen Denken.“

Dennoch konzentriert sich Anthony Browne bei seiner Erklärung des Aufstiegs der PC mehr auf die geopolitische Lage als auf marxistische Strategien: "Die Political Correctness ist im Wesentlichen das Produkt einer mächtigen aber dekadenten Zivilisation, die sich sicher genug fühlt, um sich zu erlauben, die Ratio zugunsten der Emotio zu vernachlässigen und um die Wahrheit dem Guten unterzuordnen. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und die nachfolgenden in Bali, Madrid und Beslan haben jedoch zu einem Gefühl der Verletzlichkeit geführt, das die Menschen dazu gebracht hat, die wahren Segnungen und Kehrseiten der westlichen Zivilisation sehr viel nüchterner zu betrachten.“

„Zu einem gewissen Maß wird der Aufstieg der östlichen Mächte wie China und Indien sicherstellen, dass in den kommenden Jahrzehnten das westliche Schuldgefühl schrumpfen wird: wenn wir endlich gleichwertige Mächte haben, mit denen wir uns vergleichen können, wird der Westen nicht mehr die Neigung verspüren, sich in Selbsthass zu suhlen sondern danach streben, seine Identität wieder zu finden (… ) auf lange historische Sicht wird die Political Correctness als geistige Verirrung im westlichen Denken betrachtet werden. Das Produkt der einzigartigen unangefochtenen Position des Westens und seines konkurrenzlosen Reichtums - der Niedergang des Westens im Vergleich zum fernen Osten - wird wahrscheinlich der Political Correctness zum Verhängnis werden.“

In seinem Artikel “Why Isn’t Socialism Dead?” (Warum ist der Sozialismus nicht tot?) zieht Lee Harris in Erwägung, dass der Sozialismus deshalb nicht tot ist, weil er nicht sterben kann. Der peruanische Wirtschaftswissenschaftler Hernando de Soto hat in seinem Buch “The Mystery of Capital” (Mysterium Kapital) erörtert, wie das Versagen der verschiedenen sozialistischen Experimente des 20. Jahrhunderts die Menschheit mit nur einer rationalen Wahlmöglichkeit zurückgelassen hat, was das bevorzugte Wirtschaftssystem angeht - und zwar den Kapitalismus. Allerdings passt sich nach Harris "das Leben des revolutionären Sozialisten an, weil er an den Mythos glaubt, dass der Sozialismus eines Tages triumphieren und die Gerechtigkeit obsiegen wird.“ So gibt es "eine ….Analogie zwischen Religion und revolutionärem Sozialismus, der auf die Bildung, Vorbereitung und letztendlich sogar die Umgestaltung des Individuums hinarbeitet - eine gigantische Aufgabe. (… ) Es kann sehr gut sein, dass der Sozialismus deshalb nicht tot ist, weil der Sozialismus nicht sterben kann. Wer möchte nicht sehen, dass die Boshaften und Arroganten an ihren Platz verwiesen werden? Wer von den Unterdrückten und Besitzlosen kann sich den verführerischen Versprechungen von einer Welt entziehen, in der alle Menschen gleich sind und in der jeder das hat, was er braucht?“

Vielleicht ist der Sozialismus ein bisschen wie die Grippe: Er mutiert ständig und sobald das Immunsystem die eine Ausprägung besiegt hat, ändert er sich gerade ausreichend, dass der Körper ihn nicht erkennt und startet eine neue Attacke.

Political Correctness kann absurde Blüten treiben. Anfang Juni 2006 nahm die kanadische Polizei eine Gruppe Männer fest, die der Planung von Terroranschlägen verdächtigt wurden. Die Gruppe war angeblich "sehr weit vorangeschritten“ bei der Planung, eine ganze Anzahl kanadischer Institutionen zu attackieren, darunter auch das kanadische Parlamentsgebäude einschließlich einer möglichen Enthauptung des kanadischen Premierministers sowie einen Angriff auf die U-Bahn von Toronto. Dennoch war die Schlagzeile der Zeitung Toronto Star zu den Verhaftungen die folgende: "Im Büro der Ermittler bedeckt ein kompliziertes Schaubild, auf dem die Verbindungen zwischen den 17 Männern und Jugendlichen, denen vorgeworfen wird, zu einer so genannten "homegrown“-Terrorzelle zu gehören, eine ganze Wand. Und dennoch ist es gemäß einer Quelle schwierig, einen gemeinsamen Nenner bei ihnen zu finden.“ Mike McDonell, ein Assistant Commissioner der Royal Canadian Mounted Police sagte, dass die Verdächtigen alle Einwohner Kanadas seien und die Mehrheit von ihnen kanadische Staatsbürger. "Sie repräsentieren die ganze Bandbreite unserer Gemeinschaft. Manche sind Studenten, manche haben einen Arbeitsplatz, manche sind arbeitslos.“ sagte er. Dennoch gab es einen gemeinsamen Nenner aller Verdächtigen, der nicht erwähnt wurde: Alle waren Moslems. Die Titelstory in der New York Times vom 4. Juni war ebenfalls eine Studie darüber, wie man das gefürchtete „M“-Wort vermeidet. Die des Terrorverdächtigen wurden als "Einwohner Ontarios“, "Einwohner Kanadas“, "die Gruppe“, "überwiegend südasiatischer Herkunft“ oder "gute Leute“ bezeichnet. Als alles, was man sich vorstellen kann, nur einfach nicht als "Moslems“.

Der Polizeichef von Toronto Bill Blair wies bei der nach den Verhaftungen stattgefundenen Pressekonferenz stolz darauf hin "Ich möchte Ihnen ins Gedächtnis rufen, dass es seitens der Strafverfolgungsbehörden nicht eine einzige Bezugnahme auf Moslems oder die islamische Gemeinschaft gab.“ Vor den Antiterror-Razzien, durchliefen die kanadischen Polizisten ein "Sensibilitätstraining“ und wurden sorgfältig in islamischen Traditionen unterrichtet, was beispielsweise den Umgang mit dem Koran, den Gebrauch von Gebetsteppichen und das Sich-selber-in-die-Luft-sprengen im Falle einer Verhaftung umfasste. Wie Charles Johnson vom Blog Little Green Footballs feststellte: "Weitet die kanadische Polizei derartige Überlegungen auch auf Christen, Juden, Hindus und Anhänger anderer Glaubensrichtungen aus? Falls sie das nicht tut, dann haben die Moslems bereits dahingehend einen wichtigen Sieg errungen, dass sie als 'besondere Menschen’ wahrgenommen werden.“ In ihren Kommentaren zu den Festnahmen stellte der Globe and Mail fest, dass es "wohl der politisch korrekteste Terrorismus der Geschichte war.“ Kanadas Geheimdienst hat während der letzten Jahre "ernsthafte Bemühungen gestartet, sich ein weicheres Image bei Moslems zuzulegen."

Die Bundesregierung Kanadas erwog Änderungen bei ihrem Antiterrorkampf, um klar zu stellen, dass die Polizei und Geheimdienstmitarbeiter kein religiöses Profiling durchführen. Die Calgary Sun interviewte einen kanadischen Kriminologen, Professor Mahfooz Kanwar, der feststellte, dass “der Multikulturalismus schlecht für die Einheit Kanadas war. Er gettoisiert Menschen und lässt sie fälschlicherweise glauben, dass es in Ordnung sei, sich abzusondern und sich nicht ihrer neuen Gesellschaft anzupassen. Es ist nicht in Ordnung. (… ) Political Correctness bedroht uns, weil wir nicht in der Lage sind, etwas zu bekämpfen, wenn wir uns weigern, es zu benennen und zu verstehen.“ Kanwar sagte, dass das Ausmaß an Political Correctness während der Verhaftungen der 17 Moslems in Toronto "Übelkeit erregend“ war. "Die Political Correctness ist zu weit gegangen. Sie bedroht unsere Gesellschaft“ sagte der in Pakistan geborene Kanwar. "Es ist die Verpflichtung von Minderheiten, sich der Mehrheit anzupassen, nicht umgekehrt“ fügte Kanwar hinzu. Zwischenzeitlich beschuldigte der Canadian Islamic Congress die kanadische Regierung, dass sie nicht genug Geld für das Problem bereitgestellt hat. Sie wünschen mehr Forschungsgelder, um "eine wissenschaftliche Diagnose der Probleme zu erstellen und Lösungen zu erarbeiten.“

Sie wünschten ebenfalls ein landesweites “intelligentes Integrationsprogramm“ was immer das auch heißen mag. Angesichts der Tatsache, dass Moslems in Kanada erst kürzlich einen Vorstoß gemacht haben, die Scharia teilweise einzuführen, sollte man annehmen, dass mit dem "intelligenten Integrationsprogramm“ gemeint ist, dass Nicht-Moslems ein bisschen mehr Appeasement an den Tag legen. Wenn die Kanadier nur auf den Rat ihrer Landsmännin Naomi Klein hören würden, dann waren diese geplanten Massenmorde an kanadischen Bürgern nämlich nichts als eine Folge von kanadischem Rassismus, weil das Land nicht multikulturell genug ist. Moslems wollen Kanadier töten, Kanadier lächeln zurück, erzählen ihnen, wie sehr sie sie "respektieren“ und fragen nach, was sie sonst noch tun können, um ihnen zu Gefallen zu sein.

Das ist es, wohin Political Correctness am Ende führt. Es ist nicht lustig, es ist kein Witz. Political Correctness tötet. Sie hat bereits Tausende von westlichen Zivilisten das Leben gekostet und wenn man sie ungehindert weitermachen lässt, wird sie möglicherweise bald ganze Nationen töten oder - im Fall Europas - einen ganzen Kontinent.

Wie ich früher schon ausgeführt habe, ist der Islam eine Sekundärinfektion, eine der wir unter anderen Voraussetzungen hätten widerstehen können. Der Kulturmarxismus hat den Westen geschwächt und uns reif für die Übernahme gemacht. Political Correctness ist kulturelles AIDS, das unser Immunsystem auffrisst, bis es zu schwach ist, islamischen Infiltrationsversuchen zu widerstehen. Sie muss zerstört werden, bevor sie uns alle zerstört.

Die Allianz zwischen der Linken und dem Islam wird tief greifende Konsequenzen haben. Entweder wird sie den Westen besiegen oder beide werden miteinander fallen. Wir haben den Kalten Krieg nie so entschieden gewonnen, wie wir es hätten tun sollen. Dem Marxismus wurde erlaubt, zu überleben und uns getarnt und über Stellvertreter erneut zu attackieren. Allerdings könnte sich der Flirt mit den Moslems vielleicht als verheerender für die Marxisten erweisen als der Fall der Berliner Mauer.

William S. Lind führt aus: “Auch wenn es schon sehr spät ist, die Schlacht ist noch nicht entschieden. Sehr wenige Amerikaner erkennen, dass Political Correctness tatsächlich Marxismus in neuen Gewändern ist. Wenn diese Erkenntnis sich erst einmal ausbreitet, wird sich der Widerstand dagegen mit ihr ausbreiten. Im Moment gedeiht die Political Correctness, weil sie verkleidet ist. Durch Widerstand und dadurch, dass wir uns bilden (was Teil allen Widerstandes sein sollte), können wir ihr die Verkleidung herunterreißen und den Marxismus unter der Augenwischerei von „Sensibilität“, „Toleranz“ und „Multikulti“ offen legen.

Political Correctness ist Marxismus mit einer Nasenkorrektur. Multikulturalismus hat nichts mit Toleranz und Vielfalt zu tun, er ist eine anti-westliche Hassideologie, die entworfen wurde, um die westliche Zivilisation zu zerstören. Wenn wir das aufzeigen können, ist ein entscheidender Teil der Schlacht bereits gewonnen.

1.11.06 12:32


Warum die Europäische Union aufgelöst werden muss.

Von Fjordman

Original vom 26.Oktober 2006: Why the European Union Must be Dismantled

Ich wurde beschuldigt, mich bei meiner Kritik an der Europäischen Union zu positiv über den Nationalstaat geäußert zu haben. Es ist schon wahr, dass die westliche Zivilisation nicht ausschließlich auf Nationalstaaten beruht. Die Renaissance fand zu einem Zeitpunkt, als Nationalstaaten noch schwach oder nicht-existent waren, in den Stadtstaaten Italiens statt. Es ist auch wahr, dass es im Gegensatz zum defensiven Patriotismus auch die potentiell destruktive Seite des Nationalismus gibt. Allerdings ist unser derzeitiges demokratisches System fest mit den Nationalstaaten verbunden. Die EU hat nicht alle Probleme Europas erschaffen, aber sie hat einige davon verschlimmert und noch ein paar neue mitgebracht. Wenn die EU morgen zusammenbrechen würde, säßen wir immer noch ganz schön im Schlamassel, hätten aber wenigstens eine Chance, zu kämpfen. Ich habe von einigen Menschen gehört: „Europa ist bereits verloren.“ Ich stimme diesen Leuten in dem Punkt zu, dass wenn die politische Situation so bleibt, wie sie jetzt ist, dass dann in der Tat Europa an den Islam verloren geht, zumindest bedeutende Teile Westeuropas, wenn auch möglicherweise nicht ganz Osteuropa. Aber ich bin nicht sicher, ob die politische Situation so bleiben wird oder muss, wie sie ist.

Zig Millionen normaler Bürger wachen zur Zeit auf und erkennen das volle Ausmaß der islamischen Bedrohung. Das Problem ist, dass viele Westeuropäer sich mutlos fühlen, weil sie sich so vielen Feinden auf einmal gegenüber sehen. Nennen wir sie Feind 1, 2 und 3. Feind 1 ist der Islam und die moslemische Einwanderung. Feind 2 ist die antiwestliche Voreingenommenheit unserer Medien und Intellektuellen.

Feind 2 haben alle westlichen Nationen gemeinsam, auch die USA, Kanada und Australien. Feind 1 haben auch alle westlichen Nationen gemeinsam, aber er ist in Europa mächtiger, was einerseits an den reinen Zahlen liegt und andererseits an der geographischen Nähe zum islamischen Kernland.

Feind 3 sind die Eurabier und die EU-Föderalisten, die in Europa einzigartig sind und aufgrund derer die Situation hier kritischer ist als in Nordamerika oder Australien.

Das Gefühl, das diese vielen Europäer, die die Bedrohung jetzt verstanden haben, umtreibt, ist, dass wir vielleicht einen oder auch zwei dieser Feinde besiegen könnten, aber nicht alle drei gleichzeitig. Wir brauchen ein massives Aufrütteln der politischen Lage, etwas, das es für jedermann sichtbar macht, dass die Veränderung möglich ist. Der Fall der Europäischen Union könnte dieses Kunststück vollbringen.

Moslems haben uns vielleicht sogar einen Gefallen getan. Die massive Infiltration durch linke und antiwestliche Rhetorik, die zur Zeit unsere Medien durchdringt, begann schon, bevor der Islam zum Problem wurde. Aber ihr Versagen, die Bedrohung zu erkennen, die von islamischer Einwanderung ausgeht, hat sie entlarvt. Viele normale Bürger erinnern sich sehr gut, dass unsere so genannten studierten Experten und Kolumnisten in den Medien Multikulti und islamische Einwanderung gepriesen haben, die sich jetzt als die größten Fehler der modernen westlichen Geschichte herausstellen. Das wird früher oder später eine Gegenreaktion auslösen.

Die schlechte Neuigkeit ist, dass all unsere Feinde eng miteinander verbunden sind. Die gute Nachricht ist auch, dass all unsere Feinde eng miteinander verbunden sind, und dass möglicherweise alle fallen werden, wenn einer davon fällt.

Wir können mit den Moslems anfangen. Ihre größte Schwäche ist, dass sie auf eine irre Art aggressiv sind und mit Kritik oder Spott überhaupt nicht umgehen können. Ein kluger Schachzug wäre es, das Menschenmögliche zu tun, um Moslems vorsätzlich zu provozieren. Je mehr sie wütend werden und toben und drohen, desto mehr diskreditieren sie diejenigen, die sagten, es wäre eine gute Idee, sie in unsere Länder zu lassen und die jeden als „Rassisten“ bezeichneten, der dem widersprach.

Eine Möglichkeit ist auch, einfach aufzuzeigen, dass der Sozialstaat nicht mehr in der Lage ist, für die „Sicherheit“ nicht-islamischer Bürger zu sorgen. Jedesmal, wenn jemand Todesdrohungen von islamischen Jihadisten erhält, oder wenn Moslems Autos und Reifen in den Straßen abfackeln, wird das abgrundtiefe Versagen unserer Behörden, uns zu beschützen, offenbar, und damit auch die Nutzlosigkeit, hohe Steuerraten zu bezahlen, um ein System zu füttern, das in Wirklichkeit bereits tot ist.

Der Sozialstaat ist heute nur noch ein großes Pyramidensystem, bei dem die Linksparteien unser Geld nehmen und es den moslemischen Immigranten geben, wofür sie im Gegenzug von diesen Wählerstimmen bekommen. Der Sozialstaat schafft in der Tat Sicherheitsprobleme, weil er dazu benutzt wird, die islamische Kolonisation des Kontinents zu finanzieren.

Ich wünsche mir, dass europäische Bürger hören, wie unsere Politiker davon reden, dass wir islamische Einwanderung brauchen, um den Sozialstaat zu finanzieren, und wie dieselben Bürger dann in der nächsten Sekunde „multikulturelle Jugendliche“ sehen, die „Allahu akbar!“ schreien und Molotowcocktails auf die Feuerwehr in Paris, Birmingham, Rotterdam oder wo auch immer werfen. Da seht Ihr sie: Das sind diejenigen, die Eure Renten sichern, Ladies and Gentlemen.

Des Pudels Kern ist: Unsere politischen Eliten lügen entweder uns an oder sie lügen sich selber an, und in beiden Fällen sind sie ungeeignet, unsere politischen Geschäfte zu führen. Wir Westler „brauchen“ islamische Einwanderung ungefähr so dringend wie wir ein Loch im Kopf „brauchen“, was übrigens genau das ist, womit wir am Ende dastehen könnten.

Unsere ernsten grundlegenden Probleme können nicht durch Einwanderung gelöst werden. Einwanderung kann die geringen Geburtenraten unter den Einheimischen sogar noch weiter verringern, weil sie das kulturelle Vertrauen zerstört und damit auch den Kinderwunsch, der nun mal zurückgeht, wenn man fühlt, dass das Land keine Zukunft hat.

Ich habe gehört, dass gegenüber Kritikern der Europäischen Union der Begriff „europhob“ gebraucht wird. EU-Offizielle sind eifrig dabei, unsere Geschichtsbücher so umzuschreiben, dass der Islam als „natürlicher Bestandteil der europäischen Kultur“ auftreten kann, und das ungeachtet der Tatsache, dass Europa die meiste Zeit seiner Geschichte seit Karl Martell im 8. Jahrhundert damit beschäftigt war, den Kontinent gegen den Islam zu verteidigen. Die wahren „Europhoben“, diejenigen, die Europa hassen oder fürchten, sind diejenigen, die die EU betreiben, nicht diejenigen, die dagegen sind.

Ich empfinde es als persönlich beleidigend, wenn es nicht-gewählten Bürokraten in Brüssel erlaubt ist, festzulegen, was Europa oder europäische Werte ausmacht. Die EU ist in Wirklichkeit die Antieuropäische Union, weil sie den Kontinent an dessen eingeschworene Feinde verkauft. Sie muss weg.

Ich habe manche Leute sagen hören, dass sie Angst davor haben, dass die EU zusammenbricht, weil das eine Wiederaufleben des aggressiven Nationalismus mit sich bringen könnte. Ehrlich gesagt, vollkommen ausschließen kann ich diese Möglichkeit auch nicht. Aber wir können es uns nicht erlauben, jetzt so zu denken. Es geht ums Überleben. Es ist, als ob man sagen würde, dass man eine lebensnotwendige Operation nicht vornehmen lässt, weil die Möglichkeit besteht, dass man danach eine Infektion bekommt. Vor die Wahl gestellt zwischen dem sicheren Tod und möglichen Problemen irgendwann in der Zukunft, entscheide ich mich für die möglichen Probleme irgendwann in der Zukunft.

Eine turbulente Zeit kann auch wieder vorbeigehen und rückgängig gemacht werden. Islamisierung nicht, oder zumindest nur unter extremen Schwierigkeiten. Ich möchte die Islamisierung buchstäblich um JEDEN Preis vermeiden. Und ehrlich gesagt ist es lachhaft, sich darüber zu sorgen, dass der Zusammenbruch der EU zu Fanatismus führen könnte. Die EU leistet der Fanatisierung in Form von Scharia und Neo-Barbarei in Europa bereits jetzt Vorschub.

Die EU ist aus mindestens drei Gründen schlecht. Erstens, weil viele der EU-Eliten gezielt darauf hin arbeiten, eine gemeinsame Einheit mit der arabischen Welt zu schaffen. Zweitens weil der Prozess der Schaffung einer pan-europäischen Föderation dazu geführt hat, alle traditionellen, kulturellen, religiösen und nationalen Instinkte zu unterdrücken, die Europa früher vor dem Islam bewahrt haben. Und drittens, weil die EU ohne Grenzen es ganz pragmatisch gesehen erschwert, sowohl die legale als auch die illegale Einwanderung von Moslems zu kontrollieren.

Wir könnten vielleicht die NATO nutzen, um potentielle nationalistische Extremisten zu kontrollieren. Während des Kalten Krieges hatten die westeuropäischen Länder einen gemeinsamen Feind, der dazu beitrug, die nationalen Rivalitäten klein zu halten. Vielleicht könnten wir das gleiche auch jetzt tun, indem wir eine gemeinsame Front gegen die islamische Aggression aufbauen. Aber die Amerikaner sollten darauf bestehen, dass die Europäer den Wohlfahrtsstaat verwerfen und stattdessen ein anständiges Militär finanzieren. Die Amerikaner waren wohl fast zu erfolgreich bei ihren Bemühungen, Teile von Europa nach dem 2. Weltkrieg zu pazifisieren, und vielleicht haben sie Westeuropa vor lauter Nettigkeit umgebracht.

Leider haben die meisten Europäer noch niemals überhaupt den Ausdruck Eurabia gehört. Deshalb habe ich mich entschlossen, den Eurabia Code zu schreiben und ihn online zu stellen, um meinen kleinen Beitrag dazu zu leisten, diesen Verrat aufzudecken. Ich weigere mich einfach, zu akzeptieren, dass die Schlacht bereits verloren ist. Individuen zählen. Mit Willensstärke werden Kriege gewonnen.

Wir haben es in allererster Linie mit psychologischer Kriegführung zu tun. Relativ wenige Menschen sind bis jetzt tatsächlich getötet worden. Moslems sind geschickt in psychologischer Kriegsführung, das müssen wir ihnen lassen. Und im Moment schlägt das Pendel zu ihren Gunsten aus. Deshalb brauchen wir ein symbolisches Ereignis, das signalisiert, dass der Wind sich dreht, und wir müssen auch eine positive Vision davon schaffen, wie dieses post-eurabische Europa aussehen wird. Hoffnung ist wichtig und Europa leidet zur Zeit an Hoffnungslosigkeit. Ja, das derzeitige politische Denkmuster des Überliberalismus und des multikulturellen Wohlfahrtsstaates ist tot, es wurde nur bis jetzt noch nicht offiziell zugegeben. Aber das muss nicht bedeuten, dass Europa tot ist.

Ich habe es satt, zu hören, etwas wäre unvermeidlich. Der Grund, warum wir überhaupt erst in diesen Schlamassel geraten sind, ist nämlich, dass wir auf das Mantra gehört haben, Multikulti wäre unvermeidlich, Masseneinwanderung wäre unvermeidlich, die europäische Einigung wäre unvermeidlich etc. Alles waren Lügen. Europa hat immer noch die Mittel, zu gewinnen. Die Frage ist, ob es auch den Willen dazu hat.

Wir sind schwach, selbstgefällig und mitleiderregend geworden und werden unserer Identität wieder Geltung verschaffen müssen, wenn wir überleben wollen. Vielleicht ist es auf eine merkwürdige Art so, dass Westeuropa seine eigene Zeit der Kolonisierung und Befreiung davon durchleben muss, um vorwärts gehen zu können und die Kolonialzeit hinter sich zu lassen. Es sind heute vermutlich mehr Algerier in Frankreich als jemals Franzosen in Algerien waren. Wenn es „nationale Befreiung“ und „Entkolonialisierung“ genannt werden konnte, als die Franzosen aus Algerien hinausgekickt wurden, dann sollte man doch gewiss auch die gleichen Regeln anwenden können, falls die Franzosen die Algerier aus dem Land kicken? Oder die Briten die Pakistanis?

Das ist rassistisch, meinen Sie? Nun, Linke preisen doch ständig den Kampf um Selbstbestimmung einheimischer Völker gegen kolonialistische Aggression. Dann sollten sie doch eigentlich nichts dagegen haben, wenn Europäer dieses Recht auch für sich in Anspruch nehmen? Oder entdecken wir hier einen Doppelstandard, der aussagt, dass alle einheimischen Völker das Recht auf Selbstbestimmung haben, solange diese einheimischen Völker nicht weiß sind? Das wäre dann rassistisch, oder nicht?

27.10.06 17:56


Kaukasophobie - der akzeptierte Rassismus

von Fjordman

 

Original vom 23. Oktober 2006 : Caucasophobia - the Accepted Racism

 

Ich habe einen großen Teil dieses Essays schon mehr als ein Jahr bevor ich schließlich beschloss, es online zu stellen, geschrieben. Ein paar persönliche Erfahrungen haben mich dazu angeregt, mich mit dem Thema des nicht-weißen Rassismus zu befassen. Ich habe zunächst gezögert, es zu posten, vor allem weil ich es instinktiv ablehne, über irgendetwas, das mit Rasse zu tun hat, zu schreiben. Ich wurde so erzogen. Und zum Teil habe ich mich auch selber davon überzeugt, dass ich ja in erster Linie gegen den Islam bin und dass etwas über Hautfarben zu schreiben, diesen Kampf verkomplizieren könnte.

Nachdem ich jedoch eine Weile darüber nachgedacht habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass keines dieser Argumente greift. Ich habe die ideologische Zensur satt. Westliche Nationen können niemals eine Verteidigungsstrategie gegen die islamische Immigration aufbauen, wenn das stets als "Rassismus" verunglimpft wird. Aber das wichtigste ist, wenn man glaubt, dass nicht-weißer Rassismus wirklich existiert, dann ist es unmoralisch, sich nicht mit diesem Problem und seinen Opfern zu befassen. Ich bin überzeugt davon, dass es nicht nur nicht-weißen sondern auch anti-weißen Rassismus gibt, er ist ein reales und unterschätztes Phänomen.

In Londen prallte ein älterer Autofahrer, der eine Herzattacke erlitt, auf einen Bus. Da waren ein sterbender Mann, Menschen, die versuchten, ihm zu helfen, und die Polizei, die versuchte, den Unfallort zu sichern. Und da waren schwarze Jugendliche, die hinzu kamen und nichts anderes vorhatten, als gegen die Polizei zu kämpfen. Sie riefen: "Wen schert's - es ist doch nur ein weißer Mann."

Der Vorfall bestätigte meinen Verdacht, dass manche von denen, die von "toten weißen Männern" sprechen, womit sie im Grunde jeden großen westlichen Denker der Geschichte meinen, dabei eigentlich nur darüber lamentieren, dass nicht alle weißen Männer nun...eben tot ... sind.

Ich habe beobachtet, wie Mexikaner, die sich illegal in US-Städten aufhalten, offen rassistische Slogans gegen die weiße Mehrheitsbevölkerung brüllten und dass das wenig oder keinem Widerhall in den Medien fand. Andererseits werden Amerikaner, die dafür eintreten, dass die Grenzkontrollen gegenüber Mexiko ausgeweitet werden, als "Rassisten" beschimpft. Warum?

Ich habe zwei Erklärungen für diese einseitige Fokussierung auf weißen Rassismus gehört. Die erste ist, dass Weiße nun mal eben rassistischer seien als Nichtweiße, eine Behauptung, die ich zu Beginn des 21. Jahrhunderst für äußerst zweifelhaft halte. Die andere ist die, dass wir uns eben vorwiegend auf weißen Rassismus konzentrieren sollten, weil "Weiße so viel Macht" haben. Aber haben Weiße immer viel Macht? Wir sind, wenn man's demographisch betrachtet, eine rapide kleiner werdende globale Minderheit. Wir bilden sogar einen immer kleineren Anteil an der Bevölkerung im Westen.

Auf den Spuren der dänischen Karikaturen-Affäre machte Bob Simon von “60 Minutes" eine Sendung über Dänemark, das er in seinem Kommentar als "sehr kaukasisch" bezeichnete. Der Jounalist Samuel Rachlin beklagte, dass das Bild, das herübergebracht wurde, das von blonden Fanatikern war, die eine machtlose moslemische Minderheit unterdrücken. Sind 5 Millionen weiße Dänen im Vergleich zu einer Milliarde Moslems "machtvoll"?

John Derbyshire vom National Review Online hat über das Überhandnehmen von etwas geschrieben, das er als "Hesperophobie" bezeichnet, die Furcht vor und der Hass gegen den Westen. Ich möchte meinen, dass der Begriff Kaukasophobie, die Furcht vor Weißen, vielleicht der exaktere Begriff wäre.

Ich sehe zwei mögliche Einwände gegen diesen Begriff. Einer davon ist, dass negative Gefühle gegenüber Weißen weniger eine Sache von Furcht denn eine von Hass und Abscheu sind, was teilweise stimmt. Aber ich finde, Kaukasophobie ist ein griffiger Begriff, gerade um Unterstellungen von Islamophobie zu begegnen, was auch immer das sein soll. Der Ausdruck "umgekehrter Rassismus" ist mir ein Gräuel, weil er indirekt impliziert, dass weißer Rassimus die Norm sei und nicht-weißer Rassismus nichts weiter als eine "Reaktion" darauf.

Der andere Einwand ist, dass der Ausdruck "kaukasisch" oft auch Araber und Inder umfasst. Allerdings wurden im März 2005 friedliche weiße französische Demonstranten von Banden schwarzer und arabischer Jugendlicher attackiert. Ein 18-Jähriger namens Heikel gab an, dass es für ihn eine "angenehme Erinnerung" sei, auf einen Studenten, der bereits wehrlos auf dem Boden lag, immer wieder einzutreten. Dieses Gefühl enstünde aus dem Wunsch, sich "an Weißen zu rächen."

Bitte halten Sie fest, dass das Araber waren, die Europäer attackierten. Ich habe auch schon gehört, dass Pakistanis und Türken von "Weißen" sprechen, wenn sie Europäer meinen. Ich finde es daher gerechtfertigt, den Begriff "Kaukasophobie" für den Rassismus gegen Menschen europäischen Ursprungs zu verwenden.

Barbara Kay von der kanadischen Zeitung National Post schreibt über eine neue Modeerscheinung, die man "Whiteness Studies" (Weißenstudien) nennt:

"Das Ziel der WS ist es, ein permanentes Rassenbewusstsein in jedermann zu etablieren - die ewige Opferrolle für Nichtweiße, die ewige Schuld für Weiße - und wird vor allem vom obersten WS-Guru, Noel Ignatiev, vorangetrieben, der füher Professor an der Harvard Universität war und inzwischen am Massachusetts College of Art lehrt: "Der Schlüssel zur Lösung der sozialen Probleme unserer Zeit ist die Abschaffung der weißen Rasse."

Einige der Wegbereiter der Whiteness Studies haben ihre Ziele ganz offen angegeben:"Abolitionismus (Sklavenbefreiung in den USA) kann man auch als Strategie sehen: ihr Ziel ist nicht die Harmonie zwischen den Rassen sondern der Klassenkampf. Mit Angriffen auf die weiße Rasse versuchten Abolitionisten die Hauptsäulen des Kapitalismus im Land zu untergraben." und: "Die Aufgabe ist, eine Minderheit zusammenzubringen, die fest entschlossen ist, es für jedermann ein Ding der Unmöglichkeit zu machen, weiß zu sein."

Der konservative Sozialkritiker David Horowitz kommentiert das folgendermaßen: "Schwarze Studien preisen das Schwarz-sein, Latino-Studien preisen das Latino-sein, Frauenstudien preisen das Frau-sein und Weißen-Studien attackieren Weiße als ein Übel." Dennoch halten trotz weit verbreiteter Kritik daran mindestens 30 Institutionen - von Princeton bis zur University of California in Los Angeles - Kurse zu "Whiteness Studies" ab.

Während westliche Akademiker eifrig damit beschäftigt sind, vor Islamophobie zu warnen, bekommt die Kaukasophobie das Unbedenklichkeitssiegel. Der College-Professor Mike S. Adams schreibt über Verschwörungstheorien die er unter Studenten gehört hat und die verschiedene soziale Missstände den weißen Menschen anlasten:

"Die Mona Lisa wurde von einem afrikanischen Künstler gemalt und aus einem Museum in Äthiopien gestohlen. Die meisten der großen Kunstwerke sind afrikanischen Ursprungs und wurden von Weißen gestohlen. Das wurde gemacht, um den Mythos der weißen kulturellen Überlegenheit voranzutreiben. " Und eine andere:"Es ist bewiesen, dass beobachtet wurde, wie Schiffe der US-Küstenwache - auf Befehl von Präsident Bush - wähend des Hurricans Katrina Deiche rammten. Bush ordnete das an, um Schwarze, die in staatlichen Wohnprojekten lebten, zu töten."

Adams präsentiert das als lustig, aber ich finde es nicht lustig.

Dr. Kamau Kambon, ein früherer Professor für Afrikanische Studien der staatlichen Universität von North Carolina, äußerte in einem Seminar an der Howard University: "Wir müssen weiße Menschen vom Antlitz der Erde tilgen, um dieses Problem zu lösen (...) Ich sage Ihnen, wir müssen dieses Problem lösen, denn sie werden uns töten (...) Das Problem auf diesem Planeten sind die Weißen."

Kambon mag ein Extrembeispiel sein, aber er ist das Produkt eines beunruhigenden Klimas, in dem Anschuldigungen der verrücktesten Art gegenüber Weißen gesellschaftlich akzeptiert sind und sogar gefördert werden.

Die kenianische Umweltaktivistin Wangari Maathai, die 2004 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, hat ihre Behauptung wiederholt, das AIDS-Virus sei in westlichen Laboratorien als "biologische Waffe zur Auslöschung der schwarzen Rasse" entwickelt worden. Würde irgendjemand den Nobelpreis bekommen, der weiß ist und behauptet, Schwarze würden versuchen, die Weißen auszurotten?

Ich habe Verständnis dafür, dass aus der Kolonialzeit herrührend noch Groll verhanden ist, aber nicht alle Probleme Afrikas können für alle Zeiten dem westlichen Kolonialismus angelastet werden. Der kenianische Wirtschaftsexperte James Shikwati sagte, dass Hilfsleistungen Afrika mehr schaden als nützen. Damit werden vor allem gigantische Bürokratien, Korruption und Selbstgefälligkeit unterstützt, während Afrikanern beigebracht wird, sie wären Bettler und nicht unabhängig. Wenn der Westen all diese Zahlungen einstellen würde, so James Shikwati, würden das die normalen Afrikaner nicht einmal merken.

[Anmerkung von mir: Kewil hat auf Fakten und Fiktionen vor kurzem über ein Interview mit dem ugandischen Journalisten Andrew Mwenda berichtet, das in die gleiche Richtung geht]

Shelby Steele ist der Autor des Buches White Guilt ( Weiße Schuld). Ihm zufolge betrifft "weiße Schuld alles, was in Amerika mit Rasse zu tun hat. (...) Weiße Schuld ist das, was aus kollektivem Verantwortungsgefühl eine Quelle liberaler Macht in Amerika entstehen ließ. Und es bleibt eine Quelle der Macht, unanbhängig davon, wer oder was die Rolle des Opfers einnimmt - Schwarze, die Umwelt, Schwule, illegale Einwanderer."

Allen G. King, ein Arbeitsrechtsanwalt, brachte es auf den Punkt:"Ich kann die Dinge gerade sich selber überlassen, denn wenn Sie weiß und männlich sind," dann diskriminieren Sie. In anderen Worten: Man muss nicht notwendigerweise auch nur das geringste tun. Man ist ein Rassist, wenn man weiß ist und atmet.

René Descartes, der französische Philosoph, der als Vordenker eine Schlüsselrolle bei der wissenschaftlichen Revolution einnimmt - oder eben ein "toter weißer Mann", wie westliche Studenten es heute lernen - wurde für seine Worte "Cogito ergo sum" berühmt. Ich denke, also bin ich. Wenn Descartes heute leben würde, müsste er seinen Satz zu "ich bin schuldig, also bin ich" umformulieren.

Alle westlichen Nationen haben zumindest noch eine Weile weiße Mehrheiten. Solange alles, was weiße Menschen tun, als "Rassismus" angesehen wird, hat der Westen keine Chance, die islamische Einwanderung einzudämmen. Solange die "anti-weiße" Bewegung nicht diskreditiert wird, können wir daher niemals den Kampf gegen den Islam gewinnen.

Gemäß dem Reform-Moslem Bassam Tibi: "ist die Anschuldigung des Rassismus eine sehr effektive Waffe in Deutschland. Islamisten wissen das: Sobald man jemanden beschuldigt, er würde den Islam dämonisieren, geht die europäische Seite sofort in die Knie." In anderen Worten, es genügt, Weiße zu beschuldigen, sie wären Rassisten, um sie zum Schweigen zu bringen.

Ich habe gehört, dass über die holländisch-somalische Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali gesgt wurde, dass sie - wenn sie weiß wäre - als "Rassistin" bezeichnet werden würde. Was im Grunde bedeutet, dass jemand, der weiß ist, unter keinen Umständen das Recht hat, für seine eigene Kultur einzutreten, geschweige denn Nicht-Weiße zu kritisieren. Ob das, was man sagt, wahr oder falsch ist, ist unerheblich. Weiße sind, was Immigration und die Bewahrung ihrer eigenen Länder angeht, effektiv entrechtet worden.

Wir können den Westen nicht gegen die islamische Einwanderung verteidigen, wenn wir nicht die Political Correctness besiegen. Und wir können die Political Correctness nicht besiegen, solange wir nicht mit der Idee aufräumen , alle Weißen wären Rassisten, wenn sie ihre Kultur verteidigen oder nach Selbstbestimmung verlangen, oder alle Nicht-Weißen wären Opfer von Rassismus.

Wenn man Leute befragt, wie wir einheimischen Norweger unsere Kultur aufrechterhalten können, wenn wir bald zur Minderheit in unserem eigenen Land werden, antworten viele: "Etwas wie norwegische Kultur gibt es gar nicht." Wir essen italienische Pasta und chinesisches Essen und sind auf alle möglichen Arten "amerikanisiert". Also wird jedermann zugestanden, dass er seine Kultur bewahren darf, nur nicht Menschen europäischer Herkunft? Alle Kulturen sind gleich, aber manche sind gleicher als andere? Warum ist Kolonialismus immer schlecht, nur dann nicht, wenn mein Land, das keine koloniale Vergangenheit hat, von Dritte-Welt-Immigranten kolonialisiert wird?

Ist es nicht per Definition ein Eingriff in die Rechte der einheimischen Bevölkerung, wenn sie gewzungen sind, ihre eigene kulturelle Identität zu unterdrücken, um Menschen zu Gefallen zu sein, die aus eigenem freien Willen ins Land gekommen sind? In Norwegen scheinen unsere Behörden das Dilemma dadurch lösen zu wollen, dass sie einfach behaupten, es wäre eine Terra nullis - leeres Land - ein Land ohne Volk oder zumindest ein Land ohne Kultur. Die Rechte des norwegischen Volkes zählen nicht, weil es ein norwegisches Volk einfach nicht gibt.

Wir sollten die Masseneinwanderung nicht so sehr idealisieren. Wenn eine Gruppe von Menschen in ein Gebiet zieht, in dem bereits eine andere Gruppe von Menschen lebt, dann hat das durch die ganze menschliche Geschichte hindurch stets in Krieg geendet. Entweder werden die Neuankömmlinge vertrieben oder sie unterdrücken die ursprünglichen Einwohner und rotten sie aus, oder die Gruppen teilen das Land unter sich auf.

Ich sehe wenig Grund, anzunehmen, dass das anders enden wird, nur weil die ursprüngliche Bevölkerung weiß ist. In der Tat ist es sogar noch wahrscheinlicher, wenn man bedenkt, dass wir zu der rassischen Gruppierung gehören, die über Jahrhunderte hinweg den Lauf der Welt dominiert hat und einige Nicht-Weiße uns deswegen hassen. Wenn man zusätzlich in Betracht zieht, dass ein großer Teil der Einwanderer Moslems sind, die normalerweise Nichtmoslems auch unabhängig von der Rasse verfolgen, wird - wenn die Einwanderung so weitergeht wie bisher - mit größter Wahrscheinlichkeit die Zukunft meiner KInder und Enkel so aussehen, dass sie vor der Wahl stehen, entweder um ihr Leben zu kämpfen, oder das, was einmal ihr Land war, als Flüchtlinge hinter sich zu lassen.

Warum genau bin ich verpflichtet, das zu akzeptieren? Vom Land vertrieben zu werden und von den eigenen Politikern und Medien mundtot gemacht zu werden, ist in meinen Augen nicht besonders tolerant. In Norwegen wurde im Jahr 2001 ein farbiger Teenager names Benjamin Hermansen von zwei Neonazis getötet. Der Mord löste einen der größten Protestmärsche seit dem Zweiten Weltkrieg aus und wurde vom Kronprinz und dem Premierminister angeführt, und in allen Schulen des Landes wurde während der Trauerfeier eine Schweigeminute abgehalten.

Etwas später im Jahr 2001 veröffentlichte die Osloer Polizei, dass die Zahl der Vergewaltigungsdelikte in der Stadt rapide steigt und dass in der Mehrheit dieser Fälle die Opfer weiß und die Täter nicht-westlicher Herkunft sind. Diese Zahlen wurden schnell begraben. Darüber hinaus ziehen aus Holmlia, dem Stadtteil von Oslo, in dem Hermansen lebte, die Norweger aufgrund von Übergriffen durch Einwanderer still und leise weg. Der Mord an Hermansen erhielt gerade deswegen so viel Aufmerksamkeit, weil er so eine Seltenheit war. Überfälle, Vergewaltigungen und Messerattacken an Weißen durch Nichtweiße hingegen kommen regelmäßig vor.

Überall in Westeuropa und sogar in großen Teilen der ganzen westlichen Welt gibt es heutzutage Gebiete, in denen es für Weiße gefährlich ist, zu leben. Das zieht niemals je Empörung nach sich. Im Gegenteil, es zieht Rassismus-Beschuldigungen nach sich, wenn die weiße Bevölkerung sich gegen fortwährende Masseneinwanderung stellt, und das ungeachtet der Tatsache, dass wir in einer kurzen Zeit mehr Einwanderung geduldet haben als vermutlich jemals im Laufe der Geschichte irgendein Volk friedlich geduldet hat.

Die schwedische Radikalfeminstin Joanna Rytel verfasste einen Artikel "Ich werde niemals einen weißen Mann gebären" für die große schwedische Tageszeitung Aftonbladet, in dem sie Dinge schreibt wie "Keine weißen Männer bitte .... ich kotze auf sie." Nachdem deswegen eine Klage eingegangen war, erklärte der schwedische Staatsanwalt Göran Lambertz, warum man das nicht als Rassismus bezeichnen könne:

"Der Zweck hinter dem Gesetz gegen die Aufstachelung zu ethnischem Hass war, den gesetzlichen Schutz für Minderheiten verschiedener Herkunft und Religion zu sichern. Es war nicht beabsichtigt, dass Fälle, in denen sich Menschen kritisch oder abfällig über Männer mit ethnisch-schwedischen Hintergrund äußern, von diesem Gesetz betroffen sind."

Das alles ist sicher nicht so, weil Rassismus gegen die weiße Bevölkerung nicht existieren würde. Die Überfall-Welle, die Malmö in den vergangen Jahren erlebte, ist Teil eines "Krieges gegen die Schweden". Das ist die Erklärung, die die Täter mit Migrationshintergrund dafür angaben. Warum wird das niemals von den Behörden ernst genommen?

Westliche Befürworter der Political Correctness stehen ideologisch Menschen, die Weiße für überlegen halten, sehr nahe, da sie ebenfalls Weißen einen "besonderen Status" zugestehen, den sie niemand anderem zubilligen. Dass dieser "besondere Status" ein negativer ist, macht das keineswegs besser. Das Gegenteil von weißem Überlegenheitsdenken kann man vielleicht als weißes Wertlosigkeitssyndrom (WWS) bezeichnen. Selbsthassende weiße Westler sind Opfer des WWS.

Ich sehe nicht ein, dass ich zwischen weißem Überlegenheitsdenken und weißem Wertlosigkeitsdenken wählen soll. Es ist eine Sache, die Ansicht abzulehnen, die eigene Kultur solle anderen aufgezwungen werden, es ist aber eine ganz andere Sache, zu sagen, dass man nicht das Recht habe, die eigene Kultur im eigenen Land zu bewahren. Das letztere ist einfach nur eine Sache von Selbsterhaltung, der grundlegendste Instinkt alles Lebenden bis hinunter zur bakteriellen Ebene.

Ich habe ein Recht, meine Kultur zu bewahren, auch wenn ich blaue Augen habe und nichts "Rassistisches" daran erkennen kann, wenn ich nicht wünsche, dass meine Kinder durch Masseneinwanderung eine verfolgte Minderheit in ihrem eigenen Land werden. Dass man bezichtigt wird, man würde dem weißen Überlegenheitsdenken anhängen, nur weil man das Offensichtliche äußert, zeigt wie tief verwurzelt und verinnerlicht dieses anti-weiße Vorurteil bereits geworden ist.

26.10.06 15:38


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