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Das Versagen westlicher Universitäten

von Fjordman

 

Orignial vom 29. August 2006: The Failure of Western Universities

Kari Vogt, Historikerin für Religionsgeschichte an der Universität Oslo, hat behauptet, Ibn Warraqs Buch "Warum ich kein Moslem bin" sei für das Studium des Islam gleichermaßen uninteressant wie die Protokolle der Weisen von Zion für das Studium des Judentums. Sie wird weitgehend als eine der führenden Islamexperten des Landes betrachtet und wird häufig in landesweiten Medien zu Angelegenheiten, die den Islam und die Einwanderung von Moslems betreffen, zitiert. Menschen, die ihre Informationen überwiegend aus den Mainstream-Medien beziehen, was für die Mehrheit der Bevölkerung zutrifft, werden so von unseren Universitäten systematisch mit gefärbter Information und Halbwahrheiten über den Islam gefüttert und die Universitäten versagen weitgehend dabei, das Ideal freier Forschung hoch zu halten. Leider ist diese Situation überall im Westen an Universitäten und Hochschulen sehr ähnlich.

Die Londoner School of Oriental and African Studies (SOAS), Schauplatz einer steigenden Zahl antisemitischer Vorfälle auf einem zunehmend pro-islamisch werdenden Campus, drohte einem ihrer jüdischen Studenten Konsequenzen an für den Fall, dass er seine Proteste gegen Antisemitismus an der Universität nicht einstelle. Gavin Gross, ein Amerikaner, führte eine Kampagne gegen die Verschlechterung der Studienbedinungen für jüdische Studenten an der SOAS, die zu der Universität London gehört. SOAS hatte eine Eskalation antijüdischer Aktivitäten erlebt, und zwar sowohl was die Schwere als auch was die Häufigkeit anging. Anfang des Jahres untersuchte die Islamic Society ein Video, in dem das Judentum mit Satanismus verglichen wurde.

Zwischenzeitlich spendete Saudiarabien "zur Förderung eines besseren Verständnisses zwischen dem Islam und dem Westen" ca. 13 Millionen Saudi-Riyal [ca 2,7 Mio Euro] an ein führendes britisches Museum. Offizielle verlautbarten, dass das Geld von Prinz Sultan für eine neue saudische und islamische Galerie verwendet werden würde, die dazu beitragen werde, die islamische Kultur und Zivilisation in der richtigen Perspektive darzustellen. Es würde ebenfalls für Stipendien an saudische Studenten an der Oxford Universität verwendet werden.

Die Saudis und andere arabische Ölmagnaten kaufen sich eifrig Einfluss darauf, was Westler über den Islam hören. Prinz Al-Waleed bin Talal bin Abdul Aziz Al-Saud, ein Mitglied der saudischen Königsfamilie, ist ein internationaler Investor, der zur Zeit unter den 10 reichsten Personen der Welt gelistet wird. Er wurde dafür bekannt, dass er dem New Yorker Bürgermeister Rudolph W. Giuliani im Oktober 2001 einen 10 Millionen Dollar Scheck für den Twin Tower Fond anbot. Bürgermeister Giuliani lehnte das Geschenk ab, als er erfuhr, dass der Prinz die USA dazu aufgerufen hatte, "ihre Nahost-Politik einer Überprüfung zu unterziehen und eine ausgewogenere Haltung gegenüber der palästinensischen Sache einzunehmen."

Prinz Talal baut auch einen Fernsehkanal auf - Al-Resalah - um amerikanische Moslems anzusprechen. Er sendet bereits in Saudiarabien. 2005 erwarb Bin Talal 5.46% der stimmberechtigten Aktien von News Corp, der Muttergesellschaft von Fox News. Im Dezember 2005 prahlte er gegenüber Middle East Online, er hätte die Möglichkeit, Einfluss darauf zu nehmen, was die Zuschauer von Fox News zu sehen bekommen. In der Berichterstattung über die Unruhen in Frankreich im vorangegangen Herbst lief bei Fox News ein Newsticker mit der Aufschrift "Moslemunruhen". Bin Talal war davon nicht begeistert. "Ich nahm den Telefonhörer in die Hand und rief Murdoch an.... (und sagte ihm) das sind keine Moslemunruhen sondern Armutsunruhen" sagte er "Innerhalb von 30 Minuten wurde der Titel von Moslemunruhen in Bürgerunruhen geändert."

Eine von der Cornell Universität durchgeführte Umfrage ergab, dass rund die Hälfte der Amerikaner eine negative Sichtweise des Islam haben. Auf einer Pressekonferenz im Hauptsitz der World Assembly of Muslim Youth (WAMY), sagte Paul Findley, ein ehemaliges US-Kongressmitglied, dass das Krebsgeschwür antimoslemischer und antiislamischer Ressentiments sich in der amerikanischen Gesellschaft ausbreite und dass korrigierende Maßnahmen nötig seien, um diese auszumerzen. Es wurde angekündigt, dass der Council on American-Islamic Relations (CAIR) via Fernsehen, Radio und Zeitungen eine massive 50 Millionen Dollar schwere Medienkampagne starten werde. "Wir planen, Prinz Alwaleed ibn Talal um seine finanzielle Unterstützung für unser Projekt zu bitten. In der Vergangenheit hat er sich sehr großzügig gezeigt."

Die World Assembly of Muslim Youth, die von einem Neffen Osama Bin Ladens in den USA gegründet wurde, teilt sich die Büroräume mit der Islamic Society of North America und dem Islamic Centre of Canada. WAMY Canada unterhält eine Reihe von islamischen Jugendlagern und veranstaltet Pilgerreisen für Jugendliche. Der amerikanische Special Agent Kane zitierte aus einer von WAMY ausgearbeiteten Publikation: "Heil! Heil! Oh ihr aufopferungswilligen Soldaten! Zu uns! Zu uns! Auf dass wir die Flagge an diesem Tag des Djihad verteidigen mögen, wollt ihr mit Eurem Blut geizen?! Ist das Leben Euch lieber geworden? Das Zurückbleiben süßer?" Ihm zufolge sind 14- bis 18-Jährige die Zielgruppe für diese Schriften.

Die Harvard Universität und die Georgetown Universität erhielten Spenden in Höhe von 20 Mio Dollar von Prinz bin Talal, um islamische Studien zu finanzieren. "Für eine Universität mit globalem Anspruch wie Harvard ist es von Bedeutung, ein starkes Programm zum Islam zu haben, das weltweite und interdisziplinäre Kompetenz hat." sagte Steven E. Hyman, der Dekan von Harvard. Georgetown sagte, sie wollen das Geschenk - das zweitgrößte, das sie jemals erhalten hatten - dazu nutzen, ihr Zentrum für islamisch-christliche Verständigung weiter auszubauen. Martin Kramer, der Autor von “Ivory Towers on Sand: The Failure of Middle Eastern Studies in America,” sagte :"Prinz Alwaleed weiß, dass, wenn man etwas bewirken will, es Stellen wie Harvard oder Georgetown, die zum "inneren Kreis" gehören, sind, die eine Veränderung bringen können."

Professor John Esposito von der Universität Georgetown, Gründungsdirektor des Zentrums für islamisch-christliche Verständigung, hat vermutlich mehr als jeder andere Akademiker dazu beigetragen, die Bedrohung des Westens durch den Djihad herunter zu spielen. Kramer stellt fest, dass Esposito seine These während seiner frühen Jahre in den 70ern unter seinem islamischen Mentor Ismail R. Faruqi, einem palästinensischen Pan-Islamisten und Theoretikers der "Islamisierung des Wissens", ausgearbeitet hat. Während des ersten Teils seiner Karriere hat John L. Esposito nie an einem der größeren Nahost-Zentren studiert oder gelehrt. In den 80ern veröffentlichte er Bücher wie Islam: The Straight Path (Islam: der gerade Weg), das erste einer Serie von schmeichelhaften Büchern über den Islam. 1993 kam Esposito an die Georgetown University und erhielt später den Status, eine "Autorität" auf diesem Gebiet zu sein.

Im Jahr 2003 anerkannte die Islamic Society of North America (ISNA) Esposito als den zeitgenössischen "Abu Taleb des Islam" und der Gemeinschaft der Moslems nicht nur in Nordamerika sondern weltweit. In Anerkennung seiner "zahllosen Bemühungen, Mythen über islamische Gesellschaften und Kulturen zu zerstreuen" verglich Dr. Sayyid Syeed, Generalsekretär der ISNA, die Rolle Espositos mit der von Abu Taleb, Mohammeds nicht-islamischem Onkel, der die Gemeinschaft der Moslems in Mekka in einer Zeit, als diese noch schwach und verletzlich war, vorbehaltlos unterstützte.

Der Aufstieg Espositos zur Bedeutung symbolisiert das Scheitern kritischer Studien zum Islam - manche mögen sagen: kritische Studien zu überhaupt allem Nicht-Westlichen - in westlichen Universitäten in den 80ern und 90ern. Der Franzose Olivier Roy veröffentlichte bereits 1994 ein Buch mit dem Titel The Failure of Political Islam (Das Scheitern des politischen Islam) und er schrieb, "der Nahe Osten ist nun in eine Phase des Post-Islamismus eingetreten". Wie es Martin Kramer auf den Punkt bringt, "waren die Akademiker so intensiv mit 'islamischen Martin Luthers' beschäftigt, dass es ihnen nicht gelang, auch nur eine einzige seriöse Analyse über Bin Laden und seine Anschuldigungen gegenüber Amerika zu erstellen. Bin Ladens Aktionen, Äußerungen und Videos stellten ein Hindernis für die Akademiker dar, die den Amerikanern versichert hatten, dass der "politische Islam" sich auf dem Rückzug von der Konfrontation befinde."

Wenigstens wird Bin Laden heute von amerikanischen Universitäten zur Kenntnis genommen. Bruce Lawrence, Duke Professor für Religion, hat ein Buch über Osama bin Ladens Reden und Schriften veröffentlicht. "Wenn man ihn in seinen eigenen Worten liest, klingt er wie jemand, der als sehr hochgeschätzte und willkommene Stimme in der Weltpolitik begrüßt werden würde," sagte Lawrence. Lawrence behauptete auch, dass Djihad bedeute, ein "besserer Student, ein besserer Kollege, ein besserer Geschäftspartner zu sein. Vor allem aber, seine Wut zu kontrollieren."

Andere glauben, dass wir zuviel Aufhebens um diese ganze Djihad-Geschichte machen. John Mueller, Professor für Politikwissenschaften an der Ohio State Universität, der in der September-Ausgabe 2006 von Foreign Affairs zur Terrorbedrohung der USA befragt wurde, antwortete: "Eine vollkommen glaubwürdige Erklärung der Tatsache, dass die USA nach 9/11 keine weiteren Terroranschläge zu erleiden hatte, ist die, dass die Drohung durch einheimische oder importierte Terroristen - wie die Drohung, die während des 2. Weltkriegs angeblich von japanisch-stämmigen Amerikanern und danach von amerikanischen Kommunisten ausging - massiv übertrieben wurde ... Der umfangreiche und teure Apparat der Homeland Security, der nach 9/11 aufgebaut wurde, mag einen verfolgen, viele bespitzeln, die meisten belästigen und alle besteuern, um die Vereinigten Staaten vor einem Feind zu schützen, der wohl nicht exisitert."

Lee Kaplan, der an einer Konferenz der Middle East Studies Association (MESA) in San Francisco teilnahm, berichtet: "Kostenlose Exemplare eines Hochglanz-Nachrichtenmagazins mit dem Namen The Washington Report on Middle East Affairs wurden an die teilnehmenden Akademiker verteilt. Die meisten Menschen würden angesichts der Aufmachung denken, sie hätten etwas wie Newsweek oder Time vor sich. ... Was die meisten Leute nicht wissen, ist, dass das Washington Report on Middle East Affairs Magazine und die gleichnamige Website - und in der Tat die ganze dahinterstehende Organisation - von Saudiarabien finanziert werden, einem despotischen Regime, das sich in aller Ruhe den Weg in jeden Campus in Amerika gekauft hat, insbesondere in die Zentren für Nahoststudien in den USA.

Ich traf dort Nabil Al-Tikriti, einen Professor von der Universität Chicago ... 'Ich würde jene Nahost-Gelehrten einladen, die wirklich Amerikas Kriegsbemühungen in Übersee und die Sicherheitspolitik die wir hier zu Hause brauchen unterstützen. Menschen wie Daniel Pipes oder Martin Kramer.' sagte ich und fuhr fort 'Warum sind sie nicht hier bei der MESA-Konferenz?' 'Sie würden niedergebrüllt werden' antwortete Al-Tikriti."

Hugh Fitzgerald, der Vizepräsident von Jihad Watch, teilt Lee Kaplans Besorgnis über MESA: "Als Organisation ist MESA während der vergangenen zwei Jahrzehnte langsam aber sicher von Islamapologeten übernommen worden. ... Die Apologetik besteht darin, dass so gut wie nie über Djihad oder Dhimmitude gesprochen wird oder dass die Studenten auch nur in den Koran, die Hadithen und die Sira eingeführt werden. ... Bücher auf dem Niveau von [Karen] Armstrong und Esposito werden ausgegeben sowie Wohlfühlunsinn wie Maria Rosa Menocal’s The Ornament of the World.”

Kein MESA-MItglied hat so viel dazu beigetragen, einer breiten Öffentlichkeit wichtige neue Arbeiten über Mohammed, die Ursprünge des Koran und die Geschichte des frühen Islam nahe zu bringen wie der einsame Wolf Ibn Warraq. Niemand hat vergleichbare Arbeit über die Institution der Dhimmitude geleistet wie die einsame Wölfin Bat Ye'Or. Es ist eine bizarre Situation, dass der Großteil der wichtigsten Arbeit nicht in Universitäten gemacht wird, weil viele Universitätszentren von einer Art Islam-Intern International beschlagnahmt worden sind."

Hugh Fitzgerald hat Recht. The Legacy of Jihad, eines der wichtigsten Werke zum Djihad, das in den vergangenen Jahren erschienen ist, wurde von Andrew Bostom geschrieben, einem Doktor der Medizin, der frustriert war angesichts des meisten Materials, das nach den Terroranschlägen von 2001 zum Thema erhältlich war. Bat Ye’or, vielleicht die führende Expertin zur islamischen Institution der Dhimmitude, ist Autodidaktin. Und Ibn Warraq hat mehrere hervorragende Bücher über die Ursprünge des Koran und die Frühgeschichte des Islam geschrieben und blieb dabei außerhalb des etablierten universitären Systems. Das alles ist ein großes Plus für diese Menschen persönlich, aber es ist kein Plus, was den Zustand westlicher Universitäten angeht.

Es ist schwer zu verstehen, warum amerikanische oder westliche Autoritäten immer noch zulassen, dass die Saudis das, was der zukünftigen westlichen Führungselite über den Islam gelehrt wird, finanzieren - Jahre nachdem mehrere saudische Staatsbürger den schlimmsten Terroranschlag in der westlichen Geschichte ausführten. Die Vereinigten Staaten ließen nicht zu, dass sich Nazideutschland Einfluss auf US-Universitäten erkaufte. Und obwohl die sowjetischen Kommunisten ihre Apologeten im Westen in Gestalt von bezahlten Agenten hatten, ließen die USA niemals zu, dass die Sowjetunion offen führende amerikanische Hochschulen sponserte. Warum also lassen sie zu, dass Saudiarabien und andere islamische Nationen es tun? Die Saudis sind Feinde und sie sollten daran gehindert werden, direkten Einfluss auf unsere Universitäten und unsere großen Medienunternehmen zu nehmen. Das ist eine Angelegenheit nationaler Sicherheit.

Obwohl Schmiergelder und saudische Petrodollars ein ernst zu nehmendes Hindernis für kritische westliche Studien zum Islam darstellen, sind diese allerdings keinesfalls für alle Probleme verantwortlich. Einige Akademiker sind durchaus so von antiwestlicher Ideologie durchdrungen, dass sie sich auch umsonst glücklich schätzen, den Westen schlecht zu machen und dem Islam zu applaudieren.

Nur wenige Werke haben mehr dazu beigetragen, die kritische Debatte über den Islam während der letzten Generation in westlichen höheren Bildungseinrichtungen zu korrumpieren als das 1979 erschienene Buch Orientalism von Edward Said. Es brachte eine wahre Armee von Saidisten hervor oder auch Intellektuellen Drittewelt-Terrorismus, wie Ibn Warraq es bezeichnet. Nach Ibn Warraq "lehrte das letztere Werk [Orientalism] eine ganze Generation von Arabern die Kunst des Selbstmitleids - 'wenn nur die verdammten Imperialisten, Rassisten und Zionisten nicht wären, dann fänden wir wieder zu alter Größe zurück' - ermutigte die islamisch-fundamentalistische Generation der 80er Jahre und brachte jegliche Kritik am Islam zum Schweigen."

"Der aggressive Ton in Orientalism ist das, was ich "intellektuellen Terrorismus" nenne, da er nicht versucht, mit Argumenten oder historischen Analysen zu überzeugen, sondern dadurch, dass er Anklagen des Rassismus, Imperialismus, Eurozentrismus gegenüber jedem versprüht", der widersprechen könnte. "Einer seiner bevorzugten Taktiken ist es, den Orient als Daueropfer von westlichem Imperialismus, westlicher Vorherrschaft und Aggression darzustellen. Der Orient wird niemals als Agierender gesehen, niemals als Handelnder mit freiem Willen, eigenen Plänen oder Ideen."

Ibn Warraq kritisiert Said auch dafür, dass er die Tradition kritischen Denkens im Westen nicht anerkennt. Wäre er ein bisschen tiefer in die griechische Zivilisation und Geschichte eingetaucht, hätte er sich die Mühe gemacht, Herodots große Geschichtsschreibung zu lesen, dann hätte Said "zwei Eigenheiten erkannt, die auch zutiefst charakteristisch für die westliche Zivilisation sind und deren Erkenntnis Said Schmerzen bereitet und die er sich nicht zu erkennen erlaubt: Das Streben nach Wissen um seiner selbst Willen. ... Das griechische Wort historia, aus dem sich unser Begriff "historisch" ableitet, bedeutet "Forschung" oder "Recherche" und Herodot glaubte, dass sein Werk das Ergebnis von Forschung war: Was er gesehen, gehört und gelesen hatte, aber auch was durch Recherche ergänzt und verifiziert wurde."

"Intellektuelle Neugier ist eines der Markenzeichen westlicher Zivilisation. J.M. Roberts brachte es auf den Punkt: "Die massive Gleichgültigkeit mancher Zivilisationen und ihr Mangel an Neugier auf andere Welten ist ein weites Feld. Warum haben bis vor kurzem islamische Gelehrte keinerlei Wunsch gezeigt, lateinische oder andere westeuropäische Texte ins Arabische zu übersetzen? Warum konnte der englische Dichter Dryden ein Stück schreiben, das sich mit der Nachfolge nach dem Tod des Mogulenkaisers Aurungzebe in Delhi befasst und warum kann man dagegen darauf wetten, dass kein indischer Autor jemals daran dachte, ein Stück über die gleichermaßen dramatischen politischen Ereignisse am englischen Hof im 17. Jahrhundert zu schreiben? Es wird klar, dass die Erklärung für die europäische Wissbegierde und Abenteuerlust tiefer gehen muss als sich nur auf ökonomische Gründe zu beschränken, so bedeutsam diese auch sein mögen."

Martin Kramer weist auf die Ironie hin, die dahinterliegt, dass Salman Rushdie Saids Mut lobte: "Professor Said erhält regelmäßig Drohungen von der Jewish Defense League in Amerika,” sagte Rushdie 1986, "und ich denke, dass wir anerkennen sollten, dass es nicht das leichteste Schicksal ist, ein Palästinenser in New York zu sein - oder in vielerlei Hinsicht überhaupt ein Palästinenser zu sein." Es begab sich aber, dass Saids Schicksal dem von Rushdie unendlich vorzuziehen wurde, nachdem Khomeini 1989 zur Tötung Rushdies aufgerufen hatte. Die Ironie liegt darin, dass Rushdie, ein postkolonialer literarischer Löwe mit untadeligen Referenzen seitens der Linken, von einigen Moslems zur personifizierten orientalischen Feindseligkeit gegenüber dem Islam gemacht wurde."

In seinem Essay The Intellectuals and Socialism, führte F.A. Hayek bereits Jahrzehnte zuvor aus, dass "der Sozialismus niemals und nirgendwo von Anfang an eine Arbeiterbewegung war. Er ist ein Konstrukt von Theoretikern und Intellektuellen, den Secondhand-Händlern von Ideen. ...Der typische Intellektuelle muss über kein Wissen in irgendeinem speziellen Fachgebiet verfügen und er muss auch nicht besonders intelligent sein, um seiner Rolle als Mittelsmann bei der Verbreitung von Ideen gerecht zu werden. Diese Klasse besteht nicht nur aus Journalisten, Lehrern, Ministern, Dozenten, Publizisten, Radiokommentatoren, Romanautoren, Karikaturisten und Künstlern. Sie umfasst auch wirklich professionelle Menschen und Techniker wie z.B. Wissenschaftler und Ärzte."

"Diese Intellektuellen sind die Organe, die die moderne Gesellschaft entwickelt hat, um Wissen und Ideen zu verbreiten, und es sind die Überzeugungen und Meinungen dieser Personen, die als Sieb fungieren, durch das alle neuen Konzepte hindurch müssen, bevor sie die Massen erreichen können."

Die brillantesten und erfolgreichsten Lehrer sind heute mit größerer Wahrscheinlichkeit Sozialisten als dass sie es nicht sind." Nach Hayek liegt das nicht daran, dass Sozialisten intelligenter sind, sondern daran, dass "unter den klügsten Geistern ein viel höherer Prozentsatz an Sozialisten sich jenen intellektuellen Vorhaben widmet, durch die sie einen entscheidenden Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen können. ... Sozialistisches Gedankengut verdankt den Reiz, den es auf junge Menschen hat, vor allem seinem visionären Charakter. ... Der Intellektuelle ist von seiner ganzen Natur her an technischen Details und mühseliger praktischer Arbeit desinteressiert. Was ihn reizt, sind große Visionen."

Er warnt: "Es kann sein, dass wir als freie Gesellschaft, wie wir sie kennen, die Kräfte zu unserer eigenen Zerstörung bereits in uns tragen. Es kann sein, dass die Freiheit, wenn sie erst einmal errungen wurde, als selbstverständlich hingenommen und nicht mehr geschätzt wird, und dass die freie Entfaltungsmöglichkeit für Ideen, die für eine freiheitliche Gesellschaft essentiell ist, schließlich die Grundlagen, von denen sie abhängt, zerstören wird. ... Bedeutet das, dass Freiheit nur dann geschätzt wird, wenn sie verloren geht, dass die Welt überall durch eine dunkle Zeit sozialistischen Totalitarismus hindurch muss, bevor die Mächte der Freiheit neue Kraft sammeln können? ... Wenn wir so eine Entwicklung vermeiden wollen, müssen wir es schaffen, ein neues liberales Programm anzubieten, das die Fantasie anspricht. Wir müssen aus der Schaffung einer freien Gesellschaft einmal wieder ein intellektuelles Abenteuer, eine Heldentat machen."

In seinem Buch Modern Culture erklärt Roger Scruton die andauernde Attraktivität linker Ideologie folgendermaßen:

"Die marxistische Theorie ist eine Art ökonomischer Determinismus, der sich durch den Glauben auszeichnet, dass fundamentale Änderungen in den ökonomischen Beziehungen ausnahmslos revolutionär sind und einen gewaltsamen Umsturz der alten Ordnung beinhalten sowie auch einen Kollaps der politischen "Suprastruktur", auf der die alte Ordnung basiert. Die Theorie ist fast sicher falsch: dennoch hat das marxistische Weltbild etwas an sich, das in aufgeklärten Menschen den Wunsch hervorruft, daran zu glauben. Dadurch, dass er Kultur als ein Nebenprodukt materieller Kräfte erklärt, bestätigt Marx die Sicht der Aufklärung, dass materielle Kräfte die einzigen Kräfte sind, die es gibt. Die alte Kultur mit ihren Göttern und Traditionen und Autoritäten ist etwas, das als Netz von Illusionen erschaffen wurde - das Opium des Volkes - um das Volk in seiner Bedrängnis still zu halten."

So brachte also nach Scruton das Erwachen der Aufklärung "nicht nur die Reaktionen mit sich, die von Burke und Herder verkörpert und von den Romantikern ausgeschmückt wurden, sondern auch eine zynische Gegenströmung gegen die Vorstellung von Kultur an sich. Es wurde üblich, Kultur von einem erhabenen Standpunkt aus zu betrachten, und zwar nicht als ein Gedankenmodell, das unser moralisches Vermächtnis darstellt, sondern als ein Elaborat künstlicher Mächte, die sich als natürliche Rechte verkleiden. Dank Marx wurden kulturentlarvende Theorien zu einem Teil der Kultur. Und diese Theorien haben die Strukturen, bei denen Marx Pionierarbeit geleistet hat: Sie kennzeichnen Macht als die Realität und Kultur als die Maske; sie beinhalten auch die Weissagung einer zukünftige 'Befreiung' von den Lügen, die von unseren Unterdrückern gesponnen wurden."

Frappierenderweise ist das exakt das Thema von Dan Browns internationalem Bestseller Der Da Vinci Code aus dem Jahr 2003, der sich unter den Top Ten der meistverkauften Bücher aller Zeiten befinden soll. Davon abgesehen, dass er eindeutig ein Thriller ist, wird in dem Roman die ganze moderne Religionsgeschichte als eine Verschwörung der Kirche dargestellt, um die Wahrheit über Jesus und seine Ehe mit Maria Magdalena zu verbergen.

Der australische Autor Keith Windschuttle, ein ehemaliger Marxist, hat die antiwestliche Schieflage satt, die die akademische Welt durchdringt: "Während der vergangenen drei Jahrzehnte oder noch länger haben viele der Meinungsführer in unseren Universitäten, Medien und der Kunst die westliche Kultur als etwas betrachtet, für das man sich bestenfalls schämen muss, und dem man schlimmstenfalls feindselig gegenüber stehen muss. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die der Westen hervorgebracht hat, gelten einfach nur als einer von vielen "Wegen zum Wissen".

"Kulturrelativismus behauptet, dass es keine absoluten Standards gibt, anhand derer man menschliche Kulturen beurteilen kann. Also sollten alle Kulturen trotz ihrer Verschiedenartigkeit als gleich angesehen werden. ... Der Appell nach Akzeptanz und Offenheit geht aber nicht so weit, dass er auch für die westliche Kultur selbst gelten würde, deren Geschichte als kaum mehr als ein Verbrechen gegen den Rest der Menschheit betrachtet wird. Der Westen kann andere Kulturen nicht verurteilen, aber seine eigene muss er verdammen."

Er mahnt uns, uns in Erinnerung zu rufen, wie einzigartig manche Elemente unserer Kultur sind: "Das Konzept von Freiheit der Forschung und Redefreiheit und das Recht, alteingesessene Glaubensüberzeugungen zu kritisieren, sind Dinge, die wir als so selbstverständlich hinnehmen wie die Luft, die wir atmen. Wir müssen diese Dinge aber als ein speziell westliches Phänomen begreifen. Sie wurden niemals in der konfuzianischen oder hinduistischen Kultur entwickelt. ... Aber ohne dieses Konzept wäre die Welt nicht, wie sie heute ist. Es hätte keinen Kopernikus, Galileo, Newton oder Darwin gegeben."

Die Neuschreibung der westlichen Geschichte wurde so schlimm, dass sogar behauptet wurde, William Shakespeare sei insgeheim Moslem gewesen. "Shakespeare wäre vom Sufismus entzückt gewesen," sagte der islamische Gelehrte Martin Lings, der selber Sufi-Moslem ist. Laut Guardian räsonierte Lings bei der International Shakespeare Globe Fellowship Lesung in Shakespeares eigenem Globe Theater in London darüber, dass Shakespeares "Werk den Lehren der islamischen Sufi-Sekte gleicht". Lings sprach während der Woche des Bewusstseins für den Islam.

"Shakespeare hätte unmöglich ein Moslem sein können," sagt David N. Beauregard, ein Shakespearekenner und der Mitherausgeber von Shakespeare and the Culture of Christianity in Early Modern England. (Shakespeare und die christliche Kultur im England der frühen Neuzeit) . Shakespeare "vertrat in wichtigen Grundsätzen römisch-katholische Glaubensinhalte" Beauregard hält fest: "das heißt nicht, dass Shakespeare sich mit dem Schreiben religiöser Theaterstücke befasste, sondern nur, dass eine spezifische religiöse Tradition sein Werk beeinflusst."

Nach Robert Spencer ist "Shakespeare nur die neueste große Gestalt der westlich-christlichen Kultur, die auf islamfreundliche Weise umgestaltet wird." Vor einiger Zeit beteuerte das [US] State Department ohne die Spur eines Nachweises dafür, dass Christoph Columbus ( der in Wirklichkeit Ferdinand und Isabella dafür über den grünen Klee lobte, dass sie 1492 - dem Jahr, in dem er zum ersten Mal amerikanischen Boden betrat - die Moslems aus Spanien vertrieben hatten) auf seinen Reisen die Hilfe eines islamischen Navigators gehabt habe. "Das amerikanische Bildungswesen befindet sich in einem so trostlosen Zustand, dass selbst Lehrer nicht das Rüstzeug haben, solchen historischen Fantasien entgegen zu wirken."

Der Blog Gates of Vienna hat einen Bericht von The American Council of Trustees and Alumni (ACTA) über US-Universitäten zitiert. Ihre Erhebung offenbarte "eine auffallende Uniformität in der politischen Haltung und pädagogischen Vorgehensweise. Quer durch die Geistes- und Sozialwissenschaften tauchen stets immer wieder die gleichen Themen auf, ungeachtet der Fachrichtung. In Kursen zu Literatur, Philosophie und Geschichte, Soziologie, Anthropologie und religiösen Studien, Frauenstudien, Amerikastudien [...] stehen immer Themen aus einer feststehenden Liste auf dem Programm: Rasse, Klasse, Geschlecht, Sexualität und die "soziale Identitätsbildung"; Globalisierung, Kapitalismus und die US-"Hegemonie", die allgegenwärtige Unterdrückung und die Umweltzerstörung. "

"Jahrgang um Jahrgang wird die gleiche grundlegende Botschaft vermittelt, und zwar in einer Weise, die einem außenstehenden Akademiker oft unverständlich scheint. ... Kurz gesagt ist die Botschaft, dass der Status quo, der patriarchalisch, rassistisch, hegemonial und kapitalistisch ist, "hinterfragt" und "kritisiert" werden müsse, um so die gesellschaftliche Veränderung theoretisch zu formulieren und zu erleichtern. Die Notwendigkeit dazu und der Wert wird dabei als gegeben vorausgesetzt ... Die Unterschiede zwischen den Fachbereichen beginnen zu verschwimmen. Kurse in so offensichtlich unterschiedlichen Fachgebieten wie zum Beispiel Literatur, Soziologie und Frauenstudien sind jeweils zu gegenseitigen Spiegelbildern geworden."

Die Autorin Charlotte Allen beschrieb, wie Lawrence Summers, der Präsident der Harvard Universität einen Sturm der Entrüstung auslöste, weil er in einer Rede darüber spekulierte, dass angeborene Verschiedenheiten zwischen den Geschlechtern etwas damit zu tun haben könnten, dass verhältnismäßig weniger Frauen als Männer Top-Postionen in der Wissenschaft einnehmen. Im Sommer 2006 gab Summers seine Absicht bekannt, am Ende des Schuljahres zurückzutreten, teilweise aufgrund des Druckes, der durch seine Rede ausgelöst worden war. "Auch wenn man nicht mit der wissenschaftlichen Forschung dazu vertraut ist - ein Papier, aus dem Summers zitierte, hatte ergeben, dass Frauen zwar ganz allgemein gleich intelligent wie Männer sind, jedoch signifikant weniger Frauen als Männer im Bereich der allerhöchsten Intelligenzquotienten zu finden sind, die wissenschaftliche Genies ausmachen - sagt einem auch schon der gesunde Menschenverstand, dass Mr. Summers Recht haben musste. Kürzlich erging durch die Harvard Fakultät für Kunst und Wissenschaft ein Misstrauensvotum gegen Herrn Summers. Wäre es nicht vorzuziehen, offen über Stärken und Schwächen von Männern und Frauen zu sprechen?"

Ja, Frau Allen, das wäre es. Kann sein, dass Summers falsch lag, aber es ist gefährlich, wenn wir uns auf einen Weg begeben, wo wichtige Themen überhaupt nicht erst diskutiert werden. Eines der Markenzeichen der westlichen Zivilisation war unser Dürsten danach, überhaupt alles zu hinterfragen. Political Correctness ist daher antiwestlich und zwar sowohl formal als auch inhaltlich. Man sollte in diesem Zusammenhang auch festhalten, dass Feministinnen die Vorhut der Political Correctness waren, der Ideologie, die unsere Universitäten gegenüber der islamischen Bedrohung blind gemacht hat.

Sogar noch schlimmer wird es, wenn wir uns vor Augen halten, dass andere Feministinnen im universitären Bereich feststellen, der Schleier oder sogar die Burka würden "einen alternativen Feminismus" repräsentieren. "Dr. Wairimu Njabi ist Assistant Professorin für "Frauenstudien" an der Florida Atlantic Universität. Ein Großteil ihrer Lehrtätigkeit befasst sich damit, die Ansicht voranzutreiben, die grausame Praxis der weiblichen Genitalbeschneidung (FGM) sei in Wirklichkeit ein Triumph für den Feminismus und dass andere Ansichten dazu einfach nur von Hass geprägt wären. Nach Njambi "ist die Gegnerschaft gegen weibliche Genitalbeschneidung Ausdruck einer kolonialistischen Geisteshaltung, weil sie spezifisch westliche Vorstellungen von einem 'normalen' Körper und 'normaler' Sexualität universalisiert."

Es gibt aber noch Inseln des Widerstands. Professor Sigurd Skirbekk von der Universität Oslo stellt viele der Annahmen in Frage, die der westlichen Einwanderungspolitik zugrunde liegen. Eine davon ist die Annahme, dass reiche Länder die Pflicht hätten, alle Menschen aus anderen Nationen aufnehmen zu müssen, wenn diese leiden - sei es aufgrund von Naturkatastrophen, politischen Repressalien oder Überbevölkerung. Seiner Ansicht nach ist es als unmoralisch einzustufen, wenn die kulturellen, politischen und religiösen Eliten dieser Länder ihren Bevölkerungen erlauben, sich schrankenlos zu vermehren und dann ihren Bevölkerungsüberschuss anderen Ländern aufdrängen.

Skirbekk führt aus, dass die Länder Europas die Deutschen zurückgewiesen haben, als diese das Argument "Lebensraum" als Motivation für ihre Außenpolitik benutzten. Wir sollten dasselbe heute tun, wenn andere Länder das Argument anbringen, sie hätten keinen Platz für ihre Bevölkerung. Ihm gemäß ist jede Menge Literatur über die ökologischen Herausforderungen verfügbar, mit denen sich die Welt in diesem Jahrhundert konfrontiert sehen wird. Eine zu liberale Einwanderungspolitik im Zusammenhang mit der Weigerung, sich solchen moralisch unangenehmen Themen zu stellen, ist keine Alternative, die sich auf lange Sicht wird aufrecht erhalten lassen. Wir werden dadurch zukünftigen Generationen nur schwierige Dilemmata auferlegen.

In Dänemark ist die Linguistin Tina Magaard zu dem Schluss gekommen, dass islamische Texte Terror und Kampf zu einem weit höheren Ausmaß begünstigen als die Originaltexte anderer Religionen. Sie hat einen Doktortitel in Textanalyse und Interkultureller Kommunikation von der Sorbonne in Paris und war drei Jahre lang mit einem Projekt zu vergleichender Forschung von zehn Religionen befasst. "Die Texte des Islam unterscheiden sich dadurch von den Texten anderer Religionen, dass sie Gewalt und Aggression gegenüber Andersgläubigen zu einem größeren Ausmaß ermutigen. Es gibt auch rundheraus Aufrufe zum Terror. Das ist lange ein Tabu bei der Islamforschung gewesen, aber es ist ein Fakt, mit dem wir uns befassen müssen."

Darüber hinaus gibt es im Koran Hunderte von Aufrufen, Andersgläubige zu bekämpfen. "Wenn es stimmt, dass viele Moslems den Koran als das buchstabengetreue Wort Gottes ansehen, das nicht interpretiert oder umformuliert werden darf, dann haben wir ein Problem. Es ist unbestreitbar, dass die Texte zu Terror und Gewalt ermutigen. In der Konsequenz muss man vernünftigerweise Moslems selber fragen, wie sie sich zu dem Text stellen, wenn sie ihn so lesen, wie er nun einmal ist." sagt Magaard.

Skirbekk, Magaard und andere stellen in der Tat Beispiele dar, die Mut machen, aber sie sind nicht zahlreich genug, um die allgemein übliche Sichtweise westlicher Akademiker zu verändern, die weitgehend durch Political Correctness und antiwestliche Ressentiments gelähmt sind.

Der Autor Mark Steyn beschreibt wie "draußen in der wirklichen Welt in den 90ern die wahre Erfolgsgeschichte der Globalisierung die ist, dass eine Ideologie aus einer relativ unbedeutenden Weltgegend ins Herz jeder westlichen Stadt exportiert wurde. ... Robert D. Kaplan vom Atlantic Monthly's bezeichnete - als er über den Kollaps von Nationen wie zum Beispiel Somalia schrieb, die "Bürger" solcher "Staaten" als "re-primitivisierte Menschen."

"Wenn Menschen, die ihr ganzes Leben in Toronto verbracht haben, scharf darauf sind, andere zu enthaupten, wenn Menschen aus Yorkshire, die in einer Welt aus Fish 'n' Chips und Kricket und lausiger englischer Popmusik gezeugt und geboren wurden, sich in der Londoner U-Bahn in die Luft sprengen, dann sieht es so aus, als ob das Phänomen des "re-primitivisierten Menschen" erfolgreich rund um den ganzen Planeten exportiert wurde. Es ist umgekehrte Globalisierung: Die Pathologien der rückständigsten hinterwäldlerischen Gegenden haben heute Filialen in jeder westlichen Stadt."

Es ist möglich, hier einen Zusammenhang zu erkennen. Während der Multikulturalismus ideologischen Tribalismus in unseren Universitäten mit sich bringt, bringt er physischen Tribalismus in unser Großstädte. Da alle Kulturen gleich sind, besteht ja keine Notwendigkeit, die westliche Zivilisation zu bewahren oder unsere Gesetze aufrecht zu erhalten.

Es stimmt wohl, dass wir möglicherweise niemals in der Lage sein werden, das Ideal objektiver Wahrheit zu erreichen, weil wir alle mehr oder weniger in unserer Erkenntnisfähigkeit durch unsere persönlichen Erfahrungen und unsere Vorurteile eingeschränkt sind. Das heißt aber nicht, dass wir dieses Ideal aufgeben sollten. Genau das ist aber während der vergangenen Jahrzehnte geschehen. Unsere Hochschulen versuchen noch nicht einmal, die Wahrheit zu finden: sie haben beschlossen, dass es etwas wie "Wahrheit" gar nicht gibt, sondern lediglich verschiedene Meinungen und Werte, die alle gleichermaßen Gültigkeit besitzen. Mit der Ausnahme der westlichen Kultur, die ererbtermaßen böse ist und niedergerissen oder "dekonstruiert" werden muss. Westliche Universitäten haben sich vom Zeitalter der Vernunft in das Zeitalter der Dekonstruktion bewegt.

Während chinesische, indische, koreanische und andere asiatische Universitäten jedes Jahr Millionen motivierter Ingenieure und Wissenschaftler hervorbringen, entwickelten sich westliche Universitäten zu kleinen Hippiefabriken zurück, in denen die Schlechtigkeit des Westens und die Segnungen der Barbarei gelehrt werden. Das stellt auf lange Sicht eine ernsthafte Herausforderung für die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit westlicher Nationen dar. Das ist schlimm, aber es ist die kleinste unserer Sorgen. Viel schlimmer als ein Versagen im Wettbewerb mit nicht-moslemischen Asiaten ist das Versagen dabei, die Bedrohung zu erkennen, die von islamischen Nationen ausgeht, die uns unterwerfen und unsere gesamte Zivilisation auslöschen wollen. Das ist ein Versagen, mit dem wir schlicht und einfach nicht leben können. Und wir werden es vermutlich auch nicht, wenn es uns nicht gelingt, uns damit zu befassen.

15.11.06 22:56
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


FreeSpeech / Website (28.11.06 10:19)
"Innerhalb von 30 Minuten wurde der Titel von Moslemunruhen in Bürgerunruhen geändert."

Das finde ich schön. Das lässt sich jetzt immer und überall ziteren.
Im Zeitalter von Internet und Blogs hat die 1400 Jahre alte Technik nicht mehr anwenden, nämlich die Technik alles zu übertünchen, bis man Kritiker stillgemacht hat.

Und jeder Versuch, etwas zu verbergen, wird zurm Bumerang.

Green Helmet lässt grüssen.



(PS Warum müssen die Fjordman - Artikel immer so lang sein? 5 kleine wären gescheiter, da würde man alles lesen)

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