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Frankreich und die iranische Revolution

von Fjordman

 

Original vom 27.01.2007 : France and the Iranian Revolution

Jetzt wo die Islamische Republik Iran ständig mit ihrem vermuteten Atomwaffenprogramm in den Nachrichten ist, wäre es vielleicht gut, eine kleine Pause einzulegen und einen Augenblick lang darüber nachzudenken, wer dazu beitrug, dass die Islamische Republik in den späten 1970er Jahren etabliert werden konnte, was wahrscheinlich das Ereignis war, das in seiner Bedeutung für das weltweite Wiederaufleben des Djihad dem Strom der saudischen Petrodollars - und möglicherweise der Errichtung des eurabischen Netzwerks, was auch in den 1970ern stattfand - am nächsten kommt. Die Tatenlosigkeit und ganz allgemeine Inkompetenz, die der frühere US-Präsident Jimmy Carter, der heute ein Fürsprecher des islamischen Djihad gegen Israel ist, an den Tag legte, trug gewiss auch dazu bei, aber wir dürfen den früheren französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing auf keinen Fall vergessen.

Die Ironie bei der Sache ist, dass die Franzosen, nachdem Ayatollah Khomeini von Pariser Vorstädten aus einen islamischen Staat aufbauen konnte, 30 Jahre später hunderte islamischer Mini-Staaten auf französischem Boden haben. Khomeini und seine Kumpane nutzten diese einmalige Gelegenheit in einem kritischen Stadium der Aufstände gegen den Schah, um ihre Macht zu konsolidieren und ihren Führungsanspruch auf die Richtung, in die sich die Revolution entwickeln sollte, zu festigen.

Botschafter Freddy Eytan sagte:

"Präsident Valéry Giscard d’Estaing hatte den Schah von Persien als ersten ausländischen Staatsgast in seiner Amtszeit eingeladen, wobei er die französischen Interessen am iranischen Öl im Blick hatte. 1978 sahen Giscard und sein Innenminister Michel Poniatowski den Zusammenbruch der Schah-Regierung voraus, eine Entwicklung, die Frankreichs Wirtschaftsinteressen schaden würde."

Damals kam der Vorschlag auf, Ayatollah Khomeini nach Algerien zu bringen. Zuvor war er ein Gejagter gewesen, der von einem Ort zum anderen zog. Der französische Geheimdienst DST stellte sich seiner Einreise entgegen, aber Giscard setzte sich über ihn hinweg und gewährte Khomeini politisches Asyl in Frankreich. Er lebte in Neauphle-le-Chateau bei Paris. Von dort aus verbreitete er Kassetten, auf denen er gegen Demokratie, den Frieden im Nahen Osten, Juden und Israel aufstachelte. Er rief auch zum Djihad auf, dem gewaltsamen heiligen Krieg. Die PLO verteilte Khomeinis Kassetten im Iran. Als im November 1979 die amerikanische Botschaft in Teheran angegriffen wurde, waren PLO-Mitglieder unter den Tätern. Yassir Arafat war der erste Staatsgast in Teheran. Es wurde ihm als bedeutendem Helden und Unterstützer der islamischen Revolution ein großer Empfang bereitet.

Heute wissen wir, dass Khomeinis Konzepte für die islamische Republik zu einer massiven Ausbreitung des militanten Islam geführt haben. Sowohl Hisbollah als auch Al Kaida haben ihre Ursprünge in den revolutionären Ideen, die in Khomeinis Iran entwickelt wurden. Die Hetzreden in iranischen Moscheen und der internationale islamistische Terrorismus hätten sich ohne Khomeinis Aufenthalt in Frankreich und seiner daraus entstandenen Popularität nicht entwickelt. Ohne Giscards Gastfreundschaft wäre es Khomeini nicht möglich gewesen, die Macht im Iran zu übernehmen und eine Infrastruktur für internationale Propaganda und Terror aufzubauen.

David Frum schreibt in seiner kürzlich erschienenen Rezension von David Pryce-Jones' Buch: Betrayal: Frankreich, die Araber und die Juden:

"Pryce-Jones zeigt auf, dass die französische Außenpolitik wiederholt zu Ergebnissen im Nahen Osten geführt hat, die alle gleichermaßen pervers waren. Als Saddam Hussein Ayatollah Khomeini 1978 aus dem Irak auswies, hieß Frankreich den fanatischen Turbanträger willkommen. In Frankreich fand der Ayatollah unbegrenzte Freiheit zur Agitation vor: Er sagte später selber: "Wir konnten unsere Ansichten in großem Ausmaß propagieren, viel mehr als wir erwartet hatten." Pryce-Joes zitiert aus einer Studie von Amir Taheri, dass der Ayatollah während der vier Monate seines Aufenthalts in Frankreich 132 Radio-, Fernseh- und Zeitungsinterviews gab. Er empfing fast 100.000 Besucher, die seiner Sache über 20 Millionen britische Pfund spendeten. Im Februar 1979 kehrte der Ayatollah in einer gecharterten Air-France-Maschine in den Iran zurück; ein Air-France-Pilot stütze ihn am Ellbogen, als er die Gangway auf die Rollbahn hinunterstieg."

Nit Boms schrieb:

"1978 als Proteste gegen Schah Pahlewi überall im Iran aufkamen, lebte Ayatollah Khomeini in einem trauten Heim im Pariser Vorort Neauphle-le-Chateau, wo er eine islamische Revolution ausarbeitete, die bald darauf die Welt erschüttern sollte. Unter dem wachsamen Auge der französischen Regierung traf sich Khomeini regelmäßig mit Journalisten und setzte sich aktiv für den Sturz des Schah ein. Als dann Pahlewi schließlich 1979 tatsächlich aus seinem Land floh, wurde Khomeini ein Charterflug der Air France nach Teheran zur Verfügung gestellt, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1989 einem der unterdrückerischsten Regimes der Welt vorstand."

Der frühere französische Präsident Valéry Giscard d'Estaing ist immer noch da. Er wurde nie zur Rechenschaft gezogen. Heute ist er der Chefarchitekt der fürchterlichen EU-Verfassung.


6.2.07 20:41
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(30.5.11 05:39)
solange habe ich darauf gewartet, das endlich jemanden, die Wahrheit sagt und kennt.
danke

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