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Der Aufstieg der Glossokratie

 

Von Fjordman

 

 

Original vom 29.01.2007 : The Rise of Glossocracy

Alexander Boot, ein gebürtiger Russe, ging in den siebziger Jahren in den Westen, nur um dort festzustellen, dass es den Westen, nach dem er suchte, nicht mehr gab. Das veranlasste ihn dazu, das Buch "How the West Was Lost" zu schreiben. Ich stimme mit seiner Kritik an der postaufklärerischen Zivilisation als Ganzes nicht überein. Er ist aber dennoch wortgewandt und originell und daher allemal wert, gelesen zu werden.

Boot ist der Ansicht, dass die Demokratie oder, um es in den Worten Abraham Lincolns auszudrücken, die Herrschaft des Volkes, durch das Volk und für das Volk, durch Glossokratie ersetzt worden ist - die Herrschaft des Wortes, durch das Wort und für das Wort.

Die moderne Glossokratie kann mindestens bis zu dem Wahlspruch der Französischen Revolution "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" zurückverfolgt werden. Wie sich später herausstellte, bedeute das Massenterror, martialisches Recht und autoritäre Herrschaft. Nach Boot ist ein Wort umso nützlicher für Glossokraten je bedeutungsloser es ist. Der Antrieb, der hinter der Political Correctness steckt, ist das Verdrehen der Sprache, die wir gebrauchen, das Durchdrücken neuer Wörter oder das inhaltliche Verändern herkömmlicher Wörter, wodurch sie zu "Massenkontrollwaffen" gemacht werden, indem diejenigen, die sich den neuen Definitionen nicht fügen, dämonisiert werden:

"Wie die russische Intelligentsia vergangener Zeiten ist die glossokratische Intellegentsia des heutigen Westens eifrig dabei, die letzten Überbleibsel der westlichen Kultur mit der Wurzel auszureißen. Die Presse ist eines der Handwerkszeuge, die sie dafür benutzen, das Bildungswesen ist ein weiteres."

Ein Beispiel für die Macht durch Sprache stammt aus Alice im Wunderland von Lewis Caroll:

'Wenn ich ein Wort verwende', sagte Humpty Dumpty ziemlich geringschätzig, 'dann bedeutet es genau, was ich es bedeuten lasse, und nichts anderes.' 'Die Frage ist doch', sagte Alice, 'ob du den Worten einfach so viele verschiedene Bedeutungen geben kannst'. 'Die Frage ist', sagte Humpty Dumpty, 'wer die Macht hat - das ist alles.'

Boot zufolge steht und fällt die Glossokratie mit einer langfristig angelegten Investition in Unwissenheit: "Eine halb-alphabetisierte Bevölkerung ist ein weiches Ziel für glossokratische Humpty Dumptys, die darauf beharren, dass Worte die Bedeutung haben, welche auch immer sie ihnen geben möchten."

Wie ich früher schon gesagt habe, waren Feministinnen die Pioniere der Political Correctness einschließlich der Veränderung der Sprache, um diese geschlechtsneutral und weniger "unterdrückerisch" zu machen. Diejenigen, die es erfolgreich schaffen, ihre Wortdefinitionen durchzusetzen, gehen als Sieger aus dem Wettstreit der Ideologien hervor.

Es gab ein interessantes Buch über das Schweden der frühen siebziger Jahre mit dem Titel "The New Totalitarians" von dem britischen Historiker Roland Huntford. Besonders bemerkenswert ist, wie die sozialistische Regierung gezielt die Kernfamilie zerbrach. Dies wurde als Befreiung von der Unterdrückung der Frau dargestellt, in Wirklichkeit ging es dabei aber darum, den religiösen Unterbau der Gesellschaft niederzureißen und sowohl die Kirche als auch die jüdisch-christliche Denkweise als ideologische Konkurrenten auszuschalten.

Es ging auch darum, die staatliche Kontrolle über alle Bürger zu verstärken, indem man eine rivalisierende Institution zerstörte, die die ungehinderte staatliche Indokrination von Kindern behinderte. Darüber hinaus konnte der Staat die Feindseligkeit zwischen Männern und Frauen schüren und als Schlichter einschreiten, und so seine Macht weiter ausbauen. Bei den letzten paar Wahlen in Schweden gab es in der Tat keinerlei Debatte über Masseneinwanderung, dafür aber eine leidenschaftliche Debatte über "Geschlechtergleichstellung", bei der sich fast alle Teilnehmenden selber als Feministen bezeichneten und nur noch darüber debattierten, welcher Weg zu der absoluten Gleichstellung der Geschlechter führt.

Herr Huntford zeigte auf, wie es - nachdem erst einmal entschieden war, dass der Platz einer Frau nicht zu Hause sondern außerhalb des Hauses bei der Arbeit ist - rapide zu sprachlichen Veränderungen kam. Er schreibt auf Seite 301:

"Das herkömmliche schwedische Wort für Hausfrau ist 'husmor', was ehrbar klingt; es wurde durch den Neologismus hemmafru ersetzt, das wörtlich übersetzt 'die-Ehefrau-die-zu-Hause-bleibt' heißt und abfällig klingt.[Anm.d.Ü.: Ich vermute, das ungefähre deutsche Äquivalent dürfte das ebenfalls abfällig klingende "Heimchen am Herd" sein.] Es gelang den Massenmedien, innerhalb weniger Monate die alte Bezeichnung zu töten und sie durch die neue zu ersetzen. Ende 1969 war es fast unmöglich, in einem Alltagsgespräch den Status einer Hausfrau zu erwähnen ohne dabei den Eindruck zu erwecken, ihn zu verdammen oder verächtlich zu machen. Das Schwedische wurde unter den Augen und Ohren der Schweden verändert. Husmor war diskreditiert worden; der einzige Ausweg war, den Begriff hemmafru in ironischer Weise zu gebrauchen. Verbunden mit dieser sprachlichen Wende entstand auch eine gefühlsmäßige Veränderung. Frauen, die noch ungefähr ein Jahr zuvor zufrieden und vielleicht sogar stolz zu Hause geblieben waren, verspürten nun zunehmend den Druck, arbeiten gehen zu müssen. Die Ersetzung des einen Wortes durch ein anderes wurde von einer eindringlichen Propaganda in den Massenmedien begleitet und es war wie eine energische Konditionierungskampagne. Nur sehr wenige waren in der Lage, die Indoktrination der sprachlichen Manipulation zu durchschauen; die Bevölkerung war buchstäblich gehirngewaschen worden."

Ich für meinen Teil finde es interessant, dass dieselben Leute, die in den sechziger und siebziger Jahren die traditionellen Familienstrukturen in westlichen Ländern aufbrachen, die Menschen vor den Gefahren der Überbevölkerung warnten und den Leuten erzählten, sie sollen ihre Geburtenraten verringern, ein paar Jahre später daherkommen und sagen, dass wir Millionen von Einwanderern importieren müssen, weil wir so geringe Geburtenraten haben.

Der Autor Daniel Horowitz hat über die höchst einflussreiche amerikanische Feministin Betty Friedan geschrieben, deren 1963 erschienenes Buch “The Feminine Mystique” [deutsch: “Der Weiblichkeitswahn oder die Mystifizierung der Frau“]. in weiten Kreisen als Grundstein der zweiten Welle des Feminismus betrachtet wird. Horowitz dokumentiert, dass Friedan schon Jahrzehnte davor eine Hardcore-Marxistin gewesen war. Es ist bezeichnend, dass sie versuchte, dieses Vorleben zu verbergen, indem sie sich selber als durchschnittliche Vorstadthausfrau darstellte. In den frühen Entwürfen zitierte Friedan Friedrich Engels, aber diese Zitate wurden herausgenommen, bevor das Buch veröffentlicht wurde. Karl Marx und Friedrich Engels riefen im Kommunistischen Manifest dazu auf, die Familie abzuschaffen. Friedan verunglimpfte die Haushalte amerikanischer Vorstadtfamilien als "komfortable Konzentrationslager."

Roland Huntford stellte fest, dass der Geschichtsunterricht in schwedischen Schulen stark beschnitten wurde, weil er "ungeeignet“ war. Religion im allgemeinen und das Christentum im besonderen wurde als Aberglauben zum Zwecke der Verdummung der Massen dargestellt, die von der Arbeiterbewegung von dieser uralten Unterdrückung befreit worden waren.

Er führt aus , dass durch die Tatsache, dass" das historischen Wissens zum alten Eisen geworfen wurde, Schülern ein Instrument vorenthalten wird, die Gesellschaft hier und heute zu kritisieren. Und vielleicht war genau das der beabsichtigte Effekt." Der Journalist Christopher Hitchens schrieb später “Um glückliche und hohlköpfige Sklaven zu erhalten, braucht man jedoch eine Gesellschaft, die anders kultiviert ist, in der keinerlei ernsthaftes Geschichtswissen gelehrt wird.“

Der Staat befasst sich" in den Worten von Herrn Ingvar Carlsson, der damals Bildungsminister war, "mit einer Moral, die dem Wunsch nach gesellschaftlicher Veränderung entspringt." Herr Carlsson, der später bis 1996 schwedischer Premierminister war, tat sich auch einmal mit der Aussage hervor, dass die "Schule die Speerspitze des Sozialismus" sei.

Nach Huntford wurde das Wort "Freiheit" in Schweden fast vollkommen auf den sexuellen Bereich beschränkt:

"Die schwedische Regierung hat sich der Sache angenommen, die gewöhnlich gerne als die "sexuelle Revolution" bezeichnet wird. Kindern wird in der Schule eingehämmert, dass sexuelle Emanzipation ihr Geburtsrecht sei und dass ihnen seine Wahrnehmung dadurch ermöglicht wird, dass der Staat ihnen Befreiung von altmodischen Restriktionen gewährt."

Er beschreibt ein Treffen mit Dr Gösta Rodhe, der Vorsitzenden der Abteilung für Sexualkundeunterricht an der obersten Schulbehörde. Sie äußerte dabei: "Sehen Sie, da es einen Mangel an Spannungen in der schwedischen Politik gibt, müssen junge Menschen stattdessen Befreiung und Aufregung in sexueller Spannung finden."

Herbert Marcuse, einer der herausragendsten Theoretiker der Frankfurter Schule des Kulturmarxismus, erkannte die auf religiösem Glauben basierende Moral als das Haupthindernis auf dem Weg zu einer sozialistischen Gesellschaft. In seinem 1955 erschienenen Buch Eros und Zivilisation sprach er sich dafür aus, Sexualität von jeglichen Einschränkungen zu befreien. Das schlug in den Sechzigern dann wie eine Bombe ein. Wenn er auch den Slogan "Make love, not war,” nicht geprägt haben mag, so hat er ihn doch zweifellos sehr gestützt.

Herr Huntford schloss sein Buch mit einer Warnung, dass dieses System eines weichen Totalitarismus in andere Länder exportiert werden könne. Das war in den frühen Siebzigern und die Warnung hat sich inzwischen als berechtigt erwiesen:

"Die Schweden haben vorgemacht, wie vorhandene Techniken unter idealen Bedingungen angewandt werden können. Schweden ist ein Laborexperiment an einem isolierten und sterilisierten Subjekt. Die Pioniere des neuen Totalitarismus, die Schweden, sind eine Warnung davor, was wahrscheinlich auf den Rest von uns wartet, wenn wir nicht darauf achten, uns der Kontrolle und Zentralisation zu widersetzen, und wenn wir uns nicht daran erinnern, dass Politik keineswegs etwas ist, das man delegiert, sondern viel mehr etwas, für das das Individuum zuständig ist. Die neuen Totalitaristen, die sich auf Überredung und Manipulation verlegt haben, müssen effizienter sein als die alten, die sich auf Stärke verließen."

"In dem Maße, wie politische und wirtschaftliche Freiheit dahinschwindet" so steht es in Aldous Huxley’s “Schöne Neue Welt“, “neigt die sexuelle Freiheit dazu, sich als Kompensation dazu zu steigern." Das passt perfekt zu Huntforts Beschreibung. Der Staat entzieht dir die persönliche, ökonomische und politische Freiheit, gewährt dir aber stattdessen sexuelle Freiheit und spielt sich selbstgerecht als dein Befreier auf.

Sprache als Machtinstrument wird unterschätzt. Wer die Sprache und die Lehrpläne kontrolliert, kontrolliert die Gesellschaft.

George Orwell sagte: “Wenn Redefreiheit überhaupt etwas bedeutet, dann ist es die Freiheit, Dinge zu sagen, die die Leute nicht hören wollen." In seinem Buch 1984 regiert eine totalitäre Partei große Teile Europas. Ihre drei Slogans, die überall zu sehen sind, besagen: Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei und Unwissenheit ist Stärke. Das ist die ultimative Glossokratie, die sogar eine vollkommen neue Sprache - Neusprech - erschaffen hat:

"Sehen Sie nicht, dass das einzige Ziel von Neusprech das ist, den Raum für Gedanken einzuengen? Am Ende werden wir Gedankenverbrechen fast unmöglich gemacht haben, weil es keine Worte gibt, in denen man sie ausdrücken könnte. Jedes Konzept, das jemals gebraucht werden könnte, wird mit exakt einem Wort ausgedrückt, dessen Bedeutung streng definiert ist und dessen darüber hinausgehende Bedeutungen ausradiert und vergessen sind."

Ich liebe Orwells Buch, aber ehrlich gesagt passt es eher zu den Zuständen in einer offen totalitären Gesellschaft als zu denen in westlichen Nationen. Aldous Huxleys Schöne Neue Welt mit seiner hedonistischen Gesellschaft, in der die Menschen sich ihr Vergnügen durch promisken Sex und Drogen verschaffen, ist näher dran. Der Forscher Neil Postman verglich die Welten von 1984 und Schöne Neue Welt in seinem Buch Wir amüsieren uns zu Tode:

"Orwell fürchtete diejenigen, die uns Informationen vorenthalten. Huxley fürchtete diejenigen, die uns so viel davon geben, dass wir uns in Passivität und Egoismus zurückziehen. Orwell fürchtete, dass die Wahrheit vor uns verborgen gehalten würde. Huxley fürchtete, dass die Wahrheit in einem Meer von Belanglosigkeiten ertränkt werden würde. Orwell fürchtete, dass wir eine Kultur der Gefangenschaft werden könnten. Huxley fürchtete, dass wir eine Kultur der Trivialität werden könnten, die sich vorwiegend mit etwas ähnlichem wie Gefühlsduselei, Larifari und Tri-Tra-Trullalla beschäftigt. Wie Huxley in Wiedersehen mit der Schönen Neuen Welt bemerkte, haben es die Verfechter der bürgerlichen Freiheiten und diejenigen, die stets wachsam darauf bedacht sind, sich gegen Tyrannei zu stellen, versäumt, den fast unendlichen Hunger des Menschen nach Zerstreuungen in Betracht zu ziehen.' Im Buch 1984, fügte Huxley hinzu, werden die Menschen kontrolliert, indem man ihnen Schmerzen bereitet. Im Buch Schöne Neue Welt werden sie kontrolliert, indem man ihnen Vergnügungen bereitet.' Kurz gesagt befürchtete Orwell, dass das, was wir hassen, uns ruinieren wird. Huxley befürchtete, dass das, was wir lieben, uns ruinieren wird."

Postman warnte vor den Fußangeln unserer Massenmedien-Gesellschaft:

"Was als Befreiungsbewegung begann, hat sich zu einer Sintflut des Chaos entwickelt. Alles - angefangen von der Telegrafie und Fotografie im 19. Jahrhundert bis hin zum Silikonchip im zwanzigsten hat die Informationsflut immer weiter verstärkt, bis die Dinge dann schließlich heute solche Ausmaße angenommen haben, dass für den Durchschnittsmenschen Information in keiner Beziehung zu Problemlösungen mehr steht. Sie prasselt wahllos auf einen ein, an niemanden direkt gerichtet und von jeglicher Nützlichkeit abgeschnitten; wir werden mit Information überhäuft, wir ertrinken in Information, haben keine Kontrolle mehr über sie und wissen nicht, was wir mit ihr anfangen sollen."

Das hat das Potential, von Machthabern ausgenutzt zu werden. In einer offen totalitären Gesellschaft wie in dem kommunistischen ostdeutschen Staat können Autoritäten Zensur mit vorgehaltener Pistole durchsetzen. Die Deutsche Demokratische Republik, wie sie sich selbst nannte, behauptete, die Berliner Mauer sei ein "antifaschistischer Schutzwall", während sie in Wirklichkeit dazu diente, das Land zu einem Gefängnis zu machen.

2007 warnte der frühere deutsche Bundespräsident Roman Herzog [Anm.d.Ü.: PI berichtete darüber] davor, dass von der Europäischen Union eine Gefahr für die parlamentarische Demokratie ausgeht. Zwischen 1999 und 2004 stammten 84 Prozent der Gesetzesvorhaben in Deutschland aus Brüssel. Ihm zufolge "leidet die EU-Politik an einem alarmierenden Mangel an Demokratie und einer de facto Abschaffung der Gewaltenteilung."

Gleichzeitig erzählte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel der Öffentlichkeit, dass sie nicht vorhabe, noch einmal in eine breite Debatte über die überarbeitete EU-Verfassung einzutreten sondern sich stattdesssen auf vertraute Gespräche mit Regierungsvertretern konzentrieren werde. Das ist deshalb besonders traurig, weil Merkel in Ostdeutschland aufgewachsen ist und es eigentlich besser wissen müsste anstatt einem aufdringlichen antidemokratischen System den Rücken zu stärken. Vielleicht ist sie eine Glossokratin und wechselte einfach nur von einer Glossokratie zur nächsten.

Im Januar 2007 drückte der Engländer Paul Weston im Blog Gates of Vienna seine Frustration über die Situation in Großbritannien aus. Die ganz große Story im britischen Fernsehen in jener Woche, die über 9 Millionen Zuschauer anlockte, waren die vermeintlich rassistischen Bemerkungen eines englischen jungen Mädchens gegenüber einer indischen Schauspielerin. Beide waren Teilnehmerinnen von Big Brother, einer Trash-Reality-Show im Fernsehen, die in vielen Ländern populär wurde. Gleichzeitig lief "Undercover Mosques", eine Sendung, in der ein mutiger Journalist mit versteckter Kamera sein Leben aufs Spiel gesetzt hatte, indem er aufzeichnete, was in führenden Moscheen in Großbritannien gesagt wurde. Er fand heraus, dass sie dort islamisches Überlegenheitsdenken und Hass auf Nicht-Moslems predigen, und zwar mit Äußerungen wie zum Beispiel: "Ihr müsst wie in einem Staat im Staate leben und zwar so lange bis ihr ihn übernehmt." [Anm.d.Ü.: Politically Incorrect berichete auf deutsch darüber und hier sind die Videos]. Die Zuschauerzahlen dieser höchst wichtigen Sendung lagen zwischen einer und anderthalb Millionen. Die britischen Medien waren an einer und nur einer Sache interessiert: An Big Brother.

In den Zeitungen gab es in jener Woche auch noch zwei andere Nachrichten. Die, dass das britische Parlament eine verwässerte Version der EU-Verfassung abnicken würde, ohne - wie vorher angekündigt - eine Volksbefragung dazu durchzuführen und die, dass die deutsche Kanzlerin vorhabe, besagte Verfassung wiederzubeleben. Beide Nachrichten blieben wie Herr Weston sagte, im Fernsehen fast unerwähnt.

Die Ironie daran ist, dass der Name Big Brother aus George Orwells Roman 1984 stammt, in dem der Big Brother der alles sehende Führer des totalitären Staates ist. 2007 ist Big Brother Realität, aber er ist genussvolle Zerstreuung, kein unterdrückerischer Tyrann.

Im 19. Jahrhundert war Großbritannien davon bedroht, von Napoleon unterworfen zu werden. Das britische Volk erhob sich und besiegte die Bedrohung. Im 20. Jahrhundert war Großbritannien davon bedroht, von Adolf Hitler unterworfen zu werden. Das britische Volk erhob sich und besiegte die Bedrohung. Im 21. Jahrhundert ist Großbritannien davon bedroht, von den vereinten Kräften des islamischen Djihad und eines pan-europäischen Superstaates unterworfen zu werden. Das britische Volk bemerkt diese Bedrohung nicht, weil es zu sehr damit beschäftigt ist, halbnackte Personen dabei zu beobachten, wie sie im Fernsehen obszöne Dinge tun. Ich wette, dass selbst George Orwell etwas Derartiges nicht vorausgesehen hat, aber vielleicht tat es Huxley.

Ich habe kürzlich aus The Road to Serfdom zitiert und wurde daraufhin belehrt, das sei irrelevant, weil es in den vierziger Jahren geschrieben worden war. Dem widerspreche ich. Hier ist eine Passage aus dem Buch, in der Friedrich Hayek die Political Correctness akkurat beschreibt. Seite 117:

"Der effektivste Weg, Menschen dazu zu bringen, die Gültigkeit der Werte, denen sie dienen sollen, zu akzeptieren, ist, sie zu überzeugen, dass es sich dabei in Wirklichkeit um exakt diejenigen Werte handelt, die sie - oder zumindest die Besten unter ihnen - immer hochgehalten haben, aber die früher nicht richtig verstanden und erkannt worden sind. ( ... ) Die effizienteste Technik, das zu bewerkstelligen, ist, althergebrachte Worte zu benutzen, aber deren Bedeutung zu verändern. Nur ganz wenige Züge totalitärer Regimes sind gleichzeitig so verwirrend für den oberflächlichen Betrachter wie auch charakteristisch für das gesamte intellektuelle Klima wie die komplette Perversion der Sprache, die Veränderung der Bedeutung von Worten, mit denen die Ideale des neuen Regimes ausgedrückt werden. ( ... ) Schritt für Schritt, wie dieser Prozess vonstatten geht, wird die gesamte Sprache geplündert, werden Worte zu leeren Hüllen ohne jegliche definierte Bedeutung mit der Fähigkeit, etwas in sein exaktes Gegenteil zu verkehren und einzig und allein nur noch dazu gebraucht, um die emotionalen Assoziationen hervorzurufen, die ihnen immer noch anhaften."

Hayek dachte dabei speziell an Worte wie "Gleichheit" und "Gerechtigkeit", und ganz besonders an die Kombination beider:

"Aus der Tatsache, dass Menschen sehr unterschiedlich sind, folgt, dass - wenn wir sie gleich behandeln - das Ergebnis eine Situation der Ungleichheit ist, und dass der einzige Weg, sie in eine gleiche Situation zu bringen, der ist, sie ungleich zu behandeln. Gleichheit vor dem Gesetz und materielle Gleichheit sind daher nicht nur etwas ganz anderes sondern stehen sogar in Konflikt miteinander, und wir können nur das eine oder das andere erreichen, aber nicht beides gleichzeitig,"

Und darin liegt der Grund für die Befürchtung, dass Worte wie Toleranz, Vielfalt und Dialog im Westen unter dem Multikulturalismus genauso pervertiert, verdreht und bedeutungslos geworden sind wie es Worte wie Freiheit und Demokratie im Osten unter dem Kommunismus waren.

Jedes Mal, wenn in Europa etwas Schlimmes, an dem Moslems beteiligt sind, geschieht, wird automatisch reagiert, dass die Lösung dafür der "Dialog" sei. Was das Problem jedoch überhaupt erst erschaffen hat, war der euro-arabische Dialog. Dialog ist also die Ursache von Europas Problemen, nicht ihre Lösung.

Das Eigentümliche an "der Vielfalt" ist, dass man umso weniger Meinungsvielfalt hat, je mehr ethnische Vielfalt man hat, weil jedermann sich davor zu Tode ängstigt, er könne etwas sagen, was jemanden "beleidigen" könnte. Darüber hinaus rufen die Menschen nach mehr Überwachung, um den Turbulenzen, die all diese Vielfalt verursacht hat, zu begegnen. Eine Umfrage ergab, dass volle 80 Prozent der Schweden vermehrte Überwachung befürworten, um Terrorismus und Schwerverbrechen in den Griff zu bekommen. 87 Prozent sind der Ansicht, dass die Polizei berechtigt sein solle, heimlich Telefone zu verwanzen und auf die Computer von Normalbürgern Zugriff zu nehmen. Vielfalt führt daher zu innerer und äußerer Zensur und einer zunehmend totalitären Gesellschaft.

Daneben sind jene, die die Vielfalt in den höchsten Tönen preisen, meist auch diejenigen, die am wenigsten tolerant gegenüber abweichenden Meinungen sind. Der britische Zeitungskolumnist Richard Littlejohn brachte es folgendermaßen auf den Punkt: "Die faschistische Linke hat den Nanny-Staat zum Tyrannen-Staat gemacht. Ihre Intoleranz im Namen der Toleranz ist grenzenlos."

"Toleranz" wurde als Unterstützung des Multikulturalismus und der fortschreitenden Masseneinwanderung definiert. Toleranz bedeutet damit, dass die westlichen Bevölkerungen sich selber und ihre eigene Kultur ausradieren sollen. Es bedeutet eine Unterwerfung unter die islamische Kultur und die islamische Herrschaft im Zeitlupentempo. Wer aber gegen Toleranz ist, der muss ein übler Rassist oder etwas in der Art sein. Wer würde schon Toleranz und Vielfalt nicht mögen?

Wenn Amerikaner die ungewöhnliche Passivität zu erklären versuchen, die Europäer als Reaktion auf den massiven Angriff auf ihre Länder zeigen, dann neigen sie dazu, sich auf die restriktiven Waffengesetze zu konzentrieren. Man kann unsere Probleme aber nicht einfach nur auf eine Sache von Gewehren reduzieren. Schließlich sehen sich Amerikaner sehr vielen derselben Herausforderungen gegenüber, obwohl sie bewaffnet sind.

Der wahre Grund für diese Passivität ist nicht einfach nur, dass Westler physisch entwaffnet wurden, es ist vielmehr viel bedeutsamer, dass wir kulturell, verbal und moralisch entwaffnet wurden. Sprachlich in die Ecke gedrängt, der Worte beraubt, mit denen man formulieren könnte, wofür und wogegen wir kämpfen und von unseren historischen Wurzeln abgeschnitten, sind wir Westler eine leichte Beute für unsere Feinde geworden.

Ich habe gehört, wie Individuen frei heraus äußerten, dass auch dann, wenn Moslems in der Zukunft eine Mehrheit in unseren Ländern bilden sollten, das nicht weiter bedeutsam wäre, da ja sowieso alle Menschen gleich und alle Kulturen eine Mischung aus allen anderen seien. Und weil Religionen nichts weiter als Märchen seien, mache es auch keinen großen Unterschied, wenn man ein Märchen - das Christentum - durch ein anderes Märchen - den Islam - ersetzt.

Moderne Westler neigen dazu, nur ein geringes Wissen über die eigene Geschichte zu haben, und wir werden gelehrt, das bisschen, das wir wissen, zu hassen. Wir werden gleichzeitig gelehrt, dass unsere Kultur einerseits gar nicht existiere und andererseits von Übel sei, was wortwörtlich einen Widerspruch darstellt. Beide Ansprüche dienen jedoch dazu, unsere traditionellen Loyalitäten zu untergraben, was zweifellos auch der beabsichtige Zweck ist. Weil unsere multikulturellen Humpty Dumptys bereits beschlossen haben, dass es etwas wie die westliche Zivilisation gar nicht gibt, sondern nur eine zufällige Ansammlung kultureller Impulse aus einer Vielfalt von Quellen, sieht man doof, unwissend und ungebildet aus, wenn man sie verteidigt, ein bisschen wie Don Quijote, der gegen Windmühlen kämpft.

Man muss neidlos anerkennen, dass die Moslems mit der Erfindung des Ausdrucks Islamophobie gezeigt haben, dass sie besser als viele Westler verstehen, wie die westliche Glossokratie funktioniert. Während kein Mensch vor auch nur einem Jahrzehnt jemals etwas von Islamophobie gehört hat, ist sie heute Thema internationaler Konferenzen und wird wortwörtlich als Bedrohung des Weltfriedens gehandelt.

Und obwohl wir nun ein Wort für ein imaginäres Problem - Islamophobie - haben, haben wir immer noch kein Wort für ein sehr reales Problem geprägt, für das tiefgreifende Bedürfnis nach Selbsthass mancher Westler, ihre eigene Kultur auszulöschen. Mir ist aufgefallen, dass in vielen Geschichten, in denen es um Zauberei geht, ein Zauberer Macht über etwas gewinnt, wenn er ihm einmal einen Namen gegeben hat. Also lasst uns dem antiwestlichen Selbsthass einen Namen geben. Wie wäre es mit Selbstterminierung? Wir befinden uns in einer historischen Epoche, in der der Westen den Schritt von der Selbstbestimmung zur Selbstterminierung gemacht hat.

Wenn Sprache dazu benutzt wird, die westliche Kultur anzugreifen, dann sollte unsere erste Verteidigungslinie darin bestehen, wieder die Kontrolle über sie zu gewinnen. Wir haben ein Recht darauf, gegen diejenigen, die die Selbstterminierung unserer Nationen betreiben, Widerstand zu leisten. Eine Politik, die uns die Selbstbestimmung und unseren Kindern möglicherweise den Selbstschutz vorenthält, ist bösartig, und wir haben nicht nur das Recht sondern sogar die Pflicht, uns dem entgegen zu stellen, auch wenn es von unserer eigenen Regierung vorangetrieben wird; in dem Fall sogar ganz besonders. Es ist nicht akzeptabel, dass denjenigen, die das Überleben unserer Länder aufs Spiel setzen, zugestanden wird, den Alleinvertretungsanspruch auf das Gute für sich zu erheben.

Ich habe darüber gegrübelt, wie es möglich sein konnte, ein Ding in der Größenordnung von der Schaffung Eurabias [deutsche Übersetzung]durchzuziehen. Es gibt viele Gründe dafür, unter denen die emotionalen Narben aufgrund der zwei Weltkriege in Europa und die Passivität, die in Generationen alles durchdringender Bürokratie entstanden ist, nicht gerade die geringsten sind. Aber ein Hauptfaktor war zweifellos auch die geschickte Manipulation der Sprache, die von den Erschaffern Eurabias angewandt wurde. Der Schlüssel dazu, etwas in einer Informationsgesellschaft wie der unsrigen zu verbergen, ist nicht, zu verhindern, dass es erwähnt wird. Verbote reizen nur die menschliche Neugier. Es ist besser, es unschuldig klingen zu lassen, vage gutartig und vor allem überaus langweilig, und es dann in der Kakaphonie aus Lärm und Eindrücken, mit denen wir jeden Tag bombardiert werden, ertrinken zu lassen. Weil die meisten Menschen nur eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben, werden sie sich bald etwas anderem zuwenden, selbst dann, wenn sie ein vages Gefühl dafür haben, was vor sich geht. Wenn man eine Agenda schrittweise über viele Jahre hinweg einführt und sich hütet, die Endziele offen auszusprechen, kann man mit ganz schön viel durchkommen.

Hier ist ein Zitat der Deklaration von Algier zu einer gemeinsamen Zukunftsvision aus dem Jahr 2006: "Es ist von essentieller Wichtigkeit, eine euro-mediterrane Einheit zu schaffen, die auf universellen Werten basiert." "Universelle Werte" hört sich gut an, oder? Nun, das Problem dabei ist, dass für Moslems die einzigen universellen Werte die islamischen Werte sind. Oder wie Tariq Ramadan es ausdrückt: "Die muslimische Identität ist die einzig wahre Quelle der Universalität" In anderen Worten: Die Araber werden das als Zugeständnis werten, dass Europa in der Zukunft auf islamischen Werten basieren soll. Und so wird ein Betrug von atemberaubenden Ausmaß zu etwas gemacht, das sich vollkommen unschuldig anhört und in langweilig aussehenden Dokumenten verstaut ist, von denen 99,99% der EU-Bürger noch nie etwas gehört haben. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass doch ein Außenseiter eines oder zwei der Dokumente liest, wird er sich erst einmal schichtenweise durch unverständliches eurabisches Neusprech wühlen müssen, um ihre wahre Bedeutung zu dechiffrieren. Es ist clever ausgedacht und es funktioniert, vor allem weil die meisten der offen ausgesprochenen Vereinbarungen nicht in der Öffentlichkeit gemacht und auch nicht gedruckt werden. Es braucht dann schon einen Menschen von Bat Ye'Ors intellektueller Kompetenz und geübtem Blick, um durch den glossokratischen Nebel hindurch zu sehen und die Punkte miteinander zu verbinden.

Mittels solcher Methoden ist es der EU gelungen, zu schaffen, was niemand seit dem Römischen Reich - und auch damals kaum - je geschafft hat: Den Großteil des europäischen Kontinents von Spanien bis Rumänien und von Finnland bis Italien in einer politischen Einheit zu vereinen. Während die Sowjetunion in den Worten von Ronald Reagan das Reich des Bösen war, wird man sich der Europäischen Union vielleicht als des Reiches der Glossokratie erinnern, vermutlich das erste Imperium in der Geschichte der Menschheit, das in erster Linie durch die Fähigkeit, Worte zu manipulieren, aufgebaut wurde. Das wurde durch das Herunterspielen höchst wichtiger Informationen und das Ertränken der Öffentlichkeit in irrelevanten Informationen erreicht und dadurch, dass man die Menschen in die bürokratische Unterwerfung hineingelangweilt hat.

Allerdings hat Neil Postman genau so wie er vor den Fußangeln der Informationsgesellschaft gewarnt hat, auch gesagt, dass "Techniken stets unvorhergesehene Konsequenzen haben und es nicht immer von Anfang an klar ist, wer oder was gewinnen und wer oder was verlieren wird."

Es ist kein Zufall, dass das neueste und am meisten dezentralisierte Medium, das Internet, zum bevorzugten Medium der Opposition gegen die herrschende Glossokratie geworden ist. Es ist, wie der Autor Bruce Brawer sagte: "Ich danke Gott für das Internet. Mich schaudert bei dem Gedanken an all die Dinge, die während der letzten paar Jahre geschehen sind und die ich ohne das Internet niemals erfahren hätte. ( ... ). Wenn Europa noch zu retten ist, dann wird das Internet der Grund dafür sein."

In einem Kommentar, der später in einem Online-Forum der BBC zensiert wurde, stand:

"Dass die BBC keine Links zu LGF [Little Green Footballs, wichtiger Anti-Jihad-Blog] erlaubt, kommt für die von uns, die mit den Aussagen und dem redaktionellen Ton der BBC vertraut sind, wenig überraschend. Was überraschend für mich - einen relativen Neuling in der Blogosphäre - war, ist das Ausmaß, in dem die Nachrichten, die BBC für uns auswählt, gefiltert und zensiert werden. Ganze Storys, die in der Blogosphäre eine Sensation darstellen und unzweifelhaft von öffentlichem Interesse sind, werden bei BBC entweder beiläufig oder überhaupt nicht erwähnt."

So wie Nikolaus Kopernikus im 16. Jahrhundert zeigte, dass die Sonne nicht um die Erde kreist, so entdecken die traditionellen Medienbetriebe von heute so langsam, dass die Informationsgesellschaft nicht mehr um ihre Redaktionspolitik kreist. Es ist die zweite kopernikanische Wende. Wir müssen allerdings noch bestimmen, wie einschneidend sie sein wird, aber sie verursacht jetzt schon sichtbare Risse an der Oberfläche des glossokratischen Imperiums.

2.2.07 11:41


Ist der Islam mit Demokratie kompatibel - Teil 2 von 5

von Fjordman

 

Original vom 11. Dezember 2006 : Is Islam Compatible with Democracy? part 2

Teil 1 auf deutsch

Hallo von Fjordman. Hier kommt der zweite Teil des Essays, das aus mindestens fünf Teilen bestehen wird und in dem genau erklärt wird, warum der Islam inkompatibel mit Demokratie ist. Es wird in Zusammenarbeit mit dem Blog Gates of Vienna veröffentlicht. Der erste Teil ist hier.“

Gemäß Salim Mansur, Associate Professor für Politikwissenschaften an der Universität von Western Ontario in Kanada, ist „Demokratie im kulturellen Sinn ein Ausdruck der freiheitlichen modernen Welt, die das Individuum ins moralische Zentrum von Politik und Gesellschaft rückt. ( … ) Es ist die Vorstellung der unveräußerlichen Rechte, die im Individuum ihren Platz haben, es sind diese Rechte, die geschützt und gefördert werden müssen, Rechte, denen man den vollen ungehinderten Ausdruck zugestehen muss, was die Demokratie im moralischen Sinn so sehr von anderen kulturellen Systemen unterscheidet. Aus dieser freiheitlichen Perspektive betrachtet ist es ein allgemein üblicher Fehler, Demokratie einfach als ein System zu betrachten, bei dem die Mehrheit die Regierung stellt. In einer Demokratie, die auf individuellen Rechten basiert, ist es der Schutz der Rechte von Minderheiten und Dissidenten, die in einem weiter gefassten Kontext der demokratischen Kultur ihre von anderen unterschiedliche Natur widerspiegelt."

Diese Definition steht im Widerspruch zu der einer illiberalen Demokratie, die „dem ähnelt, was Samuel E. Finer, ein Professor für Politikwissenschaft über eine durch Verhältniswahlrecht entstandene Regierung schrieb, was er als ‚Fassaden-Demokratie’ bezeichnete; eine Verbeugung vor der Idee der Demokratie seitens der kleinen Machtelite als Mittel zur Untermauerung ihrer Legitimität und zur Aufrechterhaltung ihrer Autorität.“

Ein in diesem kulturellen Sinn auftretendes großes Hindernis beim Aufbau der Demokratie in islamischen Ländern ist, dass Moslems von Geburt an gelehrt werden, dass Nicht-Moslems nicht erwarten können, die gleichen Rechte wie Moslems zu genießen.

Das Wall Street Journal brachte eine Abhandlung mit dem Titel: „Wiederbelebung der nahöstlichen Demokratie: Wir Araber brauchen die Hilfe des Westens, um in ein neues liberales Zeitalter einzutreten.“ Sie wurde von Saad Eddin Ibrahim verfasst, dem Vorsitzenden des Ibn Khaldun Zentrums für Entwicklungsstudien in Kairo, der mehrmals für sein prodemokratisches Wirken in Ägypten im Gefängnis war. Herr Ibrahim ist der Ansicht, dass die Aussichten auf Demokratie im Nahen Osten überraschend gut seien:

„In vergangenen Jahrzehnten gaben maßgebliche Stimmen zu bedenken, dass Deutschland, Japan, slawische Länder und sogar katholische Gesellschaften niemals demokratisch sein würden, nicht einmal demokratisch sein könnten. Ich spreche hier nicht von weit verbreiteten Vorurteilen sondern von hochgradigen Gelehrten- und Expertenmeinungen. Heerscharen von gelehrten Schwarzsehern glaubten, dass etwas an der deutschen, japanischen oder slawischen Kultur oder am Katholizismus sei, das der Demokratie und demokratischen Werten grundlegend und unveränderbar feindselig gegenüberstehe….“

Aber in den Worten von Ibn Khaldum, des gefeierten Geschichtsschreibers aus dem 14. Jahrhundert selbst, heißt es: „In der Gemeinschaft der Moslems ist der Heilige Krieg religiöse Pflicht, und zwar aufgrund des universellen Anspruchs der islamischen Mission, die beinhaltet, jeden entweder durch Überzeugung oder mit Gewalt zum Islam zu konvertieren.“ Im Islam, so Ibn Khaldun, wird die Person, die in religiösen Angelegenheiten federführend ist, mit „Machtpolitik“ befasst, weil der Islam „die Verpflichtung beinhaltet, Macht über Nationen zu erlangen.“ (Muqaddimah trans. Rosenthal, p. 183).

Robert Spencer kommentierte das folgendermaßen: “Das sind nicht die Worte von Offenheit, Toleranz und Demokratie. Und in der islamischen Welt wird immer noch weit verbreitet daran festgehalten.“

Über Christen schrieb Ibn Khaldun: “Wir glauben nicht, dass wir die Seiten dieses Buches [Muqaddimah] mit der Diskussion über ihren [der Christen] Unglauben besudeln sollten. Das ist im heiligen Koran klar festgeschrieben. Es ist nicht an uns, über diese Dinge zu diskutieren oder zu streiten. Es ist an ihnen, die Wahl zu treffen zwischen der Konversion zum Islam, Zahlung der Kopfsteuer oder Tod.“

Aus Dr. Andrew Bostoms Buch The Legacy of Jihad ( S. 29) : “In 'The Laws of Islamic Governance al-Mawardi' (d. 1058), werden auch die Regelungen untersucht, die den Landbesitz der vom Djihad unterworfenen ungläubigen (d.h. nicht-islamischen) Bevölkerungen betreffen. Das ist der Ursprung des Systems der Dhimmitude. Die einheimische ungläubige Bevölkerung musste das islamische Eigentumsrecht an ihrem Land anerkennen, sich islamischem Gesetz unterwerfen und die Zahlung der Kopfsteuer (Jizya) akzeptieren. Al-Mawardi hebt den bezeichnendsten Aspekt dieser einvernehmlichen Betrachtung der Jizya in der klassischen islamischen Rechtssprechung hervor: den entscheidenden Zusammenhang zwischen Djihad und Jizya. Er führt aus, dass „der Feind im Gegenzug für Frieden und Versöhnung eine Zahlung leistet.“ Al-Mawardi unterscheidet im folgenden zwei Fälle: (1) Die Zahlung erfolgt sofort und wird wie Beute behandelt, “sie schützt aber nicht davor, dass in der Zukunft Jihad gegen die geführt wird, die sie erbringen” (2) Die Zahlung erfolgt jährlich und „stellt einen fortlaufenden Tribut dar, durch den die Sicherheit der Zahlenden gewährleistet wird.“ Versöhnung und Sicherheit dauern so lange an, wie die Zahlung erbracht wird. Wenn die Zahlungen eingestellt werden, wird der Jihad wieder aufgenommen.“

Es gibt auch noch andere Einschränkungen, denen Dhimmis unterliegen. 2005 wurde angekündigt, dass die erste christliche Kirche in Katar seit dem 7. Jahrhundert auf Land gebaut werden sollte, das von dem reformorientierten Emir gestiftet worden war. Die Kirche wird keinen Kirchturm und kein frei stehendes Kreuz haben, was in Übereinstimmung mit der traditionellen Dhimmi-Gesetzgebung ist, in der es Christen verboten ist, Kreuze offen darzustellen. Clive Handford, der in Nikosia residierende Anglikanische Bischof für Zypern und die Golfregion, sagte: „Wir sind als Gäste in einem islamischen Land und wir möchten uns feinfühlig gegenüber unseren Gastgebern verhalten … aber wenn man erst einmal das Kirchentor durchschritten hat, wird es für jeden sichtbar sein, dass man sich in einem christlichen Zentrum befindet.“ Das Christentum wurde in den meisten arabischen Golfstaaten innerhalb weniger Jahrhunderte nach Aufkommen des Islam ausgerottet.

Sogar in Malaysia, einem Land mit islamischer Bevölkerungsmehrheit, das regelmäßig als “moderat und tolerant” gepriesen wird, haben Hunderte von betenden Hindus voller Entsetzen mit angesehen, wie Arbeiter, zum größten Teil Moslems, das Dach ihres Tempels abrissen und die Gottheiten zerschlugen, die eingewanderte indische Arbeiter mit sich gebracht hatten. „Wir sind arm und unser einziger Trost sind unsere Tempel und nun verlieren wir die auch noch,“ sagte Kanagamah in tamilisch, der Sprache, die von ethnischen Indern gesprochen wird, die überwiegend Hindus sind und acht Prozent von Malaysias 26 Millionen Einwohnern ausmachen.

Nach dem Menschenrechtsanwalt P. Uthayakumar finden „die Zerstörungen willkürlich und unrechtmäßig statt und verstoßen gegen alle verfassungsmäßig garantierten Rechte der Religionsfreiheit“. Er sagte, die Tempel würden als illegale Bauwerke von den Behörden abgerissen, aber dieselben Behörden machen es den Gläubigen unmöglich, eine Baugenehmigung zu erhalten. Er verwies auf den Fall einer nahe gelegenen katholischen Kirche, die nach 30 Jahren Bemühungen schließlich eine Baugenehmigung erhielt. „Was sagt das über Religionsfreiheit aus?“ fragte er. Nun, es sagt aus, dass islamische Behörden immer noch gemäß der klassischen Klauseln der Dhimmi-Gesetzgebung vorgehen, nach denen Nicht-Moslems keine neuen Gebetshäuser bauen und keine alten reparieren dürfen.

Nach Sita Ram Goel hat Imam Hanifa “vorgeschlagen, dass Hindus, obwohl sie Götzenanbeter sind, wie Juden, Christen und Zoroastrier als ‚Schriftbesitzer’ akzeptiert werden und den Dhimmistatus erhalten können. Die islamischen Schwertkämpfer und Theologen in Indien folgten dieser islamischen Rechtsschule. Das ermöglichte es ihnen, die ‚krähengesichtigen Ungläubigen’ dieses Landes in den Status von ‚Zimmis’ zu erhöhen. Hindus konnten ihr Leben und Teile ihres Eigentums retten - wenn auch nicht ihre Ehre und ihre Anbetungs- und Pilgerstätten - indem sie die Jizya zahlten und sich einverstanden erklärten, unter hochgradig diskriminierenden Einschränkungen zu leben. Die einzige Wahl, die die anderen großen Imame des Islam - Malik, Shafii and Hanbal [zusammen mit Hanifa die Gründer der vier islamisch-sunnitischen Rechtsschulen] den Hindus ließen, war die zwischen Islam und Tod."

Von westlichen Apologeten hören wir oft, dass der „regionale Zwist“ auf dem indischen Subkontinent „auf Gegenseitigkeit beruhe“. Wenn das der Fall ist, wie kann man sich dann erklären, dass in Pakistan fast alle Nicht-Moslems ausgelöscht sind und die paar wenigen verbliebenen Christen und Hindus sich ständigen Schikanen und Misshandlungen ausgesetzt sehen? Die Bevölkerung von Bangladesh bestand noch vor wenigen Jahrzehnten aus dreißig Prozent Nicht-Moslems. Heute liegt ihre Zahl bei zehn Prozent. Im Gegensatz dazu hat sich in der gleichen Zeitspanne aufgrund höherer Geburtenraten die Zahl der Moslems in der Republik Indien erhöht. Weisen diese Statistiken auf „gegenseitige Feindseligkeit“ hin oder einfach nur auf eine Verfolgung Ungläubiger?

In der pakistanischen Provinz Sindh gibt es eine alarmierende Entwicklung: Moslems kidnappen pakistanische hinduistische Mädchen und zwingen sie, zum Islam zu konvertieren. Die besorgte ansässige Hindu-Gemeinde hat dazu Zuflucht genommenen, ihre Töchter zu verheiraten, so bald sie alt genug dafür sind. Alternativ wandern sie nach Indien, Kanada oder in andere Länder aus. In jüngster Zeit sind alleine in Karatschi mindestens 19 solcher Entführungen vorgekommen.

“Hat man je davon gehört, dass ein indisches muslimisches Mädchen dazu gezwungen wurde, den Hinduismus anzunehmen? Es sind Moslems, die mittels Einschüchterung gewinnen. Es sind Moslems, die eine Kultur überwältigen, indem sie sie bedrohen, die junge Mädchen entführen, so dass eine ganze Gemeinde auswandert oder sich den islamischen Mördern ergibt,“ sagt die Menschenrechtsaktivistin Hina Jillani. Auf Hindus und Christen in Pakistan wird herabgesehen. „Deshalb müssen sie minderwertige Jobs annehmen; ihre Aufstiegschancen auf jedem Gebiet sind gering.“

Das islamische Überwertigkeits-Syndrom reicht tief. In Milestones schreibt der Ägypter Sayyid Qutb über „einen triumphierenden Geisteszustand, der im Herzen des Gläubigen tief verankert sein sollte“ und zwar gegenüber allem. „Es bedeutet, sich sowohl dann überlegen zu fühlen, wenn die anderen schwach, wenige und arm sind als auch dann, wenn sie stark, viele und reich sind.“

„Wenn der Gläubige alles - egal ob althergebracht oder modern - was der Mensch je kannte, ansieht und es mit seinem eigenen Gesetz und System vergleicht, wird er feststellen, dass all das im Vergleich zu dem perfekten System und dem vollständigen Gesetz des Islam nichts weiter als Kinderspielzeug oder die Suche von Blinden ist. Und wenn er von seiner hohen Warte aus mit Mitgefühl und Sympathie auf die irrende Menschheit und ihre Hilflosigkeit und Verirrung herabsieht, dann findet er in seinem Herzen nichts als ein Gefühl des Triumphs über Irrtum und Unsinn. ( … ) Bedingungen ändern sich, der Moslem verliert seine physische Stärke und wird erobert, aber das Bewusstsein, dass er der am höchsten Stehende ist, verlässt ihn nicht. Wenn er ein Gläubiger bleibt, sieht er auf seinen Eroberer von einer höheren Warte aus herab. Er behält die Gewissheit, dass dies nur ein vorübergehender Zustand ist, der vorbei gehen wird, und dass der Glaube den Gezeitenwandel bringen wird, aus dem es kein Entkommen gibt.“

Unter dieser islamischen Mentalität der Vormachtstellung liegt noch die Vorstellung von arabischer Vormachtstellung. Um wieder Qutb zu zitieren: „Was sind die Araber ohne Islam? Welche Ideologie gaben sie der Menschheit oder können sie ihr noch geben, wenn sie den Islam aufgeben? Die einzige Ideologie, mit der die Araber die Menschheit voranbrachten, war der islamische Glaube, der sie in die Position der Führerschaft über die Menschen erhob. Wenn sie diesen Glauben aufgeben, werden sie in der Geschichte der Menschheit keine Funktion mehr haben und keine Rolle mehr spielen.“

Natürlich gibt es jene, die Sayyid Qutb als „Extremisten“ abqualifizieren, da seine Werke wie Milestone und ganz besonders In the Shade of the Qur’an seit seiner Hinrichtung durch Gamal Abdel Nassers Regime im Jahr 1966 zahllose Djihadisten inspiriert haben. Aber Qutb’s Vorstellungen von islamischer Vormachtsstellung basieren auf einer stabilen islamischen Grundlage.

Nach Hugh Fitzgerald gibt es “innerhalb des Islam, einer angeblich universalen Religion, in der alle Moslems in der Umma gleich sind, eine besondere Stellung für Araber.“ Der Koran ist in arabisch geschrieben und „wurde den Arabern, dem besten unter den Völkern, vermittelt, gegeben, offenbart. Der beste der Menschen, Mohammed, war ein Araber und seine Gefährten waren es auch. Der Koran selbst sollte idealerweise nicht in irgendeiner anderen Sprache als arabisch gelesen werden (und zwar in dem Arabisch, in dem er geschrieben wurde, nicht in irgendeiner vereinfachten oder modernisierten Version). Koranisches Rezitieren erfolgt auf arabisch. Die Studenten aus Pakistan oder Indonesien oder von anderswo, die ihre jungen Leben damit verbringen, den Koran auswendig zu lernen, lernen im Endeffekt arabisch auswendig, eine Sprache, die sie entweder gar nicht kennen oder höchst unvollständig verstehen. Und doch ist es das Arabisch des 7. Jahrhunderts, real oder eingebildet, das als Leitfaden für das Leben dienen muss. ( … ) In Saudi-Arabien gibt es Apartheid: die Schilder „Moslems“ und „Nicht-Moslem“ stehen überall. Aber „Moslems“ werden weiter unterteilt in Araber ( erster Klasse) und Nicht-Araber ( zweiter Klasse). Das ist der Aufmerksamkeit vielen moslemischer Nicht-Araber, die in Saudi-Arabien leben, nicht entgangen - oder zumindest nicht der Aufmerksamkeit aller.“

Dieser arabische Vormachtsanspruch wird von Ungläubigen als Waffe gegen den Islam unterschätzt: „Es kann einen Teil zur Schwächung des Islam beitragen, vielen Moslems aufzuzeigen, dass der Islam einfach nur eine arabische Erfindung und ein arabischer Exportartikel ist, ein vergifteter Kelch, der höhere und überlegene Zivilisation erniedrigt hat. Das findet wahrscheinlich vor allem im Iran unter jenen, die die Nase voll von der Islamischen Republik haben, Resonanz - das heißt bei jedem denkenden Menschen mit einem moralischen Bewusstsein im Iran.“

In Marokko gibt es Aktivisten, die sich darüber beklagen, dass der Einfluss der Berber auf Politik und Ökonomie begrenzt ist. „Wir sind keine Araber, bringt die wahre Geschichte ans Tageslicht,“ skandierten Hunderte marokkanische Berber bei Demonstrationen am Tag der Arbeit mit Slogans in ihrer Sprache Tamascheq und mit Plakaten in der Berberschrift Tifanagh. Berber sind die Ureinwohner Nordafrikas vor der arabischen Invasion im siebten Jahrhundert. Die marokkanische Verfassung sagt aus, das Land sei arabisch und der Islam seine Religion. Der prozentuale Anteil der Berber ist nicht offiziell bekannt, aber unabhängige Quellen geben an, sie würden die Bevölkerungsmehrheit ausmachen. Die weltweite Gesamtbevölkerung der Berber wird auf 25 Millionen geschätzt, die hauptsächlich in Algerien, Libyen, Mali, Mauretanien, Niger und Tunesien konzentriert sind.

Islamische Vorstellungen von Ungleichheit werden bereits in den Westen exportiert. Im Jahr 2005 wurden zwei Männer bei einem Aufruhr getötet, in den eine Gruppe von Einwanderern der zweiten Generation in Kopenhagen, Dänemark, involviert war. Gemäß Imam Abu Laban ( der später dafür verantwortlich war, zum Hass gegen das Land, in dem er lebt, wegen der berühmten Mohammedkarikaturen in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten aufgestachelt zu haben) könnte der Rachedurst gestillt werden, wenn 200.000 Kronen von der Familie des Mannes, der die Schüsse abgab, bezahlt würden. 200.000 dänische Kronen ( 28.200 Euro ) entsprechen ungefähr dem Wert von 100 Kamelen, eine Zahl die auf einem Beispiel von Mohammed selbst beruht. Die Vorstellung von Blutgeld entspringt dem Koran, 2.178: O ihr, die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch bei Totschlag die Wiedervergeltung: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven, das Weib für das Weib. Wenn einem von seinem Bruder etwas nachgelassen wird, dann soll die Beitreibung auf rechtliche Weise und die Leistung an ihn auf gute Weise erfolgen. [Deutsche Übersetzung nach Koury].

Politiken, eine linkslastige, intellektuelle Zeitung, die den Multikulturalismus in Dänemark verherrlicht, argumentierte, dass das Prinzip des Blutgeldes eine Erwägung wert sei. Glücklicherweise hallte ihr ein Aufschrei wütender Bürger entgegen. Es gibt mindestens zwei große Probleme mit dieser islamischen Art von „Gerechtigkeit“. Das erste ist, dass sie zwischen Familien, Stämmen oder Clans ausgeübt wird und nicht in einem Justizsystem von Behörden, wobei es doch eine Sache ist, die nur die betroffenen Individuen angeht und nicht den gesamten Clan. Wir im Westen hatten ähnliche Stammesfehden in der Vergangenheit, aber wir gaben diese Praxis vor langer Zeit auf, wie es Moslems besser auch getan hätten. Das größte Problem wird aber entstehen, wenn dieses Stammessystem das westliche Justizsystem in einem Ausmaß untergräbt, dass auch Westler wieder auf solche Stammesgesetze zurückgreifen, um sich selber zu schützen.

Viele Kommentatoren in Dänemark waren nicht in der Lage oder bereit, den schlimmsten Teil des Blutgeld-Konzepts zu verstehen. Es ist nicht nur vormodern und anti-individualistisch, die Ausgleichszahlung ist auch grundlegend von Ungleichheit geprägt. Moslemische Männer sind die einzigen Vollmitglieder der islamischen Gemeinschaft. Alle anderen haben aufgrund ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ihres Sklavenstatus mindere Rechte.

Die Höhen des Blutgelds spiegeln dieses Apartheidsystem wider. Ein saudisches Gericht hat geurteilt, dass das Leben einer Frau dem Bein eines Mannes gleichwertig ist. Das Gericht verurteilte einen Saudi, an einen syrischen Einwanderer Blutgeld zu zahlen, nachdem dieser sechs Monate zuvor bei einem Autounfall die Frau des Syrers getötet und dessen beide Beine schwer verletzt hatte. Das Gericht setze eine Ausgleichszahlung von 13.000 Dollar für die Ehefrau und den gleichen Betrag für jedes der Beine des Mannes fest. Das Leben eines Ex-Moslems ist nach islamischem Gesetz überhaupt nichts wert. Er ist ein Verräter, ein Apostat und kann straflos getötet werden.

In der Ausgabe vom 9. April 2002 veröffentlichte das Wall Street Journal das Blutgeld-Konzept Saudi-Arabiens. Wenn eine Person getötet wurde oder ihr Tod von einer anderen Person verursacht wurde, hat der letztere Blutgeld oder Entschädigung wie folgt zu zahlen:

  • 100,000 Riyal, wenn das Opfer ein moslemischer Mann war
  • 50,000 Riyal für eine moslemische Frau
  • 50,000 Riyal für einen christlichen Mann
  • 25,000 Riyal für eine christliche Frau
  • 6,666 Riyal für einen Hindu-Mann
  • 3,333 Riyal für eine Hindu-Frau

[Anm. d. Ü.: In Euro ungefähr ein Fünftel der Beträge, also zwischen 20.200 und 670 Euro]

In einem saudischen Schulbuch steht, nachdem die intoleranten Passagen angeblich entfernt worden waren, in einem Text über Rechtssprechung für die 10. Klasse: „Blutgeld für einen freien Ungläubigen: [Die Höhe] beträgt die Hälfte von dem, was für einen männlichen Moslem bezahlt wird, unabhängig davon ob er ‚Schriftbesitzer’ oder kein ‚Schriftbesitzer’ ( wie zum Beispiel ein Heide, Zoroastrier etc.) ist.

Blutgeld für eine Frau: Die Hälfte des Blutgelds für einen Mann gemäß dessen Religion. Das Blutgeld für eine moslemische Frau beträgt die Hälfte des Blutgeldes für einen männlichen Moslem und das Blutgeld für eine ungläubige Frau beträgt die Hälfte des Blutgeldes für einen männlichen Ungläubigen.”

Ali Sina führt aus: “Nach dieser Hierarchie ist das Leben eines moslemischen Mannes 30 mal so viel wert wie das Leben einer Hindu-Frau. Diese Hierarchie gründet auf der islamischen Definition von Menschenrechten und wurzelt im Islam und der Scharia (dem islamischen Gesetz). Wie können wir von Demokratie reden, wenn das Gleichheitskonzept im Islam nicht existent ist?“

Er ist der Ansicht, dass das islamische Regierungssystem dem Faschismus verwandt ist:

  • Es ist durch Machtzentralisierung auf einen obersten Herrscher gekennzeichnet, der mit göttlichen Weihen ausgestattet ist.
  • Es übt strenge sozioökonomische Kontrolle über alle Aspekte aller Untertanen unabhängig von deren Glauben aus. Es unterdrückt jede Opposition durch Terror und Zensur.
  • Es nimmt eine kriegerische Haltung gegenüber Ungläubigen ein.
  • Es praktiziert religiöse Apartheid.
  • Es verachtet die Vernunft.
  • Es ist imperialistisch.
  • Es ist unterdrückerisch.
  • Es ist diktatorisch und
  • Es ist kontrollierend.

Nach Sina ist „Islam politisch und politischer Islam ist Faschismus.“

An der Ryerson Universität in Toronto, Kanada, stellen Moslems ihr Überlegenheits-Syndrom offen zur Schau:

Die größte Studentenvereinigung auf dem Campus, die Muslim Students' Association (MSA), hat das Monopol auf die Benutzung des Multireligions-Raumes. Eric Da Silva, der Präsident der katholischen Studentenvereinigung, sagte, seine Gruppe habe versucht, den Raum für die Abhaltung einer Messe zu erhalten, sei aber von den Universitätsangestellten informiert worden, dass der Raum von moslemischen Studenten “dauerhaft ausgebucht” sei. „Niemand möchte den Moslems den Platz wegnehmen, wir möchten ihnen nicht auf die Zehen treten,“ sagte Da Silva. Er gab sich Mühe, für die Gruppe eine andere Räumlichkeit zur Abhaltung der Messe zu finden und der Konflikt wurde schnell beigelegt. Der Raum, der aufgeteilt worden war, um die Trennung zwischen Männern und Frauen zu ermöglichen, auf dessen Fußboden Streifen für das Gebet aufgeklebt waren und dessen Wände islamische Dekorationen zierten, war sowieso nur für Moslems einladend. Eine kanadische Studentenorganisation, die sich der Aufdeckung von religiöser und kultureller Diskriminierung verschrieben hat, wurde von der MSA an den Campus gerufen, aber sie kümmerte sich ausschließlich um das Problem der Islamophobie.

Raymond Ibrahim, ein Forscher und Bibliothekar an der US Library des Kongresses warnt davor, vor islamischen Überlegenheitsvorstellungen einzuknicken:

„In den Tagen, bevor Benedikt XVI die Hagia Sophia in Istanbul besuchte, drückten Moslems und Türken Angst, Befürchtungen und Wut aus. Gemäß der unabhängigen türkischen Zeitung Vatan ‚besteht das Risiko, dass Benedikt die türkischen Moslems und große Teile der islamischen Welt in Wutausbrüche stürzen wird, wenn auch nur die leiseste Wahrnehmung entsteht, der Papst versuche ein Zentrum der Christenheit, das einst an die Moslems fiel, wieder zu beanspruchen.’ Offenbar würde das sich Bekreuzigen oder sonst irgendeine Geste christlicher Anbetung in der Hagia Sophia ein solches Sakrileg darstellen. Im 6. Jahrhundert erbaut, war die Hagia Sophia - griechisch für Heilige Weisheit - die größte und berühmteste Kirche der Christenheit. Nachdem Konstantinopel - heute Istanbul - über Jahrhunderte andauernde Attacken der Araber abwehrte, wurde die Stadt 1453 schließlich doch von den Türken eingenommen und die Kreuze der Hagia Sophia wurden entweiht und ihre Ikonen geschändet.“

Die Türken hätten sich keine Sorgen machen müssen. Der Papst verhielt sich bei seinem Besuch auf dem früheren griechischen, christlichen Gebiet, das heute als Türkei bekannt ist, als perfekter Dhimmi. Ibrahim glaubt, dass „der Westen den Gelegenheiten, solche Überzeugungen auszudrücken, ständig aus dem Weg geht. Durch Selbstkritik, Entschuldigungen und das Angebot von Zugeständnissen - alles Dinge, die eigentlich von der islamischen Welt kommen müssten - bestätigt der Westen die Auffassung, dass der Islam eine privilegierte Stellung in der Welt hat.“

Diese Blindheit gegenüber der Bedrohung, die von dem tief eingravierten islamischen Überlegenheits-Syndrom ausgeht hat enorme Konsequenzen, wenn man versucht, „Demokratie“ in islamische Länder wie den Irak zu exportieren.

Im September 2005 drückte der chaldäische Patriarch von Bagdad gegenüber irakischen Offiziellen die Furcht katholischer Bischöfe aus, dass die Verfassung der Diskriminierung von Nicht-Moslems „Tür und Tor öffnen“ werde. Artikel 2.1 (a) besagt: „Es kann kein Gesetz verabschiedet werden, das den unstrittigen Regeln des Islam widerspricht. Die Darlegung der Bischöfe kam zu folgendem Schluss:“ Dies öffnet der Verabschiedung von Gesetzen, die gegenüber Nicht-Moslems ungerecht sind, Tür und Tor.“ Glyn Ford, ein britisches Parlamentsmitglied, schloss sich Mark Seddon, dem früheren Herausgeber der Tribune und Andy Darmoo, dem Vorsitzenden von Save the Assyrians, an und schlug im Namen der assyrischen Christen Alarm: „Sie werden davon abgehalten, zu wählen und in den vergangenen Monaten mussten viele erleben, dass ihr Land besetzt und gestohlen wurde, dass Brandsätze in ihre Kirchen geworfen und ihre Familien attackiert wurden. Wäre es nicht an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft beginnt, sich für die Rechte der Assyrer und anderer Minderheiten einzusetzen, bevor es zu spät ist?“

Eine Gruppe moslemischer Männer ergriff einen sieben Jahre alten mandäischen Jungen von einer alten gnostischen Sekte im Irak, übergossen ihn mit Benzin und zündeten ihn an. Als das Kind zu Tode verbrannte, rannten die Moslems herum und schrien „Verbrennt die dreckigen Ungläubigen“. „Viele Ärztinnen sind getötet worden, Polizeibeamtinnen, Reporterinnen und Journalistinnen.“ sagte Rajaa al-Khuzai vom irakischen Nationalen Frauenrat. Heute „sind Frauen leichte Zielscheiben“, insbesondere Frauen in höheren Positionen wie auch sie selber, fügte sie hinzu. Diese Unterdrückung von Frauen und Nicht-Moslems befindet sich in voller Übereinstimmung mit der islamischen Scharia und war depremierenderweise auch vorhersehbar.

Obwohl Christen weniger als vier Prozent der Bevölkerung ausmachten, bildeten sie die größte Gruppe von Flüchtlingen, die im ersten Quartal 2006 in der jordanischen Hauptstadt Amman eintrafen. In Syrien waren 44 Prozent der registrierten irakischen Asylsuchenden seit dem Dezember 2003 als Christen registriert. Sie flohen vor Mord, Kidnapping und Todesdrohungen. „In den Schulen sagen die Kinder jetzt, Christen wären Kaffir (Ungläubige)“. Der katholische Bischof von Bagdad Andreos Abouna wird zitiert, er habe gesagt, die Hälfte aller irakischen Christen sei seit der US-geführten Invasion im Jahr 2003 aus dem Land geflohen. Manche warnten davor, dass in zwanzig Jahren alle Christen aus dem Irak verschwunden sein werden. „Es wäre für die Amerikaner und Briten ein leichtes gewesen, uns zu unterstützen, als die Kirchen gebombt wurden - es war eine historische Chance - aber sie haben nichts getan. Wenn sie uns finanziell unterstützt hätten, hätten wir zum Beispiel alle christlichen Familien in Mosul schützen können.“

US-Präsident George W. Bush sagte, er würde es akzeptieren, wenn die Iraker in demokratischen Wahlen dafür stimmen sollten, eine islamisch-fundamentalistische Regierung zu bilden. „Ich werde zwar enttäuscht sein, aber Demokratie ist Demokratie.“

Ist das wirklich das gleiche, Mr. Bush?

Das bringt uns zurück zu Platon, der die Demokratie als nichts weiter als eine erweiterte Form der Herrschaft des Pöbels kritisiert. Und wenn keine Beschränkungen, Kontrollen und Ausgleichsinstrumentarien vorhanden sind, dann ist diese Definition auch korrekt. Benjamin Franklin sagte “Demokratie bedeutet, dass zwei Wölfe und ein Lamm abstimmen, was es zum Mittagessen gibt. Die Freiheit ist ein gut bewaffnetes Lamm, das an dieser Wahl teilnimmt!“ Das ist der Grund, aus dem er und die anderen Gründungsväter wollten, dass die USA eine konstitutionelle Republik wurde und keine reine Demokratie.

Es ist merkwürdig, dass die Vereinigten Staaten in den Irak ein naives Demokratie-Konzept exportieren wollten, eines, das zu wenig Rechte und Garantien für Individuen und Minderheiten beinhaltet, eines, das ihre eigenen Gründungsväter genau aus diesem Grund explizit verworfen haben. Und dabei ist noch nicht einmal der Islam berücksichtigt, in dem Schikanen und Verfolgungen von Minderheiten und die Unterdrückung der persönlichen Freiheit eine Sache des Prinzips sind.

Nicht-Moslems und Frauen im Irak zahlen jetzt mit ihrem Leben für diesen naiven Fehler.


Teil 3


Teil 4

Teil 5

6.1.07 19:59


In eigener Sache

Ich hoffe, dass ich hier bald wieder im gewohnten Rhythmus weiterschreiben kann. Seit Wochen bin ich allerdings schon aus gesundheitlichen Gründen so lahmgelegt, dass mir einfach die Kraft dazu fehlt.

 

Ich wünsche allen Lesern ein gutes und glückliches Neues Jahr. Ich denke, ich bin auch bald wieder beim verbalen Kampf gegen die Unfreiheit mit dabei.

 

 

31.12.06 13:09


Ist der Islam mit Demokratie kompatibel? Teil 1 von 5

von Fjordman

 

Original vom 30. November 2006: Is Islam Compatible with Democracy? Part 1


“Hallo von Fjordman. Ich werde in den kommenden Wochen ein mehrteiliges Essay vorstellen, in dem ich untersuche, ob der Islam mit Demokratie kompatibel ist. Es wird in Zusammenarbeit mit dem Blog Gates of Vienna veröffentlicht werden. Die einzelnen Teile werden zuerst auf Jihad Watch veröffentlicht und dann wird das Essay als Ganzes bei Gates of Vienna erscheinen, ähnlich wie beim Eurabia Code. Hier ist der 1. Teil:"


Gelegentlich ärgere ich mich darüber, dass ich mich verpflichtet fühle, einen beträchtlichen Anteil meiner Zeit damit zu verbringen, gegen den Islam zu kämpfen, gegen eine Ideologie, die bis ins Mark voller Fehler ist und im 21. Jahrhundert eigentlich komplett irrelevant sein sollte. Aber dann versuche ich auch wieder, es von der positiven Seite aus zu sehen: Das Gute an unserer Konfrontation mit dem Islam ist, dass wir durch sie gezwungen sind, uns mit den Fehlern in unserer eigenen Zivilisation zu befassen. Sie hat bereits ein massives Versagen in unserem Bildungssystem und unseren Medien aufgezeigt, die beide randvoll mit antiwestlichen Ressentiments und ideologischem Unsinn sind. Dieses Vermächtnis der westlichen Kulturrevolution der 60er und 70er Jahre hat uns unfähig gemacht, die islamische Bedrohung als das zu erkennen, was sie ist. So müssen wir uns jetzt, wenn wir mit der Frage konfrontiert sind, ob der Islam mit Demokratie kompatibel ist oder nicht, auch fragen, unter welchen Bedingungen ein demokratisches System überhaupt funktionieren kann.


Was sind die Stärken und Schwächen eines demokratischen Systems? Was ist Freiheit und Unabhängigkeit, und ist das allgemeine Wahlrecht überhaupt das Gleiche wie Freiheit? Demokratie kann kurz und knapp als die Fähigkeit des Volkes eines Staates oder einer politischen Einheit definiert werden, die Politik seiner Regierung mit gewaltlosen Mitteln wirklich zu beeinflussen. Das ist jedoch abstrakt, wir brauchen eine detailliertere Definition, um die Wirklichkeit festzunageln.

Im Athenischen Stadtstaat des antiken Griechenlandes stand das Wahlrecht allen Bürgern zu, was ungefähr ein Zehntel der Stadtbevölkerung ausmachte. Platons Beschreibung der Demokratie in „Die Republik“ reicht nahe an Anarchie heran. Er weist korrekt auf einige dem demokratischen Modell innewohnende Schwächen hin und war dabei zweifellos vom Schicksal seines Lehrers Sokrates beeinflusst. Sokrates machte sich viele Feinde, indem er jene Athener kritisierte, die mittels billiger Rhetorik die Demokratie benutzten, um Macht zu erlangen. Sein Mut, das auszusprechen, führte zu dem Prozess gegen ihn, in dem seine Ankläger ihm vorwarfen, er würde die Jugend verderben. Schuldig befunden wurde Sokrates dazu verurteilt, Gift zu trinken. Diese Erfahrung brachte Platon zu dem Schluss, dass die Athenische Demokratie ein ungerechtes Regierungssystem war.


Platon hatte die Vision von einer gerechten Regierung als einer, die von gebildeten Philosophen oder einem Philosophen-König geführt wird. In seinen berühmten Höhlengleichnis sind Menschen in einer Höhle angekettet, wobei hinter ihnen ein Feuer brennt. Wenn andere Menschen vor dem Feuer hin- und hergehen, können sie deren Schatten an der gegenüberliegenden Hohlenwand sehen und glauben irrtümlicherweise, diese Schatten wären die Realität. Gemäß Platon sollte die Zielsetzung eines Regenten sein, die Massen aufzuklären und ihnen die Wahrheit hinter diesen Schattenbildern zu zeigen.


In Politik äußert sich auch Aristoteles kritisch zum demokratischen System. Er beschrieb die verschiedenen Regierungsmodelle folgendermaßen:

„Unter den Regierungsformen nennen wir das System, bei dem einer regiert und bei dem das Allgemeinwohl beachtet wird, Monarchie; das in dem mehr als einer aber nicht viele regieren, Aristokratie (und so wird es genannt, weil die Regierenden entweder die besten Männer sind oder weil sie die besten Interessen für den Staat und seine Bürger in ihrem Herzen tragen). Aber wenn die Bürger zu einem großen Teil selber den Staat zum Allgemeinwohl verwalten, nennt man die Regierungsform Politie. Und es gibt einen Grund für diesen Sprachgebrauch.


Von den oben erwähnten Formen gibt es die folgenden Perversionen: von der Monarchie die Tyrannei; von der Aristokratie die Oligarchie; von der Politie die Demokratie. Denn die Tyrannei ist eine Regierungsform, die nur das Wohl des Monarchen alleine im Sinn hat; die Oligarchie hat nur das Wohl der Reichen im Sinn; die Demokratie das der Bedürftigen: Keine davon hat das Allgemeinwohl aller im Sinn. Tyrannei ist, wie ich sagte, eine Monarchie unter der Regierung eines Herrn und Meisters über die Gesellschaft; Oligarchie herrscht, wenn die Männer mit großem Eigentum die Regierung in Händen halten; Demokratie im Gegensatz dazu herrscht, wenn die Mittellosen und nicht die Männer mit Eigentum die Regierenden sind.“

Obwohl das Potential für Machtmissbrauch und Tyrannei im demokratischen Modell tatsächlich vorhanden ist, existiert dieses Potential in anderen Regierungsformen auch. Was Platon nicht erkannt hat, war, dass es möglich sein kann, Einschränkungen in die Demokratie einzubauen, die einige ihrer Kehrseiten eindämmen – wenn auch nicht vollständig eliminieren – können. Die amerikanischen Gründungsväter waren auch skeptisch gegenüber der „Demokratie“ im Sinne grenzenloser direkter Demokratie, die sie - wie Platon - als etwas wahrnahmen, das schnell in eine Herrschaft des Pöbels ausarten könnte. Sie entwarfen eine konstitutionelle Republik mit einer indirekten, repräsentativen Demokratie, die in einer Verfassung festgelegt wurde. Die Bürger sollten durch die Herrschaft des Gesetzes regiert werden, um so die Minderheit vor Missbrauch und der möglichen Tyrannei der Mehrheit zu schützen. John Adams definierte das als „eine Herrschaft durch Gesetze und nicht durch Menschen.“

Die Verfassung der Vereinigten Staaten wurde von dem französischen Denker der Aufklärung Montesquieu inspiriert, der für seine Theorie der Gewaltenteilung berühmt ist: Die Exekutive, die Legislative und die Judikative, mit Abstimmungen und Ausgewogenheit untereinander. Die USA hat eine starke Gewaltenteilung, während viele europäischen Länder typischerweise parlamentarische Demokratien mit schwächerer Gewaltenteilung haben, da die Exekutive - die Regierung – von der Legislative abhängig ist. Die durch solche Einschränkungen und individuelle Rechte gestärkte Demokratie hat einigermaßen gut funktioniert, aber wie alle menschlichen Erfindungen ist sie nicht perfekt. Das System weist immer noch Kritikpunkte auf. In How the West Was Lost führt der Autor Alexander Boot aus, woran seiner Ansicht nach der moderne Westen krankt. Es ist ein provokantes Buch. Ich stimme mit einigen seiner Kritikpunkten an der post-aufklärerischen Zivilisation ganz allgemein nicht überein, aber Boot ist sehr deutlich und originell; manche der Punkte, die er über die Natur des modernen Staates anbringt, sind nachdenkenswert.

Zum Beispiel sagt er: „Das Wort ‚Demokratie’ implizierte sowohl im antiken Griechenland als auch in Rom nicht, dass ein Mann eine Stimme bedeutete, und Platon nutze es in der Bedeutung von ‚Herrschaft des Pöbels’. Die amerikanischen Gründungsväter benutzten es überhaupt nicht und ebenso wenig tat das Lincoln. ( ... ) Das Leben eines frei wählenden französischen oder britischen Bürgers von heute wird in all seinen Aspekten von einer Zentralregierung, auf deren Handlungen er wenig Einfluss hat, kontrolliert oder zumindest überwacht. Kleinlaut händigt er sein halbes Einkommen aus, wobei er weiß, dass das einzige Ergebnis dieses Transfers ein Anstieg der staatlichen Macht sein wird, ihm noch mehr abzupressen ( ... ) Er schlägt seine Zeitung auf, nur um festzustellen, dass der ‚demokratische’ Staat ihm einmal wieder einen Schlag ins Gesicht versetzt hat, sei es die Zerstörung der Bildungsmöglichkeiten seiner Kinder, eine Steuererhöhung, die Ruinierung der Armee, die ihn beschützt, die Schließung seines örtlichen Krankenhauses oder die Freilassung von Mördern. Kurz gesagt, wenn man Freiheit als die Bedingung definiert, die es dem Individuum am besten ermöglicht, die Freiheit der Wahl zu haben, dann steht die Demokratie des allgemeinen Stimmrechts nach dieser Bewertung ziemlich schäbig da.“

Boot warnt auch vor dem Überhandnehmen politisch korrekter Zensur durch Hate-Speech-Gesetze: „Gesetze gegen Rassismus sind daher nicht einmal dazu gedacht, kriminelle Taten zu bestrafen. Sie stehen in den Gesetzbüchern, um sicher zu stellen, dass der Staat die Macht hat, nicht nur die Handlungen seiner Bürger zu kontrollieren sondern – was wichtiger ist – auch ihre Gedanken und die Worte, die sie verwenden, um diese auszudrücken. ( ... ) Ein Staat, der fähig ist, eine einzige Person aufgrund ihrer Gedanken zu verfolgen, ist genauso fähig, Tausende zu verfolgen und wird das aller Voraussicht nach auch tun, wenn er seine Macht so weit gefestigt hat, dass er mit jeder Schandtat durchkommt. ( ... ) Man kann relativ sicher voraussagen, dass in den nächsten zehn Jahren mehr und mehr Menschen in Westeuropa und Nordamerika ins Gefängnis kommen werden, und zwar nicht wegen etwas, was sie getan haben sondern wegen etwas, was sie gesagt haben.“

Lee Harris, der Autor von The Suicide of Reason, fragt sich, was die notwendigen Bedingungen dafür waren, dass die moderne Vernunft aufkommen und wachsen konnte. Das war die Frage, die auch Johann Herder aufwarf:
„Was für eine Kultur war notwendig, um einen kritischen Denker wie Immanuel Kant selbst hervorzubringen? Als Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft, methodisch alle traditionellen Gottesbeweise zerschlug, warum wurde er dann nicht in den Straßen von Königsberg von aufgebrachten Gläubigen in Stücke gerissen?“

Zyniker mögen argumentieren, dass sie schlicht und einfach seine 800 Seiten schwere These nicht verstanden, die wirklich nicht einfach zu lesen ist, wie all jene, die versucht haben, sein Werk zu verdauen, bestätigen können. Obwohl Kant im Europa das 18. Jahrhunderts die Freiheit hatte, das zu tun, wäre er wahrscheinlich getötet worden, wenn er das gleiche in der islamischen Welt versucht hätte, was einer der Gründe dafür ist, warum die wissenschaftliche und industrielle Revolution im Westen stattfand und nicht unter dem Islam.

Wie behandeln wir aber Freidenker, die im Westen des 21. Jahrhunderts heikle Fragen stellen? In meinem eigenen Land wurde aus der Ombudsstelle für Geschlechtergleichstellung kürzlich die Ombundsstelle für Gleichstellung und Antidiskriminierung. Ihre Aufgaben umfassen den Kampf gegen „diskriminierende Sprache“ und negative Äußerungen gegenüber anderen Kulturen und Religionen. Wenn man einer solchen Diskriminierung beschuldigt wird, muss man den Beweis der Unschuld erbringen. In Wirklichkeit ist diese Institution eine säkulare oder multikulturelle Inquisition: Die Verleugnung der Wahrheit zugunsten einer ideologischen Lüge. Galileo Galilei sah sich vor 400 Jahren während der Inquisition vor die gleiche Wahl gestellt. Die multikulturelle Inquisition droht zwar nicht, jemanden zu töten, aber sie droht damit, die Karriere eines Menschen zu töten und das führt weitgehend zum gleichen Ergebnis, egal ob jemand das Verbrechen begeht, zu behaupten, die Erde drehe sich um die Sonne oder das Verbrechen, zu behaupten, nicht alle Kulturen wären gleich.

Ist die Freiheit während der letzten 200 Jahre zurückgegangen? Wie war es möglich, dass Immanuel Kant, der in einem deutschen Staat ohne liberale Demokratie lebte, im 18. Jahrhundert grundlegende Aspekte der Religion kritisieren konnte, während es im Westen des 21. Jahrhunderts gesellschaftliche und rechtliche Konsequenzen nach sich zieht, wenn jemand fremde Religionen und Kulturen kritisiert? Es ist ein Fehler, anzunehmen, dass Freiheit (im Sinn von Rede- und Meinungsfreiheit) sich notwendigerweise aus einer Demokratie mit allgemeinem Stimmrecht ableitet. Brauchen wir ein neues Aufklärungszeitalter, um das Vakuum zu füllen, das aus dem Niedergang der Political Correctness entstehen wird?
Ich habe eine Liste gemacht, in der ich Bedingungen für ein funktionierendes demokratisches Systems vorschlage:

  • Es muss einen Demos geben. Das heißt, es muss eine Gruppe von Menschen mit gemeinsamer Loyalität geben, die vor der politischen steht. Dieses Verständnis der Gemeinsamkeit würde gegenseitige Identifikation und Vertrauen zwischen politischen Führern und der allgemeinen Öffentlichkeit beinhalten. Es muss Sanktionsmöglichkeiten geben, die dem Demos die Möglichkeit eröffnen, inkompetente oder korrupte Politiker zur Rechenschaft zu ziehen. Das Anwachsen supranationaler Institutionen hat die Verbundenheit zwischen den Eliten und den Nationalstaaten, denen sie eigentlich dienen sollten, geschwächt. Der Demos wurde sowohl durch Multikulturalismus als auch durch Masseneinwanderung verdünnt.
  • Im Demos muss es wahre Redefreiheit geben. Es muss echte Debatten über kritische Themen geben. Aus einer Kombination von Gründen wird dieser Prozess in vielen westlichen Ländern ernstlich beschnitten. Linke Aktivisten verlangen formale und informelle Zensur heikler Themen. Zwischenzeitlich fungieren die Medien nicht mehr als Gegengewicht zu den politischen Eliten, weil sie häufig mit diesen im Gleichschritt marschieren.
  • Im Demos sollte sich keine wesentliche Anzahl von Moslems befinden. Der Islam ist aus verschiedenen Gründen, die ich später untersuchen werde, Gift für eine demokratische Gesellschaft. Einer davon ist die Gefahr physischer Angriffe auf jedermann, der islamische Vorstellungen kritisiert. Die dadurch erzeugte Furcht zerstört jede Möglichkeit einer freien, öffentlichen Bürgerdebatte. Ein weiterer ist der Unmut, der durch Forderungen von Moslems nach extra Gesetzen und „besonderer Behandlung“ ausgelöst wird, Forderungen, die mit einer verinnerlichten Gewissheit des Anrechts darauf vorangetrieben werden. Schließlich ist da noch die Drangsalierung von Nicht-Moslems, auch derer, die den Islam nicht kritisieren. Dieses aggressive Verhalten ist immer Bestandteil des Djihad.
  • Die territoriale Einheit, in der der Demos lebt, muss die Kontrolle über seine eigenen Grenzen haben. Eine Nation, die es versäumt, zwischen Staatsbürgern und Nicht-Staatsbürgern, zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern des Demos zu unterscheiden, wird aufhören, zu funktionieren.

Was das Beunruhigende an dieser Liste ist, ist, dass im Westen – besonders in Westeuropa – nur wenige dieser Bedingungen verblieben sind. Wir sind keine Bürger mehr, wir sind Untertanen, bloße Zuschauer am Schicksal, das andere für uns gewählt haben. Wir sind nur dann Bürger, wenn wir echten Einfluss darauf haben, wie unsere Steuergelder ausgegeben werden. Wir sind Untertanen, wenn wir die Steuern einfach nur bezahlen, während andere entscheiden, was mit diesem Geld gemacht wird.

Die Kontrolle über die Grenzen und die Souveränität von Nationalstaaten sind mit der obigen Liste verknüpft. Demokratische Entscheidungen sind bedeutungslos, wenn sie von einer externen Obrigkeit ausgehebelt werden können. Diese Vorstellung von Souveränität ist überall in der westlichen Welt in Frage gestellt und zwar sowohl durch die Vereinten Nationen als auch durch die Dominanz internationalen Rechts. Souveränität ist ganz klar in großen Teilen Europas nicht gegeben, wo siebzig Prozent oder gar mehr aller verabschiedeten Gesetze EU-Gesetze sind. Demokratisch gewählte nationale Parlamente wurden zur Bedeutungslosigkeit reduziert. Es ist daher möglich, zu behaupten, dass westeuropäische Länder keine eindeutigen Demokratien mehr sind und auch kein Teil der „Freien Welt“ im eigentlichen Sinne mehr. Wir Europäer haben zwar das allgemeine Wahlrecht, aber wir haben keine echte Demokratie und wir haben ganz gewiss keine echte Freiheit.
Warum ist die Europäische Union nicht demokratisch? Ein Element ist ihre schiere Größe; ein weiteres die massive Bürokratie, die um sie herum gewuchert ist. F.A. Hayek schreibt in The Road to Serfdom:

„Am allerwenigsten bewahren wir die Demokratie oder fördern ihr Wachstum, wenn die ganze Macht und die meisten Entscheidungsbefugnisse bei einer Organisation liegen, die viel zu groß ist, als dass sie der einfache Mensch überblicken oder verstehen kann. Nirgendwo hat die Demokratie ohne ein großes Maß an lokaler Eigenverwaltung je gut funktioniert, die als politische Schule sowohl für das breite Volk als auch für seine zukünftigen politischen Führungskräfte fungiert. Nur da kann Verantwortung erlernt und in Angelegenheiten praktiziert werden, mit denen die meisten Menschen vertraut sind. Nur da, wo Handlungen eher von dem Bewusstsein für den eigenen Nachbarn geleitet werden als von theoretischem Wissen über die Bedürfnisse anderer Menschen, kann der einfache Mensch sich wirklich an öffentlichen Angelegenheiten beteiligen, weil sie die Welt betreffen, die er kennt. Wo der Rahmen politischer Maßnahmen so ausgeweitet wird, dass das dafür notwendige Wissen fast ausschließlich bei der Bürokratie liegt, erlahmen zwangsläufig die kreativen Impulse von Privatpersonen.

Es kann aber nicht nur an der Größe liegen, da das System in den Vereinigten Staaten durchaus etwas besser funktioniert hat. Der wichtigste Grund für dieses demokratische Defizit in Europa ist das Fehlen jeglicher Machtbeschränkungen für die führenden Organe der EU. 2006 weigerte sich der Europäische Rechnungshof, die offizielle Finanzaufsichtsbehörde der EU, zum zwölften Mal in Folge, den EU-Haushalt abzusegnen, weil er voll von Betrug und Fehlern war. Die Hälfte der von der Europäischen Kommission genehmigten Projekte wird unzureichend überwacht.

Diese Nachricht über Betrügereien und Vertrauensmissbrauch wurde von Europas Medien weitgehend ignoriert. Die mächtige Europäische Kommission, die „Regierung“ der EU und damit die Regierung von fast einer halben Milliarde Menschen von Ungarn bis Großbritannien, von Finnland bis Spanien kann tatsächlich über ein Jahrzehnt hinweg massiv fehlerhafte Haushalte vorlegen. Ein solcher Mangel an Überblick wäre in den USA undenkbar. Die EU Kommission kommt damit durch, weil sie weitgehend niemandem Rechenschaft schuldig ist und von Anfang an auch vorsätzlich so strukturiert wurde. Wie das Politbüro in der ehemaligen Sowjetunion ist die EU Kommission keinerlei echten Überprüfungen und ausgleichenden Kräften unterworfen.

Es ist ganz offensichtlich leichter, Demokratie in einem kleinen und übersichtlichen Nationalstaat aufzubauen als in einem größeren. Dennoch ist Schweden – das westliche Land, in dem das Volk die höchsten Steuerraten der Welt bezahlt – wohl auch die am meisten politisch unterdrückte Nation [ich vermute, er meint des Westens] und genießt am wenigsten wirkliche Redefreiheit. Schwedens Problem ist nicht seine geographische Größe sondern der aufgeblähte Staatsapparat. Vielleicht sind Beschränkungen der Bürokratie, von Regierungseinfluss und –einmischung ebenfalls grundlegend wichtig für eine funktionierende Demokratie. In einem traditionellen vormodernen Staat, mag der Regent nicht immer mit dem Einverständnis des Einzelnen regiert haben, aber er ließ einen weitgehend in Ruhe, wenn man seine Steuern zahlte. Nicht so in unseren modernen demokratischen Nationen. Unser Schulen sind zunehmend angefüllt mit Kursen, in denen das uns eigene kulturelle Erbe herabgewürdigt und die islamische „Toleranz“ gepriesen wird. Wir werden davon abgehalten, unseren Kindern beim Aufwachsen unsere eigenen Werte nahe zu bringen. Ist das Freiheit?“


Øystein Djupedal, Norwegens Bildungs- und Forschungsminister von der Sozialistischen Linkspartei, äußerte in der Öffentlichkeit: „Ich glaube, dass es einfach eine irrige Annahme in Hinblick auf die Kindererziehung ist, dass die Eltern am besten dafür geeignet sind. Kinder brauchen ein Dorf, sagt Hillary Clinton. Aber das haben wir nicht. Das Dorf unserer Zeit ist der Kindergarten.” In Folge von öffentlichen Reaktionen darauf zog er später seine Äußerung zurück. Kritiker könnten behaupten, dass die Regierung das ganze Land als Kindergarten sieht. Der Bildungs- und Forschungsminister trägt die Verantwortung für Kleinkinderbetreuung, Grundschul- und Unterstufenunterricht, Tagesbetreuungseinrichtungen für Schulkinder, Oberstufenunterricht und höhere Bildungseinrichtungen wie Universitäten. In anderen Worten: Eine einzige Behörde kontrolliert alles, was Norweger vom Kindergarten bis zum Doktortitel lernen.

Es gibt einen entscheidenden Grund, warum die Europäische Union nicht demokratisch ist: Es gibt keinen europäischen Demos. Die meisten Menschen in Europa identifizieren sich als Italiener, Spanier, Holländer oder Polen. Das Gefühl, Europäer zu sein, ist bestenfalls sehr zweitrangig vorhanden. Im Gegensatz dazu sehen US-Bürger sich als Amerikaner, obwohl der Multikulturalismus doppelte Identitäten ermutigt, bei denen Individuen Afroamerikaner, Asiatische Amerikaner usw. sind. Dieser Trend zu einer Stammesgesellschaft stellt langfristig eine kritische Herausforderung für die fortdauernde Qualität der amerikanischen Demokratie dar. Es ist vorstellbar, dass ein Backlash eintritt, der das Land auseinander bricht, wenn die weiße Mehrheit ebenfalls beschließt, sich selber als die Stammesgruppe der Euro-Amerikaner zu betrachten.

Carl I. Hagen von der rechtsgerichteten Progress Partei kritisierte die Wahl eines ausländischen Staatsbürgers zum Chef der norwegischen Einwanderungsbehörde. Eva Joly, eine in Norwegen geborene höhere Beamtin, die in Frankreich für ihren Kreuzzug gegen die Korruption bekannt ist, widersprach Hagen: „Anzunehmen, dass die Nationalität oder Staatsbürgerschaft irgendetwas damit zu tun hat, ob jemand [für eine Stelle] geeignet ist, ist eine sehr altmodische Denkweise. Wir denken nicht mehr in nationalen Begriffen sondern in europäischen oder globalen. Es ist unsere Pflicht, Menschen aus anderen Ländern einzustellen.“ sagte Joly. Sie hat sowohl die norwegische als auch die französische Staatsbürgerschaft erhalten, sieht sich jedoch selber als Europäerin.

Wenn wir Menschen in wichtige Positionen wählen, dann wünschen wir, dass sie sich um unsere Interessen und nicht um irgendwelche flüchtigen „globalen Interessen“ kümmern. Wie können wir uns auf Menschen, denen man anvertraut, für uns zu arbeiten, verlassen, wenn diese öffentlich äußern, dass sie keinerlei Loyalität zu unserem Land empfinden? Nach dem britischen Philosophen Roger Scruton mögen die Mitglieder unserer liberalen Eliten immun gegen Xenophobie – Fremdenfeindlichkeit – sein, aber es gibt einen gleichermaßen schweren Fehler, den sie im Überfluss aufweisen und zwar Oikophobie, die Ablehnung und Angst vor dem Zuhause.

In seinem Buch The West and the Rest: Globalization and the Terrorist Threat, gibt Scruton seiner Ansicht Ausdruck, dass es die Idee eines persönlichen Staates ist, die den Westen charakterisiert.
„Der persönliche Staat wird durch eine Verfassung, Rechtsstaatlichkeit und eine Rotation bei Amtsinhabern charakterisiert. Seine Entscheidungsfindung wird in einem Prozess erreicht, der möglicherweise nicht vollkommen demokratisch sein mag, der aber trotzdem jeden Bürger einschließt und die Mittel bereitstellt, durch die jeder Bürger das Ergebnis der Entscheidungsfindung als das seine annehmen kann. Persönliche Staaten wohnt eine Neigung inne, Verhandlung gegenüber Zwang zu bevorzugen und Frieden gegenüber Krieg. [Der persönliche Staat] ist seinen Bürgern gegenüber verantwortlich und seine Entscheidungen können ihnen nicht zuletzt deshalb, weil sie als Bürger am politischen Prozess teilhaben, zugerechnet werden.“

Damit dieser demokratische Prozess funktioniert, muss ein Loyalitäts- und Identitätsgefühl vorhanden sein, das politischen Zugehörigkeitsgefühlen vorausgeht. Wir müssen eine Gemeinschaft haben, die in erster Linie gemeinsame Interessen hat. Dazu gibt es kein wirkliches Gegenstück in islamischen Ländern, in denen das Ideal die globale Umma und das Kalifat ist. Konzepte wie Nationalstaat oder territoriale Integrität haben im islamischen Rechtssystem kein Äquivalent. Das hilft, zu verstehen, warum es in islamischen Ländern so schwierig ist, Demokratie aufzubauen.

Scruton hält jedoch fest, dass der westliche persönliche Staat heute unter Druck aus zwei Richtungen steht. Supranationale Institutionen zerstören das Zusammengehörigkeitsgefühl von oben, während massive Einwanderung ohne Assimilation es von unten zerstört. Neben anderen Einflüssen zerstört die Europäische Union „die territorialen Rechtssysteme und nationale Loyalitäten, die seit der Zeit der Aufklärung die Grundlage europäischer Legitimität gebildet haben, während sie keinen Ersatz eines neuen Zugehörigkeitsgefühls liefert.“ Und obwohl es für Individuen durchaus Sinn macht, aus Drittweltländern einzureisen und sich im Westen niederzulassen, tragen sie damit möglicherweise unwissentlich dazu bei, das zu zerstören, das die Vergünstigungen bringt, die zu genießen sie ursprünglich gekommen sind:

“Die politischen und ökonomischen Vorzüge, die Menschen dazu bringen, im Westen Asyl zu suchen, sind das Ergebnis territorialer Rechtssysteme. Doch territoriale Rechtssysteme können nur überleben, wenn die Kontrolle über die Grenzen vorhanden ist. Transnationale Gesetzgebung in Zusammenarbeit mit einer Kultur der Verleugnung untergräbt daher rapide die Voraussetzungen dafür, dass die westlichen Freiheiten dauerhaft bestehen werden.“

Scruton führt an, dass zum ersten Mal seit Jahrhunderten der Islam als “eine einzige religiöse Bewegung, die um ein gemeinsames Ziel herum aufgebaut ist” auftritt und dass “ein Hauptfaktor für diese ungewohnte Einigkeit die westliche Zivilisation ist sowie auch der Globalisierungsprozess, den sie in Bewegung gesetzt hat.“ Ihm zufolge ist das eine Folge von „westlichem Wohlstand, westlicher Rechtssysteme, des westlichen Bankensystems und westlicher Kommunikationsmittel, dass menschliche Initiativen heute so leicht über Grenzen hinweg reichen und das Leben und die Erwartungshaltung von Menschen rund um den Globus beeinflussen können.“

So stehen wir also vor der ironischen Situation, dass „die westliche Zivilisation auf einer Idee von Bürgertum basiert, die ganz und gar nicht global ist sondern in territorialen Rechtssystemen und nationaler Loyalität wurzelt.“ Im Gegensatz dazu gründet sich der Islam, der bis vor kurzem noch von der westlichen Welt abgeschieden war, auf einem Ideal, das „in seiner Bedeutung voll und ganz global ist“. Die Globalisierung bietet daher „dem militanten Islam die Chancen, die ihm seit dem ottomanischem Rückzug aus Mitteleuropa gefehlt haben.“ Sie hat einer „wahren islamischen Umma“ zur Existenz verholfen, die sich selbst über Grenzen hinweg im Sinn einer Art globaler Legitimität identifiziert und die sich wie ein Parasit an globale Institutionen und Technologien festkrallt, die Nebenprodukte der westlichen Demokratie sind.“

Scruton wirft einige schwierige Fragen auf: Erleichtert es die Globalisierung Moslems, die Idee einer globalen islamischen Gemeinschaft zu verwirklichen, die zwar immer ein Ideal aber auch weit entfernt von der Umsetzung in die Praxis war? Übt sie auch Druck auf die territoriale Integrität zusammenhängender Nationalstaaten aus? Falls ja, stärkt die Globalisierung dann den Islam, während sie die westliche Demokratie schwächt? Es ist schwer, über diese Fragen nachzudenken, aber um des Überlebens willen müssen wir sie stellen und eine ehrliche Antwort darauf finden.
Globalisierung bedeutet nicht notwendigerweise, dass der Islam gewinnen wird. Langfristig gesehen ist es sehr gut möglich, dass Massenkommunikationsmittel und das Ausgesetztsein gegenüber Kritik den Islam zerstören werden, aber ironischerweise könnte es ihn kurzfristig gesehen gefährlicher machen.

Ist der Islam mit Demokratie kompatibel? Justizminister Piet Hein Donner [Anm. d. Ü.: Politically Incorrect hat auf deutsch darüber berichtet] widerspricht heftig dem Ansinnen, Parteien zu verbieten, die das Ziel haben, islamisches Recht in den Niederlanden einzuführen. „Für mich ist es klar: Wenn zwei Drittel der holländischen Bevölkerung morgen die Einführung der Scharia wünschen würden, dann sollte es die Möglichkeit dazu geben.“

Dieses Dilemma kann gelöst werden, in dem man folgendes ausspricht: Unser Ziel ist nicht die Demokratie an sich, die Wahlen und das Prinzip “Ein Mann eine Stimme” beinhaltet, sondern Meinungs- und Redefreiheit, Respekt vor Eigentumsrechten und Minderheiten, das Recht, Waffen zu tragen und das Recht auf Selbstverteidigung, Gleichheit vor dem Gesetz und die Herrschaft des Rechts – und damit meine ich säkulares Recht – sowie darüber hinaus Prinzipien wie formale Beschränkungen der Machtbefugnisse der Regierenden und deren Konsens mit dem Volk. Freie Wahlen mögen ein Mittel zu diesem Ziel sein, aber sie sind nicht das Ziel selbst. Wir sollten nicht die Mittel mit dem ursprünglichen Zweck verwechseln.

Zwei zentrale Konzepte in der Scharia sind die Vorstellungen von “Blasphemie” und “Apostasie”, die beide die Todesstrafe nach sich ziehen. Diese Gesetze sind mit den althergebrachten westlichen Ideen von Meinungs- und Redefreiheit inkompatibel. Daher ist die Scharia ein Fluch für die Ziele der Demokratie. Die Scharia steht auch der Gleichheit vor dem Gesetz feindselig gegenüber, weil das islamische Recht auf der grundlegenden Ungleichheit zwischen Moslems und Nicht-Moslems, Männern und Frauen, Freien und Sklaven basiert. Darüber hinaus bietet es keinerlei Minderheitenschutz, da es vorgesehen ist, dass Nicht-Moslems keine Waffen tragen dürfen und dass ihr Leben und Eigentum in jedem beliebigen Augenblick den Launen von Moslems ausgeliefert ist. Obwohl der Islam die vage koranische Vorstellung von Shura – Beratungen – beinhaltet, ist das niemals formalisiert oder konkretisiert worden, was bedeutet, dass ein Regierender unter der Scharia keinerlei formalen Beschränkungen unterliegt. Das einzige, was ein islamischer Herrscher wohl nicht tun darf, ist offen den Islam abzulehnen.

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

7.12.06 16:14


Wie man in den Wald hineinruft, ...

...so schallt es heraus


Eigentlich stimmt das Sprichwort – wörtlich genommen – überhaupt nicht. Zumindest nicht im Schwarzwald, wo gar nichts rausschallt, wenn man in den Wald hineinruft. Man muss sich, um diesen Effekt zu erzielen, schon auf Alpengipfel bemühen. Es stimmt auch bei den USA nicht. Der hässliche europäische Antiamerikanismus, der seit Jahrzehnten Richtung USA schallt, hat bisher sehr wenig Widerhall gefunden. Erstaunlicherweise scheinen uns die allermeisten Amerikaner trotzdem zu mögen.

Ich habe oft – wenn ich in amerikanischen Foren und Blogs lese – gedacht: "Ohje, Jungs und Mädels, das ist so nett von Euch, wie Ihr Euch Sorgen um die Eurabisierung Europas macht. Euer selbstverständliches Zusammengehörigkeitsgefühl zu uns ist so liebenswert. Zum Glück können so wenige von Euch deutsch. Es wäre ein hartes Erwachen, wenn Ihr in unseren Foren lesen würdet. 

Natürlich werden europäische Politiker und EU-kraten heftigst und zu Recht von jenseits des Atlantiks kritisiert. Aber meist schließen sie das Volk aus, sehen uns, das europäische Fußvolk, als arme Opfer, die nichts dafür können, dass ihnen der Antiamerikanismus von oben diktiert wird. Das stimmt so leider nicht. Eigentlich sind sogar im Gegenteil große Teile des Volkes viel antiamerikanischer als die Politiker. Mein Opa pflegte bei allen möglichen Gelegenheiten zu sagen: Die Hitlerle (Hitlerchen) sind immer schlimmer als der Hitler. Er hatte seine Erfahrungen diesbezüglich und etwas eleganter  ausgedrückt ist das wohl das gleiche wie Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient. - oder vielleicht …die Regierung, die zu ihm passt. Das sehe ich auch so – übrigens nicht nur hier sondern auch in der islamischen Welt.


Nun hätte ich wirklich allergrößtes Verständnis, wenn als Gegenreaktion auf den Antiamerikanismus Europas so langsam ein Antieuropäismus in Amerika entstehen würde. Als bekannt wurde, dass Rumsfeld vor einem deutschen Gericht wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden sollte, konnte man ein bisschen etwas davon in den Kommentaren bei Little Green Footballs lesen. Es ging in erster Linie darum, dass nach Alternativen für deutsches Bier und deutsche Autos (die man zukünftig zu boykottieren beabsichtigte)  gesucht wurde und es erinnerte ein bisschen an die Freedom Fries als Amerika wütend über Frankreich war. Beides mal: vollkommen verständliche und irgendwie auch harmlose und sympathische Wut. Es ist richtig, wenn die Amerikaner sich das nicht mehr bieten lassen. Von mir aus dürfen und sollten sie uns ruhig für unsere Islamverliebtheit, unsere selbstgerechten dümmlichen Pazifismus, unser Dialog-Gefasel unseren erhobenen Zeigefinger bei gleichzeitiger Unfähigkeit, irgendein internes oder externes Problem zu lösen, attackieren. Murat Kurnaz dafür zu vergöttern, dass er gegen die USA hetzt, ist eine Schande. Irgendwie hat das aber kaum Ärger ausgelöst. Die Amerikaner mögen uns trotzdem und ich mag sie dafür noch ein bisschen mehr.
Alle?

Nein, nicht alle. Ein einsamer Held hat uns den Kampf angesagt.

Allerdings beschimpft er uns nicht dafür, dass wir uns grundlos moralisch über Amerika erheben und Israel wie den letzten Dreck behandeln, während wir diejenigen, die sich Tod den Juden geschworen haben, in Palästina und zu Hause in unseren eigenen Ländern hätscheln und durchfüttern. Hätte er dagegen protestiert, wäre er auch mein Held. Hätte er ein spöttisches Zukunftsszenario entworfen, in dem die eine Hälfte der verarmten  Resteuropäer Plastikeiffeltürme (made in China) an Touristen aus den USA und Ostasien verkauft, während sie ihre Kinder zum betteln bei diesen schickt und während die andere Hälfte als Sozialarbeiter versucht, die zahllos gewordenen Moslem-Kids mit teuren Integrationsprogrammen davon abzuhalten, jede Nacht – in Ermangelung von Autos – die Fahrräder der Souvenirverkäufer und die Dienstmopeds der Sozialarbeiter anzuzünden …. Ich hätte herzlich gelacht und er wäre auch dann mein Held gewesen.


Hat er aber nicht. Er ist nicht mein Held, er ist der Held auf dem weißen Pferd für Europas gebeutelte Moslems. Er meint, die müssten froh sein, wenn wir sie eines Tages nur deportieren, er fürchtet, wir bringen die um. Nicht in einem Akt der Verteidigung, sondern weil uns das wohl irgendwie im Blut liegt (und Spaß macht?) . Da steht er natürlich nicht allein, europäische Moslems posaunen das Tag für Tag in die Welt hinaus – nur ist der Unterschied: Die Moslems sagen das nur, sie glauben’s nicht.


Wenn sie’s glauben würden, würden sie ja gehen. Also, ich würde ein Land verlassen, wenn ich befürchten würde, dass man einen Holocaust an mir plant und das haben Menschen auch immer und überall getan, wenn sie das befürchteten. In den 30er Jahren haben Juden aus aller Welt nicht mit klapprigen Booten und allen möglichen legalen und illegalen Mitteln versucht, nach Deutschland einzuwandern. Es war andersrum und leider ist es so vielen von ihnen nicht gelungen, sich in Sicherheit zu bringen. Juden haben auch fast alle arabischen Länder vollständig verlassen und im Iran hat sich ihre Zahl nach der islamischen Revolution von 100.000 im Jahre 1979 auf rund 20.000 heute reduziert. Heute laufen die Christen in Scharen davon.


Die Moslems fliehen eher weniger aus Europa. Genau genommen kleben sie wie Kaugummi an der Schuhsohle, wenn man sie ausweisen will und sie pressen in großen Zahlen rein wie die Kälte durch eine zerbrochene Fensterscheibe. Sie haben keine Angst.

Ralph Peters aber schon. Er möchte ihnen auch zur Hilfe eilen und die große Bereicherung, die sie darstellen würden, wenn die bösen Europäer sie nur ließen, den USA zu Gute kommen lassen. Dass er uns nicht leiden kann, ist in Ordnung. Dass er uns für das komplette Gegenteil dessen, was an uns kritikwürdig ist, kritisiert, ist irr. Dass die New York Post jemanden abdruckt, der ganz offenbar nicht alle Tassen im Schrank hat, ist verwirrend. Irgendwie dachte ich, das täten nur unsere Zeitungen.

Paul Belien vom Brussels Journal hat sich auf Pajamasmedia bereits zweimal mit ihm befasst. Ich habe den Original-Artikel von Ralph Peters The ‘Eurabia’ Myth: Muslims Take Over Europe? Sorry, There’s No Chance nicht übersetzt, er ist sehr einfach zu lesen. Aber einen Teil der  zweiten Antwort von Paul Belien habe ich übersetzt, ich fand sie so genial. Die fettgedruckten Abschnitte sind wörtlich aus Ralph Peters’ Artikel übernommen:

30. November 2016


Vergangene Nacht ging die US-Marine in Le Havre, Brest und Marseille vor Anker. Heute Morgen fand  auf Befehl von US-Präsident Ralph Peters eine Luftlandeaktion von US-Marines in 751 französischen Vorstadtgebieten statt, um französische Moslems zu evakuieren. Im vergangenen Juli kündigte die Regierung von  Präsidentin Marine Le Pen die Opération solution finale (Operation Endlösung) an und begann, Moslems zusammen zu treiben und sie in Konzentrationslager zu deportieren. Die Vorstadtgebiete – so genannte ZUS (zones urbaines sensibles) – sind schon seit Monaten von der französischen Armee und den faschistischen Milizen von Gérard Royal, dem Bruder der früheren französischen Präsidentin, umstellt.

Nach Aussagen von Human Rights Watch werden die Moslems in den Konzentrationslagern vernichtet. Nachdem er letzten Oktober Videos, die aus den Lagern herausgeschmuggelt worden waren, gesehen hatte, sagte sogar der Grand Wizard des Ku Klux Klans, er sei erschüttert über die Barbarei, zu der die Europäer fähig sind. Vermutlich haben sie eine genetisch bedingte Neigung dazu.

Vergangenen Oktober erklärte US-Präsident Ralph Peters während seiner erfolgreichen Kampagne zur Wiederwahl, dass Frankreich und andere europäische Staaten mit vergleichbar faschistischen Regimes zu der abscheulichsten Achse des Bösen gehörten, die die Welt je gesehen hat. Er sagte, Amerika würde nicht tatenlos zusehen, während Europa seine historische Neigung zur Massenvernichtung wieder auslebt.

Bei seinem letzten Wahlkampf-Duell mit Pat Buchanan, dem Kandidaten der isolationistischen America First Partei, sagte Peters: Ich habe kein Problem, mir ein Szenario vorzustellen, in dem Schiffe der US-Marine vor Anker gehen und Marines in Brest, Bremerhaven und Bari an Land gehen, um die sichere Evakuierung von Europas Moslems zu gewährleisten. Peters wurde mit überwältigender Mehrheit in einem erdrutschartigen Sieg wiedergewählt, er besiegte Buchanan in jedem einzelnen Bundesstaat außer in New Hampshire, wo Gouverneur Mark Steyn, der als  Islamophob bekannt ist, sich für Buchanan aussprach.

Letzte Woche befragte die New York Post den Präsidenten in einem Exklusiv-Interview, wohin die europäischen Moslems evakuiert werden würden, da die Regierungen Marokkos, Algeriens, der Türkei und anderer Länder, aus denen die Eltern und Großeltern der europäischen Moslems ursprünglich gekommen waren, alle den Vorschlag, die Flüchtlinge aufzunehmen, zurückgewiesen hatten. Nur Libyen hatte seine Bereitschaft erklärt, Flüchtlingslager für europäische Moslems einzurichten.

Präsident Peters vermied eine direkte Antwort auf die Fragen der New York Post, und sagte stattdessen: Amerika ist ein großartiges Land. Die Vereinigten Staaten ziehen Qualität an. Das Einkommensniveau amerikanischer Moslems liegt über dem nationalen Durchschnitt. Wir hören zwar von einer Handvoll Unruhestifter, aber viel mehr unserer amerikanischen Mitbürger, die zufällig Moslems sind, sind Ärzte, Professoren und Unternehmer. Der amerikanische Traum lebt und blüht dankenswerterweise noch: Sogar der ganz neu eingewanderte Taxifahrer, der über die englische Grammatik stolpert, weiß, dass er ein echter Amerikaner werden kann.

Experten vermuten, dass die Antwort des Präsidenten beinhaltet, dass Washington bereit ist, einen beträchtlichen Teil der europäisch-moslemischen Flüchtlinge aufzunehmen. Aus einer anonymen Quelle im State Department wurde hingegen gegenüber Fox News bestätigt, dass die US-Regierung Israel gebeten habe, den Großteil der islamischen Flüchtlinge aufzunehmen. Außenministerin Nancy Pelosi, die sich zur Zeit in Jerusalem aufhält, reist morgen nach Tripolis weiter, um die ersten Flüchtlinge bei ihrer Ankunft willkommen zu heißen. Libyen kündigte vergangene Woche an, dass man bereit sei, der US-Navy zu gestatten, die Flüchtlinge nach Tripolis zu transportieren, knüpfte aber die Bedingung daran, dass Washington an Tripolis 50.000 Dollar für jeden Flüchtling zahlen müsse, den die Amerikaner ins Land bringen.

Unterdessen sieht sich das Weiße Haus mit ernstlichen Problemen an der Heimatfront konfrontiert. Jugendliche Immigranten in der Bronx haben während der vergangenen drei Monate jede Nacht durchschnittlich 100 Fahrzeuge in Brand gesetzt. Die New Yorker Polizei sagte, sie sei nicht mehr in der Lage, Recht und Ordnung in den Vorstädten New Yorks aufrechtzuerhalten. Präsident Peters jedoch äußerte gegenüber der New York Post, er hielte die Polizeiberichte für übertrieben. Die arbeitslosen und hoffnungslosen Kids in den Vorstädten mögen vielleicht ein paar Autos anzünden, aber wir haben ja immer noch Manhattan [Anm.: im Peters’ Artikel heißt es Paris] sagte er.

Ich fand’s lustig. Aber dahinter steht auch etwas Trauriges und Bedenkliches. Wir können nicht ewig mit unserer Gehässigkeit gegen die USA so weitermachen und uns einbilden, es kämen keine Tritte zurück. Der Tritt von Ralph Peters war blödsinnig. Aber er zeigt uns auch, wie unsere ständigen  - ebenso blödsinnigen – Tritte gegen die USA wehtun und wie schädlich sie sind. Auch wenn der Mann spinnt, so hat er uns doch eine passende Retourkutsche für das  unerträgliche Bush=Hitler und USA – Internationale Völkermordzentrale -Theater geliefert.

 

Zum Schluss noch ein jüdischer Witz:


  • Im Jahre 1938 sitzen einander in der New Yorker U-Bahn zwei gerade eingewanderte deutsche Juden gegenüber. Der eine liest Der Stürmer, das schreckliche Hetzblatt Julius Streichers. Der andere liest die jüdische Zeitung, den Forvertz, und wird allmählich aufgeregt. Endlich fragt er seinen Landsmann, Wieso lesen Sie dieses furchtbare Blatt? Es ist nur reiner Antisemitismus, Judenhatz. Der erste Jude guckt vor sich hin. Er sagt: Schauen Sie. Was steht in Ihrer Zeitung? Überall sind die Juden Flüchtlinge. Man verfolgt uns. Man wirft Steine und Bomben in die Synagogen. Ich lese die Nazi-Zeitung, denn sie ist zuversichtlicher. Wir besitzen die Banken! Wir besitzen die großen Firmen! Wir beherrschen die Welt!


Dieses Gefühl hatte ich nach dem Lesen von Ralph Peters’ Artikel irgendwie auch...

 

1.12.06 12:42


Noble Americans - Edle Amerikaner!

Und noch ein langer Brief


Ich find's ja fast ein bisschen peinlich. Gestern hatte ich das Bedürfnis, meine Vorstellungen von einem Dialog mit der islamischen Welt in einem Brief an Moslems darzulegen. Und gestern Abend schaute ich dann noch in Jihad Watch rein - und fand einen Brief in der umgekehrten Richtung vor. Dieses Mal sogar von jemandem, der wirklich was zu melden hat, leider sehr viel zu melden hat und der nach Präsident Bush und Bundeskanzlerin Merkel nun seine weisen Worte an die edlen Amerikaner ganz allgemein richtet: Achmedinedschad.

Beim Übersetzen habe ich zeitweilig gedacht: "Nein, das veröffentlichst du lieber nicht, schlimm genug, wenn die vielen Israel- und Bush-Hasser unter deinen Landsleuten das auf englisch lesen - man muss es ihnen nicht auch noch auf dem Silbertablett auf deutsch präsentieren." Der Judenhass, der Vernichtungswille gegenüber Israel ist mit Händen zu greifen und macht einem übel. Dummerweise ist er aber kein bisschen anders als das, was ich von Internet-Djihadisten und - leider! - auch ihrem deutschen Fanclub, genau so kenne. Nur dass Achmedinedschad- ganz Staatsmann - sich weniger primitiv ausdrückt und versucht, seinen Hass notdürftig hinter blumigen Worten zu verbergen.

Ich fürchtete, der Text würde zu vielen aus der Seele sprechen, zumindest in den ersten rund drei Vierteln. Das wird wohl stimmen. Vermutlich dachte das Frau Merkel auch, als sie ihren persönlichen Brief aus Teheran vor uns verborgen hielt (obwohl er dann doch irgendwie auf englisch erschien, was aber hier kaum bekannt wurde und etwas mit Unsicherheit behaftet ist). Ich glaube nicht mal, dass sie Achmedinedschad schonen wollte, nein, ich glaube eher, sie hatte Angst vor uns - dem Volk - vor dem latenten, stets sprungbereiten Antisemitismus, der nur darauf lauert, rauszuplatzen. Sie hatte wohl Bedenken, dass allzu viele sagen oder auch nur denken würden:"Endlich spricht's mal einer aus. Wir dürfen's ja nicht." Diese Bedenken sind absolut berechtigt. Es macht mich aber traurig, dass man sich in Berlin offenbar für das Kindermädchen der Bevölkerung hält und überlegt, was man den unberechenbaren Untertanen zumuten kann oder nicht. Man muss annehmen, dass sie auch bei anderen Dingen so vorgehen.

Präsident Bush hingegen hat seinen Brief aus Teheran sehr rasch öffentlich gemacht. Er hält sein Volk (und den Rest der Welt) offenbar nicht für unmündige Kinder, denen man nicht das Falsche zum Lesen geben darf, damit sie nicht "verdorben" werden. Ich halte es da lieber mit Bush als mit Merkel. Wenn jemand den Brief berechtigt findet, soll er's eben tun. Solche Leute sind sowieso nicht mehr zu retten (und eigentlich glaube ich auch, sie lesen meine Seite nicht in großer Stückzahl).

Neben all der wüsten anti-israelischen Hetze und dem typischen islamischen Opfergeheule und Pathos, dem Versuch, die Amerikaner von ihrer Regierung zu trennen und die neuen Wahlsieger explizit anzusprechen, die eigentlich keiner Kommentierung bedürften, weil sie für sich selbst sprechen, richtet Robert Spencer von Jihad Watch sein Augenmerk vor allem auf das Ende des Briefes. Ihm zufolge werden dort die Amerikaner aufgerufen, den Islam anzunehmen.

Auch Marisol von Jihad Watch geht auf dieses Thema in einem zweiten Artikel noch einmal ein:

"Darin [da wo er Monotheismus erwähnt] ist der Aufruf zum Islam enthalten, wie Mohammed ihn vorgeschriegen hat - denn der Islam ist aus islamischer Sicht der einzige ware monotheistische Glaube."

Die Tatsache, dass er bei seinem Koranzitat "einen Vers wählt, in dem "Partner" von Allah ausgeschlossen werden, zeigt auf, dass er einen Seitenhieb auf das Christentum beabsichtigte, denn aus islamischer Sicht werden mit "Partnern" Allahs Christen assiziiert. Da das Christentum die vorherrschende Religion in den USA ist, scheint es wahrscheinlich, dass er das als Teil seines Aufrufs zum Islam meinte."

Nun müsste es sogar Achmedinedschad klar sein, dass das nicht funktionieren wird. Er ist mit großer Sicherheit tatsächlich in seinem Wahn ein ehrlich religiöser Mensch. Es ist daher zu vermuten, dass dieser Aufruf vor allem seiner Pflicht gegenüber seiner Gottheit und seinem Propheten entspringt. Es ist Moslems nicht erlaubt, Ungläubige zu bekriegen, bevor sie nicht aufgefordert werden, sich dem Islam zu unterwerfen. Das ist wohl die vielbesungene Friedensliebe des Islam. Er kommt dieser Pflicht des Rechtgläubigen nach. Allerdings muss das dreimal geschehen. Ob der Brief an Bush - eventuell sogar der an Merkel ?- mitzählt, ob es zählt, dass er sich wiederholt oder ob noch zwei weitere Briefe an die edlen Amerikaner folgen werden ... weiß natürlich kein Mensch. Auf jeden Fall kann ich verstehen, dass die Amerikaner das als etwas bedrohlich empfinden.

Diejenigen der "Noble Americans", die bei Jihad Watch kommentieren, haben sich für mich als dieser Bezeichnung "Noble" als würdig erwiesen. Sie haben mit dem gestreckten Mittelfinger reagiert!

So abstoßend der Brief auch ist, ich finde es wichtig, ihn aufmerksam zu lesen. Er gibt interessante Einblicke in die islamische Denkweise. Und der Irre aus Teheran ist nun mal leider kein Niemand, über den man lachen könnte. ( Hier ist das Original auf Jihad Watch ). Lassen wir ihn zu Wort kommen:


Edle Amerikaner,

Unser Nation hat stets allen anderen Nationen gegenüber die Hand der Freundschaft ausgestreckt.

Hunderttausende meiner iranischen Landsleute leben in Frieden und Freundschaft unter Ihnen und tragen Positives zu Ihrer Gesellschaft bei. Unser Volk war über lange Jahre hinweg mit Ihnen in Kontakt und hat diese Kontakte trotz der unnötigen Restriktionen der US-Behörden aufrechterhalten.

Wie bereits erwähnt haben wir gemeinsame Interessen, sehen uns ähnlichen Herausforderungen gegenüber und sehen voller Schmerzen die Leiden und Kümmernisse der Welt.

Wie Sie sind wir über die stets schlimmer werdenden Schmerzen und Nöte des palästinensischen Volkes betrübt. Anhaltende Aggressionen der Zionisten erschweren das Leben der rechtmäßigen Eigentümer des Landes Palästina mehr und mehr. Am helllichten Tag, vor Kameras und vor den Augen der Welt, bombardieren sie unschuldige und wehrlose Zivilisten, reißen mit ihren Bulldozern Häuser nieder, schießen in den Straßen und Gassen mit Maschinengewehren auf Schüler und setzen deren Familien unendlichem Leid aus.

Kein Tag vergeht ohne ein neues Verbrechen.

Palästinensische Mütter lieben ihre Kinder genauso wie iranische und amerikanische Mütter und bleiben voller Schmerzen zurück, wenn ihre Kinder gefangen genommen, verwundet oder ermordet werden. Welcher Mutter erginge es anders?

In 60 Jahren hat das zionistische Regime Millionen der Einwohner Palästinas aus ihren Häusern vertrieben. Viele dieser Flüchtlinge sind in der Diaspora und in Flüchtlingslagern gestorben. Ihre Kinder haben ihre Jugend in diesen Lagern verbracht und werden selber alt, während sie immer noch hoffen, in ihr Heimatland zurückzukehren.

Sie wissen sehr gut, dass die US-Regierung beharrlich das zionistische Regime blind und umfassend unterstützt hat, dass sie es ermutigte, mit seinen Verbrechen fortzufahren und den UN-Sicherheitsrat daran hinderte, es zu verurteilen.

Wer kann diese gebrochenen Versprechen und schwere Ungerechtigkeiten gegenüber der Menschheit seitens der US-Regierung leugnen?

Regierungen sind dazu da, ihrem eigenen Volk zu dienen. Kein Volk möchte sich an die Seite von Unterdrückern stellen oder diese unterstützen. Doch bedauerlicherweise missachtet die US-Regierung sogar die öffentliche Meinung im eigenen Land und steht weiterhin in der vordersten Front, wenn es darum geht, die Rechte des palästinensischen Volkes mit Füßen zu treten.

Lassen Sie uns in den Irak blicken. Seit Anbeginn der amerikanischen Militärpräsenz im Irak wurden Hunderttausende von Irakern getötet, verstümmelt oder vertrieben. Der Terrorismus im Irak ist exponentiell angestiegen. Die amerikanische Militärpräsenz im Irak hat nichts dazu beigetragen, die Ruinen aufzubauen, die Infrastruktur wiederherzustellen oder die Armut zu lindern. Die US-Regierung nahm zum Vorwand, es gäbe Massenvernichtungswaffen im Irak, aber später wurde klar, dass das nur Lüge und Betrug war.

Obwohl Saddam gestürzt wurde und das Volk froh ist, dass er weg ist, blieben die Schmerzen und Leiden des irakischen Volkes und wurden sogar noch schlimmer.

Im Irak operieren einhundertfünfzigtausend amerikanische Soldaten - von ihren Familien und Lieben getrennt - unter dem Kommando der derzeitigen US-Regierung. Eine beträchtliche Zahl von ihnen wurde getötet oder verwundet und ihre Anwesenheit im Irak hat das Bild des amerikanischen Volkes und seiner Regierung getrübt.

Ihre Mütter und Verwandten haben bei zahllosen Gelegenheiten ihren Unmut darüber ausgedrückt, dass ihre Söhne und Töchter in einem Land tausende von Meilen von der amerikanischen Küste entfernt sind. Amerikanische Soldaten fragen sich oft selber, warum sie in den Irak geschickt wurden.

Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass es Ihre Zustimmung, die Zustimmung des amerikanischen Volkes , findet, dass Ausgaben in Milliardenhöhe jährlich aus Ihrer Staatskasse für dieses unglückselige militärische Abenteuer verwendet werden.

Edle Amerikaner,

Sie haben davon gehört, dass die US-Regierung ihre mutmaßlichen Gegner überall auf dem Erdball kidnappt und und sie willkürlich und ohne Gerichtsverhandlung oder irgendeine internationale Überwachung in entsetzlichen Gefängnissen in verschiedenen Teilen der Welt gefangen hält. Nur Gott weiß, wo diese Häftlinge wirklich sind und welch schreckliches Schicksal sie erwartet.

Sie haben gewiss die traurigen Geschichten aus den Gefängnissen von Guantanamo und Abu Ghraib gehört. Die US-Regierung versucht, diese durch den ausgerufenen "Krieg gegen den Terror" zu rechtfertigen. Aber jedermann weiß, dass ein solches Verhalten in Wirklichkeit die weltweite öffentliche Meinung beleidigt, den Groll verstärkt und damit dem Terrorismus Vorschub leistet und das Bild und die Glaubwürdigkeit der USA unter den Nationen trübt.

Das gesetzwidrige und unmoralische Verhalten der US-Regierung ist sogar nicht einmal nur auf die Welt außerhalb der Landesgrenzen beschränkt. Sie werden jeden Tag Zeuge, dass unter dem Vorwand "Krieg gegen den Terror" die bürgerlichen Freiheiten der Vereinigten Staaten zunehmend beschnitten werden. Selbst die individuelle Privatsphäre verliert zunehmend an Bedeutung. Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte werden mit Füßen getreten. Private Telefongespräche werden abgehört, Verdächtige werden willkürlich festgehalten, manchmal in den Straßen zusammengeschlagen oder sogar erschossen.

Ich habe keinen Zweifel daran, dass das amerikanische Volk ein solches Verhalten nicht billigt sondern es sogar bedauert.

Die US-Regierung anerkennt keinerlei Rechenschaftspflicht gegenüber irgendeiner Organisation, Institution oder Gremium. Die US-Regierung hat die Glaubwürdigkeit internationaler Organisationen untergraben, insbesondere die der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrates. Ich habe jedoch nicht vor, all die Kampfansagen und Missstände in dieser Botschaft aufzuzählen.

Legitimität, Macht und Einfluss einer Regierung entspringen nicht aus ihren Arsenalen an Panzern, Kampfflugzeugen, Raketen und Nuklearwaffen. Legitimität und Einfluss liegen in einer gesunder Logik, dem Streben nach Gerechtigkeit und Mitgefühl und Einfühlungsvermögen für die ganze Menschheit. Die globale Stellung der Vereinigten Staaten wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit geschwächt, weil die Regierung ihren Weg darin sucht, Gewalt anzuwenden, die Wahrheit zu verschleiern und das amerikanische Volk über ihre Politik und Praktiken irrezuführen.

Zweifellos ist das amerikanische Volk nicht mit diesem Verhalten zufrieden und es zeigte sein Missfallen in den kürzlich stattgefundenen Wahlen. Ich hoffe, dass die Regierung von Präsident Bush diesen Weckruf der Mid-term-Elections gehört hat und die Botschaft des amerikanischen Volkes beherzigen wird.

Ich habe folgende Fragen:

Gibt es keine bessere Herangehensweise an die Regierungstätigkeit?

Ist es nicht möglich, Reichtum und Macht in den Dienst von Frieden, Stabilität, Wohlstand und das Glück aller Völker zu stellen, indem man sich der Gerechtigkeit und dem Respekt für die Rechte aller Nationen verpflichtet anstatt der Aggression und dem Krieg?

Wir alle verurteilen Terrorismus, weil seine Opfer die Unschuldigen sind.

Aber kann der Terrorismus durch Krieg, Zerstörung und das Töten Hunderttausender von Unschuldigen eingedämmt und ausgemerzt werden?

Wenn das möglich wäre, warum ist dann das Problem noch nicht gelöst?

Das traurige Beispiel der Irakinvasion steht uns allen vor Augen.

Was hat die blinde Unterstützung des zionistischen Regimes durch die US-Regierung dem amerikanischen Volk gebracht? Es ist bedauerlich, dass für die US-Regierung die Interessen dieser Besatzer die Interessen des amerikanischen Volkes und die der anderen Nationen der Welt verdrängen.

Was haben die Zionisten für das amerikanische Volk getan, dass die US-Regierung sich verpflichtet fühlt, diese niederträchtigen Aggressoren blind zu unterstützen? Ist es nicht deshalb, weil sie sich in einen maßgeblichen Teil des Banken-, Finanzmarkt-, Kultur- und Mediensektors gedrängt haben?

Ich schlage vor, dass in einer Bekundung des Respekts für das amerikanische Volk und die Menschheit das Recht der Palästinenser, in ihrem eigenen Heimatland zu leben, anerkannt werden sollte und dass die Zukunft ganz Palästinas und seine Regierungsform in einer Volksabstimmung festgelegt werden sollte. Das wird für jedermann von Vorteil sein.

Nun da der Irak eine Verfassung, ein unabhängiges Parlament und eine unabhängige Regierung hat, wäre es da nicht segensreicher, die US-Offiziere und -Soldaten nach Hause zu holen und die astronomisch hohen US-Militärausgaben im Irak für die Fürsorge und den Wohlstand des amerikanischen Volkes zu verwenden? Wie Sie sehr wohl wissen, leiden viele Opfer von Katrina auch heute noch und zahllose Amerikaner leben immer noch in Armut und Obdachlosigkeit.

Ich möchte auch noch ein Wort an die Gewinner der kürzlich stattgefundenen Wahlen in den USA richten:

Die Vereinigten Staaten haben schon viele Regierungen gehabt; manche, die ein positives Vermächtnis hinterließen und andere, die weder vom amerikanischen Volk noch von anderen Nationen in guter Erinnerung behalten wurden.

Sie können nun auf einen wichtigen Teil der US-Regierung Einfluss nehmen, auch Sie werden gegenüber dem Volk und der Geschichte Rechenschaft ablegen müssen.

Wenn die US-Regierung den derzeitigen innen- und außenpolitischen Herausforderungen mit einer Herangehensweise begegnet, die auf Wahrheit und Gerechtigkeit gegründet ist, kann sie einige der Kümmernisse der Vergangenheit heilen und einen Teil der weltweiten Ressentiments und des weltweiten Hasses gegen Amerika entschärfen. Aber wenn die Herangehensweise bleibt, wie sie ist, dann käme es nicht unerwartet, wenn das amerikanische Volk die neuen Wahlsieger in ähnlicher Weise zurückweist, wenn auch die kürzlich stattgefundenen Wahlen eher weniger einen Sieg widerspiegeln sondern in Wirklichkeit nur auf das Versagen der derzeitigen Regierungspolitik hindeuten. Mit diesen Themen habe ich mich ausgiebig in dem Brief befasst, denn ich früher in diesem Jahr an Präsident Bush gerichtet haben.

Zusammengefasst:

Es ist möglich, grundlegend anders als durch Zwangsmaßnahmen, Gewalt und Ungerechtigkeit an die Regierungsarbeit heranzugehen.

Es ist möglich, unseren gemeinsamen menschlichen Werten, der Redlichkeit und dem Mitgefühl aufrichtig zu Diensten zu sein und sie voranzutreiben

Es ist möglich, Fürsorge und Wohlstand ohne Spannungen, Drohungen, Zwang und Krieg zu schaffen.

Es ist möglich, die Welt hin zu der angestrebten Vollkommenheit zu führen, indem man sich an Einigkeit, Monotheismus, Moral und Spiritualität hält und von den Lehren der Göttlichen Propheten zehrt.

Dann wird das amerikanische Volk, dass gottesfürchtig ist und den Göttlichen Religionen folgt, alle Schwierigkeiten überwinden.

Was ich darlegte, spiegelt einige meiner Ängste und Sorgen wider.

Ich bin zuversichtlich, dass Sie, das amerikanische Volk, eine hilfreiche Rolle dabei spielen werden, Gerechtigkeit und Spiritualität überall in der Welt zu errichten. Die Versprechen des Allmächtigen und Seiner Propheten werden sich mit Gewissheit erfüllen, Gerechtigkeit und Wahrheit werden obsiegen und alle Nationen werden ein rechtes Leben in einem Klima erfüllt von Liebe, Mitgefühl und Brüderlichkeit führen.

Das regierende US-Establishment, die Obrigkeiten und die Mächtigen sollten keine Wege wählen, von denen es keine Umkehr gibt. Wie uns alle Propheten gelehrt haben, bringen Ungerechtigkeit und Sündhaftigkeit letztendlich Niedergang und Verfall mit sich. Heute ist der Weg zurück zum Glauben und zur Spiritualität noch offen und unversperrt.

Wir sollten alle das Göttliche Wort des Heiligen Koran beherzigen:

Der aber, der bereut und glaubt und das Rechte wirkt - (es ist) wohl, daß er unter den Erfolgreichen sein wird. Und dein Herr erschafft, was Er will, und erwählt, was Ihm gefällt. Nicht ihnen steht die Wahl zu. Gepriesen sei Allah und Hoch Erhaben über das, was sie anbeten! (28:67-68, deutsche Übersetzung nach M.A. Rassoul)

Ich bete zum Allmächtigen, er möge die iranische und amerikanische Nation und wahrhaftig alle Nationen der Welt mit Würde und Erfolg segnen.



30.11.06 14:29


Der Dialog

Ein nicht ganz wörtlich zu nehmender - aber dennoch durchaus ernst gemeinter - Vorschlag

Mir wurde oft vorgeworfen, dass ich einen Dialog mit der islamischen Welt rundheraus ablehnen würde. Das ist absolut nicht der Fall. Ich halte Dialog für höchst wichtig und bin auch bereit, mit Erzfeinden zu reden. Ich bin nur nicht bereit, mit Leuten zu reden, die nichts zu melden haben oder beim Dialog zu lügen bzw. hinzunehmen, dass ich belogen werde.

Deshalb hier ein Wunschtraum, wie ich mir den Ansatz zu einem echten Dialog mit der islamischen Welt vorstelle:



Liebe Moslems,

Ihr und wir - wir sind Feinde. Wir finden es an der Zeit, dass wir das offen aussprechen. Viele ehrliche Menschen auf Eurer Seite haben das bereits getan, es wird Zeit, dass wir es Euch gleichtun.

Wir sind dem Rat, den Ihr uns so oft gegeben habt, uns doch bitte mit dem Islam zu befassen, inzwischen gefolgt. Wir haben Obsession gesehen, wir haben Bat Ye'Or und Robert Spencer gelesen, wir haben die Videobotschaften Osama Bin Ladens sowie die Aussagen der Islam-Gelehrten aus aller Welt - insbesondere derer von der Al Azar Universität in Kairo - und Herrn Achmedinedschads zur Kenntnis genommen. Wir haben insbesondere während der so genannten Karikaturen-Affäre auch auf die sehr eindrucksvolle Stimme des einfachen islamischen Volkes gehört. Wir haben uns auch mit unserer gemeinsamen Geschichte befasst und unsere gottgegebene Vernunft benutzt, Parallelen zur Gegenwart zu ziehen.

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns für unser Verhalten, das wir an den Tag legten, als wir das alles noch nicht wussten, entschuldigen müssen. Es war unser Fehler, nicht Eurer, dass wir so lange interesselos und unwissend gegenüber Euch blieben. Wir entschuldigen uns auch dafür, dass wir Euch über lange Zeit hinweg mit einem "Dialog" belästigt haben, in dem Ihr über die Unwissenheit Eurer Dialogpartner gewiss zu Recht verärgert ward und in dem wir darauf beharrten, Euch zu etwas Christen-Ähnlichem "erziehen" zu wollen. Insbesondere entschuldigen wir uns für diejenigen unter uns, die den fürchterlich beleidigenden Begriff "Islamismus" geprägt haben, um die besonders Rechtgläubigen und Korantreuen unter Euch zu verunglimpfen. Der Versuch, Euch schulmeisterlich Eure eigenen Religion erklären zu wollen ("Islam heißt Frieden") war ein unglaublicher Fauxpas, und wir verstehen daher, dass Ihr Euch häufig an unserer Arroganz gestört habt. Es ist in der Tat arrogant, sich die Religion anderer Menschen einfach so hinzubiegen, wie man sie gerne hätte. Dass Ihr Euch die Formulierung "Islam heißt Frieden" ebenfalls zu eigen gemacht habt, tragen wir Euch nicht nach - wissen wir doch, dass Euch Euer Prophet Mohammed höchstpersönlich empfohlen hat, zum Kunstgriff der Lüge ( Taqiyya) zu greifen, wenn Ungläubige zu stark sind, um militärisch unterworfen zu werden. Wer sind wir, Euch zu raten, Euch gegen Euren Propheten zu stellen!

Wir anerkennen vorbehaltlos, dass Ihr während der vergangenen Jahrzehnte uns und unsere Kultur ausgiebiger studiert und besser verstanden habt als wir die Eure. Wir anerkennen auch, dass Euer Vorgehen - aus der Rückschau, wo wir Euer Ziel und Eure von Mohammed empfohlenen Methoden zur Erreichung dieses Ziels kennen - fast immer geradlinig war, während das unsere häufig einem wirren Trampelpfad glich.

Nun, wir wissen inzwischen, was Ihr wollt. Ihr wollt das Dar al-Islam auf Kosten des Dar al-Harb ausbreiten und langfristig die Herrschaft des Islam über die ganze Welt installieren. Wir wissen auch, dass die Methode dazu Djihad heißt und wir sind nicht so dumm, zu glauben, Djihad bedeute ausschließlich Gewalt. Nein, so primitiv seid Ihr keineswegs. Der Djihad umfasst auch demographische Bemühungen, Migration, Da'Wa (Missionierung), Taqiyya (geschickte Lüge), den Djihad der Feder (Propaganda) und den Einsatz ökonomischer Mächt (Petrodollars). Wir glauben Euch sogar, dass es darüberhinaus auch noch einen inneren Djihad gibt, die individuellen Bemühungen, ein Allah-gefälliges Leben zu führen. Das ist Eure Privatsache, sie hat in unserem Dialog nichts verloren. Wir behelligen Euch auch nicht mit dem Inhalt unserer Gebete. Wir glauben aber natürlich nicht, dass das die einzige Bedeutung von Djihad ist. Wir sind nicht blind und dankenswerterweise stehen uns Eure heiligen Schriften zur Lektüre offen.

Wir erkennen auch, dass es innerhalb Eurer Gemeinschaft unterschiedliche Ansichten darüber gibt, ob terroristische Gewalt derzeit ein probates oder eher kontraproduktives Mittel zur Erreichung Eurer Ziele ist. Wir möchten uns diesbezüglich nicht einmischen, strategische und taktische Fragen müsst Ihr untereinander ausmachen. Vielleicht beruhigt es Euch, dass wir unsererseits auch dazu übergehen, die Djihad-Abwehr unter rein strategisch-taktischen Gesichtspunkten untereinander zu erörtern und sie nicht mehr darauf ausrichten, welche Methode für Euch angenehmer ist, sondern nur darauf, welche für uns angenehmer und erfolgversprechender ist.

Wir hoffen übrigens sehr, dass Ihr mit Hilfe des Verstandes, den Gott Euch gegeben hat, erkennt, dass uns Euer Ziel der weltweiten Islamisierung oder auch nur der Islamisierung Israels und Europas nicht zusagt. Wir müssen Euch leider mitteilen, dass wir dieses Ziel mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern wollen und werden. Wohlgemerkt: Wir wollen Euch nicht von diesem Ziel abbringen - es steht uns nicht zu, Euch religiös umzupolen und wir wissen auch, dass wir das auch dann nicht könnten, wenn wir es wollten. Wir wissen, dass Ihr stark im Glauben und gehorsame Diener Allahs seid.
Wir werden Euch nicht weiter in Eure Zielsetzung reinreden, wir werden nur verhindern, dass Ihr das Ziel erreicht.

Ihr wisst, das Ungläubige sich gegen Euch wehren. Islamische Kriegsherren der Vergangenheit wussten sehr wohl, dass die Ungläubigen nicht den Wunsch hegen, unter islamische Herrschaft zu geraten. Hätten sie das nicht gewusst, hätte sie ja keine bewaffneten Soldaten geschickt, sondern freundliche Missionare. Ihr wisst es auch heute noch. Wenn Ihr davon ausgingt, dass die Juden Israels eine Islamisierung Ihres Landes im Sinne eines islamisch beherrschten "Palästina" mit eventuell geduldeter reduzierter jüdischer Dhimmi-Bevölkerung wünschten, dann müsset Ihr sie nicht in die Luft sprengen oder mit Raketenangriffen und nuklearen Drohungen aus Teheran zermürben. Dann müsstet Ihr Ihnen einfach nur den Vorschlag machen und darauf warten, dass sie begeistert zustimmen.

Aufgrund unseres unverzeihlichen Unwissens über Eure religiösen Pflichten, haben wir in Europa in der Vergangenheit nicht zur Kenntnis genommen, dass Ihr auch unsere Länder islamisieren wollt. Deshalb war Euch das Fortschreiten bei diesem Ziel bisher - vergleichbar zu Euren Anstrengungen bezüglich Israel - fast ohne terroristische Gewalt möglich. Wer sich freiwillig auf die Matratze legt, wird nicht vergewaltigt. Wer sich freiwillig erobern lässt, zwingt die Eroberer nicht, Waffengewalt anzuwenden. Wir müssen Euch leider mitteilen, dass wir uns nicht weiter freiwillig erobern lassen.

Unglücklicherweise befinden sich bereits eine große Anzahl Eurer Kolonisten in unseren Ländern. Wir sind uns bewusst, dass viele davon nicht wissen, dass sie als Kolonisten fungieren und - sicher zum Ärger der Rechtgläubigen unter Euch - auch einfach nur ein bequemes Leben haben wollen und kein Interesse am Djihad haben. Das ist aber Euer Problem. Wir sehen keinen Grund, einen Dialog mit unwissenden Privatpersonen zu führen, die nicht merken, dass sie Schachfiguren bei unserer Eroberung sind. Leider ist es uns - aufgrund Eurer Pflicht zur Taqiyya - nicht möglich, die wirklich Friedfertigen von den frommen Lügnern zu unterscheiden, da wir nicht über die erforderlichen Gedankenlesefähigkeiten verfügen. Außerdem seht Ihr sicher auch ein, dass ein Dialog zwischen zwei großen Gruppierungen wie der Umma und dem Westen nicht geführt werden kann, in dem man Millionen von Einzelgesprächen mit verstreuten Individuen führt. Wir müssen diesen Dialog auf der Grundlage Eurer und unserer ideologischen Ausrichtung führen - mit denjenigen, die sie ernst nehmen und nicht mit laxen nicht organisierten Einzelpersonen.

Was also sollen wir tun?

Wir entnehmen aus den Äußerungen islamischer Organisationen und auch islamischer Einzelpersonen (und deren feindseligem Verhalten) in unserern Ländern, dass Moslems im Westen sich nicht wohlfühlen und uns nicht mögen. Das ist in Ordnung. Wir mögen sie auch nicht. Wir werden weiterhin das tun, was diese Personen als "Diskriminierung, Rassismus und Islamophobie" an uns kritisieren, z.B. werden wir unsere Marotten beibehalten, Arbeitsplätze nach Qualifikation und nicht nach Religionsquote zu vergeben und darauf zu bestehen, dass unsere Gesetze eingehalten werden. Wir wissen, dass unsere Gesetze in Euren Augen falsch sind, da sie der Scharia widersprechen - aber wir möchten sie dennoch behalten.

Wir würden das sehr gerne friedlich lösen, aber notfalls können wir auch gemein werden. Wir sind nicht so nett, wie Euch unsere so genannten "Gutmenschen" leider lange vorgelogen haben. Wir gehören der gleichen Spezies wie Ihr an und wir können auch sehr hässliche Seiten an den Tag legen. Wir hoffen, dass Ihr diese Ehrlichkeit, die Ihr von uns leider bisher nicht gewohnt ward, zu schätzen wisst.

Ebenfalls finden wir es nicht so gut, dass unsere Wirtschaften einerseits teuer für das Öl aus islamischen Ländern bezahlen und andererseits mit zunehmend drückenderen Steuern islamische Migranten, die wir für gar nichts brauchen, mittels Sozialleistungen durchfüttern. Unser Angebot: Wir zahlen weiterhin für das Öl, werfen aber die islamischen Sozialfälle sowie die kriminellen Moslems raus und stellen unsere Hilfszahlungen komplett ein. Wir sehen ein, dass die Anwesenheit vieler Moslems in Europa Eurem Ziel (Ausbreitung des Islam) dienlich ist - aber sicher seht Ihr auch ein, dass es unserem Ziel (Verhinderung der Ausbreitung des Islam) nicht dienlich ist, sondern sich mehr und mehr als höchst kontraproduktiv dafür erweist.

Wir würden vorschlagen, dass Ihr unsere Ausweisungen akzeptiert und dass wir uns im Gegenzug verpflichten, nicht zu versuchen, unsere lästigen Unterschichten - insbesondere unsere Neonazis - in die reichen Ölländer zu exportieren. Wir verpflichten uns ebenfalls, das Christentum nicht "mit dem Schwert" bzw. moderner Hochtechnologie-Kriegsführung in Euren Ländern zu verbreiten. Wir könnten das prinzipiell - wir haben es in Lateinamerika getan (und es war sehr hässlich). Wir möchten es aber heutzutage nicht mehr tun. Dass wir - wann immer wir den Eindruck gewinnen, Eure militärische Entwicklung könnte uns (einschließlich Israel) gefährlich werden - militärisch eingreifen, behalten wir uns davon unabhängig ausdrücklich vor.

Des weiteren möchten wir keineswegs anfangen, einen "Schwanzvergleich" Eurer und unserer militärischen Möglichkeiten anzustellen. Wir empfinden es als unfein, derartiges auszusprechen oder gar mit Überlegenheit zu prahlen, das ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur. Dennoch werdet Ihr verstehen, dass wir diesbezüglich - selbstverständlich diskret - eine Bestandsaufnahme vornehmen und wir bitten Euch, das Eurerseits auch zu tun.

Wir würden das alles sehr gerne ohne Krieg und Gewalt lösen und schlagen daher vor, dass Ihr Euch Eure Chancen, Euer Ziel, das dem unseren diametral entgegengesetzt ist und über das wir nicht weiter diskutieren werden, militärisch/terroristisch oder durch Migration zu erreichen, genau ausrechnet. Wir erwarten eine klare Antwort, wie Ihr Euch entschieden habt. Dann könnten wir das leidige Thema Islamisierung Europas um einige Jahrhunderte in die Zukunft verschieben, uns weitgehend aus dem Weg gehen ( da wir uns ja gegenseitig nicht mögen ) und uns um das Nötigste kümmern: Unseren Wunsch nach Öl und Euren Wunsch nach unseren medizinischen und anderen reizvollen Errungenschaften zivilier Natur.

Wir würden uns über eine ehrliche Antwort sehr freuen.

Solltet Ihr es wider Erwarten bevorzugen, die Sache mit Gewalt gegen Personen zu lösen - das beinhaltet auch Israel, das Teil des Westens ist - sehen wir uns leider gezwungen, ebenfalls gewalttätig zu werden. Diesbezügliche jammernde Beschwerden Eurerseits, Ihr wärd unsere Opfer, werden wir zur Kenntnis nehmen, aber weder glauben noch berücksichtigen. Wir sind auch bereit, Gewalt gegen bestimmte Sachen (Flaggen unserer Länder, Puppen unserer Regierungschefs und religiösen Autoritäten) hinzunehmen, da wir Euch gerne ein Ventil für therapeutischen Aggressionsabbau lassen möchten. Wir sind keine Unmenschen. Beschädigte Botschaften und jegliche Gewalt gegen Menschen fassen wir in Zukunft als Kriegserklärung auf.


herzlichst
Euer Feind, der "Westen"

29.11.06 16:05


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